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RichterstaubeS griff Gararbie (gegen ben Antrag) Emanuel Arago scharf an, inbem er biese Reorganisation eine von ihm ausgehende gerichtliche Revolution nannte. Arago erwibcrte ihm mit seiner tiefensBaßstimme sehr massiv. Govarbie erhielt vom Präsidenten einen Ordnungsruf. Nach einer weiteren Diskussion beschloß bie Kammer, zur zweiten Berathung überzu- gchen. Auf bie Interpellation Brunet'S über bie Na- tionalsubscription zur Befreiung beS noch occupirten Territoriums erklärte Lefranc, bcr neue Minister bcs Innern, unter Zustimmung ber Versammlung, baß bie Regierung erst antworten werbe, wenn es zur Diskussion über ben Entwurf komme, ber bieserhalb ber Kammer vorliege. Nachbem noch ber Beschluß gefaßt worben war, an ben beiben nächsten Karnevalstagen keine Asiamblee zu halten, würbe bie Sitzung geschlossen. — Zur Frage ber gegenwärtigen politischen Theorieen in Frankreich schreibt bie „Corr. Havas": „Die Idee, bas gegenwärtige Provfforium zu consolibiren, ohne ihm jeboch seinen provisorischen Charakter zu nehmen, gewinnt in parlamentarischen Kreisen immer mehr an Boden: drei Projecte sinb es hauptsächlich, welche bas linke Centrum, bie gemäßigte Linke und selbst bas rechte Ccntrum beschäftigen, nämlich: 1) 'bie theil weise Erneuerung ber Versammlung: 2) bie Bilbung einer Zweiten Kammer und 3) bie lebenslängliche Präsidentschaft dcS Herrn Thiers. Das 'erste dieser Projekte hat seit einiger Zeit unstreitig große Fortschritte gemacht und zählt, abgesehen von der Mittel Partei, selbst Anhänger auf der äußersten Rechten und der äußersten Linken. Was die Bilbung einer Zweiten Kammer betrifft, so findet das Project, dieselbe aus der Wahl der Generalräthe hervorgehen zu lassen, den meisten Anklang. Hinsichtlich der lebenslänglichen Präsidentschaft des Herrn Thiers zählt dieselbe ihre Anhänger im linken Centrum und der gemäßigten Linken, stößt aber in allen anderen parlamentarischen Fraktionen auf entschiedene Gegner." — Graf Cham bord ließ seinen Freunden anzeigen, daß er sich binnen kurzem nach Gent begebe und dort bereit sei, sie zu empfangen. — Der Conflict zwischen England und Nordamerika fängt an, hier Besorgnisse einzuflößen Die Börse war letzten Donnerstag in großer Unruhe; die Zprocentige Rente fiel beinahe um einen Franken, erholte sich dann wieder, schloß aber doch 52 Centimes tiefer als Tags zuvor. Seit gestern hat sich die Aufregung wieder etwas gelegt. — In dem Augenblicke, wo die Frage wegen Kündigung bcs Handelsvertrages zwischen Frankreich und England die Nationalversammlung und die Diplomatie beschäftigt, ist folgende Uebersicht bcachtenSwerth. Die Dauer der verschiede- nm Handelsverträge stellt sich so: England, 23 Jan. 1860, auf zehn Jahre; Türkei, 29. April 1861, aus zehn Jahre; Belgien, 1. Mai 1861, auf zehn Jahre; Italien, 17. Jan. 1868, auf zwölf Jahre; Schweiz, 30. Juni 1864, auf zwölf Jahre; Schweden und Norwegen, 14 Februar 1865, auf zwölf Jahre; Spanien, 18. Juni 1865, auf zwölf Jahre; Niederlande, 7. Juli 1865, auf zwölf Jahre; Oestereich- llngarn, 1. Januar 1867, auf zwölf Jahre. In Bezug auf Deutschland bestimmt der Frankfurter Vertrag vom 10. Mai 1871, daß die deutschen Staaten zur Basis ihrer Handelsbeziehungen sich gegenseitig auf dem Fuße der meistbegünstigten Nation behandeln.
Greßdritaunie«.
London, 10. Februar. In der ersten Sitzung des Oberhauses am letzten Dienstag kündigte Lord Stanhope für die kommende Woche eine Interpellation a» bezüglich der Ernennung des ehemaligen Attorn.y- Generalo, Rob. Collier, zum richterlichen Mitglied ^e6 geheimen StaatSrathes. Darauf folgte die Adreß debatte. Lord de la Warr begründete den Adreß- Antrag; Lord Powerscourt stand ihm darin zur Seite. Der Führer der Opposition, Herzog von Richmond, erhob sich dann, um an das, was die bei- krn Vorredner zu Gunsten der ministeriellen Politik dorgebracht, den Maßstab der Kritik anzulegen. Es erwiderte ihm der Minister Earl Granville, der sich während des Sprechens noch aus eine Krücke stützen wußte in Folge seines letzten Gichtan'alles. Auch er ^lgte in seiner Erwiderung den einzelnen Punkten der Thronrede und versicherte bezüglich der Alabamafrage, Mi die Regierung unter keinen Umständen die Rechte Landes opfern, andrerseits aber doch Alles lhun werde, was in ihrer Macht stehe, nm die Angelegen-
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mbtta bauten, Hirschgeweihe, Steinbeile rc., unb noch mehr aj, ° roirb folgen, wenn der Muriner- und Neuenburgersee ftrtue auf gleich- Weise gesenkt werden.
q Frankreich.
Pari», 10. Febr. Vorgestern genehmigte zuerst die National-Versammlung ohne Diskussion den Antrag de Pressensee'S Betreffs einer theilwcisen Amnestie. Darauf begann die erste Berathung über das Project der Reorganisation der Gerichte, welche hauptsächlich bezweckt, die Richter unabhängiger von der Regierung -u stellen. Nach einer Mittheilung des Präsidenten hat der Deputirte Dauphine die Wahl in der Sommc, welche gestern von der Assamblce gut geheißen wurde, nicht angenommen. — In der gestrigen Fortsetzung der Debatte über daS Gesetz der Reorganisation des
ljeit zu einer befriedigenden Lösung zu bringen. Von Seilen der Opposition behandelte den Alabamastreit der Lord Derby. Lord Redesdale schloß die Discus- ion, worauf die Adresse ohne Abstimmung angenommen wurde. — Der Prinz von Wales kann schon kurze Spazierritte machen. Ende dieser Woche wird er mit seiner Gemahlin Sandringham verlassen und ich zunächst nach Windsor begeben. — Die Slim mung ist seit den Erörterungen des Unterhauses über die Alabamafrage offenbar eine gedrückte geworden, so daß die Haltung oder vielmehr die Schwankung, welche ich an der Börse kundgab, als eine vollständige Panik bezeichnet wird. — Das von der Regierung häufig zu Mittheilungen benutzte Journal „Echo" enthält ein Telegramm aus Newyork d. d. 9. Febr., wonach in der öffentlichen Meinung, obwohl sich dieselbe gegen eine Modifikation der amerikanischen Klageschrift sträube, dennoch die Ueberzeugung sich Bahn bräche, daß ein Bestehen auf Wiederersatz des indirekten Schabens ungerechtfertigt erscheine. — Die „Times" stellt einen Vergleich an, zwischen der Haltung des englischen Unterhauses und derjenigen des nordamerikanischen Congrcffcs. Während die Mitglieder des Unterhauses den hitzigen Reden Disraeli's und Glad- stone's Beifall spendeten, war ber Congreß enthaltsam genug, ben Untersuchungsantrag nicht auzunehmen. Die „Worlb" empfiehlt ber Presse unb bem Congresse Mäßigung unb erklärt, baß England sich anmaßlicher Voraussetzung schulbig mache, wenn es thue, als habe es bie Abfassung ber amerikanischen Klageschrift zu bictiren ober bieselbe zu reoibiren. — Der Dampfer „Elektra", von Lissabon kommend, ist letzten Sonn abend Mittag im Kanal in Folge eines Zusammenstoßes untergegangen. Der Kapitän und 17 Personen werden vermißt.
Aus Hessen-Nassau.
Fulda, 12. Februar. Das zur Garnison für Fulda bestimmte Füsitierbataillon des 1. Hess. Infanterieregiments Nr. 81 wird, wie bcr „Fuld. Anz." erfährt, am 15. März b. I. aus Mainz hier eintreffen.
Gelnhausen, 11. Februar. In einer letzten Donnerstag hier abgchaltenen Versammlung von Pfarrern des Consistorialbezirko Hanau ist, nach ber „Han. Ztg ", eine wiederholte Eingabe an den Kultusminister unb bas Abgeordnetenhaus wegen Erhöhung deS Mini- mal-Einkommens ber hessischen Pfarreien von 400 aus 600 Thlr. aus Staatsmitteln beschloffen unb mit etwa 40 Unterschriften alsbalb abgesandt worden. Unter den 90 Pfarreien genannten Consistorialbezirks sind 59 mit weniger als 600 Thaleru botirt. Bekanntlich richtete bereits im November v. I. bie evang. Geistlichkeit bcS Reg.-Bezirks Kaffel durch Vermittelung ber königl. Consistorien eine nahezu einstimmige Petition gleichen Inhalts an ben Kultusminister.
Rinleln, 10. Februars Am 7. d. M. hat bie 80jährige Witwe Caroline Harlanb in Barksen ben Versuch gemacht, ihre Schwiegertochter, die Ehefrau des Schneiders Harlanb, mit von Schweselhölzern abgeschabtem Phosphor, welchen bieselbe in Kaffee aufgelöst hatte, zu töbten. Die Untersuchung ist eingeleitet. # (N. K. A)
Lichteuau, 11. Febr. Letzten Donnerstag Abenb ist laut ber „H. M.-Ztg." auf bem Rittergute ber Herren v. Berlepsch zu Hambach ein Theil bcr Oeko- nomiegebäube völlig niebergebrannt. Die herrschende Windstille und die rasche Hülse der benachbarten Bewohner haben eine weitere Ausdehnung des Brandes verhütet. Die Entstehungsursache ist unbekannt.
Berthklichle, Geborene und Gestorbene in der Stadt Kirchhain
vom 30. Januar bis zum 6. Februar 1872.
Ev.-ref Gem.: Der Junggeselle, Bürgerund Schreiner Johannes Korell und Jungfrau Elisabeth Sippel.
Geborene.
Ev.-luth. Gem.: Georgine Elisabeth, des hiesigen Bürgers und Landwirths Wilhelm Ockershausen T-
Gestorbene.
Ev.-luth. Gem.: 1) Der Witwer, hiesige Bürger und Schuhmachcrmeister Friedrich Michel 3., 64 I-, 6 M. und 26 T- alt. 2) Elisabeth Auguste Sophie, des hiesigen Bürgers und Schuhmachermeisters Heinrich Ungewickel T-, 1 I., 4 M. und 20 T- alt. 3) Elisabeth, des verlebten hiesigen Bürgers und Schuhmachermeisters Johannes Giebel nachgelassene ledige Tochter, 64 I., 2 M. und 18 T. alt-
Uebersicht über dir Witterung im Januar 1872.
Der mittlere Barometer - Stand um 12 Uhr Mittags betrug nur 27 Zoll 4? pariser Linien,«blieb sonach eine volle Linie unter dem wahren mittleren Stande. Der höchste Barometer-Stand wurde beobachtet am 1. Januar, 10 Uhr Morgens: 27“ 10"'„; der niedrigste am24., um 10Uhr Morgens: 26' 9"',. Differenz: 1 Zoll 1,, Linie. Der Barometer-Stand war überhaupt schwankend, wie gewöhnlich im Winter. Die Mittel-Temperatur betrug fast 1* Röaumur über Null, während sie im Januar gewöhnlich unter Null steht; die niedrigste Morgen-Temperatur hatte der 2.: — 4°,.: die höchste Nachmittags - Temperatur der 26.: 6',.. Differenz: 11“,.. Das niedrigste Tagesmittel hatte der 2.: 3“„ unter Null; das höchste der 25.: 4“,, Wärme. Differenz: 8“„. Auch die Temperatur schwankte häufig. Nachdem daher die Schneedecke, welche seit dem 1 November vorigen Jahres gelegen, am 5. Januar verschwunden war: bildete sich am 9. eine neue, welche am 21. wieder weggethaut war, — Die Luft war fast ganz so feucht, wie imDecember, durchschnittlich mit 90j%Feuch
tigkeit. Morgens 7 bis 8 Uhr hatte sie 92$%, Mittags 1 bis 2 Uhr 86$, Abends nach 10 Uhr 92$% Feuchtigkeit. — Die Wind richtung war vorherrschend südlich, indem auf 3 nördliche 7 südliche Winde kamen. — Windstöße aus Süd brachten nach dem Schnee am 4. Nachmittags Regen. Süd- West war am 6. windig. — Der Niederschlag an Schnee und Regen war 2 pariser Zoll 3 Linien hoch, also reichlich. — Es gab 5 heitere, 4 gemischte und 22 trübe Tage. An 5 Tagen fiel Regen, an 3 Schnee. Am 22. Abends hatte der Mond einen schönen farbigen, und um diesen einen großen milchweißen Hof. — Am 1. Januar betrug die Temperatur der Hauptqüelle in der Marbach 7“„ Röaumur, in Ockershausen 8°,,.
Telegraphische Cours- und Marktberichte.
Frankfurt a. M-, 12. Februar. (Schluß der Börse). Staatsbahn-Aktien 415$, Elisabeth 255, Galizier 262$, Lombarden 2I6|, Nordwestbahn 228$, Creditactien 349$, Silberrente 62H, Spanier 31$, 1882r Amerikaner 95$, gekünd. 1882r Amerikaner 96$, österreichische Nationalbank 873, 1860r Loose 92$, volle französ. Rente —, neue Russen 88$, österr. Papierrente 53$, Oberheffen 86$, Bundes-Anleihe 100$, 4j z Eons. Preußen 100$, 4 J Kurhessen 94 B.
Wien, 12 Febr. (Anfangscourse). Creditactien 338.00, Lombarden 210.20, Staatsbahn —, Napoleons 9.3.
Telegraphische Depeschen der Ober« hessischen Zeitung. -
Newyork, 11. Februar. (Kabcldepesche). Die Zeitungen sprechen allgemein das Vertrauen auf eine liebliche und freundschaftliche Lösung ber Alabamafrage aus. Die „Newyork Times" hebt bie feste Basis hervor, welche burch bie Vereinbarung über bas Schiedsgericht bie Lösung ber Streitfrage genommen habe. Verwerfe Englanb biese Basis, so müsse das- elbe auch die Gefahr tragen. „Hcrald" erklärt, auch bei Schciterung des Schiedsgerichts werbe Amerika in bet Alabamafrage immer Bürgschaft für Englanbs gutes Verhalten besitzen.
Eisenbahn - Einnahmen.
Wien, 1. Febr. Die Einnahmen der österreichischen Staatsbahn betrugen in der Woche vom 29. Jan. bis 4. Febr. 677,022 fl., mithin eine Mehr-Einnahme von 41,139 st. gegen die entsprechende Woche des Vorjahres.
Die Börsenwoche.
Die politischen Befürchtungen in der vergangenen Woche, namentlich hervorgerufen durch die zwischen England und Amerika schwebende Alabamafrage, bildeten den Vorwand zu der in der vergangenen Woche hervorgerufenen Baisse der Börse, in Wirklichkeit aber vollzog sich nur ein noth- wendiger Prozeß, der von den Umsichtigeren längst vorhergesehen wurde. Die Börse hatte durch die massenhaften Emissionen einen empfindlichen Druck erlitten und in Folge der Ueberspeculation, welche auf allen Gebieten Platz gegriffen, zum Theil die alte Elasticität eingebüßt; es mußte daher dem unnatürlichen Treiben in irgend einer Weise ein Ziel gesetzt werden. Die Dcroute an der Donnerstagsbörse machte dem ungesunden Zustande vorläufig ein Ende. Der Rückgang war um so stärker, als die Realisationslust einen fieberhaften Character annahm und nicht allein die Platz- speculatiou, sondern auch ausgedehnte fremde Verkaufsordres auf den Markt drückten. Die Besitzer mußten sich zu weitgehenden Concessionen verstehen, und erst nachdem stark aufgeräumt war, gewann das Geschäft wieder an Ruhe. Dem Anscheine nach sind die Papiere in bessere Hände übergegangen, und wenn auch die Tendenz noch immer eine schwankende ist, so dürste dieselbe sich doch nach und nach wieder befestigen. Was das Geschäft selbst anbelangt, so war dasselbe nur an einzelnen Tagen sehr belebt. Die Speculations- papiere haben ohne Ausnahme bedeutende Einbuße erlitten- Oesterreichischer Credit wurden durch die Baisse am meisten beeinflußt, und trotz der eingetretenen Erholung gingen die Actien immer noch mit einem Coursverluste von circa 10 fl. aus dem Wochenverkehr hervor. Staatsbahn gaben gleichfalls wesentlich nach, vermochten jedoch nur einen geringen Theil des Verlustes auszugleichen. In Lombarden entwickelte sich zu den ermäßigten Preisen recht lebhaftes Geschäft und das raschere Anziehen im Course scheint mit dem Umstande zusammenzuhängen, daß in diesem Papiere ein bedeutendes Dicouvert besteht, welches zu Deckungskäufen schreitet. Galizier und Böhmen ttaten wenig in den Verkehr; Franz- Joseph und Nordwestbahn, welche durch eine Bahn mit einander verbunden werden sollen, haben zwar wieder etwas im Preise angezogen, bleiben aber im Ganzen wenig beachtet. Das Gleiche gilt von Eisenbahnactien. Auch die anderen österreichischen Bahnpapiere weisen wesentliche Verluste auf. Die deutschen Bahnen mußten auch der Baisse-Tendenz ihren Tribut zollen, wenn auch die Einbußen sich bedeutend geringer stellten als bei den österreichischen Actien. Das Geschäft in bayerischer Ostbahn, in Pfälzischen, Oberhessen u. s. w. beschränkte sich auf ein Minimum, ein Beweis, daß das Kapital eine reservcrtere Haltung eingenommen hat Unter den Staatsfonds litten in erster Linie österreichische Renten. Süddeutsche Obligationen haben nur einen Börsentag die alte Festigkeit eingebüßt und notiren heute wieder ohne erhebliche Veränderung. Amerikaner, welche von der schwebenden Frage am stärksten berührt werden, waren relativ fest, die Besitzer schritten nur ausnahmsweise zu Realisationen, Spanier waren dagegen beträchtlich niedriger und blieben ohne Animo. — Loosepapiere trieben stark abwärts, besonders österreichische vom Jahre 1860, ungarische hielten sich im Hinblick auf die bevorstehende Ziehung etwas fester. Am Prioritätenmarkte ist es ziemlich still geworden. Oesterrei- chische Devisen gaben nur wenig von den erzielten Avanzen auf, wozu der günstige Stand der wiener Valuta wohl am meisten beitrug, dagegen waren Mottgage-Bonds stark rückgängig, ohne daß sich zu den reducirten Preisen Käufer sanden. Nur einzelne beliebte Prioritäten machten eine Ausnahme und wurden vom Capital in kleinen Beträgen auf» genommen. 6proc Anleihe der Stadt und County Newyork notirte nominell 97, ohne daß sich Nehmer zu diesem Preise fanden. Die schwache Haltung des Marktes kam besonders auch auf dem Gebiete der Bankpapiere zum Ausdruck. Nur sehr wenige Actien leisteten dem allgemeinen Drucke Widerstand. Der Geldstand war trotz der eingetretenen Dcroute als günstig zu bezeichnen.