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G.Mr. 181

XV. ZahlgMg

Marburg, Mittwoch, 4. August 1880

« k inieigen nimmt entgegen: ^Expedition d.vlattes,

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auf

[2275

[2265

20,6

21,0

19,2

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5,7

4,6

4,6

richtet.

wohner verglichen, so zeigt Brandenburg

infolge des

(Fortsetzung folgt.)

1878 .

1877 .

1876 .

1875 .

1874 .

1873 .

1872 .

1871 .

1870 .

1869 .

1868 .

8198

6403

8452

10256

10983

4,0

5,3

4,6

3,7

3,4

7,1

14,022 12,807 11,222 10,268

9444 8546

8,9 19,1 15,4

8,2

9,9 20,2 12,3 10,0

8,0 19,2 15,0

9,5

Dem Religionsbekenntnisse nach entfielen auf 10,000 Protestanten 2,2 Angeklagte, auf 10,000 Katholiken 3,3 und auf 10,000 Juden 6,3 Angeklagte.

1878 Proc.

1877 Proc.

3,1 3,5 1,7

2,0 3,8 der

1876 Proc.

gen, 8

teilung der Verbrechen.

Verbrechen.

nrg. finden ligung Gele-

waltthätigen Handlungen nicht mehr von einem Anträge abhängig gemacht wird.

Die Zahl der zur Verhandlung gelangenden Verbrechen einschließlich des Versuchs und der Teilnahme war:

SM" Die Landpostboten nehmen auf dem Lande Bestellungen entgegen.

Die Ex-ed. d. Oberh. Zeitung.

Schwere Diebstähle im wieder­holten Rückfalle.....

Diebstähle, welche infolge Connexi- tät zur Aburteilung vor die Schwurgerichte gelangten . .

Urkundenfälschungen ....

Verbrechen gegen die Sittlichkeit Meineid und Verleitung dazu .

Betrug (§§. 264 und 265 . .

S.-G.-B. für d. D. R.) . .

Körperverletzung mit tötlichem Er­folge und schwere Körperver­letzung ........

Amtsverbrechen......

Brandstiftungen und andere ge­meingefährliche Verbrechen . .

Raub und Erpressung . . .

Mord und Mordversuch . . .

Betrügerischer Bankerott . . .

3,5

2,8

1,8

1,7

3,9

Ein-

stelle- 2256

HB t zum ötretf- Expe- [1961

Die größte Zahl der Verbrechen während der letzten drei beobachteten Jahre bestand in schweren Diebstählen, in Urkundenfälschungen und Verbrechen gegen die Sittlichkeit. Die nachstehenden Ziffern reproducieren die procentale Ver-

EinflusseS von Berlin die relativ höchste Verbrechcns- ziffer, die günstigsten Verhältnisse weist die Provinz Schleswig- Holstein auf. Verglichen mit der Verbrechenszsffer der entsprechenden Jahre des 60er Decennius ist für die Pro­vinzen Posen, Schlesien, Sachsen, Westfalen eine Abnahme der Verbrechen zu konstatieren.

Es entfallen durchschnittlich in den Jahren 187678 jährlich Verbrechen in den Provinzen: Preußen auf 1901 Personen, Brandenburg auf 1579, Pommern auf 3122 Posen auf 1733, Schlesien 1673, Dachsen auf 2195, Schleswig-Holstein auf 4039, Hannover auf 3219, West­falen und Hohenzollern auf 2355, Hessen-Nassau auf 2694, Rheinprovinz auf 1992 Personen.

sigen Anstrengung zu erliegen schien. Jetzt war es über­wunden, er hatte sich aus eigener Kraft fein Schick­sal geschaffen. Die Mutter mußte nun so bald als möglich zu ihm. Er wollte sie aus ihrer Zurückgezogen­heit hervorholen, sie mit Stolz in die Gesellschaft ein­führen; sie sollte sich seiner Erfolge freuen und an allen Annehmlichkeiten teilnehmen. Er wurde nicht müde, sich immer wieder mit der Vorstellung dieses Zusammenlebens zu beschäftigen. Ihr wenigstens den Abend eines kummer­vollen und an Entbehrungen reichen Lebens angenehm zu gestalten, das war der stille Traum [seines Glücks. In jedem Brief hatte er sie zu kommen gebeten, doch Frau Horn hatte ihm noch ablehnend geantwortet. Sie wollte ihm erst Zeit lassen, sich einzurichten, schrieb sie, ihn erst festen Fuß in der Gesellschaft fassen lassen. Er solle sich erst einen ihm zusagenden Umgangskreis bilden, ihr jetziges Dasein wäre verfrüht und würde ihn isolieren. Sobald er jedoch dies erreicht und sich heimisch in den neuen Ver­hältnissen fühle, solle sie nichts mehr hindern, ihrer Sehn­sucht zu folgen und zu ihm zu kommen. Dr. Horn, so schwer ihm dies auch wurde, sah jedoch ein, daß etwas Richtiges in dem Einwand seiner Mutter liege; er beschloß also, abzuwarten und sich vorläufig ihren Wünschen zu fügen.

lentis uscht» elgafft 2277

3,0

3,0

1,7

1,1 S Q

Zahl der

Deutsche» Reich.

** Berlin, 2. Aug. Die neuesten Nachrichten aus Gastein bestätigen wiederholt, daß das Befinden des Kaisers vortrefflich ist. Daö höchst günstige Wetter im Verein mit der frischen Alpenluft gestatten dem Kaiser täglich Promenaden und Ausfahrten unternehmen zu können. Am 9. August wird die Abreise erfolgen, zunächst zu der Fürstin Hohenlohe-Schillingsfürst in Ausen und alsdann zum Besuche des Kaisers Franz Josef nach Ischl. Von dort gedenkt der Kaiser direkt nach Berlin zurückzukehren. Der deutsche Botschafter in Wien Prinz Reuß wird, wie ich höre, mit seiner Gemahlin am 4. August zur Auf­wartung bei Sr. Majestät in Gastein eintreffen. Die Weser-Ztg." enthielt kürzlich die Mitteilung, daß auf Telegraphische Weisung aus Berlin plötzlich und ohne jede Vorbereitungen der Veredelungsverkehr in der Hamburger Zollvereinsniederlage inhibiert worden sei. Die von mir angestellte Erkundigung hat ergeben, daß dies nicht der Fall ist. Inhibiert ist nur die Anfertigung von Waren aus der Zollvereinsniederlage nach dem Hamburger Frei­hafengebiet zum Zweck der Bearbeitung daselbst und zur demnächstigen Wiederaufnahme der bearbeiteten Waren in die Niederlage, ein Verkehr, welcher den vom BundeSrat erlassenen Bestimmungen vollkommen widerspricht. Von telegraphischer Anweisung ist überhaupt nichts bekannt. Es ist bemerkt worden, daß der § 105 der Geschäfts- Anweisung für die Oberförster vom 4. Juni 1870, nach welchem die Oberförster über alle außerordentliche Ereig­nisse direkt an die Centralbehörde zu berichten haben, nicht durchweg beobachtet wird. In letzterer Zeit ist insbeson­dere die Anzeige über einen im Wildstande ausgebrochenen Milzbrand, obwohl ein solcher auch noch eine verterinäre Bedeutung hat, unterlassen worden. Der Minister für Landwirtschaft hat nun in einem Erlaß vom 22. Juli die Königlichen Regierungen veranlaßt, die ihnen unterstellten Revierverwalter auf die pünktliche Befolgung der beregten Vorschrift aufmerksam zu mache». In Betreff der schon erwähnten Gründung einer Feuerversicherungsanstalt für Forstbeamte hat der landwirtschaftliche Minister gemeinsam mit dem Finanzminister eine Verfügung erlassen, deren wesentlicher Inhalt folgender ist. Die Nachteile, welche unmittelbar auch für die Interessen des Dienstes dadurch anwachsen, daß ca. 41 pCt. der Forstbeamten ihr Mobiliar nicht versichert haben, weil sie nur schwierig oder gar nicht Aufnahme bei den bestehenden Versicherungsanstalten fan­den, haben dazu geführt, einen auf dem Prinzip der Gegen­seitigkeit beruhendenBrandversichcrungs-Verein preußischer Forstbeamten" ins Leben zu rufen, welchem unterm 24.

Hennaimffche Buchhandl. daselbst; Jnvalideudank in Berlin; W. ThirueS in «Iberfeld; 6. Schlotte in

- Con- il. e wer-

AlleS recht glänzend und schön sei, da der Rat es ihren Anordnungen und ihrem Ermessen überlassen hatte.

Aber Tantchen," sagte Eugenie, sie nannte sie noch von der Kinderzeit her so,Du strengst Dich so an; gönne Dir doch endlich einmal einen Augenblick der Ruhe, eS ist ja Alles fertig und so schön."

Morgen werde ich ausruhen, mein Kind", erwiderte Frau Werner, die schon lange Eugenie nicht mehr so an­reden wollte, aber immer auf heftigen Widerstand von ihr gestoßen war und so behielt sie das ihr selbst so gewohnte traulicheDu" immer wieder bei.ES wäre ja eine Schande für mich, wenn die Herrschaften nicht Alles so fänden und was würde der Herr Rat sagen, der meiner Zuverlässigkeit darin so vollständig vertraut."

Ach, Papa ist immer zufrieden, das weißt Du, er ist froh, wenn er nur seine gewohnte Ruhe hat und in seinen Studien nicht gestört wird."

Eugenie", fiel ihr Frau Werner in die Rede,eS ist jetzt die höchste Zeit, daß Du Toilette machst; ich gehe in- deß noch einmal in die Küche und dann--"

Wirfst Du Dich in das schönste Ballkostüm," unter­brach sie Eugenie scherzend.Tantchen sticht noch manche junge Frau aus, wenn sie nur will."

Spotte nur," erwiederte sie gutmütig.Du wirst einmal sehen, wie ich mit herausputze."

Noch einen befriedigten Blick warf sie auf die Zimmer­reihe, die in ihrer eleganten Einrichtung und der groß­artigen Beleuchtung einen imposanten Anblick gewährte. Dann ging sie hinaus und auch Eugenie begab sich auf ihr Zimmer.

Bestellungen für die Monate August und September auf die

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ZlluftkirteS SonntagSbiatt

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Sonstige Verbrechen ....

Wird die Zahl der Verbrecher mit

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition b. Blattei f owie b. Annoncen-Bureauk von @. L- Daube & Co. in

rßrfcheint täglich außer an den Werttagen nach Tonn- und Feiertagen- Preis für das Quartal mit der wöchentlichen BeilageJluftrirte» GonntagSdlatt" durch die Expedition (N o ch'fche Buchdruckerei) bezogen 2St Mark, durch die Postämter deS Deutschen Reiche- 3 Mark 50 Pfg. (ejcl. Bestellgebühr). Jnsertionsgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfa. Für in der Expedition zu ertheilende Auskunft und Annahme von Abreffen werden 35 Psg. berechnet.

L»ie d-Annoncen-Bureaux L Th, Dietrich & So. in toffel und Hannover; Th. »jetrich in Frankfurt a.M.; »gflfenftein & Vogler in Unkfurt a. M., Berlin, foiig, «Sin ic.; Rudolf rtjffc in Berlin, Frank» furt a. M- re.

Gesiegt.

Novelle von E- Redenhall.

(Fortsetzung.)

So verging die Kindheit von Dr. Horn und auch der herangewachsene Knabe sah sich immer von dergleichen Liebe und Sorge umgeben. Als er älter war, wurde er sich vollständig bewußt, was diese Mutter für ihn war und mit eisernem Fleiß und den größten Entbehrungen ermöglichte er eS, zu studieren. Seine Neigung ließ ihn sich zum Studium der Medizin wenden und so erfüllte er ahnungslos den innigsten Wunsch seiner Mutter, die für ihn den Stand des Vaters gewünscht, aber dies nie ge­äußert hatte, um ihm freie Entschließung zu lassen. Die Trennung von dem Sohne, als er nun die Universität beziehen mußte, fiel Frau Horn wohl sehr schwer, sie unter­drückte jedoch heldenmütig ihren Schmerz; denn in ihrem Herzen hatte kein selbstsüchtiger Gedanke Raum und die jedesmaligen Ferien brachten Georg immer wieder zurück 8« ihr. Wie glücklich war sie in dieser Zeit, wie freute sie sich des Sohnes, der die Hoffnungen, vie sie auf ihn besetzt, so schön erfüllte. War er dann wieder abgereist, Io lebte sie nur in der Vergangenheit und zähtte die Tage, bis er wieder kommen mußte. So war die Zeit des Studiums, zwar unter mamüchfachen Kämpfen und Sor- doch glücklich vorübergegangen und nachdem er auch l'itt Jahr als Militärarzt absolviert hatte, sahen Mutter Und Sohn sich am Ziel ihrer Wünsche. Georg hatte sich ^un ein Heim gegründet und sah eS nun als seine erste Micht an, der geliebten Mittler zu vergelten, was sie I Ales für ihn gethan. Dies hatte ihn angeregt, wenn seine \ JMt zu erlahmen drohte und wenn sein Geist der rie-

Die Thätigkeil der preutzischeu Schwurgerichte im Jahre 1878.

Wie für die Jahre 1876 und 1877 hat das Königliche Justizministerium kürzlich einen ausführlichen Bericht über die Thätigkeit der preußischen Schwurgerichte im Jahre 1878 veröffentlicht.

Der Geschäftsgang dieser Gerichte hat sich von 1876 bis 1878 (einschließlich) beträchtlich vermehrt. Die Zahl der Sitzungstage ist von 3230 und 3524 aus 3639, die an denselben abgeurteilten Untersuchungssachen sind von 5319 und 5978 auf 6251, die Zahl der angeklagten Per­sonen von 7639 und 8363 auf 8837 gestiegen. Die ge­steigerte Zahl der Angeklagten hat die Dauer der Schwur­gerichtsperioden täglich verlängert. Dieselbe ist im Jahre 1878 in Düsseldorf sogar auf 4229 und 22, in Köln aus 29,26 und 21 Tage gestiegen.

Vergleicht man die Zahl der Verbrechen für eine längere Reihe von Jahren, fo ergiebt sich für Anfang der 70er Jahre zwar eine erhebliche Verminderung gegenüber dem Ende der 60er Jahre, jedoch dieser günstigere Zustand schwindet allmählich bis zum Jahre 1873 (einschließlich) und nimmt von 1874 bis zum Jahre 1878 einen entgegen­gesetzten Verlauf. Die Ursachen hiervon sind mehrfache. 1870 und 1871 befand sich ein großer Teil der männlichen Bevölkerung nnter den Waffen, wodurch eine erhebliche Zahl von Personen dem Forum der Schwurgerichte entzogen und den Militärgerichten überwiesen war. Die günstige wirtschaftliche Entwickelung zu Anfang der 70er Jahre hat gleichfalls zur Verminderung derjenigen Verbrechen beige­tragen, welche vorzugsweise die Folge von Verdienstlostgkeit und materieller Not sind. Dagegen dürfte die rasche Zu­nahme der Verbrechen von 1876 an ihre Erklärung nament­lich in den durch das Reichsgesetz vom 26. Februar 1876 veranlaßten Abänderungen der 176 uno 177 des Strafgesetzes finden, denen entsprechend die Verfolgung von an Frauenspersonen vorgenommenen unzüchtigen und ge-

2.

Frau Werner befand sich in großer Aufregung. Rat Bernau, der sich der Verpflichtung, auch seine Salons zu öffnen, nicht länger entziehen konnte, gab heute eine große Gesellschaft. Die Elite der Stadt und Umgegend war dazu eingeladen und sie musterte immer und immer wieder alle Arrangements. Sie setzte ihren Stolz darein, daß