, Rheins, wie sie in Angriff genommen und fortgeführt Iworden ist, eine den Verhältnisfen vollständig entsprechende
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veröffentlicht werden.
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gewesen und daß die gegen daS Verfahren erhobenen Beschwerden nicht als gerechtfertigt befunden werden konnten. v t1 Man hat demnach das Schlußergebnis der KommissionS-
Verhandlungen dahin zu erwarten, daß die Korrektion in sy«, der bewährtesten Weise zu Ende geführt wird. Der Vorsitz rin den gegenwärtigen Verhandlungen der Kommission war e dem Direktor im landwirtschaftlichen Ministerium Geh. 411 j i; OberregierungSrat Marcard übertragen. Es kann dies uj £ als Beweis gelten, daß an entscheidender Stelle der Etn- , fluß, welchen eine Korrektion des Rheines nicht bloS für l’eijfcie Schifffahrt, sondern ebenso für die Landeskultur hat, l nicht unterschätzt wird. Es haben denn auch die jetzt ■ zu Ende gehenden Beratungen bestätigt, daß die Interessen lu 1. der Schifffahrt bleiben können, auch wenn die Rechte der > Landwirtschaft gesichert werden. — Nachdem der MiMster A r der Landwirtschaft Dr. Lucius an Ort und Stelle jetzt ' die bei einer eventuellen Regulierung der Weichsel und t Nogat zumeist in Mitleidenschaft zu ziehenden Uferstaaten
besichtigt hat, stellt sich die Frage aufs neue zur Erwägung, c welches Projekt der Regulierung vorzuziehen sei. Wie ich 4 höre, ist die Neigung in den Kreisen der Bewohner West- prentzens, welche ein Interesse an dieser Regulierung haben, . überwiegend darauf gerichtet, daß dem großen Projekt der , Vorzug gegeben werde. ES würde dadurch, so führt man an, einmal eine ungemein große Fläche namentlich in der Marienburger Niederung auf dem Danziger und Elbinger Werder der Landwirtschaft wiedergegeben werden. An-
s und entfernt worden zu sein; ein uns vorgezeigtes, von j einem Privat abgerissenes Exemplar ist sehr stark gum- ir miett. Der Polizeibericht schweigt übrigens über das !« Vorkommnis.
Augsburg, 7. Okt. Wie die „Allgemeine Zeitung" vernimmt, sind die Minister von Lutz, v. Fäustle, v. Riedel :unb v. Crailsheim sowie der Oberst v. Lylcmder zu Be- 1 voll »nächtigten Baierns beim Bundesrate und der General- bireftor von Hocheder, der Rat am obersten Landesgericht und Justizmiuisterial-Referent Kastner, der Ober-Regie- i-rungsrat Herrmann, der Ministerialrat von RaeSfeldt und j der Ober-RegierungSrat Schmiblkonz zu Vertretern der- , selben ernannt worden.
Breslau, 8. Oktober. Gestern Nachmittag hat in l;fl l! Gras Renarbs Grube „Dembowogura" bei Kattowitz ein 'i i Durchbruch flüssigen Geschiebes stattgesunden, wobei 54 ; s Bergleute verschüttet wurden, fünf wurden gerettet, 49
dererseitS würde dadurch auch den Deichverbänden eine .^^alljährlich wiederkehrende Last abgenommen. Auch würde t nur bei dem großen Projekte der Schifffahrt eine bessere e\ s Wasserstraße zu schaffen sein. Inwieweit diesen Wünschen - uud dieser Befürwortung nachgegebcn werden soll, ist zur Zeit noch nicht bestimmt. — Wie ich höre, werden die Berichte über die diesjährige Ernte bis Ende dieses Monats zusammen veröffentlicht werden können. — Die am 2. September Allerhöchst vollzogenen Kirchengesetze 1) über die Verteilung der General-Synodal-Kosten und die landes- kirchlichcn Umlagen auf die einzelnen Provinzen und 2) über die Ausschreibung von Umlagen für, provinzielle und landeskirchliche Zwecke werden im Laufe der nächsten Woche im „Kirchlichen Gesetz- und Verordnungsblatt"
x- l sind wahrscheinlich erstickt.
»’*j München, 5. Okt. Seit der Rückkehr der königlichen 5 Staatsminister au; dem Urlaub hat gestern zum ersten >,ik Mal wieder eine Sitzung des Ministerrats stattgcfunden.
' — Der bairische Gesandte in Berlin, Herr v. Rudhart, ist gestern Abend aus Italien hier eingetroffen und hat sich heute Vormittag nach Garmisch begeben. — Der „Augsburger Abendzrg." wird von hier unterm 4. Oktober geschrieben: „Gestern Morgen fand man an verschiedenen Straßenecken ein großes Plakat „An das deutsche Volk" angeheftet, das in äußerst revolutionärer Sprache zu einem a-; Volksaufstand auffordert. Der ziemlich lange Text ist in I «h einfachem schwarzem Typcndruck hergestellt. Gedruckt ist 1 *' das Phamphlet angeblich bei „Alist in Berlin", unten ist an ihm der Vermerk angebracht: „Der Empfänger dieses Aufrufs wird ersucht, denselben vermittels eines haltbaren Klebestoffes (Kleister rc.) heimlich an einer Auffälligen Stelle, Straßenecke, Plakatsäule rc. anzuschlagen." Der Aufruf scheint sehr früh morgens von der Polizei entdeckt
Avslalld.
, Wie«, 7. Oktober. Der Wortlaut der türkischen Note, ber heute gleichzeitig in Wien, Köln und Paris verösfent- ' licht wurde, scheint bei den Kabinetten eine ganz merkwür- 1 L biße, in Konstantinopel sicherlich nicht erwartete Wirkung , hervorgebracht zu haben. Diese Wirkung besteht darin, I; V. daß die Gefahr einer Sprengung des europäischen Concerts, ! 1 die man nach den ersten Analysen der türkischen Kund- ■ !? gebung befürchtet hatte, wenigstens vorläufig wieder so gut i wie beseitigt erscheint. Man teilt von durchaus verläß- f . sicher Seite mit, daß die Insolenz der Türkei die Groß- machte fester denn je vereinigt habe und daß ein gemein- , ' I schastlicheö Vorgehen Europas erwartet weroen dürfe. Der I'-Vorschlag Englands, wie der Trotz der Pforte zu brechen y ' sei, ist den Kabinetten bereits zugegangen und hat eine » t freundliche Aufnahme gefunden. Obgleich man über diesen 1» Vorschlag, der ja noch den Gegenstand von Verhandlungen ' . bildet, nichts Erschöpfendes vernehmen kann, verlautet doch - ■* über das Wesen desselben soviel, daß es sich um die Le- ' schlagnahme eines gewissen Gebietes der Türkei durch Eu- .' rvpa handle, welche Beschlagnahme der toultan und seine
Ratgeber früher oder später wohl mürbe machen werde. Daö Hauptgewicht ist jedenfalls darauf zu legen, daß eine Entzweiung der Mächte verhütet wird und daß in Folge dessen die Gefahr von Komplikationen zwischen den Großmächten anläßlich der neuesten oder der nächsten Phase der Orientkrise nicht zu besorgen ist, und das ist allerdings mehr, als man noch vor gairz kurzer Zeit zu hoffen gewagt hat.
Paris, 7. Okt. Hie Agentur HavaS bestätigt heute, daß der Präsident Grövy übermorgen in Paris eintreffen und den Vorsitz im Ministerrat führen wird, lieber Grsvyö Ländlichkeit wird stark gemurrt und man findet es leichtsinnig, daß er sowohl als auch der größere Teil der Minister in einem Augenblicke, wo die innere wie auch die äußere Lage eine so ernste ist, den ländlichen Freuden huldigt. Die Männer, die hinter der „Röpublique Francaise" stehen, fordern die Absetzung des Sultans, der übergeschnappt und allein daran schuld sei, daß seine Minister eine so kecke Sprache führten „Daö Hindernis, daS man zu be- seiligen Hai," schreibt dieses Blatt, „ist allein der Wille des Sultans. In Konstantinopel fehlt es nicht an klugen und wohlberatenen Leuten, die im geheimen den Eigensinn ihres Souveräns beklagen; cs giebt deren, welche glauben, er sei übergeschnappt. Wenn das zu beseitigende Hindernis auch nur dieses ist, so ist die gegenwärtige Lage nicht minder ernst, und es ist gut, die größte Aufmerksamkeit auf die Besprechungen zu lenken, zu welchen die türkische Note Anlaß geben wird." Der größte Teil der übrigen Blätter findet das Auftreten der Türkei ebenfalls äußerst frech, aber sie verlangen, daß Frankreich sich nicht weiter compromittiere und seine Schiffe znrückberufe. Rappel meint, England und Rußland würden klug handeln, es sich zu überlegen, ehe sie auf einem Wege weiter vorgehen, an dessen Ende sie einen Feind finden könnten, der nicht die Türkei wäre. Daö sranzösische Dogma, „daß Bismarck stets mit fürchterlichen Plänen umgehe," hat wenigstens das Gute, daß es die Franzosen noch friedlicher stimmt, als sie es im Augenblick sind, da sie nicht in „die Falle gehen wollen, die Frankreich wiederum gestellt ist". Die Regierungsblätter, wie das Journal des Debats und das XIX. Siöcle wollen ebenfalls, daß Frankreich sich auf keine Abenteuer einlasse, aber sich auch nicht dadurch lächerlich mache, daß eö plötzlich und ohne jeden trifiigen Grunv unb ohne das Parlament befragt zu haben auS dem europäischen „Concert" ausscheide. — Nach der Rückkehr der Kammern wirb ber Unterrichtsminister denselben einen sehr wichtigen Gesetzentwurf vorlegen. Der Zweck desselben ist, dem Staat ernsthafte Bürgschaften denen gegenüber zu gewähren, welche in den Staatsdienst treten oder Richter, Advocaten, Notare, Aerzte u. s. w. werden wollen. In Zukunft sollen nämlich die Universitätsgrade, die zu diesen Aemtern befähigen, nur noch solchen jungen Leuten bewilligt werben, welche das Zeugnis aufbringen können, baß sie ihren Gymnasial- Unterricht in Staatsschulei, ober in solchen freien Anstalten erhalten haben, welche gewiße Bedingungen erfüllen. Die freien Gymnasien, welche auf ben nämlichen Rang gestellt werden wie die des Staates, müssen als Directoren solche Personen haben, welche die oberen Universitätsgrade erlangt haben. Die ersten Professoren müssen gleichfalls im Besitze derselben fein. Die Professoren zweiten Ranges müssen zum wenigsten Baccalaureat sein. Falls dieser Gesetzentwurf durchgeht, werden fast alle Zöglinge der von Geistlichen oder Mönchen geleiteten Gymnasien vom Staatsdienst ausgeschlossen sein, da ihre Directoren und Professoren ihre Studien fast alle in ben geistlichen Seminarien gemacht und nie eine Staatsprüfung bestauben haben.
Loudon, 7. Okt. -Die für ben Kaiser von Rußlanb gebaute Vergnügungsyacht „Libadia" würbe gestern aus dem Dock in Fairfielb bei Glasgow, wo sie behufs ihrer Equipierung währenb der brei letzten Monate gelegen in ben Fluß bugsiert. Viele Tausenbe von Menschen wohnten dem Ereignisse als Zuschauer bei, ba währenb ber letzten paar Wochen daS öffentliche Interesse an dem Fahrzeuge bnrch bas angebliche Complott der Nihilisten, die Jacht in die Lust zu sprengen, in hohem Grade gesteigert worden. An Bord des Fahrzeuges befanden sich außer der Be- mannung nur Abmiral Popoff unb der Bauherr Mr. Pearre, während das allgemeine Publikum ausgeschlossen blieb. — Die Regierung soll die Absicht haben, die Garnisonen in Irland zu vermehren, währenb die oberste Militärbehörde sich dahin vernehmen läßt, daß es derzeit schwer fallen dürfte, Verstärkungen aufzutreiben, infolge ber Absenbung von Truppen nach Jnbien. Ende des laufenden JahreS sollen jedoch mehrere Bataillone für den Dienst in Irland verfügbar sein. — Lord Beaconsfield hat sämtlichen Pächtern auf seiner Besitzung Hughenden Manor 20 pCt. des soeben bezahlten halbjährigen Pachtzinses zurückerstatten lassen. — Die heftigen Regengüsse ber letzten Tage haben großen Schaden angerichtet und aus verschiedenen Teilen des Landes werden Ueberschwemmungen gemeldet. In Ecclesfield, unweit Sheffield, stand das Wasser so hoch, daß ein großer Teil ber Chaussee nach Barnley, welche die ungeheuren Wassermassen von dem Elitherre-Thale trennt, bis zu einer Besorgnis erregenden Ausdehnung unterminiert wurde unb bie Bewohner von 2 ober 3 Dörfern im Thale unterhalb beeilten sich, ihr Hab unb Gut fortzuschaffen und in einigen Fällen ihre Heimstätten ganz unb gar zu verlassen.
Hessev-Raffa«.
Marburg, 8. Oktober. (Straf kämm er sitz ung.] Zur Verhandlung kamen: 1) Strafsache gegen ben Kaufmann Siegmunb Strupp in Treysa, wegen Übertretung
der Sabbathorbnung. Derselbe war vom Schöffengericht in Treysa, weil er an einem Sonntag während des Nach- mittagsgottesbienstes Stiefeln in seinem Laden verkauft hatte, zu 3 Mark Strafe ev. 1 Tag Haft verurteilt worden und legte hiergegen Berufung ein. Er führte heute an, daß er während des Gottesdienstes nicht verkauft habe, da er feinen Laden geschlossen, als eS zur Kirche geläutet habe. Dies wird ihm jedoch durch den Gendarm Pelzer von Treysa widerlegt, welcher gesehen hat, wie rc. Strupp während der Kirche einem Sanbmaune ein paar Stieseln verkaufte. Herr Staatsanwalt Rabe beantragte Verwerfung ber Berufung, welchem Anträge sich baS Gericht anfchloß. — 2) Gegen ben Lanbmann Johannes Schlemmer von Schrecksbach, wegen Diebstahls. Demselben ist zur Last gelegt, in ber Zeit zwischen Pfingsten unb dem 12. August 1880 bem Ackermann Johannes Hahn von Schrecksbach brei biesem gehörige Landeskreditkassenschuldverschreibungen im Werte von 1500 Mark entwendet zu haben. Angeklagter gesteht den Diebstahl zu und behauptet, er habe sich in großer Geldverlegenheit befunden, auch sei sein Korn gepfändet worden; er habe sich in das Haus des rc. Hahn begeben, von welchem er gewußt habe, daß er Wertpapiere besitze und sei an einen Schrank herangetreten, habe hier in einem Buche bie betr. 3 Obligationen vorgefunbeu unb an sich genommen. DaS Geld habe er zur Tilgung seiner Schulden verwendet, auch sich dafür ein Pferd angeschafft. Die Staatsanwaltschaft beantragte gegen den Angeklagten eine Gefängnisstrafe von 1 Jahr 6 Monaten und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 2 Jahren auszusprechen. Der Angeklagte hierüber befragt erklärte: ich habe nichts mehr anzuführen. Das Gericht publicierte nach Beratung folgendes Urteil: Der Angeklagte wird wegen einfachen Diebstahls in eine Gefängnisstrafe von 1 Jahr unb in die Kosten, unter Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf bie Dauer von 2 Jahren, verurteilt. — 3) Gegen a. Wirt und Musikus Johö. Hucke von Lanertshausen, b. den früheren Förster Christian Greh- ling von Frielendorf, wegen falscher Anschuldigung unb Beleidigung. Beide Angeklagte sind schon bestraft, insbesondere Grehling wegen Meineids, falscher Anschuldigung und Verleitung zum Meineide mit 5 Jahren Zuchthaus unb Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte. Hucke ist angeklagt, bei einer Behörde (dem Herrn Oberpräsidenten) eine Anzeige gemacht zu haben, wonach er den Förster Seitz von Frielendorf wider besseres Wissen ber Begehung strafbarer Handlungen beschuldigt, sowie Grehling und Huck ben Förster Seitz beleidigt zu haben. Im Oktober 1879 war Hucke von dem Förster Seitz zur Anzeige gebracht worden mit der Angabe, 8 Kiefernstämme aus dem Walde entwendet zu haben. Bei einer vorgenommenen Haussuchung wurde auch ein Teil dieses Holzes vorgefunden. Das Amtsgericht zu Ziegenhain verurteilte deshalb Hucke zu einer Geldstrafe von 120 Mark. Nach dieser Verurteilung ging Hucke zu Grehling und ersuchte ihn, ihm eine Beschwerdeschrift gegen den Förster Seitz, welche er ihm diktieren wolle, zu schreiben, wozu Grehling sich bereit erklärte. In dieser Schrift wird nun dem Förster Seitz vorgeworfen, daß er eine falsche Anzeige gegen ihn (Hucke) gemacht habe und daß er ein Trinker sei, welcher große Neigung zum Lügen habe. Auch habe er, als er im Sommer 1878 in einer Wirtschaft in Lanertshausen in Streit geraten unb sich hierbei den Fuß verrenkt habe, seinem Oberförster die Anzeige gemacht, er sei im Walde verunglückt. Einem solchen Beamten, der mit Lüge uno Schwindel seine Vorgesetzten angehe, könne man auch zutrauen, falsche Anzeige zu machen. Angeklagter Grehling sagt auf Befragen, die Worte Lüge und Schwindel habe er, ohne von Hucke hierzu aufgeforbert worden zu fein, hingefchrieben. Die hierüber vernommenen Zeugen bestätigen die Angaben der Angeklagten nicht, namentlich hebt Herr Oberförster Schember hervor, daß er Seitz niemals betrunken betreten habe, dies ihm auch nie mitgeteilt worden fei; derselbe diene jetzt 38 Jahre, habe noch nie Strafen erlitten, sei sehr gerecht in seinem Dienste und verdiene vollen Glauben. Zu Ohren sei ihm (Schember) gekommen, daß Grehling sich ausgelassen habe, er wolle den Seitz noch dahin bringen, wo er gewesen sei, auch wolle er ihm ben grünen Rock schon ausbringen. Die Angeklagten benennen noch weitere Entlastungszeugen. Der Herr Staatsanwalt erklärt, falls bas Gericht aüf bie Vorladung derselben eingehen sollte, wolle auch er die Vorladung »och weiterer Zeugen hiermit beantragen. DaS Gericht lehnte jedoch beide Anträge ab unb gab dem Herrn Staatsanwalt bas Wort. Derselbe führte auS, baß Hucke unb Grehling die Anzeige aus Rache gemacht, daß sie stch der Strafbarkeit ihrer Handlungsweise bewußt gewesen seien, mithin gegen besseres Wissen die falschen Behauptungen, Verläumdungen und Beleidigungen gegen Förster Seitz in der fraglichen Anzeige ausgeführt hätten unb beantragte gegen Hucke 3 Monate unb gegen Grehling 14 Tage Gefängnis zu erkennen. Das Urteil lautete: Hucke wirb wegen falscher Anschuldigung, Beleidigung und Verläumdung zu 2 Monaten, Grehling wegen verläumderischer Beleidigung zu 10 Tagen Gefängnis unb beide in die Kosten des Verfahrens verurteilt. Zugleich ist dem Förster Seitz die Befugnis zugesprochen worden, den entscheidenden Teil des Urteils nach Rechtskraft einmal im Ziegenhainer Kreisblatt auf Kosten ber Angeklagten bekannt machen zu lassen.
Kaffei, 8. Oktober. Nächsten Montag den 11. Oktbr. feiert bie Bürgertöchterschule I. ihr sünfunbzwanzigjährigeS Stistungsfest, zu welchem ber Rektor derselben, Herr Pfarrer Opper, NamenS des Lehrercollegiums die Mit-