:. Dieses hundert- v empfoh- e Wissen ich heile reissfluss, ihten.
ister.
[2263
>ein,
sdorfer,
yeigen nimmt cmgegen
«eigen nimmt cmgegen: ZA A A A A A A j
«Expedition d.BlatteS, M ■ ■ MWW ▼ fl
W ObttWstht Jntniio
;CiPi
fast
Anzeigen nimmt entgegen MeSfliebitton b. Blattei sowie b. Annoncen-Bureaur von G L- Daube & Co. in »rt a. M; JLgerstche tblung bafeloft;;
Hermann'sche Buchyanbt.
♦ daselbst; Jndalidenbank in Berlin: W. ThieneS in «derfeld; S. Schlotte in
Ärs-eint täglich außer an den Werktagen nach Sonn- und Feiertagen Preis für das Quartal mit der wöchentlichen Beilage „JAttstriktes GonuiagSblatt" durch die Expedition (Ä och'sche Buchdruckerei) bezogen 2i Mark, durch die Postämter deS Deutschen Reiches 2 Mark 50 Pfg. (e$cl. Bestellgebühr). — JnfertionSgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg.
Für in der Expedition zu criheilende Auskunft und Annahme von Adressen werden 25 Pfg. berechnet.
»chaas.
ich mein serrev-, eseln in Feinste nd Pro- i bei mir [1192 Meister,
besorgt.
Art, uxstoffe, is zu den dannen, t Bette« [2232 ffe 144.
r
alität:
pr. Pfd. ) Pf. bis
in
«
lann- irt, ’g in
jen
;en, nen, ferten, eeigen der
Bestellungen für den Monat September auf die
Bberhessische Zeitung
mit deren Gratisbeilage
Zllttstrirtes Sonntagsblatt bitten wir baldigst bei den Postanstalten machen zu wollen.
• MU- Die Landpostboten nehmen auf dem Lande Bestellungen entgegen.
Die Exped. Oberh. Zeitung.
Lagesbericht.
Bezüglich der Nachrichten über die angebliche Verweigerung der Goldherausgabe von Seiten der Reichsbank erfahren wir, daß die Reichsbank in Berlin Gold in keinem Falle verweigerte, weder gegen Banknoten noch gegen Checks noch sonst, und daß hieran auch künftig festgehalten werden wird. Dagegen ist es richtig, daß bei einigen auswärtigen Zweiganstaltcn in neuester Zeit Anträge auf Gewährung größerer Summen in Gold an die Hauptbank verwiesen werden mußten, weil die Goldbestände der betreffenden Anstalten dazu nicht aus reichten, Gold also erst auf Kosten der Reichsbank dorthin hätte geschafft werden müssen. Nach gleichen Grundsätzen wird auch seitens der anderen großen Banken verfahren. Keine giebt bei jeder ihrer Zweiganstalten stets jede beliebige Summe Goldes her.
Es überrascht nicht, daß die Berliner Nationalzeitung jetzt sich dagegen verwahrt, daß die neue Gruppe Sturm gegen den Zolltarif laufen müsse. Vielmehr schließt das Blatt einen längeren Artikel, in welchem es lediglich vor weiteren wirtschaftlichen Rückschritten warnt, mit den Worten: „Eines findet, soweit wir die Sachlage beurteilen können, allseitig willige Anerkennung, die freihändlerische Agitation muß sich eine gewisse Zurückhaltung auferlegen, bis über die Wirkungen des bisherigen Zolltarifs reichere Erfahrungen vorliegen. Vor der Hand genügt die liberale Partei ihrer Aufgabe vollständig, wenn sie weiteren wirtschaftlichen Rückschritten vorbeugt." Ob sich damit die Nationalzeitung schon von der neuen Gruppe lossagt, wissen wir nicht; nach dem Sinne der angeseheneren Mitglieder dieser Gruppe scheint uns die Aeutzerung nicht zu sein, vielmehr um der Ansicht der national-liberalen Partei zu entsprechen. ■
iweiz uns eigen
Waffel hke.
Kaffel 1880. lartüffe.
er oder
djen
>och und essen bei fwfstadt.
Verwaist.
Erzählung von Clara Waldheim.
(Fortsetzung)
Fünf Jahre sind vergangen, fünf Jahre, eine kleine > Spanne im Raum der Zeit, die dem Glücklichen vorkommt wie ein kurzer, bunter, oft fo thörichter Traum, dem Unglücklichen aber, der seine Stunden nach Kränkungen zählt, , eine unendlich lange Frist dünkt, die wie ein dunkler il Schatten in seiner Erinnerung liegt.
Wir treffen unsere Bekannten in dem Gartensalon eines reichen vornehmen Hauses wieder. Eine Flut von Sonnengold strömte durch die geöffnete, auf den Balkon führende Thür hinein, schimmerte auf den lichtgrauen, mit zahllosen Blüthen übersäeten Seidentapeten und den zierlichen Nippessachen, unter deren Last die hellpolierten Möbel fast zu brechen schienen, und wählte sich als Ausgangspunkt einen roten Sammetcivan, den sie mit blendendem Licht übergoß. Hier ruhte, graziös hingestreckt, die kleine anmutige, blonde Frau, deren Bekanntschaft wir in der | Dachstube ihrer Schwester gemacht. Sie war fast ganz dieselbe geblieben, wenigstens dem Aeußern nach; dieselbe beinahe fieberhafte Beweglichkeit, dasselbe üppige, gelbe Haar, dasselbe blühende Gesicht — einige Fältchen abgerechnet, welche die Toilettenkunst freilich geschickt genug zu verbergen gewußt. Der klägliche, duldende Ausdruck ihres Gesichts, das leise Aechzen, das sie von Zeit zu Zeit hören ließ, deuteten genugsam darauf hin, daß sie hrute wieder an einer ihrer zahlreichen Krankheiten leide. Besuche waren deshalb verbeten und sie hatte den wahrhaft mütterlichen ’ Entschluß gefaßt, ihre beiden Nichten den Tag über mit i ihrer Gegenwart zu beglücken.
Diese saßen seitwärts von ihr, die eine mit einem Buch, die andere mit einer Handarbeit beschäftigt. Man konnte
Welchen Wert inan in unserem Nachbarstaate Belgien auf die Kenntnis der deutschen Sprache legt, zeigt die neueste Verfügung des dortigen Unterrichtsministers, wonach in Zukunft in ganz ähnlicher Weise, wie das für die unteren Klassen der preußischen Gymnasien und Realschulen beabsichtigt ist, der Lehrplan für die beiden untersten Klassen der Gymnasien (Athenees) und der Mittelschulen der gleiche sein wird. Und zwar wird in beiden Anstalten auf der untersten Klasse in den wallonischen Provinzen dem Unterrichte im Deutschen dieselbe Stundenzahl (acht wöchentlich) zugewendet werden, wie dem im Französischen, während in den Manschen Provinzen der deutsche Unterricht durch den vlämischen ersetzt ist. Auf der vorletzten Klasse beginnt dann auch in den vlämischen Anstalten der Unterricht im Deutschen. Der Minister betont ganz besonders die große Wichtigkeit, welche die Erlernung der deutschen Sprache für die Jugend Belgiens habe. Wenigstens in den privaten Lehranstalten des Landes war man früher anderer Ansicht, denn man bevorzugte in unverkennbarer Weise den Unterricht in der englischen vor dem in der deutschen Sprache. Darin wird jetzt wohl auch eine Wandlung eintreten, da jene Anstalten sich dem Einflüsse des staatlichen Vorgehens auf die Dauer unmöglich entziehen können.
Die Flottendemonstration an der albanestschen Küste wird das Ereignis dieser Woche sein. Aus Ragusa wird von vorgestern gemeldet: „Das italienische Geschwader, bestehend aus zwei Fregatten und einem Aviso unter dem Oberbefehl des Aomirals Fincati, ist heute früh hier eingetroffen. Sobald die französischen und deutschen Kriegsschiffe eingetroffen sein werden, soll ein Kriegsrat unter dem Vorsitze des Admirals Seymour stattfinden, um über die allgemeinen an der Küste Albaniens zu unternehmenden Operationen Beschluß zu fassen. Der russische Admiral Cremer hat sich nach Cettinje begeben. Aus Zara, ebenfalls von vorgestern: „Ein englisches Panzerschiff, an Bord der Viceadmiral Seymour, und die Panzerbrigg „Temeraire", sind in Gravosa eingelaufen." Was die Schiffe gegen die albanestschen Gebirgsvölker ausrichten werden, bleibt abzuwarten ; zunächst fragt es sich, ob sie überhaupt schon den Auftrag haben, etwas zu thun.
Deutsche» Reich.
Berti«, 7. Septbr. Im Auftrage des Ministers für Landwirtschaft, Dr. Lucius, bereist der Geh. Oberregierungsrat Heyder aus Berlin die Provinz Schlesien in Begleitung deö Garten-Direktors Stoll aus ProskaU, um die Obstbaumschulen, botanischen Gärten rc. zu besichtigen. Das Ministerium soll ein lebhaftes Interesse an Förderung der Obstkultur nehmen, für die in vielen Teilen unserer
Provinz noch wenig geschehen ist. — Dem Vernehmen nach wird in höheren, militärischen Kreisen die Frage ventiliert, ob es notwendig sein würde, eine Reform deö Natural-VerpflegungSwesens der Armee vorzunehmen. In neuerer Zeit ist von fachmännischer Seite wiederholt darauf hingewiesen, daß die bisher vorgeschriebene Naturalverpflegung für die meist noch in der Entwickelung begriffenen jungen Männer, zumal im Hinblick auf die Strapazen des Dienstes, nicht ausreiche. So z. B. forderte auf der letzten Münchener Versammlung deö Deutschen Vereins für öffentliche Gesundheitspflege Professor Weit (München) eine bessere Verpflegung des Militärs im Frieden, nachdem er angeführt hatte: „Die Nahrungsmittel, von welchen die Soldaten leben, enthalten oft nur die Hälfte des zur Ernährung nötigen Eiweißes. Dadurch steht sich der Soldat genötigt, sich den Mangel mit eigenem Gelde zu ersetzen. Wie wenig er von der gemeinsamen Menage zu leben vermag, zeigt der große Absatz der Marketender««» in den Kasernen. Auch die ärmsten Eltern sehen sich gezwungen, sich einige Kreuzer vom Munde abzusparen, um ihren Sohn in der Kaserne vor Hunger zu schützen. Der Staat hat aber ein großes Interesse daran, die Körper der Soldaten stark zu erhalten, denn nur gut genährte Soldaten können den heutigen Anforderungen des Krieges genügen." — Die Regierung in Lignitz hat die Schulinspektoren ihres Bezirks angewiesen, den Lehrern an das Herz zu legen, daß sie jede sich ihnen darbietende Gelegenheit benutzen, um bei den Kindern einen Sinn zu wecken, welcher rohe Behandlung der Tiere verabscheut und unmöglich macht. Der Schluß der Verfügung lautet: „Zu einer heilsamen Einwirkung auf die Kinderherzen bietet ganz besonders der naturgeschichtliche Unterricht vielfache Veranlassung. Derselbe wird namentlich diejenigen Gesichtspunkte für die Auswahl und Behandlung des Stoffes zu beachten haben, welche für die Unterweisung im Interesse des Schutzes der nützlichen Tiere geeignet sind. Wenn das Schul-Lesebuch in dieser Hinsicht reiches Material bietet, wie dies in dem „deutschen Lesebuch" von Bock der Fall ist, so sind diese Abschnitte so zu lesen, daß die in ihnen enthaltenen Belehrungen von den Kindern gründlich gefaßt und ihnen recht eindringlich gemacht werden. Es wird daraus zu halten sein, daß diese Abschnitte nicht blos als Leseübung benutzt werden, sondern, daß die Kinder den Inhalt richtig verstehen und so beherzigen, daß er auf ihre Gesinnung veredelnd einwirkt."
Darmstadt, 6. September. Der deutsche Kronprinz, welcher heute in der Frühe mit dem Großherzog nach dem Griesheimer Schießplatz im offenen Wagen fuhr, besichtigte um 7 Uhr die 49. Infanterie- und 25. Cavallerie-Brigade.
sich keinen vollkommneren Contrast denken, als den zwischen den beiden Schwestern bestehenden. Luise war zu einer hohen, schlanken Jungfrau emporgewachsen. Ihr gleichgültig kühles Benehmen im Verkehr mit Andern, ihre Bewegungen voll stolzer Grazie, ihr bläulich schwarzes Haar, das in einzelnen Löckchen auf Stirn und Hals liegend, in zwei schwere, wellige Zöpfe gezwängt und hinten lose befestigt, tief in den Nacken hineinging und einen seltsamen Contrast zu dem durchsichtigen Teint bildete, vor Allem aber die tiesdunklen, bald trotzig blitzenden bald wehmütig schimmernden Augen und der gelangweilte, apathische Zug ihres Gesichts stempelten sie zu einer jener Schönheiten, die nur in der Herrenwelt ihre Bewunderer finden, von ihrem Geschlecht dagegen mit einer gewissen Antipathie betrachtet werden. — Ihre Schwester Lina dagegen war das reizendste, lieblichste Backfischchen, was man sich senken konnte. Das niedliche rosige G-stchichen, von blondem Haar umrahmt, die flinke, weiße Hand, das allerliebste Füßchen, das, mit einem Spangenschuh bekleidet, kokett unter dem hellen Battistkleide hervorguckte — Alles war klein, anmutig und gefällig bei ihr und der rastlose Blick der veilchenblauen Augen, der bald im Zimmer umher- schweifte, von der kranken Tante zur vortragenden Schwester und von dieser zum schmetternden Canarienvogel, bald wieder aufmerksam auf die Hanbarbeit sich senkte, beutete genugsam an, daß sie in jenen glücklichen Jahren sich befinde, wo man Interesse an Allem nimmt und an Allem Geschmack findet.
Die Erzählung war zu Ende; Luise ließ das Buch, aus dem sie mit kalter, ausdrucksloser Stimme vorgelesen, in den Schooß sinken und schaute träumerisch durch die geöffnete Thür ins Freie.
„Jst's zu Ende? fragte die Tante, ihr Taschentuch von den Augen nehmend. „Mein Gott, wie einförmig
Du sprichst I Ist es nicht, als sollte man einschlafen bei Deinem Vortrag?"
„Das macht, weil Luise die Mühlbach'schen .Romane nicht mag," wandte Lina entschuldigend ein.
„Nicht mag, natürlich! sie sind ihr wohl zu weiblich? Freilich eines Shakespeare unanständige Dramen sagen ihr bester zu! Nun, ich mag mich ja um Anderer Geschmack nicht kümmern, aber wer an diesem schwungvollen, beredten Styl, diesen hinreißenden Situationen — oh, oh, meine Nerven!" Sie legte plötzlich die Hand wehklagend an die Stirn.
Luise war aufgestanden und zu einem Tischchen gegangen, um daö Buch nachlässig darauf hinzuwerfen. Die lange Schleppe ihres schwarzen Seidenkleides rauschte über den Teppich.
„Welch ein unausstehliches Geräusch", klagte die Frau, welche ihre eigene Eleganz sonst so gern auch zu hören liebte, „wie zerstörend eg täglich auf meine angegriffenen Nerven wirkt! Ueberhaupt, welch ein ominiöser Gedanke, sich stets in schwarze Seide zu wickeln — noch dazu in Sommertagen I Ist cs nicht, als wolltest Du damit Deiner Mutter nachahmen, die auch diese zwecklose Manier hatte, immer in schwarzer Seide umherzurauschen —" Sie legte die Hand wie schützend über die Augen und beobachtete durch die Fingerritzen hindurch ihre Nichte.
Diese stand noch, ohne ein Wort zu erwidern, am Tisch und rührte mit einem zierlich geschnitzten Stäbchen in dem Goldfischchen-Basstn umher. Nur an dem Beben ihrer Finger und der an den Schläfen aufsteigenden, leichten Röte konnte man ihre Erregung wahrnehmen.
„Bis zuletzt hat sie cs freilich wohl nicht gethan", fuhr die Tante fort, da sie bisher ihr Ziel noch nicht erreicht zu haben glaubte.
(Fortsetzung folgt)