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Ausland.

Wien, 31. Januar. Der Budgetausschuß der öster­reichischen Delegation hat entgegen dem auf Ermäßigung gerichteten Anträge des Referenten die ursprüngliche (seitens der Regierung geforderte) Ziffer zur Bedeckung des Er­fordernisses für die OccupationStruppen in Bosnien und Herzegowina angenommen. Bei der bezüglichen Debatte gab Minister v. Haymerle Aufklärung über die kirchlichen Verhältnisse und wies den Vorwurf der Unverläßlichkeit der Mohamedaner zurück. — Finanzminister von Hofmann er­klärte, daß Colonisationsprojekte vom Ausland und Inland einliefen, erstere jedoch wegen der unfertigen Verhältniffe vertagend beschieden werden müßten.

Pest, 31. Januar. Der „Pester Corresp." zufolgr betragen die Staatseinnahmen des IV. Quartals von 1879 3,150,045 ft. weniger, die Ausgaben 3,076,667 st. mehr al- in dem gleichen Quartale von 1878. Die Ein­nahmen und Ausgaben des Jahres 1879 ergeben ein faktisches Deficit von 28,286,450 fl., was das präliminirte um lJ/2 Millionen übersteigt. Die Mindereinnahmen des IV. Quartals sind durch die vielfachen Ucberschwemmungen, die theilweise Mißernte und den dadurch eingetretenen Steuer- entgang herbeigeführt.

Paris, 31. Januar. Die Deputirtenkammer hat die Berathung der Zolltarife begonnen. Gambetta ersuchte die Versammlung, die politischen Dissidreien bei dieser wichtigen Berathung zu vergessen. Handelsminister Tirard zeigte in seiner Rede, wie die wirthschastliche Reform von 1860 den inneren und äußeren Handel entwickelt hat. Frankreich könne auf wirthschaftlichem Gebiete den Kampf mit dem AuSlande bestehen. Der Minister beantragt Aufrechterhaltung der gegenwärtigen Tarife als Basis für die zur Erneuerung der Handelsverträge eingelciteten Unterhandlungen. — Die Kaiserin von Rußland ist heute Nachmittag 2 /■> Uhr von Cannes abgereist.

Madrid, 31. Jan. Nachrichten aus Valencia zufolge richtete ein heftiger Orkan großen Schaden an. Es werden größere Unfälle zur See besorgt. — Der „Gibraltar Guardian" berichtet aus Fez über heftige Konflikte zwischen Mauren und Juden. Die Mauren griffen die Juden an, töoteten und verwundeten mehrere und verbrannten einen 70jährigen Greis lebend. Unter den Verwundeten befinden sich mehrere französische Unterthanen.

Loudon, 31. Jan. Meldung des „Standard". Die Homeruler im Unterhause beabsichtigen ein Amendement zur Adreffe in Beantwortung der Thronrede zu stellen; eine lebhafte Debatte wird erwartet. — Prinzessin Heinrich der Niederlande ist gestern hier angekommen.

Petersburg, 31. Jan. Der „Regierungsbote" meldet: Da die Kaiserin sich etwas besser befindet, was die Rück­reise nach Petersburg gestattet, so ist die Abreise Ihrer Majestät aus Cannes auf den 31. d. festgesetzt. — Das­selbe Blatt meldet ferner: In der Nacht vom 29. zum 30. Januar, als die Polizei behufs einer Hau-durchsuchung in dem Hause Nr. 10 der Sappeursstraße anlangte, fand dieselbe beide Eingänge in die Wohnung Nr. 9 geschlossen. Nachdem die Haupthür aufgemacht worden war, ertönte darau- ein Schuß, welchem alsdann mehrere weitere Schüsfe folgten. Die Polizei betrat nebst Gendarmen die genannte Wohnung und fand daselbst drei Männer und zwei Frauen vor, welche fortfuhren zu schießen, wobei ein Polizeioffizier contusionirt wurde und einer der Einwohner sich durch einen Revolverschuß tödtcte. Nach der Verhaf­tung der genannten Verbrecher wurde die Durchsuchung vollzogen, wobei eine Druckpresse und eine enorme Masse der soeben abgedruckten Zeitung „Narodnaja Wolia", sowie eine Druckschrift, falsche Peffchasten, gefälschte Dokumente, Gifte und Explosionsstoffe gefunden wurden. Die Unter­suchung hat begonnen. — Unter den bei Entdeckung der geheimen Druckerei Verhafteten befanden sich 2 Frauen und 2 Männer. Der Fünfte, der, welcher den Selbst­mord beging, war, wie verlautet, ein aus früheren Pro-

ehedem die des Gemordeten! Und doch, wer dachte nun noch an den Mörder?

Ein Unglück war'-, riesengroß, das hereingetrcten war in eine Welt, in welcher der Einzelne, immer mit sich selbst beschäftigt, neben dem Anderen dahin ging, meist theilnahmlos, nur den Gang des Anderen beachtend, um sich an ihm zu reiben, wo Jeder mit sich selbst zu thun hatte und wo nur ein alltägliches Glück oder Unglück einen Augenblick aufmerken ließ.

Jetzt aber fchlug die Erschütterung tiefe Wellen. Da drang kein Wort mehr durch; kein Wort der Erklärung und kein Wort des Trostes! Jeder fühlte, daß es wie Spott erklingen müßte. —

Was war auch da zu trösten? Der Einzigübrigge­bliebene — der Sohn, der in der Wucht der Gegensätze, die da aufeinanderdrangen, fast der einzig Gefaßte war ?... Für ihn, in seiner Jugendlichkeit und in der Stellung, die er zw sehen Gegenwart und Vergangenheit jetzt einnahm, war das Ueberwältigende so groß, daß eS ihn noch höher heben mußte, als die Umgebung. Er begriff noch nicht da« Recht und die Macht der Leidenschaft; aber fühlte, daß nicht er berufen sei zum Urtheil. Und als er, an der Spitze eines unabsebbaren Zuges seine Hand Erde hineinfallen ließ in das Doppelgrab, das sich über so viel Verirrungen als Unglück schließen sollte, da empfand Jeder, der ihm weinend nachfolgte, daß nur die reine Hand der Versöhnung dem schmerzensreichen Vorgang Abschluß geben durste.

| zessen bekannter wichtiger politischer Verbrecher, Namens Deutsch, dec seit lange gesucht ward. Die Wohnung, wo die Druckerei aufgefunden wurde, ist im fünften Stock eines großen steinernen Hauses gelegen. Die Bewohner waren unter falschem Namen als Kleinbürger LiszenSko und Frau nebst Köchin bekannt und bezogen die Wohnung im August. Der Polizeipristav Müller und dessen Gehülfe Effenbach, welche mit Lebensgefahr die Verhaftung voll­zogen, sind durch Beförderung im Rang Md den Wladimir­orden belohnt.

Athen, 31. Jan. Das Cabinet Komunduros ver­bleibt in seiner bisherigen Zusammensetzung. Dasselbe beabsichtigt bei dem Budget eine Ersparniß von 5 Millionen Drachmen.

Marburg, 2. Februar. Heute war Lichtmeß und wenn die alten Bauernregeln noch gelten, so dauert beider der Winter noch vier Wochen, da in der Mittagsstunde der Dachs seinen Schatten sehen konnte; zum Trost hierfür sagt nun aber ein anderes Sprüchlein:

Lichtmeß hell und klar Bedeutet stets ein fruchtbar Jahr.

Hoffen wir, wenn das erste keine Geltung mehr hat, daß sie das letztere um so gewisser haben möchte.

— Hr. Gerichts-Assessor Dr. jur. Brandt, seither bei dem Landgericht in Marburg auftragsweise beschäftigt, ist zum Amtsrichter in Hilders ernannt.

Kassel, 31. Jan. Dem „H. T." wird mitgetheilt: Das Reichsgesetz vom 14. Mai v. I. verbietet unter schweren Strafen die Verfälschung und das Feilbieten von verdorbenen oder nachgemachten oder verfälschten Nahrungs­oder Genußmitteln, sowie die Herstellung und das Feil­bieten von gesundheitsschädlichen Bekleidungsgegenständen, Spielwaareu, Tapeten, Eß-, Trink- oder Kochgeschirr oder Petroleum. Die Beamten der Polizei sind befugt, von den feilgebotenen Gegenständen Proben zum Zweck der Untersuchung zu entnehmen. Allenthalben wird auf Er­richtung von öffentlichen Anstalten zur technischen Unter­suchung der bett. Gegenstände hingewirkt. Für den hiesigen Reg.-Bezirk ist in Absicht, eine solche Anstalt mit der im Frühjahr nach Marburg zu verlegenden agrikulturchemischen Versuchsstation des landwirthschafllichen Centralvereins zu vereinigen, welche sich bereits seit langer Zeit mit Nah­rungsmittel-Untersuchungen beschäftigt hat und die beste Gewähr für zuverlässige und prompte Ausführung bietet. Nach Uebereinkunft der Kgl. Regierung mit dem Vorstande des landwirthschafllichen Centralvereins wird die Station sämmtliche ihr übertragenen einschlägigen Arbeiten aus dem hiesigen Regierungsbezirk für die Summe von 1800 Mk. vorläufig auf ein Jahr zu übernehmen. Diese Ver­gütung soll, da Staatsfond« nicht zur Verfügung stehen, mit Kreismitteln aufgebracht werden und wird bei der Wich­tigkeit der Einrichtung für die allgemeine Gesundheitspflege voraussichtlich kein Kreis sich ausschließen. Richt allein dem Publikum muß eine Untersuchung der Nahrungsmittel hoch willkommen sein, sonocrn sie ist auch dem redlichen Geschäftsmann gegenüber den Pfuschern von Nutzen. In Berlin sind die Untersuchungen schon seit Herbst in vollem Gange.

— Ueber die dem Pfeisenfabrikanten W. Imhoff in Kassel patentirte GesundheitSpfeife bringt die Leipziger „Jllustr. Ztg." vom 17. Januar 1880 in ihren „Poly­technischen Mittheilungen" eine eingehende Besprechung, der wir Folgendes entnehmen: In alteret und neuerer Zeit find von Fabrikanten wie von anderen Interessenten zahl­reiche Versuche gemacht worden, um durch rationelle Con- ftruttien der Tabakspfeifen die gesundheitsschädliche Wir­kung des Nicotins zu neuttalistren. Als erster wirklicher Erfolg in dieser Richtung muß die von Wilhelm Imhoff in Kassel construirte Pfeife bezeichnet werden. Von den gewöhnlichen Arten der Tabakspfeifen unterscheidet sich die­selbe dadurch, daß hier das Rohr aus zwei durch eine Hotnnuß verbundenen Teilen besteht, von denen der untere hinreichend verstärkt ist, um die sogenannte GiftreinigungS- patrone aufzunehmen. Es ist dies ein Cylinder aus dünner Pappe, in welchem halbkreisförmig geschnittene, mit einer Lösung von Gerbstoff getränkte Fllz- oder Schwammftückchcn stufenweise, abwechselnd in der einen und anderen Hälfte, beseitigt sind, und der leicht herausgenommen uno durch einen neuen ersetzt werden kann. Der aus dem Pfeifenkopf angesaugte Rauch tritt in die untere Abteilung, passirt in der Richtung der Pfeife die mit Gerbstoff impräguirten Kammern und gelangt, von giftigen Stoffen gereinigt, durch den oberen Thell des Rohrs zum Mund. Diese Pfeifen, welche auch den Vorzug Haden, stets rein zu bleiben sind für das deutsche Reich palentiri und vom Erfinder zu beziehen."

— In Nr. 8 des Melsunger Wochenblatts, amllicher Anzeiger für den Kreis Melsungen, steht im amtlichen Theil folgende amlliche Bekanntmachung: „Die Gendar­merie de« Kreise« wird angewiesen, bezüglich jedes Be­trunkenen, den sie antrifft, möglichst sestzustellen, in welcher Wirtschaft er zuletzt Getränke verabreicht erhiett; zugleich sind die Wirthe darauf aufmerksam zu machen, baß Die­jenigen, welche Jemanden geistige Getränke bis zur Tiun- kenheit verabfolgen, das Versahren auf Konzesfionsenlzie- hung zu erwarten haben. Selbstverständlich würde Jeder, welcher sich unterstände, vorgeladen ober nicht vorgelaben in mein Bureauzimmer im Schloß, oder in die Bureau- zimmer des Herrn KreisjecretärS und der landrächlichen Privatbeamten auch nur angetrunken zu kommen, sofort

hinausgewiesen resp. eingesperrt werden. Melsungen, btn ‘ Sach

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Hersfeld, 30. Januar. Gestern Nachmittag 5 Uhl passirte der Kronprinz auf der Reise nach Pegli die hiesige Station. — Vor einigen Tagen sollte, so erzählt das

24. Januar 1880. Der königliche Landrath Freiherr von, Richthofen."

„I.- u. A.-BI.", der von Mansfeld nach Treysa Abends fahrende Eisenbahnzug verunglücken. Es waren von ruch­loser Hand zwischen Frielendorf und Ziegenhain, wo das Gefälle Eins zu Hundert ist, Schienen, Hebeladea und andere Sachen quer über das Geleise gelegt worden. Der Maschinenführer hatte dieses, obgleich cs Mondhelle war, erst kurz vorher bemerkt, gab sofort das Nothsignal, und Dank der Aufmerksamkeit und Geschwindigkeit des Personals wurden alle Bremsen fest gedreht, wodurch eins furchtbares Unglück verhütet und nur die Maschine beschä­digt wurde. Wie man hört, ist ein der That verdächtiges Individuum verhaftet worden und wäre es sehr zu wünschen, daß es der Polizei gelingt, dieser verruchten Gesellschaft aus die Spur zu kommen. Kurz nach Eröffnung dieser Bahnstrecke wurde iu derselben Gegend auf den Zug ge­schossen.

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— Wie der „Han. Anz." erfährt, werden nach den diesjährigen Manöver» die zur Zeit in Mühlhaufen liegendeu „Ulanen" (vom Thüring'schen Ulanen-Regimenl Nr. 6) nach Hanau und Frankfurt a. M. verlegt.

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Vermischtes.

Butzbach, 30. Januar. Gesterit wurde die sterbliche Hülle deS letzten Butzbacher Veteranen aus den Freiheits­kämpfen von 1813—1815, des Hrn. Wendel Friedrich, der Erde übergeben. Derselbe war geboren im Jahre 1794 zu Goddelau und kam im Jahre 1818 mit den jetzt noch hier garnisonirenden Dragoner-EscadronS nach Butzbach. Der hiesige Kriegerverein, eine Abteilung Dragoner uno viele Andere gaben demselben ein ehrenvolles Geleite; über dem Grabe de« Entschlafenen wurden drei Ehrensalven vom Kriegerverein abgegeben. Möge die Erde ihm leicht sein.

Constanz. (Vom Bodensee.) Der Boden See macht ernstlich Miene, hinter den übrigen Seen, die ebenfalls seil 1820 nicht mehr überfroren waren, nicht zurückzubleiben und wenn die Kälte noch einige Zeit fortdauert, werden wir das Schauspiel einer Eisdecke über da» schwäbische Meer doch noch zu sehen bekommen. Zwischen Lindau und Bregenz ist der toee zum zweiten Mal zugefrvren und der Schiffs­verkehr zwischen diesen beiden Stationen unterbrochen.

Bielitz. (Katze und Kanarienvogel.) Der hiesige Lehrer Rusch ist ein großer Thierfreund und besitzt unter anderen Thiereu eine Katze, die trotz der vielen Kanarien­vögel und anderen Sänger freien Zutritt ins Zimmer hat. Vor einiger Zeit saß er mit seiner Familie bei Tische, als er plötzlich die Katze von Außen an der Thüre kratzen hörte, wie sie eS immer macht, wenn sie Einlaß verlangt. Er öffnete also und herein sprang die Katze mit einem fremden Kanarienvogel im Maule; sobald die Thür hinter ihr geschloffen war, öffnete sie das Maul und der Vogel flatterte lustig im Zimmer herum, da er ganz unverletzt war. Die Katze war durch den langen Umgang im Hause so sehr daran gewöhnt, Vögel zu respektiren, daß sie den Fremdling mit der größten Vorsicht buchstäblich apportirte.

Bem, 27. Januar. Ueber die Arbeiten am Gotthard- Tunnel berichtet der Bund: Der Bohrfortschritt letzter Woche von täglich circa 6,50 Meter, welcher aller Vor­aussicht nach nunmehr bis zum Durchschlage Regel bilden wiro, bringt im Verein mit der Arbeit der laufenden Woche die Dicke der Zwischenwand auf Ende dieses Monates unter 200 Meter. Der Februar könnte also möglicher­weise an seinem Schalttage die letzten dem Stollenvortrieb dienenden Schüsse hören.

— Am 23. Februar d. I. wird der Direktor de» Gymnasiums in Altona, Professor Dr. Lucht, sein 50- jähriges Amtsjubiläum feiern. An drei Schulen der Provinz hat er gewirkt; 44 Jahre stand er an der Spitze eines Lehrerkollegiums, eine Tirektorialzeit, wie sie gewiß nicht viele erreichen. Es wird keine geringe Zahl der Beamten L-chleSwig-HolsteinS fein, die bei ihm ihre Vorbildung er­halten haben und an dem nahenden Ehrentage mit Dank­barkeit deS hochverdienten Mannes gedenken werden.

W i t t e n, 28. Januaw (Lierleistung eines Elephanten.) In Fölge einer Wette wurden vorgestern Abend im Ele- phanten-Theater dem größeren Elephanten zwei volle Anker Bier vorgefetzt, die derselbe austrank, ohne den geringsten bemerkbaren Rausch davon zu tragen.

Von der Ahr, im Januar. (Weinstöcke erfroren.) Die Hoffnungen der Winzer für das Jahr 1880 sind dahin. Die letzte strenge Kälte in der Nacht vom 19. auf den 20. Januar hat den Weinstöcken mehr geschadet wie alle Kälte im Dezember vorigen Jahres. Was die Reben aus dem alten Jahre ins neue noch gerettet haben, ist jetzt nach den mehrfach an der mittleren Ahr angestellten Versuchen zu Grunde gegangen.

— Vor dem Schöffengericht in Werl kam ein intcreffanter Streit über Homöopachie und Allopathie zur Verhandlung In dem Hauptverhandlungstermine stellte der Amtsanwalt dem Gerichtshöfe die Erwägung anheim, ob nicht einer bet Schöffen, der notorisch Sympathie für die Homöopathie habe, beim Fällen des richterlichen Spruches in feinem Urtheil befangen sein könne. Auf Befragen tcS Vorsitzen­den Amtsrichters gab der Schöffe zu, daß er selbst und seine Familie Freunde der Homöopathie seien und ihre Heilmittel gern anwendeten, daß darin indessen doch kein Grund gefuncen werden könne, ihn als Richter in dieser

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