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gen brachle» ähnliclc Anschuldigungen von geringerer Bedeutung. Pierre Lelvup, DivisionSches der Präfectur de< Eure - Departements, hat im Auftrags des Ange­klagten dem Maire von Eravigne eine Lumme aus

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einen Theil dieser Summe an Janvier zurückzuzahlen. Ter Zeuge hat in diesem Verfahren nur eine Unre­gelmäßigkeit erkannt. Louis Bonlanger hat auf den Antrag deS Bruders deS Angeklagten Bourguignon dem Präfecten Janvier 15 000 Franken geliehen und »m sein Geld wieder zu dekommen, eine Rechnung über Arbeiten für die Präfectur unter schrieben, die nicht geliefert waren. Janvier proiestirte gegen diese Aussage und behauptete, er habe viel Geld aus seiner Tasche vorgestreckt und habe sich nur für einen kleinen Theil desselben wieder bezahlt gemacht. Emile Foret. dvrmaliger Maiee von Bernay, berichtet, daß der Prüfen ihm ebenfalls eine Summe zur Unterstützung angeboten habe mit der Bedingung einer Rückzahlung. Emile Vy. Generalrath der Eure, sagte, der Empsänger Rousson zu dernay habe ihm t. I 1863 Namens des Präfecten den Antrag gestellt, eine fiktive Rechnung für Ai beiten zum belaufe von 7000 Fr. auszustellen, von welchen er 6000 Fr. an Janvier zahlen und 1000 Fr. selbst be­halten solle. Er habe diese Proposttion aber abgelehnt. Lapeyruzen, Conducteur der Wegebautcn zu Evreux, Hal die Rechnungen revidirt und eine große Differenz Ükfunteu zwischen den wirklichen Ausgaben und den Mür erhobenen Summen. Verschiedene Zeugen aus h« vornehmen Welt, wie der Gras d'Osmoy, Depu llrter der National Versammlung, der Gras de Lagrange, btr Herzog d'Albufera, dem Janvier bei Gelegenheit btr Umtriebe für das Plebiscit als Secretär beige standen hat, Guillaume Petit, officicller Deputirler Unter dem Kaiserreich, de Bloffeville, Candidal bei den letzten Wahlen zu Evreux, sprachen sich sämmtlick zu dunste,, des Angeklagten aus.

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rsuchM führen, wellte mau alle Thatsachen citiren, welche in und 4 dem Anklageakte angegeben sind. Erwähnen muß man rn. A sei ock, daß er von den Summen, welche er während nd ($it des amerikanischen Krieges zur Vertheilung an die Ar­beiter, die in Noch gerathen waren, erhielt, zum we

Politik nicht in die Debatte einzuführen. Der Zeuge Demarquay, ChefAdjunct der städtischen Polizei von Paris, berichtete über Janvier's Bezie­hungen zu verschiedenen Frauenzimmern. Er habe mit Mlle Trenisse, Schauspielerin vom Palais-Royal, 400,000 Franken durchgebracht; auch für Mlle. Blanche Pierson vom Gymnase-Theater habe er in kurzer Zeit beträchtliche Summen verschwendet. Janvier sei sehr oft nach Paris gekommen, wo er in den Theatern und öffentlichen Bällen sehr bekannt gewesen sei. Er hübe in Beziehungen zu drei Schwestern Renault ge standen; die dritte habe ein Kind'gehabt, welches man den kleinen Janvier genannt habe. Der Angeklagte m firn behauptete, alle diese Geschichten seien übertrieben und Zerwen verdienten feine Beachtung Verschiedene andere Zeu-

er (jel nigsteu 213,000 Fr. unterschlagen hat. So die Aus Janvi, zügc aus dem Anklageakte. Die Höhe der Summen, । welche Janvier unterschlug, läßt sich nicht genau an i»d bau geben, sie muß sich aber auf mehrere Millionen belaufen. Der Im Verhör, welches den übrigen Theil der ersten ehr ftgrl Sitzung in Anspruch nahm, läugnete Janvier Alles Die Z, ob. Er gab wohl zu, daß in seiner Verwaltung Un- rg über regelmäßigkeiten vorgefallen seien, daß er die Ver- oneii b, Wendung der Unterstützungsgeider, die er für die Ar- lte u. S beiter während deS amerikanischen Krieges erhalten, vier v« nicht vollständig belegen könne. Dies komme aber nur ure btt daher, weil er großes Vertrauen in seine Maires gehabt und eS unter seiner Würde gehalten habe, Quittungen von denselben zu verlangen. Janvier ant­wortete auf sehr geschickte Weise und wußte für Alles

>es Bei Ausrede zu finden. Dabei trat er hochfahrend war n und äußerst frech auf und that, als ob er cs eigent- lich unter seiner Würde halte, auf solche Anklagen zuva r» antworten. Der Präsident zeigte sich dem Ange klagten gegenüber äußerst milde und behandelte ihn mit großer Schonung. Gegen die übrigen Angeklagte» zeigte sich der Präsident auch viel schroffer und ging ihnen scharf zu Leib: Ihre Aussagen compromiltirten Zanvier ziemlich stark. Dieselben läugnen auch nicht, daß Unregelmäßigkeiten vorgesallen sind, wollen aber nicht zugeben, daß dieselben einen verbrecherischen Charakter hatten. Nach beendetem Verhör der Ange klagen wurden die Belastungszeugen aufgerufen. Der erste war der ehemalige Maire von Evreux, DeschampS, welcher zuerst gegen Janvier aufgetreten war. Ein heftiger Streit entspann sich sofort zwischen ihm und Janvier. Der Präsident legte sich aber gleich in« Mittel und forderte den Angeklagten auf, die

i feinet der Communal - Snbsciipiion für die nothleidenden BauinwoUenspinner angeboten, mit der Bedingung.

rage- luder« wen« über r @t;

A«S Heffen-Xsffa».

Marburg, 29. gebt. Wie wir hören, beabsichtigt man ”*e bisher in dem sog. luth. Schulhause noch geduldeten drei Meren Klaffen der Knabenbürgerschule in das jetzt städtische, stüher Erlanger'sche Haus in der Untergaffe zu verlegen.

Wünschenswerth nun auch eine Diclocation derselben so- ■W in Hinsicht der Erziehung als des Unterrichts sein mag, 1? muffen wir doch die Wahl der für unsere Kleinen in Aussicht stehenden Schulräume als eine in jeder Beziehung "fehlte bezeichnen, gegen welche Eltern wie Lehrer den

allerentschiedensten Protest einlegen wollten. Von allem an­dern absehend, wollen wir hier nur auf einen Umstand auf­merksam machen, der allein schon beweisen dürste, daß das oben bezeichnete Haus zu nichts wenigen, geeignet ist, als zu einem Schulhaus. Unter den mannigfachen nachthei­ligen Einflüssen der Schulin auf die Gesundheit der Schüler und Lehrer (— bekanntlich haben statistische Untersuchungen ergeben, daß nächst den Aerzten unter den Lehrern die größte Sterblichkeit herrscht —) steht die fast sprichwörtlich gewor­dene schlechte Schulluft billig oben an. Die reine, gesunde Luft enthält nämlich in 10,000 Raumtheilen 7915 Theile Stickstoff, 2081 Theile Sauerstoff und 4 Theile Kohlensäure, und außerdem ein sehr schwankendes Quantum Wasserdunst, Was hier nicht in Betracht kommt. Von diesen drei Stoffen ist nur der Sauerstoff geeignet, unser leibliches Leben, so weit es einer Flamme gleicht, zu unterhalten. Jede Portion Athmungsluft hat aber als ausgeathmete des Sauerstoffs ein Viertel weniger und der Kohlensäure 100 mal mehr, als die eingeatbmete in richtiger Mischung. In gleicher Weise trägt die Athmung und Entkohlung des Blutes, Welche in den feinsten Blutgefäßen unserer äußeren Haut uneruärt vor sich geht, zur Verschlechterung der Zimmerluft bei. Die sauerstoffarme und kohlensäürereiche Luft wirkt aber finge- atbmet wie ein markotisches Gift; sie beschleunigt den Puls, ruft Uebelteit und Erbrechen, Schwindel und Kopfschmerz u. a. hervor. Da nun die Luft in den Schulzimmern in dem Verhältniffe weniger verderbt sein wird, als die Zimmer geräumig sind, indem die ausgeathmete Kohlensäure sich in dem ganzen Raum vertheilt, so ergibt sich als eine erste Forderung der Schulgesundheitspflege: man sorge für geräumige Schulzimmer. Dieser Forderung ist jedoch nicht genügt. Wenn etwa nur für den schon um des Unter­richtszweckes willen nöthigen Flächenraum gesorgt wirb; vielmehr ist es im Interesse der Gesundheit dringend erfor­derlich , daß die Schulräume auch hinreichend hoch seien, und es war daher gewiß keine überflüssige Bestim­mung, wenn der im Jahre 1869 von der Königl. Staatsre­gierung im Hause der Abgeordneten eingebrachte Entwurf eines Unterrichts-Gesetzes, um einer „unzeitigen und übel verstandenen Sparsamkeit" entgegenzutreten, im §. 33 Alinea 2 ausdrücklich verlangte, daß die Höhe der Schulzimmer 11 Fuß (=12 Fuß hessisch) zu betragen habe Wenn wir nun auch nicht in Abrede stellen Wollen, daß bei den parterre gelegenen Räumen des in Rede stehenden Gebäudes, die sich jedoch wegen des zu Zeiten darin verbreiteten üblen Geruchs wohl eher zu etwas ganz Anierem eignen, nicht aber zu Schulzimmern, eine allenfalls genügende Zimmerhöbe sich ge­winnen ließe, so haben wir uns doch durch eigne Messungen überzeugt, daß die Zimmer der oberen Etagen die für Schul­lokale nicht blos wünschenswerthe, sondern absolut erforder­liche Höhe durchaus nicht gewähren. Möchte es daher den städtischen Behörden gefallen, die Zahl der ungenügenden, zum Theil unter aller Kritik stehenden hiesigen Schullokale nicht noch weiter zu vermehren, sondern das vorbandene Be- dürfniß recht bald durch den Neubau eines Schulgebäudes zu befriedigen.

Kassel, 4. März. Heute Mittag soll eine in hiesigen öffentlichen Lokalen zur Unterschrift aufliegende Dankadresse an den Hrn. Kultusminister Dr. Falk abgeschickt werden. — Die medicinische Facultät der Universität Gießen hat dem früheren kurfürstl. Reg.-Thierarzt Fischer-dahier die Doctor- würde der Thierheilkunde verliehen. — Letzten Freitag Nach­mittag wurde auf der s. g. Salzwiese unterhalb des Schützen- Hauses am Ufer der Fulda die Leiche eines neugeborenen Kindes weiblichen Geschlechts gefunden. Dieselbe war in einen mit Steinen gefüllten Sack gebunden. — Der in Un­tersuchungshaft befindliche Tagelöhner Dörbaum aus Gotts­büren soll sich des ibm zur Last gelegten Raubmordes an dem Handelsmann Herzfeld aus Helmarshaufen in einem umfassenden Geständniß ichnldig bekannt haben.

Frankfurt, 3. März. Auf der Unglücksstätte in der Judengasse Wurden bis vorgestern Abend im Ganzen 31 Per­sonen aufgefunden. Davon waren 12 tobt, 11 verwundet und 8 unverletzt. Ein Mann wurde noch stehend zwischen Gebälk am Leben getroffen. Fast alle Geretteten verlangten zuerst nach Wasser. Die hiesigen Hospitäler haben sich in die Aufnahme der Verwundeten getheitt, deren Verletzungen glücklicherweise durchgängig leichtere sind. Die Obdachlosen sind einstweilen zum Theil von' der Behörde untergebracht. 25 Betten wurden in den Baracken des Vaconius'schen Gar­tens aufgestellt. Die Nachgrabungen auf den Schuttbaufen wurden vorgestern Abend bei Fackelbeleuchtung noch bis 10 Uhr fortgesetzt, alsdann aber sistirt, da die Arbeiten wegen der Gefahr eines Einsturzes des Nachbarhauses zu bedenklich waren. Andern Morgens zwischen 9 und 10 Uhr hörte man aus den Trümmern neue Hülserufe. Mit dop­pelten Kräften wurde die Arbeit gefördert und endlich die Frau des Hausbesitzers Schäser lebendig und unverletzt aus dem Keller hervorgezogen. Die Unglückliche wat 27 Stun­den hindurch big zum Oberkörper in schütt und Schlamm vergraben, Kops und Schultern waren frei geblieben; sie war vollständig bei Bewußtsein und konnte mit ibren Töchtern sprechen. Auch sie verlangte dringend nach Master. Man hüllte sie in warme Decken ein und verbrachte sie sofort in das Bürgerhospital. Eine dar Getödteten, die Frau eines entlassenen Gasarbeiterg und Mutter von 5 Kindern, batte auf besondere Verwendung eines hiesigen Anwalts die Auf- enthaltserlaubniß (sie war in ihr Heirnathsdorf gewiesen) noch länger erhalten. Sie hatte dies am Donnerstag er­fahren und kam des Abends getröstet nach Hause. Andern Morgens ward sie mit 4 ihrer Kinder als Leiche hervorge­zogen. Wie es heißt, wird von den Bewohnern des Hauses Niemand mehr vermißt. Die Namen der Umgekominenen sind: 1) Konrad Knaufs, Kvhlenträger, 2) Cbr. Knaufs, Todtengräber, 3) dessen Kind, i 4) Frau Berge, 5—8) deren 4 Kinder, 9) Frau Mahler, 10) deren Kind, 11) Commis Rosenthal und 12> Kreß (Kind).

Telegraphische Depeschen -er Ober« hessische« Zeitnng.

Berlin, 4. März. In seiner heutigen Sitzung nahm das Herrenhaus den Gesetzentwurf betr. die Er­hebung von MarktstanoSgetdern »ach der Fassung der Cvwuiisfio» au, sowie die Gesetzentwürfe betr. eine Ziifatzbestimmuttg zur Versassuiigsurkunde weg-n Bil­dung einer ersten Kammer und betr. (Erweiterung deS SiaatSeisenbahnnctzeS; ferner die Abänderiingr» im Gesetze bezüglich der Gewerbesteuer - Entrichtung endlich den Gefetzentrourf, betr. die öffentlichen Im»

mobiliar-Feucr-Versicheruugs-Aiiftalten in Schleswig- Holstein.

Bingen, 3. März. Heute wurde von hier folgendes Telegramm an den Fürsten-Reichskaiizler ab- geferligt: „Die aus Anlaß des Rechenschaftsberichts des Reichtagsabgeordneteii Metz hier tagende Volks­versammlung erklärt ihre volle Zustimmung zu Ew. Durchlaucht entschiedenem patriotischem Auftreten gegen­über den ultramontanen Bestrebungen und spricht die feste Ueberzeugung aus, daß Ew. Durchlaucht nicht Nachlassen werden in dem frivol heraufbeschworenen Kampfe. Das ganze deutsche Volk mit nur wenigen Ausnahmen steht auf Seite seines Reichskanzlers, den der Himmel uns noch recht lange erhalten möge."

Paris, 3. März. Die Zeugenaussage des Finanz- Ministers Pouyer Quertier in dem Prozesse Janvier de la Motte hat eine große Aufregung hervorgerufen. Der Justizminister hat erklärt, daß er feine Entlas­sung geben würde, wenn Pouyer-Quertier im Mini­sterium bliebe. Wie man versichert, wird Seitens der Linken morgen eine Interpellation über die Aussage des Finairzministers eingebracht werden. Der Lefranc- sche Gesetzentwurf erregt auch Besorgnisse. Man fürchtet, daß die Regierung den von der Commission vorgeschlagene» Abänderungen ihre Genehmigung ver­sagen werde.

Petersburg, 3. März. Deutsche Reserveoffi­ziere fordern die deutschen Siaatsangehörigen öffent­lich auf, am 22. März eine Feier des Geburtstages Kaiser Wilhelms zu veranstalten, und schlagen ein Festmahl im „Hotel Demuth" vor, indem sie gleich­zeitig die Frage einer alljährliche» Feier ähnlicher Na tioiialfeste erörtern.

Telegraphische CourS- «nd Marktberichte.

Frankfurt a. M-, 4. März. (Schluß der Börse). Staatsbahn-Actien 415z, Elisabeth 262|, Galizier 275, Lombarden 220z, Nordwest bahn 228, Creditactieu 370^, Silberrente 654, Spanier 304, 1882r Amerikaner 95|, gekünd. 1882r Amerikaner 96, österreichische Nationalbank 891, 1860r Loose 94, volle ftanzös. Rente 88z, neue Russen 89z, österr. Papierrente 58|, Overheffen 89j, Bundes-Anleihe 1004 G-, 4j z Genf. Preußen 103z, 4 J Kurhessen 94 B-

Wien, 4 März. (Anfangscourse). Creditaclicn 353.20, Lombarden 209.00, Staatsbahn —, Napoleons 8.94.

Die vörsenwoche.

Die schwankende Tendenz, mit der die abgelaufene Woche begonnen hat, wurde in den letzten Tagen zu einer äußerst festen. Die in den nächsten Tagen erfolgende fran= zösische Abschlagszahlung, welche die zweite Milliarde der Kriegscontribution voll machen wird, dürfte voraussichtlich den flotten Geldstand der Börsen noch um ein Bedeutendes erhöhen und scheint dieser Umstand zur Steigerung mit beigetragen zu haben Vorzugsweise beachtet waren österr. Credit, welche in Wenigen Tagen eine Besserung von 10 fl. erfuhren. Auch Staatsbahn, welche au bem Uebel couftanter Mindereinnahmen leiden, profitirten von der günstigen Stimmung, indem sich die Realisationslust auf kleine Sum­men beschränkte und daher einen weniger empfindlichen Druck auf den Preis übte. Lombarden verkehrten nur stel­lenweise etwas lebhafter. Der Cours schwankte beständig aus- und abwärts, je nachdem die Arbitrage als Nehmer oder Abgeber auftrat. Elisabeth und Nordwest zogen etwas im Preise an, Franz Joseph waren beliebtet, junge öftere. Actien meist gut behauptet. Deutsche Bahnen zeigten nur geringe Veränderungen. Am belebtesten waren junge noch nicht vollbezahlte Baierische Ostbahn und Oberheffen, welche, wenn auch der Ankauf bet Bahn durch die Köln-Mindener Gesellschaft unterbleiben sollte, jedenfalls durch den Bau der Linie Alsfeld - Hetsfeld gewinnen. — Staatsfonds waren seht beachtet. Andere fremde Fonds zogen nur wenig im Preise an. Dagegen entwickelte sich lebhaftes Geschäft in allen Loosepapieren, namentlich in österr. 1860er, sowie in ungarischen Loosen, welche in Posten gehandelt und beträchtlich Höher bezahlt wurden. Raab,- Grazer behaupteten sich fest, Meininger-Ptämienpfandbtiefe haben, nachdem die Berliner Staatsanwaltschaft, wie voraussichtlich war, die bekannte Untersuchung betreffs der Zulässigkeit der restlich cmittirten 5 Mill. Thalet niedergeschlagen, sich im Coutse befestigt und wurden vielseitig zu (Kapitalanlagen gekauft. — Der österr. Prioritätenmarkt war sehr belebt und die einzelnen Devisen erfuhren meist von Neuem Preissteigerungen, wäh­rend Mottgage Bonds in kleinen Summen umgingen und wenig variitten. Nur einzelne beliebte Bonds, welche zum Theil auch höher bezahlt würben, machten hiervon eine Ausnahme. Im Ganzen verhinbert bie Alabama-Differenz eine gefunbe Entwickelung des Geschäfts in amerikanischen Werthen. — Für Banken herrschte viel Kauflust. Oefterr. Nationalbank erfreute sich größerer Beachtung und hat der Cours, seitdem bie Wiener Arbitrage - Verkäufe nachgelaffen, sich wesentlich gebeffert. Darmstädter Waren gesucht und höher, Meininger statt anziehend, Bankverein in Aussicht auf eine gute Dividende steigend, Oesterreichisch - Deutsche gleichfalls sehr belebt und in Folge belangreicher auswärti­ger Kaufordres bedeutend bester. Deutsche Bereinsbank in belebtem Umsätze, und sehr gefragt, Süddeutsche Bodencredit preishaltend, Psälzer Bankverein beliebt und fest. Für Frankfurter Wechslerbank war die Stimmung sehr günstig und erhöhten die Actien den Cours um 3 pCt. Auch für Londoner Wechslerbank stellte sich mehr Frage ein und blie­ben die Actien beliebt. Die Steigerung, welche Wüttemb. Vereinsbank erfuhren, hängt mit der günstigen Dividende und der bevorstehenden Emission neuer Actien zusammen. Auch Stuttgarter Bank verkehtten recht lebhaft und bedan­gen Höhere Preise. Deutsche Hypothekenbank begehrt, aber wenig am Markte. Brüsseler und Italienisch-Deutsche haben sich fest behauptet. Neu bevorsteht die Einführung der Actien der Französischen und Italienischen Bank, zu deren Grün­dern eine Reihe erster französischer und italienischer Firmen gehört. Der Geschäftskreis umfaßt alle commerziellen und finanziellen Geschäfte. Die Anmeldungen finden um 4., 5. und 6. d. M. in Frankfurt a. M. bei dem Bankhause A- Reinach und der Filiale der Baiettschen Handelsbank statt. Der Geldstand ist sehr günstig.