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ch. a juntmen werden. Nr. 1 wird unverändert genehmigt, einem Rr 2 (Girldenboken-Mohrungen und Mohrungen-Allenstein) r bald Wird genehmigt. Nr. 3 (Weichselstädtebahn) ruft eine län- aete Debatte hervor, da die Commission circa 600,000 Mrk mehr bewilligen will, als die Regierung gefordert hatte. Abg. Quadt beantragt die Wiederherstellung der Regierungsvorlage. Dasselbe beantragt Minister Maybach, t£r es für höchst bedenklich bezeichnet, von der bisherigen Praxis abzugehen und über die Forderung der Regierung hinaus Summen zu bewilligen. Speciell im vorliegenden Fall erscheine die Mehrbewilligung nicht gerechtfertigt. Der Commissionsantrag wird abgelehnt und die Position nach der Regierungsvorlage bewilligt. — Nr. 4 (Schneide- Mhl - Deutsch - Crone), Nr. 5 (Hirschberg-Schmiedeberg), Rr. 6 (Walburg-Grotz-Almerode), Nr. 7 (Emden-Olgen- hurgische Landesgrenze) werden nach unerheblicher Debatte den Anträgen der Commission gemäß genehmigt, Nr. 8 (Reil-Traben), Nr. 9 (Wengerohr-Berncastel) werden eben­falls nach den Anträgen der Commission genehmigt. Die ; übrigen Bestimmungen des §. 1 werden nach unerheblicher Debatte angenommen. §. 2 betrifft die Betheiligung des Staates an drei Privat - Bahnunternehmungen. Derselbe wird ad Nr. 1 (Altdamm-Colberg), ad Nr. 3 (Neustadt- Oldenburg) nach den Anträgen der Commission genehmigt. Ad Nr. 4 (Stargard-Pyritz-Küstrin) wird die Regierungs- Vorlage wieder hergestellt. Die übrigen Paragraphen wer­den beinahe ohne Debatte genehmigt. — Es folgt die Be- rathung der von der Commission vorgeschlagenen Resolu­tionen wegen Förderung des Baues von Sekundärbahnen. Abg. Rickert drängt auf gesetzliche Regelung resp. Auf­stellung eines Planes für den Ausbau eines Sekundär- Bahnnetzes. Minister Maybach erklärt sich mit dem In­halte der Resolutionen einverstanden und versichert, daß er nicht beabsichtige, einen ungebührlichen Einfluß aus die Entwickelung der Sekundärbahnen auszuüben. An der Hand der bisherigen Entwickelung könne man jedoch nicht weiter gehen, als Normativbestimmungen aufzustellen. Es würde nicht vortheilhaft sein, heute einen Plan aufzustellen, wonach die Sekundärbahnen unter gewisse Kategorien sub- summirt würden. Der Minister sei bereit, bei den Reichs- Verwaltungen dahin zu wirken, daß man sich über^ Nor­mativbestimmungen vereinige, um das Maß der den Sekun­därbahnen zu gewährenden Erleichterungen festzustellen. Die Materie gesetzlich zu regeln, dazu sei der Zeitpunkt noch nicht gekommen. Nach einigen weiteren Bemerkungen des Abg. Schmidt werden die Resolutionen unverändert genehmigt. Nächste Sitzung Mittwoch.

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Bermtschtes.

Vom Niederrhein, 29. Januar. Vor einigen Tagen wurde in Calcar ein Schmuggler ergriffen und die bei demselben vorgefundenen 240 Pfund geschmuggelten Rauchtabak confiscirt. Der „Cl. Lfr." theilt unter Bezug auf dieselbe Schmuggelasfaire mit, daß allenthalben das Unwesen des Schmuggelhandels mit Tabak in großartigem Maßstabe zunimml. Augenzeugen berichten über Banden von 10, 20 und 30 Mann, meistens holländischer Herkunft, welche regelmäßig ihre Frachten über die Grenze bringen. Zm benachbarten Nymegen sollen die Tabakfabriken aus diesem Grunde fast nicht der Nachfrage nach Rauchtabak genügen können. Bei oem hohen Zoll (4 /2 Pfennig per Pfund) und der ungenügenden Besetzung der Grenze ist. dieses Resultat leicht erklärlich, obwohl die Grenzbeamteid ihre volle Schuldigkeit thun. Die Behörden werden außer­gewöhnliche Maßregeln treffen müssen, um diesem Unwesen dauernd entgegen zu treten.

Stadt Mansfeld, 1 Februar. Die Grafschaft Mansfeld, Magdeburger Hoheit, bestehend aus den früheren Aemlern Mansfeld, Leimbach, Gerbstädt und Schraplau, leiert in nächster Zeit den hundertjährigen Gedenktag des Anfalls an Preußen; am 17. April 1780 wurde das Allerh-chste Patent über die Besitzergreifung des gedachten j Antheils der Grafschaft publizirt. Bei der bekannten patrio­tischen Gesinnung der Einwohner ist, so schreibt die „Magd. Big.", leicht vorauszusagen, daß an diesem und dem fol­genden Tage (Sonntag) ein recht reges Leben sich hier entfalten wird. Schon werden alle Vorkehrungen getroffen, daß nicht nur die hiesigen und die Vereine der Umgegend an der Feier, besonders den Festzügen sich betheiligen, es find auch bereits Zusagen auS weiteren Kreisen, namentlich von Turner- und Feuerwehrvereinen, eingetroffen. Daß auch sonstige Volksbelustigungen nicht fehlen werden, läßt sich annehmen.

Hannover. (Siebenzehnmal im Leben Schiffbruch erlitten.) Unter der durch das Lootsenboot „Friesische Gat Nr. 1" in Oostmahorn gelandeten, nach England abge­gangenen Mannschaft des als verloren zu betrachtenden amerikanischen Schiffes „Tollington," Kapitän Robins, be­fand sich ein norwegischer Matrose, der 35^Jahre Seemann ist und während dieser Zeit 17 Schiffe, aus denen er fuhr, mit verlor._________

ItUtwXW Dresche»

Wien, 3. Febr. In der heutigen Generalversammlung der Actionäre der Oesterreichisch-Ungarischen Bank wurde der Bericht verlesen. Nach demselben wurden im vorigen Jahre bei der Bank 75»/io Millionen Gulden eingezahlt Und 576/:1o Millionen Gulden ausgegeben. Zur Behebung kommt eine Jahresdividende von 19 Gulden. Drei Ge- Ueralräthe wurden gewählt. — Die Einnahmen des öster­reichischen Netzes der Lombardischen Eisenbahnen betrugen in der Woche vom 21. Januar bis 27. Januar 519,458

fl., somit 84,214 fl; weniger als in dem gleichen Zeitraum des vorigen Jahres.

Pest, 3. Febr. Im Unterhause zog der Finanzminister die Vorlagen in Betreff der Verlängerung der Tilgungs­dauer der Grundeutlastungs- und Weinzehnt-Obligationen zurück und brachte dafür drei Gesetzentwürfe über die Tilgung ter Grundlastungs-Obtigationen, der Weinzehut- Obligationen und über die Bedeckung des Capitals und den Amortifations-Annuitäten der Staatsanlehen ein. Durch letzteren Entwurf wird der Finanzminister ermäch­tigt, zur Bedeckung des Capitals und der Amortisations- Annuitäten der Staatsanlehen alljährlich eine 6procentige steuerfreie Goldrente in gleichem Nennwerthe wie die zu amortistrende Capitalsumme zu emittuen.

Rom, 3. Februar. Dem Journal „L'avvenire d'Jtalia" zufolge soll der Kriegsminister Borelli in Folge der von den Generalen im Senate anläßlich der Mahlsteuer-De­batte beobachteten Haltung seine Entlassung eingereicht haben.

Paris, 4. Februar. Conseilsprästdent Freycinet be­findet sich besser, hütet aber noch das Zimmer.

Madrid, 4. Februar. In Folge eines heftigen Or­kans auf den Philippinen, sind viele Handelsschiffe ge­scheitert, sowie auch das Kanonenboot „Miravelles", dessen Mannschaft ertrank.

Dubli«, 3. Febr. Heute hielt das Mansionshouse- Comile für die Nothleidenden eine Sitzung. Nach dem erstatteten Bericht sind bereits 41,155 Ps. St. eingegangen und 15,400 Pf. St. vertheilt worden. Ferner wurden Briefe von 30 Bischöfe vorgelesen, welche die Vorwürfe Parnell'S zurückweisen.____________________________

yerlouiungtn.

Wiesbaden, 3. Februar. Bei der heute fortgesetzten Zie­hung der nassauischen 25-Gulden-Loose fiel ein Hauptgewinn von 4000 fl. auf Nr. 56733; 4 Gewinne von je 65 fl. fielen auf Nr. 41498 37594 943 >7 Und 54763; 16 Gewinne von je 55 fl. auf Nr. 100757 85886 39691 3526 > 65808 94008 84265 214*1 2,580 71547 16<48 25770 101233 14722 96113 und 10/813.

Wien, 3 Febr. Bei der heutigen Serienziehuvg der Loose von 1860 sind folgende Serien gezogen worden: 29 325 1035 1062 1163 1305 1439 1567 1898 192» 2130 2333 2940 3226 3534 3638 3796 3982 4473 4534 4582 4935 5110 5158 5217 5546 5629 5758 5779 6274 6708 6780 6856 7172 7515 7560 7565 7722 7760 7903 7991 8349 8586 9279 9393 9631 9984 10221 10255 10294 10570 10574 10646 10647 10890 11114 11162 11235 11289 11292 11528 11565 11567 11931 11947 12084 12179 12244 12316 1246) 12881 12924 13108 13751 13895 14267 14435 14573 14663 15079 1583 16103 16149 lc4 4 16688 16706 16969 17029 17122 17871 17921 17946 18083 18109 18231 18255 18261 18954 19019 19738.

Gotha, 2. Februar. Ziehung der Bukarester Prämien-An- leihe. Serie 9 158 168 186 242 310 332 361 379 405 411 525 566 603 623 693 708 872 942 1028 1059 1160 11851218 1237 1381 1448 1539 1687 1721 1755 1769 17e2 186 > 1879 1895 1978 2006 2166 2244 2321 <2340 2400 2433 2508 2675 2720 275; 2816 2861 3029 3070 3088 3111 3150 3370 3418

3461 3503 3712 3718 3801 3909 3946 4017 4105 4289 4402

4470 4538 4556 4625 4648 4687 4782 4786 4853 48*58 4896 49 0 5011 5100 5170 5219 5268 5272 5282 5311 5338 5351

5-U6 5881 i.O59 6090 6109 6133 6209 6293 6321 6425 6518

6538 6600 6609 6882 6919 6929 697 1 6995 7074 7 73 7286

7408 7435.

Haupttreffer: 25,000 'gl. Nr 88 Serie 2244, 300 > Fl. Iir. 57 Lerie 1059, 1000 Fl- Nr. 30 Serie 361, Nr. 12 Serie 6 '3, Nr. 2a Serie 3712, Nr. 26 Serie 3*01, Sir. 82 Serie 6425.

Schiffsnachrichteu.

Bremen , 30. Januar. Der Pvstdampfer Neckar, Capt- W. Willi;erod, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 18. Januar von Bremen und am 20. Januar von Southampton abgegangen war, ist heute 9 Uhr Morgens wohlbehalten in New- Aork angekommen.

New-Aork, 31. Januar. Dampfer Belgenland der Red Star Line von Antwerpen angekommen.

Motive z« dem Gesetzentwürfe, betr. de« Ba« einer Eisenbahn von Cölbe nach Laasphe.

Was den im § 1 unter Siir, b des Gesetzentwurfs vor­gesehenen Bau einer Bahn von Cölbe nach Laasphe an­langt, so charakterisirl sich derselbe zwar als eine Ergänzung der nach dem Gesetzentwürfe, betreffend die Erweiterung der Staatseisenbahnen und die Betheiligung des Staates bei mehreren Privateifenbahnunternehmungen, herzustellenden Linien; daß indeß der staatsseitige Ausbau dieser von der Main - Weserbahn abzweichenden Stichbahn von dem be­friedigenden Abschluß der Verhandlungen wegen des Erwerbs des Großherzoglich Hessischen TheilS der Main-Weserbahn abhängig gemacht werden mußte, weil nur bei der hiernach zu erreichenden Vereinfachung im Verwaltungs- und Ab­rechnungswesen der Main - Weserbahn eine ersprießliche staatsseitige Betriebsführung auf der Anschlußbahn thunlich erscheint, so ist die Linie zweckmäßig in den vorliegenden, die Vorbedingungen ihres Banes erfüllenden Gesetzentwurf ausgenommen worden, zumal bei der erst vor Kurzem er­folgten Zustimmung der Hessischen Landesvertretung zu jenem ErwerbSvertrage die Aufnahme in den obigen Gesetz­entwurf ohne Verzögerung desselben nicht möglich war

Indem wegen der Begründung im Allgemeinen auf die generellen Motive zu dem obenerwähnten Gesetzentwurf Bezug genommen wird, ist im Speziellen hier nur noch Folgendes anzusühren.

Die Herstellung einer Eisenbahnverbindung zwischen der Ruhr-Sieg- und der Main-Weserbahn in der Richtung von Altenhunden nach Cölbe oder Lollar (Lenne-Lahn-Eisenbahn) ist viele Jahre hindurch das Ziel der Bestrebungen der be- trffenden Landestheile und Gegenstand mannigfacher Pro­jekte gewesen. Wiederholte Verhandlungen mit Der Bergisch- Märkischen Eisenbahngesellschaft wegen Ausbaues der Linie haben zeitweilig Aussicht auf eine Realisirung des Projekts

eröffnet, indeß schließlich doch zu einem befriedigenden Ab­schlüsse nicht geführt. Die zu überwindenden außerordent­lichen Terrainschwierigkeiten, welche bei normaler Ausführung der Bahn die Kosten der Anlage auf eine zu ihrer Renta­bilität und ihrem wirthschaftlicheu Nutzen außer Verhältniß stehende Höhe steigern, bei mehr sekundärer Einrichtung der Bahn aber die Leistungsfähigkeit der Bahn für die Bewäl­tigung eines größeren Durchgangsverkehres, wenn nicht ganz ausschließen, so doch wesentlich beeinträchtigen würden, haben schließlich von der weiteren Verfolgung eines Durch­gangsbahnprojektes ganz absehen lassen und die Frage nahe gelegt, ob nicht durch Herstellung sekundärer Stichbahnen dem mit dem Lenne Lahnprojekt verfolgten Zwecke der Aus­schließung und Zugänglichmachung des fraglichen Landtheils werde genügt werden können.

Als eine solche, zur wenigstens theilweisen Erreichung der Zwecke des alten Lenne - Lahnbahnprojekts bestimmte Locaistichbahn charakterisirt sich die jetzt in Vorschlag ge­brachte Eisenbahn von Cölbe über Biedenkopf nach Laasphe. Dieselbe soll dazu dienen, dem vormals großherzoglich hessischen Kreise Biedenkopf — einem Theile des sogen, hessischen Hinterlandes — und insbesondere dem industriellen von rund 16,000 Menschen bewohnten oberen Lahnthale von Laasphe bis Buchenau, dessen wirthschaftliche Entwicklung unter der Ungunst der bisherigen Communicationsverhältniffe sehr gelitten hat, sowie dem bei Göttingen anschließenden, 16 Kilometer langen und mit ungefähr 9000 Menschen be­völkerten, Wettschaft-Thale durch Gewährung einer Schienen­straße die Vorbedingung für die Wiederbelebung ihrer In­dustrie zu schaffen.

Während das zwischen Laasphe und Altenhunden be- legene Gebirgsterrain in landwirthschaftlicher, wie industrieller Beziehung für die Alirnentirung einer Bahn wenig bietet, weist der Lahngrund von oberhalb Laasphe bis in die Nähe von Buchenau auf eine Länge von etwa 20 Kilomtr. neben verschiedenen Mühlen, Hämmern, Papierfabriken rc. fünf große Hüttenwerke auf (die Friedrichshütte bei Laasphe, die Amalienhütte bei Niederlaasphe, die Lndwigshütte bei Breideustein, die Wilhelmshütte bei Wolfsgruben und die Karlshüttc bei Buchenau), sämmtlich Eisenwerke, die bei Holzkohlenbetrieb Gußwaaren feinster Qualität produziren, außerdem mechanische Werkstätten von mehr oder weniger Bedeutung besitzen.

Die weitere Thalstrecke von Buchenau nach Cölbe bietet besondere Jndustrieerzeugnisse nicht, dagegen bilbet sie bei günstigen Terrainverhältnissen für die Verbindung der in­dustriereichen oberen Strecke und der gewerbsfleißigen 2000 beziehungsweise 3000 Einwohner zählenden Städte Laasphe und Biedenkopf — letztere zugleich Kreisstadt — mit der Main-Wcser-Bahn den kürzesten und billigsten Weg.

Neben den Erzen und industriellen Erzeugnissen des oberen Lahngrundes kommen als wesentliche Transportar­tikel für die Bahn Cölbe-Laasphe noch die forstwirthschast- lichen Produkte aus den nicht unbeträchtlichen fiskalischen Forsten des Kreises Biedenkopf in Betracht, für deren er­leichterten Absatz und bessere Verwerthung die Bahn gleich­falls von wesentlicher Bedeutung ist. In den erhöhten Er­trägnissen der fiskalischen Waldungen (ca. 12,000 Hektare), in der Hebung des betreffenden, durch die Cölbe - Laaspher Stichbahn aufzuschließenden Landestheils, sowie endlich auch in der zu erwartenden gesteigerten Verkehrszufuhr für die nunmehr in den Alleinbesitz Preußens gelangende Main- Weserbahn glaubt die Staatsregierung genügenden Anlaß erkennen zu müssen, bei entsprechender Betheiligung der interesstrten Gemeinden und Kreise die staatsseitige Ausfühung der Bahn in Vorschlag zu bringen.

Es kommt hinzu, daß schon zu hessischen Zeiten dem betreffenden Landestheile auf die Herstellung der Senne« Lahnbahn seitens der damaligen Sandesregierung Aussichten eröffnet und wegen Ausführung derselben unter Zinsgarantie des Hessischen Staates mit der Bergisch-Märkischen Eisen­bahngesellschaft bereits bezügliche Verhandlungen gepflogen worden sind, welche der diesseitigen Regierung, als der Rechtsnachfolgerin Jener, eine gewisse moralische Verpflichtung zu einer besonderen Fürsorge für die betreffenden Landestheile aufedegen. Auch Seitens der Provinzialbehörden ist die staatöseitige Ausführung der Bahn wiederholt aufs Wärmste befürwortet worden.

Nach den von der Königlichen Direktion der Main- Weserbahn im Auftrage der diesseitigen Regierung gefer­tigten Vorarbeiten werden die Kosten der etwa 36 Kilom. langen Bahn, welche bei Cölbe — etwa 4 Kilom. nördlich von Marburg — von der Main-Weserbahn in westlicher Richtung abzweigt und unter ausgedehnter Benutzung der Chaussee das Lahnthal bis zu ihrem Endpunkte bet Laasphe verfolgt, auf im Ganzen 1,995,000 M. sich belaufen. Bei der Höhe dieser Kosten erschien es geboten, neben der un­entgeltlichen Hergabe des gejammten, zur Bahnanlage er­forderlichen Grundes und Bodens (veranschlagt auf circa 275,000 M.) von den Solalintereffenten noch einen baaren Zuschuß zu den Baukosten in Anspruch zu nehmen. Der­selbe ist in Berücksichtigung ter Leistungsfähigkeit der be­treffenden kommunalen Verbände auf rund 120,000 M. (etwa 3000 M. pro Kilometer Bahn) bemessen und danach als staatsseitig aufzuwendendes Anklagekapital der Betrag von 1,600,000 M in den Gesetzentwurf eingestellt worden.

Frankfurt a. M., 4. Februar. (Milgetheilt durch Menke Eichelberg und Sohn) Creditaltien 268 nach —, L-taaisbahn- attien 240 nach —, Silberrente 6-4 nach —, Ungar. Goldrente 88 nach —, 1860c Loose 127, 1877t Ruffen 90} nach —, II. Ruff. Onentanleihe 60%. Galizier —. Tendenz: schwach.