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gen aegfalle das hermellfchc Abschließen alles Polin« scheu vom Deutschen. Befolgen Sie dies, und dann werden die gegen Sie erhobenen Vorwürfe nicht mehr richtig sein, dann wird Ihnen die Regierung die Hand reichen können.

Die Summe von 20,000 Thlr. wird bewilligt (dagegen die Polen und die Katholiken). Alle ande­ren Positionen des Etats nebst Resolutionen werden ohne Weiteres genehmigt.

Abg. Nasse referirt Namens der Budget-Com­mission über den 2. NachtagtragSetat ini StaatShanS Haltsetat und beantragt, den Nachtragsetat in Ein­nahme zu genehmigen; in der Ausgabe die Position II., Cap. 3, Tit 6 und 7 und die Position VI., Cap. 15, Tit. 4, desgleichen die Position VIL, Cap. 16, Tit. 55 zu genehmigen, dagegen die Position VI., Cap. 14., Tit. 15, zur Errichtung eines Gebäudes für ein landwirthschaftliches Museum in Berlin, 1. Rate 100,000 Thlr., nicht zu bewilligen.

Nach Ablehnung der vom Abg. Miquel beantragten Verkürzung der Fonds für die Forstdiensthäuser und für den Forstwegebaufonds um je 50,000 Thaler be­willigt das Haus die dafür bestimmten Positionen von je 100,000 Thlr.

Referent Nasse motivirt die von der Commission beantragte Ablehnung von 100,000 Thlr. als erste Rate zur Errichtung eines Gebäudes für daS land- wirthschaftliche Museum in Berlin.

(Fortsetzung in der nächsten Nummer.)

«Marburg, 1. März.

Heute feiern wir den Jahrestag des glorreichen Einzuges in Paris seitens der hiezu bestimmten 30,000 Mann starken Truppenabtheilungen aller Waffen deS 6. und 11. preußischen nnd 2. baierischen Armee- eorps. — Bei Eröffnung der vorgestrigen Bundes­rathssitzung lheilt Präsident Delbrück mff, in der nächsten Reichstags-Session würden hauptsächlich vor­gelegt Gesetzentwürfe in Betreff der Brausteuer, der Reichsbeamten und des Preßgesetzes. Die Reichskosten für Betheiligung der deutschen Industrie an der wiener Weltausstellung betragen 500,000 Thlr. — Da« Be finden I. M. der verwittwelen Königin von Preußen ist in fortschreitender Besserung begriffen. — Dem Abgeordnetenhause wurde gestern die Erkrankung des Finanzministers Camphausen gemeldet; dem Vernehmen nach ist dieselbe jedoch ohne besondere Bedeutung. — Die „Kreuzztg." erfährt bezüglich der von mehreren Blättern der Regierung zugeschriebenen Absicht, von der Theilnahme am Religionsunterichte zu diSpeusiren, daß es sich nur um den Religionsunterricht auf den Gymnasien handle und daß die Dispensation nur unter der Voraussetzung, daß ein anderweitiger ge­nügender Religionsunterricht ertheilt und nachgewiesen wird, erlangt werden könne. — Die gestern von Frhrn. v. Gemmingen in der würtembergischen Abgeordneten­kammer verlesene Erklärung sämmtlicher dem Beamten­stande angehörigen Abgeordneten dementirt die Zeitungs­nachricht, daß die Regierung auf diese Abgeordneten eine Pression bezüglich ihrer Abstimmung über die Ge­sandtschaften ausgeübt habe.

Die von clericaler Seite ausgehenden Gerüchte, Graf Andrassy beabsichtige den österreichischen Gesandtschaftsposten beim päpstlichen Stuhle ganz offen zu lassen, entbehren, wie auS competenter Quelle verlautet, jeder Begründung.

Der eidgenössische Nationalrath ist dem Ständeralhsbeschlusse, das Verbot der Errichtung neuer und Wiederherstellung aufgehobener Klöster aus der Bundesverfassung zu streichen, beigetreten.

Es heißtdie Rechte habe bei Thiers directe zu versetzen. Ich schlich Euch überall nach — als ich Euch aber endlich an jenem Abend auf der ein­samen Höhe im Gebirge gegenüber stand, vermochte ich meinen frevelhaften Plan, einen Arglosen und Unschuldigen zu morden, nicht auszuführen.

„So wandte ich mich denn wieder gegen Euren Vater; als ich aber von seiner tiefen Reue hörte, be­schloß ich, die Rache Gott anheimzustellen. Trotzdem konnte ich es nicht Unterlasten, ihm noch einmal das Gewissen zu schärfen, und als er eines Abends von einem Ritt nach Nordhauscn heimkehrte, rief ich ihm an derselben Stelle, wo er meinen Sohn niederge­schlagen, mahnend und drohend Worte zu, welche eine schlimmere Wirkung hatten, als ich glaubte. Sein Tod vertilgte die letzten Rachegefühle aus meinem Herzen.

„Als die Bauern aufstanden, verließ ich mein ver­ödetes Hans und gesellte mich zu ihnen. Ich selbst hatte zwar nichts mehr vom Leben zu hoffen, ober ich glaubte, daß ich vielleicht dazu beitragen könne, ein menschlicheres Verhältniß zwischen Herren und Bauern herzustellen, und daß ich durch Wort und Thal ein zelne von maßloser Rachgier entflammte Bauer» von Gräuelthaten zurückzuhalten vermöge — — ich hatte an mir selber erfahren, wozu wilder Rachedurst den Menschen treiben kann.

„Das Uebrige wißt Ihr," schloß der Greis seine Rede. „Wenn Ihr dereinst wieder in Frieden auf

Schritte im Interesse der monarchischen Restauration gethan, von demselben aber entschieden abschlägigen Bescheid erhalten.

Der „Globe" sagt, dem Vernehmen nach werde die Königin (von England) am 25. März eine Reise nach dem Continent zu einem kurzen Besuche einiger Verwandter machen. — Der „Times" wird von ihrem Correspondenten aus Philadelphia gemeldet, die ameri­kanische Aniwortsnote erkläre, daß die Klageschrift keine Abänderung erleiden könne. Der Vertrag ent halte genügende Bestimmungen für ein freundliches Abkommen mittelst der Schiedsrichter, da beide Con- trahenten sich verflichlet hätten, den Schiedsspruch als völlige und schiiegliche Lösung aller unterbreiteten An­sprüche anzuuehmen.

In der vorgestrigen Sitzung der italienischen Deputirtenkammer wurde vom Kriegsminister Ricotti Magna ni eine Vorlage wegen Bewilligung eines Cre- ditS von 12 Millionen eingebracht, von welchen 4 für Ausbildung der Soldaten der ersten Kategorie, 4 zur Beschaffung neuen Kriegsmaterials, 4 zu militärischen Bauten verwendet werden sollen. Von der Regierung wurde für die Berathung die Dringlichkeit gefordert.

DaS Gericht zu Petersburg hat gestern Gont- scharoff wegen Abfassung und Verbreitung einer Pro- elamation, welche Verachtung gegen die Regierung auS- drückte und auf eine revolutionäre Erhebung abzielte, zu sechsjähriger Zwangsarbeit in Sibirien und zum Verluste aller Staudesvorrechte vemrtheilt.

Die rumänische Kammer wurde bis zum 27. März verlängert. — Mehrere Deputiere beabsichtigen t>en Antrag zu stellen, die Kammer möge den Anschluß der rumänischen an die ungarischen Bahnen durch den Vuikanpaß votiren.

Eine unter dem Vorsitze des Patriarchen vorgestern, in Konstantinopel stattgehabte Versammhuig der bulgarischen Glaubensgenossen erklärte sich mit der Annullirung der Exarchenwahl einverstanden. Die Re­gierung ließ zugleich der Versammlung ihre Geneigt­heit auSdrücken, in neue Verhandlungen mit den Ver­tretern der bulgarischen Glaubensgenossen zum Zweck der Erzielung eines Einverständnisses über die Exarchen- wahl einzutreteii, worauf die Annullirung der Wahl Hilarion's gut geheißen und der Bifchof von Widdin zum Exarchen gewählt wurde.

Deutsches Keich.

•• Berlin, 29. Febr. In einigen Blättern wird die Kreisordnungsfrage wiederum mit sehr pessi­mistischen Augen betrachtet und man geht so weit, zu behaupten, daß die Regierung jede Hoffnung auf das Zustandekommen dieses Reformwerkes aufgeben wolle, weil sie sich überzeuge, daß man in parlamentarischen Kreisen keine Neigung hat, dem Gesetzentwurf die Sanction zu ertheilen. Dem gegenüber scheint es doch geboten zu sein, darauf hinzuweisen, daß gerade in unterrichteten Kreisen die Ansicht herrscht, daß die Regierung den größten Werth darauf lege, daß diese Angelegenheit in richtige Bahnen geleitet werde und zum friedlichen Abschluß gelange. Ein solcher scheint denn auch nicht in der Unmöglichkeit zu liegen, da in der Commission über alle wesentlichen Punkte der Vorlage eine Verständigung erzielt ist, es wird also nur das Plenum diese Verständigung weiter auSzu- führen haben. Diese Verhandlungen werden aber auch Einfluß auf den Schluß oder auf die Vertagung des Landtages gewinnen; denn je nach dem Gelingender Arbeit wird das erstere oder letztere eintreten. — Der heutige „Staatsanz." theilt eine Verfügung des Kul­tus Ministers mit, welche sich im Anschluß an die Braunsberger Schulangelegenheit über die Dispensation

Eurer Burg wohnt, so vergeltet denen in niedrer Hütte Geborenen, was ich heute an Euch gethan habe! Lebt wohl! Gott schütze Euch!"

Nach diesen Worten eilte er nebst seinem Neffen rasch davon, ohne den Dank des jungen Paares ab zuwarten, das in tiefer Bewegung seiner Erzählung gelauscht hatte, und eö schmerzlich empfand, ihm seinen Evelmuth durch nichts vergelten zu können.

Der kurze Weg bis zur Hosselburg war bald zu­rückgelegt. Die beiden Geretteten wurden dort von dem Oheim HildegordenS und dessen Gattin mit Jubel bewillkommnet und vergaßen an deren Seite bald die ausgestandenen Aengste und Mühseligkeiten der langen, nächtlichen Wanderung.

Von der quälenden Ungewißheit, waS aus dem Ritter Benno und den ©einigen geworden sei, wur­den sie schon am Abend desselben Tages befreit, in-

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gemeine Landrecht diesen Gegenstand nicht in der Ar! präcistrt, daß nur ein legislatives Borgeben geitatiet wäre. Daß aber durch diese Ministerial-Verfügung irgend welche Concession an die katholische Religio» gemacht werde, muß von vornherein bestritten »erben; es hat nur die Beseitigung eines Zustandes erfolgen sollen, der in gewisser Beziehung einen GewiffenSdruck auferlegt; auch wird der Inhalt der Verfügung bei genauer Prüfung erkennen lasten, daß die Regierung keinen Rückzug in Bezug austdaS Vorgehen gegen die Agitationen der Ultramontanen im Sinne bat, im Gegentheil: denn man hört, daß Vorkehrungen getroffen werden, welche den Bischof von Ermland in Bezug auf die Excomrnunicationen in die gesetz­lichen Schranken zurückweisen, da die Regierung von der richtigen Ansicht ausgeht, daß das bisher beobachtete Verfahren deS Bischoffs Uebergriffe auf daS bürger­liche Recht enthäli.

Um die Betheiligung der vaterländischen Landwirth- schaft, Industrie und Kunst an der bevorstehenden Wiener Welt-Ausstellung vorzubereiten und zu organi- siren, ist in Berlin eine .Commission aus Beamten der betheiligten Ministerien und anderen Sachverstän­digen gebildet worden, welche unter der Bezeichnung „Königl. Landw. Kommission für die Wiener Weir Ausstellung" ihre Thätigkeit eröffnet und am 26. b. M. bereits die 1. Plenarsitzung gehalten hat. Etwaige die Wiener Welt-Ausstellung betreffende Anträge und Anfragen sind an diese Commission zu richten.

Oesterreich - Ungarn.

Wie», 29. Febr. Der Verfassungs - Ausschuß deS Abgeordnetenhauses setzte die Berathung über die Galizien zu gewährenden Zugeständnisse fort und gtj langten die Bestimmungen des Subcomite'S zur An­nahme, daß der Landesgesetzgebung Galiziens von der Civilrechts - Gesetzgebung folgende Gegenstände über-

nen Leuten denselben Weg zurück; als aber nirgends eine Spur von den Verlorenen zu finden war, setzte er seinen Zug fort, da er hoffte, daß Stephan um Hildegardens willen nur einen andern bequemeren kf Weg eingeschlagen habe.

Das, was scharfblickende Männer vorhergesehen, , traf ein: wenige Monate später waren die Bauern rrhei in allen Landen geschlagen und zersprengt, und über Jen

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die Besiegten ward ein strenges Strafgericht gehalten. *

Der Ritter Benno stellte nach Beendigung deS *8rtti

Krieges seine nur theilweis zerstörte Burg wieder her » und kehrte mit seinem Sohn und allen Reisigen und Knechten dorthin zurück. ,

Die Staufenburg, welche die Bauern dem Erd- boden gleich gemacht hatten, ward nicht wieder auf- **nn« gebaut, da Stephans Bruder sich nach seinem Austritt t*nkf

tragen werden könnten, womit sich die Regierung ein- verstanden erklärte: Die Gesetzgebung über Vormund­schaften und Curatelen und das in Vormundschafts­und Curatelsachen zu beobachtende Verfahren mit Vor­behalt der JurisdictionSnorm für die Reichsgesetzge­bung; die Behufs Anlegung der auf Grund der all­gemeinen GrundbuchSvrdnung einzurichlenden öffent­lichen Bücher nothwendigen Gesetze; die Gesetzgebung über die Einführung von Friedensrichtern und Baga­tellgerichten, dann über das Verfahren bei denselben mit Vorbehalt der Festsetzung ihres Wirkungskreises durch die Reichsgesetzgebung und innerhalb der Reichs- gesetzgebung über das Gebührenwesen. Desgleichen $ genehmigte der Verfassungsausschuß, daß der galizi-^ ' scheu Landesgesetzgebung die Gesetzgebung zustehen solle über die Grundzüge der Organisirung der im 6n Lande bestehenden politischen Verwaltungsbehörden . erster und zweiter Instanz, jedoch mit der Beschränkung, iatjm daß die Entscheidung in eigentlichen RegiernngSge- ^eRm schäften nur von der Regierung bestellten Organen ,u zustehe. Der Reichsregierung soll jedoch Vorbehalten |Qmj, bleiben, im Falle durch gedachte Organisirung den Be- ijn dürfnissen des Reiches nicht genügend Rechnung ge- LH. tragen würde, hierzu eigene Organe zu bestellen. ^7 Hierauf gelangte der Antrag des Subcomite'S zur Be- rathung, daß für die besondere Wahrnehmung der In-. tereffen deS Königreiches Galizien und Sobomerieit durch ein dem Lande Galizien angehöriges Mitglied' des Ministeriums gesorgt werden solle. Der Minister-

vom Religionsunterricht ausspricht. Die Regie, un, Hai sich mit dieser Angelegenheit lebhaft beschäftig, ----- und war in der ersten Zeit unschlüssig, ob sie dieselbe auf legiSlatioem Wege oder Verwaltungswege zu, Erledigung bringen solle. Bei näherer Prüfung h„, man sich jedoch für Letztere entschieden, da das all­

dem derselbe nebst seinem Sohn und allen Reisigen und Knechten wohlbehalten auf der Hasse Iburg eintraf. Da der Ritter nirgends auf einen Feind gestoßen war, so war er in der Meinung, daß Stephan mit seiner Schaar ihm aus dem Fuße folge, so rasch als möglich weiter gezogen; erst tief in der Nacht, als man einen kurzen Halt machte und die zweite Schaar nicht erschien, war die Besorgniß in ihm aufgestiegen, daß dieselbe in einen Hinterhalt der Bauern gefallen, oder daß Stephan durch die Erschöpfung Hildegar- dens genöthigt worden sein könne, zurückzuvleiben. Um

aus dem Dienst des schwäbischen Bundes mit der » Tochter jenes schwäbischen Burgherrn vermählte, welche ,u’’em er schon seit Jahren geliebt, und dessen Schloß, daS 6tteid die Bauern nur ausgeplündert hatten, zu seinem Wohnsitz erkor. Stephan selbst führte noch in dem­selben Herbst seine Hildegarde zum Altar und schlug seinen Wohnsitz auf der Hasselburg auf, wo er, stets eingedenk der letzten Worte des Greises, allezeit Ge­rechtigkeit und Milde gegen seine Bauern übte und ihnen im Verein mit Hildegarden Wohlthaten aller Art erzeigte.

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