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bedingen dürften. Wie demnächst noch versichert wird, soll zu einer umfassenden Erprobung dieser neuen Erfindung, deren Bedeutung für den Fall, daß die ihr nachgerühmten Vorteile sich bestätigen sollten, ja in der That nicht hoch genug veranschlagt werden können, das ganze Garde-Schützen­bataillon demnächst mit dieser neuen Vorrichtung resp. mit zu der Anwendung derselben umgeänderten Gewehren aus­gerüstet werden, und es verlautet außerdem, daß zum Ver­such und zur Beurteilung derselben eine besondere Jm- mediat-Kommission eingesetzt worden wäre.

Deutsche- «eich.

•* Berlin, 30. Juni. Beim Bundesrat ist wieder für eine Reihe von Orten die Gestattung der Errichtung von Privat- transttlagern für Getreide beantragt worden, Seitens Preußens für Memel, Tilsit, Königsberg, Elbing, Danzig, Thorn, Jnowrazlaw, Breslau, Stettin, Hadersleben, Lübeck und Vege­sack, Seitens Sachsens für Dresden und Leipzig, und Seitens Bayerns für München, Lindau, Rosenheim und Ludwigshafen a. Rh. — Die „Nordd. Allg.Ztg." äußert sich, indem sie an meine neuliche Mitteilung in Betreff der Beschlüsse der Kommission des Herrenhauses bezüglich der Jagdordnung anknüpst, dahin: „Das Prinzip loyaler Pflichterfüllung hat offenbar auch die Kommission geleitet, als sie eine Arbeit vollendet, von der sie einen direkten praktischen Erfolg sich allerdings selbst nicht versprechen mochte." Diese Darstellung entspricht vollkommen der gegenwärtigen Situation; es wird jedoch dazu zu bemerken sein, daß es sich in der nächsten Session des Landtags, in welcher, wie ich höre, die Jagdordnung wiederum dem- Herrenhausc zunächst zu­gehen dürfte, zeigen wird, daß die Mehrheit des Herren­hauses sich für die Anschauungen der Staatsregicrung ent­scheidet. Denn gerade in jenen Kreiftn ist man der An­sicht, daß das Material, welches in früheren Stadien der Bearbeitung des Gesetzes gewonnen ist, in dem gegenwär­tigen Entwurf sehr nutzbar gemacht worden und Seitens der Regierung, vertreten durch das landwirtschaftliche Mini­sterium, alle Erfahrungen praktisch verwertet worden sind, zumal auch der Minister der Landwirtschaft sich der Aus­arbeitung des Entwurfs mit voller Teilnahme gewidmet hat. — Ein Bericht ans Cincinnati, welcher über die Lage des nordamerikanischen Handels sich ausspricht, bemerkt am Schluffe seiner Ausführungen, daß der gegenwärtige Stand des Marktes und die Anzeichen für bie Zukunft nicht ge­rade viel versprechender Natur sind, und daß daher schon jetzt genugsam zu erkennen ist, daß die zur Zeit in über­aus großer Zahl eintreffenden Auswanderer in ihren san­guinischen Hoffnungen sehr rasch enttäuscht sein werden. Es ist daö eine neue Warnung für diejenigen, welche ihr Vaterland in dem festen Glauben verlassen, die Misere, die sie hier nach ihrer Meinung erdrückt, jenseits des Ozeans mit einem besseren Lose vertauschen zu können. — Nach der vorläufigen Feststellung der Zölle und Verbrauchs­steuern, welche die zum Zollgebiet des deutschen Reichs ge­hörigen Staaten für daö Etatsjahr 1879/80 an die Reichs­kassen abzulicfern haben, nahm Preußen ein an Zöllen 83,001,219.83 M., an Rübcnzuckersteuer 34,861,760.18 M., an Salzsteuer 21,472,381.16 M., an Tabaksteuer 270,607.22 M., an Branntweinsteuer 32,733,618.53 M, an Brau­steuer 10,358,350.28 M., zusammen 182,697,937.21 M-, außerdem an Spielkartenstempel 623,253.30 M., an Nach­steuer für Spielkarten 4.50 M. und an Wechselstempel­steuer 3,550,872.80 M. — Nach einem neuerdings auf­gestellten Verzeichnis hat die deutsche Armee mit Ausschluß des bayerischen Armeekorps 377 Garnisonen inne.

»* Berlin, 1. Juli. Die in manchen Gegenden des Staats in Folge von Dürre und Frost ungünstige Ge­staltung der Aussichten für die Heu- und Strohernte dieses Jahres hat den Minister für Landwirtschaft veranlaßt, schon jetzt die Erwägung anzuregen, inwieweit da, wo ein Notstand bezüglich der Streu- und Futtermittel zu besorgen ist, zur Abhilfe desselben im allgemeinen Landeskulturinter­esse Seitens der Forstverwaltung beigetragen werden kann. Es wird, wie der Minister auöführt, für diesen Zweck hauptsächlich darauf ankommen, dem Verkauf von Gras aus den Königlichen Forsten die thunlichste Ausdehnung zu geben und durch außergewöhnlichen Verkauf von Staats­material die Befriedigung der Bedürfnisse zu unterstützen. Die Regierungspräsidien sollen deshalb mit den forsttech­nischen Mitgliedern des Kollegiums in Beratung treten und die nötigen Anordnungen alsbald treffen. Der Minister dispensiert daher die Regierungen von den allgemeinen Vorschriften über den Streuverkauf aus Staatsforsten von jetzt ab bis Ende April 1881. Der Minister gibt dann weitere Anordnungen über die zweckmäßigste Art der Ent­nahme von Streumaterial und empfiehlt Torf und Torfmüll als Einstreumittel. Der Bcrkaufmoduö und die Verkauf­taxe soll so fcstgestellt werden, daß alle nicht notwendigen formellen Erschwernisse vermieden werden. Die Oberförster und Forstschutzbeamren sollen an diesen Vergünstigungen ebenfalls im Falle des Bedürfnisses teilnehmen können. — Auf Grund eines Berichts des Ministers der öffent­lichen Arbeiten ist durch allerhöchste Kabinetsordre geneh­migt worden, daß in Betreff der Ausführung von Bauten für Rechnung der Staatskasse oder unter staatlicher Bei­hilfe und der Superrevisionen der Projekte und Anschläge an die Stelle der durch Erlaß vom 20. April 1874 ge­troffenen Anordnungen nachstehende Bestimmungen treten: Der Einholung der ministeriellen Genehmigung und der Einreichung der Projekte und Anschläge zur Superrevision soll es für die Folge nur für solche fiskalischen Neu- und Rcparaturbauten bedürfen, deren Kosten die Summe von

30,000 M. übersteigen. Abweichungen von dieser Regel sollen eintreten 1) bei solchen Wasserbauten, deren Bedeu­tung in technischer oder rechtlicher Beziehung eine beson­ders weitgreifende ist, 2) bei solchen Hoch- und Wasser­bauten, bei denen nach dem Urteile der technischen Mittel- instanzen besondere Schwierigkeiten vorliegen oder bei denen es sich um die Anwendung bisher unerprobter Konstruktionen oder Materialien handelt, desgleichen bei den Bauten von Kirchen und Kunstvenkmälern. In denjenigen Fällen, in denen Bauten nicht ausschließlich auf fiskalische Kosten ausgeführt werden, für dieselben jedoch ein Betrag aus Staatsfonds, sei es als Gnadengeschenk oder als Freibau­holz u. s. w. geleistet wird, hat eine Superrevision der bezüglichen Anschläge und Bauentwürfe nur dann zu er­folgen, wenn ein zu besürwortendes Gnadengeschenk oder der Wert des vom Fiskus zu gewährenden Bauholzes u. s. w. die Höhe von 30,000 M., bezw. 5000 und 10,000 M. übersteigt. Diese Bestimmungen sollen auch aus ausgeführte oder veranschlagte Bauten Anwendung finden, hinsichtlich deren die Superrevision nachträglich von der Oberrechnungskammer verlangt wird oder der Antrag auf Superrevision versäumt ist. — Nach Berliner Zeitungen sollen wiederum zahlreiche Konzessionsgesuche zur Errich­tung von Schlächtereien bei den zuständigen Behörden ein­gegangen sein. Bekanntlich hat die Staatsregierung dem Landtage einen Gesetzentwurf zur Abänderung und Ergän­zung des Gesetzes vom 18. März 1868, betr. die Errich­tung öffentlicher, ausschließlich zu benutzender Schlacht­häuser vorgelegt. Dieser Entwurf befindet sich zur Zeit in der Kommission dcö Abgeordnetenhauses und es wird im sanitätspolizeilichen Interesse zu bedauern sein, daß der Entwurf nicht zum Gesetz fertig gestellt werden kann, da gerade Artiel 2 des neuen Entwurfs die Bestimmung enthält, daß neue Privatschlachtanstalten von dem Tage des Inkrafttretens des Gesetzes nicht mehr errichtet werden dürfen.

Schwert», 30. Juni. Ein Extrablatt der „Mecklen­burgischen Landesnachrichten" enthält das Folgende: Wie wir hören, ist letztvergangene Nacht das hiesige kaiser­liche Postamt durch Einbruch um 97,286 Mark bestohlen worden. Anschläge an den Mauern versprechen 1500 Mark Belohnung demjenigen, der irgendwie Mitteilung machen kann, welche zur Entdeckung des Thäters führen. Einen Anhalt über die Persönlichkeit des Diebes scheint man noch nicht zu haben; man nimmt aber an, daß er mit den ein­zelnen Localitäten des Postgebäudes sehr vertraut gewesen sein muß und daß er sich vermutlich im Gebäude hat ein» schließen lassen.

Hamburg, 30. Juni. Aus Hamburg kommt der „Magdeb. Z." die wichtige und überraschende Meldung, oaß man dort an kompetenter Stellung die Neigung be­kundet habe, wegen Aufgabe der,Freihafenstellung in Ver­handlungen mit den Reichsinstanzen zu treten.

Leipzig, 1. Juli. Heute Mittag fand in Gegenwart des Königs und der Königin, sowie des Prinzen und der Prinzessin Georg die feierliche Eröffnung der deutschen Wollindustrieausstellung statt. Die Eröffnungsrede hielt der Präsident der hiesigen Handeskammer, Dr. Wachömuth. Die Ausstellung ist sehr reichlich beschickt.

Karlsruhe, 28. Juni. Wie man dem „Schwäb. Merk." schreibt, spielen im Großherzogtum interessante öffentlich-rechtliche Prozesse, welche dadurch veranlaßt sind, daß s. Z. die oberste Staatsverwaltungsbehörde von der Anschauung ausging, nach Art. 15 der Mllitärkonvention seien nicht nur die activen Mititärpersonen u. f. w., son­dern die zur Disposition Gestellten oder Pensionierten frei von Heranziehung der Klassen- und Kapitalrentensteuerkapi- talien und den Umlagen in den Städten der Städteordnung. Der Verwaltungsgerichtshof hat durch ein Erkenntnis vom vori­gen Jahr diese Steuerfreiheit auf die activen Mllitärpersonen beschränkt, und von den Städten ist diese Cnls.heidung zu bedeutenden Nachforderungen benützt worden. Die Berech­tigung dieser letzteren steht nun in Frage.

Stuttgart, 27. Juni. Dem Vernehmen nach soll der nächste Landtag sich mit einem Gesetzentwurf beschäf­tigen, der bestimmt ist, wieder mit einer längst unzeigemäß gewordenen altwürttembergischen Einrichtung, nämlich der Anstellung der Gemeindevorsteher auf Lebenszeit, aufzu­räumen. Die Dienstzeit dieser städtischen Beamten soll für die Zukunft auf 10—12 Jahre festgesetzt werden. — Wie in anderen größeren Städten zeigt sich auch in Stutt­gart neuerdings die Erscheinung, oaß bei Ausstellung des StadthauShaltes sich eine Unzulänglichkeit der Einnahmen gegenüber den Ausgaben ergibt. Der ungedeckte Rest be­trägt 1,735,816 M. Ein Teil dieses Ausfalles wird auf das vorhandene Restvermögen der Stadt im Betrage von etwa 6- bis 700,000 M. umgelegt. Die Gewerbesteuer hat eine Erhöhung von etwa 3 pCt. erfahren, die Gebäude­steuer ist dagegen um eine Kleinigkeit, die Grundsteuer um fast ein Drittel herabgesetzt worden.

AuSlaad.

Wien, 29. Juni. In den Regierungskreisen Oester­reichs herrscht eine große Panique vor der Sozialdemo­kratie. Mil dem Aufgebote eines imponierenden behörd­lichen Apparates und unter Assistenz zahlreicher Polizei­organe fanden am Sonnabend bei den bekannteren Ar­beiterführern zu Pest und in den Lokalitäten des dortige» Arbeiterblattes stundenlang währende, peinlich sorgfältige Hausdurchsuchungen und Konfiskationen der vorgefundenen Schriften, Broschüren und Bücher statt. Diese Maßregel erstreckte sich nicht nur auf die Arbeiterführer der Haupt­

stadt, sondern auf jene ganz lingarns, da — wie an die Arbeiter eingelangte telegraphische Berichte melden — in einer großen Reihe von Städten in Ungarn ebenfalls Hausdurchsuchungen stattfanden. Die Angelegenheit erregte in Pest ungeheures Aufsehen und in den Gaffen, wo die Durchsuchung der Wohnungen stattfand, hatten sich überall Tausende von Neugiecigen angcsammelt. Ueber die Ursache dieser plötzlichen auffälligen Maßnahmen wird in amtlichen Kreisen Stillschweigen beobachtet; in bett Kreisen der Ar­beiterpartei herrscht die Ansicht vor, es liege der Verdacht vor, daß die bei Sozialdemokraten in London gefundenen aufreizenden Broschüren in Ungarn gedruckt wurden und die Einleitung einer gemeinsamen internationalen Aktion geplant sei. Das Gesamtresultat dieser Durchsuchungen läßt sich indes in folgendem zusammenfassen: Im Proto­kolle wurde konstatiert, daß nirgends etwas Verdächtiges gefunden worden. Der Staatsanwalt drückte nach Durch­führung der Untersuchung sein Bedauern darüber aus, daß die Gerichtskommisston in Erfüllung ihrer Pflicht den Betroffenen Unannehmlichkeiten bereitet habe; er erklärte gleichzeitig, daß jeder, bei dem eine Hausdurchsuchung vor­genommen werde, nach dem Ergebnisse der Untersuchung, über welches auch die Kommission sich freue, beruhigt sein könne.

Paris, 1. Juli. Die „Agence Havas" constatiert, daß die Ausführung der Dekrete in keinem Teile Frankreichs bemerkenswerte Ruhestörungen hervorgerufen, und hebt hervor, daß die Märzvekrete nur gegen die Jesuitennieder­lassungen zur Ausführung gelangten, welche den ausdrück­lichen Befehl erhalten hätten, sich spätestens zum 30. Juni aufzulösen. Was die übrigen nicht autorisierten Männer- Congregationen angehe, so enthalte das betreffende Dekret nur die dringende Aufforderung an diese, ihre Angelegen­heiten zu regeln. Es sei noch zu erwähnen, daß der Re­gierung die materiellen Mittel gefehlt haben würden, wenn sie es unternommen hätte, gegen sämmtliche Congregationen gleichzeitig vorzugehen. In der That habe in den meisten Klöstern die Räumung nicht weniger als 6 bis 7 Stunden in Anspruch genommen. Indessen kenne die Regierung ihre Pflicht uns werde dieselbe durchgehends mit gleicher Festigkeit erfüllen, sobald der Zeitpunkt dafür gekommen.

London, 1. Juli. Die „Times" erfährt, die conser- vative Partei sei geneigt, die Frage bezüglich der Abgabe einer Erklärung an Eibesstatt seitens der Parlamentsmit­glieder auf dem Wege der Gesetzgebung zu lösen. — Weiteren Nachrichten aus Nikosia vom 30. Juni zufolge, haben, wie bereits gemeldet, in Haifa Ruhestörungen zwischen deutschen Kolonisten und Beduinen stattgesunden. Beiderseits gab es mehrere Tode. Die englische Corvette „Rapid", welche am 29. Juni eintraf, ging sofort weiter, um an der syrischen Küste sich mit dem Kanonenboot „Bittern" 1 zu vereinigen.

Petersburg, 1. Juli. Die Londoner Nachrichten von Kämpfen zwischen russischen und chinesischen Truppen beim Terek-Passe und bei Kirgil Kurghan, der Besetzung von Guligha und Ostkhotand durch die Chinesen und des Rückzuges der Russen aus Osy werden auch nicht durch die geringsten Mitteilungen ähnlicher Art bestätigt uns können faktisch als völlig unbegründet, tote unter den ob­waltenden Verhältnissen auch nicht wohl als denkbar be­zeichnet werden.

Bukarest, 1. Juli. Dem Vernehmen nach forderte England Rumänien zur Zahlung von 180,000 Pfund an die Türkei für die Küstendje-Eisenbahn auf.

Ragusa, 30. Juni Eine Deputation von Dulcigno begab sich zu dem türkischen Gouverneur von Skutari, um von demselben Aufklärung über die angeblich beabsichtigte Abtretung DulcignoS an Montenegro zu erbitten. Der Gouverneur erwiderte, daß ihm kein derartiger amtlicher Auftrag erteilt sei, und forderte die Deputation auf, die notwendigen Vorbereitungen zu treffen, um Dulcigno even­tuell gegen einen Angriff verteidigen zu können. Die al- banesische Liga sanvte in Folge dessen 600 Bewaffnete nach Dulcigno; die türkische Garnison des Ortes zog sich nach Skutari zurück.

Hesseu-Nassa«.

Marburg, 1. Juli. Gestern Abend schloß der Tod die irdische Laufbahn eines Mannes, dessen Name soweit deutsche Wissenschaft reicht mit Ehren und Anerkennung ge­nannt wird: Carl Philipp Falck, vr. und ordentlicher Professor der Medizin an der hiesigen Universität segnete das Zeitliche. Der Verblichene, ein geborener Marburger, absolvierte daö hiesige Gymnasium und die hiesige Univer­sität, auf der er sich dem medizinischen Studium mit Aus­zeichnung gewidmet hatte, in seinem Prüfungszeugnis er­hielt er den zu jener Zeit selten verliehenen Grab „cum laude". Ward dann praktischer Arzt und habilitierte sich an hiesiger Hochschule als Privatdocent. 1856 wurde er außerordentlicher Professor und 1863 ordentlicher Professor in der medizinischen Fakultät, sowie Director des pharma- cologischen Instituts. — Zahlreiche Versuche führten ihn zu epochemachenden Resultaten der Wissenschaft, sodaß er namentlich in der Toxikologie als eine Autorität ersten Ranges galt. In Folge deffen wurde er dann auch in die Reichskommisston zur Bearbeitung der deutschen Pharma­kopoe berufen. Seine literarische Thätigkeit war gleichfalls eine ebenso hervorragende als vielseitige und reichhaltige- In derselben — er hatte noch den ehrenden Auftrag für das Sammelwerk von Eulenburg in Berlin den Artikel „Kost" und für daö von Maschka in Prag den Artikel „Vergiftung zu bearbeiten — befiel ihn eine hartnäckige Krankheit, die