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JRarßurg, Donnerstag, 28. August 1879
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Der Gouverneur wandte sich nach Frankreich und den
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gedungen der russischen Blätter etwas anderes als ein prasselndes Feuerwerk zu erblicken.
länglichkeit jeden Vergleich übertraf.
Dieser Neger, Joseph,, war stets an der Seite seines
'<4 gelang, einige oiejer ui ^Elmäßig Engländer waren.
‘rLt .Diese Vorgänge erregten natürlich den Verdacht des ytttn Thierry, der dann das Leben und Treiben seines
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nimmt emgegen: Wredition d.Blatte», X$bJlnnoncen-8uteaui Ijj, Dietrich & Co. in Mel und Hannover; Th. Mzch in Frankfurt a.M.; 'Ciffittein & Vogler in Cm o M., Berlin, Eli}, Mn 2„; Rudolf M, in Berlin, Frank» W fort <l M. ic.
Dealscher Reich.
•* ©erlitt, 26. August. Der Kriegsminister heab» sichtig! sich am 28. d. M. auf einige Tage zu den Cavallerie- manövern nach Schlesien zu begeben, welche am 22. d. M. begonnen haben. — Die Verringerung des Lehr-Jn- fanterie-BataillonS auf die etatsmäßige Stammkompagnie ist jetzt vom Kriegsminister für dieses Jahr auf den 21. September festgesetzt. Ferner sollen nach einer Bekanntmachung des Kriegsministeriums 'nach einer Bestimmung des Kaisers für die Zukunft bei allen Paraden vor dem Kaiser die Jäger- und Schützenbataillone niemals mit anderen Truppentheilen zu einem kombiuirten Regiments- verbande zusammengestellt werden. — Vor dem Rücktritt des Ministers Friedenthal ist aus dem landwirthschaftlichen Ministerium noch eine sehr eingehende Anweisung zur Ausführung des Gesetzes betr. die Errichtung von Landeskulturrentenbanken hervorgegangen und in Gemeinschaft mit den Ministern des Innern, der Justiz und der öffentlichen Arbeiten an die Provinzialbehörden erlassen. Abgesehen von der ausführlichen Erläuterung der Einzelbestimmungen sind besonders die leitenden Gesichtspunkte hervorgehoben: 1) die Beschaffenheit des betr. Gesetzes als eines solchen, welches normative Vorschriften giebt und den Vertretungen der beteiligten Verbände überläßt, je nach den eigenartigen Verhältnissen der Provinzen für die zu errichtenden Anstalten selbständig eine passende Gestalt zu wählen. Von Staatswegen werden bei Genehmignng der Statuten
f Wie der „Köln. Ztg." aus Wien gemeldet wird, ton« n mit dem in Köln eingetroffenen Botschafter in Rom, jnon Haymerle (auf dem Berliner Kongresse dritter
zu leugnen war, daß sie für den kleinen Leonhard eine leidenschaftliche Zärtlichkeit empfand. Er war das Kind des Engländers, für den allein sie ein Gefühl empfunden, das an Liebe streifte, denn ihre anderen Neigungen waren so heftig, wie vorübergehend, und leider sollte sie die Liebe in des Wortes wirklicher Bedeutung nie kennen lernen.
Und dennoch ward sie geliebt — geliebt voll Gluth und Hingebung, denn sie war schön, fast wunderbar schön zu nennen! —
Zur Verstärkung der Besatzung von St. Domingo langte endlich General Leclerk mit einer bedeutenden Truppen- Abtheilung von Frankreich an und brachte als Belohnung für die Umsicht und Tapferkeit, mit der Lieutenant Olivier für die Sicherheit der Colonisten gesorgt, deffen Beförderung zum Copitän mit. Dieser ward dadurch zu noch größerem Eifer angespornt und ost sah man ihn nur von seinem Neger Joseph begleitet in den weitläufigen Plantagen, die damals Port-au-Prince umgaben, umherreiten, ja, er wagte sich sogar in die gcbirgische Nachbarschaft der Stadt, um die Bewegungen der Neger zu beobachten, die sich jetzt zu einem vollständigen Aufftand organifirt hatten. Mehr als einmal gerieth Capitän Olivier dabei in die größte Lebensgefahr und verdankte seine Errettung von einem schrecklichen Tode nur der seltenen Körperstärke und dem unvergleichlichen Muthe seines schwarzen Begleiters.
Dennoch war er stolz auf seine Freiheit, ohne je dieselbe zu beanspruchen, eö genügte ihm, zu wissen, daß er, sobald er wollte, sie erlangen konnte. Er beabsichtigte auch keineswegs, seine jetzige Stellung zu seinem so sehr von ihm geliebten Herrn aufzugeben, da ihm eine Trennung von ihm fast eine Unmöglichkeit dünkte. •
(Fortsetzung folgt.)
| Tagesbericht.
I Aus Berlin vom 26. d. Mts. wird gemeldet: Die feßfürsten Wladimir und Alexis treffen morgen von Mngen hier ein und begeben sich übermorgen zur Ab- Wung von Jagden nach Hubertusstock, von wo sie wieder feer zurückkehren.
nur insoweit der provinziellen Selbständigkeit Schranken gezogen werden, als durch die Wahrung beteiligter Privatrechte und die Solidität im öffentlichen Interesse bedingt wird. Es wird ferner erwartet, daß das LandeS- kullnrrentengeschäft sich der bestehenden VerwaltungSorgani- sation einfügt. Wo landwirlhschastliche Creditanstalten bestehen, empfehle es sich, mit diesen ein Zusammenwirken herzustellen. Es wird sich hierbei in erster Reihe das Taxationsgeschäft der Creditanstalten einfügen lassen. Ein sehr umfassendes und bedeutendes Gebiet für die Wirksamkeit dieser Banken eröffnet sich durch die Licenz des Gesetzes, den Gemeinden, Körperschaften und öffentlichen Genossenschaften ohne Realversicherung die zu gemeinnützigen Verbesserungen des BodenS nöthigeu Geldmittel zu niedrigem Zinsfüße unkündbar zu gewähren. Nicht öffentlichen Genossenschafteil und Privatbesitzern stehe es nach dem Gesetze frei, entweder auf Grund der landwirthschaftlichen Taxen bis zu deren Hälfte ohne Weiteres Credit zu nehmen ober auf Grund einer JnstitutStaxe bis ju 2 3 des TaxwertheS Beleihung zu erhalten oder von den besonderen Vortheilen des prioritätischen Credits bei Drainage-Anlagen Vortheil zu ziehen. Die Lücke des Gesetzes, welche darin zu liegen scheine, daß bei der Berücksichtigung des Mehrwerths bevorstehender Meliorationen bezw. bei der Gewährung von Darlehnen über die Hälfte der Taxe zwar vorher zugesichert, aber erst nach Ausführung ansgezahlt werden, bestehe in Wirklichkeit nicht, denn cs müsse darauf gerechnet werden, daß abgesehen vom Personalkredit solider Grundbesitzer der Provinz vermittelst ihrer HülfSfonds und Darlehenskassen, welche auch dem Personalkredit gewidmet seien, auch ein Vorschubgeschäft auf die zugeschriebenen Landes- kulturrentenbriefe einrichten würde.
Leipzig, 22. August. Am heutigen Tage haben die Herren Geh. Oberregierungsrath Meyer und Geh. Regic- rungsrath v. Mörner aus Berlin mit Oberbürgermeister Dr. Georgi die Georgenhalle besichtigt, für das Reichs-Justiz- amt übernommen und dabei hinsichtlich der für das Reichsgericht bestimmten Räume sowohl als auch bezüglich der Präsidentemvohnung ihre vollste Befriedigung ausgesprochen.
Detmold, 21. August. Der Regierungspräsident Eschenberg ist von Sx. Durchlaucht dem Fürsten zum KabinetSminister mit dem Prädikat „Exccllenz" ernannt worden. Gleichzeitig werden im „Amtsblatt" außer einigen Titelerhöhungen die Ernennungen der neuen Landrichter und Amtsrichter veröffentlicht. Zum Präsidenten deS Landgerichts ist der Obergerichtsralh Dr. jur. Caesar ernannt.
Arolsett, 21. August. Der am 29. Ium d. I. vertagte außerordentliche Landtag der Fürstenthümer Waldeck und Pyrmont trat am 19. d. M. wieder zusammen und nahm in seiner heutigen Sitzung die beiden Gesetzesvorlagen betreffend die Einführung des preußischen Ausführungs- gesetzeö zum deutschen Gerichtsverfassungsgesetze vom 24.
reß - Scene zu denken, in welcher Fürst Gortschakoff russischen College« belastete, um hinterher den Pan- istischen Organen den Mund zu öffnen, welche daö edrungene Zurücktreten der Gortschakoff'schen Präten- en als eine „Ohrfeige" charakterisirten, welche Rußland fangen habe. Und doch befriedigte der Congreß in em Maße den russischen Ehrgeiz in allen seinen legi« Forderungen und setzte dem Revanche-Werke Gort- vffs die Krone auf, indem durch die Rückgabe von arabien die letzte Spur des Pariser Friedens von verwischt wurde. Aber es liegt eben in der Natur Ehrgeizes, daß er mit jedem Erfolge feine Ziele weiter
steckt und diejenigen als seine Feinde behandelt, die eigenen Interessen der fremden Ueberspannnng nicht wollen. Kann indeß die persönliche Verstimmung
011 ioij rmichischer Bevollmächtigter) wegen Uebernahme des 04'> M Mfeuilles des Auswärtigen Unterhandlungen gepflogen, nef 'm ®n Haymerle hegt noch wesentliche Bedenken, doch hofft 53) W bi diese zu überwinden.
an Bord einer Schaluppe gebracht, welche mit Passagieren nach einer der benachbarten englischen Colonien segelte. Diese Großmuth jedoch sollte Herr Thierry bald bereuen.
AIS Hortense Nachricht von der Verbannung des Aufsehers erhielt, überließ sie sich zuerst einem furchtbaren Ausbruch von Schmerz und Wuth und gestand kühn mit thränenden Augen, jedoch nicht ohne alle Scham, daß er ihr Geliebter gewesen und sie daö Pfand ihrer gegenwärtigen Zuneigung unter dem Herzen trage.
Hierauf erfolgte natürlich eilt heftiger Ausbruch von Zorn von Seiten ihres Vormundes, dem sie jedoch hartnäckiges Schweigen entgegensetzte und endlich den Entschluß aussprach, das Haus unverzüglich verlassen zu wollen.
In der ersten Hitze erklärte ihr Herr Thierry, daß er aufhöre ihr Vormund zu sein und ließ sie ziehen.
Für Hortense ging jetzt ein neues Leben an, das ebenso schamlos, wie neu war, denn bei ihrem Reichthum und neuen Grundsätzen, hatte sie in ihrem Alter die Kühnheit, der öffentlichen Meinung Trotz zu bieten.
Ihr Hans ward bald der Sammelplatz jener nichtswürdigen Abenteurer, die zu der Zeit die Kolonien überzogen; sie lebte in fast unerhörtem Glanz und Ueberfluß, fröhnte allen ihren niedrigen Leidenschaften und war stolz darauf, Gegenstand der allgemeinen Verachtung zu sein.
Der Engländer ward bald vergessen, denn seine eigenen Lehren hatten zu gute Früchte getragen. Er hatte in dem Hewett des jungen Mädchens jene beiden schrecklichen Leidenschaften, Selbstfucht und Wollust, geweckt, welche sobald die ©rinnerung an Abwesende ersticken und erlöschen.
Bald nach seiner Entfernung fchentte Hortense de Neuville einem Knaben das Leben, welches Ereigniß indeß nur auf kurze Zeit ihre Lebensweise unterbrach, obgleich nicht
Der schwarze Bettler.
Novelle von M. D 0 b s 0 n.
(Fortsetzung.)
Im Stillen freute sich der englische Aufseher des Ge- ens seiner diabolischen Pläne, welche ihn bereits zum und Besitzer der reichsten Erbin von St. Domingo
Zu dieser Zeit waren auf der Insel schon einige ie Neger - Unruhen vorgekommen und die scharfsichtigen anzcr schrieben diese dem stillen Treiben englischer Emis- 5u- „ .
Auch die „Kreuz-Zeitung", der man in russischen An- tzenheiten eine gewisse Sachkunde nicht absprechen kann, ftrt sich heute über das Verhättniß zwischen Deutsch- ~ . „Die Ausschwei-
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J*h"ebtr6 einer genauen Beobachtung unterwarf und bald Gewißheit erhielt, daß er schon lange einen Verrälher J^Ptobergt habe. In Folge dieser Entdeckung ward Jener
Die „Pvlit. Corresp." meldet aus Konstanttnopel vom 26. d. M., Savfet Pascha würde heute den griechischen Bevollmächtigten mittheilen, daß die Pforte geneigt sei, die GrenzrcgulirungStrace des Berliner CongresseS als Verhandlungsbasis anzunehmen, jedoch den obligatorischen Charakter der betreffenden Congreßprotokolle bestreite. Rußland soll die Regelung der Frage des Kostenersatzes für die türkischen Kriegsgefangenen dringend in Erinnerung gebracht haben.
Der Krieg der drei Republiken in Südamerika scheint in Folge des Vermittelungsanerbietens der Vereinigten Staaten seinem Ende nahe zu sein. Wie aus Philadelphia gemeldet wird, haben die Gesandten der Vereinigten Staaten in Chili, Peru und Bolivia nach Washington berichtet, daß die betreffenden Regierungen eine außerordentliche Con- ferenz abgehalten, in welcher sie das Anerbieten der Vereinigten Staaten freundlich aufgenommen und ans'S Günstigste beurtheitt hätten. Es wird nun zunächst Beschluß darüber gefaßt werden müssen, in welcher Form die schiedsrichterliche Entscheidung vor sich zu gehen haben wird.
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blattet sowie d. Annoncen-Bureaux von ®. L- Daube & Co. in Frankfurt a. M; JSger'sche Buchhandlung daselbst; Hermann'sche Buchhandl. daselbst; Jnvalidendank in Berlin; W. Thienet in Elberfeld; C. Schlotte in Bremen.
einer reellen Gefahr werden? Dars man die kriegerische «stellung der panslaviftischen Presse als eine ernsthafte ihung betrachten?" Die „Kreuz - Zettnng" verneint t Fragen; sie kann sich nicht entschließen, in den Kund-
- - id und Rußland. Sie sagt u. A.:
- im ngen der russischen Presse haben nicht nur dazu gedient, »Vorwand, unter welchem sie den Krieg gegenDeutsch- Z efc predigt, schärfer in'ö Auge zu fassen und seine Fri- 263 slität an's Licht zu stellen, sondern auch die Quelle aller - ffer Anfeindungen in dem unbefriedigt gebliebenen Ehr- % K he des Fürsten Gortschakoff zu suchen, welcher allerdings
A it nöthig hatte, dem PanslaviSmus die Zügel schießen
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>_23 t iuß gegeben. Man braucht nur an jene theatralische
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169! ’Mbarten Colonien um Beistand und Kalo auch langten za§ Gouadeloupe eine Ablheilnng Infanterie an, die unter 86i *8 Kommando des Lieuinants Olivier stand, eines tüchtigen ttsi Wzierö, dessen Anwesenheit die Rebellen schon in Schach hielt. 3 ’’ Lieutenant Oliver brachte von Guadeloupe einen schwar-
' 1 Diener mit, dem er die Freiheit geschenkt und deffen
ärfAeint täglich außer an den Werktagen nach Sonn- unb Feiertagen. Preis für das Quartal mit der wöchentlichen Beilage „JlluftrtrteS SonutagSblatt" durch die Expedition (Koch'sche Buchdruckerei) bezogen 2% Wart, durch die Postämter deS Deutschen Reiches 2 Wart 50 Pfg. (excl. Bestellgebühr). — Jnfertionsgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg.
Für in der Expedition zu ertheilende Auskunft und Annahme von Adressen werden 25 Pfg. berechnet.
46, l lassen, um deutschfeindliche Kundgebungen in's Kraut chen zu sehen. . . . Was aber die persönliche Ver- 1-23# tamung betrifft, welche den PanslaviSmus gewähren läßt, ‘ 1 hat der Berliner Congreß über die Natur derselben,
s>ie über die Methode der Aeußernng hinlänglichen Auf-
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Die Gährung unter den Sklaven nahm indeß zu. ' den Plantagen trieben im Geheimen die Agenten ihr , vertheilten Geld und Spirituosen und betraten 92.?* Hütten der Neger nur, um Verrath und Mord zu predigen.
Es gelang, einige dieser Missethäter zu verhastm, welche