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„Um so besser für sie. Wenn Du mir nicht« Interessanteres zu erzählen hast, brauchst Du Dich nicht zu bemühen."
vom Jahre 1848. Damals begannen die der Kirche das römische Volk zu bcthören. war Rom und Italien dem Papstthume er Es kam damals eine Deputation, die dem
Erkrankung ihn hierher führte, bereits gestorben ist — Die „Italic" dementirt die Gerüchte von bevorstehenden Aenderungen im diplomatischen CorpS Minghctti habe keinerlei diplomatische Mission er hallen, da seine Anwesenheit in der Kammer, welche ihn zum Berichterstatter über die Finanzgcsetze ernannt hat, nöthig sei. — Pius sagte heule in einer öffent lichen Audienz: die Leiden der Kirche datiren haupl-
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Diese Nolhwendigkeit brachte ihn fünf oder sechs Mal mit Blanche zusammen; er lhat hartnäckig so, als ob er sie nicht wiedererkenne. Einerlei, ob sie schön oder häßlich, in seinen Augen war sie nicht mehr und nicht weniger wie gräulich. Für Ander« konnte sie allerdings, das räumte er für sich ein, als absolut schön gelten.
(Fortsetzung folgt.)
er seine eigenen Rechte bewahren, aber auch keine fremden Rechte verletzen wolle. Der h. Vater schloß seine Rede mit der Behauptung, zweierlei Mächte könnten in Rom nicht zusammen bestehen, obÄ er dürfe hoffen, daß die normale Ordnung der Dinge in kurzer Zeit wieder hergestellt sein würde. — Letzten Dienstag fand im Theater Argenti,la unter großem Zulauf von Neugierigen eine religiöse Versammlung statt. Als Präsident stellte sich der amerikanische Acmiral Fish- borne der mindestens zur Hälfte aus Fremden be stehenden Gesellschaft vor und zeigte an, raß er die Vorsteherschaft über eine italienische Bibelgesellschaft übernommen, da sich kein Italiener dazu bereit gefunden habe. Der bemerkenswertheste Redner war Pater Hyancinthe, der einzige Allkatholik in einer sonst ganz und gar protestantischen Versammlung. Derselbe berief sich auf die vom Papste selbst gebilligte DiSpulation zwischen Katholiken und Protestanten, um sein Auftreten zu rechtfertigen, sprach von der zu hoffenden Versöhnung sämmtlicher christlichen Bekenntnisse und glaubte, daß dieselbe durch allgemeine und fleißige Bibellectüre verbreitet werden könne. Neben Hyacinthe machte sich Pater Gavazzi bemerklich. — Die Kammer der Abgeordneten schleppt ihre unfruchtbaren Lerathungen von einem Tage zum andern hin. Es sind nahezu drei Monate vergangen, daß der Fünfzehner-Ausschuß das Finanzproject Sella'S ausschließlich zum Gegenstände seiner DiScussion hat, und noch hat man sich nicht verständigt. Entschiedener ist dagegen die Thätigkeil in den Ministerien des Auswärtigen, so wie des Krieges. Hr. Ricotti ha, für die Arbeiten der Landes-Fort,fication so wie für die Vervollständigung des Heeres sehr bedeutende Summen flüssig gemacht. Visconti-Venosta sieht sich nach soliden Allianzen um.
Spanien.
Madrid, 10. März. Zu der vorgestrigen Wahlversammlung der ministeriellen Partei, deren Tbeilnehmer aus ungefähr 4000 Köpfe geschätzt werden, fanden sich Marschall Serrano, Ulloa, Balaguer, Montejo, Zabala und die übrigen Spitzen der unio- nistischen und sagastinischen Fraclion ein. Zum Vor sitzenden wurde der Senats-Präsident Santa Cruz, zu Schriftführern Pinedo und Montejo erwählt. Santa Cruz bewegte sich in seiner Ansprache auf dem Baden des Rundschreibens Sagasta's, wonach die Senatoren und Abgeordneten der Rechten sich durch die Annahme eines gemeinjameu Programms zu einer einzigen Partei verschmolzen hätten. Jetzt trete an diese die Aufgabe, einen leitenden Wahlausschuß ein-
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Obersten, der auch im Wagen war, militärisch, dann wandle er sich mit dem Ausdruck der unsäglichsten Verachtung ab. Blanche begriff ohne weiteren Com- mentar, daß er nach dem Duell sich mit Foucault auseinandergesctzt hatte und daß er jetzt den Urheber seiner Ungnade kenne.
Frau Vautrin, immer gut und ohne Bosheit, sagte zu ihrer Tochter: „Der arme Junge hätte eigentlich sehr nöihig, mit uns nach Sicilien zu gehen."
„Unglückseliger Weise," entgegnete der Oberst, „hat er nur seinen Sold."
Blanche konnte sich des Gedankens nicht erwehren, daß der junge Mann ohne sie gesund, reich und glücklich wäre.
Diese Gewissensbisse folgten ihr bis in das Land der Orangen. Für eine nicht absolut verlorene Seele ist eine schlechte Handlung eine schwere Last. Es vergingen wenig Tage, ohne daß sich Blanche sein.r erinnert, ohne daß sie sich gefragt hätte: „Wo ist er? Was macht er? Er muß jetzt grausam frieren, während ich nicht ohne Sonnenschirm sein kann! Wenn er einen Rückfall bekommen hätte? Wenn er stürbe? Ich würde nicht« davon erfahren!"
Sie wechselte hie und da mit Fräulein Humblot Briefe, aber die Neuigkeiten, die sie von Marans erhielt, waren nicht danach angcthan, ihr Gewiffen zu beruhigen. Antoinette zeigte ihr an, daß sie als Pensionärin, ohne ihre Freiheit aufzugebcn, es mit einem Kloster versuchen wolle. Eine thörichte, aber hartnäckige Hoffnung hielt das arme Mädchen aufrecht. „Noch ein edles Herz, das durch mich leidet, und weshalb? Was habe ich von ihren Qualen? Ich mache die Menschen unglücklich, und eS gibt auf der Welt kein elenderes Wesen al« mich!"
schehen solle, wenn die Kammer bis zuin Zusammen tritt des Reichstages ihre Arbeiten nicht erledigt haben sollte, erwiderte der Ministerpräsident, daß die Regie rung die Kammer nicht vertagen, sondern die Etatsarbeiten beendigen lassen werde. Aus dem zufälligen Zusammentreffen des Tagens der Versammlungen von Berlin und München dürfe die Regierung nicht das Recht ableiten, der Kammer ihre Pflicht zur Erledigung des Budgets zu erlassen.
Oesterreich - UitdutM.
Pesth, 11. März. Der „Pesther Lloyd" äußert sich bei Besprechung der gegenwärtigen Parteiverhält nisse dahin, daß die Regierung und die Dcakpartei nie einiger gewesen seien, als jetzt. — In der heutigen Sitzung des UnterhaüscS verlangte Tisza von der Regierung die Zurücknahme der Novelle zum Wahlgesetz Der Minister des Innern wies in seiner Entgegnung darauf hin, daß die äußerste Partei nicht einen Kampf gegen die Regierung, sondern vielmehr gegen den Parlamentarismus in Scene setze.
Frankreich.
PartS, 11. März Die bonapartistischr Propa ganda ist thätizer wie je. Bisher hatte sie hauptsächlich die Departements des Pas de Calais,, des Nord, der Somme, der Marne, der Haute Marne, der Seine und der Seine et Oise zum Felde ihrer Thätigkeil gewählt; jetzt beginnt sie sich auch im Süden zu verbreiten , wo indessen die Republikaner vorherrschen. „Die bonapartisiischen Broschüren", schreibt ein Corre- spondent der „Köln. Ztg.", „regnen auf Bordeaux; man vertheilt sie öffentlich auf den Straßen und Quais, sobald die Nacht anbricht; man findet sie überall in den Kaffeehäusern und in den Cabinen der kleinen Dampfer, welche den Verkehr auf der Garonne ver Mitteln." In Paris werfen die bonapartisiischen Agenten ihre Broschüren in die leeren Fiaker, welche auf den Standplätzen halten. Hauptsächlich Abend« wird diese heimliche Verbreitung betrieben.
Großbritannien.
London, 11. März. Im Unterhause wurde heute bei der Special-Debatte über das Militärbudget
das Amendement Holms', das Armee-Contingent um 20,000 Mann zu vermindern, mit 234 gegen "" Stimmen verworfen; dasselbe Schicksal hatte der
die Präsidentschaft der italienischen Cvnföde ration anbot. Aber der Pabst gab zur Antwort, daß
zusetzen. Danach ergriff Candan, der frühere Finanz- Minister unter Sagasta, das Wort, um das Bündmi der Oppositionspartei als ein Complvt darzustellen „Die Existenz der Dynastie",gfügte er hinzu, „ist de, Schutz derjenigen, welche in Wahrheit die September- Revolution herbeigeführt und das Land befreit haben.' Auch Serrano ließ sich vernehmen. Er habe bei d« Leiche Prim's geschworen, die Dynastie zu unterstützeii und nie werde er seinem Gelübde untreu werden. Er hielt darauf eine begeisterte Lobrede auf de« König, dessen einzige Feinde die Carlisten und Republikaner seien, denn er hoffe, daß die Radikale» von ihrem Irrwege znrückkommen würden. Daraus wurde die bereits angefertigte Liste der Mitglied« des Wahlvorstandes genehmigt und die Verfanun lung ging auseinander. — 23 OppositionS-Blätler veröffentlichen einen Protest gegen ihre Beschlagnahme - Die amtliche Zeitung veröffentlicht ein Rundscheeibe» Sagasta's, des Ministers dcS Innern, an die Gouverneure der Provinzen. Dasselbe gilt der Coalitm der Oppositionsparteien und zieht einen Vergleich zwischen den Absichten der Koalition und jenen tn Regierung. Er empfiehlt den Gouverneuren die ge- wisscnhafte Achtung vor dem Gesetze und die nöthi« Festigkeit, um demselben diese Achtung überall zu vn- lchaffen. Gegenüber der Fahne der Coalition, welch keine Partei offen zu der ihrigen zu machen wage entfalte die Regierung ihr Banner mit der Devise' „Freiheit, Verfassung von 1869, Dynastie de« König« Amadeus, Unverletzlichkeit dcS spanischen Gebietes." - Bei Ruiz Zorilla fand gestern eine Ve.sammlung bei von den Coalitionsparteicn gewählten Vertreter statt um über die Vercheilung der Candidaren auf dii Wahlbezirke schlüssig zu werden. Im Allgemeine, wird als Richtschnur genommen, daß die Aufstelluiiz der Candibaturen sich nach den Ansichten der Mehrheit unter den Oppositionsparteien der verschiedene» Bezirke richten soll, wobei dir Abstimmung bei de» vorigen Wahlen als Grundlage dienen würde. Dir radicalc Partei ist in dem Vorstände der Coalitic» u. 21. durch Zorilla, Marios und Montero Rio« vertreten; von der alfotisinischen Partei werden al« Vertretcr die Grafen Toreno und Heredia - Spinola, der Marquis Barzanallana, RodenaS, Castro und Esteban Collantes genannt. An der Spitze der Car- listen steht Needal, welcher sich von Don Carlos die Vorschriften für die Aufstellung der carlistischen Can- didaten geben läßt.
Türkei.
Soustanttnopel, 9. März. Der bulgarische Kirchenstreit zielt im Wesentlichen zunächst auf eim Tie : LoSlöfung der griechisch orthodoxen Bulgaren von de« W " griechischen Patriarchen in Konstantinopel. Zum besseren Verstäudniß sei bemerkt, daß die drei große» Gruppen der morgeuländischrn oder griechischen Kirche: die griechische Kirche im türkischen Reich, in Griechenland und in Rußland, nur auf einer staatlichen, nicht kirchlichen Trennung beruhen. In dem Ferman (kais. Befehl), welcher die Schlichtung des bulgarische» Kirchenstreites herbeiführen sollte, war eine bulgarische Nationalkirche gestattet, aber bestimmt, daß dieselbe in allen Punkten, welche da« Glaubeitsbekenntniß angingen, in Verbindung mit dem hiesigen (griechischen) Patriarchat verbleiben solle. Darauf trat in Ortaköi
treff der einem Mitgliede der canadischen Regierung in den Mund gelegten Acußerung über die Lösung der Beziehungen zwischen Canada und dem Mutterlande erwiderte Knalschbull Hugessen (Unterstaatssecretär der Colonieen), das Gerücht von der Existenz eines geheimen Vertrages, betreffend die Trennung Canada's vom britischen Reiche, sei unbegründet. Johnston fragte, ob die Nachricht wahr sei, daß daS britische Knegs schiff „Rosario" daS Dorf Nakapu zerstört habe, dessen Bewohner den Bischof Pattcson ermordeten. Lord Enfield, der Unterstaatssecretär des Auswänigen. erwiderte, die Regierung habe keine Bestätigung dieser Nachricht. Auf eine Anfrage Dent's antwortete Forster, England werde auf der in Wien abzuhaltenden Con f et eng über Maßregeln gegen die Viehseuche vertreten fein.
Italien.
Rom, 11. März. Msgr. Ehigi wird nächster Tage nach Pari« zurückkehren, da sein Bruder, dessen
Am anderen Morgen um 6 Uhr schlug man sich auf krumme Säbel, und Astier empfing einen geschickten Hieb mitten in die Brust. Er lag zwei Monate im Hospital zwischen Leben und Sterben.
Blanche Vautrin bekam zu derselben Zeit eine der Krankheiten, die man aus dem Wachsthum erklärt. Sie hatte Fieber, Delirium, Erstickungsanfälle und Krämpfe. Man hielt sie mehrmals für tobt, sic verlor ihre Haare, bekam eine neue Haut und genas endlich, sah aber aus wie ein Schatten. Ihre Freundinnen, wenn sie deren überhaupt hatte, erkannten die kleine Vautrin in diesem großen, den Kopf hängen lassenden, durchscheinenden jungen Mädchen, deren Stirn wie die einer Karmeliterin von einem weißen Bande umzogen war, nicht wieder. Sie hatte große schwarze Augen, welche das ganze Gesicht einzunehmen drohten, eine gerade, schmale, antike Nase; ihre bleichen Lippen beschrieben einen kleinen, sehr reinen Bogen. Die Ge- sammtheit ihrer Züge bot nichts Widersprechendes mehr, man hätte sagen können, der Schmerz habe ihre Züge in seinen schrecklichen Händen ganz umge knetet. Ihre Stimme hatte gewisse weiche Töne angenommen, ihr Urtheil war weniger rasch und kaustisch, aber mehr milde geworden, und ihr Herz wurde bei einem Pfiifferling weich. Tagtäglich in den Strahlen der Herbstjonne spazieren gefahren, gewann sie langsam ihre Kräfte wieder, die Fröhlichkeit kehrte jedoch nicht zurück. Der Arzt glaubte, daß der Winter in Lothringen für sie zu rauh sei und daß sie sich in Palermo erholen muffe. Frau Vautrin sollte sie hin- bringen. Arn Tage ihrer Abreise, Ende Oktober, begegneten sic auf dem Platz vor dem Bahnhof einem großen blaffen Offizier, der, die eine Hand auf einen Spazierstock, die andere auf den Arm des Füsiliers Bodin gestützt, sehr langsam ging. Er grüßte den
„Mein Lieutenant," sagte sechs Monate spät« der treue Bodin, „ich habe Dir eine Neuigkeit anzukündigen. Die Tochter des Obersten hat ihr Semester im heißen Lande beendigt und sieht aus, als wen» KUr"he, ihre Mutter sie mit Vrodkrurnen abgerieben und bau» in Milch eingewcicht hätte. Sie ist Alles, nur kein Brett mehr."
Während sie den Tag damit verbrachte, sich ab- «ne i wechselnd anzuklagen und zu beklagen, wandelten ba« fallen, Klima, das neue Leben, die Bewegung, überhaupt dir ®iÖ s Jugend ihre Person um. Ihr mageres Gesicht füll« ' sich, ihr Körper entwickelte sich, ihre Gestalt wuchs, die hervorspringenden Knochen ihrer Arme verschwanden, und letztere zeigten schon hie und da Grübchen. Ihr Teint hatte sich vorn schmutzigen Braun in ba# matte Weiß des Wachses verwanbelt. Ganz Palernu fand sie schön.
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Paul Astier that wieder Dienst. Auch arbeitete j^r. er seit zwei Monaten unausgesetzt zu Hanse, un° F,lrmel zwar so fleißig, daß er sich wöchentlich nicht eine Ruhestunde vergönnt haben würde, hätte er nicht die Verpflichtung gehabt, an de» Montag-Abenden bei» L® General zu erscheinen. 111
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