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r Groß­ei Hom- iflcrung eine sind der Di: rberg zr s Holzei Morgen,

ir 1880

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Är. M

Anzeigen nimmt tmgegen: die Expedition d.vlatte», sowie d.Annoncen-Burear von Th, Dietrich & Co. i Kaffei und Hannover; T! Dietrich in Frankfurt a.M. Haalenftein & Bögler i Zrankfurt a. M., Berlii L-ipziz, Cöln re.; Rudoi, Moffe in Berlin, Frank- fnt* o. M k

Marburg, Donnerstag, 4. März 1880

XV. )ahrgug

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blatter sowie d. Annoncen-Bureaur von G. L. Daube & Co. in Frankfurt a. M; Jäger'sche Buchhandlung daselbü; Herrnann'sche Buchhandl. daselbst; Jnvalidendaist in Berlin; W. ThieneS in Elberfeld: 6. Schlotte in Bremen.

igeu

Erscheint täglich außer an den Werkragen nach sonn- und Feiertagen. Preis für das Quartal mit der wöchentlichen Beilage „JlrrftrirkeS LonutagSblatt" durch die Expedition (Koch'sche BuÄdruckereis bezogen 2', Mark, durch die Postämter deS Deutschen Reiches 2 Mark 50 Pfg. (erd. Bestellgebühr). — JnsertionSgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg. Für in der Exvedrtion zu ertheilende Auskunft und Annahme von Adreffen werden 25 Pfg. berechnet.

schränkung der Wechselfähigkeit, ferner eine Zusammensteh

rnon ihi” ^n9 der ausländischen Strafgesetzgebung gegen wucherliche vbe d Ausbeutung und zwar in Belgien, Oesterreich, Ungarn, p ”c endlich die Anträge über die civilrcchtliche Behandlung

von Wuchergeschäften in der vorjährigen Reichstagskom-

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welche im wesentlichen mit den Motiven der vorjährigen ' Anträge m Reichstage übereinstimmt. Ferner ist beige«

Äür den Monat März werden von allen Post- O anstalten (auf dem Lande von den Landpostboten) Bestellungen auf die

Dberhessische Zeitung mit deren Gratisbeilage JAnstrivteS Donntagsblatt angenommen, und bitten wir dieselben baldigst

III. Kl machen zu wollen.

ags 1( Die Exped. d. Oberh. Zeitung,

r Lehm ---—----------—

Tagesbericht.

Fürst Hohenlohe reiste gestern Mittag von Berlin nach

Paris ab. ____________

i t Dem im gestrigen Blatte mitgetheilten Gesetzentwurf, - ö betreffend den Wucher, ist eine Begründung beigegeben,

aas 1( !ügt der Antrag des Abgeordneten Reichensperger (Olpe), nnrnttl ^et Antrag der Abgg v. Kleist-Retzow und Genossen, der nberae ^ständige Kommissionsbericht, eine Uebersicht der Aeuße- rungen der Hauptbankstellen der Reichsbank über die Be-

Lniglicheu Familie theilnahmen. Se. Maj. der Kaiser

vor dem ilosophie.

t. 1880.

erförster

Nachstehend lassen wir die auf die Jubiläumsfeier des Kaisers Alexander von Rußland bezüglichen Telegramme folgen:

sorgt die [5581

; itob die Prinzen erschienen in russischer Uniform.

Berlin, 2. März. Dem feierlichen Gottesdienst in ^r russischen Botschafts-Capelle anläßlich des RegierungS- biläums des Czaren wohnten bei Prinz Karl in russischer

__Berlin, 2. März. Bei den kaiserlichen Majestäten XA fand im hiesigen Palais heute zur Feier des 25. Jahres- U(yl tagcs des Regierungsantrittes des russischen Kaisers Fa- , «ilienbinet statt, an welchem sämmtliche Mitglieder der

igis am!

zu ver- ftldmarschalls-Uniform, Prinz August von Württemberg xpedition and als Vertreter des Kaisers die Generale v. b. Goltz [639 »nb Prinz Rabziwill; ferner vom auswärtigen Amte bie

T Geh. Räthe v. Philippsborn und v. Rabowitz, Gras i d Herbert Bismarck; weiter bie Hofmarschälle und Adjn- mderweittonten der königlicher Prinzen; bie Stabsofficicre des

Urff.

[Nachdruck oerboten.]

Die Rachtwaudleriu.

und zut aber wird »t. Vor

Der holde Tand, so beiß begehrt. Hat jetzt, errungen, keinen Werth Nach Byron.

;nm

len.

uar 1880.

Mitt. V,2.

. , 80,0k-

xpcditior Es war beinahe Mitternacht; ein südlicher Steinen« [64( stmmel breitete sich feenartig über den fchlummernben

Lomersee und seine reizenden Gebäude aus. Nur hie und da glänzte matt durch die fast dämmerungsgleiche Nacht uKaffe :in verlöschendes Lichtchen aus den Fenstern einer Villa, »eren weiße Mauern geisterartig durch daS Dunkel der Kastanienbäume schimmerten. Das taklmäßige Plätschern, >as durch die träumende Stille der Nacht hintönle, ver» rieht die Bewegungen von Rudern, und bald wurde ein

Granada Kahn sichtbar, der leise durch die Dunkelheit dahinglitt und bei tob sich rasch dem Ufer näherte. .Das Fahrzeug trug inen Reisenden von vornehmem Aussehen, der, in seinen Eichten Mantel gehüllt, schweigenb in halb liegender Stet» bmg dem leisen Gesang», der Schiffer zu horchen schien, offne eben viel auf die Reize ber nächtlichen Scene zu achten, bie ihn umgab. Der Kahn hatte etwa auf fünf- _____. ,j. ichn Schritte sich dem Ufer genähert, als plötzlich der am , 2 Vvrdertheile des Fahrzeuges stehende Lchiffer das Ruder

Ab93!;• fallen ließ: Heilige Mutter Gottes, das Gespenst! rief - ' ''Er mit allen Zeichen des Entsetzens. Der Fremde fuhr Unwillig aus seiner sinnenden Stellung empor: Was giebt's? ttagte er rasch in italienischer Sprache, aber mit sehr fremd- ländisckem Accente. — O Signor, sehen Sie nicht dort? tottoortete der Schiffer zitternd, indem er ein Kreuz über ^as andere schlug.

Der Fremde schaute nach dem Ufer in der Richtung, ------- Kelche der Jtalteuer ihm angebeutet, und wirklich war der

Kaiser Alexander Grenadier- und des 6. Kuirasster-Regi- ments und das gesammte Officiercorps des in Breskow und Fürstenwalde ftationirten 3. Ulanen-Regiments Kaiser Alexander.

Petersburg, 2. März. Der „Regierungsbote" bringt an der Spitze des Blattes ein vom 22. Februar datirles vom Fürsten Bismarck contrastgnirteS Schreiben des Kaisers Wilhelm an den Kaiser von Rußland, welches folgendermaßen lautet: Die bevorstehende Wiederkehr des Tages, an welchem Ew. Majestät vor 25 Jahren die Re­gierung angetreten, bietet Mir erwünschten Anlaß, Meiner Freude darüber Ausdruck zu geben, daß die Freundschaft, welche Unsere in Gott ruhenden Väter verband, sich auch in Unseren gegenseitigen Beziehungen bewährt hat. In dem Rückblick auf die Zeit, in welcher sich diese Freund­schaft bewährte, finde ich die Zuversicht, daß sie bis an Mein Lebensende ungetrübt bestehen wirb. Für Ew. Majestät aber erflehe Ich von Gott, daß Sein Schutz, der Sie in diesem Jahre und noch in diesen Tagen wunder­bar behütete, Hochdieselben Ihren Völkern und der Mission segensreichen Wittens, welche die Vorsehung in Ihre Hand gelegt, noch lange erhalten möge. Mit besonderem Ver­gnügen benutze Ich diese für Hochdieselben und Hochdero kaiserliches Haus so erfreuliche Gelegenheit, um bie Ver­sicherung wahrer Hochachtung unb unroanbelbaret Freund­schaft zu erneuern.

Petersburg, 2. März. Der „Regierungsbote" ver­öffentlicht einen kaiserlichen Erlaß, durch welchen verschie­denen Klassen der Bevölkerung eine ganze Reihe von rück­ständigen Abgaben und Geldbußen erlassen wird. — Der gesammte Reichsrath überreicht dem Kaiser um 11;/, Uhr eine Glückwunsch-Adresse. Die Vertreter des Petersburger Adels sprachen ihre Glückwünsche in einem an den Minister deS Innern gerichteten Schreiben aus.

Petersburg, 2. März. Sämmtliche Blätter feiern den heutigen Festtag durch Leitartikel und drücken in ihren Rückblicken auf vkks verflossene Vierteljahrhunbert dankbarste Anerkennung für die durch den Kaiser gewährten großar­tigen unb wohlthätigen Reformen aus. Einstimmig wiro bie Ueberzeugung ausgesprochen, daß Weber auswärtige Schwierigkeiten noch innere Feinde im Stande seien, den regelrechten EntwickelungSgang Rußlands und die Anhäng­lichkeit des Volkes an den Kaiser zu erschüttern.

Petersburg, 2. März. Heute Vormittag 10 Uhr wurde vor dem WinterpalaiS ein Stäubchen gebracht. Gelindes Wetter mit burchblickenbem Sonnenschein be­günstigt die Feierlichkeit. Die Empfangscour findet nach 12 Uhr statt. Bald nach 10 Uhr nahmen auf dem kleinen Platze vor dem Winterpalais Deputationen vou je 100 Mann von jedem Garde-Regiment Aufstellung. Eine unabsehbare Volksmenge füllte beide Plätze vor dem Pa­lais an. Um 10 /4 Uhr erschien ter Kaiser auf dem

Gegenstand auffallend genug, um den Schreck ber aber­gläubischen Italiener zu erklären. — Hart am Uferranbe stanb eine hohe Gestalt, beten weiße, flatternde Gewänder deutlich durch das Helldunkel des Monblichts schimmerten. Das räthselhafte Wesen bog sich mit seltsamen Bewegungen über den Uferraub, und breitete die Arme über den See hinaus, als wolle sie Jemand zurückrufen oder ihm Lebe­wohl zuwinken. Jeden Augenblick'schien es bem Fremden, sie müsse in's Waffer stürzen, bas gerade in dieser Gegend ungewöhnlich tief war. Trotz dem Unheimlichen der Er­scheinung vermuthete der Unbekannte ganz etwas Anderes als bie furchtsamen Italiener, und in ber Hoffnung, ein Unglück verhüten zu können, befahl er ben Schiffern mit gebieterifcher Stimme, auf ben seltsamen Gegenstand los­zusteuern, ber das Nahen des Fahrzeuges durchaus nicht bemerkt zu haben schien. Die Schiffer starrten bleich auf das Ufer hin, aber sie regten trotz dem bestimmten Befehl des Unbekannten kein Glied, außer daß sie mit lächerlicher Eilfertigkeit sich zu bekreuzen fortfuhren.

Nun, wirb's halb? fuhr ber Frembe zornig aber mit gebämpfter Stimme auf. — O Herr! sagte endlich einer ber Schiffer mit bebenber Stimme, nicht um alles Gold in der Welt! . . . Das ist ein leibhaftiges Gespenst, bei ber Seele meiner Mutter! . . . Man hat es schon oft gesehen, wie es langsam, ohne den Boden zu berühren, da­her schwebt, und dann blitzschnell in den Boden versinkt, oder dann von einer schwarzen Gestatt mit einer brennen­den Fackel geholt wird. —

Dummköpfe! murrte der Fremde, bem bei ber Geschichte zwar etwas seltsam zu Muthe würbe. — Balo schämte er sich ber leisen Anwandlung von Grauen; seine Neugierbe und fein Drang, vielleicht eine verzweifelte That zu ver-

Balkon, von den Soldaten und der Volksmenge mit unbe- fchreiblichem Jubel empfangen und verweilte etwa eine halbe Stunde auf dem Balkon, fortgesetzt von freudigen Zurufen und Segenswünschen der zahllosen Menschenmenge begrüßt. Während eht Musikcorps die Hymne „Gott er­halte den Zaren" spielte, wurden 101 Kanonenfchüffe ge­löst. Zugleich begannen die Glocken sämmtlicher Kirchen zu läuten. Gegenwärtig — Ui/2 Uhr — beginnt in der Kirche des Winterpalais der Festgottesdienst. Die Stadt ist bis in die entlegensten Theile reich mit Flaggen ge­schmückt. Aus allen Gebieten des Reichs, aus allen Gesell- fchastskreisen sind zahlreiche Adreffen, Geschenke und Dar­bringungen aller Art eingegangen. Die mannichfachsten Stiftungen zum Gedächtnisse des Tages wurden gemacht.

Petersburg, 2. März. Nach dem Dankgottesdienst in der Capelle des Winterpalais fand die Empfangscour statt. DaS diplomatische Corps war vollständig erschienen. Alle Säle waren vollständig überfüllt. Vor dem Empfange deS diplomatifchen Corps waren der Reichsrath in corpore und sämmtliche Minister vom Kaiser empfangen worben. Augenblicklich (212 Uhr Nachmittags) erfolgt ber Empfang bes Senats, welchem sich ber Empfang anderer Körper­schaften und Anstalten und darauf derjenige der Schülerinnen der weiblichen Kronstifte anschließt. Bei dem Erscheinen des Kaisers auf dem Balkon am Morgen war die Groß­fürstin-Thronfolger an seiner Seite. Die Großfürstin macht gewissermaßen die Honneurs an Stelle der leidenden Kaiserin.

Deutsche» Reich.

** Berlin, 2. März. Die Begründung des Gesetz­entwurfs gegen den Wucher conftatirt Eingangs, daß die Klagen über ein bedrohliches Umsichgreifen wucherischer Ausbeutung, namentlich der kleineren Grundbesitzer und Handwerker, überall bie öffentliche Aufmerksamkeit erregt unb daß nicht nur bie Einzellanbtage, sondern auch der Reichstag die Frage einer Abhülfe in Beralhung genommen haben. Ein so allgemeines Verlangen lege den verbündeten Regierungen die Pflicht auf, ihrerseits an die Prüfung heranzutreten, inwiewett bie Gesetzgebung fähig fei, dem Wucher zu steuern unb inwieweit bemgemäß eö einer Aen- berung ober Ergänzung ber gegenwärtigen Gesetze bedürfe. Zunächst komme die Beseitigung des Bundesgesetzes vom 14. November 1867 in Frage, durch welches die der freien Vereinbaiung des Zinssatzes für Darlehen u. f. w. ent« gegenstehenben Vorschriften aufgehoben worden. Die Regie­rungen könnten der Beseitigung dieses Gesetzes nicht zu­stimmen, welche sich nur dann rechtfettigen ließe, wenn der Nachweis erbracht wäre, daß jenes Gesetz eine Vertheuerung des Creoits und Vermehrung ber wucherischen Ausbeu­tungen zur Folge gehabt habe; dieser Nachweis sei aber nicht erbracht. Auch dem Versuche, bei freier Vereinbarung

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hindern, trugen die Oberhand davon. — Nun, ihr aber­gläubischen, pfäffischen Narren, sagte er, so rudert mich doch weiter oben an'S Land, wo euch das Gespenst nicht • erreichen und das Genick umdrehen tarnt; ich will dann schon allen mit diesem Geist fertig werden. —

Die Schiffer gehorchten, setzten etwa fünfzig Schritte von ver Erscheinung entfernt den Reisenden an'S Land und ruberten aus Leibeskräften wieder davon, von Zeit zu Zeit mit gesträubten Haaren zurückschauend, ob der Satan sie nicht etwa verfolge, ber nach ihrer Meinung ben gottes­lästerlichen Frembling gewiß schon mit Haut und Haaren geholt haben mußte.

Der Frembe schritt indessen rasch auf den Ort zu, wo er die seltsame Erscheinung gesehen. Sie stand noch in derselben Stellung wie vorhin, hart am Rande des Was­sers, nur daß die Arme jetzt schlaff an ihrem Leibe her­unter hingen. Der Unbekannte näherte sich ihr zögernd und so geräuschlos als möglich. Deutlich erkannte er jetzt im hellen Mondstrahl die zarten Umriffe einer hohen Frauengestalt, die fast über dem Wasser zu schweben schien und durch keinen Laut verrieth, daß körperliches Leben in ihr sei. Ihr dem See zugewendetes Gesicht war nicht zu erkennen, aber der nähertretende Fremde glaubte deutlich die Umrisse von jugendlich-edlen Formen zu erblicken. Die Gestatt hob jetzt mit rascher Bewegung ihre Arme empor, der schlanke Körper neigte sich vor, sie schien auSgleiten zu müffen — da stürzte der Fremde entschloffen auf sie zu, umfaßte mit kräftigen Armen die Sinkende und zog sie zurück. Der Gedanke an eine Geistererscheinung, ber sich ihm fast unwillkürlich aufgebrängt hatte, schwand schnell; als seine Arme plötzlich lebenSwarme reizende Formen um­faßten und mit einem Schrei die Erscheinung an seiner