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endlich mündliche Ausschußberichte über Eingaben und Be­schwerden. — Durch allerhöchste Kabinetöordre ist geneh­migt, daß § 24 der Verordnung über die Organisation des Sanitätskorps vom 6. Februar 1873 dahin abgeändert wird, daß Assistenzärzte des Beurlaubtenstandes nur dann zur Befreiung in Vorschlag gebracht werden dürfen, wenn sie entweder einen dreiwöchentlichen Kursus in der chirur­gischen Anatomie und in den Operationsübungen durchge­macht, oder bei einer in Folge der Dienstverpflichtung statt- gehablen Einziehung ihre Qualifikation zur höheren Charge dargethan haben. — Die „Tribüne" teilt eine Eingabe eines gewissen Director Sonntag an das Staatsministerium mit, in welcher der Flachsbau und die Flachsbereitung zum Gegenstand der Besprechung gemacht wird. JDer Pe­tent stellt sich der Staatsregierung für 'diese Sache zur Disposition. Wenn wir nicht irren, sind von dem Ge­nannten bereits früher ähnliche Eingaben überreicht worden. Es scheint jedoch, daß seit jener Zeit keine Aenderung in den Anschauungen der maßgebenden Kreise, die sich dahin ausgesprochen haben, daß die Bearbeitung des Flachses als eine durchaus wohlthätige Hausindustrie zu betrachten sei, daß dieselbe aber niemals auf künstlichem Wege zur Ein­führung gebracht werden dürfe, eingetreten sei. — Auf Grund der Special-Nachweisungen ist vom Kaiser!. Zoll- und Steuer-Nachweisbureau eine Nachweisung der Ein­nahme für verkaufte Wechselstempelmarken und gestempelte Blankets für das Etatöjahr 1879/80 im deutschen Reich aufgestellt. Hiernach betrug die Einnahme für die Reichs­kasse nach Abzug von 2o/o für die Landeskosten und 21 s° o für die Postverwaltung 6,057,485 M. 27 Pf., welche Summe ein Plus von 217,464 M. 80 Pf. gegen das Vorjahr darstellt. — Von der Buchdruckerei German und Trömel in Leipzig sind, um den Briefmarkenhändlern und den Herausgebern von Briefmarkensammlungen die An­fertigung von Briefmarken-Abbildungen in größerer Zahl ohne erhebliche Kosten zu ermöglichen, galvanisierte Stempel in den Handel gebracht worden, mittelst deren Abbildungen von Postwertzeichen hergestellt werden können, die ffür den ersten Augenblick ein den ächten Briefmarken ähnliches Aussehen haben. Die Postanstalten sind zur Verhütung von Betrügereien aus die Nachahmungen aufmerksam ge­macht worden. — Nach Maßgabe des § 2 des Regulativs vom 15. Februar v. I. über Ausbildung, Prüfung und Anstellung für die unteren Stellen des Forstdienstes in Verbindung mit dem Militärdienst im Jägerkorps haben die jungen Leute, welche ihre Geneigtheit zum Eintritt in die Forstlehre darzulegen beabsichtigen, das Attest eines oberen Militärarztes darüber beizubringen, daß sie frei von körperlichen Gebrechen und wahrnehmbaren Anlagen zu chronischen Krankheiten sind, ein scharfes Auge, gutes Gehör und fehlerfreie Sprache haben und daß überhaupt keifl Bedenken gegen die künftige Tüchtigkeit im Militär- dieust obwaltet. Solche militärärztliche Atteste stud aber nur auf Grund bestehender Bestimmungen zu erlangen. Der Minister für Landwirtschaft u. s. w. hat daher die Bezirksregierungen veranlaßt, in geeigneter Weise bekannt zu machen, daß die Aspiranten für die unteren Stellen des Forstdienstes sich mit ihren Gesuchen rechtzeitig an das nächste Landwehrbezirkskommando zu wenden haben, welches das Weitere veranlassen wird.

Braunschweig, 27. Juni. Heute hat hier die festliche Enthüllung des Standbildes deö großen Mathematikers Karl Friedrich Gauß stattgefunden.

Stuttgart, 27. Juni. Der Etat der Stadt Stutt­gart pro 1880/81 ergibt gerade kein erfreuliches Bild. Die Ausgaben erreichen die Ziffer von 3,729,434 M., denen Einnahmen im Betrage von nur 1,993,618 M. gegenüber-

mit ihm. Von den Bildern, die dann genauer in Augen­schein genommen wurden, erwähne ich namentlich das Genrebild „Auf der Kegelbahn", über welches sich der Kaiser sehr zu freuen schien. Auf die Figur des Bauern­jungen, der seine Beine lang ausstreckend vergnügt grinsend den soeben geschobenen „Pudel" beobachtet, zeigend, sagte er: „Nun steh' den da!" „Hero und Leander" (Keller), „Das aufgefundene Monogramm" (Holmberg), „Zur Unter­suchung" (Schulz-Briesen), „Uebergabe der Veste Rosen­berg im Hussitenkriege" (W. Beckmann) u. A. fanden eben­falls eingehende Beachtung. Und alö dann der Kaiser an seinem eigenen Bilde vorüberkam, auf dem er durch ver­wundete Krieger begrüßt wird, da sah ich, wie sein Antlitz zuckte und jedenfalls die Erinnerung an alle die großen Ereignisse der Vergangenheit der letzten 20 Jahre an ihm vorüberzog. Wer die seelensguten Gesichtszüge des Monar­chen, namentlich in einem solchen Augenblick, wo sich in ihnen die Rührung im Gedanken an die Ereignisse der Vergangenheit widerspiegeln, gesehen, der wird das für die Zeit seines ganzen Lebens nicht vergessen! Nachdem noch die Kupferstiche und die Skulpturen besichtigt waren, ging man zum Frühstück.

Wie das hohe Paar die Anstrengungen dieses Rund- gangeS, der über 2 volle Stunden währte, ausgehalten, das war allen ein Rätsel; aber die Thatsache selbst erregte die innigste Freude, schon um des Uulstandes willen, weil sie den besten Beweis für die Gesundheit der Majestäten ablegte. Was speciell die Gesundheit des Kaisers anlangt, so dürfte es meine Leser interesstren zu erfahren, daß der kompetenteste Beurteiler, nämlich der Leibarzt Dr. von Lauer Exz., sich darüber im höchsten Grade günstig auS- sprach. Aus der Kunstausstellung heraustretend, hörte ich, wie Lauer, von einem Herrn über diesen Punkt befragt, antwortete: „ich bin durchaus zufrieden; Majestät ist körper­

stehen. Unter den Ausgaben, welche den Etat der Stadt Stuttgart am meist"n belasten, nehmen die Kosten für die Polizeiverwaltung mit die erste Stelle ein. Sie betragen Heuer ca. 350,000 M. und erhöhen sich von Jahr zu Jahr um etwa 20,000 M. Angesichts dieser wenig erfreulichen Thatsache für den städtischen Steuerzahler wird wieder die Frage erörtert, daß der Staat die Polizeiverwaltung Stutt­garts und der größeren Städte des Landes in die Hand nehmen und zu ihren für die Gemeinden nachgerade uner­schwinglichen Kosten das (einige beitragen möge. Die Ab­geordneten des flachen Landes sträubten sich hiergegen bisher ganz energisch, obgleich die Staatspolizei in der Mehrzahl der deutschen Länder, wenigstens in den größeren Städten, längst eingeführt ist. Bei Gelegenheit der Einbringung des Gesetzes, betreffend die Reorganisation der Bezirks- und Gemeindeverwaltung beim nächsten Landtag wird dieser Wunsch der größeren Städte des Landes jedenfalls wieder angeregt werden und dann auch wahrscheinlich durchgehen und das um so eher, da man mit den Leistungen unserer städtische Polizeiverwaltungen keineswegs zufrieden ist. — Der katholische Domdekan von Bendel, seit 1876 Vertreter des Rottenburger Domkapitels im Abgeordnetenhause, hat mit Rücksicht aus seinen Gesundheitszustand, derselbe leidet an einem chronischen Ohrenkatarrh, und die Abnahme seiner Gehörstärke lindert seine vollständige Mitthätigkeit bei den Verhandlungen, sein Mandat niedergelegt. Bendel ist ein friedliebender, ruhiger Mann, der unter den Landboten große Sympathien genoß. Man ist gespannt darauf, welchen Prälaten das katholische Domkapitel zu seinem Nachfolger ernennen wird. — Dem in den Ruhestand getretenen Ge­neraldirektor der württembergischen Eisenbahnen, Geh. Rat von Dillenius, der gleichfalls sein Mandat als Landtags- abgeordneler niedergelegt hat, wurde durch eine Deputation namens der hiesigen Handels- und Gewerbekammer eine Adresse überreicht, in welcher ihm der Dank der kommerziellen Kreise ausgesprochen wurde für seine steten Bemühungen, den Bedürfnissen und Wünschen des Handels- und Gewerbe­standes Rechnung zu tragen. Der Nachfolger des Herrn von Dillenius als Abgeordneter wird wahrscheinlich auch ein höherer Beamter der Verkehrsanstalten sein. — In dieser Woche wurde hier die alljährlich stattfindende süd­deutsche Buchhändler-Versammlung, die für den gesammten deutschen Buchhandel von Bedeutnug ist, abgehalten. Wenn auch sehr viel geklagt wurde über den matten Geschäftsgang, so gingen doch die Abwicklungen glatt vo» sich. Nur eine hiesige Buchhändlerfirmen, die übrigens nicht sehr bedeutend war, hat ihre Zahlungen einstellen müssen.

Stratzburg, 27. Juni. Zu Anfang nächsten Monats wird Seine Excellenz der kaiserliche Statthalter, Feldmarschall Frhr. von Mannteuffel zurückerwartet und soll dem Ver­nehmen nach alsdann der kaiserliche Staatsrat zum ersten Mal behufs Begutachtung einiger Gesetzesvorlagen zusammen­treten. — Die hiesige Protestpartei macht sich durch große Rührigkeit und immer dreister werdende Bespöttelung alles dessen, was deutsch heißt, bemerkbar, wobei ihr die schwer erklärliche Unthätigkeit der Regierung sehr zu statten kommt. Dazu arbeiten die beiden protestlerischen Organe, die ultra­montane „Union" und die demokratische „Presse", auf ganz verschiedenem Wege nach ein und demselben Ziele. Es müssen diesen beiden Tagesblättern sowohl vom Reichslande als von Frankreich aus sehr große Mittel zur Verfügung gestellt sein, und werden jetzt große Anstrengungen gemacht, denselben unter dem Landvolke Eingang zu verschaffen. Die schlimmen Folgen dieser systematisch betriebenen Hetzereien können natürlich nicht ausbleiben und die deutschfeindlichen Demonstrationen, die selbst unter dem von Möller'schen Regimente, dem man doch schon Mangel an Festigkeit vor- lich wie geistig völlig rüstig!" — Ein wie hohes Interesse der Kaiser der Düsseldorfer Ausstellung entgegengebracht, geht am besten aus der Thatsache hervor, daß die Abreise, auf 2 Uhr 15 Min. festgesetzt, auf 3.35 verlegt wurde. Der Kaiser äußerte in dieser Beziehung zu Herrn Schieß, Vorsteher der Gruppe V.: „Ich begreife gar nicht, warum man meine Abreise so früh gelegt hat; so früh kann ich bei all den interessanten Sachen unmöglich fertig werden." So wurde denn die Abfahrt verschoben und nach dem Früh­stück eine eingehende Besichtigung des Pavillons für die kunstgewerblichen Altertümer vorgenommen. Hier über­nahmen Herr Maler Grotjohann und Prof. Werth die Führung. Der Kaiser interessierte sich namentlich lebhaft für die Kapelle der Ramensdorser Commende, das gothische Zimmer, Die prachtvollen Gobelins und die alten Rüstungen, während die Kaiserin namentlich im Roccocozimmer längere Zeit verweilte. Auch sie sprach sich wiederholt lobend über die Ausstellung aus und sagte: „Ich bin mit hohen Er­wartungen hierher gekommen; aber was ich heute gesehen habe, hat meine Erwartungen bei weitem übertroffen."

Und nun war die Stunde der Affahrt gekommen. DaS „Kaiserwetter" das den ganzen Vormittag über geherrscht, machte um ^3 Uhr einem Gewitter Platz. Aber das hielt die Menge nicht ab, standhaft im Garten auszuharren, um die Majestäten noch einmal zu sehen und ihnen ein letztes Hoch nachzurufen. Aus tausend und aber tausend Kehlen erscholl es denn auch kräftig, als die hohen Herr­schaften die Ausstellung verließen. Welche Wünsche in das Hoch hineingelegt wurden, das kann dem nicht zweifelhaft sein, der die Begeisterung des Publikums vom alten Greis bis zum kleinen Kind gesehen hat. Mag ein gütig Geschick noch lange über ihnen walten und ihnen die Kraft und Ausdauer, die sie gestern gezeigt, noch lange bewahrt bleiben! Heil dem Kaiserhause l

warf, fast ganz aufgehört hatten, sind jetzt wieder an der Tagesordnung. Unter Anderem war bei Gelegenheit einet Cavalcade, welche in Mühlhausen, wenn wir nicht irren, auf Ostermontag zum Besten der Armen veranstaltet war, ein auf einem der Umzugswagen aufgestelltes Schiff zufällig „Revanche" getauft. Kürzlich prangte hier an allen Straßen­ecken eine in französischer Sprache gedruckte Einladung zu einem großen par la musique^municipale de Guebwiler ausgeführten Musikfeste, auf welchen Zetteln natürlich wieder zufällig, aber in höchst demonstrativer Weife das Wappen der Stadt Gebweiler in blau-weiß-rotem Buntdruck (zugleich die französischen Farben) ausgefnhrt war. Nach­dem diese Placate zum großen Gaudium des Publikums einige Tage an den Straßenecken hier paradiert hatten, wurden dieselben von unserer vortrefflichen Polizei bemerkt und radical entfernt. Auch fängt der Janhagel wieder an auf die „Schwowe" (Schwaben) zu fchimpfen, was zn einigen kleineren Militärfchlägereien Anlaß gegeben hat. Die Musikvereine „Harmonie" und „Sellenik" veranstalten mit großer Heimlichkeit kleine Festivitäten, auf denen man natürlich ganz unter sich ist, meist nur französische Piecen gibt und am Schluß regelmäßig auf allgemeines Verlangen die französische Retraite spielt. Daö „Elsässer Journal", welches allen Parteien gerecht werden möchte, erklärt solche Demonstrationen in der Regel als unschuldige Zufälligkeiten. Dann müßte Elsaß-Lothringen allerdings ein merkwürdiges Land des Zufalles fein. — Die Regierung scheint von alledem keine Notiz nehmen zu wollen. Ob aber ein völliges Gehenlassen dieser bedenklichen Symptome angebracht ist, möchten wir doch sehr bezweifeln. Die Concefsionierung der beiden Organe „Presse" und „Union" hatten wir unter den obwaltenden Umständen von vorne herein für einen Fehler gehalten. (D. R.)

ÄMmlb.

Rom, 26. Juni. Daö „Diritto" veröffentlicht offiziös die Briefe, welche Fürst Bismarck und Graf Launay mit einander gewechselt haben, als der letztere zum Ritter des Annunziaten-Ordens ernannt war. Der Brief des Reichs­kanzlers lautet:

Herr Botschafter! Da Se. Majestät der König von Italien geruht hat, Ihnen den Orden der Annunziata zu verleihen, ergreife ich mit Vergnügen diese Gelegenheit, Ihnen die persönlichen Gefühle, welche mich beseelen, aus­zudrücken, indem ich Ihnen Glück wünsche und Ihnen sage, wie sehr ich erfreut bin, in Ihnen ein Mitbrnder alö Ritter dieses hervorragenden Ordens zu begrüßen. Derselbe wird ein neues Band zu den alten Banden fügen, die uns vereinigen und die ans den gemeinschaftlichen Anstrengungen hervorgehen, welche wir seit so langen Jahren der Unter­haltung und Entwicklung der guten Beziehungen zwischen den beiden befreundeten Nationen widmen. Genehmigen Sie, Herr Botschafter, die wiederholte Versicherung meiner besonderen Hochachtung. gez.: v. Bismarck.

Der italienische Botschafter antwortete:

Durchlaucht! Die Auszeichnung, welche mein erhabener König mir zu verleihen geruht hat, übertrifft weit meine Verdienste, wenn ich an die so glorreichen Anrechte denke, welche Ew. Durchlaucht, einer meiner berühmtesten Vor­gänger im höchsten Orden der Annunziata, erworben hat. Seine Majestät hat weniger meine Person auSzuzelchnen beliebt, als den Botschafter des Königs an einem befreun­deten Hofe und bei einer Nation, mit welcher Italien durch so viele gemeinschaftliche Interessen verbunden ist. Ihre Glückwünsche, mein Fürst, haben in meinen Augen einen ganz besonderen Wert, den die so freundlichen Ausdrücke Ihres Briefes noch besonders heben. Ich danke Ihnen aufs herzlichste für einen solchen Gruß, der mir immer ein kost­bares Andenken bleiben wird. Ich bitte Ew. Durchlaucht, die neue Versicherung meiner größten Hochachtung ent­gegenzunehmen. gez.: Launay.

Der Glückwunsch deö Fürsten Bismarck hat in hiesigen Regierungskreisen sehr angenehm berührt, und auch Graf Launay hat in seiner Antwort offenbar ausgedrückt, was den Absichten des Ministeriums entspricht, da von hier aus schon offiziös betont war, die Auszeichnung, welche der König dem Botschafter verliehen, gelte teils dem ältesten italienischen Diplomaten, teils dem Vertreter deö Königs bei einer Regierung, auf deren Freundschaft er besonderen Wert lege. — In der gestrigen Sitzung des Abgeordneten­hauses warf ein junger Mann einen Stein von der Tri­büne auf den Ministertisch. Der Stein wog l'/s Kg., fuhr zwischen zwei Abgeordneten durch und fiel vor Bacca- rini nieder, wo er entzwei sprang, nachdem er einen tüch­tigen Eindruck in der Tischplatte gemacht hatte. Der Mann nennt sich Nicola Cordigliani, ist 25 Jahre alt und sitzt jetzt im Gefängnis. Seltsamer Welse scheint daö Verhör darzuthun, daß er nicht verrückt ist. Er soll ein schlechtes Vorleben haben, und man spricht von kompromittierenden Briefen, die bei ihm gefunden worden seien. BIS jetzt hat er nur Widersprechendes über seine Absichten zu Tage ge­fördert, man weiß noch nicht, ob er nach einer bestimmten Person oder schlechthin ins Haus geworfen hat. Vorbedacht war jedenfalls vorhanden, er hatte drei Steine in der Tasche, soll auch in seiner Heimat Viterbo von seinem Vorhaben gesprochen haben. Sieht man die Art an, wie er verfahren ist, so kann man sich schwer enthalten zu glauben, daß die Justiz eß hier mit einem Fall von an Idiotismus grenzen­der Dummheit zu thun hat.

Paris, 29. Juni. Da die ben Kongregationen festge­setzte dreimonatliche Frist mit heute Abend abläuft, so werden die Dekrete erst morgen executvrifch. Man glaubt,