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XIV. MkMI

Marburg, Mittwoch, 17. Dezember 1879.

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vorzubereiten, bis zum 15. Januar k. I. aber eine kurze

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tableaumäßige Uebersicht aller innerhalb ihres Bereichs seit

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gelte von der Reichsmarineverwaltung, gründungsplan auf Jahre hinaus die

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durch Unvorsichtigkeit eine Entzündung und Explosion deS letzteren. In der Aufregung nicht daran denkend, daß die ins Freie führende Thür sich nach Innen öffnet, stemmten sich alle gegen dieselbe, so daß die von Außen Hülfebriu- geuden uicht öffnen konnten, dis endlich die Bergleute be­täubt und brennend zu Boden sanken. 12 Mann sind tobt und 8 auf die entsetzlichste Art verletzt, sodaß n.ur bei 2 von diesen Hoffnung auf Rettung ist. Der durch die Explosion entfiandene Brand am Gebäude war unbedeu­tend und richtete wenig Schaden an.

zollfreien Einlaß von Nachlaßgegenständen im Auslande verstorbener Seeleute, beu Maßstab für die Verzollung von Bau- und Nutzholz und die Kontrolbestimmungen für die Steuerfreiheit deS Branntweins zu gewerblichen Zwecken, ferner der Ausschußantrag, betreffend die Taravergütnngen, die mündlichen Berichte der Ausschüsse, betreffend das statistische Waarenverzeichniß, die Bewilligung von Privat­transitlagern für leere Petroleumfäffer, die Betheiligung des Reichs an der Ausstellung in Melbourne u. s. w. Zur Linderung der bedrängten Lage, in welcher sich einzelne Kreise Oberschlesiens befinden, hat der Minister der öffent­lichen Arbeiten genehmigt, daß die milden Gaben an Lebens­mitteln, Kleidungsstücken, Brennmaterial u. s. w., welche nachweislich zu dem genannten Zweck an öffentliche staat­liche oder städtische Behörden oder an Wohlthätigkeitsvereine adressirt sind und mit dem Vennerk im Frachtbriefe:Frei­willige Gaben für die bedrängte Bevölkerung einzelner Kreise Oberschlestens" aufgegeben werden, auf den Staatsbahnen und den unter Staatsverwaltung stehenden Bahnen fracht­frei zu befördern sind. Nach den Bestimmungen in den

16 und 41 der Anweisung vom 30. August d. I., be­treffend die Behandlung der bei den Justizbehörden ent­stehenden Einnahmen und Ausgaben und nach den Anord­nungen der Vorschriften über die Fondsverwaltung bei den Justizbehörden vom 23. September d. I. haben die Ge­richtsschreiber aus ihren Hebungen an Gerichtskosten die Zeugen- und Sachverständigengebühren, die Transport­kosten, sowie die Tagegelder und Reisekosten der Geschwo­renen, Schöffen und Mitglieder des Wahlausschusses zu zahlen und bei den täglichen Abrechnungen an Gerichts­kosten in Anrechnung zu bringe». Zur Vermeidung der vielen zur Sprache gebrachten Beschwerden des Publikums ist geboten, den Gerichtsschreibeni an denjenigen Stellen, an welchen eine Regierungs oder Bezirkshauptkasse oder eine mit der Gerichtskostenerhebung betraute Steuerstelle sich nicht befindet, besondere Mittel zu den genannten Zahlungen zur Verfügung zu stellen. Im Einverständniß mit dem Justizminister hat daher der Finanzminister durch eine Verfügung vom 5. Dezember die Reichsregierungen ermächtigt, den GerichtSschreiberu an den gedachten Orten eiserne Vvrschüffe unter Beachtung der in dieser Ver­fügung ausgestellten Grundsätze zu bewilligen. Die Be­stimmung darüber, in welcher Weise die Kontrolle über die Verwendung der eisernen Vorschüsse zu geschehen hat, bleibt Vorbehalten. Auf den Antrag deS Zentraldirekto­riums der Vermessungen im preußischen Staate, daß dem­selben von allen wichtigen Vermessungen Kenntniß gegeben werden möge, hat der Minister des Innern die Regierungen in einem Circular-Erlaß vom ü.December angewiesen, eine Hebers sicht über die im Lause des Jahres ausgesührteu und in Angriff genommenen größeren kommunalen Vermessungsarbeiten, so­wie über die Veränderungen in den Generalstabskarten

Zur unentgeltlichen Lieferung von Formularen zu Post- zustellungsurkunden ist die Postverwaltung nur verpflichtet auf Grund des Bundesrathsbcschlusses vom 13. Juli d. I. Nach den diesem Beschlüsse vorauSgegangenen schriftlichen und mündlichen Verhandlungen ist eS unzweifelhaft, daß die in Rede stehenden Formulare nur den ordentlichen Gerichten, den Gerichtsvollziehern und Gerichtsschreibern unentgeltlich geliefert werden sollen. Eine weitere Aus­dehnung dieser unentgelüichen Lieferung ist nicht statthaft, wie dies auS Anlaß eines Spezialfalles vom Generalpost- meister besonders ausgesprochen worben ist.

Breslau, 13. Dez. Oberprästbent von Seydewitz ist berSchics. Ztg." zufolge gestern Vormittag in Ratibor eingetroffen unb hat sich von bort, begleitet von bem kgl. Landrath Pohl, nach bem vom Nothstande arg betroffenen Dorfe Solarnia begeben, wo sich auch Ihre Durchlaucht bie Frau Herzogin von Ratibor einfanb. Neben Fällen von Unterleibstyphus sinb in Solanna auch Erkrankungen

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Bericht des griechischen Schriftstellers Procopius aus dem 6. Jahrhundert; derselbe ist das älteste Zeugniß über unser nationales Weihnachtssest.Boten", so berichtet der Grieche, wurden auf die Höhen der Berge geschickt, um den ersten Schein der wiederkehrenden Sonne am Rande des dunklen - Horizontes zu erspähen; hatten sie die erste, den festlichen J Morgen Dämmerung erblickt, sc stiegen sie von den wal- 1 feigen Warten herab und trugendie frohe Botschaft" feem i harrenden Volke entgegen. Da erhob sich unermeßlicher Jubel, denn trotz der Ständigkeit deS Naturlaufes hatten i, feie Gemüther eine bange Furcht genährt, feie Sonne möchte! J einmal nicht wiederkehren." Nun fielen die Opfer unge­zählt, unb auch Menschenblut röthete ben Schnee im win­terlichen Walbe. l

Neuere mythologische Forschungen scheu uns in ber Staub, uns bie Festesstimmung unserer heidnischen Vor- väter zu vergegenwärtigen. Wie lastete deS Wintere- Schwere damals auf bem kindlich-gläubigen und eng mit der Natur verwachsenen Gemüthe! Wodan und seine guten Geister schliefen nach dem Volksglauben in bei Berge Tiefe; auch bie holden Göttinnen, die wechselnder , J Offenbarungen der Erdenmuller, waren verschwunden uni hatten bösen, schädlichen unb häßlichen Geistern das Fell Überlasten. In spuckhaften Gestalten, nicht beutlich er J kennbar im wogenden Nebel zogen dieselben durch ben be ; | schneiten Walb unb bie bimmernbe Thalschlucht weh | bem, ber ihnen begegnete! Aber ihr Reich nahte sich ben I @nbe zu. Oft freilich erklingen mittlere Weisen nich immer kommt ber Gott im Sturmwinbe. Wie lieblich. | Musik klingt es um bas einsame Gehöft, rauscht eS büret die Wipfel der Bäume. Denn ist derselbe nicht auch fee- I Meister der Töne, der sanften Harfe und des schmetterndei I

Tagesbericht.

DieNordb. Allgem. Zeitung" weist auf die Erfolge hin, welche der Kohlen-AuSnahmetarif von der Oberschlesi­schen Eisenbahn nach der Ostbahn und darüber hinaus er­zielt, insbesondere auf die Steigerung des Kohlenverkehrs in Ost- und West-Preußen und den Preisrückgang ber englischen Kohle. Die Provinzialbehörden und die Mehr­zahl ber kaufmännischen Corporationen Ost- unb West- preußenS sowie bie Vorsteher-Aemter der Kaufmannschaft von Danzig, Königsberg und Memel seien für die Ver­längerung des Tarifes eingetreten. Dieser Wunsch sei jetzt um so berechtigter, als dadurch zugleich einem großen Theile ber bedrängten oberschlesischen Bevölkerung Gelegen­heit zu Arbeit unb Verdienst gegeben werbe. Die in Folge ber Tarifmaßregel für ben Handel der preußischen See­plätze durch Herabdrückung oder Steigerung ber Schiffs­frachten befürchteten Nachtheile seien nicht eingetreten.

Ausland.

Wie», 15. Decbr. Das Abgeordnetenhaus nahm das provisorische Budgetgesetz an und stimmte dem Vertrage mtt Frankreich hinsichtlich des Armenrechtes zu, ebenso der provisorischen Handelsconveittion mit Frankreich. Das Gesetz betreffs Ermächtigung zur Verlängerung des Han­delsvertrages mit Deutschland wurde nach längerer De­batte unter Ablehnung des Antrages des Abg. Friedrich

Weihimchtm i« alter Lett.*)

Ein Stück deutscher Kulturgeschichte.

Von Oskar Schwebet.

an ben modifizirten Pocken konstatirt worben. ?

Stuttgart, 15. Dezember. Heute früh ist in bem rt Schacht der Saline Wilhelmsglück bei Hall ein Brand n: ausgebrochen; die Mannschaft ist theUS getödtet theils ^l verletzt.|

Schwäbisch-Hall, 15. Dez. lieber feie Katastrophe l in bet Saline Wilhelmsglück werben fotgenbe Details be- n I richtet: Heute früh um 6 Vz Uhr, bevor die Bergleitte, ' 20 an bet Zahl, einfuhreu, verrichteten dieselben in der r I svg. Schachtstube ihr Gebet, worauf bie Vertheilung von Sprengmatetial erfolgte. Hierbei entstaub vermuthlich

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Himmel als e n Gesang kindlichen Glaubensvon ber Rose, bie uns aus bet Wurzel Jesse entsprungen ist."

Doch, wozu ben Segen oes Festes noch beschreiben, nachdem bie alte römische unb bie junge deutsche Kirche ihre begeisterten Hymnen von der Seligkeit bet Weihnachts­tage gelungen hat, nachdem ein Washington Irving, ein Charles Dickens die Macht der Liebe gefeiert haben, welche dies Fest in Menschenherzen für Meuschenhetzen verbrei­tet? Etwas Anderes soll ui}8 beschäftigen, wir wollen versuchen eine Geschichte deS Festes in deutschen Landen zu entwerfen, so gut das eben bei Beschaffenheit des Stoffes und der Quellen möglich ist.

Lange schon, bevor die erste Kunde von feer Geburt eines Weltenheilandes in bie deutschen Wälder gebracht warb, burchtönte dieselben um bie Weihnachtszeit festlicher Jubel. Alle hohen Zeiten unserer heibuischen Vorfahren aber waren Abbilbet von segensvollen, in ber Natur sich abspielenben Vorgängen. Wem konnte daher der FesteS- jubel um diese geweihte Zeit anders gelten, als dem wieder austebenben Sonnenlichte, bessen Kampseszeit, die lange Wintersnacht, nun als beendigt angesehen warb, ba jetzt bie Tage wieber zuzunehmen begannen ? So verschieden­artig FefteSzeit unb Festesfeier bei ben einzelnen Stämmen unserer heibuischen Vorfahren nun auch begangen worben fein mögen, ber Name wenigstens dieses Festes scheint ein gemeinsamer gewesen zu sein: bie Zeit um Weihnachten hieß bieFeier des Sonneurades", denn dies bedeutet das nordische WortJul". Die Zwölften aber, vom jetzigen 25. Dezember bis zum 6. Januar gerechnet, scheinen ebenfalls allgemein bie Höhe ber Festesfeier be­zeichnet zu haben.

Wir besitzen über bas Julfest der Nordgermanen einen

Deutsches Reich.

e Berit«, 15. Dec. Der Bundesrath hält morgen wieder eine Sitzung. Als wichtigster Gegenstanb steht auf der Tagesordnung der Antrag ber Ausschüsse, betreffend den Entwurf eines Gesetzes wegen Abänderung ber Artikel

ijueiaen nimmt dagegen: Ht Expedition d.vlatteS, fowie d-Aunoncen-Bureaux non Th. Dietrich & So. in gaffel unb Hannover; Th. Dietrich in Frankfurt a.M.; haajenstein & Bögler in Frankfurt a. M., Berlin, Eripzig, Cölu rc.; Rudolf Ksge in Berlin, Frank­furt a. M. re.

Anzeigen nimmt entgegen | die Expedition d.vlatteS sowie d.Annoncen-Bureauk von ®. L- Daube & Co. in Frankfurt a. M; Jäger'sche Buchhandlung daselbst; i Hermann'sche Duchhandl.

daselbst; Juvalidendank in Berlin; 88. ThieneS in Elberfeld; E. Schlotte in

O du selige, o du ftÖhliche, gnadenbringende Weih­nachtszeit l Wer vermöchte eS, die Freude und den Segen deiner sonnigen Wintertage, deiner von Kerzenschein er­hellten Nächte erschöpfend zu schildern l So lange eS Dienschenherzen geben wirb, die in geweihter Feftesftunbe einen Zug ber Sehnsucht nach Oben, nach göttlichem Frie­den unb nimmer welkendem Glück empfinden, wird der Lobgesang, der einst auf dem Felde zu Bethlehem erklang, seinen Nachhall finden. Ein Fest der Liebe, wird das Weihnachtsfest die Seelen läutern und reicher machen an unvergänglichen Schätzen! Ein Fest der Hoffnung, wird bet hohe Tag ber Geburt Christi seinen erleuchtenben und ttquidenben Schein werfen, auch in das ärmste, bitter ge­täuschte Herz! Darum haben auch Alle die, welche ein Herz gehabt haben, für ihre Brüder unb deren Noch und Weh, darum haben die großen Helden der christtichen Kirche und die großen Dichter der germanischen Völker uianch' ein begeistert Wort gesprochen von des hehren Festes Weihe und Kraft. Und wenn das Herz kalt ge- tootben im Getreide der Welt, wenn der Frieden Und selbst der Glaube entflohen ist, auch ihm geht wohl ein Licht in der dunklen Seele auf, wenn der Lichterschein am heiligen Abende aus ben Fenstern beS Gotteshauses hinausstrahlt in bie winterliche Nacht unb ber Gesang bes Weihnachtsliedes emporbringt zum stillen, sternenbesaeten

Erscheint täglich außer an den Werktagen nach Sonn- unb Feiettagen. Preis für das Quartal mit ber wöchentlichen Beilage ,,JSustrirteS 8o»UtagSblatt" durch die Expedition (Koch'kche Buchdruckerei) bezogen Mark, durch die Postämter deS Deutschen Reiches 2 Mark 50 Psg. (excl. Bestellgebühr). Jnsertwnsgebühr für di- gespaltene Zelle 10 Pfg. Für in der Expedition zu ertheilende Auskunft und Annahme von Adressen werden 25 Psg. berechnet.

DieKreuzzeitung" hört, baß kein thatsächliches Mo­ment zur Annahme berechttge, bie Reichsmilitärverwaltung werbe ihren nächstjährigen Etat erhöhen. Ein Gleiches gelte von der ReichSmarineverwaltnng, deren Flotten-

Die Nachrichten auswärtiger Blätter Berlin zu berufende Konferenz wegen _

Frage gilt selbstverständlich für mindestens verfrüht. Ein Eingreifen der Mächte in irgend einer Form, wenn die direkten Berathungen zwischen der Pforte und Griechenland ergebnißlos verlaufen sollten, wurde stet» als wahrschein­lich angesehen. Frankreich ist neuerdings weniger eifrig in ber Sache gewesen unb wirb schwerlich auf bie Abtre­tung von Janina au Griechenlaub bringen; bie Westmächte würden andererseits voraussichllich nicht vereinzelt sein. Eine spätere Konferenz, sollte eS dazu kommen, könnte übri­gens wieder in Konstantinopel zusammentreten. In Sachen der Süieiteunung Rumäniens hat man Grund an­zunehmen, daß Deutschland, England unb Frankreich, welche Rumänien bekanntlich noch nicht als unabhängigen Staat anerkannt haben, auch weiterhin vereint hanbeln

früherer Zeit vorhanbenen größeren kommunalen Ver- eii Messungsarbeiten an das genannte Direktorium einzureichen.! al ..... " »t-

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SS : 13, 24, 69 unb 72 ber Reichsverfassung. Außerdem sind 19 von den zur Berathung und Beschlußfassung gestellten

Gegenständen noch zu nennen, die Vorlagen, betreffend den

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