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Potsdam, 12. Mai. Zum ersten Mal seit den ver- hängnißvollen Ereignissen des vorigen Jahres war es heute dem Königl. 1. Garde-Regiment zu Fuß vergönnt, Sr. Majestät vorgeführt zu werden. Als am 3. Mai im Lustgarten die Bataillons-Vorstellung stattfand, war Se. Majestät der Kaiser noch durch ein leichtes Unwohlsein in Wiesbaden zurückgehalten, um so größer war die Freude, als die Meldung kam, daß Allerhöchst derselbe, der Regi­ments-Vorstellung persönlich beizuwohnru gedenke. Schon bald nach neun Uhr marschirten die Bataillone auf das Bornstedter Feld, um dort Aufstellung zu nehmen. Außer den unmittelbaren Vorgesetzten, dem Brigade-Commandeur General Bronsart v. Schellendorf, dem Divisions-Comman- deur Generallieutenant v. Pape, dem commandirenden Ge­neral Prinz August von Württemberg erwarteten sämmt- liche Offizier-Corps der Garnison, sowie eine große Anzahl Berliner Generäle und Offiziere, dann auch die zu den Frühjahrs-Besichtigungen hcrkommandirten königlich bayeri­schen Offiziere am Fuße des RuiuenbergeS die Ankunft des Kaisers. Einige Zeit vor demselben traf Se. König­liche Hoheit der Prinz Friedrich Karl auf dem Bornstädter Felde ein. Kurz vor 11 Uhr erschien der Kaiser zu Wagen von einer zahlreichen Zuschauermenge freudigst ehrerbiettgst begrüßt. Er stieg sofort zu Pferde und sprengte in kurzem Galopp vor die Front des Regiments, die er dann im Schritt entlang ritt. Hierauf folgte der Vorbeimarsch desselben in Kompagniekolonnen, worauf die Bataillone Manöverübungen hielten, deren Einzelheiten zu verfolgen dem entfernteren Zuschauer leider die fast uner­trägliche Menge aufwirbelnden Staube- unmöglich machte. Allgemein äußerte sich die Freude über das treffliche Aus­sehen und die rüsttge Haltung deS theuren Kaisers. Seine Majestät begaben sich von dem Bornstädter Felde zu Wagen unmittelbar nach Babelsberg.

Dresden, 10. Mai. Die „Dresd. Nachr." melden: „Auf Antrag deS Abgeordneten Günther-Sachsen und unter­zeichnet von den sächsischen Abgeordneten Richter - Tharand und Dr. Frege, sowie einer großen Anzahl bayerischer und preußischer Landwirthe ist der Antrag beim Reichstage ein­gegangen, den Zoll auf Roggen, der jetzt mit 25 Pf. vom Gentner vorgeschlagen ist, auf 50 Pf. zu erhöhen und damit dem vorgeschlagenen Zoll auf Weizen gleichzustellen." — Von hier schreibt man: Eine im nahen Blasewitz aufhälllich gewesene russische Familie mit hohem Titel ist nach Verübung großarttger Betrügereien von dort ver­schwunden. Viele Private und Geschäftsleute wurden um namhafte Summen geschädigt. Die Polizei setzt alle Hebel in Bewegung, um der Flüchtlinge vor dem Ueberschreiten der russischen Grenze habhaft zu werden, leider ohne Erfolg.

Baden-Bade«, 12. Mai. Ihre Majestät die Kaiserin ist Nachmittags 1 Uhr 45 Minuten nach Koblenz ab­gereist.

Stuttgart, 12. Mai. Der „Staats-Anzeiger" meldet: die Vermählung des Herzogs Georg von Leuchtenberg mit der Prinzessin Therese von Oldenburg hat gestern in Ge­genwart der Majestäten und des Hofes programmmäßig stattgefunden.

Müache«, 10. Mai. Herzog Adolf von Nassau kam heute von Wien hier an und setzte nach eingenommenem Frühstück am Bahnhofe die Reise nach Stuttgart fort. — Die „Nürnb. Presse" berichtet: „In der Angelegenheit des Secondelieutenants R. Frhr. Schenk von Geyern ist nunmehr das VerweisungSerkenntniß erlassen worden. Nach demselben ist der Herr Lieutenant 66 einzelner Verbrechen des Mißbrauch- der Dienstgewalt und der Mißhandlung von Untergebenen angeklagt, worunter einzelne wahrhaft krasse Begebenheiten; auch mehrere seiner Untergebenen hat Frhr. Schenk von Geyern in eine recht fatale Lage gebracht; seinem Befehle gehorchend haben sie ihrer Pflicht zuwider sich ebenfalls zu Mißhandlungen hinreißen lassen und sind nun gleichzeittg mit ihm mehrere Unterofficiere wegen je 20, 17 und 6 einzelner Reate vor das Militärbezirkszericht Würzburg verwiesen. Der Tag der Verhandlung ist noch nicht festgesetzt, dieselbe wird jedoch längere Zeit in An­spruch nehmen, da fast der ganze Präsenzstand der 7. Com­pagnie zur Zeugnißabgabe wird geladen werden."

AllSliwd.

Ro«, 12. Mai. In dem heute gehaltenen Consisto- rium wurden zu Cardinälen ernannt: Fürstbischof Fürsten­berg, die Erzbischöfe Haynald, DeSprez und Pie, die Pro­fessoren Pecci und Hergenröther, Pater Newman, der Do­minikaner Zigliera und zwei Bischöfe. Ferner wurde ver­kündet die Ernennung von elf Bischöfen in Italien, zwei in England, zwei in der Türkei, Forlani's zum Bischof von Cattaro und von sechs Bischöfen in partibus infide- lium. Die neu ernannten Cardinale leisteten den vorge­schriebenen Eid.

Paris, 12. Mai. Die Journale glauben im allge­meinen an keine Krisis ehe die betreffenden Fragen vor die Kammern kommen. — Die „Republique franyaisr" möchte den Sturz des Ministeriums vermieden sehen, weil ste nicht sicher ist, daß ein anderes Ministerium es besser ge­macht haben würde. DaS Blatt bemerkt, das gegenwärtige Cabinet stehe mit seinen Anschauungen in der Mitte der Majorität von beiden Kammern und mit diesen Majori­täten müsse regiert werden.

Loudoa, 12. Mai. „Times" meldet aus Gundamuk vom 11. d. M.: Cavagnari überreicht Jakub Khan ein Schreiben des Vicekönigs von Indien, adressirt an den „Emir von Kabul", wodurch Jakub Khan als faktischer Herrscher von Afghanistan anerkannt wird.

Petersburg, 12. Mai. Nachrichten aus Perm zufolge brach in Irbit am Freitag Abend bei starkem Winde eine Feuerbrunst aus, wodurch der beste Stadttheil zerstört wurde. Der Schaden ist sehr groß.

Petersburg, 10. Mai. Der Correspondent der..Köln. Ztg." schreibt derselben: Gestern Abend sandte ich Ihnen ein direktes Telegramm, welches die Auffindung einer ge­heimen Druckerei behandelte. Ich vermuthe jedoch, daß die Censur ihre schwarze Hand daraus gelegt hat und nicht viel davon in Köln angekommen sein mag. sDas Tele­gramm ist uns in der Thal nicht zugegangen.j Ich wieder­hole hiermit demnach den Inhalt ausführlich. Am Mitt­woch Nachmittag gegen 4 Uhr wurde im Hause Barry in Jomaclowski Polk eine geheime Druckerei aufgefunden und etwa 7000 Exemplare der neuesten Stummer von Land und Freiheit, die noch nicht erschienen war, mit Beschlag belegt. Man war durch folgenden Umstand aus die Spur dieser Revolutionsdruckerei gekommen. Die letzte Nummer von Land und Frecheit zeichnete sich durch besonders guten und sauberen Druck au« und man erkannte sofort, daß derselbe mit ganz neuen Typen hergestellt sein müsse. Ein - Sach­verständiger, der zu Rache gezogen wurde, erklärte, die Typen wären in dem weit und breit bekannten Groß­handelshause für typographische Erzeugnisse „Franzmark" gekauft worden. Dorthin begab man sich und forschte nach, wer zuletzt Buchstaben der und der Gattung eingetauft habe. Dieses war bloß vom Ministerium der Wasser- und Wegecommunicattonen aus geschehen; in diesem Mini­sterium wurde nun die Druckerei einer genauen Unter­suchung unterworfen und der Chef derselben, Herr Böhnke, ein Preuße von Geburt, scharf vemommen. Es ergab sich, daß viele Typen der Druckerei abhanden gekommen waren, und eine Haussuchung bei sämmttichen Detzem ergab, daß im Hause Barry neben Dem Ministerium, woselbst 8 bis 10 Setzer wohnten, die geheime Druckerei sich befand. Die Setzer waren Nihilisten und wurden sogleich festgenommen. Die Zeitung Land und Freiheit ist stets mittels Bürsten­abzugs geschaffen worden, wovon man sich bald überzeugen konnte. Große Maschinen und dergl. hat man natürlich auch im Hause Barry nicht vorgefunden. Herr Böhnke, der von feinen Setzern bestohlen worden, ist durch diese Geschichte in keine geringe Verlegenheit gebracht, doch ist dieser Herr hinlänglich als loyaler und gewissenhafter Mann bekannt und es werden ihm demnach aus der Sache keine weiteren Unannehmlichkeiten entstehen. Ich will hier noch­mals die Bemerkung einflechten, daß die Damen Botkin und Philosophow sich wieder auf freiem Fuße befinden und nicht im geringsten compromittirt sind. Unter den heutigen Zeitverhältniffen, wo man sogar einen Neffen Surow'S festsetzt und zwar auf einen bloßen Verdacht hin, würde man auch mit den Gattinnen von Leibärzten u. s. w. ver­zweifelt wenig Umstände machen. Wie ich vernehme, ohne mich indessen für die Nachricht verbürgen zu wollen, sollen heute, am Sonnabend, oder übermorgen am Montag, jene 5 Soldaten aufgehäugt werden, die aus dem letzten Proceß bekannt sein dürften. Es waren dies 2 Unterofficiere, 1 Gefreiter und 2 Gemeine, bei denen mau Dchriften ver­brecherischen Inhalts vorgefunden hatte. Die Todesstrafe düntt mich für ein solches Vergehen denn doch ein wenig zu hart, obgleich ich wohl zugestehen will, daß man für das Militär in ähnlichen Fällen weit härtere Strafe« als sonst zur Anwendung zu bringen gezwungen ist.

Heßnl'Skffiul.

Marburg, 13. Mai. Aus Berlin wird uns mitge- theilt: Schrittweise rückt die Justizorganisation, welche be- rettS in dem Reichsgerichte ihre feste Spitze erhalten hat, vor; bis zu ihrer Vollendung aber wird voraussichtlich noch der ganze Monat verfließen, wenigstens fo weit es die preußischen Richterernennungen betrifft. Die Königliche Ordre, betreffend die Richter im Allgemeinen ist zwar voll­zogen, die Ausführung der Bestallungen aber noch in weitem Rückstände. Mit der Kaiserlichen Unterschrift ver­sehen und zum größten Theil schon an die Betheiligten ausgeferttgl sind die Patente für die Präsidenten der Oberlandesgerichte und und der Landgerichte ferner für die Senatspräsidenten und für die Staatsanwälte bei den oberen Gerichten. Außerdem hat das Verzeichniß der in den Ruhestand zu versetzenden Appellrichter, vierundachtzig an der Zahl, bereits die allerhöchste Sanktion erhalten. Dagegen steht noch aus die Bestätigung der Patente für die ersten Staatsanwälte bei den Landgerichten, ferner sind die bezüglichen Dokumente für die Mitglieder der Ober- landesgerichte noch nicht einmal an allerhöchster Stelle ein­gereicht, da ihre Ausfertigung in vielen Fällen nicht eher möglich war, als bis.die Ernennungen der Präsidenten und der AbtheilungSchefs vollzogen waren. _ Selbstverständlich treten hinter diesen die Bestallungen für die Land- und die Amtsrichter noch zurück, zumal die Ausfertigung der Dokumente durch chre Massenhaftigkeit allein besonder- zeitraubend ist. Während die Patente für die Reichsrichter vom Reichskanzler gegengezeichnet waren, tragen die Be­stallungen für die preußischen Richter unter dem Kaiser­lichen Namenszuge die Unterschrift des Justizministers Dr. Leonhard.

Marburg, 13. Mai. Die nächste Sitzung des Ge­schichtsvereins wird diesen Freitag, den 16. d. M. statt- finden. Herr Archivar Dr. Reimer wird einen auf genauen Specialstudien beruhenden Vortrag über Landgraf Wilhelms IV. französische Politik halten, worauf wir unsere Leser hiermit besonders aufmerksam machen.

>en roh

Forts'

Marburg, 13. Mai. Der sog. falte Frosch tourbt ht twtl gestern von den Herren Gebr. Seidel, wie man hört, z„, größ M. 16,000 angekauft und sollen dieselben eine Fabrikat chen.

läge daselbst beabsichtigen.

Marburg, 13. Mai. Von dem Schloßthurme ließbwiffe gestern Abend zum erstenmal in diesem Jahre unser bt- it kannter Trompetenvirtuos seine lieblichen Weisen ertöne«, —— wenn sie ein Frühlingsgruß sein sollten, dann wünsche, wir vor Allem, daß ihnen der Frühling auch endlich Gehör

auf die Dauer schenkt.

Kassel, 11. Mai. Der Bau des neuen Regierung-^ v.

und Gerichtsgebäudes hat gestern wiederum ein Opfer ge- «führ» fordert. Beim Anbringen eines schweren steinernen Fenster-1 Sabal sockels waren die dabei beseitigten Leute nicht im Staubt, i, font diesen zu halten und so fiel derselbe einem unten stehende, rden m Arbeiter mit solcher Wucht auf die Brust, daß alsbal! inten n der Tod des Bedauerlichen dadurch herbeigeführt wurde die V

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sich deshalb empfehlen, auf einen Vorschlag Hinzuweisei den Herr Landrath Rohde zu Kirchhain schon vor mehrere i. Lebei Monaten gemacht hat, und den die verschieomstm Blaw «ischen

des Stanoesbeamten in Helmarshausen hat der jetzige Bei mg, vei geordnete Kaiser daselbst und die Stellvertretung des Stande» £n P beamten in Mittelbuchen der jetzige Beigeordnete Philipp Em Bart, d mel daselbst übernommen. — Die betr. drei früheren Steil idustrie Vertreter sind ans dem Gemeindeamte ausgeschieden, r »hl schl Dem bisherigen Vermessungsgehülfen Georg Bastian z »den u Witzenhausen ist die Verwaltung der Wasserbau-Auf seh« » Hebei Stelle des dasigen Kreises provisorisch übertragen wordei ihre gi — Der praktische Arzt Dr. mad. Carl Manuel hat seine kft Bi' Wohnsitz von Burghaun nach Geisa verlegt. — Dei ge. — Apotheker E. C. L. Klein aus Conitz ist die Concessio I die zur Führung der Apotheke in Gemünden ertheilt wordei ffetzes ' — Der Kaufmann Carl Götze zu Felsberg ist an SteM Erni des Bürean-Gehülfen Grebe daselbst mit der Stellvertt^ Die tung des Polizeianwaltes bei dem Königlichen AmtsgeriWvchum

unseres Lande» warm befürwortet haben. Der betreffend Vorschlag ging dahin, bei Gelegenheit Der goldenen Ho<s «filier

zu Felsberg für Verhinderungsfälle beauftragt worden.

Treysa, 8. Mai. Durch wohlthätige «Stiftungen mH—

denen «Sammlungen erwartet werden können. Um unti Wtrläfj diesen Umständen die besten Erfolge zu erzielen, möchte i »d eine ........ - " Göt

dem Wunsche unseres Kaisers und unserer Kaiserin bi

Tag der goldenen Hochzeit derselben zu verherrlichen, frei Ber zen sich augenblicklich die verschiedensten Vorschläge. H» »gerem wird zu dieser, dort zur Theilnahme an jener schönen ui Yenthü an sich der Unterstützung sehr werthen Sache freund» 1 Gern eingeladen. Leider sind aber die Verhältnisse der Bevölki t Jahr rung unseres Landes augenblicklich, man denke nur an bi trauf sc Noth im Spessart, nicht derartig, daß bei aller Liebe gegt csponder unser verehrtes Kaiserhaus große Erfolge von den versch« । eine 2

Dem Vernehmen nach hinterläßt der Verunglückte Frai nRedn und zwei Kinder. — Der hier wohlbekannte Restaurateui l aber Ritter, der zuletzt die Bahnhofs-Restauration zu Loll« ebner l< hatte, machte seinem Leben durch Ertrinken in der Lah, richt di ein Ende. Traurige Vermögensverhältnisse sollen benftlba r Borlc zu diesem Schritte veranlaßt haben. (H. M.) teuer. -

— (Personal-Ehronik.) Ernannt sind zu Gr «iGed richtS-Assessoren: die Referendare Dr. jur. Kähne und Dr tersucht jur. Born; zu Referendarien: der Rechtskandidat Funk; zu Ge- othwent richtsbotrn: die Militair-Anwärter Dippet bei dem Kreis t fordei gericht in Kassel und Windemuth bei dem AmtSgerich «hsteue in Melsungen; Pensionirt ist: Amtsgerichtsbote Peter ti f. — U Fronhausen zum 1. August d. I. — Seine Majestät de h gegen König haben dem Landrath Schantz zu Rotenburg bei tigt nc Rothen Adler-Orden 4. Klasse mit dem Abzeichen rü tauten, Jubilare zu verleihen geruht. — Zum Stellvertreter de ichsteue Standesbeamten in Großenlüder ist ber jetzige Beigeorbnet erlagen, A. Otterbein daselbst ernannt worben. Die Stettoertretun »tzsche

zeit unserer Kaiserpaares Fond« zu sammeln, welche bfl «Ms N Diakonissenhause zu Treysa die Möglichkeit gewähren soll« ie Kam seine Kräfte in freierer Weise als bisher zu entfalt« Aus Mancherlei spricht für dieses Verfahren: 1) Bei dem groß» ArbeitsselDe des Diakonissenhauses würbe das HessenlaH und nicht nur eine einzelne Stadt ober ein einzelner Ärif den Nutzen dieser Stiftungen genießen. 2) Wäre in b# verschiedenen mit dem Diakonissenhause verbundenen AP statten reichlich Gelegenheit zu besonderen Stiftungen gf boten. Wer für Beamte etwas thun will, könnte im graue# stift Jesberg etwa eine „Kaiserin Augusta Freistelle" sV unversorgte Töchter oder Witwen von Beamten junbirt# Wem die Jugend am Herzen liegt, könnte „Kaiser WilhelH oder Kaiserin Augusta Freistellen" in dem ErziehungShaH für verwahrloste Mädchen gründen Helsen. Wer sH Kranke sorgen will, könnte dazu beitragen, ein Freibett auf zurüsten, für welches schon lange Zeit gesammelt wird we da» nach dem Wunsche des hohen Gönners, welcher bf ersten erheblichen Beitrag für dasselbe geschenkt, „Kai« Wilhelm Freibett" heißen soll. Endlich bietet auch « Mägdeherberge in Kassel, verbunden mit einer MägdeH

ziehungs- und einer Kleinkinderschule ein wette» Feld duWammti milde Stiftungen für die Nothleidenden unseres Volkes «Mmer i sorgen. Und sollte man Werth Darauf legen, baß eine ff* überj sondere Anstalt in unserem Lande fortan zu Ehren System 11. Juni den Namen unsere- Kaisers ober unserer KaiseMhnet. trüge, dann würde eine der obengenannten Anstalten »Miforni hoher Bewilligung den Namen Kaffer Wilhelm ober jetzt ferm Augusta-Stift beigelegt werden können, vorauSgeseMern ai daß sie soweit unterstützt würde, daß sie es mit GW*® Dot wagen könnten, einen solchen Namen anzunehmen. kurz großer, wenn nicht der größte Nutzm, würde aber bei diefvohgau Verfahren darin liegen, daß alle- einkommende Geld Man nn die Nothleidenden selbst verwandt werben könnte, und DWbeiter