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JHdtÖurg, Dienstag, den 9. April.

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nach wenigen Augenblicken befanden wir uns in Hafter Unterhaltung.

Den schon erwähnten Pfad an seiner Seite und ab gehend, wurde ich auf eines der Gräber merksam, welches von den übrigen etwa» entfernt

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chem ich abflieg, war reinlich und ruhig. Ich bestellte dcßhalb mein Nachtlager und machte nach dem Essen nnen Spaziergang, um die Kirche zu besehen. Kein Gedanke an Onkel Georg kam ich das Gebäude betrat; ih9*

Da die Kirche nichts besonders Merkwürdiges enb hielt, so verweilte ich nicht lange darin, und war im ^egriff, sie wieder zu verlassen, als ein zufälliger Aick durch eine offen stehende Seitenthür mir eine ^gewöhnlich schöne Aussicht zeigte. Ich trat hinaus, sie näher zu betrachten.

Den Vordergrund bildete der Friedhof. Hinter !'kviselben senkte sich der Hügel zur Ebene hinab, über die Sonne gerade in voller Glorie unterging. Der Harrer ging auf einem zwischen den Gräbern hiiilau

doch sollte der Zufall Mich hier zu der Entdeckung führen, nach der ich lohrelang vergebens gestrebt und die ich bereits al« hoffnungslos fast ganz aufgegeben hatte.

1872

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einsam lag. Auch war das Kreuz an demselben von den andern Kreuzen verschieden. Während alle tfiit Kränzen behangen waren, stand dieses allein nackt, ungeschmückt und wie verlassen da. Aber am meisten fiel mir auf, daß kein Name auf dem Kreuze stand.

Der Priester bemerkte, daß meine Blicke sich auf das Grab richteten nnd schüttelte seufzend dm Kopf.

Ein LandSmann vbn Ihnen ruht dort," sagte er.Ich war bei ihm in seiner Sterbestunde. Er hat viele Jahre in unserer Mitte, in dieser Stadt, unter der Last eines schweren' Kummers gelebt, und sein tnackellvser Wandel hat uns gelehrt, ihn zu achten und vom Grund des Herzen« zu bemitleiden.

Aber wie kommt es/ daß sein Name nicht auf dem Kreuze vermerkt ist?"1 fragte ich,

ES ist auf seinen ausdrücklichen Wunsch unter­blieben," erwiderte der Geistliche nach einigem Zögern. Kurz vor seinem Tode gestand er mir, daß er hier unter einem angenommenen Namen gelebt habe. Ich fragte nach seinem wahren, und er nannte ihn und theilte mir die näheren Umstände seiner traurigen Ge­schichte mit. Er wünschte nach seinem Tode vergessen zu sein, und halte Grüilde dazu. Seine letzten Worte waren:Möge mein Name mit mir sterben!" und seine letzte Bitte an mich, diesen Namen vor aller Well, eine Person ausgenommen, geheim zu halten."

Wahrscheinlich meinte er damit einen nahen Ver- wanoten," bemerkte ich.

Ja, einen Neffen," versetzte der Priester.

! cr- Sgr. 490

Da ich der französischen Sprache vollkommen mächtig war, so redete ich ihn an, pries die schöne Aussicht und lobte die Reinlichkeit und hübsche Lage Gottesackers. Er antwortete mir sehr höflich,

Onkel Georg.

Novelle aus dem Englischen von D- -B.

"17 7 (Fortsetzung.)

3.

Die Jahre verflossen; meine Mutter war der Sante gefolgt, und ich befand mich noch eben so weit wie früher von Entdeckungen irgend einer Art in Be­lüg auf Onkel Georgs Schicksal. Kurze Zeit nach dem zuletzt erwähnten Unglücksfall begann meine eigene Gesundheit wankend zu werden, und ich entschloß mich ouf den Rath der Aerzte, die Bäder im südlichen Frankreich zu besuchen.

sei, um den Verkauf der 1866 Hinterlader an Richard­son zu effeetuiren, die nölhige Anzahl Patronen im Franeforter Arsenale anfertigen zu lassen. Auch wiffe er nicht, welcher Einfluß auf das Kriegsministerium bei den Verhandlungen desselben mit den Remington's habe geltend gemacht werden können.

Der amerikanischen Regierung war der Antrag Sumner's äußerst unangenehm. Die Debatten zogen sich 3 Wochen lang im Senate hin, ehe es zu einer Abstimmung kam. Die Anhänger der Regierung be­schuldigten die Senatoren, welche für den Antrag sprachen, im Aujtrage oder Solde ausländischer Regie­rungen zu handeln und ammendirten den Antrag Sumner's, daß die Commission erforschen solle, ob ein amerikanischer Senator oder amerikanischer Bürger mit der Regierung Frankreichs oder deren Agenten und Spionen Verbindungen angeknüpft habe. Gestützt auf ein Gerücht, daß die französische Regierung und deren zeitweiliger Vertreter, Marquis de Chambrun, de» Antragstellendm Senatoren das Material für denselben geliefert habe, bezog sich das Amendement auf ein altes Gesetz vom Jahre 1798, welches Ge- fängniß- und Geldstrafe denen zuerkennt, die ohne Autorisation der Regierung mit fremden Mächten in Verbindung treten. (Eigenthümlich ist, daß Mr. Sumyer gegen den nebst Carl Schurz das Amende­ment sich hauptsächlich richtete, im Jahre 1863 Ge­legenheit hatte, das Gesetz persönlich in Anwendung zu bringen. Cornell Jewett, der im Auftrage der iüdlichen Cvnföderation Unterhandlungen mit Napoleon und anderen europäischen Herrschern hatte, besuchte eines Abends heimlich Chas. Sumner, der ihn mit der Frage empfing, ob der StaatS-Anwalt von seiner Anwesenheit in Washington Kenntniß habe. Erstaunt erkundigte sich Jewett nach der Ursache dieser Frage. Sumner las ihm das Gesetz vor und am nächsten Morgen in aller Frühe hatte Jewett Washington verlassen.)

Der Regierungspartei gelang eS, keinen der Se­natoren in die Commission zu ernennen, welche für die Einsetzung derselben sich au den Debatten bctheiligt hatten. Dagegen finden wir unter den fünf Mit­gliedern drei heftige Gegner des Sumner'scheu An­trages. Die amerikanische Regierung wird überhaupt versuchen, ihre Handlungsweise zu entschuldigen und senden Wege, aus dem Brevier lesend, auf und ab.

Ich reiste langsam, häufig auf Umwegen, meinem Bestimmungsort zu und hielt mich auf, wo es mir -efiel. Eines Abends, als ich nur noch zwei oder Ha** Tagereisen vom Ziel meiner Reise entfernt war, 06 fiel mir die malerische Lage einer kleinen Stadt auf, welche in einiger Entfernung von der Hauptstraße auf einem Hügel lag. Ich beschloß, sie näher in Augen schein zu nehmen nnd dort über Nacht zu bleiben, so-

das Gravirende derselben zu vertuschen. Sie wird aber nicht läugnen können, um das aus dem Seces- sionskriege herrühreilde Kriegsmaterial günstig zu ver­kaufen, den internationalen Gesetzen zuwidergehandelt uud nur den commerciellen Vorthcil int Auge gehabt zu haben. Die italienischen Republiken des Mittel­alters und die Geschichte der Niederlande haben um» gelehrt, wohin ein so einseitiger Krämergeist in der Politik führe. Die Regierung der Verein. Staaten hat nicht nur im Widerspruche mit den eigenen Ge­setzen ohnevorhergegangene 30tägige öffentliche Be­kanntmachung"neue" Hinterladungsgewehre verkauft kauft, während btt amerikanische» Milizen meistens »och mit Vorderlader» bewaffnet sind, und ihre Re­gierungswerkstätten Tag und Nacht arbeiten lassen, um die nölhige» Patronen zu liefern, sondern auch über die eigentlichen Käufer durchaus nicht im Zweifel sein können, da siecoulantcr" Weise die Waffen an Bord der französischen Dampfschiffekostenfrei" lieferte. Die Verkaufsbedingungen sollen nach amerikanischeu Zeitungen: (Newyork. Tribüne March 5. 1872) sogar diese Clausel ausdrücklich enhaltep.

Die Commission des Congresses wird Aufklärung $u.geben haben, in wacher Weise Richardson überhaupt thätig gewesen. Die französische Regierung verhandelte nur mit Remington und weiß nichts von Richardson. Die Briefe Remington'« sprecheil nicht von Richard- son's, sondern nur von birect geführten Verhandlungen mit der amerikanischen Regierung und erwähnen z. B am 13. September 1870 an Jules le Cesne, daß die Regierung der Vereingten Staaten auf sein Verwenden eine Orvre von 100 Batterien zuvorkommend auf 50 rcbucirt habe, trotzdem bereits die volle Anzahlungs- summe von 200,000 Dollars geleistet worden sei. Frankreich hätte auch das Doppelte und Dreifache des geforderten Preises bezahlt, denn seine Arsenale be­fanden sich theils in den umlagerten Festungen, theils waren sie auf de» Krieg unvorbereitet durch die fort­währenden Niederlagen entleert.

So ist es kein Wunder, daß Aurelles und Chanzy a» der Loire und Faidherbe im Norde» und Bourbaki gen Westen die Offensive ergreifen konnten. Die levee en mässe lieferte ihnen Menschen, für welche die Waffen aus Amerika kamen. Da die Dampf­schiffe der französischen Linie wöchentlich aus Amerika

Bei diesem letzten Worte durchzuckte. mid? eine plötzliche Ahnung, und ich selbst fühlte meine Wange roth und wieder blaß werden. Auch dem Geistlichen entging diese Aufregung nicht, denn er sah mich einen Augenblick erstaunt an, ehe er forlsuhr.

Einen Neffen, den er wie fein eigenes Kind ge­liebt hatte. Er sagte mir, daß wenn dieser Neffe je­mals sein Grab finden und nach ihm fragen sollte, cs mir erlaubt sei, ihm Alles zu eröffnen, was er mir mitgethcilt halte.Ich wünschte, daß mein kleiner Karl die Wahrheit erführe," fügte er hinzu,denn unseres verschiedenen Alters ungeachtet waren wir vor Jahren Freunde und Spielgenossen."

Mein Herz schlug hörbar, und die Stimme ver­sagte mir, als ich den Pfarrer bei Wiederholung der letzten Worte des Sterbenden meinen Namen aus­sprechen hörte. Sobald ich mich gesammelt hatte, nannte ich ihm meinen Familiennamen und fragte, ob dieser nicht einen Theil des ihm anvertrauten Geheimnisses bilde.

Der Geistliche trat erstaunt mehrere Schritte zurück^ und schlug die Hände zusammen.

Ist es möglich?" rief er, mich fast erschreckt anstarrend.

Ich reichte ihm meinen Paß und wandte mich ab, dem Grabe zu. Tie Thränen traten mir unwillkürlich in die Augen, während die Erinnerung an verflossene Zeiten erwachte. Fast ohne zu wissen, was ich lhat, kniete ich am Grabe nieder und strich mit der Hand über das Gras.

O Onkel Georg," murmelte ich,warum hast Du nicht das Geheimniß deinem Karl mitaetheilt? Warum muß er Dich hier finden?"

(Fortsetzung folgt.)

3- Favre «her die Urßergabe ton Paris.

JuleS Favre hat nunmehr den zweiten Band seines Berichtes über die Verhandlungen, die er im Namen derRegierung der nationalen Vertheidigung" mit

ftuf bie "OberhesfischeZeitung" für da« zweite Quartal werden auswärts von allen Postanstalten und auf dein Lande von den Landpostboten, sowie in Marburg von der Exedition entgegengenommen.

Der WaffenverkaussettenS der Bereinigten Staaten an Frankreich während deS letzten

Krieges.

(Fortsetzung.) - ..

Am klarsten geht dir Begünstigung, welche die ffanzösische Regierung Seitens der Bundesregierung erfuhr, aus einer Depesche Squire's vom 8. Oktober 1870 an Sam. Remington hervor, der sich damals bei der Regierung der Nationalvertheidignng in Tours befand:Die stärksten Einflüsse wirken für uns und strengen Alles an, um unfern Erfolg zu sichern" und aus einem Briefe Sam. Remington's vom 13. De- cttnber 1870 an den Präsidenten des Bewaffnungs- Komite's in Tours, Jules Le Cesne:Wegen des Ankaufs der nach Allen'S System umgeänderten Spring- stkldzewchre bedauere ich, daß die höchste Anzahl, welche wir zu erlangen hoffen können, nicht 40,000 überfteigen wird. Die Regierung hat im Ganzen nur 75,000 Stück unfertigen lassen und glaubt, höchstens 40,000 Stück entbehren zu tonnen. Bei den sehr freundlichen Gesinnungen der amerikanischen Regierung, Frankreich zu helfen, hoffe ich, deren noch mehr zu erhalte». Patronen für diese 40,000 Gewehre werde» erst angefertigt werden müssen, da die Regierung nur 3,000,000 Patronen vorräthig hat. Die Negieruiig will die erforderliche Anzahl, 400 Patronen für jedes Gewehr anfertigen lasten und die Patronenfabriken (d. h. die der Regierung) haben gestern Befehl er­halten, ihre Arbeitskraft ouf6 Höchste zu vermehren. Diese Frage, wegen Anfertigung der Patronen in den Regierungswerkstätten war eine äußerst schwierige, doch ist sie erledigt."

Der Kriegsminister hat in einem Schreiben vom 19. Februar 1872 an den Staatssecretair diesen Bries Remingtou's urib die Bevorzugung der Angebote Richardson's zu entkräfte» versucht. Er gebt jedoch durchaus nicht näher darauf ein, sondern Jagt kurz, daß seit Mitte Oetober 1870 keinerlei Waffen an Remington verkauft worden und es nöthig gewesen

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