Nr. 237.
Jliaröurg, Freitag, 8. October 1880.
XV. )lchrgaig
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in den Werktagen l-.* • ■ ~~ __
(Schluß folgt.)
Jahres beginnen, weil viele und schwierige Vor
kanzler jetzt plant, als vollendeter Bau dasteht, würden immer noch ein Paar Jährchen vergehen, und die Arbeiter werden sich inzwischen mit den bestehenden Versicherunqs- Anstalten behelfen müssen. Wohl die wichtigste und für ie Arbeiter wohlthätigste, aber kiber noch zu wmig £ Ja««te ’ft die aus Anlaß der schändlichen Attentate auf das Leben unsere« Kaisers gegründete und mit Beiträgen aas allen Volkökresten begründete Kaiser-Wilhelmö-Spende Durch diese Spende kam durch 11'/, Millionen Spenden em Kapital von 1,740,000 Mark zusammen, welches den Grundstock dieser Anstalt bildet. Sie ist durch das Kaiserlich bestätigte Statut am 22. März 1877 ins Leben getreten.
Deutschland Herstellen lasse, und eine Anzahl solcher Gut- achten soll bereits emgelaufen sein. Es ist somit zu hoffen, daß die für die unteren Volksklassen so hochwichtige Anae- legenheit bald einer ernsten und eingehenden gesetzgeberischen 5?r~’t£ unkrzogen werden wird, und dies um so mehr, als Fürst Bismarck, tote positiv feststeht, die Angelegenheit
/ furf eme der wichtigsten sozialen Fragen hält, Ai m rtttiitrnHutt 2(1 art... re«. _ ° . 1
*■> 5Die Landpostboten nehmen auf dem Lande Bestellungen entgegen.
_______ Die Ex-ei». Oberh. Zeitung.
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her entnehmen wir in Betreff
^l,nien H^"rich noch folgende Mil-
Bestellungen auf das vierte Quartal der Bberhessischen Zeitung =tn„ft1.£,L«ten ±a,i8bd‘°9C ... ]«).<„ WM.nit
juiiltrirtc» Tonntagsblatt streben und überall werden noch fortwährend angenommen.
arbeiten vorhergehen mußten und weil der Umfang ihrer n5mI (fi a inaaiUtoei1t UU? ^°ßartig geplant war. Sie Ken allen genug bemittelten Klassen zu Gebote £ fUüCr 0atti Deutschland erstrecken, dem verschiedensten Belieben der Benutzung dienen, keinen Gewinnser- an allen Orten zugänglich sein. Letzteres wird vor allen gewünscht und wäre auch ein nicht we?n?snU9r iu fd)^enbcr Vorzug der Anstalt gewesen, wäre, es m dem von dem Verwaltungs- Rate versuchten Maße durchzuführen, nämlich so, daß alle und Telegraphen-Anstalten sich als Zahlstellen für d e Versicherung Suchenden geöffnet hätten. Allein die Verhandlungen mit dem General-Postamte führten zu keinem SM*U< und «.*«.„ M- bl. Wu»9 b.r S daß man, als man rn mehreren Monaten nicht« Neu-
mtt so großen Hoffnungen erwartet war, höchst ungeduldia in" 3 T:be'JU?at aaerIei übelwollende Stimmen ffiXÄ ;"b .in Versammlungen laut wurden. Erst kürzlich sprach in einem Arbeiterverein ein Maschinenbauer gegen die WilhelmSspende und hob als ihre Nachteile unter andern hervor, daß sie durch einen von oben ernannten Verwaltungsrat und durch lebenslänglich angestellte Direk- toren ganz absolutistisch verwaltet werde und daß diejenigen Mitglieder, welche 100 Mark eingezahlt, in der General- Versammlung nur eine beratende und keine beschließende Aümme hätten; dem gegenüber empfahl der Redner dann sich eine einheitliche Arbetterversichemn^s-^Gesetz'g^ig fr I sk?Gru^ Gewerkvereine, die nach den liberal- Deutschland Herstellen laffe. und -in- Lmm ,ten Grundsätzen verwaltet wurden.
Die Kaiser-Wilhelms-S-eude.
h Alterversorgung der sogenannten arbei- tenden Klassen hat bereits seit mehreren Jahren und namentlich seit der Zeit, wo der Sozialismus und seine auf die Hebung des äußeren Wohles der Arbeiter gerichteten Be- strebungen der Aufmerksamkeit größerer Kreise auf dies Gebiet hingeleM hat, Regierungen, Parlamente und einzelne Staatsmänner beschäftigt. Auch der Reichstag hat sie schon zweimal vor sein Forum gezogen und der Reichs- kanzler Anstrengungen gemacht, um sie auf dem Wege der Gesetzgebung zu klaren und zum Austrage zu bringen Die Bundesregierungen wurden auf Anregung des Reichstages bereits im vorigen Jahre vom Fürsten Bismarck aufgefordert, ihre Ansichten über die Sache in Gutachten niederzulegen, welche darüber Aufschluß geben sollten, ob
Anzeigen nimmt entgegen: die Esqieditio» d.vlatte», sowie d-Annoncen-Bureaur von Th, Dietrich & Co. in Kassel unv Hannover; Th. Dietrich in Frankfurt a.M.; Haasenstein & Vogler in Frankfurt a. M., Berlin, Leipzig, Cölu Rudolf Moste in Berlin, Frankfurt a. M. re.
seit 1872 an. Am 14. August jenes Labres ^nten Geburtstage, wurde der Prinz vom Kaiser zum Secondelieutenant im 1. Garde-Regiment zu Fuß und »um Unter-Lieutenant zur See ernannt 8 * B JUm
».„Die Erklärung des Wiener Abendblattes, Kronprinz Rudolf habe die bekannte Aeußerung über Russtsch-Kon- findet in diplomatischen Kreisen
Unglauben; dagegen fragt man sich, was der österreichische H/rr mit dem von ihm gemachten Ausspruch wohl bezweckt haben könne. Hätte er im Laufe eines Gespräches mLT tl.ner 8a"bSleutc gesagt, die Oesterreicher fürch- sich nicht vor einem russischen Konstantinopel voraus- dp! an ? fbann. a"ch ein österreichisches Saloniki tn der Welt gebe, so wäre eine solche Ansicht des zukünftigen Kaisers von Oesterreich zwar immerhin sehr interessant aber nicht gerade geeignet, für England hauptsächlich von öhnff ^etk 3U s/in; der Umstand aber, daß Kronprinz I ttwar/ptPn"K gesehenen englischen Persönlichkeit bk UN- J toTn O v11 ^^ffnungen gemacht hat, welche von der Kölni- j
Zeitung mitgeteilt worden sind, berechtigt zu der An- h.b. dm EnM-b-m ibilm Ä?» *"6m ”«« bicf. VIM.ichl w»hl>
Urteil, , bei Zelten zu beherzigen. Die Aeußerung des Kronpni^en sagt ganz deutlich, daß Oesterreich sich3 nicht 5ntPr,rfip?C ^enbl3fett bandet, die englischen BosporuS- Jnteressen als eigene zu vertreten, und folglich, daß wenn Rnsf"» b^ ®inna^mc von Konstantinopel durch die Russen verhindern will, es sich dabei nicht ohne weiteres £"b ^nbtCbf ^3t .^Österreichs bedienen kann. ES wäre in .^at sehr bequem für Herrn Gladstone, zunächst mit lr25Pro9ran,m soweit wie möglich durch- zusetzen ohne Rücksichtnahme auf die österreichischen Inter- J Ln-und sich sodann später mit
»u emSinpnU SW"? l'ch für seine Bemühungen ^./"ffchabigen. Die Aeußerung des Kronprinzen Rudolf gibt, hie sehr richtige Ansicht zu erkennen, daß Oesterreich GS nÄS9/0"^81”1’ «st, °m
•pontir nicht die Hand zu bieten.
, Z" Norwegen ist unerwartet e ne MinisterkrifiS aus- gebrochen, da der Staatsminister Stang seine Demisston erbeten hat. Motiviert hat Stang sein Gesuch durck &Ve benben Gesundheitszustand, man greift jedoch kaum fehl, wenn man LNnimmt, bcifi btc verzweifelten hnfiftfrfott 9tütftritt in veranlaßt haben^^Sein j
Rücktritt in diesem Augenblicke ist gleichbedeutend mit ‘ nnem Siege der Opposition. Wahrscheinlich wird mit Stang das gesamte Ministerium abtreten, um einem neuen MuHenum^ Platz zu machen, welches zu einer friedlichen Auseinandersetzung mit dem Storthing geneigt ist Man vermutet vielfach, daß Professor Broch a?dk Spitzt
Wer wisscn ivill^was der Mühlbach plaudert, wa« die Räder brausen, der stille See in seinen Tiefen bstat was die obe Fläche der Heide erzählt, der Sturm in He Flügel der Windmühlen singt, der findet es auf oipip« Wito» d-s Mchto>ch.»..5 L- n^h XK
Fluß mit 6aeimpclt.it Schiff,» die lichtget^nkle Ebene mit Wiese und Feld, die einsame am Waldrand; erstorbene Wald- plätze mit zerfallener Kapelle oder Burgruinen, Schlösser rn Baumen versteckt oder am See. ner
bct fünfziger Jahre zeigt sich der St, S n rtU rC n:r "°ucn Schönheitsfülle: er ver- s-t • r ^elmalerei mit der Aquarellmalerei. Die Karsenn lud den Künstler zu sich nach Koblenz, und wie nnsere^Dichterheroen weiland in Weimar unter der Sonne fürstlicher Gunst ihre unsterblichen Werke reifen sahen a«b ar1I et Vtcister nicht minder in der Huld und geistvollen Anregung der kaiserlichen Frau eine Befruchtuna feiner Seele, aus der viel herrliches erstand. Aus dieser Anregung erwuchsen und traten prangend ans Licht: ein "Ehor aus der Braut von Messina«, „Rhein-Preußen " „Shakespeare und seine Werke« (im Besitze der Königin von England), Illustrationen zur silbernen Hochzeit des Autoren93“8 Unb $a^Cofc Vlätter zu Werken lebender
Die neuere Zeit brachte noch manches unverdrängliche Blatt in des Künstlers RuhmeSkranz. Als das neueste nennen wir das im Erscheinen begriffene Prachtwerk „Der Rhein von den Quellen bis zum Meere« (Verlag von Schauenburg in Lahr.)
Dieser jüngsten großartigen Schöpfung des Meisters die so recht auf seinem ureigensten Gebiete sich bewegt, am
Rheinstrom, galten auch die letzten teilen de«
*5- Wotp«; bi. „Schw-Ij,lisch. Gr.»jpofl- 6t«4tc XÄTw* MW'nb' A“Ä4 KL,"7m9 Jlis* L« r- l-° d« Schloff« ,»"b.L„ S.L, »oVL 0b«. r tvalb und die Bergstraße, flankiert vom Wolfsbrunnen und Schwetzingen, Alles durch verschiedene Veuierun»,» schmackvoll ineinander verpflochten. Das 18
Dr. Engel, Redakteur des Magazin für Piteratnr Alandes, bezeichnet in Nr. 37. b 3 feines BlatÄ da! Me anaberflktoSenbeniSCrprä?ti3ftenb Prachtwerke, welch^ der lefeten ÖS Lt ?L3-rabe rQ™e bc* Bücherei in 'S eine tb nito 7peinen sehen; ebenso äußert sich werk« $ K,» L1 § Lelr .anerkennend über dieses „Rhein. v echuna"d,? Lt .7< Srribt di-sts Journal in einer Be- bc6, Blattes Odenwald und die Bergstraße au«
Sc«Smfl?n3, ."Leradzu brillanten Ausführung be» M lvor Allem runiliensche Auffassung des Ganzen hrrvorhebeu. Die.
Tagesbericht,
,, D^,r „Nordd. Allg. Ztg.« wird von bestens unterrich- ibier^,Sette mitgeteilt, daß die Zeitungsnachricht von der i**1. '■uic vci ivi^agnen jovialen Fragen hält etter» I Sen mit Verlobung des Großherzogs von
Am zweiten Tage, nachdem der Prinz die Korvette der »Ä btt Öi“?ticb durch die entferntesten Meere He getragen, hat er an der Marine-Schule zu Kiel Äie Seeofftzierprüfung bestanden. Mit dem Verlassen fsL^*rabC ^nJ:4)Ul^^cS "Prinz Adalbert" haben Prinz Heinrich und die mit ihm gleichzeitig eingetretenen Eabetten bie praktische Ausbildung zum Seeoffizier vollenbet unb es folgt nun noch ein einjähriger wissenschaftlicher
R» t»"»t< fl- mb« .rsi im D.,.mb°i b.« wüch-m b-M bi.
innten Jahres beginnen, weil viele und sckwieria, N»r- Vrin» Ä
Helnnch gehört -der Kaiserlichen Marine schon
Anzeigen nimmt’ entgegen die Expedition d.vlatte» sowie d. Annoncen-Burraux von <8- L- Daube L Co. in
^ermantosche vnchhandl. ♦ daselbst; Jnvalidenmmi in
Berlin: B. Thiene» in Merfeld: C. Schlotte in
Bremen.
Kaspar Schcureu.
leierte unser großer Maler und Aquarellist Kaspar Schemen seinen 70. Geburtstag. Die Wger illustrierte Zeitung brachte zu diesem Tage ein Knn8'to6r-b,eruNtcn Künstlers und eine interessante EÄu .QU6 ber Feder Bunds, der wir nach
stehende Zeilen entlehnen:
IanaSi°tenibihPmCUt^e klingt, unv wo das Vertangen nach dem ewig Schönen ber Kunst reae ist kennt Scheuren; vor allVm j-boch ist er dem Rheinstrom tn unvergänglichen Lettern vermählt Denn wer faJj und pries nicht des Meisters „Rheinwerk" diesen ttngenden singenden Hymnus auf die Prach? «er Land' Kf ' .auf welche der Schöpfer sichtlich den Skmpel der Befriedigung druckte diese Auferstehung der längst v^ klungenen Sage der schlafenden Geschichte, die er durck d-n Zauberstab seiner Kunst erweckte und vor die Blicke stellt . -Verklarung, daß die Sinne traumbefangen mit ÄaV^ UbCr9tT u"d Zeit hinwegeilen -Johann Kaspar Schemen wurde in der alten Kaiserstadt ^b°ren. Sein Vater, ein Miniaturmaler und Zeichenleh^e? «i irdischen Gütern nicht gesegnet, gab ihn bei einem Kaufmann tn die Lehre. Aber schon nach kurzer 2cit verließ der junge Mann diesen Beruf, um sich bei seinem Vater zum Künstler auözubilden. Im Iah e 1829 be/oa
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n„k3m. Znhre 1835 errichtete Scheuren sein eignes Atelier beaeist,! Kne^ ^weich' eine Fülle von Poesie und B ^ter Seelenempfindung ging mit den zahllosen Devn aus dem stillen Raum jener Werkstatt in die Welt