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Staates und General Rocha verfolgte die Urberbleilsel der Armee des Diaz. Die Eröffnung der Campagne gegen die Insurgenten von Nucva Leon wurde von ter Regierung in Aussicht gestellt. — General Cortina hat ein neues hervorragendes Pronunciamiento er­lasse».

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luug kommenden gnusikalischen Instrumente. Eine Ver­sammlung von 70 Vertretern der bedeutendsten Lon­doner Jnttrnmcntcn-Fabriken hat beschlossen, der Aus­stellungs-Commission die Stimmung von 528 Schwin­gungen aus's C anzuempfehlen. — Seit einigen Tagen fährt der Prinz von Wales wieder spazieren. Die nächste Zeit wird anläßlich seiner Wiederherstellung großartige Dankgottesdienste und nationale Kundge­bungen bringen. — Das Parlament wird am 6. Fe­bruar eröffnet werden.

Der König der Niederlande hat durch seine Namensunterschrift das Gesetz, betr. die Abtretung der holländischen Besitzungen an der Küste von Guinea an England, rechtskräftig gemacht. >

Tie gegenwärtig in Rom tagende Kammer ist, wie noch Vieles in Italien, nicht complet und scheint es auch trotz der Klagen ihres Präsidenten nicht so bald werde» zu wollen. — Der heil. Vater wird, wie es heißt, das mehrfach erwähnte Consiftorium zur Spendung von Cardinalshüten nicht abhalten.

Spanien kann auch unter seinem neuen König nicht die völlige Ruhe und Zufriedenheit finden. Am 22. d. eröffnet, wurden die Cortes am 24. d. schon wieder aufgelöst in Folge eines Tadelsvotums, welches dieselben in der ersten Sitzung der Regierung ertheil ten. Die Neuwahlen solle» am 2. April stattfinden und der neue Congreß soll am 24. dieses ominösen Monats zusammenteelen.

Der Reichstag von Schweden und Norwegen wurde am 19. d. eröffnet. Die Regierung wird einige Gelder für Instandhaltung von Festungen u. s. w fordern; im übrigen werden sich die Reichsbotcn mit der dankbaren Aufgabe einer Steuererleichterung zu befassen haben.

In Rußland wird fleißig an der Einführung der allgemeinen Militärpflicht gearbeitet; die Grund­züge sind sestgesteUt. Nicht minder emsig rüstet Ruß. land an der Vervollständigung seiner Kriegsmarine. Mehrere Schiffe sind im Neubau begriffen.

Auch Griechenland hat im Augenblick keine Volksvertretung. Bulgaris, der Präsident des neuen Ministeriums, hat sie heimgesendet, nachdem sie ihm einen viermonatlicheii Kredit abgeschlagen hat Die neue Kammer soll am 24. März sich in Athen ein finden.

Die Türke.i wird demnächst Zeuge einer aufrich­tigen Versöhnung sein. Der Khedioe ist unterwegs nach Konstantinopel, um sich persönlich mit dem Snl tau zu verständigen. >

Aus Südamerika kommt eine betrübende Kunde Der italienische Dampfer „Amerika" ist auf seiner Fahrt von Buenos Ayrcs nach Montevideo verbrannt; 87 Menschenleben gingen dabei verloren. — De peschen amerikanischer Blätter aus Mexico, die bis zum 31. December reichen, bestätigen die Nieder­lage der Insurgenten unter Diaz. Der Kriegsmi nister, Geickral Mejia, telegraphirte an General Palacios, den Commandeur der Regierungs-Truppen in Matamoras, daß Diaz im Staate Oaxaca mit dem Verlust aller seiner Artillerie, Bagage und vieler Todten und Verwundeten zurückgeschlagen worden sei. General Matorra marschirte an der Spitze einer starken Regierungs-Armee auf die Hauptstadt dieses

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Felsblock Schutz zu suchen. Am Fuß eines solchen fand ich als nicht gerade sehr einladendes Bette eine Schncefläche, auf welcher ich mich für die Nacht ein. richtete; ich legte meine Reisetasche nieder und setzte mich selbst darauf. Doch nicht lange vermochte ich in dieser Stellung zu verharren, beschlichen von dem in solcher Lage nur allzu bekannten Hang zum Zchlai, welcher mich zu ununterbrochenem Kamps herausfor- derte; gegen Erstarrung war mir da» einzige Mittel stetige Bewegung durch Hin und Hergehen, durch Reiben und Gymnastik. Im leichten Sommerrock, seit Mittag fortwährend bis auf die Haut^ durchnäßt, ward ich trotz der Anstrengung bald von Schüttelfrost befallen, welcher die Muskeln, zumal die des Ober körperS dermaßen in krampfhafte Zuckung versetzte, daß ich das Zähneklappern nur durch gewaltsames Zusaminenbeißen ter Kiefern bcmeistern konnte, und auch dies nur für kurze Zeit, weil der Krampf dureb den Zwang offenbar sich steigerte. Welch Handgreif liche Mahnung an daS jüdische „Heulen und Zähne klappern" oder auch an die weil schönere Sage von dem germanischen Niflheim! Einen ganz eigenthüm- lichen Gegensatz gegen das liefe Schweigen der Natur bildete das von Zeit zu Zeit dasselbe unterbrechende, vom Sturz der sich ablösenden Schnee- und Eismassen herrührcnde donnerähnliche Getöse, welches bei nächt­licher Weile vorzugsweise meine Aufmerksamkeit auf sich zog. Da sich rief unten gleichzeitig ein Gewitter entlud, dessen Blitze die dunklen Bergschluchten von Zeit zu Zeit malerisch erleuchteten, so- hielt ich jenes Getöse anfangs für Donner, von dem ich es jedoch sehr bald unterscheide» ttrnte, da eS mehr dem knat­ternden Krache» ähnelte, unter welchem der durch Schncemaffen überlastete Hochwald zusammenbricht Trotz dieser großartigen, einige Zeit meinen Geist wohlthätig spaimcnden Naturerscheinung bleibt eS mir

d. zu der nun glücklich gelösten Präsidentschaftsfragk: „Die Besorguiß im Auslande war sehr groß. Ge­llern Abend um 5 Uhr gingen an alle Regierung!« Depesche» ab, welche die glückliche Lösung der Krisi» verkündigten. Später überbrachte» zahlreiche Depesch« aus dem In- und AuSlande dem Präsidenten ba Republik die Glückwünsche der französischen Bürg« und der fremden Regierungen." — Mil der Canbi

bis heute unbegreiflich , durch welche Kraft mir der Körper jene lange einsame Nacht zu überdauern ver­mocht; nicht geringes Verdienst darum gebührt un­streitig meinem Regenschirm, der mir wenigstens einigen Schutz gewährte gegen den anfangs noch andauernden Regen und gegen den sehr häufig umspringenden Wind.

Um vier Uhr, mit Grauen des Tages, begann ich wieder die Durchforsch» -g der zerklüfteten Hoch ebene, wobei, über weichen, von Wasseradern unter» furchten Schnee dahinwandernd — wie auch schon Tags vorher — ich nicht selten bis an den Gürtel versank. Aber schon gegen neun Uhr ward auch diese, fast mit jedem Schritt Tod drohende Beschäftigung unmöglich durch einen Schneefall von solcher Masse», haftigkeit und Dichte, wie ich ihn nur in jener Höhe wahrgenommen habe. Ueberzeugt von der Erfolglosig­keit und von der vermehrten Gefahr des Wanderns unter solchen Umständen, setzte ich mich auf einen Felsblock abermals unter den schützenden Regenschirm, den ich je »ach kurze» Zwischenräumen seiner Schnee - last entledigen mußte. Um mir die erzwungene Raft zu kürzen, zog ich unter den in der Reisetasche be­findlichen Büchern eines hervor, ein deutsches, weil ich mir einbildete, daS letzte Mal der Lectürc zu pflegen, dabei abwechselnd mir die nächste Umgebung betrachtend. WäS in solchem Augenblick durch des Menschen Seele geht, trägt mau vergeblich der Feder zur Beschreibung auf. Schon während ter grauen vollen Nacht auf dem Schnee war mir die täuschende Aehnlichkeit aufgefallen, welche das Murmeln der rieselnden Gebirgswasser mit dem Geflüster mensch­licher Stimmen hat; dieselbe Erscheinung wiederholte sich nun am Hellen Tage: obgleich vollkommen über­zeugt von der höchste» Unwahrscheinlichkeit, ja Uu Möglichkeit menschlicher Gegenwart, mußte ich dennoch unwillkürlich das Lese» linterbrechen, um die vollendete

Deutsches Keich.

•• Berlin, 26. Ja». Daß Se. Majestät von feinem letzte» Unwohlsein genesen, zeigt allein schon der Umstand, daß der Monarch an der gestrigen Cour im königl. Schlosse theilgenommen. Allelhöchstderselbe bewegte sich längere Zeil in der gewohnten liebens würdigen Weise unter seinen Gästen, zu betten auch bereits Dr. Falk gehörte, welcher allerdings noch in der Uniform der Justizbeamten das erste Hoffest mit mache» mußte, da wahrscheinlich der Schneider Sr. Excellenz die Minister-Uniform nicht so schnell Chatte liefern können. — Für den neuen CnltuSminister scheint sich im Abgeordnetenhause eine recht ange­nehme Temperatur entwickelt zu haben, wenigstens die heute stattfindenden Begrüßungsscene» für den zum ersten Mal im Abgeordnetenhause anwesenden Minister Falk ließen Nichts an Entgegenkommen zu wünschen übrig. ES wird nur zu wünsche» sei», daß sich diese guten Beziehungen dauernd erhalten. Organe, wie die „Voss Ztg.", werden dem nicht entgegenarbeiten können; dieses fortgeschrittenste Blatt der FortschrittSlectüre will um jedeit Preis den Personenwechsei im Cultus Ministerium als für Nichts bedeutend erachten; es müßte erst ein Parteiminister kommen, eher würde nicktS besser. — Ebenso verkehrt sind die pessimistischen Auffassungen derjenigen Organe, welche von Herrn Richter ihre Mittheilungen erhalte» und welche die Vorlage der KreiSordnung als total verfehlt bezeichne». Die libe­rale Correspondenz, welche sich heute mit diesem Ge­genstände beschäftigt, erklärt, daß man in der Com­mission für die Beralhung der KreiSordnung rasch vorwärts komme und daß wohl zu hoffen sei, baß das Reformwerk ein Resultat haben werde. Diese Corre­spondenz gibt die Ansichten wieder, welche bereits früher von den Regierungs-Organen kundgegeben wor­den sind. — Dem Bundesralhe sind nunmehr die Ra- UfieatioiiS-Urkunben vorgelegt, welche in der Zusatz- Convention vom 11. December 1871 zum Friedenö- vertrage ihren Platz gefunden haben. Es geht auS dem Protokolle hervor, daß Frankreich den Wünschen, die Schifffahrt und literarische Convention wie verlangt auszudehnen, gewillfahrt hat.

In der heutigen Generalversammlung der rnmä nischen Eisenbahiigesellschaft wurden sämmtliche An träge des Aufsichtsraths einstimmig angenommen. Somit ist das rumänische Gesetz vom 2 Januar ein­stimmig angenommen, vorbehaltlich einiger Nebenpuiikre, welche ein auS der Versammlung gewählter Ausschuß von fünf Personen zusammen „mit dem AussichtSrath ebenso zu beratben hat wie die erforderliche Abände mng der Statuten, sowie die finanziellen Operationen und den Ausgleich mit dm Concessionären. — Stroußberg offerirte sechs Millionen Thaler und er­klärte sich vierzehn Tage lang an diese Offerte ge­bunden.

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Frankreich.

Paris, 25. Jan. In der gestrigen Sitzung dkl Nationalversammlung legte Naquet einen Antrag vvg übl dahingehend, daß der Ex-Kaiser Napoleon dem Artik, gie 5 der Verfassung von 1852 gemäß vor dem-ftanzö. reii

batur Rouher'S auf Corsica scheint eS nicht seh glänzenb zu stehen; er versteht kein Italienisch. Um fnf seinen Wähler» aber bekannt zu mache», hat er Tai» fenbe seiner Photographien verlheilen lassen. Cleme« Duvernois, unter bem Kaiserreiche Gegner Rouhcr> vertheidigt dessen Canbibatur. Die verschiebenen bon» partiftischen Fraktionen lassen nämlich für den Auge« blick ihre Privatstreitigkeiten bei Seite. — D« „Comrier ber Gironde" (Bordeaux) theilt einige Nähere über de Serres-Wicczffinski mit, welcher vei i hastet wurde, weil er den Gewürzkrämer Arbinet all preußischen Spion- erschießen ließ, de Serrei Wieczffinski ist diesem Journal zufolge in dem Fas bourg St. Esprit z» Bayonne geboren, sein Batt war ein Pole, Namens Wieczffinski, ber mit ber Tocht« eines Bäckers, Nameils Serres, verheirathet war Bis zum Kriege führte er den Namen seines Vateck Al« er aber mit Gambetta näher bekannt wurde, « rnächtigte ihn derselbe, sich Serres-Wieczffinski jt nennen und das ,,de" seinem Namen vorzusetzen. Bit her wußte man nicht, daß ba- ehemalige Diktator amh Abelötitel verliehen hatte. — Place, ber frühere Conf«! in Newyork, ist z» zwei Jahren Gefängniß und 200 Franken Gelbstrafe verurtheilt worben. — Es heißt, Valentin, ber Präfect von Lyon, sei abberufen worbe«.

fischen Volke für bett letzte» Krieg verantwortlich ge­macht werbe und baß bcffe’tt Güter confiscirt uitb z„ Gunsten ber Nation verkauft werben. Tie Kämmet bewilligte aber nicht die Dringlichkeit-, welche Naquy beantragte, unb ber Antrag wurde an die Commissio, parlamentarischer Initiative verwiesen. Hierauf n urb, die Diskussion über die Handelsmarine wieder aufgt nomtnen aber noch nicht zu Ende geführt Diesel!» bot in so fern Interesse bar, als aus betreiben h«- vorgeht, baß die paar Millionen, welche das betreffend! Gesetz herausschlagen soll, nur dann erhoben werd« können, wenn die Mächte, mit denen Handelsverträg! abgeschlossen worben sinb, ihre Zustimmung baz» tr, theilen, von ben betreffenben Bestimmungen abzuseheit Da die Regierung aber nun sehr gut weiß, daß dies! solches nicht thun werden, so ist es klar, daß die Gk- setzeSvorlage nur aus schutzzöllncrischen, unb nicht aut fiskalischen Rücksichten gemacht wurde, und die finan- cieUen Nothwendigkenen Frankreichs von Thiers uni Consorten nur einfach benutzt werden, um das jetzig, commercielle Syftei» Frankreichs über den Haufen zi werfen unb den Schutzzoll wieder einzuführen. @ war wiederum Johnston, welcher die Regierung z, der betreffenden compromittirenden Erklärung zwang — Das officiöse „Bien Public" schreibt unterm 21

Sinnentäuschung festzustellen. Jenachdem nun d« Schnee mehr oder minder dicht fiel, verging mir bi Zeit abwechselnd mit Wandern und Lesen, bis u» halb drei Uhr wie durch Zauberschlag plötzlich bfl Himmel ganz klar und glänzend ward: wie ein eltc trischer Funke durchzuckte der warme Sonnenstrahl mir Geist und Gebein, sie mit neuer Lust zum Leb« erfüllend. Während ter letzten siebenundzwanztz Stunden hatte ich die Hochebene nach allen Richtung« durchkreuzt, ohne auch nur eine Spur von Ausweg ins Thal zu finden; war Rettung überhaupt poi möglich, so mußte ich sie weiter nach oben suchet ich entschloß mich daher unverzüglich, das Schne» gebirge hinanzusteigen — allerdings ein neues Wa? »iß, insofern als jeder Schritt höher hinauf mi4 weiter entfernte von den Wohnungen der Mensche»- allein — greift nicht der Ertrinkende nach dem Stroh' Halm? Zwar hüllte sich der Himmel schon nach ein« halben Stunde ebenso plötzlich wieder in Nebel; zwai wurde das Aihmen mir mit jedem Schritte beschwer' licher; dennoch fand ich beim Auisteigen CrleichteruNj und zwar dadurch, daß ber weiche, mit Wasser schwängerte Schnee der ersten Hochebene nunmehr allmählich sich in eine feste, bem Eise ähnliche Mass* verwanbelte, ungcachtet baß bafür ein anberer Uebeb stand sich kundgab: die häufig spiegelglatten Stell« nämlich mußten sorgfältig gemieden werden. Da< Riesel» der Gewässer unter dem Schnee hört vo< nun au gänzlich auf, das Schweigen der Natur reif* vollkommen. ES ist diese Erscheinung so gewaltig, wahrhaft überwältigend, daß ich, die Größe der fahr unwillkürlich vergessend, die vollkommene La^ losigkeit anstaunen mußte, eine Stille, die so gänzlü verschieden ist von derjenige», die man anderweit b« obachten mag.

(Fortsetzung folgt.)