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und Steritzkoie fand seit 42 Tagen kein Erkrankungsh statt. Die Jsolirung wurde daher aufgehoben, mit z, nähme der Häuser, welche in 5—6 Tagen niedergebrq werden sollen. Die Abschätzungs-Commission für die tz schädigungen ist bereits nach dort abgegangen.
Bukarest, 20. Febr. Es verlautet jetzt ganz bestiiv, daß der Minister des Auswärtigen die rumänischen ß schandtschaften bei den Großmächten telegraphisch anwj, letztere davon zu verständigen, daß an General Angelg die Ordre erlassen sei, seine Truppen aus Arab-Tabio, rückzuziehen. — Auf Befehl der Regierung haben die t mänischen Truppen heute das Fort Arab-Tabia geriy Der Pestcordon ist noch nicht gezogen.
Koustautiuopel, 20. Februar. Die Pforte W benachrichtigt, daß der griechische Erzbischof von Adrianq von Bulgarien gröblich mißhandelt worden sei. Die M thäter wurden von den Russen verhaftet. General leben sicherte die strengste Bestrafung zu. Unter den zs tabeln der mohamedamschen Einwohnerschaft Stambull c culirt eine Adresse an den Sultan, worin wegen den neuejj Finanzmaßregeln und der Räumung Rumeliens durch! Russen der Dank der Bevölkerung ausgesprochen wird.
Kairo, 20. Februar. Der Khedive hat in Ueberg stimmung mit den Ministern alle Maßregeln ergriffen, । die Aufrechterhaltung der Ordnung zu sichern. Es Herrs vollständige Ruhe.
Ich glaube, eS war die Freiheit und Lebendigkeit, 3°« das Gemessene und Ruhige dabei, was so sehr auM festhielt. Rhetorische Gaben können für eine 3? blenden, aber sie fesseln nicht. Er sprach frei und ° nur von Zeit zu Zeit auf ein einzelnes beschriebenes * und es war hei vollkommener Klarheit und dem Au»
Hefseu-Ra-a«.
Marburg, 20. Febr. (Saviguy in Marbur Den biographischen Notizen, welche unsere Zeitung i Saviguy, den großen Rechtslehrer, mitgetheilt hat, uch sich folgende Ergänzungen anschließen, die theils aus fl lebender Tradition, theils aus der Feder der @cbri
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in schwärmerischer Anwandlung bestieg sie ost, man bei Mondlicht, den jetzt noch wohlbekannten Mauert der von ihr den Namen Bettinathurm davon Gar manche poetische Anregung verdankte sie diesem lingsplatze. — Hören wir nun die Gebrüder Grimm, hier in Marburg, Jacob seit dem Frühjahr 1802 Wilhelm seit 1803 die Rechte studirten, und unter lutherischen Kirchhof, bei dem Scharwächter Rudolphi dem jetzt Freund'schen Hause wohnten, über Savig hoher Begeisterung und dankbarer Anhänglichkeit ihr vielen Schülern getheiltcs Urtheil abgeben. „Was ich aber von Savigny's Vorlesungen anders sagen, b Jacob Grimm, als daß sie mich aufs gewaltigste erg und auf mein ganzes Leben und Studium entschied Einfluß erlangten. Ich hörte bei ihm Winter 1802 1803 juristische Methodologie, sowie Jntestaterbfolge, mer 1803 römische Rechtsgeschichte, Winter 1803—4 stitutionen und Obligationenrecht. Im Jahr 1803 das Buch über den Besitz erschienen, welches begierig lesen und studirt wurde. Saviguy Pflegte in seinen legten den Zuhöhrern die Interpretation einzelner s riger Gesetzstellen aufzugeben und die eingegangeneit beiten erst schriftlich auf den eingereichten Bogen selbst dann öffentlich zu recensiren. Einer meiner ersten Aufsä traf die Collation und ich hatte die aufgestellte Frage kommen begriffen und richtig gelöst. Welche unbesst liche Freude mir das machte und welchen neuen Eifer meinem Studium gab, wäre unnöthig zu bemerken. Ueberbringen der Arbeiten veranlaßte öftere Besuch Saviguy. In seiner damals schon reichen und ausgew' Bibliothek bekam ich dann auch andere nicht juristische zu sehen, z. B. die Bodmersche Ausgabe der den
Jacob und Wilhelm Grimm herrühren. Jede einschlago . weitere Mittheilung z. B. aus Universitätsprogrammen rsicht würden wir dankbar für unser Blatt in Empfang neha
Beförderung von Postsachen aller Art benutzt werden. Die Kgl. Eisenbahndirection zu Elberfeld hat die Telegraphen- stattonen Rheindahlen und Dalhem zur Annahme nicht- dienstlicher Telegramme ermächtigt. — Ein Verzeichniß der im IV. Quartal 1878 bei den Reichstelegraphenanstalten vorgekommenen Veränderungen giebt als neu eingerichtete Anstalten 147 an, von denen 42 Fernsprecher erhielten; wiedereröffnet wurde eine Anstalt, geschlossen 11, sonstige Veränderungen sind 48 zu verzeichnen. Seit dem 15. Februar sind 22 neue Anstalten, darunter 4 mit Fernsprechern dem Betrieb übergeben.
Altenburg in Sachsen, 12. Febr. Der Vorstand des Vereins deutscher Gla^handschuh-Fabrikanten hat dem Herrn Reichskanzler in einer von hier von Arnstadt in Thüringen und von Eibenstock in Sachsen batirten Eingabe den lebhaften Dank des Vereins für das in dem Schreiben vom 15. Dezember v. I. an den Bundesrath seitens des Herrn Reichskanzlers entwickelte volkswirthschastliche Programm ausgesprochen. Der Verein bittet dabei zugleich Se. Durchlaucht den Fürsten Bismarck, dahin zu wirken, daß jedenfalls verhindert werde, daß bei Feststellung des neuen Zolltarifs Eingangszölle auf rohe Lamm-, Schaf-, Ziegen- und Rehfelle zur Handschuhfabrikation Aufnahme finden, da diese den betreffenben Industriezweig geradezu vernichten würden — und daß in dem neuen Zolltarif der Eingangszoll auf Glacehandschuhe in Deutschland mindestens auf gleiche Höhe mit demjenigen Frankreichs gebracht werde.
Thüringen, 19. Februar. Aus zahlreichen Ortschaften der thüringischen Staaten kommen übereinstimmende Klagen über die Zunahme der Bettler und Landstreicher. In der Stadt Weimar, wo selbst 1875 nur 65 Personen wegen Bettelns in Haft genommen worden sind, wurden 1876 bereits 338 und 1878 451 Bettler dem Justizamt zur Bestrafung überwiesen. Gewiß eine traurige Zunahme, die viel zu denken giebt. In vielen Orten werde» Vereine gegen die Verabfolgung von Gaben in den Häusern an solche Vaganten gebildet, die mit bestem Erfolge thälig sind.
Darmstadt, 18. Febr. Die „Darmst. Ztg" schreibt: Wie wir aus sicherer Quelle vernehmen, ist der Zusammentritt der evangelischen Landessynode für die ersten Tage des Monats März in Aussicht genommen. Von Seiten des großherzoglichen Oberconsistoriums sind bei dem Präsidium der Synode bereits zur Vorlage gelangt: Der Entwurf eine« Kirchengesetzes, die Abänderung des § 4 des Kirchengesetzes vom 8. Januar 1867 über die Classification des Diensteinkommens der evangelischen Geistlichen betreffend, sowie der Entwurf einer Dienstpragmatik für die Geistlichen der evangelischen Kirche des GroßherzogthumS.
Mönche«, 20. Febr. Das Schwurgericht verurtheilte den Redacteur des „Bayerischen Landboten", Buchner, wegen Beleidigung des Magistrats zu 6 Wochen Gefängniß; dagegen wurde derselbe von der Anschuldigung der Beleidigung des Schulraths Rhomeder freigesprochen.
Amberg, 20. Febr. Der frühere Landtagsabgeordnete Pfarrer LukaS in Dalking ist gestern an einem Herzleiden gestorben.
bringt eine Interpellation ein bezüglich der Maßregeln anläßlich des Wassereinbruchs in das Salzbergwerk zu Wieliczka. In derselben Sitzung erklärt Präsident Rechbauer er werde den Gesetzentwurf über Organistrung des obersten Rechnungshofes demnächst auf die Tagesordnung stellen. Der Handelsminister legt den Weltpostvertrag zur verfassungsmäßigen Behandlung vor. Der Ackerbauminister beantwortet die Interpellationen betreffs der Teplitzer Unfälle mit dem Hinweis auf die Vorkehrungen der Regierung und auf die jüngsten Beobachtungen, welche schon heilweise günstigere Hoffnungen erweckten; die Regierung werde alle nothwendigen Maßnahmen treffen.
Pest, 20. Febr. Der Abgeordnete Eduard Zzedenyi ist heute Vormittag gestorben. Der Präsident des Unterhauses widmete dem Verstorbenen einen warmen Nachruf worauf die Sitzung aus Rücksichten der Pietät für den Verstorbenen geschlossen wurde.
Rom, 20. Febr. Anläßlich des Jahrestages seiner Erwählung empfing der Papst die Cardinäle, Prälaten und andere hervorragende Personen; von dem heiligen Collegium nahm der Papst eine Glückwunschadresse entgegen.
Paris, 20. Februar. Gestern sand Seitens des Präsidenten Grovy und seiner Gemahlin großer Empfang der deutschen Botschaft statt. Gambetta und Senatspräsident Märtel wohnten dem Empfange bei.
Versailles, 20. Febr. Deputirtenkammer. Beim Eintreten in die Berathung der Amnestievorlage befürwortet Louis Blanc die vollständige Amnestie, woraus Andrieux als Berichterstatter erwidert.
London, 20. Februar. Das „Reutersche Bureau" meldet aus der Capstadt vom 29. Januar: 4000 Zulus griffen am 24. Januar Oberst Wood's Colonne an. Die Engländer zersprengten den Feind unter unbedeutenden Verlusten. Oberst Wood's zog sich hierauf nach Utrecht zurück. Die Angriffe auf die anderen brittischen Colonien wurden ebenfalls zurückgewiesen. Die Zulus konzentrirten sich in der Richtung von Ekowe, wo Oberst Pearson sich verschanzt hat und täglich ihren Angriff erwartet. Die Lage ist, ohne Uebertreibung, ernst. Die Operationen beschränken sich bis zur Ankunft der Verstärkungen auf die Defensive.
Kopenhagen, 20. Febr. Die Eisverhältnisse im Sund sind unverändert. Der Eisenbahnbetrieb ist auf Seeland und Fünen sowie in Jütland bis Ranters wieder aufgenommen. — Heute Abend geht kem Postdampfer auf der Linie Korsör-Kiel. Der große Belt ist mit Eis belegt. Zwischen Seeland und Falster hat der Transport auf dem Eis wieder begonnen.
Petersburg, 20. Februar. Die von dem Journal „Rußki Mir" aufgestellte und in auswärtige Zeitungen übergegangene Behauptung, wonach die höchste Commission zur Herbeiführung einer Verminderung der Staatsausgaben außer Stand gesetzt sei, die Budgets des Kriegs, der Marine und des kaiserlichen Hauses zu prüfen, ist eine vollständige Fabel. Der Commission sind ausnahmslos die Etats aller Ministerien und der diesen unterstellten Behörden unterbreitet und ist derselben jedes Recht eingeräumt, sich Specialauskünfte zu verschaffen. Die Commissionsarbeiten werden selbstverständlich praktische Wirksamkeit erst für die Budgets der nächsten Jahre haben können, in-em nach den vom Kaiser zu genehmigenden Vorschlägen der Commission in den einzelnen Verwaltungen vorzugehen sein wird. — Graf Loris-Melikoff meldet aus Zarizin vom 19.: Im Gouvernement Astrachan und ben übrigen iuficirteu Ortschaften sind keine neuen Erkrankungen ober Todesfälle vorgekommen. In ben Dörfern Nikolskoie
Müllers sehr unangenehm sein, beim sie gab sich den Anschein, als fürchte sie, baß bie am Fenster stehenden Geschwister ihr Gespräch hören könnten unb sie antwortete im Flüstern.
„Hoffentlich sehen Sie ihren Sohn gesunb toieber, aber sprechen Sie leiser," und sie suchte dem Gespräch eine andere Wendung zu geben. Bald schützte sie Ermüdung vor; sie mochte auch wirklich ganz erschöpft sein, denn nach der freudigen Aufregung, die sie noch einmal flüchtig belebt hatte, fühlte sie eine tiefe Ermattung und eine solche Schwäche, daß sie sich nicht länger aufrecht erhalten, sondern sich zurückziehen mußte. Auch der alte Cadoudal entfernte sich. Die Geschwister waren allein.
So jung ihr Bruder war, Marion hatte ihm stets Alles anvertraut, auch das Geheimniß ihrer Liebe; sie wußte, daß eS in der Brust des Knaben gut aufbe- wahrt war, denn trotz seiner Jugend hatte er einen tief verschlossenen Zug.
Jetzt war es ebenfalls ihr Erstes, ihr Herz gegen den Bruder auszuschütten. Wie erstaunte sie, als er heute die Mittheilungen über das Schicksal des Geliebten so kühl und gleichgültig aufnahm. Er hatte früher mit jugendlicher Schwärmerei Georg Cadoudal bewundert, der kühne Parteiführer galt ihm als ein leuchtendes Vorbild und heute hörte er nur zerstreut aus ihre Erzählung, wie Georg kaum dem Tode entronnen, neuen unb noch größeren Gefahren entgegenstürze.
„ES ist Vaterlandsverrath!" brach er enblich nach kurzem Schwanken los. „Ja, Vaterlandsverrath," fuhr er noch leidenschaftlicher fort, „der Republik noch größere Schwierigkeiten zu bereiten, die ohnehin im Kriege ist, im Kriege mit Europa, mit dem Schicksal und dem Hunger/« (gortfefcnng folgt!
Minnesänger. Im Sommer 1804 verließ Savign? Ö e l Universität, um eine literarische Reise nach Paris i «ch v
Ausland.
Wim, 20. Februar. Der Bericht des Bergrathes Wolf an die geologifche Reichsanstalt kommt zu dem Schluffe, baß Teplitz sich beruhigen könne unb keinen Saisonverlust haben werbe. — Herrenhaus. Der Präsident macht Mittheilung von der Bildung des neuen Cabinets, worauf Minister Stremayr eine Erklärung in demselben Sinne wie im Unterhaus abgibt. Die Erklärung wird sehr beifällig aufgenommen. — Abgeordnetenhaus. Eine Arbeiter-Petition für allgemeines Wahlrecht wird eingebracht. Rydzowski war zu höflich, um noch länger Umstände zu machen: er folgte ohne Weiteres den beiden Andern.
Kaum war das Frühstück eingenommen, bei dem Hippolyt noch einmal alles schildern mußte, was er gesehen und erlebt, da erschien Marion, die von der Nachricht, daß ihr Bruder zurückgekehrt, herbeigelockt worden; sie war es sonst nicht gewöhnt, so früh aufzustehen.
Die Geschwister begrüßten sich auf das Zärtlichste, zwischen ihnen hatte stets das innigste Verhältniß bestanden. Und wie sie in ihrem Aeußem große Aehnlichkeit mit einander hatten herrschte auch in ihren Neigungen, ihren Ansichten und ihrem Temperament dieselbe Uebereinftimmung. Nur in dem Ausdruck des Gesichts war eine Verschiedenheit, die freilich auf dem Unterschied des Alters beruhte. Marion zählte zwei Jahre mehr als der Bruder — ihre Formen, ihr ganzes Auftreten zeigte , daß sie bereits zur Jungfrau herangereist, während die weichen Linien tm Antlitz Hipolyt's bekundeten, daß er höchstens sechzehn Jahre zählen mochte. Die dunklen Augen Marions blitzten mächttger auf, die des Bruders fchanten mit einer gewissen Träumerei in die Zukunft.
Wie jetzt die Geschwister neben einander standen, be- ttachtete der alte Cadoudal mit Bewunderung das schöne Paar. Er wandte sich mit der Zutraulichkeit eines alten Bedienten flüsternd zu der gnädigen Frau, und da er vorhin auf ihrer Stirn eine Sorgenfalte gesehen, fuhr er beschwichtigend mit leiser Stimme fort:
„Der junge gnädige Herr hat dort freilich in Nantes einen republikanischen Stich weggekriegt, aber das schadet gar nichts, bann bleibt er wenigstens hübsch zu Hause unb macht es nicht wie mein Georg, ber nicht eher Ruhe hat, bis ihm bie Republikaner eine Kugel burch ben Kopf gejagt."
Frau von Brevelay mochte ber Trosteszuspruch des
-- Saviguy war verheirathet mit einer geborenen Bu tano, eine Schwester des in der deutschen Literat« erZ schichte wohlbekannten Clemens Brentano und ber dx to 1 burch ihre Schriften berühmt geworbenen Bettina Br He, tano, bie sich Achim von Arnim, der Freund l wor Mitarbeiter von Clemens zur Gattin erwählte. Savi n ge wohnte hier in Marburg in dem jetzt dem Herrn Ki 8 er gerichtssecretär Eckhard gehörenden fteinernen Haus, riefelt Spatzenburg. Dieses niedriger gelegene Haus hatte gleichen Besitzer mit dem höher gelegenen größeren, beide (der sog. Forsthof) waren das Eigenthum der F Weiß. In dem größeren Gebäude, jetzt Hrn. Pros, gehörend, links vom Eingang, mit besonderer Thür, fand sich das Auditorium, in welchem später auch bedissen las, der die frühere Wohnung Savigny's hatte. Betttna verweilte gern in der Familie ihres Sch als Besuch, und entzückt von der Umgegend Marburgs
und Literatur nicht Statt gehabt hätten. — 4 .
wir nun ben Bruder: „Ich habe mit meinem Bruder ki de selben Lehrer gehabt; auch ich darf mich Savignys ® <
wollen rühmen, und ich weiß nicht leicht etwas, großen Eindruck auf mich gemacht hätte als fein Vo>