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um Wiederherstellung der Universität in Salzburg vor. — Die „Deutsche Zig." signalisirt nach einem
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zu, wonach zur Errichtung und Erhaltung der Universität Straßburg pro 1872 200,000 Thaler aus der LandeShauptkassr von Elsaß-Lothringeu verwendet werden sollen.
Das „Journal de Paris," Organ der orleani- stischen Partei, veröffentlicht einen Artikel in Form eines Manifestes, der mit der Unterschrift des Se« cretärs der Redaction versehen ist. Derselbe ist, wie man versichert, vom Grafen von Paris inspirirt. Der Artikel gilt in politischen Kreisen als ein Vorbote der Fusion, und gut unterrichtete Personen erklären, haß Graf Chambord ein Ucbereinkommen mit dem Grafen von Paris abgeschlossen habe. — Man glaubt, daß die lcgitimistische und orleanistische Partei sich verständigen werden, um mittelst gegenseitiger Eon- cessionen eine Constitution zu verfassen. Man ist über alle wichtigen Punkte in gegenseitigem Einverständnisse, da das „Journal de Paris" die Erinnerung an die glorreiche Regierung Ludwig's XVIII. anrust. Die einzig ungelöste Frage bezieht sich auf die Farbe des Banners. Doch hofft man bald auch darüber zu einem Compromiß zu gelangen.
Die Tischlermeister in Brüssel wollen die Forderungen der strikenden Gesellen nicht bewilligen und haben ihre Werkstätten geschlossen.
Die Gründung von Kreis-Sparkasse».
(Schluß.)
In unserer Provinz bestehen seit einer Reihe von Jahren solche Sparkassen, welche auf den Wohlstand der B-völkerung von der segensreichsten Wirkung sind. Anstatt daß der kleine Kapitalist seine Kapitalien in Werthpapiercn anlegt, anstatt daß die Pupillengelder in Staatspapieren ihre Verwendung finden, werden sie in den Sparcassen angelegt, der kleine Gcwerbs- mann und der Grundbesitzer übernehmen die Kapi talien und die im Kreis: erworbenen Kapitalien kommen den Kreisinsassen wieder zu Gute und der allgemeine Wohlstand wird gehoben. ES ist ein erfreuliches Zeichen, daß die Einlagen in die Sparkasse sich von Jahr zu Jahr gehoben haben. Nach der „Statistik des Regierungsbezirks Kassel von Metz" betrugen die jämmtlichen Einlagen im Jahre 1864 die Summe von 2,381,030 Thlr., im Jahre 1869 die Summe von 3,539,589 Thlr.; einzelne Sparkassen, wie diejenige von Wolshagcn hatte im Jahre 1869 ein Ein- lagekapttal von 336,634 Thlr., welches inzwischen sich noch mehr gehoben hat.
Unsere Sparkassen haben sich ganz aus der Bevölkerung selbst entwickelt und waren bis zum Jahre 1866 Unternehmungen einzelner Städte.und Gemeinden, welche zwar den übrigen Einwohnern der Kreise die Möglichkeit gewährten, ihre Kapitalien in dir Gemeinde- Sparkasse einzulegen, die Garantie für die eingelegten Gelder übernahm aber die Gemeinde allein und ihr kam auch nur der aus der Anlage entstehende Nutzen allein zu gut.
Seit dem Jahre 1866 hat sich dieser Zustand geändert und es entstehen jetzt K rei S spa rk a ssen, für
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Deutsches Reich.
«• Berlin, 1. Februar. Es ist natürlich, daß cie Presse, besonders aber die betroffenen Blätter, sich noch immer nicht über die Confiscationsangele- gcnheit zufrieden geben und dem Abgeordnetenhause grollen, daß es diese Sache nicht mit der ihm vorher imputirtcn Leidenschaftlichkeit angefaßt. Ueberall indessen gibt man der Ueberzeugung Ausdruck, daß der Minister des Innern für den etwaigen Mißgriff nicht verantwortlich zu machen sei. Ja ras Berliner Polizeipräsidium findet sogar einen gewiß unverdächtigen Anwalt in der „Volkszeitung", welche schreibt: „Wir stellen es in Abrede, daß diesem Mißgriffe eine Con- fiscationslust im Allgemeinen zu Grunde liege. Wir müssen es der Wahrheit getreu anerkennen, daß die Berliner Polizei keineswegs rigoros verfährt. Verglichen mit dem Geiste, welcher unser Preßgesetz vor zwanzig Jahren dictirt hat, muß man die Handhabung desselben vor dem Vorwurfe willkührlichcr Uebergriffe freisprechen." — Die Gesetze über das Reichskriegswesen sind nunmehr in Elsaß-Lothringen eingeführt. Wenn der Reichskanzler trotz der noch in letzter Zeit selbst von wohlgesinnter Seite geäußerten Bedenken zu einer beschleunigten Ausdehnung derselben auf das Reichsland sich entschlossen, so ist anzunehmen, baß ihn Gründe der wichtigsten Art, sowohl allgemeiner politischer, als specieller Natur, hierzu bestimmt haben. Allerdings muß man sich darauf gefaßt machen, daß diese Maßregel im ersten Augenblick große Erregung Hervorrufen und vielleicht Manchen zur Auswanderung veranlassen wird. Indessen hier gilt eS mit Hintansetzung der Gegenwart die Zukunft im Auge zu haben. Die bisher auf diesem Gebiete gemachten Er- sahrungeu riechen, die elsässische Jugend so bald wie möglich zur allgemeinen Wehrpflicht heranzuziehen. Man bedenke nur, welche heilsame Wirkung das gleiche Verfahren selbst in dem mißvergnügten Frankfurt hatte. Die Anhänglichkeit des Reichslandes an Frankreich findet ihre hauptsächlichste Stütze in der familiären Intimität der beiderseitigen Beziehungen. Die Pro
welche sämmtliche KrciSinsassen die Garantie übernehmen. In Folge dieser Garantie kommt auch der auS dem Umsatz der Kapitalien entstehende Nutzen den sämmtlichen KrciSinsassen zu gut. Der Kreis Hofgeismar hat bereits im Jahre 1869 eine derartige Kreissparkasse ins Leben gerufen und im Jahre 1870 hatte die Kaffe bereits eine Kapitaleinlage von 35,000 Thlr., in den Kreisen Eschwege, Witzcnhausen und Rotenburg sind die Kreisstände mit der Gründung derartiger Kassen beschäftigt. In den altländischen Kreisen bestehen bereits seit langen Jahren derartige Kassen, welche sich alS sehr vortheilhaft bewährt haben. Die Kreissparkasse von Warburg wurde im Jahre 1844 gegründet und arbeitet jetzt mjt mehr als 400,000 THIrn. Kapitaleinlage. Der jährlichk reine Ueberschuß beträgt die Summe von 3000 Thlr. und im Jahre 1866 hatte der erzielte Ueberschuß die Summe von 42,000 Thlr. erreicht, welche der Gesammtheit der Kreisinsaffen zu gute kamen und dem Kreis die Möglichkeit verschafften, die in den KricgSjahren an ihn gemachten Anforderungen ohne Belästigung der Kreisinsaffen zu erfüllen. DaS Vorgesetzte wird genügen, die Krcisstände darauf aufmerksam zu machen, wie nützlich eS ist, derartige Kassen ins Leben zu rufen. Der momentan gesunkene Zinsfuß erleichtert die Bildung solcher Kassen und die in Bälde zurück zu erwartenden Gelder, welche die Kreisinsaffen im Jahre 1870 und 1871 für die Frauen und Kinder der Landwehrleute ausgelegi haben, können als Grundlage für derartige Spar' kaffen benutzt werden.
20. Jan. die drohende Gefahr einer russisch-türkischen Allianz, und will nur eine publicistische Pflicht er füllen, wenn sie vor allzu großem Vertrauen in die Türkei warnt. — Die Vertrauensmänner der kroatischen Nationalpartei, die gemäßigten Nationalen Mrazovic, Krestic, Dr. Racky, Voncina, und Rakic, sind aus Agram eingetroffen. Die Entscheidung dürste nach dem „Pesther Lloyd" binnen einigen Tagen erfolgen. Graf Lonyay hat das Programm bereits formulirt; wenn dasselbe angenommen wird, werde» sich die Unionisten und Nationalen über die Aufstellung der Landtags-Candidaten einigen. Dann dürfte» die von den Nationalen gewünschte Personal-Verän-
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»Marburg, 2. Februar.
Das preußische Herrenhaus genehmigte in seiner gestrigen Sitzung sämmtliche drei auf der Tagesordnung stehenden Gesetzentwürfe, nämlich betr. Aushebung der in der Provinz Hannover bestehenden MMrkaufs-, Näher- und Retraktrechte, betr. Erweiterung der Proviuzialverbände der Provinz Sachsen und der Rheinprovinz, und betr. Ueberweisung von 142,000 Thlr. an den communalständischm Verband Wiesbaden; desgleichen nahm das Haus den Regierungsbericht entgegen betr. Erklärung deS Belagerungszustandes in Königshülte. — Das Abgeordnetenhaus genehmigte gestern noch sämmtliche Positionen deS Cultusetats, in Ordinarium und Extraordinarium, darunter den Dispositionsfonds, nachdem der Antrag der Commisiarien auf Streichung desselben zurückgezogen worden war. — Die „Corresp. Stern" meldet: Dem Bundesrath ging Seitens des Reichskanzlers der Gesetzentwurf
zu 7; ich will eS auch nicht wissen — gezählt werden; die Beamten in allen Regierungsbehörden natürlich auch. Nun kommt aber noch hinzu, daß die evangelische Confession nicht ganz und gar aus einem Blocke ist. Sie können nicht Evangelische und Katholische gegenüberstellen; die unirlc preußische Landeskirche, die lutherische, die reformite haben vollständig die analoge Berechtigung wie die katholische. Sobald wir den Staat in konfessionelle Stücke schneiden, an welchen jede Confession ihren verhältnißmäßigen An- theil haben muß, so kommt auch noch die ganz beträchtliche Kopfzahl der jüdischen Bevölkerung in Betracht, deren Mehrheit sich ja durch besondere Bnähi- gung und Intelligenz für Staatsgeschäfte auszeichnet. Wenn nun zur Herstellung des Friedens mit dem Staate also die Fraction des Herrn Vorredners sich auf einem politischen Boden confessionell conftituirt hatte und ihre politische Haltung in der Hauptsache von der Confession abhängig machte, so konnte man nun fragen: Sucht sie auf diese Weise den Frieden zu erstreben, indem sie ihre Macht zeigt? Ich habe, als ich aus Frankreich zurückkahm, die Bildung dieser Fraction nicht anders betrachten können, als im Lichte einer Mobilmachung der Partei gegen den Staat, und ich habe mich nun gefragt: Wird dieses streitbare Corps, welches zweifellose Anhänger der Regierung aus ihren Sitzen verdrängt und eine solche Macht Übt, daß es gänzlich unbekannte Leute, die in den Wahlkreisen niemals gesehen waren, bei der Wahl durch einfachen Befehl von hier aus durchsetzt — wird dieses streitbare Corps der Regierung verbündet fein, wird es ihr helfen wollen oder wird es sie an- grcifen? Ich bin etwas zweifelhaft geworden, als ich die Wahl der Führer sah, als ich sah, daß ein so kampfbereites und streitbares Mitglied, wie der Herr Vorredner, sofort an die Spitze trat, ein Mitglied, welches von Anfang an, auS Gründen, die ich achte unb“ ehre, ungern und und mit Widerstreben der preußischen Gemeinschaft beigetreten ist, ein Mitglied, das bisher niemals durch seine Haltung und durch die Färbung seiner Rede bekundet daß es diesen W.oerwillen überwunden habe, ein Mitglied, von dem ich noch heute zweifelhaft bin, ob ihm die Neubildung deS Deutschen Reiches willkommen ist: ob er in dieser Gestalt deutsche Einigung annehmen will, oder ob er sie lieber gar nicht gesehen hätte, darüber bin ich noch immer im Zweifel.
(Fortsetzung folgt.)
„Na, zweihundert Jahre sind immerhin eine hübsche Zeit" meinte Stauffen sinnend.
„Freilich, aber doch nicht lang genug, sein Vaterland so ganz zu verleugnen," ries Ferdinand eifrig, „konnten früher auch just nicht große Sehnsucht »ach unserem zerstückelten Deutschland haben. Aber jetzt präsentirt sich das doch anders und ich denke, man kann heute schon stolz darauf sein, ein Deutscher zu heißen. Der Elsässer hat die alte deutsche Treue und Ehrlichkeit freilich immer bewährt, z. B. in der ersten französischen Republik, wo Straßburg sich so wacker und echt deutsch für den unglücklichen König erklärte.
Ob e8 jene Zeit mit ihren Republikanern so ganz und gar vergessen haben sollte, wie die alte Mutter Germania? Die Jacobiner machten wenig Federlesens mit den Straßburger Bürgermeistern, die sie einkerkerten und hinrichteten, weshalb die Stadt auch so viel von Bonaparte, als dem Erretter von den Gräueln der Republikaner, hielt. Ich denke, die künftige Generation Straßburgs wird mit Lust und Liebe zum großen deutschen Vaterlande, dessen treue Wacht am Rhein sie bilden wird, halten und sich nicht wieder zurücksehnen zu einer Nation, die in einem Jahrhun dert ein halbes Dutzend mal ihre Regierungsform verändert unv die wahre Freiheit nie begreifen lernt."
Stauffen blickte Ferdinand erstaunt an und meinte dann lächelnd, an ihm sei ein großer Professor verdorben.
„Mein Vater", setzte er dann etwas zögernd hinzu, „denkt übrigens nicht so vom deutschen Vaterlande, — er haßt die Preußen —"
Ferdinand schüttelte verwundert den Kopf. (Fortsetzung folgt.).
vinz wird gewiß bald viel wärmere Empfindungen für Deutschland verspüren, wenn sic zu demselben in petsönlichem Verhältnisse steht, wenn jede Familie Angehörige in deutschen Regimentern und Garnisonen besitzt.
Die Vorberathung des Beamtenpensionsgesetzes im Abgeordnelenhause ist soweit gefördert, daß ihr Abschluß nach etwa zwei Sitzungen zu erwarten steht. Die Anträge der Commission betreffen eine Erhöhung von i/so auf i/ßo / Einführung eines Normaljahres (also Fortfall des Nachweises der Invalidität); gleichmäßige Behandlung der Beamten in den älteren und neueren Landeslheilen, so daß nur die dort anzurechnenden Tienstjahre bis zur Einverleibung in Preußen nach früheren und von 1866 ab die Dienstjahre nach preußischem Satze angerechnet werden; endlich Ausdehnung des Rechtswege» nicht nur auf die Frage des Umfanges, sondern auch der Berechtigung der Pension.
Die sämmtlichen General Commando's, mit Ausschluß des 12. und 13. Armeecorps, sind von dem Kiiegs-Ministerium benachrichtigt worden, daß mit Rücksicht auf die Erhöhung der Brodportion und die künftige Brodbackung in Stücken zu drei Kilogramme» auch den nach dem Reglement über Sie Gewährung von Unterstützungen für Militär - Familien während deS Kiegszustandes zur Brod-Unterstützung berechtigte» Frauen und Kindern fortan monatlich vier, respcctive zwei Brode zu drei Kilogramm zu verabreichen sind, an deren Stelle event. resp. 8800 und 4000 Gramm Mehl zu treten haben. Eben so ist bett bezüglichen Familien, in Folge ber Einführung bes neuen Gewichts je., gleichfalls vom 1. b. M. ab statt eines halben Klafters 1,7 Kubikmeter hartes Knüppelholz ober da» ortsübliche Surrogat zu verabfolgen.
Vom 1. k. M. ab werden die Abschnitte V 21b.- theilung 2 und VIII der Postdienst - Instruction im Großherzogthnm Baden in Vollzug gesetzt. Die Ober- directionsbezirke Karlsruhe ünd Konstanz bilden von da ab bezüglich der Expedition der Fahrpostgegenstände im Eisenbahnpost-Betriebe einen besonderen KartiruiigS- bezirk, so daß das gesammte Reichspostgebiet überhaupt in vier solcher Bezirke eingetheilt wird, nämlich: 1. seitheriger östlicher, 2. seitheriger westlicher Kat tirnngS- bezirk, 3. OberpostdireclionSbezirke Karlsruhe und Konstanz, 4. Elsaß-Lothringen.
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Wien, 30. Jan. Gestern empfing der Kaiser eine Deputation de» Salzburger Gcmeinderathes und
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