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begünstigungsvertrages unter folgenden Modalitäten: Be­seitigung des freien Rohleinenverkehrs, sowie der Exekutions­freiheit des Eisenbahnbetriebs-Materials, dagegen Fort­bestand des Appreturverkehrs in seiner jetzigen Ausdehnung, endlich Reductivn des Umfanges des zwischen beiden Staaten bestehenden Zvllcartells. In der Note, welche Graf Sze- chenyi in Berlin überreicht hat, erklärt nun Oesterreich- reich-Ungarn, auf die bezeichneten Propositiouen nicht ein« gehen zu können und schlägt seinerseits vor: Entweder Auf­rechthaltung des Rohleinenverkehrs und des Appreturver­kehrs, oder Ausscheidung beider und Verlängerung des be­stehenden Meistbegünstigungsvertrags in seinen sonstigen Bestimmungen; auf die Reductivn des Zvllcartells geht Oesterreich-Ungarn ein, und verzichtet eventuell auf die vertragsmäßige Zusicherung, daß die deutsche Regierung im Reichstage ein Gesetz behufs Befreiung des Eiscnbahn-Be- triebsmaterials von der Beschlagnahme erwirken werde.

Deutsches Reich.

Berlin, 20. Decbr. Wie uns aus Potsdam.gemeldet wird, ist der Unfall, welcher den Prinzen Wilhelm, ältesten Sohn des Kronprinzen betroffen hat, glücklicherweise nicht besorgnißerregend und steht zu erwarten, daß das Hebel noch bis zu dem Weihnachtsfest gehoben sein wird. Der beschädigte Fuß liegt nicht einmal im Gypsverband, ist vielmehr nur mit einer wollenen Binde eingehüllt. — Die durch die Presse gehende Nachricht, daß die Verhand­lungen mit Rom in neuerer Zeit abgebrochen seien, wird uns von unterrichteter Seite als irrthümlich bezeichnet, mit dem Hinzufügen, daß im Gegentheil sich jetzt mehr als je die Hoffnung hegen läßt, daß diese Verhandlungen zu einem günstigen Resultate führen werden. Uebrigens ist der Ge­heime Oberregierungsrath Dr. Hübler gestern aus Wien hier eingetroffen, wird das Weihnachtsfest hier verleben und mit Beginn des neuen Jahres erst wieder nach Wien zu­rückkehren. In den Zeitungen ist der Umstand zu einem Ereigniß aufgebauscht worden, daß bei der Abstimmung in der Elbinger Simultanschul-Angelegenheit bei dem Namens- Aufruf der Abgeordnete Tiedemann (der kaiserliche vor­tragende Rath und Chef der Reichskanzlei) nicht anwesend war, und fortschrittliche Correspondenten haben gleich dar­aus kombinirt, daß Herr Tiedemann absichtlich von der Abstimmung fern geblieben war, um sich gewissen Kollisionen zu entziehen. Es ist hochkomisch, wie oft die bedeutungs­losesten Zufälle von unseren Sensationspolitikern aus­gebeutet werden. Durch einen Zufall waren wir nämlich Augenzeuge, wie Herr Tiedemann in demselben Augenblick das Abgeordnetenhaus betrat, als der Schriftführer den Namensaufruf beendet und der Präsident das Scrutinium geschlossen hatte. Herr Tiedemann war also außer Stande, seine Stimme abzugeben. Diese Unmöglichkeit war aber namentlich dadurch herbeigesührt, daß die Debatte früher geschloffen wurde, als man ursprünglich erwartet hatte und daß man sogar die Freikonservativen gar nicht einmal zu Worte kommen ließ. Absichtlich von der Debatte fern zu bleiben, dafür dürfte aber — und noch dazu, wo die frei- konservative Partei bekanntlich in dieser Frage gespalten stimmte —, wohl für Herrn Tiedemann kein Grnud vor­liegen, da es ja bekannt ist, daß Fürst Bismarck die Mei­nung des Kultusministers v. Puttkamer in der Elbinger Angelegenheit vollkommen theilt.

Bremen, 18. Dec. Der Einfluß des „Vereins gegen Bettelei" macht sich in überraschender Weise in einer Ver­ringerung der Hausbettelei hierorts bemerkbar, die höchst erfreulich ist. Berücksichtigt man die besonderen Verhält­nisse der Jahreszeit, namentlich die^grvße Kälte, die auch

durch praktischen Gebrauch fast der ganzen, noch um Weih­nachten grünenden ober um diese Zeit neu erstehenden Pflanzenwelt. „Um Weihnachten wandelt sich alles Holz in Rosmarin!" sagt ein aller deutscher Spruch, und Paul Gerhard versetzt Rosmarin, Violen, Rosen und Nägelein an die Krippe des Herrn. Orangendlüthen und Stech­palmenzweige schmücken das Weihnachtsfest in England. Eine hervorragende Rolle erhielt bei uns in Deutschland ferner der Apfel. Die kirchliche und die Volks-Symbolik stellten den Apfel der Frucht gegenüber, durch welche die Sünde in die Welt gekommen. —

Schon früh setzte der Volksglaube das Kruzesholz, an dem der Christi für die Sünde der Welt gestorben war, in Verbindung mit dem Baume, von welchem einst Eva die todtbringende Frucht gepflückt hatte. Eine uralte Le­gende behauptete, Gott selber habe einst dem Seth für । seinen altersschwachen Vater einen Zweig von diesem Baume gereicht und Seih ha e denselben aufs Grab Adams ge­pflanzt. Dort sei der Zweig zu einem großen uno starken Baume erwachsen und habe nach 5000 Jahren als Kreuzes- Holz den Erlöser getragen. Apfelbaum, Cedcr, Oelbaurn, Fichte, Cypressc und Palme werden als Kreuzesholz be­zeichnet, als „Baum des Fluches", welcher der Menschheit zum „Baume des Segens" geworden ist. Die deutsche Sitte hat unter diesen Baumarten allen sinnig und schön die Fichte und die Tanne zum Schmucke des WeihnachtS- sestes erwählt, — freilich, soweit wir wissen, erst im 17. Jahrhundert. ES ist über die Sitte, das schöne Fest mit dem Baume zu schmücken, viel verhandelt worden; noch ist indessen unklar, ob dieselbe rein christlichen Anschauungen, oder der heidnischen Vorzeit entstammt.

Sicherlich werden neben dem Gedanken an das Holz des Paradiesbaumes und des Kreuzes bei unseren Vor­fahren auch Erinnerungen an altheidnische Sitten mitgewirkt haben, als sie einen Baum zur Zierde des Festes be-

bei uns einen seltenen Höhegrad und eine sonst nicht ge­wöhnliche Dauer erreicht hat, so ist, insbesondere auch in Anbetracht des verringerten Verdienstes eines großen Theiles der mittleren und kleineren Gewerbtreibenden, der weithin bemerkbar wird, jenes Resultat um so mehr willkommen zu heißen. Thatsache ist, das die Anzahl der von der Polizei aufgegriffenen obdachlosen und bettelnden Individuen, die früher sehr erheblich, innerhalb weniger Wochen auf ein verschwindendes Minimum zusammengescholzen ist, ohne daß deshalb ein wirklich Hülfsbedürstiger, der in unsere Stadt kommt, mitleidlos wieder vor die Thür gewiesen würde. Das Komitö, das sich gebildet hat, verpflegt viel­mehr eine ganz erhebliche Anzahl von auswärts hier an- langenden erwerbslosen Individuen, die vergeblich nach Arbeit sich umthnn, mit Speise und Trank, nach Umständen auch mit einem Nachtquartier und Kleidungsstücken, ehe sie weiterziehen. Die Hausbettelei mag dadurch für Viele, die früher crwerbsmäßig von derselben gelebt, ihren Reiz verloren haben, und es zeigt sich damit, daß in der That eine zweckmäßige Organisation der öffentlichen Wohlthätig- teit dem Vagabundenthum zu steuern vermag. Die Frage wegen der gewerblichen Unterstützungskassen wird dadurch indeß keineswegs präjudizirt, da deren Regelung, so weit sie noch aussteht (und das ist leider noch in ganz Deutsch­land der Fall), auf einer ganz anderen Grundlage erfolgen muß.

München, 20. Decbr. Abgeordnetenkammer. Die Minister des Innern und der Justiz bringen den Entwurf eines DisciplinargefetzeS für die richterlichen Beamten ein. Die Vorlage wegen provisorischer Steuererhebung pro 1880 wird ohne Diskussion einstimmig angenommen. Bei dem Etat der Staatsschuld erklärt Frankenburger die geschehene Verwendung der Kriegsentschädigung für gerechtfertigt und bezeichnet die Finanzlage als ungünstig, aber nicht bedenk­lich. Der Finanzminister führt ans: an den Jrrthümem, die in früheren Finanzperioden vorgekommen, fei die frühere Finanzverwaltung schuldlos. Der bayerische Credit dürfe nicht dazu verleiten, daS Deficit durch Anlehen zu decken. — Nach Ueberweifung des Disciplinargefetzentwnrfes an den achten Ausschuß wird die nächste Sitzung auf den 7. Januar festgesetzt.

Ausland.

Wie«, 20. Dez. Das Abgeordnetenhaus nahm nach längerer Debatte das Wehrgesetz in der von der Regierung vorgeschlagenen Fassung mit Zweidrittel-Majorität an. Es stimmten von 328 Abgeordneten für das Wehrgesetz 223, dagegen 105. — Das Herrenhaus nahm den Be­richt der Ausgleichs-Commission in der Wehrfrage, nach­dem daS Abgeordnetenhaus mittlerweile das Wehrgesetz angenommen, zur Kenntniß. — Der Fortschrittsclub be­schloß anläßlich der Abstimmung übet daS Wehrgesetz den Austritt aus dem Executiv-Commite der vereinigten ver­fassungstreuen Parteien.

Agram, 20. Dez. Der Landtag nahm mit 44 gegen 13 Stimmen den Gesetzentwurf betr. die Verlängerung des Ausgleiches mit Ungarn an.

Rom, 20. Dez. Die Kammer der Depntirten berieth heute über die Gesetzentwürfe betreffend die Verlängerung der Handelsübereinkommen mit England, Frankreich, der Schweiz und Belgien, sowie des Handelsvertrages mit Deutschland. Abg. Luzzali hebt hervor, daß in England der Differentialzoll auf italienischen Wein 150 Mal höher sei als auf französischen Wein. Er wünscht das Resultat der diesbezüglichen Verhandlungen mit England zu wisseu. Auch die Beschlüsse der französischen Vertragscommission seien Italien ungünstig, weil sie eine Zollerhöhnng ans

stimmten. Mit ehrerbietiger Scheu betrachtete der Germane die Bäume des Waldes; ja, er verehrte sie, denn aus ihnen waren ihm die ersten Menschen entwachsen; unter der Bäume Frieden, im Bereiche „Freund Hains", sand die Seele die letzte Ruhe. Es scheint sogar, als ob nufere Sätet an eine Verwandelnng oder Wanderung der eeelen in Bäume geglaubt hätten. Schon in ältester Zeit wurden Bäume errichtet, um die Opferstätten zu bezeichnen; Blumen und Kerzen schmückten deren Zweige. Eine Stätte des Dankopfers, eine Stätte göttlichen Friedens in jedem Hause sollte gleichfalls die Tanne oder Fichte des Wehnachtsfestes bedeute». So wirkten biblische und nationale Reminis- ccnzen dahin, daß unserem Volke der Weihnachtsbvum ge­schenkt ward. Daß aber der grüne Baum des Winters ausgewählt ward, daS Fest zu schmücken, bedarf kaum einer Erklärung. Ist doch der Segen des Weihnachtsfestes der Tanne gleich, die ihr Grün nimmer verliert, uno das Er­scheinen deS Herrn bezeichnet den Anfang eines unvergäng­lichen Frühlings; die Tanne war überdem das alte Zeichen treuer Liebe, und welche Liebe ist treuer als die des Gottes­sohnes?"

Unser Gegenstand ist noch lange nicht erschöpft. Wer die Geschichte deS deutschen Weihnachtsfestes schreiben will, dem geht es wie den glücklichen Sterblichen, denen freund­liche Himmlische den Vorrath aus wunderbare Weise ge­mehrt haben: je stärker der Gebrauch, desto größer das WachSthum bes Stoffes. Nur einzelnes, besonders Bedeut­sames haben wir dem Leser vorführen können. Wir muffen zum Schlüsse eilen. Auch hier sei wiederum an den Glauben unserer Vorväter, sowohl der heidnischen wie der christlichen, erinnert: sie erwarteten zu Weihnachten den Besuch gött­licher Wesen. Der alte Germane stellte am Schluffe des Julfestes den unsichtbaren Besuchern seines Hauses Speise und Trank hin. Vielleicht kamen die Geister der seligen Vorfahren, vielleicht Berchtha mit den Heimchen, d. h. den

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cipalraths von Paris vom 17. d. betr. die Streichung der

dem Gesetze von Seiten des Muuicipalraths sowohl nie

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Vertrags hinsichtlich Gnstnjes ein todter Buchstabe bleiben die Behauptung des „Daily Reise eines außerordentlichen Europa wegen der Atrekgrenze

und Plawas nicht länger Das Blatt schreibt ferner, Telegraph" in Betreff bet persischen Gesandten nach entbehre jeder Begründung.

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Wiederherstellung der Gehälter der Erzbischöfe und Bischöfe bezweckte und nahm das Budget im Ganzen mit den Bud- getposten an, wie die Kammer der Depntirten sie be­schlossen hat. Waddington verlas hierauf ein Dekret, welches die Session der Kammern schließt

Petersburg, 20. Dez. Amtlicher Bericht aus Cannes vom 18. d.: Zn der Nacht zum 16. b. empfand die Kaiserin auf der rechten Brustfelle von Entzündung der Lungenhaut herrührende stechende Schmerzen. Seit dem 17. d. hörte die Entwickelung der Pleuritis auf. Der allgemeine Gesundheitszustand der Kaiserin ist fortdauernd besorgnißerregend. — Das „Journal de St. Petersbonrg" meldet: Alle Mächte haben bei der Pforte lebhafte Vor­stellungen gemacht, damit die Stipulationen des Berliner

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hinauSzngehen. Er (oer Minister) habe eine Verfügung erlassen, wodurch der betreffende Beschluß deS Mnnicipal-

raths annullirt wer e. — Der Senat verwarf mit 241 ^titij gegen 129 Stimmen das Amendement Batbie, welches die fcne

halten des Commissionsberichtes rückstchtlich des ganz tempo- räreii, einfach zuwartenden Charakters der provisorischen Handelsconvention mit Deutschland zur Spezialdcbatle

Die Regierung des Schah habe nicht die geringste Absicht manifeftirt, Rußland das Recht zu der im letzten Sommer stattgefundenen Expedition in das Atrekgebiet zu bestreiten und denke jetzt ebenso wenig daran.

Konstantinopel, 20. Dez. In Beantwortung des am 17. d. gemeldeten griechischen Memorandums richtete Sawas Pascha gestern an die griechischen Commissäre eine Note, worin auseinandergesetzt wird, daß die vorhergk gangenen Vertagungen durch die Nothwendigkeit, das seit Langem vorbereitete griechische Memorandum der letzten griechischen Vorschläge in Betreff einer neuen Grenz­linie würde längere Zeit beanspruchen. Daher sei es

hatte, daß die Empfehlungen Luzzati's den Absichten bet Regierung entsprächen, nahm die Kammer diese Tages­ordnung an und genehmigte fernerhin die Gefetzentwürfe betr. die Verlängerung der Handelskonventionen.

Paris, 20. Dez. In der heutigen Sitzung des Se­nats richtete der Senator Paris (von der Rechten) eine Anfrage an die Regierung über die Lerathung des Mnni-

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unmöglich, den nächsten Sitzungstag zu bestimmen. Sawas #jtc

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Budgetposten für die Suite und verlangte die Meinung Wsta> des Ministers des Innern über die Gesetzlichkeit dieser MM, Bcrathung zu hören. Der Minister erwiderte, er werbe ^otmi dem Gesetze von Seiten des Muuicipalraths sowohl wie >tb|d?i Anderer Achtung verschaffen und fügte hinzu, der Munich ^g|e palrath von Paris hatte Unrecht, über feine Befugnisse Wese

italienische Weine in Aussicht stellen. Bezüglich Deutsch­

lands hebt Luzzatti hervor, daß der Handelsvertrag ein — Ausdruck der politischen Freundschaft mit Deutschlaub sei. " u " Er hofft deßhalb, Dentschlaub werde die Tarife Italien tzcmü gegenüber ändern. Luzzatti beantragt schließlich folgende in re Tagesordnung: Die Kammer geht unter dem Vorbe-

werde jedoch sorgen, daß der Zusammentritt der Commission jt0^t balbmöglichst erfolge. Er bedauere die Drohung mit bem t£ttet

Abbruch der Verhandlungen, rechne auf das Entgegen­kommen der Commissäre und bitte sie, auf weder gerecht­fertigte noch im Interesse der beiden Länder liegende äußerste Maßregeln zu verzichten.

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Das christliche Alterthnm glaubte ganz ähnliches. 3B Steiermark blieb einst in der Weihnacht der Tisch gcd.cki,

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Seelen der jüngst Verstorbenen; vielleicht rastete Wodan selbst tgellii wenn er durch das Gehöfte zog, an dem gastlichen Hcerde!

daß die Engel an demselben Speisen könnten. Vielleicht, so dachte manch ein Christ, der von Herzen rein und ein­fältig war wie der „tumbe" Parzival, — vielleicht komnN das Christkind, vielleicht die Jungfrau Maria auf ihrer

kngk tiefer stehe, von!

Wanderung auch zu mir! Möge sich in seinem edelsten Sinne dies Wort an uns erfüllen. Paulus Cassel bringt in seinem schönen Buche „Weihnachten" eine schlicht erhabene

ho« Üage dem

Schilderung bei, wie der heilige Abend von uni-:en ger­manischen Brüdern in Schonen gefeiert wird: Bei Nieren gang der Sonne sammeln sich die Männer des Orts bei der Kirche, um mit Geläute die feierliche Stunde zu be­grüßen, da Weihnachten ein tritt.

Ist die Sonne unter den Horizont hcrabgesn.iken, st gehen sie auf den Thurm. Wenn der letzte Sonnenstrahl erloschen ist, beginnen sie mit den Worten: „Im Namen des Herrn Jesu!" Beim ersten Schalle der Thurmglocke beugen sich die Kniee, alle Häupter entblößen sich und die Lippen wiederholen leise: „In Jesu Namen!" Bon allen Seiten ertönen nun die Glocken; melodisch ernst einen sich die ehernen Stimmen, die Seelen zur Andacht erhebend.

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des herrlichen Festes gefolgt bist.

AIS läutete es vom Himmelsdome, so klingt es wieder. So dauert das Läuten eine halbe Stunde bis nach Sonnen-

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Untergang; endlich verstummt eine Glocke nach der andern, und eine feierliche Stille tritt ein gleich der Andacht na4 dem Gebet. Die Weihnacht hat begonnen und Alle, die sich begegnen, drücken einander die Hände unb sprechens „Gottes Friede fei mit Euch!" — „Fröhliche Weihnachten - Gesundheit und Alles, was gut ist! Gottes Friede mU ttr ; Euch!" — So, lieber Leser, schließe auch ich und danke Dir, daß Du mir auf dieser Wanderung durch die Geschieht