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i 4 daß von dem vorgeschlagenen einmaligen Steuererlasie Ab- stand genommen und in irgend einer acceptablen Form „ ein dauernder Steuererlaß, jedoch keinenfallS nach dem p; Anträge Richter, eingeführt werden soll. Diese noch unbe-

L kannten Vorschläge find dem Finanzminister mitgeteilt

worden und dürften zur Zeit der Prüfung des ReichS- ‘'r kanzlers unterliegen. — In der letzten Mitteilung liegt ‘I1 * * * *. ein Körnchen Wahrheit. ES ist allerdings aus dem

Jl'i Schoße der Konservativen Partei dem Kanzler ein Steuer-

1 A reformplan unterbreitet worden, welcher, soviel wir wissen, A als einzige direkte Staatssteuer eine die größeren Einkommen ip: treffende Einkommensteuer bestehen läßt und den Schwer-

5 punkt in die indirekte Besteuerung legt.

! Altenburg, 17. Dez. Der nun gewählte ReichStagS- .< abgeordnete für Altenburg Herr Kämpffer hat einen von

|-i; der Franks. Zlg. mitgeteilen Brief an den Redakteur der

Hil demokratischen Reuen Allgemeinen Zeitung, Herrn R. p- Wagner, gesandt, in welchem die Hoffnung ausgesprochen V i wird, „daß die Wafsenbürgerschaft zwischen Fortschritts«

D! und Volkspartei sich noch bei anderen Gelegenheiten im

■' ( Kampfe gegen die Reaktion fruchtbar erweisen werde." ■ i München, 19. Dez. Im Laufe des nächsten Monats

' sind in zwei bairischen Wahlkreisen ReichötagSwahlen

r zu bethätigen: im Wahlkreise Kaiserslautern - Kirch-

; li; Heimbollanden im Wahlkreise Illertissen. Dort wird als

jp nationalliberaler Kandidat der Präsident des kaiserlichen

■ j Oberlandesgerichts in Kolmar, Herr Petersen, geuannt,

' der jenen Wahlkreis schon einmal vertrat, und zwar im

< ersten Reichstage, nachdem der Abgeordnete Golfen plötzlich

>!' mit Tode abgegangen. In Illertissen haben die Herren

''S 5 von der Centrumspartei den Stadtpfarrer von Memmingen,

;*Ü Herrn Reindl, als Kandidaten aufgestellt, die Liberalen

#1 aber haben, wie eS scheint, bis jetzt noch keinen Kandidaten

y finden können. — Seit Wochen hatte die bairische Presse

/ ■: ihrer Befriedigung darüber Ausdruck gegeben, daß nach

;j Mitteilung des Herrn Finanzministers der Malzaufschlag

■ i( in dieser Finanzperiode den Voranschlag um ein Namhaftes

iN übersteigen werde. Leider zeigt sich nun, daß andererfeits

i i { die Einnahmen aus anderen Sparten des Staatshaushalts

/i st hinter den bezüglichen Etatspositionen mehr oder minder

V t weit zurückbleiben werden. Namentlich gilt das von der

E Forstrente. — Dem Vernehmen nach wird die bairische

s Staatsregierung dafür sorgen, daß auf der Landes-Industrie

't und Gewerbe-Ausstellung des Jahres 1882 in Nürnberg

। Ä die Mittel des baierischen EiscnbahnbetriebSwefenS in

i reicher Entfaltung erscheinen. Unter diesen Umständen

'n liegt es nahe genug, daß sie der gleichzeitig staltfind enden

internationalen Eisenbahn-Ausstellung in Berlin nicht die- selbe Aufmerksamkeit zuwenden kann. — Im Jahre 1882 | werden vier Regimenter der bairischen Armee, nämlich das 2; und 10. Infanterie« und da« 1. und 2. Chevauxleger- 'i Regiment das zweihundertjährige Jubiläum ihrer Errich­tung feiern. Zur Zeit der Festfeier wird eine quellen- f. . mäßige Geschichte der genannten Regimenter erscheinen,

' i mit deren Abfassung Offiziere diefer Abtellungen beauf-

; i tragt sind. Um die in den bairischen Kriegsakten be-

i' i stehenden Lücken auszufüllen, wird aus österreichischen und

. französischen Archiven Material erholt und studiert gegen«

! > wärtig der königliche Major a. D., Herr Erhard, im Auf-

trage deS bairischen Kriegsministeriums die Akten des ■ ! vormaligen kaiserlich königlichen Hofkriegsrats, namentlich

। ' in Bezug auf die Türkenkriege deS 17. und 18. Jahr-

. Hunderts.

jj Metz, 19. Dezember. Seit dem Bestehen des Mosel- I kanals ist vor einigen Tagen zum ersten Male der Ver- ■ such gemacht worden, an Stelle des Betriebes mit Pferden

;k 't den mit Dampfkraft zu setzen. Ein Unternehmer in dem

'p benachbarten Corny (1870 Hauptquartier des Prinzen i, j Friedrich Karl) hat nämlich einen Schlepp-Schrauben« dampfer Herstellen lassen, welcher am 11. d. Mts. seine - erste Probefahrt nach Frouard zurücklegte. Mit zwei be« l ’• frachteten Schiffen von beiläufig 4000 Centner Last machte der Dampfer pro Stunde etwa vier Kilometer. Der Kon- zessionierung einer ständigen Mosel-Dampfschifffahrt wird । voraussichtlich weder von der deutschen, noch von der sran-

1 i( als wenn er sagen wollte, sie sei nun außer Dienst und

" könne ihm nichts mehr helfen, und lief spornstreichs nach

i i,l Hause.

i) ü Am andern Tage war's sein Erstes, was er that, daß i er, nachdem er den Badediener abgelohnt und die ganze Bade­anstalt kassiert hatte, zum Kürschner Giesel ging, sich eine

1, neue Mütze zu kaufen.

j „Geben Sie mir nur eine recht weite Mütze, Herr

11-, Giesel," sagte er, „mein Kopf ist, wie mir's vorkommt,

j!' in der letzten Zeit ein Bischen vollkommener geworden."

i> „Ich danke, Herr Ludwig," erwiderte Giesel, „kleinerI

i — denn gestem in der Abendstunde, schickten Sic da nicht !'• von Schulzen den Kellner Fritz 'rum mit Ihrer blau-

d. tuchenen Mütze, die Sie mir vor einem Jahre abgekaust,

; II daß ich sie Ihnen ein Bischen enger machen sollte?" j „So," sagte Ludwig, „that ich das? —und haben Sie h < mir die Mütze auch enger gemacht?"

|(<L „Gewiß, Herr Ludwig, um reichliche zwei Zoll, wie

' v Sie wünschen thaten."

Ä „O Ihr Spitzbuben," rief Ludwig und ballte seine

th Faust gegen die guten und schlimmen Freunde, — „o Ihr ih'. Spitzbuben!"

n Aber diese gute iFolge hat die zwölfstündige Einbildung, t>. er habe einen Wasserkopf, bei Ludwig doch gehabt: Er hat s fortan keine medizinischen Bücher mehr gelesen und ist ge­sund gewesen wie ein Fisch.

zösischen Regierung ein Hindernis in den Weg gelegt wer­den. V»n größerer praktischer Bedeutung dürfte dieselbe jedoch erst dann werden, wenn die Kanalisierung der Mosel bis zur Landesgrenze bei Sierck durchgeführt sein wird. Eine Petition, welche die Fortführung des MoselkaualS dem Landesausschuß unterbreiten soll, hat sich in kürzester Frist mit einigen tausend Unterschriften bedeckt, darunter die namhaftesten Industriellen von Metz und Umgegend. Durch ein Dekret der französischen Regierung vom 10. April 1867 wurde die Ausführung der Mosel-Kanalisation von Frouard bis Diedenhofen angeordnet. Zur Beschleunigung der Arbeiten bewilligte der Generalrat des Departement« la Moselle IIV2 Millionen Franks. Durch die Ereignisse von 1870 wurden die weit vorgeschrittenen Arbeiten unter­brochen, die Fortsetzung derselben jedoch durch Artikel 14 deS Frankfurter Vertrages vom 10. Mai 1871 garantiert, welcher lautet: „Jeder der beiden Kontrahenten wird die auf seinem Gebiet begonnenen Arbeiten behufs Kanalisation der Mosel fortsetzen." Solches ist nun von Frouard bis Metz geschehen. Für Lothringen ist aber wegen Mangels an Anschluß dieser Kanal fast ganz ohne Wert geblieben. Erst durch Anschluß desselben an den Rhein würde unser an Erzen |unb sonstigen Naturprodukten reiches Mosel­gebiet dem weiteren Verkehr erschlossen und auch für Alt- Deutschland wäre diese neue Wasserstraße von großer Be­deutung, da dieselbe mit dem französischen Kanalnetze korrespondiert welches nach Vollendung des von unS früher detailliert beschriebenen französischen Ostkanals einerseits die Nordsee mit dem mittelländischen Meer verbindet, an­dererseits durch Seitenabzwcigungen bis zum antlantischen Ocean reicht.

LuSlavl.

Paris, 21. Dec. Im Senat fragte Buffet die Re­gierung über die Wegnahme der Crucifixe und anderer religiöser Embleme aus den Pariser Schulräumen. Mi­nister Ferry antwortete, diese Entfernung sei erfolgt, um die Laicisierung der Schulen und den Charakter der Neutralität dieser Laienschulen zu vervollständigen. Zwei Agenten, welche ihre Instruktionen verletzten, seien bestraft worden. Senator Larcinty bildet die Frage zu einer Inter­pellation um und wurde die von Rozisres beantragte Tagesordnung, welche lautet: der Senat spricht sein Be­dauern aus über den Akt, welcher Anlaß gegeben zu der Interpellation — wurde mit 159 gegen 85 Stimmen an­genommen. —Louise Michel wird in ihren Ausfällen auf Gambetta immer tobender. Gestern sagte sie in der Salle Rivoli: Ich finde kein Schimpfwort, welches stark genug um daS Verhalten Gambettas zu kennzeichnen. Er ist jetzt das größte Hindernis einer friedlichen Verständigung zwischen dem Volke und der Regierung; darum muß man sich gegen ihn verbünden und ihn, wie das Kaiserreich, unter der allgemeinen Verachtung zu Falle bringen. Gam­betta ist ein Schuft, welcher Briefe stiehlt; wäre er nicht Gambetta, so befände er sich dafür schon im Bagno." Die Salle Rivoli liegt in die Rue Saint Antonie, dicht am MaraiS, also in einem kleinbürgerlichen philiströsen Viertel. Auch nahm daö Publikum die Schimpfrcten der Bürgerin sehr kühl ans und schien dieselben mit mehr Neugier als Achtung anzuhören. Ferner hat Louise Michel an das anarchistische Wochenblatt: La Revolution Sociale folgenden ganz unglaublichen Brief gerichtet: „Bürger! Ihr fragt Paula Mink und mich um unsere Ansicht über die Kandidaturen Verstorbener. Hier meine Antwort, welcher die Bürgerin Mink, wie ich glaube, im Wesentlichen beitreten wird. Die Kandidaturen Verstorbener sind eine Fahne uno eine Rückforoerung zugleich. Sie sind die reine, ohne Individualität dahinschwebende Jdec der socialen Revolution, die $bee, die man nicht packen »och vernichten kann, die Idee, welche unüberwindlich und unerbittlich ist, wie der Tod. Die ungesetzliche Kandidatur ist gerecht, die Kandidatur der Toten ist groß, wie die Revolution selbst. Was die Kandidaturen von Frauen betrifft, so sind auch diese eine Rückforderung, nämlich die der ewigen Sklaverei der Mutter, welche berufen ist, die Männer zu erziehen, und aus ihnen erst macht, was sie sind; aber daran liegt wenig, sind wir doch nur ein Glied der allgemeinen Sklaverei! wir kämpfen gegen den gemeinsamen Feind, ich für meinen Teil beschäftige mich nicht weiter mit den besonderen Fragen; denn ich gehöre, wie ich widerhole, zu allen Gruppen, welche, fei eS mit der Hacke ober mit der Mine oder mit dem Feuer, daS fluchwürdige Gebäude der alten Gesellschaft angrcisen. Sei gegrüßt, Auferstehung des Volkes, seid gegrüßt, ihr, die ihr mit eurem Tode die Pforten der Zukunft so weit geöffnet habt, daß die ganze Revolution durchziehen kanu. Louise Michel."

Madrid, 21. Dec. Die Regierung hat beschlossen, von Fremden, welche nach Spanien kommen wollen, Pässe zu »erlangen.

Loudon, 21. Dec. Die „Times" schreibt, wenn die Großmächte im Stande seien, sich über den Plan eines Schiedsgerichts zu verständigen und die Türkei Willens sei, den Urlellsspruch als bindend anzusehen, würde eS not­wendig fein, Griechenland auf das nachdrücklichste vorzu« stellen, baß es dem Frieden Europas nicht hinderlich fein dürfe. Wenn Griechenland das Projekt vereitle, werde es aufhörm, die Sympathien und den Schutz Europas zu verdienen. — Ein Pächter Namens Muller wurde gestern Abend von sechs Männern nahe bei Ballinrobe (Jrlano) erschossen. Die Attentäter sind entkommen. Die Motive zur Thal werden einem Streite über Land zugeschrieben.

Petersburg, 21.Dec. „Herold" meldet ausOreehowz- Einige Werst von Station Slawgorod der Losowo Sebastopoler Eisenbahn entdeckte die Polizei in einer Scheune dicht an der Eisenbahn gelegen einen frisch ge­grabenen Tunnel kurz vor der Heimreise des Kaisers aus Livadia. Die Verbrecher sollen noch nicht verhaftet sein. Der Besitzer des Gutes, wo die Scheune gelegen ist, er­schoß sich; ein Sohn desselben ist schon früher nach Si­birien verbannt, ein anderer nach diesen Vorfällen ver­schwunden. — Nachrichten aus Moskau zufolge soll am 20. d. abermals ein wenn auch unerheblicher Stubenten- auflanf stattgefunden haben. — Gerüchtweise verlautet, General Skobeleff habe burch Kavallerie unter dem Oberst Nowrozky nach heftigem Kampfe Kelat Nadir in der Nacht auf den 10. d. besetzt, den hartnäckig sich verteidigenden Tekinzen eine schwere Niederlage beigebracht und mehrere tausend Schafe und Hornvieh, sowie viele Gewehre erbeutet. Von Merw seien Truppen mit Artillerie im Anmarsch, um den Tekinzen zu helfen. — Nach einer Meldung aus Tiflis vom 20. d. seien die an der russischpersischen Grenze kon­zentrierten russischen Truppen nach ihren Stabsquartieren entlassen worden.

Athen, 9. Dezember. Vorgestern ist plötzlich die neue politische Debatte in bet Kammer abgebrochen worben. Man hat sowohl die verlangten Kreditbewilligungen für die Kriegsrüstungen gewährt, als auch die Abmachung mit der Bank in zweiter Lesung genehmigt, ohne die geplante Vertrauenssrage an die Regierung zu stellen. Das ver­dankt man teils der inzwischen eingetretenen Spaltung in den Reihen der Opposition, indem sich DelijanniS von einigen Anhängern TrikupiS' verletzt fühlte und diesen in einer weitschweifigen Rede, die zwei volle Sitzungen in Anspruch nahm, stark angriff, teils dem Umstande, daß einige abwesende Kammermitglieder aus der Opposition, welche am letzten Sonntag erwartet wurden, nicht ankamen. Die Opposition hat vorläufig von einem Mißtrauensbe­schluß gegen da» Kabinet Abstand genommen in der Hoffnung, daß es ihr vergönnt sein wird dies bei der Verhandlung über da« neue Grundsteuer-Gesetz, welches die Regierung der Kammer vor kurzem vorge­legt hat, nachzuholen. Kaum ist nämlich letztes Frühjahr das Zehntensystem durch die Besteuerung von Zugvieh ersetzt worden, und nun will man sie jetzt auch abschaffen und die Grundsteuer einführen. — Neulich hat der Finanz- Minister SotiropuloS das Budget für das Jahr 1881 bet Kammer unterbreitet, demzufolge sich die Einnahmen des Königreichs auf 51,481,560 unb bie Ausgaben auf 113,852,752 Drachmen belaufen, also ein Deficit von 62,371,162 Drachmen bleibt. Unter ben Ausgaben nimmt ben ersten Platz daS Kriegsministerium ein, welches 63,294,000 Drachmen beansprucht, sodann bas Marine- Ministerium mit 5,103,000 Drachmen unb endlich die Zinsen für die Staatsschulden, die sich nächstes Jahr auf 18,451,000 Drachmen, also um 5,500,000 mehr als dieses Jahr belaufen werden. In seiner einleitenden Rede bemerkte der Finanzminister, baß bas diesjährige Budget ein Deficit von 53,926,546 Drachmen erreichen und so­mit Griechenland in zwei Jahren ein Deficit von 117,220,526 Drachmen haben wirb.

RkW-Nsrk, 21. Dez. Eine große Getreidehändler- Firma in Chicago hat ihre Zahlungen eingestellt. Die Passiva betragen 600,000 Dollars. Diesem Falliment wirb die Baisse der Weizenpreise zugeschrieben. Die Firma soll gestern über eine Mill. BushelS auf ben Markt ge­worfen haben. Einige kleinere Fallimente folgten.

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Hejsen-Raffa«.

— AuS ben Dezembersitzungen deS ständischen Ver- waltungSausschufses zu Kassel, welche bieSmal längere Zeitbauer wegen bet festzustellenben Grundprincipien zur Ueberfühmng der vormals kurhesstschen Brandkasse vom seitherigen Einheitstarif in bie moberne mehrfache Klassen­einteilung bet zu versichernden Gebäude, wie solche vom neuveteinbarten Brandkassengesetz für den Regierungsbezirk Kassel vorgeschrieben wird, in Anspruch nahmen, geht dem „F. Kr." folgendes zu: Herr Landesrat Knorz teilte in einem längeren und umfaffenberen Vortrage ben 0 er maligen Zustanb wegen Unterbringung bet zahlreich verwahrlosten Kinder im Regierungsbezirk Kassel dem ständischen Ver- waltungsausschufse mit Die Anzahl derselben fei in ste­tigem Wachsen begriffen, so daß er solche in ben vorhan­denen Anstalten ober in Familien ohne außerordentliche Beihllfe nicht mehr unterzubringen vermöge. Jene, welche der eräug. Confession angehörten hätten zwar Aufnahme in der Rettungsanstalt zu Rengshausen, bet Diakonissen­anstalt zu Treysa und bet Kinderbewahranstalt zu Hof Reith im Kreise Schlüchtern gefunden, doch genügten die vorhandenen Plätze nicht, unb et hätte Veranlassung nehmen müssen, persönlich ben Zustanb bet vorhandenen Anstalten Hof Reith unb Sannetz zu untersuchen, welche Orte er zur Unterbringung btt Kinder am geeignetsten halte. Beide Anstalten seien unter guter Leitung unb seien empfehlens­wert, auch habe ihm bet Vorstand bet Anstalt zu Hof Reith die Vergrößerung derselben zugesagt, wenn die dazu erforderlichen Summen aus kommunalständischen Fonds bewilligt werden würden. Weit schlimmer ergehe eS ihm aber mit den verwahrlosten katholischen Kindern, da er die vorhandenen sechs Mädchen auch in katholischen Fami­lien nicht unterzubringen vermöge. Die Anstalt in Sannerz habe die Jungen zwar aufgenommen, jedoch fei dieselbe überfüllt, daß an eine weitere Aufnahme ohne Vergröße­rung bet Anstalt nicht gebacht werben könnte. Er habe

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