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Produktionsverhältnissen. Der Absatz hat mit der Produk­tion guten Schritt gehalten, so daß sich Garnvorräte in erster Hand nicht mehr vermehrt haben. Die Spinnereien haben noch ein gutes Teil Aufträge vor sich, und bei guter Benutzung der Konjunktur im Flachsmarkt sind die erzielten Preise als befriedigend zu bezeichnen. — Aus dem Bezirk Köln wird u. A. über die Lebhaftigkeit berichtet, welche in allen Zweigen der Solinger Industrie herrscht. Besonders für Waffen zeigt sich eine Zunahme der Aufträge, deren Ausführung jedenfalls noch das laufende Jahr in Anspruch nehmen werden. In Taschen- und Federmessern wird zum größten Teil für den Export gearbeitet. In diesem Zweig der Fabrikation waren denn auch ganz enorme Bestellungen eingelaufen. — Aus Aachen wird die Tuchfabrikation als aussichtsvoll dargestellt. Die zahlreichen Einkäufer, welche den Jndustriebezirk besuchten, fanden ein für sie wenig günstiges Feld, da bei den Fabrikanten Aufträge zu vollen Preisen in Ucberfluß vorhanden waren und sich daher wenig Neigung zu Konzessionen dem Käufer gegenüber zeigte. Es kann im Allgemeinen behauptet werden, daß die Tuchindustrie seit langer Zeit kein so glänzendes Ge- schäftsquartal hatte, alö das zweite Quartal dieses Jahres. Groß- und Kleinhändler sind zu den soliven Sorten zurück­gekehrt. — In dem Hauptzweige der Industrie des Be­zirks Gera, der in Gera und Greitz vertretenen Kamm- wollwaaren-Fabrikation, hat sich im Laufe des Jahres das Saisongeschäft mehr und mehr herausgebildet. Die bereits im Frühjahr auf lange Zeit hinaus abgeschlossenen großen Lieferungen beschäftigen die Fabriken des Bezirks vollauf.

— Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt, die Australian Steam Navigation Company beabsichtige die bisherigen regelmäßigen Dampferfahrten nach den Fidschi- und Tonga- Inseln künftig auch auf die Samoa-Inseln auszudehnen. Für den Dienst nach den Fidschi- jinb Tonga-Inseln be­ziehe die Gesellschaft eine jährliche Subvention von 6400 Pfd. St. aus den öffentlichen Fonds und für die Aus­dehnung der Fahrten nach den Samoa-Inseln sei eine wei­tere Staatsunlerstützung in Aussicht genommen. Der Vorgang beweise von Neuem, wie von anderer Seite, bei geringeren merkantilen Interessen als diejenigen Deutsch­lands seien, sdem Verkehre in der Südsee, besonders mit den Samoa-Inseln, in fortgesetzt zunehmenden Maße die Aufmerksamkeit zugewendct werde.

Gera, 25. Juli. Heute Morgen um 5 Uhr ist die verwittwete Fürstin Reuß j. L., Sophie Adelheid Henriette, geb. Prinzessin Reuß-Ebersdorf, nach mehrwöchentlichem Krankenlager im 81. Lebensjahre auf Schloß Osterstein bei Gera verschieden. Sie war am 28. Mai 1800 zu Ebersdorf geboren und in einer 47jährigen Ehe mit dem vormaligen Prinzen, später regierenden Fürsten Heinrich LXVII. Reuß j. L., vermählt. Sie hinterläßt aus dieser Ehe zwei Kinder: den regierenden Fürsten Heinrich XIV. Reuß j. L. und die Prinzessin Anna, verwittwete Prinzessin Bentheim-Tecklenburg.

München, 27. Juli. Kammer der Abgeordneten. Die Vorlage betr. einen Vorschuß-Credit für den Ankauf des Herzoggartens für den Bau eines Cadettenhauses wird nochmals an den Finanzausschuß zurückverwiesen, nachdem der Kriegsminister in Aussicht gestellt, einen Beitrag für Es gelang, die Franzosen durch Umgehung zum Rückzüge zu bewegen, das Schloß ward nach mehrtägiger Belagerung am 10. September übergeben. Das ausgesogene Land zu schonen, verlegte Ferdinand sein Winterquartier nach West­phalen, nur das Schloß blieb besetzt. Am 28. Februar gelang e« einem französischen Trupp, von Gießen aus die Stadt zu überfallen und für Kontribution von 100,000 Francs Geiseln mitzuführen. Bald drang das französische Heer abermals vor und nahm die Festung. Der Prorector Piderit, einer jener Geiseln, verwandte sich mit Erfolg für oie Universität, deren Sicherheit verbürgt wurde. — Die großen Depots, die hier nun von den Franzosen angelegt wurden, wurden am 9. und 10. September 1760 durch einen Ueberfall von den Verbündeten zerstört. Die Lage der Stadt wurde aber dadurch nicht gebessert; da die Ein­nahmen immer geringer wurden, ward die Not immer großer, ein Teil der Landbevölkerung floh. Einen Hand­streich auf die Stadt und Schloß versuchte im Februar 1761 Oberst Breidenbach mit einem fliegenden Trupp. Allein der Plan ward verraten und in blutigem Nacht­gefecht fiel der größte Teil der Angreifer, darunter Breiden­bach selbst am Eingang der Stadt. Einem abermaligen Vorstöße Ferdinands im März mußten die Franzosen auf kurze Zeit weichen. Als sie zurückkehrten, wurden Er­pressungen und Brandschatzungen nur noch stärker. Auch auf Sitte und Zucht in der Stadt übte der Krieg allmäh­lich seinen verwildernden Einfluß. Im Jahre 1762 wieder­holte sich das Schauspiel des vergangenen, Vordringen Fcrdinand's, Rückzug der Franzosen in die Wetterau, Be­lagerung des Schloffes und abermaliges Vorrücken _ber Franzosen im September. Beibe Heere stauben sich nörd­lich Marburg gegenüber. Nach Heineren Gefechten bei Wetter und Goßfelden führte der Versuch der Franzosen, durch den Ebödorfer Grund die Stellung der Verbündeten zu umgehen, zu dem blutigen Gefechte an der Brücker Mühle bei Amöneburg (22. September), das ihr Vorhaben vereitelte. Eö war der letzte Kamps beider Heere. Nach­dem die Friedenspräliminarien abgeschlossen, ward am 15. November an der Brücker Mühle der Waffenstillstand ab­geschlossen. Marburg blieb zunächst noch besetzt. Erst am 19. December rückten nach dem Abzüge der Franzosen wie­der hessische Truppen in die Stadt.

die Verzinsung des AnkaufScapitalS zu zahlen. — Der Militär-Etat pro 1880/81 wird sodann in längerer De­batte mit 136 gegen 1 Stimme angenommen.

Kissiugen, 26. Juli. Der Reichskanzler Fürst v. Bismarck ist mit seiner Gemahlin und seinem Sohne Wil­helm heute Abend 9 Vt Uhr hier eingetroffen und wurde von der zu seinem Empfange versammelten Menschenmenge auf das herzlichste begrüßt. Der Fürst begab sich sofort nach seiner Wohnung in der oberen Saline.

Ausland.

Paris, 27. Juli. Eine Note der „Agence Hwas" sagt: ES ist gewiß, daß die Antwort der Pforte noch nicht übergeben ist und daß sie frühestens im Laufe deö Tages übergeben werden wird.

London, 27. Juli. Unterhaus. Lord Hartington er­klärt, die Proclamierunz Abdurrahamans sei mit der Zu­stimmung Englands erfolgt. Er hoffe, die britischen Truppen würden demselben zunächst die Regierung Kabuls und des Landes übergeben. Dieselben würden sich hierauf in gesunde, die Beobachtung des Fortgangs der Ereignisse und die britenfreunslichen Häuptlinge schützende Stellungen zurück­ziehen und im Laufe des Herbstes nach Indien zurückkehren können. Er wünsche nicht bei dem Hanse den Glauben zu erregen, daß er also vertrauensvoll von dem getroffenen Arrangement spreche. Die Ungewißheit in der Politik Afghanistans sei so groß, um jeden Grund zu Sorgen auszuschließen. General Stewart sei aber stark genug, um jeder Combination zu begegnen. Ein formelles Enga­gement mit Abdurrahaman sei nicht getroffen worden. Derselbe sei einfach als Emir anerkannt worden und habe das Anerbieten nötigen Beistandes zur Herstellung seiner Position erhalten. Derselbe sei verständigt worden, daß Verhandlungen über Kandahar und die durch den Vertrag von Gundamuk gezogene Grenze einzuleiten, jetzt nicht möglich sei. Ferner rouroe er verständigt, daß Afghanistan außerhalb der Sphäre jeder fremden Einmischung liege und keine fremde Macht mit ihm Beziehungen haben Dürfe. Wenn Abdurrahaman von dem Rate Englands sich leiten lasse, werde er, im Falle eines improvisierten Angriffs, den Beistand Englands finden. Eine Einmischung in die innern Angelegenheiten Afghanistans sei nicht beansprucht worden, auch werde eine britische Residentschaft in Kabul gegen­wärtig nicht gefordert, sondern nur ein mohamedanischer Gesandter nach Kabul gehen. Der spätere Abschluß eines regulären Vertrags hänge von dem Verhalten Abdurraha- mans, seiner Neigung sich von England leiten zu lassen, uno seinem freundschaftlichen Verhalten gegenüber den briten­freundlichen Häuptlingen und Stämmen ab. Uebrigens sei die beabsichtete zeitweilige Unterstützung Abdurrahamans eine rein pecuniäre. Nur würden ihm auch einige erbeutete afghanische Kanonen zurückgegeben werden. — „Reuters" Bureau" meldet aus Konstantinopel: Die Antwort der Pforte auf die Collectivnote ist dem Sultan zur Genehmi­gung vorgelegt. Der ursprünglich von den Ministern ge­nehmigte Text der Antwort erfuhr nachgehendö wieder Ab­änderungen.

Brüssel, 25. Juli. Der Moniteur veröffentlicht die Liste der am 21. d. vom Könige bei der Denkmalfeier voll­zogenen Ordensverleihungen. Einen sehr guten Eindruck hat es gemacht, daß auch einige zwanzig Volksschullehrer mit dem Leopoldsorden ausgezeichnet worden sind, was bis­her nie vorgekommen war. — Das Journal „de Bru­xelles" kündigt an, daß die parlamentarische Rechte nicht bis zur regelmäßigen Kammersession warten, sondern schon bei dem nächstbevorstehenden außerordentlichen Zusammen­tritt losschlagen d. h. die Regierung über den Abbruch deö Verkehrs mit dem Vatikan zur Rede stellen wird.

Hessen-Nassau.

Marburg, 28. Juli. Das Oberhessische Misstonsfest wurde heute unter zahlreicher Beteiligung, namentlich von auswärts, in der hiesigen lutherischen Pfarrkirche gefeiert. Die Morgenpredigt hielt Herr Pfarrer Römheld aus Ahrheiligen bei Darmstadt. Die Nachmittagspredigt wurde von Herrn Pfarrer Happ ich aus Mengsberg gehalten.

Marburg, 28. Juli. Das älteste unserer studentischen Corps „Teutonia" feiert heute seinen 55jährigen Stiftungs-CommerS. Nachdem gestern auf der CorpS- kneipe Empfang und Begrüßung der Gäste stattgefunden war heute Morgen Frühschoppen mit Musik auf der Lede- rerschen Terrasse. Nachmittags 0.0. im Pfeifferschen Garten, von wo Abends 7 Uhr Festzug nach dem Commerölokal, Cafo Quentin, stattfindet. — Morgen ist Katerfrühstück im Kiteipzarten und Nachmittags Fäßchenparihie auf Spiegelslust.

— Premierlieutenant im 117. Infanterie - Regiment, Freiherr G. Rau von und zu Holzhausen, ist zum Haupt­mann ernannt und in das 65. Infanterie-Regiment versetzt, v. Wille, Unteroffizier vom 3. Hessischen Infanterie-Regi­ment Nr. 83 ist zum Port.-Fähnrich befördert. Uhse, Premier-Lieutenant vom Hessischen Feld-Artillerie-Regiment Nr. 11 ist zum Hauptmann und Batterie-Chef, Henrici, Seconde-Lieutenant von demselben Regiment zum Premier- Lieutenant befördert.

— Dem Dirigenten deö OratorienvereinS in Kassel, Herrn A. Brede ist in Anerkennung feiner vielfachen Ver­dienste als Componist wie als Dirigent der Titel „König­licher Mustkdirektor" verliehen worden.

— Von guter Hand geht dem „K. T. u. Anz." die nachfolgende Biographie des am 21. d. M. in Efchwege verstorbenen Dichters des ewig jungen Liedes: „O alte

Burschenherrlichkeit rc.", des SanitätsratS Dr. E. Höfling, zu: Derselbe war am 5. October 1808 als Sohn eines Kaufmanns in Fulda geboren, besuchte dortselbft oas Gym­nasium und Lyceum und widmete sich den Studien der Medicin auf den Universitäten Marburg, Würzburg und Heidelberg, woselbst er Mitglied verschiedener Burschen­schaften war. Manches schöne, noch heute Füchse, Burschen und alte Herren begeisternde Commerslied stammt von ihm, und doch wurde es erst vor wenigen Jahren bekannt, daß er der Autor auch des oben genannten prächtigen Gesanges fei, der schon viel tausendmal in deutschen Landen bei fröh­lichen Gelagen der studierenden Jugmd „gestiegen" ist. lieber die Entstehung dieses Liedes erzählte Höfling selbst, daß er alsbald nach bestandenem Maturitätsexamen (1826) eine Reise nach Thüringen gemacht, in Jena das Studen­tenleben kennen gelernt und davon einen mächtigen, dauern­den Eindruck empfangen habe, dessen Nachwirkung eine be­sonders gewaltige gewesen sei, alö er kurz darauf auf einet Kneipe mit „alten Herren" in Fulda Gelegenheit gehabt habe, den Contraft zwischen „Burschenleben" und „Phili- sterium" deutlich kennen zu lernen. Die „mutatio rerum“ war für ihn so drastisch, daß sie die Entstehung deö zuerst in der „Didaskalia" anonym abgedruckten Liedes bewirkte.

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Im Jahre 1831 promovierte Höfling in Marburg, prakti- cierte in Fulda, Hünfeld und Friedewald und erhielt schließ­lich die Stelle eines Kreisphystkus in Eschwege mit dem Titel „Sanitätsrat". Auch als Fachschriftsteller auf dem Gebiete der Medicin und Entomologie hat Höfling Her­vorragendes geleistet. Daß er ein wegen seines edlen Charakters, feiner Pflichttreue und Humanität allgemein hochgeachteter Mann war, beweist die große Zahl feinet ihn aufrichtig betrauernden Freunde; — Feinde hatte er nicht. Wir zweifeln nicht daran, daß ihm in diesen Tagen mancher Trauersalamander von den fröhlichen Burschen unserer deutschen Hochschulen gewidmet werden wird.

Mendorf a. W., 23. Juli. Gestern feierte im trau­lichen Familienkreise der Herr Superintendent Dr. Th. Schüler dahier sein 60jährigeö Jubiläum als Metropolitan. Der Jubilar, welcher noch in voller Geistes- und Körper­frische einhergeht, hat schon vor längerer Zeit fein 60jähriges Jubiläum als Pfarrer und schon vor ca. 16 Jahren sein 25jähriges Jubiläum als Superintendent gefeiert. (Tgpst.)

Fulda, 25. Juli. Nach einer Bekanntmachung des Verwaltungsausschuffes der Görres-Gesellschaft in Bonn wird dieselbe ihre diesjährige Generalversammlung am 17. und 18. August dahier abhalten. Außer dem Geschäftsbe­richte wird das Resultat bezüglich der Lösung von Preis­aufgaben bekannt gegeben und werden einige dem Zweck der Gesellschaft, nämlich Pflege und Wissenschaft im katho­lischen Deutschland, entsprechende Vorträge gehalten werden.

Gkluhauseu, 22. Juli. Der von dem Obergärtner Hvhm dahier während der Sommermonate eingerichtete und geleitete Unterricht in der Obstbaumzucht, verbunden mit einer Unterweisung in verschiedenen Gegenständen des Gar­tenbaues und der Landwirtschaft erfreut sich einer regen Teilnahme. Seit Juli v. I. beteiligten sich jetzt 26 Lehrer und ein Baumwärter aus hiesigem Kreise. Die Unterrichts­stunden sind auf die Mittwochnachmittage von 2 bis 5 Uhr und resp. 3 bis 6 Uhr bestimmt. Alle Gegenstände werden praktisch behandelt und dann in allen Richtungen noch aus­führlich erläutert und besprochen. Als Hauptpunkte werden vorgenommen: 1) die Anzucht und Cultur, sowie Vered­lung der Stein- und Kernobstbäume mit besonderer Berück­sichtigung der dazu am besten tauchlichen Unterlagen. Pfropfen auf verschiedene Manier, sowie Oculieren, Copu- lieren und Pincieren. 2) Behandlung des Obstes in und nach der Ernte; das Reinigen und Auöputzen der Aepsel-, Birn- und Steinobstbäume. 3) Die Anlegung und Cultur von Spargel- uno Erdbeerbeeten. 4) Die Cultur des Weinstocks und der Sommerschnitt desselben. 5) Anregung und Auskunfterteilung über Bienenzucht, speciell erläutert an dem Bienenstände. Als Beschluß des Cursus folgt dann eine Wiederholung aller durchgenommenen Gegen­stände. Da gerade in diesem Jahre es darauf ankommt, Die Scharte auSzuwetzen, die der strenge Winter der Obst' baumzucht geschlagen hat, so ist eine rege Beteiligung seitens der Lehrer die Lust und Liebe an der Obstbaumzucht haben, doppelt geboten. — Der Stand unserer Felder ist ein alle Erwartungen übersteigender und verspricht insbesondere die Kartoffelernte einen reichen Ertrag. — In dem benachbarten Roßbach wurde vor einigen Tagen eine Fisch­otter erlegt, welche eine Länge von 110 Zentimeter hatte und 12 Pfd. wog. (Fr. A.)

WiesbabkU, 27. Juli. Das Unwetter hat gestern Nachmittag, (Montag, nicht Sonntag, wie irrtümlich in der letzten Nr. d. Bl. mitgeteilt), namentlich auch im Wellritz' täte entsetzlich gehaust; im äußeren Wellritztale an der Grenze des Distrikts Unterhoben sind sehr viele Zwetschem und selbst dicke Birn- und Aepfelbäume abgebrochen oder gespalten, mehrere steinerne Einfriedigungsmauern auf 30-- 40 Fuß Länge wie wegrasiert, Dächer auf der Südwest' feite abgehoben, Schornsteine umgestürzt; ebenso sind die Dächer mehrerer Häuser an der Einserstraße auf der weite nach dem Wellritztale zu, so namentlich das Maurermeister Schäfersche, arg beschädigt. Besonders hart mitgenommen wurde die Biensche Gärtnerei im Felddistrikt Seeroben, hi^ wurden über 70 hölzerne Warmbeet-Fensterrahmen zer­trümmert und fortgeschleudert, die eisernen Rahmen empor' gehoben und die Glasscheiben zerschlagen, die Beete sm° mit Glasscherben wie besäet, die Pfeiler der oberirdischen Wafferleitung zur Bewässerung der Gärtnerei umgeworfen, die LeitungSrohre abgebrochen, eine steinerne Gartenmauer

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