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Marburg, Sonnabend, 20. September 1879
xiv; Jahrgang
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Knuten per Exlrazng nach Hochfelden und dann zu
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Novelle von M- Dobson.
Schluß.
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Amphitheater und das andere nahe dem Bühnenraume Platz nimmt, tragen vorher einige Concertnummern vor. Da die Stadt das Fest den Mitgliedern des Reichsgerichts und deren Angehörigen, sowie den Reichsanwälten und den Anwälten des Gerichtshofes gibt, so wird dasselbe ohne Zweifel wesentlich dazu beitragen, die Familien der in unsere Stadt cinziehendeu Angehörigen des Reichsgerichts mit den beim Abendfeste zahlreich vertretenen einheimischen Familien in bekanntschaftliche Verbindung zu bringen.
Die „Polit. Corresp." meldet aus Konstantinopel: Ein fremdes Individuum, Serbe oder Rumäne, versuchte gestern früh in das Palais des Sultans einzudringen und verwundete die abwehrenden beiden Schildwachen und einen Officier mit Dolchstichen. Der Attentäter wird für irrsinnig gehalten. Der Sultan zeigte keinerlei Aufregung.
Der englische Feldzug gegen die ZuluS in Südafrika ist nun definitiv beendigt; wie Sir Wolseley selbst mehrfach erklärte, beginne der Friedenszustand erst mit der Ergreifung des Königs Cetewayo, der denn auch nach einer mehrwöchentlichen Hetzjagd am 28. August in die Hände des Feindes fiel. Damit ist der Widerstand der Zulus bis auf den letzten Funken erloschen und ihr Land steht zur unbeschränkten Versügung der englischen Regierung; die schon vollzogene Eintheilung des Zulugebiets in sieben von einander unabhängige Distrikte — divide et impera —, deren jeder von einem eigenen Häuptlinge unter der Botmäßigkeit der englischen Regierung regiert werden soll, läßt über die eigentliche Absicht der Letzteren keinen Zweifel mehr zu. Der Krieg ist den Briten übrigens theuer genug zu stehen gekommen und der 7 Fuß lange Elephanteu- zahn, den Cetewayo einst als Zeichen seiner aufrichtigen Friedensgestnnungen in's englische Lager sandte, ist mit englischem Blute schwer genug erkauft worden. Ob die wirkliche oder scheinbare Annexion des Zululandes den Engländern zum Segen gereichen wird, bleibt nach den bisherigen Erfahrungen sehr fraglich. Der Beginn des Zulukrieges fiel übrigens in die Zeit der Beendigung des ersten afghanischen Krieges; das Ende des ZulukriegcS scheint mit dem Beginne eines zweiten afghanischen Feldzuges zusammenzutreffen.
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.li°- „A er ich bin der letzte männliche Erbe meines Namens, 9jl dieser darf nicht mit mir auSsterben, sondern mein 1011 Schwiegersohn muß ihn annehmen, ihn nach mir führen, 8<.1 Ad so der Himmel will, fortpflanzen. Hunderte junger —" Männer würden gern auf diese Bedingung eingehen, meine
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■ 101 Kelches für den Aufenthalt Sr. Majestät in den Reichs-
*4 101 landen festgesetzt ist: Freitag, den 19. d., Morgens^10^
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' 263j wmmen von fünfmalhunderttausend Franken. Dies Ver- 241 Regelt gehört später meiner einzigen Tochter, welche Sie 105-0 Aden und deren Liebe Sie, wie ich weiß, auch besitzen.
*iir sind Sie gleichfalls lieb und theuer und mit Freuden
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blatte» sowie d. Annoncen-Bureaux von ®. L- Daube & Co. in Frankfutt a. M; Jäger'sche Buchhandlung daselbst; Hermann'sche Buchhandl. ♦ daselbst; Jnvalidendant in
Berlin; W. ThieneS in Elberfeld; C. Schlotte in
Bremen.
91’ Godeffroy war im Begriff, dem alten Edelmanne Ä Men Dank und seine Freude auszusprechen, als dieser
- Mndirenden Generals in den Räumen des Officier-Castnos.
Sonntag, den 21. Gottesdienst. Nachmittags 5'/r Diner y beim Kaiser. Montag, den 22., Morgens 8 Uhr 20
Anzeigen nimmt rmgegen: Ht Expedition d.vlatte», sowie d-Annoncen-Bureaur pon Th. Dietrich & Co. in Mel und Hannover; Th. Dietrich in Frankfutt a.M.; haasenstein & Bögler in Frankfurt a. M., Berlin, Leipzig, Cöln er.; Rudolf Neffe in Berlin, Frankfurt a. M. re.
- 15< Einen Monat nach jenen .eben berichteten Ereignissen, — i"den wir den Marquis von Alincourt und Godeffroy in dem Zimmer öes Ersteren wieder, dessen edle Gestchtszüge gi Merklich sich umdüstert hatten. Sein stolzes, rechtschaffenes 71» Herz hatte furchtbar bei jenen schrecklichen Entdeckungen 22- gelitten, welche ihm nur zu sehr die Verworfenheit der ?rau bewiesen, die er einst so geliebt und hochgehalten, 16- ?aB. er i r den unbefleckten Namen seiner Vorfahren. 20.1 verliehen. Seine Liebe zu seiner Tochter hatte, wenn 8 Möglich, seit jenen Ereignissen noch zugenommen, und 172 tiefe Liebe auch veranlaßte ihn jetzt zu Godeffroy zu *4 ff harn >
Erscheint täglich außer an den Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Preis für da» Quattal mit der wöchentlichen Beilage „JllustrtrteS SonntagSblatt" durch die Expedition (Kvch'sche Buchdruck-re,) bezogen 24 Mark, durch die Postämter d-S Deutschen R-ich-S 2 Mark 50 Pfg. l-x-l. Bestellgebühtt. - JnsettionSgebühr für die g-sp-lt-n-Zeil-IOPfg
Für m der Exvedltton zu erthe,lende Auskunft und Annahme von Adreffen werden 25 Pfg. berechnet. ™
Deutsches Reich.
Berlin, 18. Septbr Zur Kaiserzusammenkunft in Alexandrowo wird noch Folgendes berichtet: Aus Anlaß der Zusammenkunft der beiden Kaiser in Alexandrowo ist dem Feldmarschall v. Manteuffel, wie die „Krz.-Ztg." meldet, der Wladimir-Orden I. Klasse verliehen worden. Außer der Verleihung des Schwarzen Adler-Oroens an den Kriegsminister Miljutin wird noch die des Großkreuzes les Rothen Adler-Ordens an den Adjuncten des Fürsten
Sie lauteten:
„Blanche von Alincourt, Marquis Godeffroy von
Alincourt."
Einige Wochen nach dieser Vermählung bettat der alte Joseph Godeffroy's Zimmer. Quer über den Rücken trug er einen Reisesack und seine linke Hand hielt den
wohlbekannten langen Stab.
»Junger Mafia," sprach er beim Eintreten, „ich bin gekommen, um auf immer Abschied von Euch zu
nehmen!"
„Abschied?" wiederholte der junge Marquis. „Abschied, Joseph? — Nein, nein, das kann, das darf nicht sein, denn niemals dürfen wir uns trennen!"
„Das wäre auch mein innigster Wunsch, mein lieber
junger Mafia," entgegnete mit traurigem Lächeln der treue Neger, „dennoch aber muß ich fort, meine Aufgabe hier ist erfüllt! — Ich habe alle seine Befehle vollstreckt, und muß jetzt zu meinen Brüdern nach St. Domingo zurückkehren."
Ungeachtet Godeffroy alle seine Ueberredungskünste anwandte, den Greis an die verflossenen Jahre erinnerte, ihm eine glückliche sorgenfreie Zukunft versprach', ließ dieser sich in seinem Entschluß nicht wankend machen. Und als sein einstiger Schützling ihn vorwurfsvoll fragte:
„Du liebst mich also weniger als Deine Brüder?" ergriff er dessen Hände , drückte sie mit leidenschaftlicher Zärtlichkeit an seine Lippen und Joseph antwortete mit bebender Stimme:
„Nicht meiner Brüder wegen will ich Euch verlassen, Massa — ohne Zweifel haben sie mich längst vergessen — sondern nur Seinetwegen trete ich den weiten Weg nach St. Domingo an! — Dort will ich sein Grab — o!
- 10! Wagen nach Dnnzenheim, wo die Reitpferde stehen. Feld-
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ttnfere verehrten auswärtigen Abonnenten er- ” suchen wir um baldgefällige Erneuerung ihrer Bestellungen auf das mit dem 1. Oktober beginnende vierte Ovartat. Ohne vorherige Bestellung wird von der Post die Fortsetzung nicht geliefert und um vollständige Exemplare zu erhalten muß die Bestellung vor Ablauf des Quartals gemacht werden. — Auf dem Lande nehmen die Postboten Bestellungen an.
Tagesbericht.
Prinz Karl ist in Folge leichter Erkältung am Mittwoch nicht mit dem Kaiser nach Straßburg gereist, wird indessen voraussichtlich Freitags nachfolgen können. Der Großherzog von Mecklenburg-Schwerin ist von Ludwigslust in Berlin eingetroffen und nach Straßburg weitergereist. General Skobeleff ist zur Beiwohnung der Manöver nach Straßburg abgereist. Die französischen Officiere, welche den Manövern bei Danzig und Stettin beigewohnt hatten, haben sich nach Dresden begeben und reisen von dort nach Wien, um den österreichischen Manövern beizuwohnen. Feldmarschall v. Manteuffel hat sich wieder nach Topper begeben und geht dem Vernehmen nach Ende September nach Straßburg. Prinz Ludwig von Orleans (Gemahl der Kronprinzefiin von Brasilien und somit nach brasilianischer Erbfolgeordnung zukünftiger Kaiser) traf in strengstem Jncogmto aus Paris in Berlin ein und reiste nach Breslau. Prinz Peter von Oldenburg, welcher aus Eutin in Berlin eingetroffen war, setzte seine Reise nach Wien fort. ____________
In Nachfolgendem theilen wir das Programm mit,
Manöver an der Lorn, in der Gegend von Hochfelden. Nachmittags 1 Uhr zu Wagen von der Kapelle nördlich von Friedolsheim. Nachmittags Hy Uhr per Extrazug event. von der Ramsbacher-Mühle oder von Hochfelden nach Straßburg zurück. Um 5 Uhr Diner beim Kaiser, Dienstag, den 23., Morgens 8 Uhr per Extrazug nach Hochfelden und bann zu Wagen nach Dunzenheim, wo die Reitpferde stehen. Feldmanöver. Um 1 Uhr zu Wagen aus der Gegend nordöstlich von Gingsheim bis Hochfelden. Um 1 Uhr 40 Minuten von Hochfelden per Extrazug nach Straßburg zurück. Um 3 Uhr Dejeuner dinatoire beim Kaiser. Von Straßburg Nachmittags 4 V2 Uhr per Extrazug über Saarburg nach Metz. Ankunft daselbst 8 Uhr 10 Minuten. Empfang wtz in Straßburg. Logis in der Präfektur. Abends 9 Hr Thee und Zapfenstreich. Mittwoch, den 24., Morgech 11 Uhr, große Parade der 16. Division. NachmitKgs 5 Uhr: Parade-Diner beim Kaiser. Donnerstag, den 25., Besich- tigung der Schlachtfelder von Vionville und Mars la Tour. Morgens 9>/r Uhr zu Wagen über Schloß Fres- caty, Jouy aux Arches, Corney und Noveant bis Gorze. Dejeuner in der Mairie zu Gorze. Von Gorze über Flavigny durch Vionville bis auf die westliche Höhe, dann nach Rezonville und Gravelotte bis zur Ferne Magador und über St. Hubert. Um 2 Uhr nach Metz zurück. Um 5 Uhr kleineres Diner beim Kaiser. Abends 81 * * * * * * *2 Uhr Soiree im Militär-Kasino. Freitag, den 26. Sept.': Abreise von Metz.
Die „Nordd. Allg. Ztg." meldet: Der König bestimmte auf Antrag des evangelischen Oberkirchenraths, daß die erste ordentliche Generalsynode der evangelischen Landeskirche für die neun älteren Provinzen der Monarchie am 9. Ottober in Berlin Zusammentritt.
Die Eröffnung des Reichsgerichts in Leipzig am 1. Ottober wird, wie die ,L. Ztg." mittheilt, mit der Wich- ttgkeit des Ereignisses entsprechenden Festlichkeiten verbunden sein. Nachdem in der Aula der Universität die Eröffnung selbst unter entsprechenden Feierlichkeiten stattgefunden, schließt sich an dieselbe eilt vom Ministerium der Justiz veranstaltetes Festmahl in den Concert- und Ballsaal-Lokalitäten des Gewandhauses an. Die städtische Verwaltungsbehörde giebt im Neuen Theater ein Abendfest, wozu bereits zahlreiche Einladungen ergangen sind. Die gefammten Räume der Bühne und des Parterres werden in einen zusammenhängenden Festraum verwandelt, welcher vom Foyer aus durch den Mittelbalkon auf einer Freitreppe zu erreichen ist. Das Abendfest soll den Charatter einer Assemblee tragen, doch wird derselbe insofern davon abweichen, als man damit auch ein Tanzdivertifiement verbinden will. Die beiden Orchester, von welchen eins im Tochter aber und auch ich, wir geben Ihnen den Vorzug. Willigen Sie also ein, fortan den Namen Marquis von Alincourt zu tragen?
Dieser Vorschlag kam Godeffroy ganz unerwartet, und es trat eine längere Pause ein, ehe er antwortete:
„Herr Marquis, vor kaum einem Monat habe ich den Namen meines Vaters erfahren, den er als braver, tapferer Soldat geführt, und zürnen-Sie mir nicht wenn ich Ihnen erkläre, daß ich nur mit dem Tode diesen Namm aufgeben werde!"
Diese Antwort versetzte den Marquis in die schmerzlichste Bewegung und Aufregung.
Lange schritt er im Zimmer auf und ab, offenbar überlegend, welche Entscheidung er treffen solle.
Endlich blieb er vor Godeffroy stehen, und sagte ihm seine Hand reichend in herzlichem Ton:
„Ich hätte Ihnen wahrlich dieselbe Antwort erhellt, Herr Ollivier! — Dennoch aber darf bet Name Alincourt nicht erlöschen."
Ohne Hoffnung auf ben Besitz seiner angebeteten Blanche, verließ traurig ber junge Mann das Hotel.
Die Sache aber mußte dennoch zur allgemeinen Zufriedenheit entschieden sein, denn nicht gar lange nach der Unterredung der beiden Männer, fand in der Kirche Saint Germain-des-Pres die fülle Vermählungsfeier eines jungen Paares statt, welches nur von dem Marquis von Alincourt und dem schwarzen Bettler, der Jahre lang an den Stufen jener Kirche gestanden, begleitet war.
In dem Kirchenregister waren die Namen dieses sich durch ungewöhnliche Schönheit auszeichnenden Paares zu lesen.
'Arllhr zu Wagen nach dem Paradeplatz westlich von Straß- AUdurg. Morgens 11 Uhr große Parade. Nachmittags l'/2 _llht zu Wagen von Königshofen nach Straßburg zurück. $ Nachmittags 4 Uhr Parade - Diner bei Sr. Majestät. ;; Abends 7 Uhr Besuch des Theaters. Sonnabend, den 2 20. d., Morgens 9 >'4 Uhr zu Wagen nordwestlich von Wolfisheim; Reitpferd bei Musau; um 10 Uhr Korps- - Nanöver in dem Terrain nach Wiwersheim. Nachmittags Z 1 Uhr zu Wagen von Wiwersheim nach Straßburg zurück. 8< Nachmittags 5 Uhr Diner beim Kaiser mit den Spitzen 77 der Civil - Behörden. Abends 802 Uhr Soiree des kom-