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brechen. Ein Bataillon Soldaten ist dahin abgegangen. Ein Gendarmerie-Lieutenant wurde verwundet. Arresta- tioncn sind vorgenommen.

Großbritannien.

London, 3. Januar. Die Universitäts-Behörden und der akademische Senat vvn Edinbourg sind jetzt wegen der Frage der Zulassung des weiblichen Ge­schlechts zum Studium der Medicin in offener Fehde begriffen. Der Senat hatte die Aufhebung der Be­stimmungen über die medicinische Ausbildung von Frauen anempfohlen. Die Universitäts-Behörden wei­gern sich, dieser .Empfehlung Folge zu leisten, ver­wahren sich aber ausdrücklich gegen Aussprechung irgend einer Ansicht über die Ansprüche der Frauen oder die Befugnisse der Universität zur Verleihung mcdicinischer Diplome In zwei heute veröffent­lichten Briefen behandelt Earl Ruffel von Neuem die Stellung, welche dem Religionsunterrichte in der Schule anzuweisen sei. Der bejahrte Staatsmann ist kein Freund einer confessionellen Scheidung imVols- unterrichte; doch will er die Religion im weiteren Sinne nicht aus der Schule verbannen, sondern be­fürwortet als gemeinsames Bindemittel aller christ­lichen Bekenntnisse die Lesung der Bibel. Er beruft sich auf einen Ausspruch der Königin, den dieselbe im Jahre 1839 gethan. Mit noch größerem Gewichte hätte er eine Stelle aus dem Tagebuche der Königin ansühren können. Im Jahre 1849 besuchte sie mit ihrem Gemahl die Nationalschulen in Dublin und schrieb darüber folgende Bemerkung nieder:Wir sahen die Kleinkinder-, die Mädchen- und die Knaben­schule; in der letzteren wurde eine Klasse der Knaben im Kopfrechnen und in vielen anderen Unterrichts- gegenständen geprüft, und die Antworten waren auf­fallend richtig. Kinder aller GlaubcnSbekennlniffe sind zugelassen und empfangen, wenn die Eltern eS wün­schen, in ihren verschiedenen Lehren besonderen Unter­richt; aber der einzige Unterricht, an dem alle Theil nehmen müssen, ist die Lehre der Wahrheiten des Evangelium- und der Menschenliebe. DaS ist wahr­haft christlich und sollte cs überall sein. Etwa 1000 Kinder werden in den dubliner Nationalschulen erzo­gen, wovon 300 als Schullehrer und Lehrerinnen hrrangebildet werden."________________________________

Aus Hessen-Nassau.

Fulda, 4. Januar. Wie jetzt als ganz vestimml verlautet, soll, um den Wünschen der hiesigen Bevölkerung einigermaßen zu entsprechen, demnächst eine Batterie des 11. Artillerie - Regiments hier in Garnison kommen. Unser Oberbürgermeister, sowie

der Abg. Herrlein haben bekanntlich widcrholt Ein­gaben an daS Kriegministerium erstattet und uni Ver­legung eines Bataillons Infanterie in unsere Stadt nachgesucht, waren aber bisher stets abschläglich be­lieben worden, da dem Ansinnen aus militärischen Rücksichten nicht entsprochen werden könne.

Hana«, 4. Jan. Gestern wurde an dem Ge- burtShause unserer beiden großen Landsleute der Ge­brüder Grimm die von dem Bildhauer v. Northeim in Frankfurt ausgeführte Gedenktafel angebracht Noch deckt die Verhüllung die Marmorplatte, da die beiden galvanoplastisch hergestellten Portraitmedaillons noch nicht vollendet werden konnten und die Krönung der Tafel, der Schwan, das Wahrzeichen von Hanau, ebenfalls noch nicht angebracht sind. Das ursprüng­liche Projeet, am 4. Jan., als am Geburtstage Jacob Grimm's, die Enthüllung vorzunehmen, ist durch diese Verzögerungen vereitelt worden und hat man jetzt den Geburtstag Wilhelin's auf den '24 Februar, hierzu in's Auge gefaßt. Das Comits beabsichtigt, eine kleinere Feier damit zu verbinden, doch ist hierüber noch nichts Näheres bekannt gemacht. (H. M.)

ß Marburg, 6. Ian. Wie wir erfahren, gedenkt der Regiffeur der königl. Schauspiele in Kaffel, Hr. Hofschau- spieler Ulram, im Laufe der nächsten Woche zum Besten der Genoffenschaft deutscher Bühnen-Angchörigen im Saale des Cafs Quentin eine dramatische Vorlesung zu halten. Zum Vortrag sollen unter Anderm kommen Scene aus der Antigone" des Sophokles, aus Lessing'sNathan" und ShakespearesKaufmann von Venedig", sowie zum Schluß eine Humoreske. Bei dem wohlverdienten Ruf, welchen sich Herr Ulram erfreut, können wir zuversichtlich auf einen ge­nußreichen Abend rechnen.

v. Marburg, 6. Jan. Nach einer hierher gelangten Nachricht beabsichtigt ein auswärtiger Bauunternehmer in aller Kürze dahier einzutreffen, um vorläufig sechs große Ge­bäude mit je 7 Wohnungen (also 42 Wohnungen überhaupt) aufzuführen und die nöthigen Bauplätze in dem vrojectirten neuen Stadttheile dazu anzukaufen. Keine dieser Wohnungen soll den Preis von 150 Thlr. übersteigen und würde hier­durch dem oft gefühlten Mangel an anständigen und billigen Wohnungen in hiesiger Stadt abgeholfen werden.

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Verehelichte, Geborene u. Gestorbene in hiesiger Stabt

vom 30. December bis zum 5 Januar 1871.

Verehelichte.

Evang.-luth. Gcm.: Der Wittwer und Maurer Johannes Schmenner zu Ockcrshausen und Jungfrau Elisa­beth Hämer von Roßberg.

Geborene.

Evang.-reform. Gem.: 1) Frieda Margaretha, des Dr. phil. Friedrich Andreas Mösta T. 2) Bernhard August, des Königl. Stcucr-Jnspectors Hermann Spindler dahier S.

Gestorbene.

Evang.-reform. Gem.: Karl Friedrich Wilhelm, des Sergeanten im Heff. Jägerbataillon Nr. 11 Kaspar Althans S-, 1 M. u. 16 T. alt.

Evang.-luth. Gem-: 1) Jungfrau Bertha Philippine Dorothea Wohlgemuth, des hiesigen Bürgers und Seifen­sieders Ludwig Friedrich Wohlgemuth T-, 18 I., 5 M. u. 3 T. alt. 2) Der hiesige Bürger und Lohgerbermeister Jo­hannes Boß, 79 I., 8 M. u 2. T. alt. 3) Anna Christine, des hiesigen Bürgers und Baders Heinrich Friedrich Bern­hard T., 1 I-, 5 M. alt. 4) Der Junggeselle und Hand­lungsdiener Joh. Friedrich Weidauer 58 I., 1 M. u. 7 T. alt 5) Adam Burk zu Ockershausen, 11 M alt.

Verehelichte, Geborene und Gestorbene in brr Stabt Kirchhai»

vom -19. December 1871 bis zum 2. Januar 1872. Verehelichte.

Ev. - ref. Gem.: Der Junggeselle und Uhrmacher Johann Wilhelm Hause und Jungfrau Maria Jmmel.

Geborene.

Ev.ref. Gem.: Margaretha, des Leinwebers Heinrich Schmidt zu Langenstein T.

Ev.-luth- Gem.: Christine, des hiesigen Bürger« und Metzgermeisters Friedrich Heuser T-

Gestorbene.

Ev.-ref. Gem.: Der Witwer, Bürger und Gastwirth Heinrich Ritter, 78 I., 9 M. und 21 T. alt.

Ev.-luth. Gem.: Elisabeth« Blum, ledige Tochter des verstorbenen hiesigen Bürgers und Nagelschmieds Caspar Blum, 55 3, 7 M. und 27 T. alt.

Telegraphische Depesche» der Ober« hessischen Zeitung.

Wie«, 5. Jan. Hofrath WarrcnS in heute gestorben.

Bern, 5. Jan. Laut officiellcr Anzeige tritt der Congreß für Reform des Gefängnißwesens am 3. Juli in London zusammen. Der Bundesrath wählte zum Abgeordneten der Schweiz Dr. Guillaume, Direelor der Strafanstalt in Neuenburg.

Bukarest, 5. Jan. Der Senat hat das Eisen­bahngesetz ohne Veränderung mit 31 gegen 6 Slim- men angenommen.

Telegraphische CourS- und Marktberichte.

Frankfurt a. M., 6. Januar. (Schluß der Börse). Staatsbahn-Actien 400), Elisabeth 24^), Galizier 262$, Lombarden 213',, Nordwestbahn 224$, Creditactien 340), Silberrente < 4,, Spanier 32$, 1882t Amerikaner 96$, gekünd. 1882r Amerikaner 96, österreichische Nationalbank 844$ 1860t Loose 91), volle französ. Rente 80), neue Russen 88$, österr. Papierrente 54$, Oberhessen, Bundes-Anleihe 4J J Preußen,4z Kurhessen -.

Berlin, 6. Januar. (Anfangscourse). Creditactien 195, Staatsbahn 228), Lombarden 122, Amerik. 97.

Wien, 6. Jan. (Anfangscourse). Creditactien 337.50, Lombarden 210 80, Napoleons 9.19.

Berlin, 5. Januar. Weizen Januar 77 Thlr., April-Mai 79) Thlr. Mai-Juni 80) Thlr. Roggen Januar 56 Thlr., April-Mai 56) Thlr. Mai-Juni 56$ Thlr. Hafer loco 47 Thlr-, April - Mai 46) Thlr., Mai - Juni 47$ Thlr. (Alles pr. 2000 Pfd.) Spiritus (pr. 100 Liter i 100»/. ohne Faß) Januar 22 Thlr. 29 Sgr. bis 23 Thlr. 1 Sgr., April-Mai 23 Thlr. 11 Sgr. bis 23 Thlr. 13 Sgr. Mai-Juni 23 Thlr. 14 Sgr. bis 23 Thlr. 15 Sgr.

Main-Weser-Bahn.

Die Restauration auf dem Bahn­hof Gießen soll vom 1. April d. I. ab im Wege der Submission verpachtet werden. Die Submissions-Bedingun­gen liegen in unserem Sekretariat, sowie bei den Stalions Vorstehern in Cassel, Treysa, Marburg, Gießen, Krubberg und Frankfurt zur Einsicht auf, können auch gegen portofreie Ein- seiidung der Copial-Gebühren von 4 Sgr. durch unser Sekretariat bezogen werden. Pachtliebhaber wollen ihre Offerten mit der Aufschrift: Verpachtung der Restauration auf dem Bahnhof Gießen" versiegelt zu dem auf Freitag den 2. Februar d. I., Morgens 11 Uhr anberaumten Termin einreichen. Später eingehende Offerten bleiben unberück­sichtigt.

Cassel, den 3. Januar 1872.

Königliche Direktion der Main» Weser-Bahn. [45

Dr. Hildebrandts | ! weißer Kräuter-Brust-3 i; Syrup, i 1 1 das solideste und zuverlässigste < s > aller Hausmittel bei hartnäckiann s > 15 Katarrh, Kehlkopfreiz und Ath- < ; «ungs-Brschwerden, wird hier- b r > durch jedem Leidenden aufs < s ' j-Wärmste empfohlen. » Flasche < 15 und 71/2 Sgr. allein ächt zu i > s' beziehen durch [2584 \ \

1 > John Schneider, < -

' i Weidenhansen. <)

C^a die in dem zuletzt abgehaltenen

Termin zum Verkauf von drei weiteren auf dem städtischen Saurasen vor dem Elisabethen - Thor gelegenen abgegebenen Gebote zu gering gehalten worden sind, so soll Montag den 8. Januar c., Vormittags 10 Uhr ein vierter Verkaufstermin an Ort und Stelle nochmals abgehalten wer­den, worin sich Kauflustige zeitig eiu- finden können.

Marburg, am 6. Januar 1872.

Der Stadtkämmerer: 46] Trapp.

Den verehrten Mitgliedern des ratet- ländischen Frauenvereins zur gefälligen Kenntniß, daß von jetzt an der Näh vercin regelmäßig jecen ersten Mon­tag im Monat (den 8. Januar) Nach­mittags von 2 Uhr an im Heinen Markee S'schen Saale ftattftubet, und bittet der Vorstand um lebhafte Betheiligung. (47

/Mourad Step zu Cölbe macht darauf aufmerksam, daß im Ter­mine den 31. 1. M Vormittags 11 bis 12 Uhr, sein zu Cölbe gelegenes Hans vor dem hiesigen Amtsgericht öffentlich meistbietend verkauft wirb, daß dasselbe unmittelbar an der alten und an der neuen Chaussee liegt und vorzugsweise sich zu einer Wirthschaft, Kramladen und dergleichen eignet, auch erst vor 17 Jahren neu erbaut wor­den ist, sowie daß dasselbe nebst Zu­behör und Land und Wiesen ver- kaust wird. [48

/IAA und 250 Thalcr Admi- nistrationS - Gelder sind zu

verleihen durch

10] H. Ur ff

Das untrüglichste Hausmittel bei Hämorrhoid«! - Bescbwer- dcn Magenschwäche, Appe titlosigkeit, Stuhl - Ver­stopfung und dergleichen liebet ist der

Daiibitz-Liqueur fabricirt vom Apotheker B. F. Daubitz in Berlin und zu haben bei Heinrich Köruer in Marburg. [2043

ättei dem Uitterzeichneteii ist bis

Anfang April eine Etag e, bestehend in 3 Stuben, 3 Kabiuets und Kammer, Küche, Keller und Holz stall zu vermiethen. [49

Marburg, den 5. Januar 1872. A Heuer, Kürschnermeister.

/risch gepflückteTa«ne»äpfel und Aichtenäpfel kauft jedes Quantum zu hohem Preise Ferdinand Bang in Marburg, und werden die Herren Bürger­meister gebeten, dies in ihren Gemeinden bekannt zu machen. [50

Holzverkauf.

Donnerstag ben 11. b M, von Morgens 9 Uhr an, soll in hiesigem Gemeinbewald bei den Steinbrüchen eine Quantität Fichte», zu Sau- mb Geschirrholz brauchbar, meistbie­tend verkauft werben.

Gisselberg, 5. Januar 1872. Der Bürgermeister

51]__________Gerhard

Radeburger Häckselmaschinen in verschiedenen Größen, zum Fabrik­preis gegen Garantie, Gußeiserne Wasser- und Jauchepumpen bei

I. H. Lang, Kupferschmied.

Reparaturen werden pünttlich besorgt. [52

»Als vorzügliches Mittel

in Berlin.

[53

auf der Neustadt.

2627]

b bei Verschleimung ® ärztlich empfohlen. Herrn Hoflieferanten Johann Hoff

G uh lau, 27. Juli 1871. Seit langer Zeit an Verschleimung und Kurzalhmigkeit leidend, wurden mir, nachdem alle Bemühungen zur Be seitigung der Leiden ohne Erfolg geblieben waren, jetzt ärztlich Ihre vorzüglichen Malzsabrikate (Ma!z- extrakt und Malz - Chokolade) empfohlen. Bitte deshalb (Bestel- luitg). Ed. Oertel, Sattlermeister. Von Ihren vortreffliche» Fabrikaten, Malzextrakt Gesund­heitsbier, Malz - Chokolade und BrustmalzbonbonS erbitte ich mir abermalige Zusendung. Meinen heftigen Husten bin i.b durch deren Gebrauch glücklich loSgeworden.

Wltka, Kaplan in Boguschütz. Verkaufsstellen bei John Schnei­der, I. H. G. Römheldt's

BWwe. und H.B« Freuden-8 stein in Marburg. g

Frische Bohnen in Blechbüchsen O empfiehlt

Conrad Danber

Kieler Speckbückinge, Kieler «1 Sprotten, Hou. Brat­bückinge bei

54]______Joh. Fr. Möller.

Sonntag, den 7. Januar:

I» Quentin scheu Saale:

Grosses Streich-Concert ausgeführt von der Kapelle des - hiesigen Jägerbataillons.

Anfang 4 Uhr. Entre 3 Sgr.

Programme nn der Kiffe [55