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2149] Simon Oppenheim.

VA^Wistenschzfllichcs Attest

über den

Magenbitter „Alter Schwede" des Herrn Philipp Greve-

Stirnberg in Bonn.

Wenn cö bekannt ist, mit welcher Frechheit ansgezeichnete Gesundheits­mittel nachgeahmt werden, den wird es nicht Wunder nehmen, daß dies auch mit dem Magenbitter, genannt „A l t e r S ch w e d e" geschehen ist. Es ist somit Sache der Wissenschaft, solche Fälschungen auszudecken, solche gr- wissenlosr Nachpfuschungen in das rechte Licht zu stellen, um dem leider getäuschten Publikum die Augen zu öffnen. Ich habe vorstehendes Prä­parat, welches einzig und allein auf den großen Weltausstellungen zu ßon don 1862, zu Dublin 1865, zu Paris 1867 unter dem Namen „Alter Schwede" prämiirt wurde, einer sorgfältigen analitisch-chrmischen Prü­fung unterzogen, woraus Folgendes erhellte:

a) In diesem Magenbitter findet sich , nichts der Gesundheit Schäd­liches, derselbe bildet vielmehr eine überaus sorgsamme Zusam­mensetzung der edelsten Kräuter- und Pflanzenstvffc, welche nur allein das Geheimnis des Herrn Greve-Ilirnberg bilden und sich demnach also nicht nachpsuschen lassen.

b) Etwa für „Alter Schwede" verkaufter Bitterdranntwein hat mit diesem Magenbitter auch nicht die entfernteste Arhulich- keit, wie ich durch chemische Analyse oftmals zu erkennen Ge­legenheit hatte.

c) Nur der ächte,, A l t e rS ch w e d e" bewährt sich ausgezeichnet bei allen Untrrlribskranlthciten, Appetitlosigkeit, Magenfchwäche, Verdauungsbeschwrrden, Ma- genverschlrimung, Brechruhr, Seekrankheit, Choleraansällen, Sodbrennen, Magenkrampf, Kopfschmerzen rc.

Ich kann somit der Wissenschaft und der Wahrheit gemäß den Magen- ditter des Herrn Philipp Grebe- Stirn berg als den allein ächten und wirksamen empfehle«.

Berlin, den 24. August 1872. (L s.) Richard Wiedmer, approbirter Apotheker und untersuchender Chemiker für medizinische, technische und Gesundheitsartikel jeder Art, seiner Zeit

Director eines ärztlichen Instituts zu Berlin.

Derselbe ist zu haben in Marburg und Umgegend bei den bekannten Debitanten. [2170

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Wahl des Vorstandes und Ausschußmitglieder für dieselbe.

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Die

Deutsche Presse

und

Araukfvrter Börseahalle,

welche seit Ostern in Frankfurt als vollkommen unabhängige- Organ der uatioualliberalen Partei und der süddeutschen Fortschrittspartei erscheint, wird auch künftig, treu ihrem Programm, für den weiteren Ausbau der'Ver- fassung des deutschen Reichs und für die Lösung der Fragen des inneren Staatslebens im Geiste wahrer bürgerlicher Freiheit wirken, für eine gesunde Gestaltung unserer gesellschaftlichen und wirthschaftlichcn Verhältnisse thätig sein, und die Gegner unserer nationalen Entwicklung wie die Feinde der geistigen und materiellen Errungenschaften des 19. Jahrhunderts bekämpfen.

Tägliche Leitartikel über die wichtigsten Tagesfragen, politische lieber» sichten, zahlreiche Originalkorrespondenzen aus allen Theilen Deutschlands auö Wien, Rom, Brüssel, Haag, Paris, London, Newyork u. s. w., anerkannt vor­treffliche Börsen- und Finanzberichte, ein reichhaltiges Feuilleton mit Novellen und Skizzen von den besten Autoren, Berichte über Reichstagsverhandlungen in größter Vollständigkeit haben dem Blatte in kurzer Zeit zahlreiche Freunde erworben.

Um den Wünschen vieler Leser zu entsprechen wird vom 1. Octbr. I. I. ab ein täglich erscheiitendes Nnterhaltungsblatt beigelegt.

Jeden Savstgg liegt der „Deutschen Presse" ein vollständiger Verloosungs- anjeiger bei.

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Vierteljähriger Preis: 1) in Frankfurt a. M. 3 fl. 30 fr.; 2) in ganz Preußen 2 Thlr. 9 Sgr. — 4 fl. 1 kr.; 3) in den übrigen Staaten des deutschen Reiches einschließlich Elsaß - Lothringen, Oesterreich und Luxemburg 1 Thlr. 20 Sgr. ----- 2 fl. 55 kr.

Frankfurt a. M., im September 1872.

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