Kirche zu schirmen und den Mißbräuchen dcS kirch-
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— Ludwig Koffuth schildert in einem Schreiben an Ale-
erreicht werden, daß die NeichSvertrcttlng in selbstständiger, von dem Belieben der Landtage unabhängiger Weise gebildet werde. Die dadurch bewirkte Kräf- tiguiig der Centralvertretung werde die Verständigung über besondere Berücksichtigung Galiziens in Gesetzgebung und Verwaltung erleichtern und so diese Ange legenheit zugleich mit der Wablrcform zum endgültigen Abschlüsse bringen. Die Adresse bespricht hieraus eingehend alle in der Thronrede verheißenen Reformen und Gesetzvorlagen. Bezüglich der durch die Aufhebung des Concordates nolhwendig gewordenen Vorlagen erwartet die Adresse, daß dieselben geeignet sein werden, die Rechte der Staatsgewalt gegenüber der
Eine längere als achttägige Kur braucht selten, eine längere als tdtägige nie ein Patient. Auch Kossuth litt schrecklich an der Kopfgicht und suchte auf den Rath der Acrzte di« Grotte auf. Acht Tage lang saß er je eine Stunde angenehm und bequem in der wunderschönen Grotte und sei» Leiden war wie weggezaubert. Die Heilprozedur ist nicht mit der geringsten Unannehmlichkeit verbunden. Man zieht ein langes leichtes Kleid und ein paar Pantoffeln an und geht in die mit Stearinkerzen erhellte Höhle, dort setzt ma» sich nieder und plaudert gemüthlich, wenn man Gesellschaft hat oder bewundert die herrlichen, phantastisch geformten Stalaktike und Stalagmite der Höhle, wenn man allein ist- Nach etwa zehn Minuten beginnt man ungeheuer zu schwitzen, dies ist jedoch nicht unangenehm, da es weder mit Hitzegefühl noch mit Blutandrang verbunden ist. Im Gegentheil, man fühlt sich so wohl, daß man stundenlang bleiben möchte, der Doctor duldet es jedoch nicht, sondern jagt einen hinaus, da allzulange Einwirkung der Grotte schwächen würbe. Dan« wird man mit Leintüchern frottirt und in eine Flanelldecke gehüllt, damit man sich beim Hinausgehen nicht erkälte, ma« kanic eine (nicht sehr kalte- Douche nehmen, darauf Leidet man sich an und -frühstückt im nahen Kurhause. Was das Heilmedium in der Höhle fei, ist unerllärt. Die Luft hat in den wärmsten Partien der Grotte blos 32—34* Celsius und ist oft kühler als die Lust im Freien; das Waffer, das sich in der Grotte vorfindet, ist noch kälter und wird vo« der Luft gewärmt. Chemische Bestandtheile find in der Luft nicht vorhanden, mit Ausnahme derjenigen, die in der atm^ sphärischen Luft überhaupt vorkommen, höchstens läßt M etwas mehr Azot nachweisen. Koffuth ist geneigt, die Heil' Wirkung elektromagnetischen Faktoren zuzuschreiben.
— Eine merkwürdige Erfindung behauptet ein Civm Ingenieur aus Chicago, Namens Eduard Powers, gemacht zu haben. Derselbe hat den Congreß um Ueberlaffung vo« 3uO 24pfündigcn Geschützen, 30,000 Pfund Pulver und einer elektrischen Batterie ersucht. Durch gleichzeitiges Abfeuer» dieser Geschütze will der Erfinder Regen erzeugen, und ftW sich darauf, daß historisch erwiesen sei (?), daß es nach jeder größeren Schlacht geregnet habe.
Als Andre« in das Zimmer trat, befand er sich Ihr würdet es unternehmen So jung Ihr scheint, zwei Männern in ritterlicher Kleidung gegenüber. Ihr flößt Vertrauen ein. Also könnt Ihrs?
1 Hier ist der Gesell, der Euch nach Gefallen be- „Ich hoffe es!' ries Andres und eilte hinaus, dienen wird!* sagte die Meisterin. alles Gewünschte zu holen. WS er in das Zimmer
Die Männer ließen forschend ihre Augen auf zurückkehrte, unterredeten sich die beiden fremden ge- dem Gesellen ruhen. heim; als der Gesell beladen mit Stricken und Gurten,
ES ist uns leid," begann der Aeltere, ein Man» eisernen Haken und Rollen wieder eintrat, legte der von "hohem, gebietendem Wesen, „Meister Sauerwein Eine einen kleinen ledernen Beutel vor deS Seiler« nickt aetroffen zu haben! Wir bedürfen nicht nur Weib hin.
eine« kundigen Handwerkers, sondern auch eines zu- „Nehmt einstweilen eine Abschlagszahlung, ->ct= verläisiaen Mannes?" sterin," sagte er. „Wenn ich nicht irre, steht ja »och
chuv-rlässta ist er!" betheuerte Frau Sauerwein, dec Lanbhosmeister in Meister Sauerwems Schuld
Wir haben ihn erzogen, uns dankt er Alles, ich stehe Sobald Euer Eheherr zurückgekehr,, - und daß er tor ibni" - dies bald ungefährdet kann, dafür laßt den Landhos-
1 Die beiden Männer beriechen sich leise. meister sorgen - soll er auf« Schloß kommen! -
Du bist wohl derjenige, welcher den Aufruhrern Und nun vorwärts, Geselle! Auch Du sollst für
den "Eintnitt in Meister Sauerwein's Haus streitig Deine Arbeit belohnt werden. Vorwärts!
machte?" fragte darauf der Aeltere wieder. In der Thüre drehte er sich nochmals nach ter
Ganz reckt er ist es!" antwortete die Meisterin, hinterher knixendeit Frau des Seilers um.
Und nur dadurch konnte mein Mann mit heiler „Meisterin!" rief er zurück, „macht nicht viel fiaut entkommen!" Gerede von unserem Handel, das maatt nur Neider,
$ Nun out'“ wandte sich der Ritter an Andres, und vergeßt nicht, daß Meister Sauerwein a.iss
So" merkt auf! Wir bedürfen Stricke und Gurten, Schloß kommt, um mit dem Landhofmetster abzu- nm einen Gegenstand behutsam von einer beträchtlichen rechnen!" . .
Höhe zur Erde herabzulassen. Die Stricke müssen ________ ______________
aut und stark sein, und die Vorrichtungen so sicher, _ Ludwig Koffuth schildert in einem Schreiben an Ale- daß sich ein Mensch ihnen anvcrtrauen kann, ohne ranbcr Medayanßky, daß in der heutigen „Magyar Ujfbg“ Gefabr zu laufen, Schaden am Leibe zu leiden. Habr abgedruckt ist, die merkwürdige Höhle von Monsummauo und
t <1, deren wunderbar- Heilwirkung. D.e Höhle siegt.m Toskam-
Zhr solche totriaet ________ im Luca- Pilcmer Thale, unweit von Pistoja und sie
„Ob wir sie haben!“ entgegnete Andres eifrig. absoluter Sicherheit die Gicht. Vor etwa 30 Jahren
Und versteht Ihr sic zu befestigen? Habt Ihr mutbt ße 6cim Steinbr-ch-n entdeckt, seither haben tausende die Werkreuae cazu? Wenn nicht, so muffen wir und abertausende Gichtkranke sie besucht und es ist kem em- einen Schlosser aufsuchen. Doch wäre eS unS lieb, jiget Fall bekannt, daß jemand sie ungeteilt verlassen hatte.
ins Leben zu rufen. Diese Jnstitule sollen einen pri- Bei dem Etat des Minlstertums des Innern wird Mten Charakter haben. ES soll jedoch nicht auSge- der Antrag der Commissarim angenommen, die Ee- schlosse,l sein, daß auch öffentliche Mittel für dieselben Halle der Polizeipräsidenten in Danzig, Stettin, Mag- flüsstg g-macht werden. In einer Circular-Verfügung debnrg, Köln und Aachen al« künftig wegfallend zu an die Ober-Post Direktionen sind die Grundzüge zur bezeichnen, sowie die Regi.rung zur möglichsten Ein- Bildung solcher Vereine angegeben und ist zugleich ein schränkung in der Polizeiverwaltung auTjufortern. Dec Normalstatut beigefügt, welches den einzelnen aufzu- Minister des Innern hatte gegen die Anträge ge|pro= stellenden Statuten zur Grundlage dienen soll. chen. Lei dem Etat „Besoldung der <,erllner Poli- Das Kriegsministerium hat der OccupationS-Ar- zeiverwaltung" wird nach längerer Debatte der Antrag mee in Frankreich einen SanitätSzug, bestehend aus Virchow's angenommen, einzelne Zweige der Pottzei- jechS Eisenbahnwagen, zur Verfügung gestellt. Mit Verwaltung an die Commune Berkin zu iibertra.,. n. diesem werden dieienigen Soldaten, welche in Frank- Stuttgart, 8. Jan Die am 6. Januar hier reich erkranken und deren Genesung voraussichtlich stattgehabte Delegirtenversammlung der Volksparte, nickt vor Ablauf ihrer Dienstzeit zu erhoffen steht, war von etlichen 30 Delegieren aus circa 20 Be- , jo «je noch aus dem Kriege her Verwundete, bereit zicken besucht. DaS Ergebniß der Berathung war, lichen Einflusses zu steuern. Die Adresse verspricht Uebersiedluug nach der Heimath wünschenswerlh er- taS Stuttgarter Localcomite zu beauftragen, irn Laufe eme eingehende Prüfung der finanziellen Vorlagen, scheint in das Innere von Deutschland transportirt. der Monate Februar oder März eine LaudeSver- sie betont die Nothwendigkcit, das Gleichgewicht im Es sind beresiS drei solcher Züge befördert worden sammlung einzuberusen und zur Feststellung dec Tages- Staatshaushalteducch Vermeidungallec ntchtdrmgenden nack Stuttflart München und Berlin. ordnung eine Commission von sieben Mitgliedern zu Auslagen herzuMen sowie die Notwendigkeit die
nach SlUllgan aicun^en uno wählen 1 Benutzung des StaatscreditS nur außerordentlichen
Kriegsm^isttsi'ndergestcigen Sitzu^gde« Abgeocd- ^München, 6. Januar. Wie der „A. A...Z." Bedürfnissen vorzubehalten Die Adresse stimmt dec SE8 haben wie im Hause selbst so auch in geschrieben wird, ist die Nachricht, daß Erzbischof Absicht der Regierung zu, die Stellung des Niederen der Pres e Icbhaste Befriedigung hervorge'rufeu; dieser v. Scherr den Purpur erhalten solle, vorerst nur ein Klerus zu verbessert,, sie sieht jedoch das Mttel hierzu ickli-Lt sick auch die Volks-Zta" an, findet jedoch Fühlet, Mitteln dessen man sich in Rom über den zunächst in der Handhabung und in dec Reform der i? der R?de W Ministers insofern eine Lücke, al« Eindruck vergewissern wollte, den ein solcher, Schritt bestehenden Gefetze über Besteucrung des geistlnchen derselbe nicht angegeben hat, ob die in Algier in der bei unserer Regierung machen wurde. Daß dieser Vermögens und spricht die Ansicht, aus, daß die Mit- Fremdenlegion dienenden Deutsche als Gefangene dort kein guter wäre, darüber ist man in Rom mittlerweile Wirkung des Staates bei dieser Frage nur staltfin- sind ode/ob- diese freiwillig sich der Fremdenlegion in unzweideutiger Weise vergewissert worden, wie nicht den könne, toenn_ das gegenwärtige System dec haben einreihen lassen. Die „VolkS-Ztg." würde gut minder darüber, daß, falls die Curie ihre Absicht der- Heranbildung der L-eelforger duichgrufend reforimrt tbnn sich die Antwort des Grafen Roon genau durch- wirklichen sollte, die bayerische Regierung sich nicht und d,e Einflußnahme °es Staate- aus ie Besetzung zulesen sie würde alsdann finden, daß auch dieser herbeilassen würde, dem neuen Cardinal den sog. Teller, der Seelsorgerpfrunden gesetzlich stchergestellt und er. Punkt ganz klar vom Minister dahin erörtert ist, daß d. h. den nach römischem Usus zu leistenden Beitrag wettert wu . ,
Gefangene aus dem Kriege 1870 — 1871 in Algier von 4000 Scudi (10,000 fl.) zu den Repräfentations- Schweiz.
.sicht emstiren - Die heutige Sitzung deS Abgeocd- kosten zu gewähren. Da der Papst also hierfür Rath B-rn, 9. Jan. Dec Canton Graubundten hat netenbauicS hat ihre besondere Bedeutung durch die schaffen müßte, so würde dies ein weiterer Erwagungs durch mit ungeheuerer Mchihetl^efaßlen Volksbeschluß Rede deS Ministers deS Innern erhalten, der in be- gründ sein, der bei der Curie vielleicht schwerer in's eine Subvention von 4 Mill. ^cS. für die Lplugen- tiimmt/r M er!dasi die Reaieruna beabsich Gewicht fiele, als die Rücksicht gegen die bayerische bahn bewilligt, der Canton Bern eine Subvention sige für alle Provinzen Provinzialsouds einzuführen, Regierung. — Die Anwesenheit des Cardinals Hohen- von 1,750,WO Fr. für die Entlchuchbahn und eine daß'diese Einrichtung jedoch wohl nur alsdann ein lohe, in Deutschland wird demselben Blatte als m solche von 500,000 SMur bte Broyethalbahn. ='Wä* ssä ää’ä? s sä 7.«t
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vlnztal<-Verfassuijg Wange L Vorlaae 9 Oesterreich - Ungar«. tumultuarischen ©eenen haben die Folge, daß die
sü?Wiesbaden ehV Provinzialfonds zu gewährens Wie», 8. Jan. Der Adrchausschuß deS Abge- Versammlung immer mehr ihr Ansthen verliert, indem den Schluß ziehet können daß die Ei klSrungen des ordnetenhauses nahm in seiner heutigen Sitzung den sie den alten ultra-monarchlfchen Geist der Msiglledec Grafm Eulenburg mit Befriedigung aufgenommen vom Abg. vr. Herbst verfaßten Acreßentwurf an. der Rechten beweoen Herr de Lorgenl hatte es ubec- ^ Artikel 3 des Gesetzes vom 14 Juni Indem derselbe eine Paraphrase der Thronrede gibt, noinmeii, den Bericht über verschiedene Petitionen ju ?871 ü e! dm Erßitz bon ASKben unb äS drückt er zunächst volles Vertrauen in bie Verfassung« erstatten.. Dieser Deputirte welcher sich schon in feirtunnen f.tit htr (»n.ickädiauna nur für Mobilien treue ber gegenwärtigen Regierung ans, eonstatirt, Bordeaux bemerkbar gemacht hatte, indem er eine« unb Immobilien fest Die für diese Zwecke in Elsaß- baß da« Abgeorbnetenhau« sich niemals ber Ansicht Tages in ^mlich starker Trunkenheit auf der ^ibune «IhiLSn ßßmmiifiDnen haben auch Per verschlossen habe, daß die StaatSgrundgesetze auSrei- erfchten, befleißigte sich m fernem Berichte, jeden Augen- 2TÄcki Schaden"gelitten, chende Mittel zur Geltendmachung berechtigter, auf blick von der ,,provisorischen" Republick zu reden,
mit einem Ersatz Bedacht DiesesAuffassung deS Ge- Abänderung einzelner Bestimmungen derselben geruh- Laiige Zeit begnügte man sich auf ben Bänken dec etze« ba7 den Reichskanzler veraitlaßt, den Bundes- teten Wünsche gewähren, daß aber Ansprüche vom Rechten, darüber zu lächeln endlich aber als Her rach zu ersuchen sich dahin auszusprechen, daß der Standpunkte der Verfassung au« nicht anerkannt und de Lorgersi Herrn Thier« als den Präsidenten der raiy zu erjuajen, ,ccy f b „ ,}.i a ber Veriasiiina nicht befriedigt werden „provisorischen" Republik bezeichnete und diesen Aus-
S üä“ Ämn" XÄtÄ' V*. WX« m ''«'M«
vräsidium überchssen bleibe.? möge, aus Landesfonds Königreiche nicht für verbindlich erklären, denselben ein Mitgliever der Rechten Beifall. Da erhob sich die belckä ifltt Personen" schadlos zu halten. - Graf Arnim böhmische« Staatsrecht gegenüber stellen und Böhmen Linke und pro test.rte worauf der Tumult allgemein, wird voraussichtlich heute als ^deutscher Botschafter die Stellung eines selbständigen Staates Diubictren wurde. Die Herren Bisson unv Tolain verliefen den ^rn ThlerS in Paris stin BefllaubiguiigSschceiben in Zwischen solchen Ansprüchen und dec für Böhmen «aal, indem sie Jnveet-ven an die Mitglieder dec siberiicker Audienz überreicht unb wird durch diesen gteichsallS zu Recht bestehenden Verfassung gebe eS Rechten r.chte-en HecrGrovy konnte mehrer-. Mi- Aet der normale diplomatische Verkehr zwischen Deutsch- keinen Ausgleich, keine Vereinbarung. Die Adresse gibt nuten lang d.e Ruhe mchi: nneber Herstellen.
w*) :»Ei.8.ggg.