res, Ernroth Krieg, Slaveikoff Unterricht und Stoitcheff Auswärtige-. ~
Athen, 10. Dezember. Die Kammer nahm bte Convention betreffs der Anleihe von 52 Millionen mit der Bank von Griechenland an; letztere wird sich auch bei der auswärtigen Anleihe beteiligen. - Ein Anhänger Garibaldis, angeblich von einem Sohne Garibaldis abgeiandt, soll der Regierung angeboten haben, im Falle eines Krieges mit der Türkei ein GaribaldischeS EorpS von 6000 bi« 7000 Mann aufzustellen. ________
B«» LanSlagr.
Berlin, 10. Dezember.
Abgeordnetenhaus. Emgegangen ist der Gesetzentwurf betreffs Bewilligung von Staatsmitteln für die Hebung der Rolstandsbeziike im Regierungsbezirk Oppeln unv Beteiligung des Staates an Cifenbaynbauten im oder- jchiefifcheu NoiftandSbezirke. — Fortsetzung der Beratung des Kultusetats. Die Pofiiionen für die Confistorien m den allen Provinzen werden ohne Debatte genehmig!. Bei der Pofilivn für cie Confiftorien in der Provinz Hannover bringt Abg. v. Bennigsen den Fall oeS Ltadivikars Bcejenmeyer. Revner macht auf die strenge Absonderung der. lutherischen Kirche in Hannover aufmerksam. Die evangelische Kirche habe in der jetzigen Zeil de« MatcriallS- mus gerade die Aufgabe, das Joeale im Dem chen zu pflegen, die Kirche auf breilefler Unterlage auszubauen. Redner ersucht den CuliuSminister um Prüfung der angeführten Falle und Entscheidung dessen, was Rechtens ,ft. — Der Kulusminifler erklärt: die allgemeinen Aus. führungen des Vorredners könnte ich doch nur mit großem Vorbehalt acceptieren. Es ist zweifellos richtig, daß die Kirche das Ideale zu pflegen berufen; daß diese Ausbildung aber durch Auflösung der einzelnen Bekenntnisse erreicht werden könne, i|t mmoestenö zweifelhaft. Die Ausführung der Vorschläge Bennigsens wurde an vie Stelle des chrlft- lichen Bekenntnisses nur eine verschwommene Humanität setzen. Es ist ein Irrtum, wenn der Abgeordnete die jetzige Bewegung mit dem 17. Jahrhundert vergleicht. Es handelt sich hier nicht um theologische «chnörkeleien, sondern um Durchführung deS positiven Bekenntnisses. «oweU die angeführten Fälle mein Ressort angehen, werde ich baS Notwendige thun. Es ist richtig, daß m Hannover kirchliche Richtungen bestehen, welche nicht unterscheiden zwischen kirchlichen Angelegenheiten und politischen Bellettaten. Diese werden Preußen stets als Feind behanbeln: soweit es die Gesetze erlauben, werde ich dieser Tendenz rntgegen- treten Abg. Brüel weist den Vorwurf zurück, daß da« I Consistorium leidenschaftlich in politischer Tendenz gehandelt habe. — Abg. Windthorst protestiert dageg n, daß innere Angelegenheiien der evangelischen Kirche un Haufe I zur Sprache gebracht werden. Er habe stets auch die I Einmischung in die Angelegenheiten der katholischen Kirche
geben. 1875 war bie BrvölkerungSzifier 1684, mithin Zuwachs 142. .
Kaffel, 9. Dezember. Am gestrigen DlskussionSabend beS konservativen Vereins würbe von Seite eines Mitgliedes darauf aufmerksam gemacht, daß sich die an dieser Stelle bereits mitgethcilten Beschlüsse des Vereins bezüglich der allgemeinen Wechselsähigkeit und deren Beschränkung, wie dieselben aus vielseitigen und wiederholten Besprechungen hervorgingen, auch in Uebereinstimmung mit der älteren Gesetzgebung befinden. Das Allg. Preuß. Landrecht enthält nämlich im zweiten Teil, Tit. 8, § 731 stü- in ganz ähnlicher Weise die Bestimmung, daß die Wechselsähigkeit von solchen, die sie nicht bereit« besitzen, beim Richter nachgesucht werden kann und daß dieser gehalten ist, den Betreffenden zuvor daraufhin zu prüfen und insbesondere zu untersuchen, ob er ein Gewerbe treibe, für welches ihm btt Wechselsähigkeit auch wirklich von Nutzen sei. Da sich jetzt auf vielen Seiten ähnliche Anschauungen gellenb machen, so liegt die Fiage nahe, ob es weise war, diese und ähnliche Bestimmungen der älteren in mancher Hinsicht weit mehr als die jetzigen auf Erfahruug beruhenden Gesetzbücher ohne Weiteres aufzuheben. (H- T.)
Kassel, 9. Dezbr. Der Gesamlschaden, der durch den Brand de» Lorenz'fchen Hauses verursacht wurde, soll stch auf 150,000—200,000 Mark belaufen. — Daß die Bettenhäuser Feuerwehr zuerst aus der Brandstätte erschienen sei, bestätigt sich nicht. Die erste am Markt angelangte Spritze war die Unterneustäbter. Da es wenig ^bekannt ist, baß die Unterneustadl aus dem früher Zimmrrmeister Kum- mel'schen Grundstück vor dem Leipziger Thore ihr eigenes Spritzenhaus hat, so mochte das Publikum in der über die Fuldabrücke gefahrenen Spritze wohl die von Bettenhausen vermuten. Die Kasseler Feurrwehrmannschaften haben da« RettungSwerk allein ausgcführt, au« der Umgegend waren keine herbeigekommen. (K. Tgspst.)
Sana«, 7. Dezbr. Der „Frkf. Ztg." wirb von hier geschrieben: „Wie wir erfahren, hat Herr Oberbürgermeister Rauch bei dem Stadtrate beantragt, zu dem Ge- fchenk, welches aus Anlaß der Vermählung des Prinzen Wilhelm demfelben von verschiedenen Städten der Monarchie gemacht werden soll, 2500 Mark beizutragen. Der Stadtrat hat diesen Antrag ursprünglich abgctehnt, auf weitere Befürwortung des Herrn Oberbürgermeisters aber zugestimmt, baß bie Vorlage nochmals an eine aus Stadt- rate- unb AuSschußmitgliebern bestehenbe gemischte Kom- I misston gebracht werde. Die schlechte Lage unserer städtischen Finanzen, sowie unsere trostlosen geschäftlichen Verhältnisse rechtfertigen vollständig den ablehnenden Befchlutz oes Stadtrats." — Wie die „Hanauer Ztg." au« bester Quelle vernimmt, ist das Allstädter Schloß definitiv an I ocn Prinzen von Hessen-Philippsthal abgetreten worden.
Der Herr Oberprästdent v. Ende hat jedoch erwirkt, daß der Besuch des Schlotzpartt dem Publikum nicht vorenthalten werben darf. — Da« Auftreten ve« Magnetiseur« Professor Hausen auS Kopenhagen unb bie ihm mit zwei hiesigen Personen wohlgelungeiieii Experimente, haben dazu gedient, die bei der überwiegenden Mehrheit vorherrschenden Ansichten, baß mau eS hier mit einem Schwindel zu thun habe, völlig zu widerlegen.
zurückgewiesen. Abg. S trotz er schließt sich dem Proteste WindthorftS an. Abg. v. Bennigsen spricht nochmals im Sinne seiner ersten Ausführungen und tritt einzelnen Aeußeiungen der Vorredner entgegen. Abg. Windthorst begründet nochmals feinen Protest. Abg. G ö tt i n g schließt ich Bennigsens Ausführungen an. Alle Titel des Kapitel 112 werden nach unerheblicher Debatte genthmigt. Bei Kap. 113 nimmt Abg. Stöcker Anlaß, die Angelegenheit der Gründerliste zu berühren und verliest folgende Erklärung: Als die Erklärung vom 14. Nov. erschien, mußte es mit Recht auffallen, daß unter derselben einige am Gründungstaumel der siebziger Jahre hervorragend beteiligte Namen sich befanden. Die« wurde Veranlassung nachzuforschen, wie viele an irgendwelchen Gründungen beteiligte Personen sich der Erklärung angeschlossen hatten. Es fand sich aus zuverlässigen Quellen Beilagen zum Handelsre- giftet unb gedruckten Veröffentlichungen, welche den Börsenblättern in jener Periode dcilagen, daß mehr als ein Viertel der Unterzeichner irgendwie mit Gründungen verbunden waren. DaS habe ich in meiner Rede auf meine persönliche Verantwortung zum Ausdruck gebracht. Da die Form meines Ausdruckes Mißdeutung gefunden hat als hätte ich nur von fchlimmen Gründungen geredet, so wiederhole ich, daß ich nichts anderes habe sagen wollen, als daß mehr als ein Viertel der Unterzeichner als Gründer, erste Zeichner, Aufsichtsräte oder Direktoren der Gründungen der siebziger Jahre verknüpft sind. Ein sittliches Vereikt in einzelnen Fällen habe ich dagegen nicht abgegeben, vielmehr den Gesamtzustand jener Tage al« Hepentanz umdaS goldene Kalb bezeichnet, woran die einzelnen teilnahmen. Unter diesem Vorbehalt lege ich die Liste auf den Tisch des HauseS. Abg. Zelle erklärt seine Befriedigung über bie Abgabe dieser Erklärung von Seiten Stöcker«, dieselbe könne jedoch bie Unterzeichner der Erklärung vom 14. November keineswegs befriedigen. Die Beleidigung halte zurückgenommen werben müssen. Das Urteil darüber, wer Unrecht gethan und wer e« erduldet, gebe er der Allgemeinheit anheim. Präsident v. Köller hält den Gegenstand für nicht streng zur Sache gehörig, will aber gegen die Erörterung nichts einwenden, wenn auch die übrigen Redner zum Wort kommen. An der weiteren Debatte nehmen Teil: Die Abgg. Struve, Neßler, Parrisius und v. Ludw ig. Letzterer verdächtigt in feinen Ausführungen gegen das Gründerwesen verschiedene Personen, auch Abgeordnete, unb spricht Entrüstung darüber aus, daß man seit Jahren schon mit Gründern unter demselben Dache tagen müsse. (Großer Tumult.) Der Präsident ruft v. Ludwig zweimal zur Ordnung und droht mit Entziehung des Wortes. Abg. Stöcker konstatiert, daß ihn nicht seine Fraktion sondern sein Inneres zum Erlaß der Erklärung gedrängt habe. Auch gehe er noch heute von
denselben Anschauungen wie damals aus. — Nach weiteren Aeußeiungen der Abgg. Gringmuth und Struve wird das Kapitel unverändert bewilligt, ebenso das Kapitel bez der katholischen Conststorien. Bei dem Kapitel Bistümer und zugehörige Institute verlangt Abg. Reichensperger die Wiederaufnahme der Staatsleistungen für katholische Geistliche, Aufhebung de« sog. Sperrgesetzes und eine Erklärung des Minister- über dessen Stellung zu Diesem Gesetze. Der Kultusminister erioibert: er habe wiederholt die Stellung der Regierung bezüglich deö Sperrgesetze« dargelegt. Die Regierung glaube eS der Würde deS Staates schuldig zu fein, solange ein solcher brennender Konflikt dauere, Dem Gegner alle Mittel entziehen zu müssen, bie es ihm erleichterten, den Staat zu bekämpfen. Die Ermächtigung in dem letzten kirchenpoliti- schen Gesetze könne sich nur auf die Geistlichen ganzer Diöcesen beziehen; von einer Aufnahme der Staatsleistungen zu Gunsten einzelner könne keine Rede sein; hätte die Regierung da« Gesetz in der von ihr vorgeschlagenen Form bewilligt erhalten, so würde sie Die« allerdings gekonnt haben. — Nächste Sitzung Sonnabenb.
fierwifette
— (Literarisches.) Abermals wollen wir die Aufmerksamkeit unserer Leser auf ein Prachtwerk richten, dessen wir schon vor einigen Wochen gedacht und dessen Fortsetzungen (Lieferung 5 und 6) heute vor unö liegen. Ariojl'S „Rasender Roland" gehört zu den Meisterwerken der italienischen Literatur; nach Dante ist Ariost unbestritten Italien« größter Sangesmeifter, und Ariost's herrlichste Dichtung ist eben da« wundersame Märchen-EpoS vom „Rasenden Roland" — ein Werk, das, wie alle echten Kunstwerke, niemals veralten wird. ES ist darum auch ein sehr gerechtfertigtes Beginnen, wenn immer von Neuem Beste stch damit beschäftigen, in immer vollkommenerer Weise die erhabenen Schöpfungen einer fremden Litteratur ihrem Volke zugänglich zu machen, und wir dürfen wohl behaupten, daß nun Ariost'S Meisterwerk ganz unübertrefflich dargeboten wird; dessen meterische Uedersetzung durch Hermann Kurz ist lange schon rühmlichst bekannt, nun aber hat Paul Heyse die Arbeit in seine bessernde Obhut genommen, und wahrlich, wenn ein Paul Heyse einen Hermann Kurz noch bessert, da flieht es vollsten Klang I Und nicht nur auf den Uebcrfetzer, so vollendet er seine Kunst auch übt, find wir dieses Mal für da« Verständnis angewiesen, Gustav Dorö, der Fürst auf dem Gebiete der Illustration, hat sich vertieft in daS verschlungene Rankenwerk der Dichtung, sein Griffel verdeutlicht uns Deren ©eenen unD Gestalten, und so genau paffen hier Illustrationen und Text zusammen, daß wir schwer zü unterscheiden vermöchten, wüßten wir e« nicht so genau,
Hessen-Rassan.
Marburg, 10. Dezbr. (Schwurgericht.) Al« Vorsitzender deS Gerichtshofes fungiert Herr Landgerichts- Direktor Dahlmann, al- Beisitzer die Herren Landgench S- Räte Steinhaus und Gleim. Verteidiger ist Herr RechtS- Anwalt Dr. Löbell. Als Geschworene werden ausgelost die Herren Fabrikant Raute von Sondheim, Beigeordneter Thomae von Oberdieten, Ackermann Peter von Unterrosphe, Kaufmann Wiederhold von Borken, Kaufmann Hauck von JeSberg, Landwirt Bender II. von Ebsdorf, Kaufmann Hofch von Biedenkopf, Tuchmacher Trost von Frankenberg, Oekonom Bodenbender von NiederbeiSheim, Kaufmann Müller von Gladenbach, Wirt Koch II. »on Battenfeld, Kaufmann Marburg von Bromskirchen. An- aeklaat ist der Zimmermann Gg. Kalbfleisch von Immichenhain, Amt Neukirchen, 60 Jahre alt, Vater von 5 Kindern, im Alter von 35-23 Jahren, wegen Vergehens gegen die Sittlichkeit, begangen an der Geisteskranken 37;ahngeii Elis. Junk von Immichenhain. Auf Antrag der Staats- Anwaltschaft wird wegen Gefährdung der Sittlickkeitdie Oeffentlichkeit ausgeschlossen. Aus Grund des Wahrspruchs der Herren Geschworenen, die den rc. Kalbfleisch für schul- I dig ohne mildernde Umstände erkannten, beantragte die Staats-Anwaltschaft 3 Jahre Zuchthaus und 5 Jahre Ehrverlust, während der Herr Verteidiger für ein geringeres Strafmaß und Anrechnung der UnierfuchungShaft sprach. Der Gerichtshof erkannte auf 3 Jahre Zuchthaus unb 5 Jahre Ehrverlust auf Grund de« §. 176, Abs. 2 des Straf-Gefetz-BucheS. I
Marburg, 11. Dez. (Schwurgericht ) Der Gerichtshof besteht ans den Herren LandgerichtSdireklor Dahlmann als Vorfitzendem, Landgerichtsräten Steinhauß und Gleim als Beisitzer. Die Slaat«anwaltfchaft vertritt der erste Staatsanwalt Herr Bertram, die Verteidigung Herr Rechtsanwalt Uckermanu, als Geschworene fungieren die Herren Ackermann Cloos von Moischt, Hucke von Lendorf, Schnabel von Niederweimar, Kausmann Müller von Gladenbach, Landwirte Schold von Mendorf, Gre« von Neustadt, Rentner Sommerlad von Biedenkopf, Kaufmann Hosch von Biedenkopf, Oekonom Bodenbender von Nieder- | beisheim, Gutsbesitzer Nöll von Holzhausen, Landwirt Berg von Christerode, Auszüger Riehl von Mardorf. Unter der Anklage, inländifches Metallgeld nachgemachl und in Umlauf gefetzt zu haben, steht der Schlosser und Schreiner Joh. Peter zu Königsberg bei Dillenburg. Derselbe, 32 Jahre alt, verheiratet, ist bereit« mehrere Male darunter wegen Meineids bestraft. - Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wird, da eine Gefährdung der öffentlichen Ordnung zu besorgen, die Oeffentlichkeit ausgeschlossen. Wir können daher nur das Urteil, welches auf 2 Jahre 2 Mo- : nate Zuchthaus, wovon 1 Monat durch Untersuchungshaft verbüßt, 3 Jahr Ehrverlust und Stellung unter Polizei- aufficht', sowie Einziehung der Formen und Falsifikate lautet, mitteilen. Hieraus entläßt der Herr Vorsitzende die Herren Geschworenen mit dem Dank de« Gerichtshofes
i und schließt die Sitzungsperiode. , ,
— (Personal- Chronik.) Der bisherige Pfarrer ' in Bietmünben, August Georg Ludwig Heldmann ist zum
Pfarrer in Kiichloiheim, im Dekanaiöbezuk Vöhl, und der ; bisherige Pfarrer zu Berkersheim, Carl Willich Carl, zum
Pfarrer in Ginnheim, Klasse Bockenheim, bestellt worden. __Der bisherige Pfarrer in Velmeden Georg Vaorotg Vtmon ist »um Pfarrer in Hümme, Klasse Trendelburg , be|hüt worden. —Der bisherige Pfarrer zu Iosbach Heinrich Daube ist zum Pfarrer in Holzburg, Klaffe Kirchhain, und der J »ast extr. Wilhelm Jacobi zum G-hulfen des Pfarrers,
Metropolitans TheyS in Jesberg, Klasse Lorken, tm Pfarramt bestellt worden. — Der kommissarische Steuerempfänger P Heinrich Kohlhaus ist definitiv zum königlichen ^teuerem»
psänget zu JeSberg ernannt worden. — Der Kreissekretar Kehr zu Hünfeld ist vom 20. Dezember d. I. ab in gleicher Eigenschaft an t>a8 königliche LandratSamt zu Ziegenhain versetzt worden. — Der RegierungS-Supernumerar Brunner 1 ist vom 20. Dezember d. I. ab mit Versetzung der Ge
schäfte des KreissekretärS bei dem königlichen LandraiSamle | zu Hünfeld beauftragt worden. — Der Schutzmann bet der
königlichen Polizeiverwaltung in der Stadt Staffel, Adam I Dittmar, ist auf fein Nachsuchen in den Ruhestand versetzt I (worden. — Der vorhinnige Sergeant im 3. hessischen Jn- [ i fanterie-Regiment Nr. 83, Johann Heinrich Christoph Gelm- I tb roth, ist zum Aufseher bei den königlichen Strafanstalten I >' in Kassel widerruflich ernannt worden. — Der GerichlS- l’e diener Gerhard zu Marburg ist in Folge rechtskräftigen I Straferkenntnisses seines Amtes verlustig gegangen. — L-er I Amtsgerichtsbote z. D. Johannes Fernau ist zum Genchts- I diener bei dem Amtsgerichte zu Marburg ernannt worden. I — Der Wegewärter Eichenberg in Oberrieden ist auf fern I Nachsuchen vom 1. Januar k. I. mit Pension in den I Ruhestand versetzt worden.
I Kirchhain, 10. Dezbr. Die Volkszählung am 1. d. I hat in hiesiger Stadt eine Einwohnerzahl von 1826 er-