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L der nächsten Nacht entschädigt. Ein Engländer brannte Lr Erinnerung an dieses Ereigniß mittels eines Brenn­gases an der Mitternachtssonne ein Loch in seinen Hut. [ Saragossa. (Bon Räubern überfallen.) Die schwe- jfche Schriftstellerin Frau Mathilde Lundström (Pscudo- Lm: Mattis), welche seit längerer Zeit Spanien bereist, ß in der Umgebung von Saragossa von vier Räubern

[ie6 umhüllt. Viele kehrten unverrichteter Sache heim; alle Diejenigen, welche 24 Stunden warteten, wurden

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| Das Rattonalfest der französischen Republik.

Paris, 15. Juli.

War Paris gestern schöner als gewöhnlich? Kann Lutetia, die Buhlerin von unvergänglichem Reize, noch ge­winnen, wenn sie Fahnen und Leuchtkugeln in ihr Haar steckt, wenn sie ihren Leib mit Gasperlen und Guirlanden umgiebt, wenn sich der Himmel über ihr verbirgt hinter explodierenden Raketenbündeln und qualmendem Pulver- dampf; wenn die Luft erschüttert wird von den Kanonen­schüssen der Forts, wenn sich durch die Straßen eine bunte und schweißtriefende Menge drängt? Dies war der Cha­rakter des gestrigen Festes: eine riesenhafte Ueberladung und in Folge dessen eine Betäubung der Sinne. Es ist fast unmöglich, dem Stadtkoloß, der sich gestem reckte, in all seinen Bewegungen zu folgen. Wo soll man anfangen, wo soll man aufhören? Die Politiker sagen: bei der Commune! Ihr galt das Fest, ihren Verteidigern, ihren Märtyrern und ihr wird es zu gute kommen. Auch sah man es den Gemeinderäten an, die sich am Vorabend des 14. in der großen Halle des Handelsgerichts versammelten, um von dem Pariser Gemeinderate begrüßt zu werden, daß sie die Geschicke der Republik in der Hand zu haben glaubten. Cernesson, das Haupt der Pariser Stadtver- tretung, sprach im Namen Frankreichs, und die Gegenwart des nationalen Sehers und Sängers, Victor Hugos, gab seinen Worten die Weihe. Es war ein bedeutungsvoller Augenblick, als der Dichter sich erhob und mit einer fast unhörbaren Stimme das langvermitzte Axiom wieder von M gab: „Paris ist das Herz der Welt. Wenn es leidet, leidet die Welt; wenn es sich ergötzt, so nützt es der

Ich stand nur wenige Schritte von ihm entfernt und konnte den Eindruck bemessen, den diese Prahlerei auf die Umgebung, die Spuller, Naquct, Maret, Clemenceau machte, «md doch alle, gleich Gambetta, überzeugt, daß die Zeit ^kommen, da Frankreich mit „eclat" seine Rolle in Europa wieder ausgenommen habe.

Trat man aus dem Handelsgerichte heraus auf die «cmebrücke, fo leuchtete von fern über den Fluß herüber Uue Feuermasse, sie kam vom Elysse, wo der Präsident . Republik den Offizieren der Armee ein Fest gab. Hier Mi Bürgerfest, dort eine Militärsoirse; sind es Gegensätze vver Ergänzungen? Die Geschichte Frankreichs wird sich lange darum drehen. Jedenfalls begab sich ein großer 5etl der Gemeinderäte in's Elysse; wir folgten. Ein an- orer Anblick I Im Handelsgericht waren viele im Alltagö- ^"gug erschienen, ohne Frack, ohne weiße Binde; war es «t Vorgeschmack der zukünftigen Republick in Hemdsärmeln ? jw Elysse große Toilette; blitzende Uniformen, Ausstellung

Ordensstenien, kalte und diplomatische Haltung. Im garten spielte die Garde-Röpublicaine, die glänzendste Ca- |vc. Frankreichs, vielleicht Europas; die Gäste verloren S !n den langen eingefaßten Windungen der Kieswege; ® bis in die Nähe einer elektrisch beleuchteten Laokoon- Mpe vorgedrungen, bemerkte ich Grövy, der mutterseelen- ^ctn lm Schatten einer Baumallee spazieren ging. Be­

'■ Bremerhafen, 16. Juli. Während eines heftige» Mwitters, das heute Abend über Bremerhafen sich entlud, Mlug zwischen 6 und 7 Uhr der Blitz in einen Güter­schuppen auf der Westseite des alten Hafens ein. Dieser, |®ei andere Güterschuppen und die hannoverffche Wasser- Ration stehen in Flammen. Der Wind kommt von Osten, |ie Schiffe scheinen daher nicht gefährdet zu sein.

Rom, 16. Juli. In der Kammer der Deputierten er­klärte Eairoli auf die Interpellation Capclli's und Bonghi'ö In Betreff der Berliner Konferenz, er müsse diese Fragen [mit großer Reserve beantworten. Die Cvllektivnote sei Leitern der Pforte übergeben worden. Das Einverständniß her auf der Konferenz vertretenen Mächte sei ein vollständiges Lewesen. Er glaube, die Türkei werde ihren einstimmigen «Beschluß annehmen. Diese Einmütigkeit zeige auch den lallgemeinen Wunsch, den Frieden zu erhalten. Italien werde übrigens seine Rechte und Interessen zu wahren wissen.

London, 16. Juli. „Reuters Bureau" meldet aus Simla: Die Truppen Shir Alis in Cadhar erhielten Be­fehl, sich von Geriskh zurückzuziehen. Die Infanterie des Truppenkorps desertierte aber mit Kanonen und Munirion. Die bei Geriskh stehende britische Brigade verfolgte die Deserteurs, tötete deren 200 und nahm ihnen die Kanonen und das Gepäck wieder ab.

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tdekasse ißjschem Gebiete) die Mitternachtssonne zu beobachten, er sei niMsmal war alle Mühe umsonst: der Himmel war und ten, er s< '

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Überfällen worden. Sie hat sich aber mit einem bei Frauen tlten vorkommenden Heldenmute verteidigt, so daß die geldgierigen Banditen unverrichteter Sache, zum Teil ver­

wundet, wieder abziehen mußten. AuS dieser Veranlassung chen <Stu=j)at ein patriotischer Frauenverein in Saragossa der Schwe- der Com.Ln eine kostbare goldene Medaille überreicht.

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reitete sich der Präsident auf die Rede vor, die er andern Morgens bei der Fahnenweihe halten mußte?

Mitternacht war längst vorüber, als sich Paris zur Ruhe begab, um nach kurzem, fieberhaftem Schlummer zur Feier des 14. Juli zu erwachen. Das Bastillenfest, dies wird künftig der Name diefes Tages sein. Ist das neue Nationalfest gut gewählt? Erhält die Idee der jungen Re­publik darin einen befriedigenden Ausdruck? Läßt sich auf ihrer Grundlage die Versöhnung aller Gruppen anbahnen? Wir fürchten, keineswegs. Der 14. Juli ist ein Kampf­datum. Er bezeichnet den Augenblick, wo das Volk Selbst- hülfe ausübte und die Bastille niederwarf, als Ausgangs­punkt für die Niederwerfung anderer Bastillen. Die fran­zösische Republik von 1880 aber hat noch keine Bastillen niedergeworfen; sie fängt erst an; das Ringen mit den stärksten derselben, den Bastillen des Clericalismus und Communismus ist im Gange. Diesen Zukunftsaufgaben gegenüber war ein Kampfoatum notwendig, waren bloß rückschauende historische Erinnerungen, wie der Tag des Eides im Ballhause oder der 4. August, der Tag der Ab­schaffung des Frohndienstes und der Feudallasten, allzu schwächlich und doktrinär. Daß die wirkliche Erstürmung der Bastille ein Ausbruch blinder Volkswut war, daß das Blut von Unschuldigen vergossen ward, daß sie die Herr­schaft des Pöbels einleitete, kommt dabei nicht in Betracht, der wahre Herrscher von Frankreich, das Volk, gelangte dadurch ans Ruder; das Söldnerheer der Schweizer ward vernichtet; das nationale Bewußtsein erwachte; die Einheit von Volk und Armee vollzog sich, denn das Volk wurde selbst zur Armee und zerstörte das Bollwerk des alten Re­gimes. Dies ist der Charakter des neuen Nationalfestes. Um ihn gebührens hervorzuheben, ward die Fahnenvertei­lung eingerichtet; der Vertreter des souveränen Volkes, der Bürger Grsvy, der gewesene Advokat, übergibt der Armee ihre Feldzeichen. Es wurden ferner die Commnnarden zurückberufen, damit jedes Mißverständis zwischen Volk und Armee beseitigt werde. Es wurde ferner die Jesuiten- Anstreibung oorgenommen und der Kampf gegen das Priestertum eröffnet. Die dritte französische Republik wahrt dabei die Uebetlieferungen der ersten. Als Robespierre das Fest des höchsten Wesens beschloß, sagte er: Ehrgeizige Priester, erwartet nicht von uns die Wiederherstellung eurer Herrschaft! Die Priester sind für die Moral, was die Quacksalber für die Heilkunst!" In ähnlicher Weise sagte vorgestern der Mann, der jetzt Frankreich beherrscht, in seinem Blatte, der „Republique Franyaise": „Ihr Priester, Clericale, Ultramontane, Jesuiten, Kuttenträger: durch euch ist Frankreich am Absterben. Wenn es euch nicht von seinem Busen entfernt, so werdet ihr ihm sein Grab be­reiten. Daher war die Ausführung der Märzdekrete für unser Fest nötig, damit alle, Freunde und Feinde, einsehen, daß die Nation am 14. Juli nichts gemein hat mit jenen schlechten Bürgern, welche das Vaterland der Kirche opfern wollen." Alfo Einheit in Volk und Heer, Tod der Kirche, Alleinherrfchaft der bürgerlichen Gewalt, dies der Charakter des Festes.

Schon um 9 Uhr morgens begann der Strom der Pariser Bevölkerung sich nach den Longchamps im Bou- logner Gehölze zu wälzen, wo die Fahnenweihe und die große Truppenrevue stattfinden sollte. Der Schauplatz des Longchamps bot nicht den gewohnten Anblick; denn gegen­über der gewöhnlichen Tribüne hatte man eine neue und prächtigere errichtet für die Volksvertreter. In der Mitte unter einem großen Baldachine befand sich der Platz für die drei Präsidenten, Grevy, Gambetta und Leon Sah; angedeutet durch 3 Fauteuls im Vordergründe, hinter ihnen das Ministerium. Rechts und links von diesem Baldachine zwei sich anschließende Seitenflügel, wo die Senatoren und Deputierten faßen. Die Ankunft des Präsidenten war um 12 72 Uhr festgesetzt; eine Kanonensalve von Mont Va­lerien verkündete sein Herannahen, und nachdem Grevy im Mittelsitz zwischen Gambetta und Say sich niedergelassen, nahm das Fest seinen Anfang. Ein prachtvoller Anblick! Das Gefilde der Rennbahn starrte von Waffen und wie die Masse sich bewegte, brach sich der Sonnenstrahl auf den Helmen und blitzenden Rüstungen, und das Publikum, wahnsinnig gierig nach derartigen Schaustellungen, brach aus in die Rufe: „Vive la Republique! Vive la Franc! Vive l’armee! Vive la ligne!“, je nach Geschmack und politischer Parteistellung. Denn ein Republikaner hätte schwerlich Frankreich, ein Legitimist aber nimmer die Re­publik hoch leben lassen. Dann begann die Fahnenweihe, welche 50 Minuten währte, und dann folgte die Parade. Nach dem Urteile von Fachleuten hat die Armee unge­heure Fortschritte gemacht an Strammheit und Präcision; besonders haben sich sie Schüler von Saint-Cyr und die Artillerie ausgezeichnet. — Die Politik beschäftigt sich mit der Frage, was wohl die einzelnen Offiziere und Soldaten sich gedacht haben mögen, als sie ihre Säbel vor den beiden Advokaten Grevy und Gambetta und dem Finanzmanne Leon Say schwenkten; ob sie nicht von den ihnen von den Clericalen angeratenen GewifsenSvorbehalten Gebrauch machten. „Der Meineid ist eine Tugend, wenn der Eid ein Verbrechen ist", sagte Manry im Jahre 1790. Jeder mag dies mit sich selbst ausmachen. Die Sicherheit der Regierung wird nicht vom Eide abhangen, denn die meisten Regierungsmitglieder sind selbst schon eidbrüchig geworden. Jedenfalls ward die gestrige Feier durch keinen Mißton gestört, mag der Offizier auch an den „Roy" ober ben „Empereur" gedacht haben. Die Haltung des Publikums war eine ruhigere als ge­wöhnlich ; Schuld daran trug die afrikanische Hitze, der

alle von 11 bis 4 Uhr ausgesetzt waren, keineswegs aber die Vertreibung der Jesuiten.

Wie gewöhnlich, entstand eine unglaubliche Verwirrung, als dieses Menschenheer sich auflöste und den Rückmarsch nach Paris antrat. Nach stundenlangem Suchen erst jent- deckle man seinen Wagen, beim bie Wagenreihen erstreckten sich meilenweit um ben Longchamps herum. Grsvy langte um 4 Uhr im Elysse an; Gambetta, ben man auf bet Durchfahrt hoch leben ließ, etwas später im Palast Bour­bon. Unruhen fielen nirgends vor. Wenn das Volk sich amüsiert, macht es gemeiniglich keine Revolution.

Einige Stunden später, und Paris tauchte sich in ein ungeheures Fenermeer ein, dessen Pracht die von 1878 bei der großen Ausstellung weit überstieg. Gegen Abendan­bruch hatten sämtliche Fuhrwerke auf Befehl des Präfecten den Dienst eingestellt; es war daher materiell unmöglich, alle wichtigeren Punkte durch den Menschenknäuel zu be­suchen; ein einfacher Durchgang durch die Champs-Elyfses nahm schon mehrere Stunden in Anspruch. Vom Tuilerien- garten zogen sich über den Concordienplatz bis nach dem Triumphbogen zwei Gasguirlanden; auf dem Triumphbogen selbst entlud sich ein Riesenstranß von Raketen, der bis ÖV2 Uhr unermüdlich seine Feuergarben zum Himmel schlenderte. Aehnlich auf allen übrigen großen Plätzen. Concerte und Bälle; überall auf letzteren ging es toll genug zu, besonders in den Hallen, deren Ausschmückung dem Charakter des Lokals angepaßt war. In den Kleidungen der Masse herrschte die Tricolore in den vielfachsten An­wendungen: Cravatten, Vorstecknadeln, Schleifen, Blumen, Gürtel, Hüte, Mützen, ganze Costüme, Spazierstöcke und Hemden, alles trug den blau-weiß-roten Anstrich. Einen hübschen Eindruck machten die Mitglieder der verschiedenen Turnvereine, die schon seit dem frühen Morgen die Straßen durchstreiften. Bei den Statuen der Republik, die an sieben bis acht Stellen in der Stadt aufgestellt wurden, läßt sich nur die Absicht loben; wenn diese Manie fortdauert, wird Paris bald jede Straße mit einer Marianne beschenken können. Um 9 */2 Uhr machte ein plötzlicher Regen den Feuerwerken ein frühzeitiges Ende; die wenigsten hatten sich mit einem Regenschirm versehen; und bei den ersten Regentropfen flüchteten sich die meisten, welche ihren Sonn­tagsstaat trugen, nach Hause. Dem Palais Royal mit seinen verdeckten Gängen kam der Regen zu gute; in der Gallerte s'Orleans wurde bis zu spater Stunde weiter ge­tanzt. Als die Gewitterwolken sich nach einer Stunde verzogen, hatte sich auch die Menge verzogen, und das Fest erlitt dadurch einen frühzeitigen Schluß, doch ist der Ge­samtcharakter oesselben dadurch kaum beeinträchtigt worden.

Ob indessen das Fest den neuen Kitt zwischen den Gruppen der Linken abgeben wird, bleibe dahingestellt. _____________________________(K. Ztg.)

Auszug aus hex RrgißkNl des Standesamts der Stadt Marburg,

beftebenb aus den Gemeinden Marburg, Ockershausen, Marbach, Cappel, Ronhausen und Wolsshausen.

Vom 10. bis 17. Juli 1880. Verehelichte.

1) Taglöhner Johann Georg Schupp von hier und Margarethe Bramer von Ockershausen.

Geborene.

1) Johann Heinrich August Andreas, des Schuhmacher An- dreas Dersch S. 2) Wilhelm Adolf, des Braumeister Michael Valentin Aumüller S. 3) Ferdinand Alexander Nikolaus, des Schreiner Georg Ludwig Gleiser S. 4) Gertrude, des Taalöhner Johannes Völker T-

G cstorbene.

Anna Elisabeth, der ledigen Dienstmagd Katharine Günther

Marburg, 17. Juli. (Marktbericht.) Der heutige Wochenmarkt war gut besucht. Butter kostete per Pfd. 75 bis 85 Pf. Hühnereier 4—5 St. 20 Pf., Merrettig per Pack 10 Pf., Käse per St. 8-10 Pf., Käsematte per St. 5 Pf., Zwetschenmus per Mißtopf 90 bis 120 Pfennig. Wolle per Pfd. 1,30—40 Pfg., Hühner pro Siück 100—150 Pfg., Kohlrabi per Stück 4-5 Pfg., Zwetschen per Pfd. 20—25 Pfg. Hafer­grütze per Liter 35—40 Pfennige, Tauben das Paar 60-70 Pfennige, Sellerie- und Porrepflanzen 100 St. 20—25 Pfennig. Kartoffeln (frische! 2 Liter 25 -30 Pf., Salat 3—5 Köpfe 10 Pfg-, grüne Erbsen 2 Liter 15—18 Pfg., Gurken per St. 10-25 Pf., Möhren per Pack 10-15 Pfg, Kirschen per Pfd. 10-20 Pfg., Rettig per St. 5-10 Pfg., Kochkäse pr. Pfd. 50 Pfennige, Wachsbohnen per Pfd. 25—30 Pfg., Erdbeeren per Luer 30 Pfg., Heidelbeeren per Liter 10 Pfg, Wirsing per Stück 10 20 Pfg., Weiskraut per Kopf 20-30 Pfg., Stachelbeeren per Pfund 15 Pfg.

Auf bie „Saute Anfrage" desStabtratsmitgliebs Her­tz old zu Kirchhain in Nr. 53 bet „Kirchhainer Zeitung" worin derselbe im Besonberen hervorhebt, baß durch das meinerseits eingeschlagene Veröffentlichungsverfahren bezüg­lich des Grasverkaufs der Kurzen-Holz-Erle das Jnteresfe der Stadt nicht gewahrt fei, entgegne ich, daß durch Stadt­ratsbeschluß vom 12. d. M. mein Verfahren in fraglicher Annoncen-Angelegenheit in allen Teilen gebilligt worden ist; außerdem möchte wohl in Bälde gerichtlich festgestellt wer­den ob das städttsche Jntereffe durch das Stadtratsmitglied Herb old mehr als durch mich gewahrt worden ist.

Da mir unerklärlich, aus welchen Gründen die „Kirch­hainer Zeitung" eine bezügliche Entgegnung auf obige „Laute Anfrage" nicht entgegen genommen hat, erlaube ich mir „Vorstehendes" durch die (überflüssige?) „Oberhessische Zeitung" zu publiciereu.

Der Bürgermeister Mosebach.