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JKatÖurg, Sonnabend, 10. Mai 1879
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g zu überweisen; 2. die Vorlage Nr. 136 (die Bern ng und Nachbesteuerung des Tabaks betreffend) einer mmission von 21 Mitgliedern zur Vorprüfung zu Übergen; 3. einer weiteren Kommission von 28 Mitgliedern lgende Positionen des Zolltarif-Entwurfes zur Vorbera- ng zu überweisen: Position 2. Baumwolle rc., Position • Droguerien rc., Position 10. GlaS rc., Position 21.
r und Ledcrwaaren/ Position 22. Leinegarn u. s. w., sttion 30. Seide und Seidewaaren, Position 38. Thon- en ic., Position 41. Wolle ic. Maaren; 4. alle übrigen onen des Tarifs, die §§. 1—5 des Gesetzentwurfes, Tarif betreffend, und die Vorlage Nr. 135 (wegen Er- ng und Erhöhung der Brausteuer) der Berathung im um ohne kommissarische Vorberathung vorzubehalten. Die freie volkswirthschaftliche Vereinigung hat gestern r Beginn der Plenarsitzung des Reichstages beschlossen, ich nach Eingang des Antrages von Benda, Lasker, von nigsen (vergl. oben) an dem Antrag Löwe bezüglich der ge- Wlichm Behandlung der wirthschaftlichen Vorlagen fest-
Die „Polit. Correspondenz" meldet aus Konstantinopel vom 8.: General Obrutschesf ist in Philippopel eingetroffen. Es gilt für wahrscheinlich daß die Pforte von der Besetzung von Burgas und Jchtiman zeitweilig abschen werde. — Aus Tirnowa, 8. d., wird der „Pol. Corr." gemeldet- Die russischen Instructions-Offiziere haben Befehl erhalten, unverzüglich zu ihren russischen Truppenkörpern einzurücken. Die in der bulgarischen Miliz verbleibenden Offiziere müssen ans der russischen Armee austreten.
Eisenbahnamts, Geheimen Ober-Regierungs-Rath Körte al« eventuellen Vertreter des Vorsitzenden, sowie den Geheimen Regierungsrath Dr Schulz zu Mitgliedern dieses Ausschusses ernannt. Als Vertreter der preußischen Mitglieder werden die Herren : Geheimer Ober-Regierungs Rath Krafft (Reichs-Eisenbahn-Amt) und Geheimer Regierungs - Rath Fleck (Ministerium für öffentliche Arbeiten) fungiren. Bayern ernannte den General-Direktor der Königlich bayerischen Verkehrs-Anstalten, von Hocheder, Württemberg für den designirten, aber erkrankten General-Direktor der Königlich württembergischen Verkehrs-Anstalten, v. Dilleninö, den Gesandten Freiherm v. Spitzemberg. Baden den General- Direktor der Staatsbahnen, Eisendecher, Sachsen den Geheimen Finanz - Rath Hoffmann, Oldenburg den Staatsrath Selkmann. Hessen hat noch keine Anzeige gemacht.
An der gestern in Berlin hier stattgehabten Vorberathung in Betreff der Einberufung des Städtetages zur Berathung über die Getreidezölle nahmen Delegirte von Berlin, Kiel, Stettin, Elbing, Danzig, Königsberg, Thorn und Stralsund theil. Es wurde beschlossen, den Städtetag auf den 19. Mai nach Berlin einzuberufen und die Magistrate und Stadtverordnetenversammlungen dazu einzuladen.
tarif« bei Ermäßigung der Textil- und Eisenzölle nicht zu zweifeln. Dagegen ist der scharfe Ton bezeichnend, in welchem nationalliberale Blätter die Rede des angesehenen Parteiführers besprechen. So konstattrt die „Weserztq " den Widerspruch eines TheilS der Partei gegen Bennigsen und hört sogar die Waffen klingen, mit denen alte Freunde sich in heftigen Kämpfen messen würden. Diese Notiz bildet eine merkwürdige Illustration zu der so lange festgehaltenen Annahme, daß von einer Spaltung in der Partei nicht die Rede sei. Bedeutungsvoll ist auch in der Rede Bennigsens die Aeußerung über konstitutionelle Garantien Der Redner gesteht zu, daß der Reichstag ein Einnahme- bewllligungsrecht nicht hat, sondern stellt nur fest, daß in der jährlichen Bemessung der Matrikularbeiträge eine Bürgschaft der Sparsamkeit gelegen habe. Danach würde es sich bei der Forderung der konstitutionellen Garantien nicht lediglich um Bürgschaften gegenüber der Regierung, sondern auch um solche gegenüber künftigen Reichstagen zur Sicherung sparsamer Ansgabewilligung handeln. Dasselbe hat der Reichskanzler im vorigen Jahr einmal gesagt; die Hauptsache ist, daß Bennigsen auch in dieser Beziehung an einer Verständigung nicht zweifelt. — Gestern am 7. d. M., Mittags 2 Uhr, war unter Vorsitz des Staatsminister Hoffmann der Bundesrath im Reichskanzleramt zu einer Besprechung versammelt. In derselben ist man bei der großen Menge an Gesetzentwürfen, welche dem Reichstag letzt schon vorliegen, übereingekommen, den Gesetzentwurf über den Strafvollzug in dieser Session nicht mehr einzn- bringen. In der am 22. April abgehaltenen 6. ordentlichen Generalversammlung der versicherten Mtglieder der Lebensversicherung und Marine wurde der Rechenschaftsbericht für 1878 genehmigt und Decharge ertheilt. Als nächster Aufnahmetermin wurde der 1. Juli bestimmt Anmeldungen werden bi« zum 15. Juni angenommen. — Nach einer Nachweisung über die bei den Reichstelegraphen- anstalteii im ersten Vierteljahr 1879 vorgekommenen Veränderungen wurden 229 Anstalten mit beschränktem Tagesdienst neu eingerichtet, darunter 92 mit Fernsprechern, aufgehoben wurde 1 Anstalt, sonstige Veränderungen sind zu bezeichnen bei 8 Anstalten.
Mtimugtv, 5. Mai. „Daß man hiermit ziemlicher Sicherheit auf den Wegfall der Matrikularbeiträge rechnet geht daraus hervor, daß die betreffende Position aus dem Etat auf die Jahre 1880/81 weggeblieben ist. Die Regierung erklärt ausdrücklich, daß nach den Reichstagsverhandlungen der Abfall solcher Beiträge gehofft werden kann." Etwaiger weiterer Bedarf, besonders fürs 1. Quartal 1880, soll aus den bereiten Cassabeständen gedeckt werden.
Darmstadt, 8. Mai. Prinz Alexander von Battenberg hat «feine Reise nach Livadia heute Vormittag lli/2 angetreten. — Derselbe erhielt vor seiner Abreise vom Großherzog das Großkreuz des Ludwigsordens.
„O Maurice!" rief da< Mädchens, und die Thränen ttaten ihr in die Augen und ihre Stimme zitterte. wünschte ich könnte Euch helfen."
Der junge Mann blickte in ihr erxöthendes Gesicht, ergriff ihre Hand, drückte einen Kuß darauf und sprach: „Kachleen, wenn ich ein Mörder wäre, wie sie behaupten, — ich würde e« nicht wagen, Dich so zu berühren Vergib mir, es ist der Kuß eines sterbenden Mannes, obwohl ich — Gott weiß eS! — einst hoffte —"
„Sttll!" flüsterte da« Mädchen.
Aus dem Thal drangen verworrene Stimmen und Pferdegetrappel zu ihnen herauf.
»Das sind meine Verfolger!" sagte (Sonnet hastig. „Um GotteS Willen, Kachleen, zeige mit einen Weg, ihnen zu entnommen!“
„Verzweiflung-voll sah das Mädchen sich um. „Was soll — wa« kann ich thun?" ,rief sie. Da fiel ihr Blick auf das Bündel frisch gewaschener Kleider, da« sie der kranken Arbeiterfrau, Mary Kelly bringen sollte.
»Hier!" sagte sie. „Zieht daS an — schnell! E« ist das Einzige, wa« Ihr thnn könnt, und ich höre sie den Berg heraufkommen. Um Gottes Willen, beeilt Euch!
3n weniger als einer Minute war die Verwandlung geschehen. Der lange Rock deckte seine Füße ein schwerer brauner Mantel verbarg seine Gestalt, und Kachleeii« mächtiger Sonnenhut ließ daS Gesicht in feiner dunklen Tiefe fast verschwinden.
„Wie gut, daß ich mich gestern rafirt habe", bemerkte Eonnor mit einem Anflug von Humor inmitten der Schrecken seiner Lage.
„Still! Nehmt da« Bündel da untern Arm — Ihr feib meine Muhme Ellen — letzte Woche zu uns gekom-
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U$U ^»Was mag das nur sein?" fragte sie sich, stehen blei- um zu lauschen. „Es ist nicht die Kirchenglocke, und Vt der giebt es nur noch eine in Cowerley, das ist die otenglocke im Gefängnißthurm. Vielleicht Feuer —" . einem leisen Aufschrei prallte sie zurück, denn dicht ^chr lag ein gewaltiger Felsblock im Wege, und hinter wn tauchte eine schattenhafte Gestatt, durch den Nebel A 6 Uebermenschlichen vergrößert, auf und glitt bann blitz- unb geräuschlos quer über den Pfad. Bei ihrem schrei hielt dieselbe inne und kam dann langsamer auf
Unter Vorsitz des Staatsministers Maybach tritt am ttbenuK.^0* bet außerordentliche Bundesraths-Ausschuß behufs d & Umarbeitung eines Gesetzes zur Regelung des Güter-Tarif- r, Ans auf deutschen Eisenbahnen zusammen. Preußen hat —i« 5er bem Minister Maybach den Vorsitzenden des Reichs-
gnjtigen nimmt entgegen: »ft Expedition d.vlatte», sowie d.Annoncen-Bureaux srn Th. Dietrich & Co. in staffel und Hannover; Th. Dietrich in Frankfurt a.M.; Haasenstein & Bögler in fcanlfurt a M., Berlin. Leipzig, Cöln rc.; Rudolf Rosse in Berlin, Frankfurt a. M. ic.
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Anzeigen nimmt entgegen: die Expedition d. Blatte« f owie d. Annoncen-Bureaux von G- L- Daube & Co. in Frankfurta.M; Jäger'sche Buchhandlung daselbst; Hermann'sche Buchhandl.
Deutsche» «eich.
*» Berltu, 8. Mai. Die Provinzial-Correspondenz, welche sich heute neben der Mittheilung der Rede des Reichskanzlers auf eine kurze Uebersicht über die erste Lesung der Wirthschaftsvorlagen beschräntt und dabei eine Gruppirung der Reichtagsfraklionen nach ihren Stell ungen zu den Vorlagen versucht, knüpft an die Rede von Bennigsen folgende Bemerkung: „ Durch die Kundgebung des angesehenen Führers der gemäßigt liberalen Partei, welche den Höhepunt der bisherigen allgemeinen Berathung bezeichnete, ist in der Thal die Hoffnung auf einen erfolgreichen Verlauf und Abschluß der wichtigen Verhandlung wesentlich erhöht worden." Daß diese Auffassung der Rede Bennigsen« auch auf gegnerischer Seite vorherrscht, bekundet ein Telegramm der „Frankfurter Zeitung", des Inhalts: „Nach Bennigsens heutiger Rede ist an dem Zustandekommen des Zoll-
Kathleen's Herz pochte laut vor Angst, denn jetzt erkannte sie deutlich die Gestalt eines Mannes, der barhaupt und nur halb bekleidet, mit bleichem Gesicht und einem eisernen Ring an dem einen Handgelenk tragend, dicht vor ihr stand.
„Fürchte Dich nicht", redete dieser sie jetzt an. „Du bist eine Frau, und Frauen sind stet« bereit, Unglücklichen ZU helfen. Sieh da, das ist ja Kachleen Bryan, Laxrin Bryan'S Schwester!" fügte er hinzu.
»Ja, die bin ich", entgegnete das geängstigte Mädchen.
„Und ich bin Maurice Coniyor."
Jetzt erkannte sie ihn wieder, den hübschen, fleißigen jungen Mann, den sie so oft mit ihren Brüdern bei der Arbeit gesehen hatte. Seit zwei Monaten jedoch war sein Name in Aller Munde als der de« Mörders von John Parker, eines Agenten des Eisenwerkes und letzte Woche war er schuldig befunden und zu lebenslänglichen Zuchthaufe verurtheitt worden, ttotzdem der allgemein beliebte junge Mann bi« zum letzten Augenblick seine Unschuld versichert und fast Alle, außer den Richtern und Geschworenen, davon überzeugt hatte.
„Kathleen", fuhr Connor hastig und sich wiederholt umschauend fort, „kannst und willst Du einem schuldlos Verurtheitten helfen? Vor ettichen Stunden bin ich au« dem Gefängniß entsprungen, Du hörst die Alannglocke — Alles wird nach mir fahnden. Giebt es keinen Ort da herum, wo ich mich auf ein paar Tage verbergen könnte?"
„Ich wüßte keinen; und dann werden sie jeden Busch, jede Höhle durchsuchen —"
„Wahr!" sagte Connor. „So bleibt mir nicht« übrig, al« ein Sprung vorn Felsen in da« Wasser."
*« Halten. Indessen sollen die betreffenden Kommissionen 'e ' ft nach Beendigung der Generaldebatte über Tabaks- und I. 630 taufteuer gewählt werden.
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onst ii Bon den Abgeordneten von Benda, von Bennigsen und [12 Dr Lasker ist folgender Antrag in Reichstag, betreffend die ge- Voi Mliche Behandlung der vorgelegten Zoll-und Steuergesetze ----- eingebracht worden. Der Reichstag wolle beschließen: 1. aus naarAr Vorlage Nr. 132 (betreffend den Zolltarif) die Posi-
' '»neu 25, Materialwaaren ic., und 29, Petroleum, einer
Die „Provinz.-Corresp." schreibt über die vorgestrige Rede v. Bennigsen'S: Durch diese Kundgebung des ange- schenen Führers der gemäßigt liberalen Partei, welche den KazeilHöhepuiiK der bisherigen Berathung bezeichnete, ist in der Hat die Hoffnung auf einen erfolgreichen Verlauf und Abschluß der wichtigen Verhandlungen wesentlich erhöht, «rx t- Bezüglich der goldenen Hochzeitsfeier JWr Majestäten meldet dieselbe Correspondenz: die Festlichkeiten blieben auf 2 Tage beschränkt. Die Feier solle nach ausdrücklicher Merhöchster Bestimmung wesentlich den Charakter des Familienfestes tragen. Die Deputationen aus den 6er« Siebenen Theilen der Monarchie sollten die Zahl von 10 . bi« 12 aus jeder Provinz nicht übersteigen.
daselbst; Jnvalidendank in
Berlin; W. Thienes in Elberfeld; C. Schlotte tu „ (. _ _____ - Bremen.
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rhle i j Die Rettung.
..«Mach Dich auf den Weg, Kathleen, und bring Deinen s r ei ,crn ba$ Frühstück. Sie werden danach verlangen nach 2,’j u schweren Nachtarbeit. Und nimm Dich in Acht, denn Taa I ist furchtbar nebelig draußen."
, »Keine Angst, Mutter, ich kenne den Weg durch die Age gut — bin ja schon so oft zur Eisenschmelze gewesen, ,c.i • es ist kaum eine halbe Stunde."
tz t [»Setz auch Deinen großen Hut auf und binde ein Tuch [6' Jtottter, damit Du mir nicht wieder den alten Kopfschmerz T’mmft in der feuchte« Luft: Und die paar Kleider und __, "Heu da nimm der Mary Kelly mit; hab's gestern ganz ^sien, und die arme Frau braucht sie so nöthig."
kouti Kathleen that wie ihr geheißen und eilte durch den tnnai Nebel die Bergpfade entlang der Eisenschmelze zu, j Tuj $ chre beiden Brüder, Kit und Larrin arbeiteten; als sie [1 Mch inmitten ihres Weges dumpfe, verhüllte Glocken-
—- vernahm, die von dem nahen Städtchen herzukommen
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