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terhalten.

— In Hamburg starb am Mittwoch Abend der Ober­arzt am Allgemeinen Krankenhaus-, Dr. Erich Martini, an einer Blutvergiftung, die er sich bei der Sektion einer Leiche zugezogen. Der Berstorbene, ein Arzt und Opera­teur von großem Ruse, war erst 36 Jahre alt.

— Dem berühmten Geographen A. Petermann lst vor einigen Tagen aus dem Friedhof in Gotha ein Grab­denkmal gesetzt worden, das sich durch künstlerische Vollen­dung und charatteristische Schönheit ausgezeichnet.

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Mainz, 12.Februar. GestemNachmittag 6 Minuten vor 3/^4 Uhr löste sich plötzlich (kurz vorher hatten nämlich hiesige und Casteller Schisier zum Zwecke des Verkehrs eene sog. „Schlotte" in den Rhein geschlagen) längs der ganzen Stadt das Eis los und kam langsam ins Treiben. Doch unterhalb der Stadt schoben sich die Eisschollen wieder unter« und übereinander, so daß nur vor der Stadt freies Wasser war, während unterhalb derselben die mürben Eee- massen wieder ganz fest standen. Erst gegen 7 Uhr kamen diese wieder -ins Treiben und bald hatten wir, bet rasch kallendem Wasser vollstäneig klare Fluth. Zweschen -/-8 und 8 Uhr am Abend brach sich auch das EtS oberhalb der Eisenbahnbrücke Bahn und bald hatte sich dasselbe btt amt fallendem Wasser vollständig verlaufen. Der Untermam -stand während dieser Zeit noch bis zur Mündung fest, aber um 3M1 Uhr heute Vormittag setzte sich auch ber_ Main in Bewegung und bald war auch dieser eisfrei., <spo viel Unheil der erste Eisgang in Rhein- und Main-Niederungen gebracht hat, so glücklich ging diesmal alles von statten. Bis die noch vorhandenen Eismassen des Obermaius und Oderrheins unsere Stadt passtrt habe», waS vorraussichttich m Bälde geschehen muß, wird der Verkehr zwischen beiden i Ufern mittelst der Trajektboote der nassauischen Bahn un-

XtUfctaWW DeP-fche».

Stuttgart, 16. Februar. v. Hölder hat die Wahl zum zweiten Vicepräsidenten des Reichstags abgelehnt.

Berit«, 15. Februar. In parlamentarischen Kreisen wird die Nachsession des AbgeordnetenhanseS nunmehr al» feststehend betrachtet und eine Vorlage über dreimonatliche Vertagung in nächster Zeil erwartet.

Wie«, 15. Februar. Die Delegationen hielten heute Mittag ihre Schlußsitzungen. In der österreichischen machte der Minister des Auswärtigen Mittheilung von der erfolgten kaiserlichen Sanktion der gefaßten Beschlüsse. Derselbe verkündete ferner der Versammlung des Kaisers Anerkennung und Dank für ihr opferwilliges patriotisches Wirken und sprach auch Namens der gemeinsamen Re­gierung für das einträchtige Zusammenwirken wärmsten Dank aus. — Präsident v. Schmerling erklärte: er er­kenne in der bereits erfolgten Sanktion der Beschtüsie den sichtbaren Erfolg der glücklich gelösten Aufgabe der Dele­gation, die sich bei ihrem patriotischen Streben von dem Machtbedürfnisse des Reiches und der. Rücksichtnahme auf die Finanzlage in gleichem Maße leiten ließ. Die Auf­gabe für die Delegation sei dadurch erleichtert worden, daß die Regierung selbst nur das wirklich Nothwendige verlangte. Redner sprach ferner seine Ueberzeugnng aus, daß der allgemeine Friede nicht gefährdet sei. Dir von einem geistvollen Redner stgnalisirten schwarzen Punkte seien seiner Anschauung nach nicht bedrohlich. Aufgabe der Regierung sei es, dieselben unschädlich zu machen. Den Volkswohlstand bedrohende schwarze Punkte seien die in mehreren europäischen Staaten an den Tag treten­den Bestrebungen einer neuerlichen Vermehrung der Heere. Er hoste jedoch, die österreichisch-ungarische Regierung werbe in Erkenntniß der Erschöpfung ces Volks diesem e Beispiele nicht folgen. Redner wies hierauf noch auf k Concentrirung der vollen Kraft und Thätigkett des Par­laments zur Hebung der Volkswirchjchast und Samrung

(A b g e o r d n e t en h a u S.) Erste Berathung des Ge- jetzmttvurfs bett. Bestimmungen über das Notariat. Abg. Träaer verlangt möglichst baldige definitive Regelung dieser Materie. Mindestens sollte zur Beseitigung der schwersten Uebelftänbe eine Novelle erlassen werden. Unerläßlich set be Trennung der Advokatur vom Notariat Der Jusüz- minister erklärt, die definitive Regelung des Notariats- wesenS sei bisher unterblieben, weil von Reichswegen etne solche Regelung in Aussicht genommen gewesen fei. Gegen­wärtig habe bas Reich allerdings wegen der entgegenste- dcoden großen Schwierigkeiten von diesem Projecte Ab- »znd genommen; deßhalb werde diese Materie durch die Batrikulargesetzgebung geregelt werden müssen. Die gegen­wärtige Vorlage sei ein Nothgesetz. Eine Trennung des Notariats von der Advokatur halte er mcht zweckmäßig. Der Gesetzentwurf wird hierauf in erster und zweiter Le­sung unverändert genehmigt. - Hiernachst folgen Wahl- mfungen. Eine längere Debatte knüpft sich an die MHI des Abg. Seyffardt (Krefeld). Die Commisfion beantragt, diese Wahl für ungültig zu erklären. Abg. Sauenftein beantragt dagegen die Gültigkeitserklärung der- selben Abg. Paristus beantragt, die Wahl zu beanstanden und die Regierung zur Anstellung weiterer Ermittelungen wfzufordern. Der Antrag ParistuS wird berm Namens- aufruf mit 181 gegen 159 Stimmen abgelehnt. Hierauf wird der Antrag des Abg. Lauenstein abgelehnt und der Eommissionsantrag angenommen. Die Wahlen der Abgg. Herwig, Wedell, Schmidt (Sangerhausen) werden bean­standet. Schließlich werden eine Anzahl Petitionen ohne allgemeineres Interesse berathen._______~

Vermischtes.

nicht ganz behobener Schäden hin und brachte schließlich dem Kaiser ein dreifaches Hoch auch in welches die Ver- ammlung begeistert einstimmte. — Delegirter Sturm dankte dem Präsidium für die unparteiische Leitung der Geschäfte. — Die Regierung erklärte hiernach die Session der Delegation für förmlich geschlossen.

SSien, 15. Februar. Schlußsitzung der österrei­chischen Delegation. Sektionschef v. Kallay spricht den kaiserlichen Dank für den patriotischen Eifer und die Opferwilligkeit der Delegation, ebenso den Dank im Namen der gemeinsamen Regierung aus. — Der Präsi­dent Kardinal Haynald drückt in seiner Schlußrede eben­falls Zuversicht auf Erhaltung des Friedens aus und betont, daß durch die einmalige Billigung der auswär­tigen Politik in beiden Delegationen die Bande noch enger geknüpft seien, welche beiden Staaten der Monarchie Kraft, Sicherheit und Schutz gewähren und dabei inner­halb der Monarchie deren Selbstständigkeit im höchsten Maße sichern. — Bischof Jpolyi erwidert im Namen der Delegation mit warmen Worten der Anerkennung für den DelegationSprästdenten und die gemeinsame Regierung.

Rom, 15. Febr. Das Journal „Diritto" schreibt in Bezug auf die Nachrichten, wonach die Garnisonen in Süd-Tyrol wegen der Agitationen der Italia irredenta auf verstärkten Friedensfuß gesetzt werden. Wir halten diese Meldungen für unbegründet. Die Umtriebe und

Drohungen der Italia irredentia haben nicht solche Be­deutung. Die italienische Regierung, unterstützt, von der immensen Mehrheit des Landes, wüßte jeden die internatio­nalen Beziehungen gefährdenden Act zu verhindern. „Di­ritto" schließt sich der Erklärung an, daß die ausgezeich­neten Beziehungen zwischen beiden Staaten fortdauern.

Neapel, 14. Februar. Das Nordpol-Expeditions-Schiff „Vega" ist in Begleitung zweier Dampfer und zahlreicher Boote in den hiesigen Hafen eingelaufen; der Bfehlshaber und die Mitglieder der Expedition wurden von den Civil- und Militärbehörden empfangen.

Paris, 14. Febr. Der Senat genehmigte den auf dem internationalen Telegraphen-Kongreß in London 1879 ver­einbarten Dcpeschen-Tarif.

Lvudou, 15. Februar. Meldung des „Reuter'fchm Bureaus". ES heißt, die Ernennung der internationalen Liquidations-Kommission für Egypten sei beschlossen und Rivers Wilson zum Präsidenten derselben bestimmt.

Risch, 14. Februar. In der heutigen Sitzung der Skupschtina interpellirte Jovan Boscvvic über den Stand der Unterhandlungen mit Oesterreich-Ungarn. Ristic sprach die gegründete Hoffnung einer baldigen günstigen Lösung $ der Eisenbahnfrage und der Handelsvertragsfrage au«. Oesterreich-Ungarn hege keine feindselige Disposition gegen Serbien. Die Skupschtina zeigte sich durch diese Erklärung befriedigt.

er Ackermann Karl Joseph Krä- livg und dessen Ehefrau Maria kathariue geb. Preis zu Rotzdorf haben durch Vertrag vom 5. Februar 1880 die bis dahin zwischen ihnen gesetzlich bestandene Errungenschaftsge­meinschaft aufgehoben und erklärt, daß sie nunmehr in getrennten Güterver- hältnissen leben wollen.

Amöneburg, den 5. Febr. 1880.

Königliches Amtsgericht.

435] Winckler.

700 Gentner gute Steife« lar löffeln

sollen für die hiesige Jrrenheilanstalt im Wege der Submission beschafft »erben. Schriftliche Offerten nebst Proben sind bis zum 25. d. Mts. einzusendm. Die Eröffnung der Of- forten findet am 26. Vorw. 10 Uhr in Gegenwart der etwa erschienenen Submittenten statt.

Die Lieferungsbedingungen sind im Büreau des Unterzeichneten einzusehen.

Marburg, den 13. Febr. 1880.

Der Inspektor

436] Burchardt.

Hessischer GeWchtsoemn.

Sitzung

Montag de» 16. Februar, Abends 8 Uhr, im Museum.

Vortrag des Herrn Archivars Dr. Reimer: Hessen und die Pfälzische Fehde von 1504.

Der Vorsitzende 423]___________Köuuecke.

Holzversteigerimg.

Mittwoch de« 18. d. M., Vor­mittags V2io Uhr, lasse ich in mei­nem Walde, Schlag Förster-Wiese,

66 Rmtr. Buchen-Scheit- u. Knüp­pelholz und

14 Haufen Buchen-Stammreis öffentlich meistbietend an Ort und Stelle verkaufen. Bemerkt wird, daß das Holz gut abzufahren ist.

Marbach, den 16. Febr. 1880.

437] A. Schneider.

Garten unterhalb des Kämpfrasen ander s. g. neuen Chaussee zu verkaufen. Kaufliebhaber wollm sich an mich wenden. [438

Marburg, den 16. Februar 1880.

Georg Schippet, Glasermeister.

30 «eutuer sehr gut geerntetes

Heu

zu verkaufen bei

«. Schröder

439] in Grotzseetheim.

sLin Miidcheu, welches zu aller Ar- beit willig ist, sucht zu Ostern Stelle. Zu erfragen in der Expedit, dss. Blattes. [440

Mm 5. April d. I. beginnt das A neue Schuljahr der zweiklassigen städtischen Fachschule dahier.

Unterrichtsgegenstände in derselben sind: Maschinen- nnd Weißnähen, Kleidermachen, Weißsticken, Stopfen und Flicken.

Meldungen zur Aufnahme in die Fachschule sind an die Vorsteherin der­selben , Fräulein A. Siegel dahier, Mittwoch und Sonnabend zwischen 12 und 1 Uhr, im Lokal der Fach­schule baldgefälligst einzureichen.

Marburg, den 12. Februar 1880.

Der Stadtschuliuspicieut 441] Beruhard, Pfarrer.

Todes-Anzeige.

Sonntag den 15., Nachmittags 5''? Uhr, entschlief sanft nach kur­zem Krankenlager unsre liebe Schwä­gerin und Tante

Frl. M. Binder

im fast vollendeten 80. Lebensjahre.

Wetzlar, den 16. Febr. 1880.

Frau E. Binder, 442] Otto Binder.

Todes-Anzeige.

(Statt Äu sagens.)

Gestern Abend 1 '211 Uhr wurde meine liebe Frau

Marie geb. Mnckeldey durch einen ruhigen Tod von ihren langen und schweren Leiden erlöst. Ich bitte um stille Theilnahme. v. Cocheuhauseu, Obrstl. a. D.

Marburg, den 16. Febr. 1880. Die Beerdigung, zu der eine be­sondere Einladung nicht erfolgt, findet Mittwoch den 18., Nachmit­tags '/ 4 Uhr, statt. [443

as von Frau Pastor Esch be­wohnte Logis in der Elisabethen-

straße ist vom 1. April an anderweit zu vermiethen.

444] Louis Urff.

Strebsame «ad solide Personen jeden Standes finden loh­nenden Verdienst durch den Ver­trieb gesetzlich gestatteter, verzins­licher und unverzinslicher Staats- Prämien-Loose gegen Comptant oder monattiche Abschlagszahlung.

Wir setzen nebst Provision auch nach einer ein- bis zweimonatl. Thätigkeit einen fcsieu Gehalt aus und bewilligen eine Prämie für den Absatz einer bestimmten Anzahl Stücke. [445

Offerten an das Bankhaus

Grnnwald, Salzberger & Cie.

Cölu a. Rh.

Holzversteigenmg.

In der Königlichen Oberförsterei Batteufeld sollen öffentlich meistbie­tend versteigert werden:

Dieustag deu 24. Februar 1880 in den Distrikten Brand, Molkenbrun­nen, großer Stein, Bierloch, Pfuhl­winterseite, Grömberg und Bonhecke,

Schutzbezirks Berghofen:

75 Eichen-Stämme von 3 bis 12 Meter Länge und 21 bis 63 Zentimeter Durchmesser,

6 Eichen-Stangen L Classe,

15 Raummeter lOfüßiges Eichen Klafternutzholz II. Classe,

47 Raummeter Eichen-Scheitholz,

73 „ „ Prügelholz,

138 „ „ Reisholz U

Classe,

100 Raummeter Eichen -Reisholz III. Classe,

2 Rmtr. Buchen-Prügelholz,

2 „ Birken-Prügelholz,

61 Nadel-Stämme von 5 bis 17 Meter Länge und 14 bis 34 Zentimeter Durchmesser, 225 Raummeter lOfüßiges Nabel-

Klafternutzholz II. Classe, 420 Raummeter, von 2 bis 4,5

Meter langem Nadel-Scheit­holz,

1090 RaurnmeterNadel-Prügelholz, 76 „ „ ReiSholzU

Classe,

66 Raummeter Nadel -ReiSholz III. Classe.

Die Zusammenkunft findet Morgens präcis 9 Uhr im District Brand Nr. 21 unweit des Berghofen-Ernsthäuser Vicinalwegs statt.

Sämmtliches Brennholz wird am Versammlungsplatze versteigert, weß- halb dasselbe von den Kaufliebhabern vorher eingesehen werden wolle; zu dem Stamm- und Klasternutz-Holze wird hinzugegangen werden.

vatteuberg, den 14. Febr. 1880.

Der Königliche Oberförster

446] Steinmetz.

as von Herrn Profeffor Arnold bewohnte Logis, bestehend aus

9 Zimmern nebst Zubehör, ist ander- weit zu vermiethen.

447] I. «stör.

/Lin junges Mädchen, das die Töchter-

oder Fachschule dahier besuchen will, findet gegen mäßiges Honorar gute Peustou. Näheres in der Ex­pedition d. Bl. [448

Prima gelbe Saaterbsen. 449] Strautz, Bahnhofsstraße 955. Sarg-Magazin von [243

Ad. E. Metzler, Marburg, Steiuweg.