Koffer mit seine« Hauptschätzen vorauSgereist und bei Sanchcz abgestiegen, welcher den Koffer dann dem Eigeuthümer nicht herauSgeben wollte. ES kam zu einem Proceß, in welchem, wie man Hirt, daS Gericht die Behauptung, der Koffer nebst Inhalt sei wohler-
und als er am 23. b. M. mit Gewalt in da- Haus des harthörigen Schwiegersohnes zu dringen versuchte, choß ihn dieser vom Altane deS Hauses vor der Thür nieder.
anbte.r Bis jetzt ist es der Polizei nochsnicht gelungen, des verschmitzten Gauners habhaft zu werden.
abhängig und frei in seinem Handeln ist, und daß es keine Drohungen zu besuchten hat, wenn eS dieselben nicht selber hervorrust. Zur Rechtfertigung dieses Satzes widerlegt der „Regienmgs - Anzeiger" die von den Haupt-Preßorganen, Moskauer und Börsen-Zeitung, Golos rc., immer in den Vordergrund gerückten Gefahren, die Rußland von einem Anschlüsse der deutschen Provinzen Oesterreichs an Deutschland, von einer Machientfallung Oesterreich - Ungarns an der Donau und im Osten mit der Hauptstadt Pcsth, von der Unterdrückung der slawischen Stämme, der natürlichen Bundesgenossen Rußlands, durch einen germanisch-ungarischen Bund, dem sich anzuschließen die Polen in Galizien nicht verfehlen werden, — angeblich drohen. Vor allen Dingen erklärt er die Idee von einer Hegemonie Rußlands über die vereinigten slawischen Stämme für eine Utopie, die nur danach angelhan ist, um die nationalen Leidenschaften auf- zureizen und Verwicklungen herbeizuführen, die weder Rußland noch den Slawenstämmen zum Vorthcil gereichen würden. Die den panslawistischen Träumern als Vorbild vorschwebende deutsche Einheit sei das Werk tausendjährigen Kampfes der deutschen Stämme, die für dasselbe einen Schatz von Civilisation, materieller, politischer und kriegerischer Macht mitbrachten und, Dank den politischen Fehlern des napoleonischen Frankreichs, endlich ihr-Ziel erreichten. Die slawischen Stämme befinden sich dagegen in einer ganz anderen Lage. Glieder von aus verschiedenen Völkern bestehenden Rrichm, haben sie ihre Schicksale erst selber zu reifen und an dem Werke der Bildung und des Fortschrittes dieser Staaten den entsprechenden Antheil zu nehmen. Diesen nothwendigen Entwicklungsgang unterbrechen, würde ihnen den größten Schaden zufügen, ihre Zukunft in Frage stellen. Rußlands größtes Verdienst um die Slawen ist, daß es unter seinen Czaaren zu einem mächtigen Reiche herangewachsen, seine Sprache, Literatur und nationalen Charakter entwickelt und die Frage des Slawenthumö außer Zweifel gesetzt hat. Aber der Friede ist gegenwärtig ein Bedürfniß für Europa und ganz besonders für Rußlands Entwicklung, Wohlstand und Fortschritt, damit cS im Innern erstarke und Kräfte sammle für die Zukunft
Petersburg, 30. Decbr. Das „Journal de St. Petersburg" constalirt den cotbialeii Empfang, den vrr Großfürst Alexis in Amerika gefunden habe und bemerkt dazu: Die herzliche Aufnahme des Großfürsten wird in ganz Rußland eine tiefe Befriedigung erzeugen. Rußland wird jene nicht vergeffen. Der Wcltsriedm und der Fortschritt der Humanität können durch daS russisch - amerikanisch« Einvernehmen nur gewinnen.
Uumauir«.
Bukarest, :$0. Decbr. Kammersitzung. Ter Minister verlas eine Depesche deS britischen General- consulS, worin die britische Regierung dringenv an- räth, in der Eisenbahnangelegenheit einen^Ausgleich herbeizuführen. *
Amerika.
Eallao, 27. Nov. Wiederholt schon sind Beispiele für den Eharacter der Zustände in den spanischen Republiken angeführt worden, die in Europa einigermaßen Verwunderung erregt haben werden. Hier ein paar neue. In diesen Tagen reiste hier der Dr. Porraz von Lima durch, um in London die Schuldscheine der neuen Anleihe zu unterzeichnen, welche der Cougreß von Peru neulich zu Eisenbahn- und Canalbauten bewilligt Hal und welche die erhebliche Summe von 15 Millionen Pfund Sterling umfaßt. Nun aber weiß man, daß bei solchen Gelegenheiten wenigstens ein halbe» Procent dem Unterzeichner für seine Mühe zusällt und Dr. Porraz ein Vetter oder Schwager des Präsidenten Balta ist, so — nun so erräth man, waS weiter hier behauptet und al» ganz jelbst- verständlich angesehen wird. Eine zweite schöne Illustration hiesiger Sitten ist der vor drei oder vier Tagen erfolgte Tod de» Ex-TictatorS von Bolivia, General Melgareo. Derselbe hatte dort von 1864 an, wo er seinen Gönner, den Präsidenten Belzu, meuchlerisch ermordet, von ter Gunst der niedercil Klassen getragen, bis zu Anfang dieses JahreS geherrscht und dabei große Reichthümer zuiammengebracht Als er endlich im Januar 1871 verjagt wurde, flüchtete er nach Lima, wo er in dem General Porfirio Sanchkh einen Schwiegersohn hatte, der, wenn Katholiken zwei Frauen zu gleicher Zeit haben dürften, zugleich sein Schwager sein würde. Während nämlich Sanchez die Tochter Melgarejo's zur Frau hat, hatte Letzterer die Schwester deS Ersteren als Quasi-Frau bei sich. Nun waren dem Ex-Dictator die Quasi-Frau und ein
Vermischte».
Limburg, 27. Dec. Am 25. d. ist der Pösteleve Jacob Sasenpfiug, geboren in Zimmersrode in Kurhessen, per scorte in das hiesige Kreisgerichts - Gefängniß eingebracht worden. Hasenpflug hat im Jahre 1870 in Oberlahnstein, wo er bei der Post angestellt war, nicht unbedeutende Geldendungen unterschlagen und alsdann das Weite gesucht Es gelang ihm auf seiner Flucht bis Mailand zu kommen; hier war ihm jedoch das Schicksal ungünstig und er fiel in die Hände der Polizei. Seit einem Jahre befand er sich dortselbst in Haft.
— Die „Straßb. Zig." schreibt: Die am 1. Dec. abgehaltene Volkszählung ergab für Straßburg an dem Tage die Anwesenheit von etwa 41,300 männlichen und circa 38,040 weiblichen Individuen, also eine Gesammtbevölkerung aon runb 80,000 Seelen. Vor dem Kriege betrug diese Zahl etwa 84,000, in beiden Fällen eine Besatzung von ungefähr 7000 Mann einbegriffen. Da nun die Verminderung der Bevölkerung um etwa 4000 Köpfe gegen den Stand, welchen dieselbe vor dem Kriege hatte, sich erklärt: 1) durch die Todesfälle aus unmittelbarer Veranlaffung und in späterer Folge des Krieges; 2) durch den Wegzug einer geroßen Anzahl von Arbeitern in Folge des zur Zeit in Frankreich herrschenden übergroßen Mangels an Arbeitskräften aller Art, wird die Auswanderung der unabhängigen wohlhabenden, kurz, der mittleren Bevölkerung, statistisch auf eine sehr geringe Zahl zurückgeführt.
Wien, 28. Decbr. Das Wiener Consortinm, welches wegen Ankauf des Haenlein'schen Luftschiff - Apparates zu- ammentrat, hat sich am Sonntag constituirt und Herrn Victor v. Ofenheim zum Präsidenten gewählt. Es wurde im Principe die Ausführung des Luftschiffes beschlossen, das in vier Monaten vollendet werden soll. Die Kosten sind mit 24, veranschlagt, doch wurden 50,000 fl. gezeichnet, um einen Reservefonds zu bilden. Das Erträgniß wird zur Hälfte mit dem Erfinder getheilt, die nöthigen Maschinen im Jnlande angefertigt. Das Comite besteht aus den Herren Ritter v. Ofenheim, Professor Jenny, Professor Pierre, Leon und Haenlein-
— Die „Chicago Tribüne" gibt in einer ihrer letzten Nummern eine ausführliche Zusammenstellung über die durch den jüngsten Brand verursachten Verluste. Das gesammie Ergebniß geht dahin, daß etwa 250 Menschen gelobtet und 98,500 obdachlos wurden- Der Verlust an Eigenthum wird auf 290,000,000 Doll, veranschlagt, von denen allerdings 100 Millionen durch Versicherung gedeckt waren, aber die betroffenen Gesellschaften sind nur im Stande gewesen 30 Millionen zu zahlen. Die Einwohner Chicago's sind mit aller Macht daran, ihre Stadt wieder herzustellen und^hoffcn, in einem bis zwei Jahren auch die letzten Spuren des Riesen- brandes verwischt zu haben.
— Sechsunddreißig Passagiere des Todtenschiffes „Franklin" haben der Newyorker Einwanderungs-Commission eine Klageschrift über die ihnen auf der Fahrt von Stettin nach Newyork an Bord des „Franllin" widerfahrene Be- Handlung übersendet und machen etwa folgende Angaben. Die Nahrungsmittel an Bord waren in den ersten vierzehn Tagen der Fahrt ziemlich gut; von da an aber wurden sie fast gänzlich ungenießbar. Das Trinkwaffer war schlecht destillirtes Seewaffer; das Pöckelfleisch war übermäßig gefallen. Es wurde, ohne daß man sich die Mühe nahm, es zu waschen, mit Reis und Kartoffeln in dem schlechten Wasser gekocht und gewährte dies zusammen eine Kost , die für Menschen und wohl auch für andere Geschöpfe nicht genießbar war oder zuträglich sein konnte. Das Brod, das verabreicht wurde, war nicht ausgebacken. Vier Tage vor der Ankunft in Halifax gab man den Passagieren etwas Wein zum Wasser, dies half aber dem Uebel nicht sonderlich ab. Es folgen aber noch andere Klagen über Unreinlichkeit, über den Schacher an Bord mit Wein und Bier rc. Die Auswanderungs - Commission wird die Passagiere und Offiziere des Schiffes vernehmen lassen und wird man hoffentlich der Sache endlich auf den Grund kommen.
— Ein verschmitzter Gauner, der sich Hermann Herz nennt und Geschäftsreisender fein will, macht, wie die „Tribüne" mittheilt, jetzt die Runde durch Deutschland und hat sich namentlich den Hotelbesitzern gefährlich gezeigt. Auf wie schlaue und originelle Weise er dieselben zu betrügen versteht, davon zeugt Folgendes: Am 11. v. M. erhielt der Besitzer eines Hotels zu Frankfurt a. M, in welchem meist Geschäftsreisende verkehren, folgenden Brief: Nürnberg, 9. November 1871. Mein Haus hat mir weitere Gaffe nach Ihrem Hotel gesandt, während ich solches hierher beordert hatte Um nun nicht in Verlegenheit zu kommen, so ersuche ich Sie, mir sofort hierher nach Nürnberg poste restante 30 fl. per telegraphische Postanweisung zu senden, die ich Ihnen morgen Abend bei meiner Ankunft in Frankfurt dankend zurückerstatte. Ich ersuche indeß ausdrücklich, die telegraphische Üwneifung sofort nach Ankunft zu besorgen, damit ich morgen Mittag sofort nach dort Weiterreisen kann. Auf Wiedersehen. Ihr Herrmann Herz." Der Wirth erkundigt sich nach Empfang dieses Briefes bei feinem Personal und es ergab sich, daß am Morgen desselben Tages der Postbote einen Geldbrief an Hermann Herz, aufgegeben in Ulm am 9, November, mit angeblichem Inhalt von 175 fl. präsentirt, ihn aber, da Herz nicht anwesend, wieder mitgenommen hatte. Hiedurch sicher gemacht, zumal der Nams Herz schon mehrfach im Hotel vorgekommmen, nahm der Wirth keinen Anstand, die verlangten 30 fl. per telegraphische Anwesnng nach Nürnberg poste restante zu senden. Als jedoch Herz vergeblich auf sich warten ließ, wurden bei der Post Nachforschungen angestellt, es ergab sich, daß der angebliche Geldbrief an Herz von derselben Hand geschrieben war, wie der obige, und derselbe statt Geld nur leeres Papier enthielt. Wie sich fvdann weiter herausstellte, ist ganz derselbe Betrug zum Nachtheile von Hotelbesitzern in Köln und Düffeldor verübt worden. In Köln wurde ein in Frankfurt aufgegebener Geldbrief mit angeblich 100 Thlrn. für Hermann Herz im Hotel präsentirt und da Herz wicht anwesend, vom Postboten wieder mitgenommen. An demselben Tage, am ' ~ erhielt der Hotelbesitzer eine Depesche von __itin Herman Herz um Zusendung von 20 Thlrn. poste restante Karlsruhe bittet, die ihm denn auch sofort übersandt wurden. Ebenso erging es einem Hotelbesitzer in | ~ " • ' ' --------- 1 i Mdustrieritter über-
worbeneß Eigens der Schwester von Sanchez, nicht ^ideÄg'worin Herman Herz richtig sanv. Melgarejo indessen forderte vergeben» «gte „Ante Karlsruhe bittet daraufhin die Zurückerstattung seines fteittch gki-v t_______________ _ _
fall» nichts weniger als wohlerworbenen Eigenchums, Düsseldorf, der gleichfalls 20 Thlr. dem
Telegraphische Depesche« der Ober, hessischen Zeitung.
Versailles, 1. Januar. Die „Agencc HavaS" meldet: Der Präsident der Republik empfing heute da» diplomatische Corps, welches letztere} vollzählig erschienen war. Eine Rede hielt der Präsident d«r Republik nicht. Graf Arnim, welcher als Botschafter Deutschlands noch nicht bei der französischen Regierung accreditirt worden ist, war bei dem Empfange nicht .zugegen
Rom, 1. Januar. Auf Befehl deS Königs begab sich der Adjutant desselben, General Pralormo, von einem Ordonnanzoffizier begleitet, in den Batican, um den Papst im Namen deS Königs zu beglückwünschen. Cardinal Antonelli, welcher den General empfing, erklärte, der Papst könne ihn wegen eines leichten Unwohlseins nicht einpfangen; er werde jedoch dem Papste die freundliche Botschaft deS Königs übermittln. Der Cardinal bat den General, dem Könige zu danken und dm Ausdruck feiner Ehrerbietung zu überbringen.
Telegraphische Court- und Marktberichte. Börsennotiz.
Arn 2. Januar werden im Börsenverkehr von allen Actten die Dividendenscheine und Coupons losgetrennt, wodurch eine entsprechende Coursänderung eintritt. Ausgenommen hiervon sind alle Jnterimsscheine, denen keine Divi- dendenscheine beigegeben sind und zu welchen auch die jungen Bankpapiere gehören (mit Ausnahme des Berliner Bankvereins). Ausgenommen sind ferner alle österreichischen Eisen- bahnactien, sowie österreich. Grebitactien. Ferner tritt auf öftere. Creditactien wegen der Abschlagsdividende und auf diejenigen Papiere, deren Zinsen am 2. Januar in einer entwertheten Valuta zahlbar sind, u. A. für 1864er ruff. Prämien-Anleihe eine veränderte Notirung ein. Bei Köln- Minden werden 1$ Thaler wegen der Zinsberechnung zu-, die Super-Dividende mit wahrscheinlich 5} Thlr. abgerechnet.
Frankfurt a. M'., 30. Tecemder. (Schluß der Börse). Staatsbahn-Actien 3954, Elisabeth 2444, Galizier 258, Lombarden 2134, Nordwestbahn 2224, Creditactien 332, Silbereente 61}, 1860t Loose 891, Norddeutsche Bundes-Anleihe 100 G., 4 i Kurheffen 92} P., 4j { Preußen 101}, Ober- Hessen 79;. getüub. 1882r Amerikaner 954, 1882r Amerikaner 96}, volle ftanzös. Rente —, leere französische Rente -, Spanier 32, neue Russen —, österreichische National- bank 812} öftere. Papierrente 52} G-, 59/» Südb-Ptior. —.
Berlin, 30. Decbr. (AnfangScourse). Creditactien 490, Staatsbahn 2264, Lombarden 122}, Amerik. 97.
Wien, 30. Decbr- (AnfangScourse). Creditactien 330.80, Lombarden 21170, Napoleons 9.27.
Eisenbahn - Einnahmen.
Wien, 28. Dezbr Die Einnahmen auf der österreichischen Strecke derLombardischen Bahn betrugen in der Woche vom 17 bis 23 Dezember 654,977 fl — kr. daher eine Mehreinnahme von 80,545 fl. — kr. gegen die entsprechende Woche des vorigen Jahres-
Wien, 30. Dez. Wochenausweis der gefammten lombardischen Eisenbahnen vom 17. Dec. bis 23. Dez. Gesammt- Einnahme: >,288,439 fl., gegen 1,079,465 fl. in der entsprechenden Woche des Vorjahres, was eine Mehr-Einnahme von 209,028 fl. ergiebt. Die Meht-Einnahme des lausenden Geschäftsjahres beziffert sich nunmehr auf 7,116,171 fL
Ernennungen, Verleihungen rc.
Dem früheren kurhessischen Officier von Langenich war z, Hauptmann und Compagniechef im schleswig- hojsteinischen Füsilieregiment Nr. 86, ist der Abschied als Major mit Pension und dem Secondlieutenant Wittmcr von der Reserve des thüringischen Infanterieregiments Nr. 32 ist der Abschied bewilligt. — Der bisherige tönigl. Eise..- bahnbaumeistet Tasch zu Bromberg ist zum tönigl. Eisen- bahnbau-Jnspector ernannt und demselben die Betriebs-Jn- pectorfteUe bei der Ostbahn in Schneidemühl verliehen worden. Prem.-Lieut. v. Speckt vom 2 Hess. Jns.-Regt. Nr. 82 ist als Jnsp.-Off. und Lehrer zur Kriegsschule in Potsdam commandirt. Prem.-Lieut. Grundmann vom 2. oberschles. Jns.-Regt. Nr. 23 ist von feinem Commando als Jnsp.-Off. und Lehrer bei der Kriegsschule in Kassel enlbunben. Sec.-Lieut. Crotogino vorn 4. Garde-Gren.- Regt. Königin ist als Jnsp.-Off. und Lehrer zur Kriegsschule in Kassel commandirt- Die Unterofficiere Bell und Holzapfel von der 11. Art.-Brig. ,sind zu Port.-Fähnrichs und Vicefeldw. Uhlstein vom 1. Bat. (Weimar) 5. thüring. Land.-Regts. Nr. 94 ist zum Sec -Lieut. der Res. der 11. Art.-Brig. befördert. — Die Bahnmeister der Bebra-Hanauer Bahn Röll zu Bebra, Henkel zu Burghaun, Enzeroth zu Flieden und Stahl zu Schlüchtern sind definitiv bestellt worden. Dem Oberamtsrichter Calmberg in Vöhl ist die nachgesuchte Dienstentlassung mit Pension vom 1. Januar 1872 an bewilligt und zugleich der rothe Adlerorden vierter Klasse verliehen worden. Der Regierungsrath Rieß von Scheuernschloß ist unter Verleihung des Characters als Geheimer Regierungsrath pensionirt worden. Die bisherigen Unterförster Lücke zu Rumbeck in der Oberförsterei gleichen Namens, und Weber zu Forsthaus Haste in der Oberförst Haste sind zu königlichen Förstern ernannt. Der Kreisbaumeister Schmidt zu Fulda ist in gleicher Eigenschaft nach Rotenburg versetzt worden.
Lerloosuugen.
Braunschweig, 1. Jan. Bei der gestrigen (vierten) Gewinnziehung der Braunschweiger 20 Thaler Loose fielen auf Serie 6882 Nr. 5 20,000 Thlr, auf Serie 79 Nr. 22 5000 Thlr., auf Serie 3596 Nr. 14 2000 Thlr. und auf Serie 6190 Nr. 36 600 Thlr.
Karlsruhe, 30. Dec. Bei der heutigen (vierten) Gewinnziehung der badischen fL 35 Loose fielen |bie 10 Gewinne d 1000 fl. aus folgende Nummern: 16320 73429 81113 205708 222152 222179 268138 270853 338001 338039.