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leichten Retouchen das Ganze beliebig vollendet, was denn allerdings schon eine größere künstlerische Geschicklichkeit voraussetzt. Beide Methoden haben ihre eingentümlichen Vorzüge, denn wenn das Resultat der letzteren im Ganzen noch vollkommener ist, so bleibt das erstere leichter zu er­reichen und eignet sich daher besonders zur Masienpro- duktion. Unter Leitung eines Künstlers kann sie selbst von ganz unerfahrenen Koloristen, vielleicht am besten von Damen, besorgt werden. Der Erfinder hat sich in allen Großstaaten Patente verschafft, die er für Deutschland selber zu benützen, für andere Länder aber zu verkaufen beabsichtigen soll.

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Wteu, 5. Octbr. Der Gemeinderat der Stadt Wien nahm den Antrag des Clubs der Linken, worin die Einbe­rufung eines Parteitages der Verfassungspartei nach Wien direct befürwortet wird, an.

Paris, 5. October. Jaques Offenbach, der Componist, ist gestorben. .

London, 5. October. Die Botschafter von Rußland, Deutschland und Italien, sowie der türkische Geschäftsträger hatten heute eine Conferenz mit Lord Granville.

London, 6. Octbr. Aus Capetown wird gemeldet: Die britischen Truppen, welche zur Unterstützung der von den Basutos umringten Engländer ausgesandt waren kamen in Mohales Hock an, wo sie den Feind angriffen und alsbald schlugen. Der Verlust der britischen Truppen war unbedeutend.

Aepfelbäume Birnbäume Pflaumenbäume u. s. w.

Kirschbäume Edelkastanien Nußbäume

Anfang nimmt. Alle Besucher erscheinen in Balltoilette. Nach dem ersten Akte „Don Juan" wird dem Kaiser von Frankfurter Jungfrauen in höchster Gala (in den Stadt­farben) Thee serviert. Nach Schluß der Vorstellung fährt der Kaiser direkt nach dem Bahnhofe, von welchem die Weiterreise nach Berlin erfolgt. Der Weg von der Stadt nach dem Opcrnhause wird durch Gassterne, der vom Opernhause nach dem Bahnhofe durch Fackeln erleuchtet sein. — Aus Anlaß des Kölner Dombaufestes bleiben, wie der Verwaltungsrat der hessischen Ludwigsbahn mitteilt, die am 14. d. M. bei sämmtlichen Stationen der hessischen Luewigsbahn ausgegebenen Retourbillete nach Köln bis rur Rückfahrt bis 16. Oktober gültig.

Aus dem Regierungs-Bezirk Wiesbadeu. Wie beträchtlich der Schaden ist, welchen der Frost in vorigem Winter den Obstbäumen zugefügt hat, ergiebt sich aus folgender Aufstellung:

Resolution zur einstimmigen Annahme: „Zum Schutze der errungenen, aber keineswegs gesicherten nationalen Einheit und zur Verteidigung der freiheitlichen Güter gegen reac- tionäre Bestrebungen halten wir es für geboten, die im deutschen Reichstage und im preußischen Landtage hervor- getrctenen Spaltungen nicht auf die Wählerschaft zu über­tragen und namentlich im hiesigen Wahlkreise nach wie vor alle liberalen Männer zu gemeinschaftlichem Wirken zu vereinigen."

Marburg, 6. October. Heute Mittag um 12 Uhr stürzte am Mengel'schen Neubau in der Kasernenstraße der Zimmermann Becker von Wehrda von der Dachfirste. Derselbe wurde in das Landkrankenhauö ' seinem Auskommen wird gezweifelt.

Marburg, 6. Okt. Wie wir hören, umunn malen wieder die Subscriptionsliste zu den Saalbau-Con- certen der Kapelle des Jägerbataillons.

hiesiger Stadt ein Musikunternehmen mit größerem Bei­fall ausgenommen als gerade im vergangenen Winter diese Concerte, hoffen wir deshalb, daß durch allseitige Beteili­gung auch tu diesem Winter dieselben wieder der Sammel-

1 warmer Winter-Schlafrock für Damen in Cheviot, 1 Plaid, Flanell von 15 Mark an. [2346

Frankfurt a. M, 4 Schillerplatz. Gebrüder Hessel.

platz aller Musikfreunde werden, da die Kapelle nach jeder Seite hin bemüht sein wird, allen Anforderungen zu entsprechen und genußreiche Abende zu schaffen.

— Wir machen daraus aufmerksam, daß nach einer Verfügung des Ministers für Landwirtschaft, Domänen und Forsten vom 17. September d. I. auf Grund des 28 des Regulativs über Ausbildung, Prüfung und An­stellung für die unteren Stellen des Forstdienstes in Ver­bindung mit dem Militärdienst im Jägercorps bei den Regierungen zu Gumbinnen, Stettin, Stralsund, Potsdam, Oppeln, Magdeburg und bei der Königl. Hofkammer neue Notierungen sorstversorgungsberechtigter Jäger der Klasse Nr. 1 bis auf weiteres derart ausgeschlossen weroen, daß bei den genannten Behörden nur die Meldungen solcher im laufenden Jahre den Forstversorgungsschein erhaltenden Jäger augenommen werden, welche in dem Bezirk derjenigen der vorbenannten Behörden, bei welchen sie sich melden, zur Zeit des Empfanges des Forstversorgungsscheines be­reits über zwei Jahre im Königl. Forstdienst beschäftigt sind. Die Zahl der Anwärter ist gegenwärtig sehr gering in den Regierungsbezirken Marienwerder, Posen, Lieanitz, Kassel und Düsseldorf. '

Kassel, 5. Oktober. Auf gestern Abend war behufs Besprechung über die Frage wegen Beschränkung der Wechselfähigkeit eine Generalversammlung des Vereins für Handel und Gewerbe einberufen worden, welcher unser Landtagsabgeordnete Herr v. Griesheim präsidierte. Der­selbe verlas das den verschiedenen hiesigen gewerklichen Ver­einen zugegangene bezügliche Schreiben des Herrn Ober« Präsidenten v. Ende sowie die hierauf vom Vorstande be­schlossene Antwort, in welcher der Verein sein volles Ein­verständnis mit den, vom Juristentage u. s. w. beschlosse­nen, die Beschränkung der Wechselfähigkeit entschieden ab­lehnende Resolutionen erklärt. Nachdem ein Redner in der kurzen Debatte hervorgehoben hatte, daß als richtiges Cor- rektiv gegen die ja nicht läugncnden mannigfachen Fehler beim Gebrauche des Wechsels Seitens des geringen Mannes eine ordentliche Belehrung in den Fortbildungschulen für Handwerker nötig erscheine, wurde die vorgeschlagene, die Beschränkung der Wechselfähigkeit zurückweiseude Erklärung einstimmig angenommen. Die Versammlung war nur schwach besucht. (H. $.)

Kassel, 5. Oktober. In der Privatanklagesache des Buchdruckers und Besitzers der „Hessischen Morgenzeitung" Friedrich Scheel von hier gegen den Reichs- und Land- tagsabgrordneten Dr. Friedrich Oekter und den Redakteur des „Hess. Tageblatts" Dr. G. Wittmer von hier, ver­urteilte das Schöffengericht die beiden Angeklagten wegen Beleidigung deö Klägers zu je einer Geldstrafe von 150 Mark, subsidiär zu 15 Tagen Gefängnis. Wegen einer Widerklage des Herrn Dr. Oetker wurde Herr Scheel teils freigesprochen, teils der Beleidigung für schuldig be­funden, jedoch für straflos erklärt, weil die beleidigenden Ausdrücke^ von Seiten des Klägers in viel stärkerer Form auf der Stelle erwidert worden waren. Gleichzeitig wurde dem Herrn Scheel die Berechtigung zur Urteilspublikation in dem ihn beleidigenden Blatte zugesprochen. (H. M.)

Frankfurt, 5. Oktober. Der gestrige erste Pferde­markttag ist als ein guter zu bezeichnen. Am Samstag und Sonntag, sowie heute wurde unter den feineren Pfer­den namentlich durch französische und belgische Händler fleißig gemustert und es waren die Preise für die Waare derartig, daß bei einem ernsten Willen jedesmal daS Ge­schäft zu Stande kam. Aehnlich erging es mit denen auf dem Goetheplatz und Roßmarkt aufgestellten Arbeitspferden Bei der Markteröffnung waren am Platze 334 Reit- und Wagenpferde und 762 leichtere und schwerere Arbeitspferde. In letzteren fand namhafter Umsatz statt. Waö die Lotterie anlangt, so sind die Loose sämmtlich vergriffen und eS ge­langt der ZichungSplan vollständig zur Ausführung. Bei den günstigen Preisen war die Einkaufscommission in der Lage, einen Viererzug stellen zu können, wie noch keiner am Platze war. — Dem Programm für die Eröffnungs­feier des neuen Opernhauses entnehmen wir Folgendes: Der Kaiser trifft Nachmittags gegen 3 Uhr in Frankfurt ein und steigt wahrscheinlich im Hauptpostgebäude ab. Die Auffahrt jam Opernhaus findet gegen 7 Uhr statt, das Publikum betritt das Theater schon früher und zwar von halb 6 ab bis 6 Uhr. Um 7 Uhr erscheint der Kaiser, das Orchester intoniert die Königshymme, welche vom Pub­likum stehend angehört wird, worauf die Vorstellung ihren ■

Frankfurt a. M., 6.; October. (Mitgetheilt durch Menke Eichelberg und Sohn.) Ereditaktien 2461, nach — und - Staatsbahnaktien 238) nach Silberrente 62 nach — Ungar. Goldrente 91, nach -, 1860t Loose 122, 1877t Russe« 91) nach — II. Ruff. Orientanleibe 684 Galizier —. nach —. Papierrente Tendenz: schwach.

Im Jahre 1878 wurden gezählt:

668,294

149,197

682,102

97,230

• 16,301

29,636

1,687,760 ganzen Bestandes

Neue landwirtschaftliche Maschinen.

Häcksel und Rübenschneidemaschinen.

Das durch seine Anstrengungen, dem Landwirte billige und leistungsfähige landwirtschaftliche Maschinen zu liefern bekannt gewordene Eisenwerk Gaggenau, Murgthalbahn, Baden, dessen FabrtkationSziffer in drei Jahren bereits die Höhe von 11000 Maschinen erreichte, hat jetzt wieder 2 interessante Neuheiten dem Vertriebe übergeben.

Die eine ist eine neue Futter- oder Häckselschneidma- schine nach dem Excentricesystem alle VorteUe dieses Systems ohne dessen Nachteile besitzend.

Die Vorteile, die bekanntlich darin bestehen, daß die Verstellung der Schnittlänge eine leichte und einfache ist, sind bei der neuen Maschine noch ausgeprägter, denn die Verstellung der Schnittlänge geschieht mittelst eines Knopfes der sich, auf einer mit 10, den verschiedenen Schnittlängen entsprechenden Strichen versehenen Scala, von Hand ohne Werkzeug auf und abstellen läßt. Dem Nachteile der Ex- centrice, daß beim Ausgang der oberen Speisewalze der Schalthacken derselben weniger Zähne greift wie der der unteren, wodurch ungleicher Vorschub entsteht, ist bei der neuen Maschine dadurch abgeholfen, daß für die obere Walze keine besonderes Schaltwerk angebracht ist, sondern solches durch ein eigentümliches Zahnradssystem stets in Contact mit der unteren Walze bleibt und sich genau nach | deren Bewegungen richtet. — Der weitere Nachteil der gewöhnlichen Excentrice, daß ein plötzliches Einhalten der Walzenbewegung bei Kraftbetrieb oder eine rückgängige Bewegung derselben nicht möglich ist, indem die Walzen sogar dann noch vorwärts schieben, wenn das Schwungrad zurückgedreht wird, sodaß bei dem sogenannten „Wickeln" der Walzen man sich sehr schwer helfen kann, ist ebenfalls bei der neuen Maschine vollständig vermieden. Mittelff eines kleinen seitlich angebrachten Knopfes, der hereingestoßen oder herausgezogen wird, kann die Walzenbewegung einge­halten oder in eine rückläufige umgewandelt werden ohne daß der Gang des Schwungrades geändert zu werden braucht.

Die andere Maschine ist ein neuer Rübenschneider mit 4 radialen DifusstonS- oder Fingermessern, deren Schnitt­stärke sogar während des Gange» mittelst eines einfachen Griffes beliebig verändert werden können, ohne die Messer berühren zu müssen.

Nach ähnlichem System wurde auch eine Krautschneide- maschine konstruiert, mittelst der in einer Stunde ca. 300 Krautköpfe geschnitten werden können.

Die Futterschneidmaschinen werden in verschiedenen Größen gefertigt; die beliebteste ist eine mit 32 cm. Mund- weite ä, M. 80— resp. M. 85—,

Der Rübenschneider ist sowohl zum Anschrauben an die Wand als auch auf Gestell eingerichtet, .ist ganz von Eisen und kostet M. 35— resp. M. 42—.

. Die Futterschneidmaschine ist bereits patentiert; auf den Rubenschnetder ist das Patent angemeldet.

Schtffsnachrichte».

cr -»Oktober. Det Postdampfet Rhynland

Capt. Rändle, ist nach Newyotk abgegangen.

Newyotk, 2. Öktobet. Det PostdampfetVadetland, Capt. Jamison, ist nach Antwerpen abgegangen.

Newyotk, 3. Oktober. Der Postdampfet Zeeland, Capt. Weyer, ist von Antwerpen angekommen.

vermischtes.

Marseille. (Gascogner unter sich.) Ein Mar­seiller sagt zu einem Gascogner: „In der Rhone gibt es kein Wasser. Es ist alles Fisch!" „Das ist kein sonder­liches Verdienst für einen Fluß, erwidert ihm unverblüfft der Glascogner, die Gironde hat aber so viel Wasser, daß es keine Fische darin gibt. Sie sind alle ertrunken."

— (Velociped durch komprimierte Lust getrieben) Hüter der Bezeichnung „Jeder seine eigene Lokomotive" verkauft ein Amerikaner ein dreirädiges Velociped, welches durch komprimierte Luft getrieben wird. Die komprimierte Luft befindet sich in einem an dem Velociped angebrachten Behälter und soll im Stande sein, das Velociped sammt Reiter mit einer Geschwindigkeit von 25 (engl) Meilen pro Stunde fortzubewegen. Der Erfinder schlägt vor in ben Städten und an den Landstraßen Pumpstationen zu errichten, von welchem sich der Velocipedist jederzeit gegen eine geringe Abgabe mit frischer comprimierter Luft versehen lassen kann. Auf diese Weise, meint der Erfinder, sei die Möglichkeit geboten, sich von der Tyrannei der Eisenbahnen zu emancipieren.

— Zum Kapitel der Weinveredlung liefert das Vor­gehen des französischen Justizministers gegen daö Gypsen des Weines einen interessanten Beleg. Im August d I hatte nämlich der Justtzministcr in Uebereinstimmung mit dem Minister für Ackerbau und Handel eine Verfügung erlassen, wonach alle Weinhändler, deren Weine einen größeren Gypszusatz als 2 Gramm per Liter enthielten strafrechtlich verfolgt werden sollten. Diese Verfügung hat nicht verfehlt, große Bestürzung unter den Weinhänolern hervorzurufen, da dieselben zum weitaus größten Teil einen viel höheren Prozentsatz von GyPS ihren Weinen zusetzen Ihren Bemühungen ist eS gelungen, beim Justizminister Cazot auszuwirken, daß das von ihm erlassene Dekret vor­läufig nicht zur Ausführung gelangt. Es wird also ruhig weitergegypst l ..

_ — Kolorierte Photographieen auf allen Stoffen. Der Maler PixiS in München hat durch vielfache Versuche ein Verfahren entdeckt, Photographieen nicht nur auf Papier und Leinwand, sondern auch auf allen möglichen sonstigen Stoffen als Seide, Leder, Holz und Stein, mit Oelfarben so zu kolorieren, daß das Pro­dukt von einem wirklichen Oelgemälde kaum zu unterschei­den ist und doch mit größerer Leichtigkeit und Schnelligkeit hergesiellt werden kann, als sie zürn gewöhnlichen Kolorieren mit Wasserfarben nötig sind. Ebenso Übertreffen seine Er­zeugnisse weit die gewöhnlichen Oelfarbendrncke an Wert und können mit großer Bequemlichkeit in beliebiger Anzahl hergestellt werden. Zu diesem Resultat gelangt er auf zweierlei Arten: entweder indem er die Photographie auf Papier, Leinwand, Seide durchsichtig wie Glas macht und dann die Lokalfarben etwa wie eine rohe Untermalung hinten aufstreicht, wo bann bie Photographie die Zeichnung und Modellierung, der Stoff die kühlen und weichen Halb­töne angiebt, oder indem er auf Holz, Stein, Majolika rc. eine ähnliche Untermalung patronenartig aufträgt, dann das Lichtbild daraus drucken läßt, fixiert und nun mit |

Im Juli u Aug. 1880 wurden als abgestorben gezählt: 179,577 17,323 289,378

11,072 724 4,973 203,047

hat also der Frost

Limburg, 3. Oktober. Am 27. September d. Jö. hatten die Israeliten im Hill'schen Saale einen Festball veranstaltet, welcher auch von auswärtigen Israeliten und einigen Christen besucht war. Die Polonaise hatte kaum begonnen, da spürten die Anwesenden im Tanzsaale einen penetranten Geruch, eS entstand ein allgemeines Niesen, Husten, Thränen der Augen rc. Die Polonaise mußte unterbrochen werden, beim Nachsehen sand man Pfeffer­körner im Tanzsaale ansgestreut. Erst nach Oeffnung der Fenster, Lüftung des Tanzsaales und Aufziehen des Fuß­bodens gelang es, den Tanzsaal und die Luft darin zu reinigen, so daß der Ball fortgesetzt werden konnte. Der Gegenstand, welcher vermutlich bei Beginn des Tanzes in dem Saale war ansgestreut worden, war spanischer Pfeffer.