Einzelbild herunterladen
 
  

Elaborate sich auszusprcchen,

^)aris, 22. Jan.

Wart

weil damit sofort ein geben wäre, waS er bannig sei Sache der sich gleichsam nur in

Franl

Na,,,

Kurh Bayei

H°/o 4«/oB &‘/oE 3V 0 L'.r

Luxe

Mitte

Oeste Oeat. Oeste

Deuts Preus

ThierS eingereicht hat, ist Paris keineswegs in jen. ' große Aufregung versetzt worden, von der man viel­leicht auswärts träumte. An der Börse siel zwar die Rente um ein Geringes, aber die Erscheinung hatte ihren Grund nicht in der Hoffnungslosigkeit auf einen baldigen Ausgleich. Jetzt ist üverhaupt von einer Aufregung nichts mehr zu merken. Nicht weniger als 150 Deputirte hatten die Commission der National­versammlung zum Hotel der Präsidentschaft begleitet Vorgestern hatte sich Marschall Mac Mahon zum Kriegs-Minister Cissey begeben. Er wollte, daß dieser im Namen der Armee zu Thiers gehe und ihn bitte, seine Entlasiung zurückzuziehcn. Der Marschall be- trachtete den Rücktritt des Präsidenten als höchst ge­fährlich für die Disciplin der Armee. Damit fällt die Behauptung, daß der Marschall gesonnen gewesen sei, mit dem Herzoge von Aurnale und Gtcvy in .in Triumvirat einzutreten, falls ThierS gehen sollte. Ein Theil der Orleanistcn scheint die Absicht gehabt zu haben, zu verhindern, daß ThierS seine Entlassung wieder zurücknehme. Die von Batbie (er ist eifriger Orleanist und Professor an der Universität Paris) gestellte Tagesordnung war in ihrer ersten Form ThierS mitgetheilk, von diesem aber zu kalt befunden worden. Ungeachtet dessen mar sie aber von Batbie in Vorschlag gebracht worden. Als aber die Linke und das linke Centrum, die keineswegs die Absicht hatten, Thiers zu beseitigen, sich gegen dieselbe erklärten, fürchteten die Orleanisten, von den Legitimisten wieder im Stich gelassen zu werden, wie diefes bei der Frage Betreffs des Eintritts der Prinzen von Orleans der Fall war, und gingen auf die verbesserte Tagesord­nung ein, welche einhellig angenommen wurde. Nur acht Mitglieder stimmten dagegen, und Fresneau (Fu stouist), de Belcastel und der Marquis de Franclieu (Legitimisten), so wie der Bouapartist Gallvni d'Jstria. Bemerkt wuide übrigens allgemein, daß der Herzog von Aurnale (er wohnte mit seinem Bruder, dem Prinzen von Joinville, an) keineswegs sehr düster aussah, und daß die Prinzessinnen von Orleans. da runter die Prinzessin von «Sachsen Coburg, sich in glänzenden Toiletten auf der Tribüne, wo sie seit ihrer Rückkchr. nach Frankreich roch nicht erschienen waren, eingefunden hatten Für den Augenblick ist die Krisis als beseitigt zu betrachten. Doch könnte es leicht zu einer anderen kommen, wenn sich das Gerücht bestä­tigen sollte, daß ein Theil der Rechten mit dem Ge­danken umgeht, Herrn Thiers einen Vice-Präsidenten an die Seile zu stellen, damit, salls dieser wieder seine Entlassung geben werte, Frankreich nicht ohne Regie­rung sei. — Morgen findet die Einsetzung einer Cem : Mission statt zum Zweck freiwilliger Aufbringung der verworfenen Steuern auf Handel und Industrie. —

. Die französische Bank hat schon neue Scheine von 5 ; und 10 Fr. im Betrage von 7 Mill, fabricirt. Dic- ■ selben kommen am 25. d. M. in den Verkehr. Daun werden die von der Socists Gsnsrale und dem Conip toir d'Escompte auSgcgcbeuen Fünf Frankenscheine ein

i gezogen. Dagegen bleiben die von ersterer Gesellschaft emitlirten Bons von 1 und 2 Fr. noch in Circulation

die Grundlagen seiner europäischen Politik vorzuzeich­nen. Die Erfordernisse des Augenblicks nöthigtcn ihn keineswegs zu einem entgegenkommenden Schriit, da ein HerauStieten Oesterreichs aus der nach den ersten Schwankungen eingenommenen neutralen Haltung durchaus nicht zu befürchten stand. Cs war der vorausschauende Gedanke n» die Zukunft, ter dem Kanzler die Uebcrzcugung gab, daß Deutschland, dessen nationale Bestrebungen und Bedürfnisse ihre volle Befriedigung gefunden halten, fortan durch eine rück­haltlose, wohlwollende Politik gegen Oesterreich wie auch gegen die anderen Staaten dem Frieden Europa'S tie beste Bürgschaft geben könne, und nach allem, was geschehen, auch geben müsse. Daher hatten die Zu sammenkünfte sowohl mit dem Kaiser von Rußland wie besonders mit dem Monarchen von Oesterreich nach dem mit dem besiegten Frankreich gesicherten Frieden nicht nur die Bedeutung persönlicher Begeg nungen der Souveräne, sondern es waren in der That wichtige Schritte einer Realpolitik, wie Fürst Bismarck sie vertritt. Damit wurde Rußland', mit welchem überhaupt von jeher freundschaftliche Verhältnisse be­standen hatten, von den friedliebenden Gesinnungen des neuen deutschen Kaiserreichs überzeugt und Oester­reich wurde mit dem neuen Zustand der Tinge aus- gesöhnt. So schloß der Reichskanzler den Ring sei­ner Politik und rüstete sie gleichsam vor aller Augen ab, nachdem er bis dahin zu ihrer offen verkündigten Durchführung sie mit den Blitzen des Krieges er­füllt hatte.

Bezüglich Frankreichs selbst ist eine Mäßigung versucht worden, welche allerdings seitens der franzö fischen Nation bei ihrem tief verwundeten Stolz und bei ihrer noch tiefer gesunkenen öffentlichm Moral keinerlei Anerkennung gefunden hat. Der Reichskanzler

kanzler führen wollte, sind zu andern Zielen gelangt, als sie sich träumen ließen; die sich ihm fremd und fern verhielten, sind durch die Ausführung dessen, was sie wollten, ihm verbunden, und er selbst, von «Stufe zu Stufe mit den Ereignissen gestiegen, sieht an der eigenen Wandlung, wie die Zeit ihre Wtänner zu machen weiß.

Was es Geheimniffe in der Politik Bismarck gab, sie sind jetzt erschöpft. Die großen Erfolge gewaltiger Arbeit laden zur Ruhe ein, und nach dem Schaffen folgt unmittelbar die Sorge deS Erhaltens. Der ReichSlanzler hat erreicht, was für Deutschland zu erreichen war, und eS bedarf keiner besonderen Be­gründung, daß seine Politik fortan die deS Friedens fein muß. Im Vollbesitz der ihm gebührenden Macht kann Deutschland über die Gelüste seiner Feinde ruhig fein, und eS hat seinerseits keine Ursache, die Nach baut zu bedrohen. Tas einzig unklare Verhältuiß Luxemburgs zu Deutschland wird die Zeit von selbst auf die Bedingungen natürlicher Lage zurückführen. Wir sehen deshalb auch, wie der Reichskanzler die Wege friedlicher Politik mit schneller Entschlossenheit eingeschlagen hat. Mit Oesterreich mußte noch bie Versöhnung erfolgen; es entsprach dies dem Gefühl des deutschen Volkes sowohl als auch der staatsmän nischcn Klugheit. Noch während der Krieg währte, ergriff der Reichskanzler die Initiative zu einer An­näherung an einen Staat, welcher seine geschichtlichen Ueberlieferungen mit denen Deutschlands theilte, und mit dem in Freundschaft zu leben die Fertigkeit bet neuen Zustänbe Deutschlanbs mehr beim jemals er leichterte. Nur ein Staatsmann von klarem Blick und nicht von persönlichen Voreingenommenheiten konnte solcherart Bedacht darauf nehmen, mitten im Kampf um die letzte Gestaltung Deutschlands schon

lichen gkge" untern Schutz daß e sympa Machl nicht

2. Fe! dingst^ verfoh räche aber, sollte, dcckun Zanzi inzwis fünfzig führet Clewe miral Vernu hat.

und ai sonali und ! der ki kirche gehalt Charc anneh die o1 dem < wird Capit stellt lichen wird Behm die T Könst milie nach beider städtsi harre Hätte Der Halter

I der P der, i im ( Seen r°s - land. Flore zu fei

! jüngs teten Wach der ? es ur Fahn Vern bereit dächt

Programm der Regierung ge- vermeiden wolle. Die Verein- Parteien; die Regierung werde der Negative halten und bei

Stuttgart, 23. Jan. In der Abgeordneten­kammer wurde ein Gesetzentwurf eingebracht, der das Gehalt der Civil - Staatsbeamten um 15,n Procent verbessert. Ein gleicher Ei twurf für die Schullehrer wird demnächst vorgelegt werden. Ueber eine gleiche Ausbesserung des Gehalts der Geistliä eii wird noch verhandelt. — Tie staatsrechtliche Commission bean­tragte mit 7 Stimmen gegen die eine Osterlen's, daß die Abgeordnetenkammer über den Antrag des Ge­nannten, betreffend die Reservatrechte, zur TageSord nung übergehen möchte, in Erwägung, daß die Re­gierung berechtigt sei, BundesratbSabstimmungen gemäß Artikel 78 Absatz 1 und 2 der Reichsverfaffuug ohne Zustimmung der Landesvertretung.vorzunehmcn, und daß hierdurch die Landesvertretung nicht verletzt werde.

Oesterreich - Ungarn.

Wien, 22 Jan. In der Sitzung des Verfassungs- Ausschusses vom 21. d. M. sprach fast jedes Mit­glied für etwas anderes: für das Elaborat des. 1868er Subcomite's, für oder gegen die Vorlage Hohenwart's, für den Herbst'schen Antrag, für die gänzliche Aus­scheidung Galiziens, für Abweisung aller galizischen Forderungen u. s. w. Fürst Auersperg lehnte es^ab, über die vorliegenden ' r!Jt —*■—r*-—L—

fibenteu der Republik eingereicht, der sie angenommen hatte. Da sie heute nach Erklärung deS Herrn Vice- Präsidenten, Grafen Bcnoist d'Azy, in dem von der Natioual-Versammlung dem Präsidenten der Republik gegebenen Zeugniß mit einbegriffen waren, so haben sie auf die Aufforderung des letzteren ihre Entlassung Mückgenommen."

Äelgtea.

Brüssel, 21. Jan. Ein von der königlich bel­gischen Akademie ernanntes Festcomits für die hundert­jährige Stiftungsfeier hat bestimmt, baß dieselbe im nächsten Monat Mai stattfinden und sämmtliche Mit- gliebcr derselben zu dem Feste geladen werden sollen. Die Feier soll zwei Tage in Anspruch nehmen. Der erste wird eine feierliche Sitzung mit Gedenkreden auf die Wirksamkeit des Instituts und gegen Abend ein Banket bringen. Am zweiten Tage werden in einer zweiten Sitzung von verschiedenen Rednern Berichte über die Arbeiten der literarischen und der Klaffe für schöne Künste abgestattet und das Ergebniß der jähr­lichen Preisbewerbung der literarischen Klasse bekannt gemacht werden. Eine musikalische Aufführung wird das Fest beschließen. — Seit ihrem Wiederzufammen- tritt am 16 d. ist die Kammer der Abgeordneten an der Berathnng des Gesetzentwurfs, betr. daS Kredit­gesuch von 16 Mill, zur Aufbesserung deS Verkehrs­materials auf den Staatsbahnen. Die Debatte findet an den in den letzten Monaten stehend gewordenen Klagen über die grenzenlose Unordnung und Mangel­haftigkeit des Personen- und Waaren-Transports reich­lichen Stoff, so daß sie sich wohl noch über mehrere Sitzungen erstrecken wird. Zugleich mit dem eigent­lichen Gegenstände derselben wird über den eingereich­ten Antrag, eine das ganze Eisenbahnwesen umfassende parlamentarische Untersuchung anzuordnen, abgehandelt, wogegen die Regierung sich entschieden ausgesprochen hat.

Niederlande.

Haag, 21. Jan. Der König hat das Gesetz, bezüglich der Abtretung der Besitzungen an der Küste von Guinea, mit seiner Unterschrift versehen. Die Abtretung dieser Colonie an England ist also eint vollbrachte Thatsache. — Der Stabsarzt Dr. Krol hat sich nach Berlin begeben, um dort über die Fort­schritte der Militär-Chirurgie sich zu inftruiren.

Luxemburg, 21. Jan. Die „Köln. Zig" läßt sich von hier Folgendes schreiben, wofür ihr natürlich die Verantwortlichkeit verbleibt: Auf dem Banket, welches die Kammer am Abend des 15. d. M. im; Ständehause ihrem Präsidenten, v. Scherff, gab und auf dem auch unser Prinz-Statthalter gegenwärtig war, soll von hohen Lippen baS Wort „Verräther" in bie Versammlung geschleudert worben fein. D-r Wortwechsel zwischen dem Kammer-Präsidenten und dem Prinzen soll so heftig gewesen fein, daß sogar die Vermittlung des Staatsministers erfolglos ge­blieben sein soll. Man spricht von einer Kammer­auflösung, da Hr. v. Scherff seine Demission als Prä­sident der Kammer sosort eingereicht haben soll.

Großbritannien.

Londo«, 20 Jan. Auf die Einladung Charles ■ Dilke's an John «Stuart Mill, den Vorsitz zu führen . bet dem Meeting, das am 30. d. M. in der Frem- ; nason's Hall abgehalten werden soll, „um gegen die । gesetzwidrige Unterdrückung mehrerer kürzlichen öffcnl-

JBar Baye: Darm Fran]

den einzelnen Punkten angebcn, wie sie sich zu den­selben stelle. Demgemäß erklärte er auch, das Ganze der Resolution finde die Regierung unannehmbar; über das Maximum der Concessionen im Einzelnen sei sie schlüssig; die Initiative im Detail aber sei Sache des Ausschusses, beziehentlich des Sudcomil'S. — AuS Pest wird der „N. Fr. Pr." unterm 20. d. M. geschrieben: Gleich im Beginn bet heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses interpcllirte Miletics wegen der Auflösung des croatischen Landtages. Bald darauf gab ihm die Verhandlung seines Antrages: für die noch nicht provincialisirten Grenzbezirke einen Land­tag ad hoc zusammentreten zu lassen, Gelegenheit zu einer eiustündigen Rede, welche von Angriffen und falschen Behauptungen strotzte. Der Ministerpräsident Lonyay erwiderte Anfangs ruhig, später erregt; dem Schluß seiner Rede: „Das können Sic Sich künftig merken daß die Regierung alle Bestrebungen, welche sich gegen die Krone oder die Integrität des Stephans reiches richten, mit ihrer ganzen Macht und Gewalt bekämpfen wird," folgte von allen Seiten des Hauses ein anhaltender Beifall. — Das Stand, bild Hentzi's, deS 1849er Vertheidigers der Ofener Festung, soll von Ofen nach Wien ge­bracht und dort vor dem Arsenal ausgestellt werden. Damit fiele ein Hauptbeschwerdepunkt der Linken, die in dem Hentzi-Monument fortwährend „eine Verhöh­nung des ungarischen Nationalgefühls" sah. — Die Wahlen in Croatien sollen unverzüglich vorgenommen werben, bamit bie Ultras ihre Agitationen nicht fort setzen. Gegenwärtig finben in Agram • Konferenzen zwischen bem Banns unb bett Obergewalten statt, welche nach erhaltener Instruction sich in ihre Comi- tate begeben, um bie Partei zu organisiren.

Frankreich.

ist nicht ber Mann ber Illusionen; als er Frankreich geschlagen und besiegt sah, hat er ihm bie Bedingungen eines Friedens auserlegt, welche Deutschland nach Möglichkeit gegen neue Ansälle und Rachegelüste bet kriegslustigen Nachbarn sichern werden, und bas Ge- bahren ter französischen Nation beweist, daß na» dieser Seite hin bie Energie unb Wachsamkeit am rechten Platz ist. Den Franzosen ist Bismarck cm „furchtbarer Mann", unb eS wird Deutschland a» heilsamsten sein, wenn er es für sie bleibt. Die neM Depesche deS Fürsten über die Freisprechung der bt< Mordes an deutschen Soldaten überwiesenen Franzo­sen hat deshalb in Deutschland ebenso große Genug' thuung wie in Frankreich den Ingrimm enthüllte« Schuldbewußtseins aufgerufen. Nichts ist rühmlichel für den Reichskanzler als die Anerkennung fein« Uederlegenheit als Politiker jauch von Seiten bet Feindes. „Ich erkannte," so äußert sich Jules Favn in seinem neuen Werk über bie Regierung ter natio­nalen Vertheibigung, „in ihm einen über alle Vor- ft(nung bebeutenben Politiker, welcher nur bas, ist, in feine Berechnung zieht, stets aus positive nn° praktische Lösungen bedacht unb gegen alles, was ni4* zu einem nützlichen Ziel führt, gleichgültig ist. $•« bebeutenbe Macht, über welche er gebietet, ghat ih* roeber Hochmüthig gemacht, noch zu Selbsttäuschunze« verleitet; aber sie liegt ihm doch sehr am Herze«, und er macht kein Hehl aus den Opfern, tie » bringt, um sic sich zu erhalten. Sehr überzeugt vc« seinem persönlichen Werth, will er sich auch ferne« dem Werk widmen, das ihm so wunderbar gelange» ist, und wenn er zu diesem Behufe weiter gehen m«! ober nicht so weit gehen kann als er möchte, so g'61 er sich auch darin." 8, W.

— Das officiöse Journal bringt Folgendes über die letzten parlamentarischen Zwischenfälle: „Gestern (19. Januar) nach beendeter Sitzung der Nationalversamm- Durch die Entlassung, welche lung hatten die Minister ihre Demissionen dem Prä-