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diese compacten Eisberge zu durchsichtigen Krystallbil- düngen macht, — bieftr Anblick ist kaum weniger er­haben, kaum weniger reizend, als der beS Meeres. Unb wer erst burch jahrelange Beobachtung sich von dem constanlen, wenn auch langsamen Fortschritten dieser geihürmten Masten überzeugt hat, steht staunenb vor der Gewalt unb dem Zusammenwirken von Um­ständen, die so geheim verborgen sind Der aller­neuesten Zeit Verdienst ist es, einen Theil dieser Ur­sachen enthüllt zu haben, und dem Forschergenie der Helmholtz, Forbes, Schmidt und Thomson haben wir daS erste Licht zu bauten. Vorher aber mußte durch Faraday, jenen vor fünf Jahren verstorbenen Natur­forscher, der einer der genialsten und fruchtbarsten des Jahrhunderts war, eine eigenthümliche Eigenschaft des Wassers entdeckt werden. DaS Wasser ist wohl daS älteste Objett menschlicher Beobachtung, und trotzdem findet die Wistenschaft unserer Tage noch immer Neues an ihm. Noch nicht allzu lange ist es her, daß man feststellte, wie das Wasier von dem allgemein gütigen Naturgesetz, daß Wärme die Körper auSdehne, Kälte sie zusammenziehe, eine merkwürdige Ausnahme bilde, und — wie viel Segen aus diesem Ausnahmever- hältniß entspringe. BiS zur Temperatur von vier Graden nämlich erlaubt sich das Wasier keinerlei Ab­weichung von der Regel; da plötzlich dreht es dem Naturgesetz den Rücken und dehnt sich bei weiterer Abkühlung bis zu Null Grad aus, statt sich zusam­menzuziehen. Sinkt feine Temperatur noch tiefer,, fo kehrt eS wieder zum Gehorsam zurück. Es würde unS zu weit führen, wollten wir hier ausführlich er­läutern, warum uns diese Abweichung des Wasiers von der Regel ungeheure Vottheile verschafft; genug,

aus dem Wagen Glücklicherweise erhielt der Ex^or chaster nur eine starke Quetschung am Knie; jein , Freund wurde an der Schulter verwundet. $eibt ! wurden nach der Villa der Prinzessin gebracht uni i werden in einigen Tagen wieder hergestellt sein. - i Fürst Orlow, der hiesige russische Botschafter, befind« , ich gegenwärtig bei Fontainebleau aus dem Schlos i eines Schwiegervaters, des Fürsten Trubetzkoi. 6 !

an abgelebten Dingen. Wir leben mitten im Herds jedes Rascheln des Windes beraubt den schon h» entlaubten Baum eines Blattes nach dem andern, ui

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erklärt, daß die Steuererhöhung überhaupt nur mäßig ergriffen und zur Hälfte von den Händlern, zur Hälfte vom Fabrikanten vorzulegen fein werde. Nur einige Fabrikanten vermochten sich nicht ganz damit zu be=

Genannten befanden sich darunter Roscher, Knies, Engel, Wedell, Graf Wintzingerode und Vertreter verschiedener Arbeitervereine. Um IO1/2 Uhr Abends wurde die Abend-Sitzung vertagt.

Jeua, 4 Okt. Der zweite Tag der Thüringer Lehrerversammlung war hauptsächlich einem Referate des Directors Rudolph »uS Ronneburg über „die Psychologie als Grundlage der intellectuellen Bildung" gewidmet. Referent will dieselbe als Fundament der häuslichen und Schul-Erziehung angesehen wisien und erklärt sich in Folge dessen gegen den zu frühen Be­ginn des Unterrichts, für Anschaulichkeit desselben, gegen da» Zuvielerlei und Zuviele, für größere Pflege der Erkeuntniß als des GedächtnisieS. Die Debatte darüber war eine sehr lebhafte. Die Versammlung wurde Nachmittags geschlossen; sie war von über 600 Lehrern, Geistlichen rc. besucht und tritt in zwei Jahren wieder in Gera zusammen. — Gestern war ebenfalls in Jena eine Versammlung von Kinbergärt- nern, die gleichsam als Anhang zu der Thüringer Lehrerversammlung betrachtet werden muß.

Mainz, 6. Ott. Die Mainzer Blätter ver­öffentlichen an ihrer Spitze eine Einladung an die Mainzer Bürgerschaft zur Theilnahme an der Ent­hüllung deS Denkmals, welches der Stadtvorstand dem früheren Gouverneur von Mainz, Prinz Wolde- mar von Holstein, errichtet. Die Enthüllung soll nächsten Sonntag den 13. Oct. stattfinden.

Karlsruhe, 6. Okt. Die „Karlsr. Ztg." kommt in ihrer heutigen Nummer auf das Projekt der Bil­dung einer Gesellschaft zur Uebernahme der badischen StaatSeiseubahnen zurück und constatirt zur Vervoll­ständigung ihrer neulichen Mittheilungen, daß außer dem von der Regierung rundweg abgelehnten Anträge

Wie», 5. Octbr. DaS entscheidende Wort, wel­ches über alles in Sachen des Armeebudgets Voran- gegangene Licht verbreitet, ist in der gestrigen Budget- ausschußsitzung der österreichischen Delegation gefallen. Der KriegS-Minister, Baron Kuhn, hat dem Abge­ordneten Herbst, dem er schon bei einer andern Ge­legenheit gesagt hatte, er verdrehe seine Worte, erklärst, daß der ihm gemachte Vorwurf, willkürlich von den Delegationsbefchlüsien abzuweichen, einen Mangel an vertrauen involvire, der ihm die Fortführung feines Amtes unmöglich mache. Dies ist der erste greifbare Beweis dafür, daß die seit längerer Zeit verbreiteten Gerüchte von einem bevorstehenden Rücktritte des Reichskriegsministers doch nicht so ganz aus der Luft gegriffen waren, und daß also auch wahrscheinlich die Einzelregierungen mit dem Reichsministerium eine ge­wisse Solidarität für Durchbringung der Mehrforde rutigen für das Kriegsbudget übernommen haben. Das fortwährende Streichen im Budgetausschuß der öster­reichischen Delegation hat natürlich eine verstimmende Wirkung auf den Kriegsminister auSgeübt und er hat sich endlich genöthigt gesehen, den Haupttrumpf aus­zuspielen , um so mehr, als daS böse Beispiel der österreichischen Delegirten nicht ganz ohne Einfluß auf die ungarischen Abgeordneten geblieben ist und zu be­fürchten steht, daß das Gesammtresultat nicht nach dem Wunsche des Baron Kuhn ausfallen wird. Der ungarische Heeresausschuß, der sich bisher so überaus splendid gezeigt, hat in der Sitzung vom 3. Oktober 122,000 Gulden in einem Titel gestrichen, wenngleich die Gesammtsorderung beinahe 2 Millionen beträgt. Das muß immerhin den Kriegsminister in Harnisch bringen, der seine Hoffnung auf Ungarn gestützt hat. Als er aber sah, daß ihm selbst die äußerste Kraftan strengung nicht zum Ziele verhalf, daß statt gefor­derter 400,000 Gulden Creditübertragung und Nach tragScredit nur 163,000 Gulden bewilligt wurden, fügte er sich refignirt in das Unvermeidliche, seine Hoffnung auf die Plenarsitzungen und Gesammtabstim- mungen ausspareud. Ein Minister, der von 21,000,000 auf 7,000,000 sich herunterhandeln läßt und schließ­lich auch davon noch einen bedeutenden Abstrich erträgt, muß in der That flexibel sein! (D. Pr.)

Pest, 7. Oct. Wie aus der officiösen Pester Correspvndenz ersichtlich ist, hofft man an maßgebender Stelle in Ungarn, mit der Nationalbauk zu einer die Interessen beider Reichshälften gleichmäßig wahrenden Lösung der Bankfrage zu gelangen. Man versichert, Baron v. Wodianer treffe zum Zwecke der betreffenden Verhandlungen demnächst auS Wien hier ein.

Paris, 6. Ott. In Pont L Mousfon hat der General Verneville, der, weil feine Papiere nicht in

daß ohne sie unsere Flüsse in jedem Winter bi« auf den Grund zu einer feften Masse gefrieren würden, und wie in einem Krystallsarg Alles in ihm Lebende begraben wäre.

Keine Kraft der Frühlingssonne und Sonnenhitze würde die ungeheure, starre Masie aufzuthauen, zu

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Wovon wir heute noch sprechen wollen, daS ist die so­genannte „Regelation", eine Entdeckung Faraday'S. Regelation heißt „Wiedergefrieren", und in der That besteht die merkwürdige Erscheinung in dem Zufam menfrieren zweier austhaurnder EiSstücke, sobald sie aneinander gedrückt werden. Dieses Gefrieren tritt plötzlich und an jedem Punkte der Berührung ein, und in Luft ebenso gut, wie im Luftleeren Raum oder im Wasser. ThaueuveS Eis hat grabe die Temperatur des Null- (Gefrier-) Punktes; ist das Eis kälter („trockenes", Überall starres Eis), so zeigt es jene Erscheinung nicht. Man hat die verschiedensten Er­klärungen aufgestellt und auch den kleinen Druck bei der Berührung für die Erzeugung der Temperatur­erniedrigung verantwottlich gemacht. Je mehr man nun die Rolle gewürdigt hat, welche die Regelation in der Existenz und Gestaltung und Fortbewegung der Gletscher spielt, desto mehr leuchtete in der That jener kleine Druck als Ursache der Regelation ein. Immer und immer wieder dieselbe Erfahrung über ben Fongang der Naturwissenschaft: eS wird neue Erscheinung entdeckt, sie bleibt räthselhast, benutzt sie zur Aufklärung einer anderen und — erscheint sie Heller unb von einer zugänglicheren Seite.

Doch auch eine fleißige Wahrnehmung der bereits vorhandenen Hülssmittel reift neue Früchte, — selbst

ich so aufgeführt hätte. — Benedeit!, der frühen Botschafter Frankreichs in Berlin, wäre gestern bei­nahe ums Leben gekommen. Derselbe machte mit btt Prinzessin Mathilde und einigen ihrer Freunde eint Spazierfahrt. DaS Pferd des Wagens, in welchem ich Benebetti mit einem seiner Freunde befand, wurbt plötzlich scheu und ging durch. Der Kutscher stürzit gaÜgen vorn Bock und Bencdetti und sein Freund spranzti patten.

bald ragt klagend daS kahle, nackte Holzwerk in t Luft, die Lebenskräfte tief in das Innere zurückzieh« und auf eine für ihre Entfaltung bessere Zukr» wartend. Und den Weg entlang liegt, den rauh feen R

'Patent-) Steuer wurde von ben Lanbwirthen und I nicht, ob die Sache weitere Folgen haben wird. Die Hä dlern blos in der Voraussetzung für annehmbar! hiesigen Blätter berühren die Sache kaum, aber man erklärt daß die Steuererhöhung überhaupt nur mäßig! darf wohl fragen, was die Blätter gesagt hätten, Wcu» ein General der brutalen und unkivilisirten Deutsche«

Offiziere zu befördern, die feine Republikaner feien Zum Schluß ihres Artikels wendet sich dann b« „Röpublique Franyaise" an Thiers: „Die Note bd ber „2 offiziellen Blattes über die fünf Offiziere beweist, das die Regicrung des Herrn Thiers sich auf einem At- hang befindet, guf dem sie hinabgleitet. Nach da Haitun Offizieren kommen die MaireS an die Reihe! Di hervorp Logik ber Reaktion verlangt eS, unb wenn Herr Thick Z ' den Schreiern, welche ihn umlagern, nicht sofort Stil ähnliche schweigen auferlegt, so wirb er sich mit den Republi Frankr kauern, d. h. mit ber Majorität beS Landes, ent Lindert zweien, um sich auf die Monarchisten, seine Feinde Eir Gr auf die Parteien zu stützen, die nur daran denken, ih t 2,.. zu stürzen. Wir sind erstaunt, daß ein so klarsehe» Pagnie, der Geist, wie ber (einige, bieses nicht schon eingesetzt Stürm hat. Alles, bie Depesche ber „Daily News", die lü[ 1841 tierischen Erfindungen ber „Times", die Schritte bi Indus in die Operationen des BonapartismuS verwickelte erhielt Spekulanten, bie Rebensarten, bie man ben fremde Zuni Diplomaten in den Mund legt, — Alles ist ba Werk von Jntriguanten oder Angeführten. Die Roy« liften haben versucht, die Komödie der Furcht zu orge nifiren, um die Aufmerksamkeit von ihren Jntrigu« abzulenken, und bie Officiösen haben ihnen babei gi treten: Holsen. Alles, was in ben reaktionären Blättern u< Präsid in ben monarchischen Bureanx gegen bie Radikalen auf durch gebrütet wirb, ist im Grunbe genommen gegen b unb A Republik unb gegen bie Regierung des Herrn Thic> gerichtet. Wir wünschen, daß ber Prändettt ber A publik es zur rechten Zeit bemerken werbe" - Zum Prozeß Bazaine bringt ^der^ „Rappel" folgen* ebenfal

ein anberer von Privatpersonen ausgegangener der­selben Weber Vorgelegen hat, noch jetzt vorliegt. Eben so wenig sei jemals die Rebe davon gewesen, die ba­dischen Bahnen an das Reich zu überlaffen.

Heidelberg, 6. Okt. Heute Vormittag fand hier auf Einladung des großh. Ministerialrathes Rau eine Versammlung von badischen Tabaksintereffenten (Land- wirthen, Händlern und Fabrikanten) statt, .in welcher die verschiedenen Ansichten über bie allgemein als sicher bevorstehenb angenommene Erhöhung ber Tabak­steuer ausgetauscht unb, so wie wir hören, vor Allem geltenb gemacht würbe, baß bie gegenwärtig bestehende Besteuerung nickt bie Grundlage ber Erhöhung ab­geben bürfe, sonbern eine anbere Basis für die letztere gejucht werden müffe, bie ben Pflanzer nicht birect berühre. Als eins solche Basis würbe baS durch die amtliche Waage zu ermittelnde Gewicht bezeichnet unb dabei verlangt, baß sich bie Controle auf die Fest stellung dieses Gewichtes beschränke, die Steuer solle beim Uebergange des Tabaks aus ben Hänben des Pflanzers in die des Käufers bestimmt unb für bie Zahlung derselben ein Steuerrrebit von minbestens einem Jahre bewilligt werben; bie Erhöhung der Ta­baksteuer habe bei gleichzeitiger Erhöhung des Ein­gangszolles für ausländischen Tabak so stattzufinden, daß daS gegenwärtig zwischen Steuer und Zoll be*. -........ ........ . . - , .

stehende Verhältniß nicht zum Nachtheil des Pflanzers!Ordnung waren, mit dem Bahn-Polizeicommrssar in ab geändert wirb. Die Einführung einer Fabrikations-Beinen Wvrtstreit kam, biesen geohrfeigt. Man weiß

Wettereinflüfsen preisgegeben, bet ehemalige Laribschnn am Boden: mißfarbig, lebeuslos, bann und wa> Bered] durch neue Kameraden vermehrt. Wie seltsam * Farben: kaum eine Spur von Grün, selbst nicht » dem gesättigten Herbstgrün! Alle Nuancen von ro gelb, orange, braun, schwarzbraun sind oertre« Sordy, der sich viel mit den organischen Farbstoff beschäftigt hat, stellte bei der Untersuchung von Herd blättern als Ursache jener Färbung oder besser N färbung eine Reihe wohl zu unterscheidender F« ben si stoffc fest Er fand, daß bie späteren stets bie gartet in D seien, wie es auch bei der immer zunehmenden ,f~™, Minderung ber pflanzlichen Lebenskräfte im Her hnb. nicht anbers erwartet werben konnte. Auch daß hol Zweige eines Baumes eher sich verfärben müffeii,« gefunbe, ist einleuchtend: man findet daher an ds selben Baume neben noch grünen Blättern bet«1 _ gelb gewordene. Daraus wirb auch klar, warum t® Msin, langen Sommers die Blätter früh fallen, wenn > Lande Frühling kalt war. Denn in diesem Falle sind folgt Hatter von vornherein schwach, unb die spätere H" weit entfernt, sie zu kräftigen, dörrt sie nur aus,' ’ sie nicht widerstandsfähig genug sind, und schon ° erste scharfe Wind treibt sie zu Paaren. Nur > Kräftige dauert aus unb überwindet bie Stürme » Lebens ! - M

begibt sich später nach Hastings in England, wo sich eine Familie befindet. Orlow ist bekanntlich großer Franzosenfreund. Während feines letzten Aufenthaltj in Paris hatte er sehr häufig lange Confetenzen mit Thiers im Elyjee. Dieselben dauerten oft drei Stunden blicke, — Die „Rspublique Franyaise" bringt heute einti ein Fal Artikel gegen Cisfey, in welchem sie ihn wegen du sehen i| Bestrafung der Offiziere, welche dem Grenobler Ba> tnn zr tet angewohnt haben, sehr scharf zufetzt unb ihm vor Der S wirft, ben Genbarmerie-Obercommanbanten die I» nähme, truction ertheilt zu haben, in Zukunft nur solche