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Kirchliche Nachrichten »er start Kirchhain.
Ev. reform. Gemeinde.
vom September bis Dezember 1879.
Verehelichte.
1) August Beutler, lediger Iußger.darm und Anna Maria Dherele Jungmann, Heide zu Bockenheim. '-) Carl Justus Brenzel lediger Bürger und Weißbinder, und Elisabeth Rutz zu Kirchhain.
Getaufte
I) Ferdinand Georg Friedrich Heinrich, des Bürgers und Metzgermeisters Adam Kiesselbach ehel. Sohn. 2) Johannes Konrad, des Ellenbahnarbeiters Johann Justus Stürmer ehel. Sohn. 3) Heinrich, des Landwmhs George Raß ehel. Sohn. 4) Hugo Ph'llpp, des Apothekers Carl Jung ehel Sohn- 5) AnnaElisa- beth, des Bürgers und Metzgermeisters Heinrich Ludwig Kießel- dach ehel. Tochter. 6) Katharina Llffette Christiane, des Land- Wegebauaufsehers Wilh. Asmuth Umbach ehel. T
Beerdigte.
„ _;) Johannes Fülling, Obergendarm a. D. 63 I. 6 M. alt- 2) Jacob Neurath, Tagelöhner. 62 I. 5 M. alt. 3) Caroline e^3'a 7c 3/ "lt. 4) Johann Friedrich Mohrhenne, Schäfer aus Heinfurth. 45 I. 5 M. alt.
Dülmen, 2. Januar. (Verstümmelung eines Beit bi runkenen.) In vergangener Nacht wurde ein Betrunkener ragS mf dem hiesigen Hamburg-Venloer Bahnhof aus schreckliche voi Veise verstümmelt. Dem Unglücklichen wurde der linke M- lrm vollständig vom Rumpfe und der rechte Fuß abge- zur ahren. Der Betroffene, ein junger Mann von 26 Jahren, ione latte in der Restauration „Zu den beiden Bahnhöfen", wo mos tue Tanzmusik stqttfand, des Guten zu viel genossen, war erst n Folge ausgebrochenen Streites an die Luft gesetzt und Dbei st bann auf nicht zu erklärende Weise zwischen die Geleise emel Kathen, wo er von einem Güteruge auf bezeichnete schreeck- Hün lche Weise verstümmelt wurde.
Tlen Lesern dieses Blattes wird vielfach die Annonce ausgefallen £ ff'"' welche ein Buch 0r. Airy's Raturheilmethode zum Ge- hnfflrh? ,ftmba6 "brr für ein Buch und wieso gelangte
daffelbe zu der großen Popularität? Wir sind in der Lage, diese bc«ntAOrtc": ^b'gcs Werk nimmt unter den populär- Ä •” 33ut^er" einen beroorragenden Rang ein. Es enthält »Lt h. raC,“ngv 3Ume*ft vorkommenden Krankheiten und Leier die Wege, wie diese Hebel zu bekämpfen sind. Die Besprechungen, durch zahlreiche Illustrationen erläutert, sind so verständlich geschrieben, daß auch der Laie, der sich bisher mit Medizin gar nicht beschäftigte, daraus Beleh ung schöpfen kann und wird Niemand das Buch ohne großen Nutzen lesen. Interessant sind die beigedruckten Krankenberichte und Dankschreiben, woraus hervorgeht, daß dieses Buch wirllich praktischen Werth besitzt!
Dadurch erklärt sich auch seine enorme Verbreitung und große dvpulanlat; Dr. Airy's Raturheilmethode ist nämlich bereits in 11 ' Auflage erschienen em Erfolg, wie ihn die meistgelesenen Bücher nicht zu verzeichnen haben.
Obwohl dos Buch circa 55« Seiten enthält, in typographischer Beziehung sehr sauber ausgestattet und mit guten Illustrationen versehen ist, haben die Herausgeber den Preis so billig gestellt, daß auch dem Geringsten die Anschaffung des intereffanten und nützlichen Buche» möglich ist. Richker's Verlags-Anstalt in Leipzig versendet daffelbe gegen 1 Mk 20 Pf. in Briefmarken, franco.
I Mehmels, gestand auch zu, daß sein Gefährte, Tapezierer Oskar S. aus Torgau, ein Zuchthausgenosse von ihm, sich in den Besitz des Koffers gesetzt hatte.
Koblenz, 7. Januar. (Goethes Werke verboten.) Die Kobl. Ztg. schreibt: Wie wir vor einiger Zeit mit- theilteu, wurden in einer hiesigen Bahnhofs-Buchhandlung die vorhandenen Exemplare von Goethes „Tagebuch" durch einen Polizeibeamten in Beschlag genommen. Diese Beschlagnahme ist nicht nur aufrechterhalten, sondern die Staatsanwaltschaft hat sich auch veranlaßt gesehen, der Buchhandlung den Verkauf der vorräthigeu Exemplare der H. Kurzschen Ausgabe von Goethes sämmtlichen Werken, in welcher sich das betreffende Gedicht befindet, zu untersagen. Die Ausgabe erschien im Jahre 1868, sie gilt für eine der besten, die wir überhaupt besitzen. Daß man den Verkauf des Separatabdrucks des „Tagebuchs" namentlich auf den Bahnhöfen zu verhindern sucht, ist erklärlich, denn als gute „Bahnhofslektüre" wird auch der wärmste Verehrer des Altmeisters dieses Gedicht nicht bezeichnen können; das Verbot einer vorzüglichen Ausgabe der Ge- sammtwerke Goethes, die 12 Jahre lang unbehelligt verkauft worden ist, wird aber sicherlich in allen literarisch gebildeten Kreifm mit Erstaunen vernommen werden.
— Die Krampfkrankheiten, deren Entstehung, Verhütung und Behandlung von Dr. Peter Kaatzer, Kgl. Badearzt zu Bad Rehburg (Medicinische Hausbücher Heft 52,53.) Preis 1 Mark. Verlag von P. Münchhofs, Berlin. Nachdem der Verfasser in dem vorliegenden Buche die Krampfkrankheiten im Allgemeinen behandelt hat, geht er zu den einzelnen Arten über. Wir finden die Entstehung, Behandlung und Verhütung der Epilepsie, des Veitstanzes, des Starrkrampfes, der Kinderkrämpfe, dsr Beschäftigungskrämpfe rc. rc. — Wie wir bereits früher die „Medicinischen Hausbücher" Jedermann zur Anschaffung empfohlen hatten, verweisen wir auch bei diesem Büchlein auf dieselben.
— Wir erlauben uns, unsere Leser auf die in jüngster Zelt gebrachte Annonce der Firma CaesarFuchsLCie. in Wörth a. M. (Bayern) aufmerksam zu machen. — Mit diesem neuen Artikel ist dem Wunsche uno dem Bedürfnisse einer jeden Hausfrau Genüge geleistet, um auf eine rasche und sichere Weise sich jederzeit Feuer zu verschaffen. Die Anwendung ist eine äußerst einfache, indem es nur eines kleinen Würfels der Tafel des Feuerzünders bedarf, um denselben auf den Rost (des Heerde« oder Ofens) zu legen, anzuzünden und mit wenigen Stückchen Holz zu belegen, um ein derartiges Feuer zu erreichen, daß die darauffolgende Auflage von Steinkohlen ober sonstigen Materials in eine volle und dauerhafte Glnth geräth. — Bei der außerordentlichen Billigkeit eines derartigen Feuerzunders und in Anbetracht der großen Reinlichkeit, die das Verfahren mit sich bringt, dürste der seitherige Gebrauch von Kienholz, Tannäpfel rc. entbehrlich gemacht werden und dürften sich die Feuerzünder in aller Kürze einer allgemeinen und wohlverdienten Anerkennung erfreuen, um 1°. urehr, als bei deren Gebrauch keinerlei Feuergefährlichkeit^ zu befürchten ist, wie bies bei bem leicer üblichen Mißbrauch des EinschüttenS von Petroleum der Fall ist.
alle Berathungen der Vorlage wegen Aufhebung der Mahlsteuer und geht zur Tagesordnung über. — Morgen wird die Debatte fortgesetzt. Der Präsident des Senats machte Mittheilung von oer Ernennung des Marineministers Acton zum Senator.
Paris, 13. Jan. Das Amtsblatt publicirt die Veränderungen in der Besetzung von Stellen der Präfektur- verwaltung; dieselben betreffen 17 Präfekten, 50 Unter« paäfeklen und 64 Präfeklurräthe.
, Paris, 12. Januar. Der „Ageuce Havas" zufolge würoe bas ministerielle Programm bte schwebenden Fragen berühren, bereu Löfnng aber nicht audeuten. Die Sprache beS CabinetS werbe im übrigen klar und bestimmt sein und dessen gute Absichten beweisen. Das Cabinet werde eingehendere Erklärungen abgeben, wenn bie schwebenden Fragen im Parlament zur Sprache gebracht wurden.
Voubott, 12. Januar. Meldung des „Reuter'schen Bureaus" aus Konstantinopel. Layard hat die offiziellen Beziehungen mit der Pforte wiederaufgenommen. Der Sultan zeigte Layard an, er beabsichtige die Familie Achmed Tewfiks zu unterstützen. Layard schrieb dem deutschen Geschäftsträger Grafen Radolinski eine Danksagung für dessen Beistand.
Rewyork, 12. Januar. Beide Kammern des Staates Maine wählten heute in gemeinsamer Sitzung den Senatspräsidenten Samjon zum Gouverneur. Derselbe leistete den Amtseid. Die Republikaner enthalten sich noch immer der Theilnahme an den Verhandlungen; nur die Demokraten nahmen an der Gouverneurwahl theil. General Chamberlein erklärte, er werde weder Samson noch einen anderen, welchen die Legislative in ihrer gegenwärtigen Zusammensetzung ivähle, als Gouverneur anerteunnen uno sei entschlossen, das Mil zkommando nicht eher niederzulegen, als bis ein neuer Gouverneur legal gewählt und bestätigt fei.
Washington, 12. Januar. Im Repräsentantenhause brachte Fernando Wood ein Gesetzentwurf ein, wonach sämmtliche mit mehr als 4 Procent verzinslichen Obligationen in 3 ^-proceutige innerhalb 50 Jahren amortiftrbare kon- vertirt und allmonatlich mindestens 10 Million Doll. 5- und 6-procentige Obligationen angekauft werden sollen.
Berlin, 13. Januar. Die „Nordd. Allgem. Ztg." schreibt, die letzten Unruhen auf den Samoainseln, worüber eine in verschiedenen Blättern wiedergegebene Correspondenz aus San Francisco berichtete, beschränkten sich auf eine kleine Plänkelei Ende September. Einem größerem Zusammenstöße war dadurch vorgebeugt, daß die Vertreter der fremden Mächte, besonders die Commandanten des deutschen Kriegsschiffes Albatros und des amerikanischen Kriegsschiffes Marianna, dem Versuche der Parteien, den durch die Municipalconvention vom 2. September neutra- lisirten Apiadistritt zu Kriegszwecken zu benutzen, entschie- denst entgegenzutreten. Berichte von Ende November melden von keinen neuen Kämpfen, daher ist anzunehmen, daß die frühere Regierung sich der vom König Malietoa ange- rufenen Entscheidung Deutschlands, Englands und Amerikas unterwerfe. Der im letzten Sommer wieder ohne Kampf zur Herrschaft gelangte König Malietoa richtete Ende August Schreiben an den deutschen Kaiser, die Königin von Großbritannien und den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, worin er dieselben ersuchte, seiner Regierung in dem Bestreben, geordnete Zustände herzustellen, gemeinsam beizustehen, da das Land ohne äußere Hülfe nicht zur Ruhe kommen werde. Die drei Mächte einigten sich auf den diesseitigen Vorschlag, Malietoa als König von Samoa anzuerkennen, ihn durch ihre Vertteter bei Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung wirksam zu unterstützen und über die zweckmäßige Organistrung des Samoaischen Staatwesens sich weiter untereinander zu verständigen. Der vor Jahresfrist abgeschlossene Vertrag mit Samoa verlieh Deutschland das Recht, gegen jede Bevorzugung einer anderen Nation seitens der Samoaner Einspruch zu erheben; der Verttag hat aber keine ausreichende Sicherheit gegen Beeinträchtigungen deutscher Interessen durch Anarchie und die etwaigen Folgen derselben. Diese Sicherheit kann nur nach erzielter Verständigung der drei genannten Mächte über die gemeinsame Anerkennung und Unterstützung Ma- lietoa's als verbürgt bezeichnet werden.
Rom, 12. Januar. Senat. Das Central-Bureau beantragt betreffs oer Mahlsteuer-Vorlage folgende Tagesordnung: In Erwartung wirksamer Maßnahmen, welche die graduelle Abschaffung der Mahlsteuer ohne Gefährdung der Finanzen gestatten, suspendirt der Senat
>Ta Hannover, 7. Januar. Ein Baueleve aus Berlin seif sicher, auf der Reise nach Düsselcorf begriffen, vorgestern t si ’er Station machte, nm die Sehenswürdigkeiten Hannovers h-M Augenschein zu nehmen, traf im Palmenhause zu Herren- '--^ausen mit zwei Fremden zusammen, welche sich ihm als mpziger Kaufleute vorstelllen und später mit ihm in Mehrere Restaurationslokale einkehrten. Hier hatte der Baubefliffene seine Absicht, in der Nacht seine Reise fort- *feen zu wollen, mitgetheilt, auch daß er seinen Koffer dem portier auf dem Staatsbahnhofe in Verwahrung gegeben.
Börsenkeller trennten sich die neuen Bekannten, und
*8 nun der allein gebliebene Baueleve seine Papiere durch- N, fehlte der Gepäckschein. Er fand zwar in einem ^staurant an der Schillerstraße seine beiden Begleiter gtoer, verkehrte mit ihnen auch bis gegen 4 Uhr nach Mernacht, der Eine derselben führte ihn sogar bis zur Mn, während der Andere sich, Müdigkeit vorschützend, S entfernte; doch seinen Koffer fand er nicht mehr vor. der angebliche Kaufmann durch einen Schutzmann
grantfurt a. M., 13. Januar. (Mitgetheilt durch Menle Eichelberg und Sohn ) Creditaktien 257 nach —, Staatsbahn- akt'en 235', nach —, Silberrente 61^ nach —, Ungar. Goldrente 8H nach -, 1860t Loose 88-,, 1877t Russen 59* * nach U. Ruff. Orientanleihe 59». Galizier —. Tendenz: fest.
.. -,?rauks«rta. 12. Januar. (Frucht beri cht- Mitge- thellt von I. Harburger, Commissions- und Agenturen-Geschäft.) Welz-r hiesiger und Wctterauer Mk. 24-1, fremder Mk. 24—A. Roggen Mk. 19-20, Gerste Mk. 181—215, Hafer Mk. 135-15), Oelsaaten. Raps Mk. 261-27. Weizenmehl Rr. 00 Mk. 34-35, Rr. 0 Mk. 32<—33, Rr. I Mk. 31-33, Rr. II Mk. 26—27« Rr. III Mk. 221. Roggenmehl Nr. % (Berliner Marke) Mk. 27—4, Rr- U do. Mk. 195-20 . Das Geschäft hat sich auch heute noch nicht entwickelt; indem Käufer andauernd eine abwartende Haltung beobachten. Die Preise verstehen sich franco Hier pro 100 Ko. je nach Qualität-
Araukfitit a. W.. 12 Januar Der heutige Vieh- markt war gut befahren. Angetrieben waren ca. 360 Ochs-». Kühe, 230 Kälber und 300 Hammel. Die Drei e stellten sich: Ochsen 1. Qual. 61-70 Mark, 2. Qual. 64—66 M., Kühe und Rinder 1. Qua!. 60—62 M. 2- Dual, so 54 M., Kälber 1. Qual. 54 - 56 M., 2. Qual' 48-ol M., Hämmel 1. Qual. 54 -56 M-, 2. Qual. 40—50 Mark-
mehrnng des Personals für Krankenpflege handele, so sei solche ohne das mindeste Hinderniß seitens der Gesetzgebung herbeizuführen. Die Gründung neuer geistlicher Niederlassungen sei allerdings durch das Gesetz verboten; wenn aber ambulante Einrichtungen für vorübergehende Nothstände gewünscht werden, so würde dagegen von keiner staatlichen Seite ein Hinderniß entgegengestellt werden. Der Minister erinnert ferner an die Volksschulküchen, welche sehr wohlthätig wirken. Die erschwerte Ausübung der Seelsorge durch die Verwaisung einzelner Pfarreien sei recht beklagenswerth, allein der Uebelstand : sei durch AnShülfe aus den Nachbarbezirken namentlich r in Oberschlesien wesentlich gemildert. Die Praxis der Staatsanwälte sei dort milder; verbotene Amtshandlungen seien wenig vorgekvmmen. Bezüglich der Klagen über die Schulen seien die allgemeinen Vorwürfe unbegründet, namentlich sei die Leistungsfähigkeit der Gemeinden stets geschont worden. Der Regierungsbezirk Oppeln beziehe erhebliche Staatsunterstützungen. Der Minister habe die Gehalte für emeütirte Lehrer und für Hinterbliebene von Lehrern in den Nothstandsdistrikten erheblich vermehrt, auch für Zuschüsse für Schulgemeinden gesorgt. Das sei -ja wenig, ober Alles, was innerhalb des Etats sich habe chuit (lassen. Das Haus werde hoffentlich Erkennen, daß es an gutem Willen feiten« der Regierung, zu Helsen, nicht fehle. Abg. Schellwitz, der sich nachträglich gegen die Vorlage zum Wort gemeldet, bezweifelt den Werth der zur Hebung der landwirthschaftlichen Verhältnisse Oberschlesiens gemachten Vorschläge und mahnt zu vorsichtigem Verfahren. Abg. v. Stablewski bringt auf Förderung der polnischen Nationalität, Hebung des Bauernstandes und Beseitigung des Culturkampfes. — Abg. v. Meyer (Arnswalde) bemängelt die den Kreisausschüssen gegebenen großen Vollmachten. — Virchow kritistrt die Ausführungen Hüne's, Stablewski's und Schellwitz'S und wünscht die Heranziehung von Privatpersonen und Vereinen bei Vertheilung von Unterstützungen, größere Fürsorge für den VolkSunterricht und Herstellung größerer leistungsfähiger Gesammtgemein- nur den. Der Cultusminister stellt einige Behauptungen be- Mich der geistlichen Niederlassungen an Hand der Mai- gesetze richtig und gesteht zu, daß eine erhebliche Anzahl von Schullehrerstellen in Oberschlesien vakant sei. Die Schulkinder seien jedoch deßhalb nicht ohne jeden Unterricht, iesen Der Lehrermangel werde hoffentlich bald verschwinden, und Die Unterhaltungspflicht gegenüber den katholischen Schulen i cank- sei den Großgrundbesitzern in weitem Umfange auferlegt.
Betreffs Erlernung der deutschen Sprache durch Schulkinder iach-polnischer Nationalität bemerke er: er könne sich keine schen preußische Unterrichtsverwaltung denken, welche nicht dafür irten Sorge trage, daß jedes Schulkind die deutsche Sprache bei ausgiebig und vollständig erlerne. (Beifall.) Der Finanz- d.h. Minister bemerkt gegenüber Virchow: es habe der Regierung zum ferngelegen, bei Feststellung der projectirten Eisenbahn- i er Wien die Interessen von Privateigenthümern zu fördern. ,00( Die Projecle hätten die Billigung des Provinzial-Aus- chusses gefunden. — Abg. Löwe (Berlin) erörtert feiner« tun) eus die Ursachen des NothstandeS und beklagt die der ach ^bischen Bevölkerung heute unb bei früheren Gelegenen ji heilen gemachten Vorwürfe. — Minister Graf Eulenburg ofcv rechtfertigt bie erst jetzt erfolgte Einbringung der Vorlage vld bemertt weiter: die Kartoffelmißernte sei von der ralci Regierung vorhergesehen und die Beschaffung von Kartoffeln Voi rechtzeitig angeregt. — Nach weiteren Ausführungen der
« Abgg. v. Saurma unb Schröder (Lippstadt) wird der Gesetzentwurf an die Budget-Commission verwiesen. Nächste vitzung Dienstag.