Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image
 

9t r. 2S».

Klarburg, Dienstag, 26. Ottober 1880.

ie

5 5

0

5 0

ff

h

H tt n

idlai Ich uh cht.

ruckt

ceslau ittter leinen Huste h mit meine

sbrüi [306

irectoi

v.

imt: ! V0II M iarl iarl iarl iarl lad je von rt

rg,

unter

Kaß .88«. hrleal sts.

ernte1

daselbst; Smmltbenbant tn Berlin; W- ThicneS in Elberfeld: tt. Schlotte ie Bremen.

di,U/ rkaS. Arbeiterverstcherungsprojekt erfährt steril",folgendes: Im preußischen Handelsmini-

Bestellungen auf die Monate November und

Dezember der

Dberhessischen Zeitung

mit deren Gratisbeilage

Jllustrirte» Sonntagsblatt

bitten wir b a l d i g st machen zu wollen.

Die Landpostboten nehmen auf dem Lande Bestellungen entgegen.

Die Exped. d. Oberh. Zeitung.

tmft raut i-Ze> ,eziali [23 zu» Hai [30!

Rk. 5 ebigeu Stange [3068

3

trari

Der volkswirtschaftliche Kougretz und die Gold- währuug.

In Berlin hat in den letzten Tagen der sogenannte volkswirtschaftliche Kongreß, welcher auf dem Boden dcS Manchestertums steht, getagt, sich auch mit der Gold- währungöfrage beschäftigt. Zum Referenten hatte sich der , Kongreß merkwürdiger Weise einen Redakteur einer Wiener Zeitung, namens Dr. Hertzka,. verschrieben. Dieser Herr ' Lk uns belehren, daß wir Deutsche die Kleinigkeit von 200 Millionen Mark, welche uns die Durchführung der Goldwährung kosten wurde, nicht achten dürfen; in Oester- mch würde man sich glücklich schätzen, um diesen Preis zur Goldwährung gelangen zu können. Wer weiß, ob Herr H'rtzka nicht demnächst seinen österreichischen Mitbürgern plausibel macht, sie konnten die Herrlichkeit der Goldwährung für eine solche Bagatelle von 200 Mill, haben, und sie müßten also Narren sein, wenn sie dieselbe nicht einsührten. Wenn ihm dann ein paar Freunde sekundieren und die liberale Presse die erforderlichen Schlagwörter erfindet mit welchen die öffentliche Meinung bearbeitet werden kann warum sollten dann nicht auch die Oesterreicher in den gol­denen Netzen gefangen werden können? Die 400 Milliön­chen, welche Deutschland und Oesterreich auf diese Weise verlieren würden, müßten natürlich die Herren Geldhändler gewinnen, und da wäre die Lumperei der 2400 Mill, doch nicht so ganz zu verachten. Der Kongreß hat denn I auch beschlossen, daß die Goldwährung vortrefflich und des­halb frischweg durchzuführen sei. Daß die Herren gar nicht einmal daran denken, welche herbe Kritik dieser Be­schluß doch eigentlich an ihren Goldwährungs-Phantasieen ubt: Bor 8 Jahren wurde die Einführung der Goldwäh­rung vom Reichstag beschlossen und heute sieht sich der Kongreß in der Lage, dieselbe beschließen zu müssen. Ge­setze werden doch gemacht, um durchgeführt zu werden, und wenn ein Gesetz nach 8 Jahren immer noch nicht durch- geführt ist und die Organe deS Staates erklären: wir können es nicht durchführen ist da nicht handgreiflich I

Beiträge zur Geschichte der Stadt Marburg.

Die Eroberung der Stadt und des Schlaffes durch den ntederhefstschen Generat-Wachtmetfter Johann (steife und »er versuch einer Rückeroberung durch den kaiserlichen General-Feldmarschall Peter Melander, Grafen zu Holz- apsel, iw 30jährige» Krieg.

. Marburg war bis zur Erfindung des Schießpulvers eine mit dicken Mauern und starken Warttürmen, mächtigen Thoren und tiefen Wallgräben befestigte Bergstadt, die jeg- nchem äußeren Feind Trotz zu bieten vermocht hatte. Die Festungswerke der Stadt mußten jederzeit im besten Zu­stand erhalten bleiben und zwar auf Grund gewisser Ein­nahmen, welche in fürstlichen Freiheitsbriefen ausdrücklich dafür bestimmt waren. Nur ein innerer Feind, der Brand hatte fein Vernichtungswerk in größtem Maßstabe sie wieder- holt fühlen lassen, ganz besonders aber in den Jahren

u"b Das 15. und 16. Jahrhundert ging Jne jeglichen kriegerischen Anstoß an Marburg vorüber, sticht in gleicher Weise sollte die Stadt und das Schloß vvm 30jährigen Krieg (1618 bis 1848) verschont bleiben. Anfang dieses Krieges war Marburg niederhessisch.

Landgraf Moritz von Hessen-Kassel und sein Sohn und Nachfolger Wilhelm V. waren Verbündete der Kronen Schwedens und Frankreichs. Von 1624 bis 1646 war Marburg darmstädtisch. Landgraf Ludwig V. von Hessen- A°rmstadt und sein Sohn und Nachfolger Georg II. waren Krbündete des Kaisers. Innerhalb jener Zeit war Marburg mit Einquartierungen, Durch- und Vorüber- ^V^cl^randschatzungen, Plünderungen, Lieferungen von Mch Brot, Hafer, Bier, Wein und verschiedene andere , ^ittualten von Freund und Feind vielfach heim gesucht i

rtbeiK Ausgangs des Krieges sollte die Stadt nun i

durchweinen Ur n? ^H8 Fabrikarbeiter, welche^ohne r kl ri : C Unfall an ihrer Arbeitskraft geschädigt zu sein, «Ä? fx£ 8e btr "finalen Abnutzung der Arbeitskraft arbeitsunfähig geworden sind, in der That so erheblich ist, llteftot8cl die gesetzliche Regelung des Alttrver- ÄrT? <?en^enö Ql8 eine im besonderen Interesse kann^ EsÄS^? |u, stellende Forderung angesehen werden

®lto?rbe dabei von der Voraussetzung ausgegangen, i.X Versorgung der durch Unfälle ganz oder teilweise invalide gewordenen Arbeiter auf andere Weise gesichert Arbeiter Weiteres, alle

! 2 b Verstcherungszwange zu unterwerfen, es soll

6 bKCr b^m -3wange zu unterwerfenden be ° ^n8bgrenz und z. B. das Arbeiterpersonal, welche- b l solchen Industriezweigen thätig ist, die ihre Arbeiter nicht regelmäßig und dauernd beschäftigen, von dem Ver- stcherungszwange ausgeschloffen weiden?

Pfund »Pfg. 9

.®er. Kultusminister v. Puttkamer hat an sämtliche Provlnzial-Schulkollegien folgenden Erlaß gerichtet: Berlik, : ?e^'nber l880-. Unter denjenigen Kindern', welche ^b^orstehenden Wintersemester ihr sechstes Lebensjahr dadurch das schulpflichtige Alter erreichen, werden sich zum ersten Male solche befinden, welche nich '1 Sa 'ameules der Taufe teilhaftig geworden sind, ob- gleich ihre Eltern einer christlichen Religion Sgemeinschafl

31 Oktob-r 1645 erschien in Marburg der Kriegs kommlssar der niederhesstschen Armee, Valentin GoddäuS, dec Stadt einen Beschluß der Kronen Frankreichs und Schwedens zu eröffnen, wonach sie zur besseren Verpflegung der mederheffffchen Armee eine Garnison aufnehmen sollte. Der Kommissar ließ sich alsbald bei den fürstlichen Reaie- rungsräten anmelden und auch den Bürgermeister zu sich bescheiden, teilte inzwischen ersteren den Beschluß mit und eraU '/atr im Namen der Landgräfin Amalie Elisabeth vom General-Major der niederhesstschen Armee Johann Gase abgeschickt, solchen Beschluß der Stadt ?E"digen und zugleich zu vernehmen, ob sie gutwillig eine Garnison aufnehmen wolle. Die Reaie- rungsrate entgegneten dem Kommissar, die fürstliche Re- glcrung habe mit den militärischen Sachen nichts zu thun Stabt sei aber dermalen nicht in der Lage, eine Garnison «u verpflegen, weil sie durch die vielen Durchmärsche, Ein- «iprtlCsm"8Cn' Plünderungen und Lieferungen von Fleisch, V21: st^ erschöpft sei. Inzwischen waren auch die Deputationen der Stadt erschienen. Der Kom- den Beschluß und zeigte an, wofern man EL £ 8eJt uf!e widersetzte, habe er Ordre, weiter zu vermelden, daß alsdann die Stadt mit militärischen Mit- dazu gezwungen werbe; man möge dieses wohl be- D^vnL tUb 60r Schaden und Unglück hüten. Die entgegneten hierauf, sie hofften, daß solche S bie ®tabt nicht angewandt würden und daß die Frau Landgräfin nicht bestrebt sei, Stadt und Bürger­schaft zu ruinieren. °

(Fortsetzung folgt.)

audj noch die furchtbaren Wirkungen jener großen Erfindung deS Schießpulvers durch eigne Anschauung kennen lernem . . o b9raf ^ndwig IV. von Ob-rhessen, der zweite Sohn des Landgrasen Pyüipps des Großmütigen starb kinderlos am 9. Oktober 1604. In seinem Testament hatte er be­stimmt, daß der nördliche Teil von Oberheffeu mit der Hauptstadt Marburg an Niederhessen, der süvliche dageaen mit der Hauptstadt Gießen an Hessen-Darmstadt fallen sollte Landgraf Moritz von Niederhessen hatte bald nach «'lrSll8<n btr E^chast in dem ihm zugefallenen Tett kirchliche Neuerungen in Lehre und Kultus eingeführt wo- rm Darmstadt eine TestamentSverletzung zu erkennen glaubte und deßhalb Klage gegen Niederhessen bei dem kaiserlichen Kammergericht in Wetzlar erhob. Der Prozeß zog sich hin bis in die ersten Jahre deS 30jährigen Krieges und wurde 1623 zu Gunsten Ludwigs von Darmstadt entschieden. Landgraf Moritz mußte demzufolge das nörd­liche Oberhessen mit der Hauptstadt Marburg an Land­graf Ludwig abtreten, der die kirchlichen Neuerungen sofort wieder aufhob. Alle gütlichen Versuche von Seiten Nieder­hessens durch einen Vergleich in den verlorenen Besitz Oberhessens wieder zu gelangen, scheiterten an der Hart­näckigkeit des inzwischen zur Darmstädtischen Regierung gelangten Landgrafen Georg II. Was der Sohn des Landgrafen Moritz, Wilhelm V., nicht in Güte von Darm­stadt erlangen konnte, daS war seiner Wittwe, der helden­mütigen Amalie Elisabeth, einer geborenen Gräfin von Müntzenberg, als Regentin und Vormünderin ihres Sohnes Wilhelm VI, Vorbehalten, mit Gewalt der Waffen zu er­zwingen. Auf welche Weise Amalie Elisabeth sich wieder in den Besitz von Marburg setzte, soll in Nachstehendem mitgeteilt werden.

Grate, i hoch

XV. Jahrgang

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition b. Blatte» sowie d. Amumcen-Bureanx von E. L. Daube &6o.in Frankfurt a. M; Jäger'sche Buchhandlung daselbst; Hermannffche Buchhandl.

Anzeigen nimmt emgegen: die Expedition ».Blatte», sowie d-Annoncen-Bureaur von Th, Dietrich & Co. in Kaffel und Hannover; Th. Dietrich in Frankfurt a.M.; Haasenstein & Bögler in Aranlfutt a. M., Berlin. Leipzig, Cöln re.; Rudolf Kioffe in Berlin, Krank- frrt a. M re.

teTrti @efefe ^ugt? Der Wiener Redak-

u «cht reden: unsere Regierung aber, welche daö TaaeSberickt

doch «[«** HM. ««ma-ch .. ltm *

drea 300 Mill. Gold. Womit soll sie nun die 200 Mill iehttooM *ist, werden, wie Gold noch kaufen? Der Herr jierhta faat* Nun I to0^t ststst^t, nicht Gegenstand der preußischen Gesetz-

Anleihen^ist eine schöne S che L gewis e Lratt Lun f°nbCtn bCt R-ichSgesetzg°bung fein, ind?m sie sich

bet Staat 200 Mill leihen will, bekommt er fi WZl ck- m tzn/tag gebracht zu werden. Nicht--

reit vielleicht 160-180 Mill. Al ° müßte e um ü ÄkT N «ne Teilnahme des Fürsten Bismarck an 200 Mill. Gold kaufen zu können, 220 Mill leihen Wer " Arbeiten für später nicht ausgeschlossen.

Schulden macht, muß bekanntlich auch Zinsen zahlen.' Die Dl- "

3nfen aber kann man nicht abermals borgen die müssen Erricktn»^ S" ?^che als Wertzeichen zur

aus dem Steuerkäckel fließen. Die liberalen Heraen welche deuÄen im Warenverkehr bei

fonfi so besorgt um den Steuerzettel stnb, werfen hier mit tränen wit bem Auslände in den Wertbe-

I hunderten von Millionen um sich als seien's r-«8 b? ?' & und 10 M. ausgegeben werden

Aber damit ist's noch lange nicht genug/ Weim L ÄL Ä? bem November d. 3 in dem Ver- wEch die 500 Mark Gold anschafften: wie viele wären eb derselben ist denjenigen

w°hl davon nächstes Jahr noch ini Lande? Das Fehlende VerkebrsverKSe welchen nach den örtlichen

muß natürlich wieder ersetzt werden, weil wir ia kein Gold h^lluiffen ein Bedürfnis dazu obwaltet. Diese

probuclerm. Das ,q, 'bann ja , so L ** i «olbtu»

unfbt Sttb-r, welch.« wi, h-i-n/ taffieten wi, bur» bk " -----------

Goldwährung als Geldmctall, drücken cs dadurch im Wert "

bas Gold immer teurer wird, je mehr es auSschließlickes word«« ^e/>a^rCnbe Ermittelungen darüber

Geldmetall wird. Wo soll das aber hinaus, ^st diese worden, ob die ^abl derieni»-»

Golinvährung nicht eine offene Wunde, welche dem Staate ^.währenh das Blut abzapft? Ja, wenn die Herren GoldwahrungSmänner dem deutschen Reiche mit der Gold­währung auch zugleich eine Anzahl Goldeseleien in den Stall oder eine Allee vonBäumchen schüttel dich" in den Garten stellen könnten, dann lassen wir uns die Sache ge- fallen, aber seit diese Tierlein und Kräutlein ausgestorben sind, ist es ratsam, wenn ein Staat, in dessen Bergen Silber liegt, wenigstens sein Silber nicht selbst entwertet.

Dieser Kongreß, als dessen Vorsitzender auch diesmal wieder der bekannte Advokat und Abgeordnete Braun - Wiesbaden suuglctte, schmückte sich früher gern mit den stolzen Federn der Wllseilschaft, wenn dieselben auch oft etwas gar lose in seinem eigenen grauen Gefieder steckten.' Aber jetzt hat er auch dieses erborgten Schmuckes entbehren müssen. Dem S'Ts Nedaktcur traten die Professoren Adolf Wagner und Ahrends entgegen, welche ausführten, daß die Durch- ^.'rung der Goldwährung unmöglich ist, und daß man deshalb die Doppelwährung, die wir ja thatsächlich jetzt haben, auch gesetzlich sanktionieren solle. Wagner wünschte zum mindesten eine Untersuchung darüber, ob die Gold­währung durchgeführt werden könne; aber die Geldmänner stimmten natürlich gegen ihn. Es giebt eben Leute, die lernen nun einmal nichts aus der Erfahrung

(OlirrlirlTifdir jritmig