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machen müssen. Was ihn (Thiers) anbelauge, so glaube weilte das Auge des Premiers lange nachdenkend, und lewus er, daß die Ziffern Raudol's etwas phantastisch seien, schließlich unierstrich er noch die Zeilen mit seinem fieckei
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Mom, 16. März. Mazzini, der in Pisa gestor
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von 2 auf 5 Jahre und die 'Geldstrafe aus 200 Fr. betreffs aller Franzosen und Fremden erhöht werden, welche ein Amt in dieser Verbindung angenommen, ober die wissentlich, fei es durch den Empfang oder die Aufforderung von Subscriptionen zu ihren Gunsten, sei es durch Verschaffung von Collecliv- oder individueller Theilnahme, sei es durch die Verbreitung ihrer Doktrinen, Manifeste und Cirkulare zu ihrer Entwicklung beigetragen haben. Sie können außerdem von den Zuchtpolizeigerichten vor ihrer beendeten Strafzeit für 5 Jahre zum wenigsten und für 10 Jahre höchstens unter die Aufsicht der hohen Polizei gestellt werden. Jeder Franzose, auf welchen der vorstehende Paragraph Anwendung gefunden, bleibt wahrend der nämlichen Zeit allen Polizei-Maßregeln unterworfen, welche auf die Fremden kraft der Art. 7 und 8 des Gesetzes vom 3. Dec. 1849 anwenbar sind. Art. 4 Mit 1 bis 6 Monaten Gefängniß und einer Geldstrafe von 50 bis 500 Fr. werden diejenigen bestraft , welche ein Lokal für eine ober mehrere Versammlungen eines Theiles ober irgend einer Sektion der oben erwähnten Verbindungen geliehen oder ver- miethet haben, dieses alles ohne Beeinträchtigung größerer Strafen, die dem Strafgesetzbuche gemäß auf die Verbrechen und Vergehen anwendbar sind, deren stch, sei es als Haupturheber, sei eS als Mitschuldige, die Angeklagten haben schuldig machen können, die in dem vorliegenden Gesetze erwähnt sind. Art. 5. Der Art. 463 des Strafgesetzbuchs kann, was die Gefängniß- und Geldstrafen anbelangt, welche im vorstehenden Artikel ausgesprochen sind, angewandt werden. Art. 6. Die Bestimmungen des Strafgesetzbuches und die der früheren Gesetze, von welchen im gegenwärtigen Gesetze nicht abgegangen ist, werden nach wie vor ausgeführt werden. Art. 7. Das vorliegende Gesetz wird in allen Gemeinden veröffentlicht und angeschlagen werden. — Die CapitulationS-Com- mission hat mit einer Majorität von zwei Stimmen beschlossen, Bazaine vor ein Kriegsgericht zu stellen. Zwischen Thiers und der Eapitulationscommifsion sind Zwistigkeiten ausgebrochen. Der Präsident bet Commission, Marschall Baraguay b'Hilliers, will nämlich, baß bie Verhanblungen berselben veröffentlicht werben, währenb Thiers sich bem unter dem Vorwand widersetzt, daß viele Generale, die vor der Commission erschienen sind, stch im aktiven Dienst be* finden. Wie es heißt, soll die Sache vor die Kammer gebracht werden. — Die Commission, welche die währenb bes Krieges abgeschlossenen Contracte zu prüfen hat, läßt zwanzig Beamte und Lieferanten gerichtlich verfolgen; mehrere derselben befinden sich bereits hinter Schloß und Riegel.
Versailles, 16. März. Der Bericht Grivart'S über das Gesetz gegen die Presse ist in der gestrigen Sitzung der Nationalversammlnng vertheilt worden. In demselben wird scharf betont, daß die Nalional- Versammlung constituirende Gewalten habe. Nach Eröffnung der Sitzung schritt man sofort zur Dis cusston über das Budget von 1872. Feray, Raudot u. A. empfahlen, Ersparnisse eintreten zu lassen. Der Berichterstatter de la Bouillerie bestritt nicht, daß es gut sei, Ersparnisse zu machen; die Versammlung habe aber nicht alle Dokumente zu ihrer Verfügung. Nach einigen Worten Haentjenö' bestieg Thiers die Tribüne. Er bedauere, sagte er, daß Raudot, nachdem er gehört, daß man das Budget um 250 Millionen rebuciren könne, bie Ziffern nicht angegeben habe, welche seine Behauptung rechtfertigen. Zum wenigsten hätte er der Bubget-Commission seine Mittheilungen
Sklaven der Jesuiten zu werden. Fürst Bismarck habe im Comite des ganzen HauseS. Die Frage der eigentviel dazu beigetragen, den Ultramontanen die Wahr- lichen Wahlkosten, welche in früheren Jahren jedes scheinlichkeit des Erfolges zu entziehen; er habe ge- Mal zu lebhaften Scharmützeln geführt, verfehlte auch zeigt, daß Deutschland und Italien der gleichen Ge- bei dieser Gelegenheit ihre Wirkung nicht.
fahr ausgesetzt seien und daß daher beide Staaten in
Porif Euztr Polos
dieser Frage Hand in Hand gehen müssen. Auch die
„Times" behandelt dieselbe Frage in einem der Hal- den ist, hatte sich vor einem 'Monate von Genf dort- tung deS Fürsten Bismarck sehr freundlichen Sinne hin begeben, um in dem dortigen milden Klima Lin- und findet, daß engere freundschaftliche Beziehungen derung für sein Lungenübel zu suchen. Er wohnte zwischen Italien und Deutschland zum Zwecke ver- bei einer befreundeten Familie unter dem angenomme- einter Bekämpfung aller offenen und geheimen Versuche nen Namen Dr. Brunn. Die Behörden, die sehr gut der Ultramontanen nur natürlich seien. — Ein oder wußten, mit wem sie zu thun hatten, beunruhigten ihn zwei Stunden, nachdem Gladstone vorgestern Abend in keiner Weise. Eine Lungen-Congestion machte sei- auf Disracli's Anfrage den Bescheid gegeben, daß die nem Leben ein Ende. Sein Vater lehrte in Genua amerikanische Antwortsnote noch nicht in den Besitz die Anatomie und war im Gegensätze zu seinem . der Regierung gelangt sei, richteten stch die Blicke des Sohne ein erklärter Realist. Daß der Trauerfall von Wh Unterhauses wieder auf den Premier-Minister, der eben einzelnen Unruhestiftern zu ihren Zwecken ausgebeulel btn 9 daS wohlbekannte röche Depeschenkästchen empfangen werben wirb, ist ganz natürlich. So würbe am 11. d.
hatte und eifrig in bie Lektüre eines langen Schrift- ein ziemlich obscureS rothes Blatt mit einer höchst kftCT stückeS vertieft war. Die Vermuthung lag sehr nahe, unziemlichen unb den gesunden Menschenverstand be- tine>’ daß dasselbe die erwartete Botschaft aus Amerika sei. leidigenden Todesanzeige ausgeboten, und zwar mit “n“r Verhielt sich dies so, so muß der Stachel ober viel- bem Rufe: „Großes Nationalunglück!" Die Specu- leicht auch ber wunde Fleck des Schreibens kurz vor lation fiel indessen auf unfruchtbaren Boden. Maz- I dem Ende gelegen haben; denn auf dieser Stelle ver- zini's Name bedeutete, dieß ist man sich hier allgemein ®ar< ----- ------—---- — - ------ Mge
der Vergangenheit her. ThierS sprach dann noch Einiges nahbaren Schatz, als er sich darauf zu einer Abstim- über die Stellung der Bank zum Staate. Er will mung von seinem Platze entfernen mußte. Natürlich nicht, daß man dieselbe zwinge, ihren Zinsfuß herab- erhielt Niemand vom Haus, trotz aller Neugierde, bis zusetzen, und hält eS für nothwendig, daß man ihr jetzt Mittheilungen über den Inhalt der Note, da, zwei Millionen jährlich zurückbezahle. Die Mehraus- wie Gladstone gestern erklärte, erst der Ministerrath gaben des Budgets rührten daher, weil die Regie- über der Note gesessen haben müsse, ehe Weiteres über rang sich anstrenge, bie Armee zu reconftituiren, b. h. bieselbe veröffentlicht Waben bü.fe. —Gestern ging auS eine Armee zu bilben, welche keine Illusion sei. Dieses Liverpool folgendes Telegramm an Fürst ViSmarck ab: Jahr wolle bie Regierung biese Reconstituirung, nicht Die Deutschen bes Unionclub in Liverpool senben bem um Krieg zu führe», sonbern um eine stricte Pflicht Reichskanzler, besten Hoch auf das Feurigste gelrurn zu erfüllen, bie barin bestehe, aus ben Lehren ber teil würbe, ihren besten Dank für sein kräftiges Wir- Vergangenheit Nutzen zu ziehen. Nach einer Entgeg ken für bie freie Entwickelung unseres Vaterlandes, nung Seilens Raudol's wirb bann bie allgemeine Prange, Präsident des Unionclub.
Discusston geschlossen. CheSnelong verlangte hierauf, London, 16. März. Den Hauptgegenstand der daß bie römischen Petitionen am folgenben Tag zur Verhanblungen im Unterhaus am 13. b. bildete die DiScussion kämen. Die Kammer trat aber seinem Erörterung einer von M'Lagan eingebrachten Vorlage Wunsche nicht bei. In ber heutigen Sitzung würben zur beste en Controle von Feuersbrünsten. Vor eini- die Berathungen über das Budget fortgesetzt. Hierauf Jahren war ein Sonderausschuß längere Zeit mit brachte Remusat den Gesetzentwurf, betr. den Post- dieser Angelegenheit beschäftigt und auf das Ergebniß vertrag zwischen Frankreich und Deutschland, ein. Der der Untersuchungen jenes Ausschusses ist die Vorlage Vertrag soll am 1. Mai in Ausführung kommen; gegründet. Zur Empfehlung der Vorlage ging M'Lagan eS wurde daher die Dringlichkeit dieser Angelegenheit näher auf bie Vorschläge des erwähnten Ausschusses erklärt. Bischof Dupanloup theilte mit, er werbe be- ein, unb befürwortete Verbesserungen in ber Bauord-
antragen, ben nächsten Sonnabend zur Berathung nung, gesetzliche Bestimmung gegen ungenügenbe Laber katholischen Petitionen festzusetzen. gerung für Petroleum und eine Steuer auf Zünd-
Großbritannien. Hölzer. Die Bestimmungen der Vorlage fanden im
Loudo», 16. März. „Saturday Review" be- Ganzen viel Beifall. Der Minister des Innern bil- spricht in einem längeren Artikel die Abstimmung des ligte daS Piincip der Vorlage, rühmte ihre geschickte preußischen Herrenhauses über das Schulaufsichtsgesetz Fassung und äußerte den Wunsch, daß alle Mittwoche und hebt in demselben hervor, daß der vom Fürsten in ähnlicher nützlicher Arbeit verbracht werden möch- Bismarck in dieser Angelegenheit errungene Sieg ten. Die Vorlage wurde darauf zum zweiten Male Folgen hätte, welche sich nicht blos auf das Schul- gelesen. Barucht beantragte darauf mit Erfolg die wesen Deutschlands beschränkten, sondern sich weit zweite Lesung ber Cox'schen Vorlage Behufs Eruen- über Deutschlanb hinaus, inSbesonbere auf Frankreich nung einer Untersuchungs Commission, welche sich mit unb Italien erstreckten. Die Ziele, welche bie ultra- den Ursachen deS Scheiterns ber Versicherungsgesell- montane Partei verfolge, seien nun enthüllt. Jntelli- schäften „Albert" unb „European" beschäftigen soll, gente Franzosen werben stch zu fragen haben, ob es In ber Sitzung vom 14. b. kündigte Seemann eine sich verlohne, das Anerbieten dieser Partei, die Mittel an den Attorney General zu richtende Anfrage an in zur Befriedigung der Rachegelüste und zur Wiederher- Betreff eidlicher Erklärungen, die vor Friedensrichtern stellung der Suprematie Frankreichs in Europa zu abgegeben werden dürfen. Den Hauptgegenstand der liefern anzunehmen und hierdurch Werkzeuge und Erörterung lieferte die Berathung ter Ballotvorlage
dein daß sie das alte böse Wort von der rabies theo- bas Italienische geläufig. Dies war nicht ber Fall beherrschte ben großen Raum, so daß in allen Theilen Melf logorum (Theologen-Wuch) zu Schauben machten, bei einigen Anderen, bie durch ben liebenswürdigen des Saales jedes Wort verstanden werden konnte. ' Freilich, die rabies hat sich doch nachträglich in ge- Präsidenten nicht abgehalten wurden, die Geduld des Er knüpfte an die neulich stattgehabte Disputation obr wissen Kreisen wieder eingestellt und wird ohne Zweifel italienischen Publikums durch englische Anreden auf an. Wie dort katholische und evangelische Geistliche ®r, durch ben Act, bet sich am Abend deS 4. März voll- die Probe zu stellen; so bei dem amerikanischen Consul einen Act der gegenseitigen Anerkennung vollzogen "Up; zogen hat, nämlich die Constitttirung der italienischen auS Schanghai und einem Prediger der irischen Epis- hätten, in so fern sie jene Besprechung zur Erfor-
Bibel-Gesellschaft, neue Nahrung finden. copalkirche, welche alle die Glückwünsche ihrer Kirchen schuug und Verbreitung der Wahrheit mit Gebet er- J'
Schon vor zwei Monaten trat unter dem Vor- überbrachten. Wenn diese Aeußerungen d-r Sympathie öffnet und mit Händedruck, als Zeichen persönlicher < ™ sitze bes Abmirals Fishdourae ein aus Englänbera, mehr subjektiv waren, so hatte bagegen Ribctti, einer kcr Achtung, geschloffen, so habe auch er bie Einladung Amerikanern unb Italienern bestehendes Comite zu- Redner bei der Disputation und erster Prediger der des Comite'S angenommen, bei der Gründung einer . ® fammcn um die Vorbereitungen zur Gründung ber Waldenser zu Rom, von bet Gesammtaemeinbe ber Gesellschaft das Wort zu ergreifen, welche die Christen - genannten Gesellschaft zu treffen. Man erließ einen Waldenser den Auftrag erhalten, der jungen Gesell- vereinen unb nicht trennen wolle. Et komme als ka- 5 Aufruf an „alle Christen in Italien", um sie über schäft ihre herzlichsten Glückwünsche barjubringen. tholifcher Priester, um, mit Freunden vereint, bie so Bebeutung unb Zweck ber Gesellschaft zu orkntiren, Wenn man sich erinnert, mit welcher Festigkeit, trotz überaus wichtige Verbreitung ber Bibel zu fördern. ' entwarf vorläufig bie Statuten, setzte bie Stellung aller Gefahren unb blutigen Verfolgungen, bie Wal- Wit treten, fagte er, seien wir Protestanten ober Ka- tZ dieser Gesellschaft zu ber großen britischen als eine benfergemeinben seit ihrer Stiftung im 12. Jahrhun- tholiken, hier zusammen als Christen; bester ist es, < ganz selbständige fest unb bestimmte ben 4. b. M. zur bett als einzige Granblage unb Richtschnur für ihre bie Bibel gemeinschaftlich zu lesen, als über sie zu definitiven Constituirung. religiösen Anschauungen, die Bibel allein anerkannt streiten. Die schlimmste Scheidung wirb hervorgerufen «9«
Nachbem bie Versammlung, auS etwa 600 Per unb verbreitet haben, so versteht man wohl, baß die nicht durch abweichende Ansichten über gewisse enizele J
jenen bestehend, von denen zwei Drittel sich als Mit „älteste Bibel-Gesellschaft" der jüngsten ihren Graß Punkte, sondern durch die Gleichgültigkeit und Lau- -
glieber ber Gesellschaft eingeschrieben haben, burch ben barzubringen sich beeilte. h«t ber Meisten gegenüber ben Lehren unb Ermah- «
zweiten Prediger der Walbensergemeinbe zu Rom mit Kurz darauf erhob sich Pater Hyacinthe. Er nungen der Bibel, die unS alle vereinigen will al«
Gebet eröffnet worden war, legte der Schriftführer sprach in französischer Sprache; des Italienischen ist ihre Kinder. Wir sind stark, wenn wir einig sind, Wall ben Zweck ber Bibel Gesellschaften bar. Er er nicht vollständig mächtig. Als bie zierliche Gestalt und wir sind einig, wenn mir die Bibel lesen un°
zeigte, daß durch sie keineswegs specifisch confessionelle mit bem fein geschnittenen Antlitz unb dem klugen, ihr folgen. Das, was der Seele Roth thut, Lich 5
Zwecke verfolgt würben, wie bemi auch hiefür bie lebenbigen Auge vor ben Tisch des Präsidenten trat, unb Wärme, bietet ihr dieses Buch; aber darum »st y“1
Mitwirkung des Paters Hyacinthe zeuge. Noch feien erhob sich ein endloses Klatschen, wie denn auch seine es auch nöthig, daß eS nicht ausschließlich ein Buch
bie Anfänge klein, aber bei reger unb bauernder Rede an mehreren Stellen durch lebhafte Beifaüsbe- ber Gelehrten, nicht ein Buch eines einzelnen Stan-
Theilnahme werbe ber Verein für ganz Italien fegens- zeigungen unterbrochen würbe. Seine Stimme, ob des, sondern ein Volksbuch im weitesten Sinne werde. l
reich wirken. Hr. Wall, obgleich Engländer, sprach gleich nicht besonders stark, doch klar und metallisch, (Schluß folgt.)
Das so schwere Budget sei nicht das Werk der Bleistift. Darauf legte er das Dokument sorgfältig nur n jetzigen Regierung. Dasselbe rühre von den Lasten wieder in das Kästchen und hütete eS wie einen um fagte, ... . , . . . • -- " ' große