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tief in den Mantel gehüllt.
(Fortsetzung folgt.)
h rbeigezogen werden. — Die Gerüchte, wonach die Regierung Unterhandlungen mit französischen und ausländischen BanquierS behufs Ausbringung von drei Milliarden angcknüpst hatte, um die Kriegsentschädigung an Deutschland vollends sofort auszahlen zu können, werden von unterrichleter Seite als jeder Be-
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Deutschlands gelehrt werden. 1
Großbritannien.
London, 19. Jan. Aus Anlah der Wiederge- nesung des Prinzen von Wales hat der Geheime Ra h für nächsten Sonntag einen Dankgottesdienst ange> ordnet. Die Königin gedenkt später einer Dankfeier in der Paulskirche beizuwohnen, welche bald nach de» 20. d. stattfinden wird. — Vergangenen Mittwoch Hai das Meeting der „loyalen Einwohner von Chelsea, um oic unloyale und republikanische Gesinnung ihtei Abgcordneien Sir Charles Dilke zurückzuweisen", fiatt- gefunden. Die Anhänger DilkeS wußten die mit eine» Wasserzeichen versehenen Einlaßkarten zu fälschen, und während die Besitzer der ächten Karten von eine»
s lassen, lin dc deuiscl Nr. 7 als bi zieller ihätig lichste der. gepfl^ Bram Thäti Wechs mmg, und den bi Geno Bank, mulai gratis 10, e wird, flliebe verhä gecinj genon könne psehle den Schw festen
5.
In ihrem Kämmerlein faß Eva Schrenbeifen unb weinte bitterlich. Vergeblich suchte Martha Großkurth sie zu trösten, bis auch sie in Thränen ausbrach. Selben Mädchen war gleiches Mißgeschick niberfahren, Eva hatte ihren Bräutigam, Martha ihren Geliebten verloren. In jener Nacht, als die Zünfte vor bas Schloß rückten, war der Bürgermeister mit Beulen bedeckt von den Rathsdienern heimgebracht worden. Jener Volkshaufen unter Amrheins Führung, welchem er sick mit feinem Gefolge eutgegengestellt, hatte keine Rücksicht auf das Haupt der Stadt genommen, und als sie die Stadtknechte vor sich her trieben, war Schrendeifen mit in’« Gedränge gerathen, zu Boden geworfen und nur mit Mühe vom langen Joerg vor größerem Ungemach gerettet worden. Damals als er in feine Wohnung zurückgekehrt war, fchwur er, daß er den Buben, welcker in ihm weder seinen Stand noch den Vater seiner Braut geehrt hatte, niemals seinen Eidam nennen würde. Schon am andern Tage war Balser erschienen, um feine Entschuldigung Vorbringen, aber barsch von dem langen Joerg mit dem Bemerken, er brauche sich in der Zukunft nicht mehr herzubemühen, abgewiefeu worden; seiner Tochter hatte Schrendeifen erklärt, er würde nie feine Zustimmung zu ihrer Vermählung mit Amrhein geben, sie iolle sich den Burschen aus dem Kopf schlagen. Das war der Grund zu Eva Schrendeiscn’s Thränen. Uno wie stand es mit Andres? Der junge Seilergesell war seit jener Nacht nicht mehr gesehen worden. Die Einen meinten, er fei gefangen aufs Schloß geführt, die Anderen behaupteten, er halte sich verborgen; so-
gründung entbehrend bezeichnet.
Paris, 17. Jan. Die heutige Börse war in sehr rosiger Laune. Alle Course stiegen, die der 3pro- centiflen Rente um 2d Centimes Es hieß nämlich, ein Theil der noch von den Deutschen besetzten Depar- ement« werde geräumt werden. Man fügte sogar hinzu, daß die drei noch rückständigen Milliarden sofort bezahlt werden würden, da eine amerikanische Fi nanz-Gesellschaft dieselben vorschießen wolle. — In Naney sollen Conflicte zwischen den Deutschen und Franzosen Statt gesunden haben. Sie scheinen durch Elsaß Lothringer her vorgeruf en worden "zu sein, die sich in Folge der brvorstehendeit Rekruten-Aushebung in großer Anzahl einfinden. -- Wie der „Courrier de la Mmrthe-et-Moselle" meldet, werden die sechs der Bank von Frankreich angehörenden Millionen welche nach der (Kapitulation von Straßburg den Deutschen in die Hände fielen, nächstens zurückgegeben werden. Die übrigen sechs Millionen, welche man in Straßburg vorfand, verbleiben Deutschland, da eS französische Staatsgelver waren. — Bei der Mairie von Charleville hat der deutsche Comtnandant sich darüber beschwert, daß die Omnibus-Condueieure auf die ungestümste Weise über die Zugbrücken der Festungen ähren, wo sich gerade keine Schildwachen befinden. — Wie man aus Versailles meldet, stchen wichtige Veränderungen im Personal der Präsecturen in Aussicht. Man glaubt deßhalb, daß Herr Thiers sich entschlossen habe, den Wünschen der Majorität tu dieser Beziehung zu entsprechen, um sich deren Mit- hüife für seine finanziellen Vorlagen zu sichern. — lieber die Rundreise Cathelinean's sollen von bet Rechten Interpellationen an die Regierung gestellt werden. Obgleich man hier keineswegs den Unfug billigt, welcher in Montpellier Statt gefunden hat, so findet der ehemalige päpstliche Zuave, der ans der Bretagne kam, um in dem schon so erregten Süden offen clerical-legitimistischc Propaganda zu treiben, doch ‘ nicht die mindeste Sympathie. — Erzbischof von Paris hat sich jetzt auch dem Proteste des Cardinal- i Erzbischofs von Rouen gegen das Simon'sche Unter; : richtSgefetz angeschloffen. — Das KriegS-Ministeriuw : hat jetzt bestimmt, baß von 1873 an nur solche, welche , der deutschen Sprache mächtig sind, in die Militär- jchule von St. Cyr zugelaffeu werden sollen. In - dieser Schule selbst soll kein Deutsch, nur noch die : Geschichte, die Literatur und die militärische Geopraphie
viel stand fest, sowohl seine Meisterin, Sauerweini Weib, als 'Martha Großkurth, hatten von ihm weder etwas gehört noch gesehen.
Zu den zwei weinenden Mädchen gesellte sich ball die Bürgermeisterin. Mußte sie sich auch innerlich gk stehen, baß sie selbst an Amrhein'S Vorgehen gegf ben Bürgermeister Schuld gewesen, so tadelte ft Balser's Benehmen doch öffentlich.
„Weinen! Immer weinen!" rief sie ihrer Locht« zu, „als ob es keinen andern Mann auf der 'M gäbe? Wer weiß, was Du von dem zu gewärtig» hättest, der so wenig Verwandtschaft und Obrigkel achtet I — Und Du, Thränenmarthe, wirst auf de Hochzeit mit dem langen Jörg schon lachen! Fr» Rathsdienerin! Und nun geh’ ’nunter in Deine Ka» nur, Du machst nur mit Deinem Geschluchze bff Kind noch ganz wehmüthig!" —
Martha trocknete sich die Augen und ging. Ds Vorwurf der Bürgermeisterin war ungerecht. Ss hatte stets Eva Muth eingesprochen, sie, die selbst k nicht einmal wußte, ob Andres noch unter den A benden. Als sie heute in ihre Kammer Tarn, zündet sie die Lichter vor dem Muttergottesbildlein in b< kleinen Nische in der Wand an, kniete nieder u« betete. Da, durch ihr Gebet hindurch, hörte sie plii lich ihren Namen leise aber deutlich rufen, und bi Ton klang, als käme er au« bes Geliebten Mu» Noch einmal: „Marthche! Marthche!" ertönte eS. « eilte an’s Fenster unb suchte hinaus zu spähen, weit eS bas Gitter erlaubte. Da ftanb eine Gest»
tracht gezogen, — .. ... , „
kostspielig ist, ihre leichten Pestwazett den Redactionen zur Verfügung zu stellen. Die Postverwaltung scheint auch nicht abgeneigt zu sein, die auf einer Eisenbahn Expedition aufgegebenen ZeitungS - Exemplare auch nach den Übrigen Eisenbahn - Postexpeditionen zu be- fördern. Auch verständigen sich wohl einige Redactionen, die nicht selbst Fuhrwerk besitzen, zu einer ge ineinfchaf.lichen Anschaffung von Transportmitteln, wie
rohe» stillte scheu ‘ fingen Redne bende 1 die Ri wer b führen der E ®a« bühne sofort Meeti! zimals
Der Xag z« Kassel.
Liftorische «Fühlung au« der Jugendzeit Philipp des Großmüthigen.
Bon W. Bennecke.
(Fortsetzung.)
Dort hatte anfänglich bei der Nachricht von dem Herannahen der Bürger die Ansicht Boyneburg'S dieselben mit Waffengewalt zu verjagen, Boden ge wonnen, und hatten sich derselben auch die Gesandten von Chursachsen unb Churbranbenburg angeschloffen. Ludwig von Boyneburg gedachte die Bürger von Kassel zu züchtigen, wie er die von Treyia und Homberg bei Antritt der Regentschaft gezüchtigt hatte.
Dieser Meinung widersprachen die Fürsten von Sachsen unb bei- Herzog von Braunschweigs Sie gedachten jenes Tages, wo bas lanbgräfliche Schloß schon einmal in die Hänbe bet Kasseler Bürger ge fallen war, sie wollten es nicht dem zwe.kelhaften AuSaang eines nächtlichen Kampfes überlassen, ob brei angesehene Fürsten des Reiches vor den Bürgern von Kassel den Rückzug zu nehmen hätten oder vielleicht gar in deren Hände fallen würden; sie ermächtigen den Grafen von Waldeck einen friedlichen Ausgleich herbeizu'ühren, ohne baß durch denselben der Würbe bet Obetvormünder vergeben würbe. Philipp von Walbeck, bem gewiegten Unterhändler, dem Schlichter fo mancher Fehde, gelang e« auch diesmal die Ge- müther zu beruhigen unb ber Stabt Kastel einen blutigen Tag zu ersparen.
Versammlung würde bie Steuer auf die Rohstoffe im Princip genehmigen und eine Specialcommission zu Prüfung der Tarife ernennen; inzwischen würbe ft diejenigen projeclirten Steuern, in Betreff deren eine Verständigung als leid t vorausgesetzt wird, bewilligen. Wenn die Gefammtheit dieser Steuern dem Staate keine zureichenden Mittel zuführen sollte, würbe bie Steuer auf bie Rohstoffe zur Deckung beS Ausstandes
bie noch immer andauernde Krankheit des Justizmi- dieS iin London und anderen Vtabten ber ,yall ist. 1 nisters ans Leider hat sich das Befinde» veffelben Soll eine Umgehung der Hauptpost bei der Verlen . nicht gebessert; zu dem nervösen hat sich auch ein düng von Zeitungen eintreten, so würden die Revac inneres organische« Leiden gesellt, das wahrscheinlich tionen bie Verpackung derselben, die jetzt von der ' eine Opperation nothwendig machen wird. - Es ist Post besorgt wird, übernehmen rnüffen. Hierdurch zu hoffen, daß die Presse nunmehr von aller Partei- würden bie Rebactionen zugleich die ihnen letzt fehlende leidenschafi läßt und den abgetretenen Eultusminister Kenntniß von den Orten erhalten, wohin ihre Zetkun. einer inchr objectiven Beurtheilung unterwirft. Dies gen gehen und in welcher Zahl.
wird sie auch vor allzu sanguinischen Hoffnungen de- Berlin, 19. Januar. Abgeordnetenhaus. Bei wahren Es ist um so weniger auf Verwirklichung der fortgesetzten Berathung der Etats wurden die Etat« des sogenannten liberalen Programms zu rechnen, der Hütten- und Salinenverwaltung unb der Lotterte als ein solches gar nicht existirt, bie einzelnen Frac- erledigt Bei dem Etat der Seehandlung beantragten tionen sich vielmehr zwar im Negativen vereinigen, in die Commissarien baldige Veräußerung der gewerblichen ihren positiven Forderungen aber weit auseinander gehen. Etablissements der Sechandlung. Die Regierung möge — Der qeftiiqe erste Jahrestag ber Reichs Ernen bem Landtage über die Verwendung des Nettogewinnes nung hat allen Blättern Gelegenheit zu einem Rück- cer Seehandlung Vorlage machen. Der Finanzmini - blick gegeben. Selbst entfchieden demokratische Jour- ster weist auf die Schwierigkeit einer Veräußerung nale müssen ein unfreiwilliges Zeugniß zu Gunsten hin. Die Regierung fei bereit, einzelne Etablissements ber ReichSregierung ablegen. Die „Volkszeitung" ist zu veräußern, boch werde |te dieselben nicht verschlett- nur unzufrieden, daß daS Reichskanzleramt aus lauter dem. Nächste Sitzung findet Montag statt.
„Zollleuten" bestehe. Es zeugt dies einzig von einer Gießen, 19. Jan. Von der hiesigen theologischen für ein vublicisttsches Organ unerlaubten Unwissen Facultät ist der erste Pfarrer an bet Unterneuftabter beit über bie Zusammensetzung biefer Behörbe. - Gemeinde in Kassel, Wilhelm Ebert, zum Ehrenvoctor Dem BundeSrathe ist ein Gesetz über die Einführung der Theologie promovirt »vordem
der Lrausteuer im deutscheii Reiche mit Ausnahme Stuttgart, 19. Jan. Die Finanzeommilsion der drei süddeutschen Staaten zugestellt worden. Es der Abgeordnetenkammer beantragte einstimmig bie Be wird durch dies Gesetz die in Baiern längst bestem- willigung der Gesandtschaft in Petersburg, ebenso ber bene Norm eingeführt, daß auch die beim Brauen in München mit.8 gegen 7 Stimmen, dagegen Ltrel- statt der eigentlichen Materialien angewandten Suro- dtung der Wiener Gesandt'chaft ebenfalls mit 8 gegen aate versteuert werden müssen. Der Steuersatz be- 7 Lttinmen. a
»iffert sich : Getreide per laute 20 Sgr.; Reis unb München 19. Jan. Tie Abgeordneten Gers - Stärke 20 Sgr.; Syrup 1 Thlr. 10 Sgr.; Zucker ner und Herz interpellirten heute bas Gesammk 1 Tblr 20 Sar. Gemische verschiedener Stoffe werben Ministerium darüber, ob dasselbe gewillt fei, inner nach dem Satze deö höchstbesteuerien Bestandttheils Erklärung zu Frage 2 der Jnterpellatioii Herz nnd üerreebne Genossen (vom 14. Oct 1871) volle praktische Gel-
Für die Nachmittags erscheinenden Zeitungen wäre tung und Wirkung durch eine allgemeine principteile eS in der Regel und vorzugsweise zur Zeit des Reichstags Anordnung zu verleihen wodurch den Eltern die Be- und deS Landtags von Wichtigkeit, wenn sie sich in der fugntß eingeräumt wirb, ihren in ^-""iche-i Unter^ Lage befinben würben, ben Schluß der Redaction und richtSanstalten befindlichen Kindern den Besuch des den Druck noch auf eine halbe ober eine Stunde von infallibilisttschen Lehrern und Priestern abgehal- hinausschieben zu können. ES muß mit bem Beginn tenen Religions-Unterrichts und GotteSdwn ste« zu ver- deS Druckes wegen bes Postabganges so geeilt werben, wehren. Der Cultusmimster wirb bte Interpellation daß. kaum noch bie Börsencourse rechtzeitig anlangen, nächstens beantworten. — Tie Nichtigkeitsbeschwerde Die oberste Postbehörbe ist barauf bedacht, Einrich- bes Bischofs von Regensburg gegen bas denielben tunaen ui treffen, welche ben Redactionen einen späteren verurtheilenbe Erkenntntß zweiter Instanz würbe heute d s Druckes aestatten Es sollen bie Post vom höchsten Gerichtsho verwor en.
L2-N»- Ä in bi, L.,7 Münch.», 19. Z-n. -.tzi.» D>"ft°»hi.lün
fetzt werben bie Zettungen birect aus den Druckereien die hier konditiontrenden und stubtrenden Pharma- in^ Empfang zu nehmen. Es wird hierdurch minve zeuten eine Versammlung ab tinb befch offen eine fteuS bie ^ei/ gespart werden, welche für den Trans Dankadresse an den Reichtstagsabgeordneten Richter, Lrt bon ber Dmckerei nach ber Hauptpost erforder- welcher seinerzeit im Reichtag für Freigabe deS Apo lich ist Für einzelne Zeitungen würde die Zeitge- thekergewerbeS gesprochen Gegen die ß-retgabe er- wttmung nach verschiedenen Richtungen hin ziemlich klärte sich keiner der. Anwesenden. - «nbc September arcü sein wie z B. für bie „Neue Preußische Zig ", wirb hier bie btesfahrige (28.) Wanberverfammlung L „Notdd Allgem. Ztg." unb baS „Frembenblatt" deutscher Land- unb Forfttvirthe tagen.
für bir mit der Berlin - Potsdam - Magdeburger- unb Manuels.
ber Berlin Anhalter-Eisenbahn zu befördernden Exem- Versailles, 19. Jan. In parlameiitart)d)eii Dlare Die Postverwaltung hat hierbei auch in Be Kreiselt wurde heute folgender Ausgleich IN der «steuer P “ie 1 es 7ch7zweckmäßig unb am wenigsten frage für sehr wahrscheinlich gehalten : Die^NaitonaE
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