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Ln nimmt entgegen; Efbitton d.Blatte-, Mnoncen-Bureaux j, Dietrich & Co. in «ch Hannover; Th.
Frankfurt a.M.; »rin & Bögler in tat a M., Berlin, • Köln ic.; Rudolf m Berlin, Frank- jyt a. M. ic
Marburg, Dienstag, 25. Februar 1879
XIV. Jahrgang
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;e Fast «n Schulen, die in einzelnen Städten bestehen und lrati« besuch für die außerhalb wohnenden Jünglinge einen
chobtt lmstvand von 5—600 M. verursacht, Schulen, die ...2, je Zeit des Schülers in Anspruch nehmen. Ja, wenn
Die gewerbliche Vorbildung.*)
«hdem die Handwerkerbewcgung in Fluß gekommen, eitdern unsere Handwerksmeister zu der Einsicht gelt, daß in unserer Zeit der Selbstverwaltung es des iS würdiger ist, selbst zu überlegen, was ihm frommt, >f die Hülfe des Staates zu warten, seit der Zeit h auch die Ueberzeugung Bahn gebrochen, daß neben mung und einer guten Gewerbeordnung, auch eine ^wissenschaftliche Bildung nothwendig ist, welche den nrker in den Stand setzt, das, was er in der Praxis _____ rt, theoretisch zu erfassen. Daß dazu gewerbliche L zsanstaiten nothwendig sind, bedarf keines Beweises; U.CU inungen gehen höchstens darüber aus einander, wie
m einzurichten und wann sie zu besuchen sind. Diese inerel ist auch der Ueberlegung wohl Werth, da sie so leicht ,r‘ z 18 nicht zu beantworten ist.
' ist bei dieser Frage vorab abzusehen von den ge-
f mftigeH Handwerker das Geld hätten, nach der noch zwei bis drei Jahre auf ihre theoretische _ ng zu verwenden — am besten, nachdem sie schon Jahre in der Werkstatt gearbeitet, damit sie den DlÄt beS Lebens ^kennen gelernt — dann wäre die Sorta *c Frage sehr leicht beantwortet. Allein es
t , sich hier um diejenigen Lehrlinge und Gesellen, sich vom 14. Jahr ab ihr täglich Brod selbst pQj m müssen; wenn diese nicht in dem Orte, wo ktisch arbeiten, auch Gelegenheit finden, sich theoretisch ilden, ist unserem Handwerk nicht geholfen.
hlail« tg geschieht in dieser Beziehung heutigen Tages? Es tont: man hat sogenannte Fortbildungsschulen — * I ■ igd noch lange nicht überall — errichtet. Allein I I ■ dieselben auch an und für sich sind, es sind keine
rtbildungsschule ins Leben geru'en, die im Wesentlichen i verfolgt, die in dem nachstehenden Artikel anged.utet sind
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Siner durchwärmte, empfand sie durch den ganzen Kör- Si heftigen Frost. Trotz ihres Unwohlseins war doch $e Frage nach ihrem Sohn gewesen, als sie aus
theilte, rief er sogleich in größter Erregung: vch sind sie nicht verloren, denn die Loire haben ei!“
zurück. Der Diener kam ihm schon entgegen, um seiner Mutter zu rufen.
ne aran zu denken, wie wenig die Mama seine
f St von Brevelay lag auf einem Ruhebett. Die über- k Angst und Unruhe hatte sie tief erschöpft, auch sie vielleicht von heute Morgen eine Erkaltung tiragen haben, denn obwohl der hellste Sonnenschein
H Harte Kämpfe.
Qq Novelle von Ludwig Habicht-
(Fortsetzung.)
kser Gedanke drückte einen tiefen Stachel in fein wußte ihnen beweisen, daß er ebenfalls Ö> Sn Opfer bereit und der Republik mit Leib und Seele 38» * > sei. Aufmerksam lauschte er aus das Gebrüll der bas immer furchtbarer zu ihm herüberlönte. Der r Diensch gerieth in eine fieberhafte Aufregung; wohl __J ’ in Sicherheit, und doch war ihm, als ob dieser
d- y Der hiesige Verein für Kunst und Gewerbe hat bereits
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endonuer ebenfalls über sein Geschick entscheide.
J 1 einem kleinen Hügel des Parks gewann er eine U iw freie Aussicht; er gestattete ihm zwar einen völligen rz 181 lief, aber an dem dicken Rauch, der rechts wie eine Wolke am Himmel hing, konnte er bemerken, daß >tt Nüvbt nur von der Landscite angegriffen wurde. Das le ihn etwas, dann waren seine Freunde noch nicht ilicher Gefahr.
I dieser Entdeckung wie neu belebt, eilte er in das
gewerblichen Fortbildungsanstalten, es sind Elementarschulen für die confirmirte Jugend. Wenn viel geschieht, so wird der Zeichenunterricht je dann und wann mehr berücksichtigt; ihr Zweck ist, das Pensum der Volksschule zu befestigen und, wenn'S geht, zu erweitern. Der Zweck ist gut; aber besser wäre es, wenn die Ziele der Volksschule von dieser selbst erreicht würden. Das ist kein Ding der Unmöglichkeit, wenn die Schulen gut organisirt und ihnen Ziele gesteckt sind, welche dem Alter und den Verhältnissen, aus denen die Volksschule ihre Kinder erhält, angemessen sind. Diese Fortbildungsschulen gedeihen da am besten, wo ihr Besuch ein freiwillger ist. Ihre Ziele dienen indessen, wie gesagt, nicht in erster Linie der Fachbildung, die der Handwerker neben der allgemeinen Volksschulbildung braucht. Darum müssen unsere Bestrebungen dahin gehen, diese den Kindern als eine sichere mitzugeben und jene zur Aufgabe der Fortbildung zu machen. Welcher Art die Fachbildung sein muß, hängt von der maßgebenden Industrie des Ortes ab, und mag an dieser Stelle übergangen werden. — Es versteht sich von selbst, daß diese gewerblichen Bildungsanstalten während der Lehr- und Gesellenzeit (bis zu einem gewissen Alter) besucht werden müssen, weil der Kampf ums Dasein dies erfordert, vorwiegend des Abends, wenn schon es wünschenswerth wäre, nicht ausschließlich die spätesten Abeudstuudeil zu wählen, obgleich mit dem Austritt aus der Volksschule der Eintritt in die gewerbliche Schule zu erfolgen hat. Es ist gewiß das Beste.
Indessen es sind die Kinder nach achtjährigem Schulbesuch „schulsatt"; sie leben der thörichten Hoffnung, mit dem Austritt auö der Schule begänne das freie Leben und kennen die unterhaltende und 'erhebende Seite der wissenschaftlichen Beschäftigung nicht, weil sie das Gefühl der Arbeit nur beim Lernen gehabt haben, die Handarbeit war ihnen bis dahin Erholung, und darum sehen sie, mit ihr ausschließlich sich beschäftigen zu dürfen, als ein er- strebenswerthes Glück an. Das Leben lehrt ihnen bald mit rauher Hand den Unterschied zwischen Kops- und Handarbeit und viele Knaben nehmen nach nicht zu langer Zeit gern diejenige Arbeit wieder auf, die sie als Last bei ihrer Entlassung auö der Schule von sich geworfen hatten. Wer indessen diese Pause zu groß werden läßt, hat inzwischen wieder Manches verlernt, und sich den ersprießlichen Besuch der gewerblichen Fachschule erschwert. Polizeilichen Zwang anwcuden, halten wir für entschieden unzweckmäßig. Diese wiederwillig in die Fortbildungsschule getriebene Elemente sind zum Lernen nicht zu zwingen kaum zum Unterlassen der Störungen, zumal nicht vom Lehrer, dem kein Disciplinmittel zur Verfügung steht. Und doch werden ohne Zwang die Fortbildungsschulen nur von einem Bruchtheil der Handwerker besucht. Wie ist
ihrem Haldschlummer erwachte. Sie mußte ihn sehen, ihn um sich haben, um auch gewiß zu sein, daß seine glückliche Rettung kein bloßer Traum war. Wie glücklich machte sie schon sein Kommen! Mochte sie immer krank fein, die Gegenwart des geliebten Sohnes mußte ihr Genesung bringen. Se verstand nicht augenblicklich seine lebhafte Aeußerung und fragte ein wenig zerstreut:
„Was hast Du Hippolyt? Wer ist nicht verloren?" „Meine Freunde in der Stadt, denn die Weißen belagern Nantes nur von der Landseite," antwortete der junge Manu eifrig, der in feiner Aufregung die Mahnungen der Schwester ganz vergaß.
Die Mutter blickte etwas befremdet, auf ihren Sohn.
„Du kannst um das Schicksal Deiner Freunde unbekümmert sein, sind es gute Royalisten, bann laufen sie auch nach der Erstürmung von Nantes keine Gefahr und —" sie stockte, die stolze Frau mochte es gar nicht aussprechen, daß ihr Sohn auch unter den Jacobiuern Freunde haben könne.
„Meine Freunde sind echte Republikaner," entgegnete Hippolyt rückhaltlos.
Obwohl Frau von Brevelay sich sehr ermattet und unwohl fühlte, richtete sie sich doch bei diesen Worten gewaltsam in die Höhe und starrte ihren Sohn mit so grenzenloser Ueberraschung an, daß Der junge Mensch über den -schreck der Mutter kaum ein Lächeln unterdrücken konnte.
„Das ist nicht möglich, Hippolyt," sagte sie mit bebender Stimme und ihre Augen ruhten förmlich bittend auf den Lippen des Sohnes, als wolle sie ihn damit zu einer für sie güustigen Antwort bestimmen.
Ter junge Brevelay fühlte jetzt wohl selbst seine Ueber- eiluug; aber sie ließ sich nicht mehr gut machen und er
da Wandel zu schaffen? Wir wissen nur einen Weg: mit Hülfe der Innungen. Der Lehrkontract braucht nicht gerade den Besuch der gewerblichen Fachschule vorzuschreiben; allein das Gescllewerden muß von dem regelmäßigen und erfolgreichen Besuch derselben abhängig gemacht werden, und wenn bann bie tadellose Führung in der Schule und außerhalb derselben ebenso eine Bedingung für die Zulassung zur Gesellenprüfung ist, wie die praktische Tüchtigkeit und wenn bei dieser Prüfung in keiner Weise durch die Finger gesehen wird, so glauben wir mit Sicherheit au- nehmen zu dürfen, das vorgesteckte Ziel zu erreichen. Daß diese gewerbliche Fachschulen das Recht der Entlassung haben und an diese sich andere üble Folgen knüpfen müßten — etwa Wiederaufnahme in eine andere oder in dieselbe erst nach einem Jahre und dementsprechend die Hinausschiebung der Gesellenprüfung — erscheint selbstverständlich, weil sonst all der Unfug auch auf diesen Schulen zum Vorschein kommen würde, wie die Fortbildungschulen ihn erlebt haben und erleben, in die die Lehrlinge gezwungen werden, ohne daß der Besuch oder der Nichtbesuch und die Faulheit und das ungebührliche Betragen irgend welche Rückwirkung auf ihre geschäftlichen Verhältnisse hat. Werden dann bei der Meisterprüfung entsprechende Anforderungen an die Praxis und Theorie gestellt, darf Niemand sich als Meister nieberlassen, der diesen Anforderungen nicht entspricht, so müßte es doch nicht mit rechten Dingen zn- gehen, wenn wir keinen besseren Handwerkerstand bekommen sollten.
Wer aber schafft uns die mit solchen Rechten ausgestatteten Innungen. Der Handelsminister sagt in seinem bekannten Erlaß: „der Gemeinsinn der Bürger"; eine Deputation des Berliner Vereins selbstständiger Handwerker, sagte jüngst zum Handelsminister: „nur der staatliche Zwang." Wer hat Recht?
Tagesbericht.
Tie „Post" schreibt vom Sonnabend: Se. Majestät der Kaiser suchte gestern gegen Abend den schwererkrankten Feldmarschall Graf Roon in seimem Krankenzimmer im Hotel de Rom auf. Unerwartet und unangemeldet trat der hohe Herr an das Bell seines ehemaligen Kriegöministers, der, den Kaiser auch sogleich erkennend, Seine Hand mit beiden Händen ergriff und mit dem Rufe: „Majestät, welche Freude!" ihm für fein Kommen dankte. Der Kaiser erwiderte: „Ich habe Ihnen viel, viel zu danken!" und nahm mit Thränen in den Augen von dem treuen Diener einen alle Umstehenden aufs tiefste bewegenden Abschied. — Das neueste Bulletin über das Befinden des Marschalls lautet: „Nach einer theilweise ruhigen war viel zu stolz, um durch Winkelzüge sich einen Rückzug zu sichern.
„Du hast mich selbst nach Nantes geschickt, Mama: durftest Du etwas anderes erwarten, als daß ich als guter Republikaner wiederkommen würde?"
„Und hast Du meine Worte so wenig beherzigt, die ich Dir beim Abschied mit auf den Weg gab?" rief sie klagend aus. „Ich sagte Dir, Du solltest Deine imierften Geoanken verbergen, zu all' den Tollheiten lächeln, die diese hirnverbrannten Leute anSkramen würden, und im Stillen ein echter Brevelay bleiben, der es mit Gott und und seinem König hält."
„Du wolltest also, daß ich heucheln und nur die Maske eines Republikaners tragen sollte?" fragte der Sohn zurück. „Das wäre freilich eines Brevelay unwürdig gewesen."
Und der junge Mann erhob heftig das Haupt, seine dunklen Augen blitzten wie zürnend auf die Mutter herab. Diese verlor einen Moment bie Fassung; auf eine solche Entgegnung war sie am wenigsten vorbereitet. Sie hatte in ihrer mütterlichen Weisung nichts Arges gesehen, nur eine Kriegslist, bie diesem Volk gegenüber ihr völlig erlaubt schien.
„Ich, habe nicht ahnen können, daß die furchtbaren Lehren dieser abscheulichen Menschen irgendwie in Deinem Herzen Eingang finden könnten; ich hielt Dich geschützt dagegen, weil Du bereits zu verständig warst und zu lange jene Ansichten eingesogen, die allein dem echten Aristokraten geziemen.
„Und der erste frische.Windhauch hat sie über den Haufen geworfen," rief Hippolyt mit steigender Erregtheit. „Jetzt weiß ich, wer im Recht ist und daß eS der Jahrhunderte lang geknechteten Menschheit nicht zu verargen ist, wenn sie grimmig die Ketten zerbricht, mit denen man sie fesselt.