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g-enftein & Vogler u Lftirt a- M., Berlin #tg, CSln ic.; Rudol, L in Berlin, Frank- flirt a. SK. rc.

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Uyen nimmt emgcgen: ' Spedition d.vlatte«, bräunt. «d.Avnoncen-Bureau eiskM. Ld-Dietrich L Co. r .7 und Hannover; Tb bestem ^»n Frankfurt a.M.

Marburg, Sonntag, 16. Februar 1879

XIV. Mrgang

Anzeigen nimmt entgegen: die Expedition d. BlattiS, sowie d- Annoncen-Bureaux von G. L- Daube & Co. in Frankfurt a. M; Jäger'sche Buchhandlung daselbst; Hermann'sche Buchhandl. daselbst; Jnvalidendank in Berlin; W- Thienes in Elberfeld; C. Schlotte in Bremen.

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grf*eint täglich außer an den Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Preis für das Quartal mit der wöchentlichen BeilageJlluftrtrteS Sonntagsblatt" durch die Expedition (K och'sche Buchdruckerei) bezogen Mart, durch die Postämter des Deutschen Reiches 3 Mark 50 Pfg. (excl. Bestellgebühr). Jnsertionsgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg.

Für in der Expedition zu ertheilende Auskunft und Annahme von Adressen werden 25 Pfg. berechnet.

Tagesbericht.

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bemerkt hierzu:

Köln. Ztg.

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Verda N^ungen derPolit. Corresp." Aus Konstantinopel:

L* heben ist am 13. d. zu einer Besprechung mit Lobanoff k eingetroffen. Layard reift Mittwoch ab. Der gest- 3Z9 , Mini errath beschäftigte sich mit Angelegenheiten be- lich des Verhältnisses zwischen der Pforte und Oester- h. _ AuS Bukarest. Der russische Ministerpresivent Bart wird provisorisch durch Jakobson, Konsul in Jassy,

Die Thronrede beschäftigt noch überall die Gemüther. t nachdrückliche Weise, wie der deutsche Kaiser' seine ldensliebe betonte, entspricht ganz seiner persönlichen fchauung und kann immerhin als eine Bürgschaft des »ens betrachtet werden. Für Deutschland am bedeut­eten bleibt die Stelle, in welcher diejenige Handelspolitk st verurtheilt wird, die seit vierzehn Jahren alleiu Mbend war. Die ,27" '

tm Anschein nach dauern für den Reichskanzler Flitterwochen der Verbindung mit den neuen relspolitischen Ideen noch fort. Die officiösen üer bringen noch täglich Zuschriften und Adressen an Reichskanzler im schutzzöllnerischen Sinne. Die meisten Adressen sind für ein unbefangenes Urtheil werthlos (?), sie von Leuten herrühren, deren Beutel in unmittelbarer I ^«Windung mit den Schutzzöllen steht. Die scharfe Stelle die Zollfrage in der Thronrede und die beständige eisung auf die [Schutzzollströmung, die sich in der ion bemerklich mache, werden von Manchen als ein [ZGhen angesehen, daß der Reichskanzler an eine Auflö- des Reichstages denke. Dabei wird es ihm schwer, nete Werkzeuge für die ihm vorschwebenden Ideen zu ... Seine Uebereinstimmung mit dem Finanzminister mlf bereits zu wünschen übrig. DerN. Fr. Presse" »»♦frbe gestern aus Berlin telegraphirt:Finanzminister cht theilte einigen ihn besuchenden Reichstagsabgeord- mit, daß er demnächst seine Entlassung nehmen nachdem der jüngste Rath des Reichs-Finanzamtes über im Kopf hinweg vom Reichskanzler mit der Ausarbei- n-Osti S Finanz- und Steuerplanes für Preußen beauftragt

< haben die seitens der internationalen Gesundheitsra­in Konstantinopel nach Sanikowa entsendeten Aerzte en ii<tjte[it, daß die von dort gemeldeten Erkrankungsfälle fache i schließlich Flecktyphus betreffen.

Uffig tzt, der nur die Eigenschaft eines Charge d'affaires er- L Aus Petersburg. Der vom deutschen Botschafter .6 i lienbete Dr. Lerveß fand in Sarepta vollkommen aus-

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DerReichsanzeiger" meldet: Amtlichen Nachrichten zu-

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* Harte Kämpfe.

Novelle von Ludwig Habicht.

(Fortsetzung.)

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Jetzt merkte der Alte wohl, daß er eine Dummheit

>zt, denn er ries ärgerlich:

Arbeite lieber »und steh' nicht länger müßig. Solche

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$ Der Bursche lachte noch übermüthiger.

wer« "Dheim, das ist nicht wahr. Ich trage noch immer mZ in altes bretagnisches Beinkleid, obwohl Ihr wirklich L-J Aal daran denken könntet, mir ein neues zu schaffen."

lenzer, wie Du, können froh sein, wenn sie nur das Brod haben, denn sie verdienen es sich nicht."

»Ich begreife Euch gar nicht, warum Ihr Euch noch : Seical tzer mit dem Garten so schreckliche Mühe gebt. Wer riej®1 ifl, wer unsere Pfirsiche essen wird."

: von1 Der alte Gärtner seufzte, die Gegenwart lag ihm ohne- PaN^ Aschwer auf dem Herzen und nun entwarf ihm sein ad Köi fit noch die trübsten Zukunftsbilder:

en ci°Es ist eine entsetzliche Wirthschaft, wohl Dem, der nitäl^ in gestorben ist."

jalb W Der Alte blickte traurig auf die Blumenbeete, die in ter yI prächtigsten Farben schimmerten und von seiner uner- ..J®5 pichen Sorgfalt die beste Kunde gaben. Mit Entsetzen ien Xt er daran, daß die wilden Jacobiner, die gar nichts h ^en, auch all diese Herrlichkeiten zerstören könnten.

. 3» »In Paris lassen sie Jeden durch's Fenster gucken und den Sack nähen, der nur den zehnten Theil so viel auf Republik schimpft, wie Ihr an einem Tage, Oheim", -Ptznete der Neffe,und Ihr solltet Euch doch endlich ! bischen in Acht nehmen; wer kann wissen, ob nicht Uns auch schon Spione Herumlaufen?"

__Äa4 Du für Albernheiten schwatzest I Ein achter Bre-

giebige Cordons, rationelle Quarantäne-Einrichtungen so­wie eine sehr strenge Handhabung aller Details vor. Der Gesammteindruck war ein höchst befriedigender. Die Ge­rüchte über verdächtige Krankheitsfälle in Borrissoglebsk. Kaluga und Krementschug sind völlständig unbegründet.

Deutsches Reich.

»* Berlin, 14. Februar. Die Erklärungen des Ministers Maybach in der gestrigen Sitzung des Abgeord­netenhauses haben eine wider Erwarten günstige Aufnahme gefunden, namentlich wenn man die Stimmen in Betracht zieht, welche als Wiederhall der neulichen Rede des Abg. Richter laut geworden waren. Die Macht einer auf lang­jähriger technischer Erhebung beruhenden Autorität, ver­bunden mit vollständiger Klarheit und starker Ueberzeugung in Bezug auf das zu erstrebende Ziel, bei wohlthuender Mäßigung in der Weise bes Vorgehens, haben ihren Ein- bruck nicht verfehlen können. Wir haben bereits neulich alle Gerüchte über eine Ministerkrisis im Ganzen verneint, unb bie seitdem verflossenen Tage haben uns nicht Unrecht gegeben. Wir können jetzt weiter versichern, daß die Be­hauptungen über lebhafte Erörterungen zwischen dem Fürsten Bismarck und dem Minister Maybach in Betreff auf die Haltung des Letzteren bei den Debatten über das Verbot der Frankfurter Ztg. gänzlich grundlos sind; die Ange­legenheit der Franks. Ztg. ist zwischen den beiden Staats­männern nicht einmal zur Sprache gekommen. Ebenso ist ohne alle Begründung, was erzählt wird von einer Em­pfindlichkeit des Handelsministers wegen einer Betheiligung des Generalpostmeisters an den Eisenbahntariffragen. Eine solche Empfindlichkeit ist jedoch ausgeschlossen, da die Hin­zuziehung des Generalpostmeisters durch den Reichskanzler auf einem vorgängigen Einverständniß mit dem Handels­minister beruht. Der Stand der Verhandlungen mit Rom ist bereits wieder Anlaß allerlei irriger Meldungen und Vermuthungen. Dazu gehört die Nachricht, daß zur Zeit direkte Verhandlungen zwischen dem Cultusminister Falk und dem Cardinal Nina gepflogen werden. Diese Annahme beruht auf Unkenntniß der amtlichen Formen. Derartige Verhandlungen können nur durch den Reichs­kanzler geführt werden. Dem Bundesrath sind zwei Entwürfe über die Bestimmungen über die Beschäftigung von Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeitern in Walz- und Hammerwerken, sowie in Glashütten zugegangen. Der Senat zu Hamburg hat, nachdem auf Grund Der Be­kanntmachung vom 31. Januar betr. die Beschränkung der Einfuhr aus Rußland zur Verhütung der Einschleppung ansteckender Krankheiten die Einfuhr bestimmter Gegenstände aus Rußland verboten worden, behufs besserer Ueber-

tagner wird nie zum Verräther und ich werde sie ver­wünschen, diese Bluthunde, so viel ich will und so lange ich einen Athemzug habe, und magst Du selbst hingehen und mich anzeigen!"

Und das sonnengebräunte Antlitz des alten Mannes färbte sich vor Zorn noch dunkler.

Baptiste sah, daß er den Scherz zu weit getrieben habe.

Wie Ihr gleich auffahrt, Oheim, als ob ich schon zu den Jacobinern unterwegs sei! Aber wenn Ihr mir auch meine republikanischen Gesinnungen nicht austreiben könnt, bin ich doch fein Verräther, denn sonst würde ich nicht still sein, obwohl ich ahne, was die Weißen im Schilde führen."

Schweig, da kommt daö gnädige Fräulein", flüsterte der Alte und eilte in einen Seitengang, um von dort aus zu beobachten, ob Marion seinem Restaurationswerk einige Beachtung schenken würde, und um sie noch besonders auf die Arbeit seines Oheims aufmerksam zu machen, stellte sich Baptiste vor das Spalier und gab sich den Anschein, als habe er es jetzt bemerkt und wolle die seltsame Schrift herausbuchstabiren; aber das junge Fräulein schenkte weder dem jungen Menschen, noch dem Spalier die mindeste Beachtung, sondern wanderte, ganz in Gedanken versunken, weiter und ließ sich dann in der einsamen Laube des Gartens nieder.

Was hat nun mein Oheim für all seine Mühe?" murmelte Baptiste;die guten Bürger in Paris haben schon Recht, wenn sie all diesen hochmüthigen Leuten die Köpfe vor die Füße legen." Und als könne er damit feinen republikanischen Mißmuth unterdrücken, arbeitete er jetzt mit seinem Spaten herzhaft darauf los.

Fräulein von Brevelay war freilich in einer Stimmung, die sie heute am wenigsten befähigte, der Auffenwelt nur die geringste Theilnahme zuzuwenden. Kaum _ daß sie in die Laube getreten war und dort auf der einfachen Holz-

wachnng seewärts in Gemäßheit des §. 3 der Verordnung betr. die öuarantaine zu Cuxhaven vom Jahre 1836 Ver­fügung getroffen, daß die Bestimmungen dieser Berordnung auf alle aus einem russischen Hafen kommenden Schiffe zur Anwendung zu bringen sind. Nach der vom kaiser­lichen statistischen Amt aufgefteOten vorläufigen Ueberficht über die Ergebnisse der Nübenzuckerfabrikate im Betriebs­jahr 1878 79 waren im Betriebe 325 Fabriken (in Preußen 247, darunter in der Provinz Sachsen 239). In diesen Fabriken wurden verarbeitet 51,383,561 Ctr. Rüben (in Preußen 38,796,073 Ctr.) Der Ertrag der nach dem Werth der Produktion zur Erhebung gelangenden Berg­werkssteuer betrug im Jahre 1877 78 3,122,551 M. Dieser Gesammtbetrag vertheilt sich auf die einzelnen Berg- bauten folgendermaßen: auf 366 Steinkohlenbergwerke 2,305,815 M., auf 213 Braunkohlenbergwerke 271,410 M., auf 215 Erzbergwerke 528,903 M., auf 196 sonstige Bergwerke 6523 M. Seitens der obersten Post- und Telegraphen-Verwaltung ist eine Statistik über das Kalen­derjahr 1877 heranSgegeben, welche außer den Vorbe­merkungen über Flächeninhalt, Bevölkerung und Belriebs- anstalten einen Abschnitt über das Postwesen, einen über das Telegraphenwesen nnd einen über die Finanzergebnisse enthält. Hiernach betrug die Gesammteinnahme 122,312,238 M., die Gesammtansgabe 114,359,784 M. Von dem so entstandenen Ueberschuß von 7,952,454 M. gehen noch an einmaligen Ausgaben ab 1,371,908 M. Nach der vom Neichseisenbahnamt aufgestellten Nachweisung über die im Monat December 1878 auf den deutschen Eisenbahnen excl. Bayerns vorgekommenen Unfälle fanden statt 29 Ent­gleisungen, 19 Zusammenstöße bei 21 Personen- und 17 Güterzügen, 70 Entgleisungen, 22 Zusammenstöße beim Rangiren, 199 sonstige Betriebsereignisse. In Folge dessen wurder 2 Personen (1 Beamter, 1 fremde Person) gelobtet, 20 Personen (darunter 1 Reisender) verletzt, 5 Thiere gelobtet, 1 Thier verletzt, 41 Fahrzeuge erheblich, 339 un­erheblich beschäbigl. Außerbem kamen größlenlheils durch eigene Unvorsichtigkeit 40 Tödiungen (19 fremde Personen) 83 Verletzungen (12 fremde Personen) und 5 Tödtungen bei beabsichtigtem Selbstmord vor. Von den im Ganzen beförderten 12,572,954 beförderten Reisenden wurde 1 ver­letzt, von den Betriebsbeamten von je 9157 1 getöbtet und von je 2136 einer verletzt.

Karlsruhe, 14. Februar. Zweite Kammer. SlaalS- minister Turban .beantwortet bie Interpellation über die Vorlage wegen der Strafgewall des Reichstags folgender­maßen: Die Regelung der Sache fei nothwendig. Ursprüng­lich sei die Ansicht dahin gegangen, den Gegenstand der Initiative des Reichstags zu überlassen. Man habe jedoch diesen principiellen Einwand fallen gelaffen, nachdem Un­

dank Platz genommen hatte, lehnte sie den Kopf in die Hand und starrte, wie in liefe Träume verloren, zur Erde. Bilder einer schönen Vergangenheit mochten an ihrer Seele vorüberziehen, ihre Augen füllten sich mit Thränen. Hier an dieser Stelle hatte ihr junges feuriges Herz bie höchste Seligkeit empfunden, dem Heißgeliebten heimlich entgegen« gejubelt und an seiner Seile allen Stolz und alle Vorur- theile des Edelsräuleins vergessen, die einst ihre Brust erfüllt.

Wer ihr noch vor einem Jahre gesagt hätte, daß sie die schöne und vielgefeierte Marion von Brevelay, die Tochter eines der ältesten Adelsgeschlechter der Bretagne ihr Herz einem Niedriggeborenen, dem Sohn eines Müllers, schenken werde! Mil welcher Verachtung würde sie ihn gemessen haben, der ihr das verkündet! Und doch war es so gekommenen, und wie auch ihr Adelsstolz sich mächtig aufgebäumt unb sie hart mit ihrer Leidenschaft gekämpft, diese war doch endlich mächtiger gewesen, als sie selbst und jetzt hatte sie schon längst keinen anderen Gedanken mehr, als ihn wiederzusehen, Der ihre ganze Seligkeit aus­machte. Aber Georg Cadoudal war auch ein Mensch, der ein noch stolzeres Herz als das Marions unterjogt und für sich gewonnen hätte.

Mil welchem Entzücken dachte sie jener Stunde, in der sie ihn zum ersten Mal gesehen. Er war eben aus dem College von Vannes zurückgekehrt und hatte nun an der Seile des Vaters, der stolz auf feinen Sohn war, bei der Edelfrau seinen pflichtschuldigen Besuch gemacht, und dies erste Zusammentreffen war für sie entscheidend. So mußte der Mann aussehen, den sie heiß und glühend lieben, dem sie für immer angehören sollte.

Die Söhne der benachbarten Edelleute halten dem schönen Mädchen eifrig den Hof gemacht, aber all' ihre schwärmerischen Huldigungen hatten sie kalt gelassen, und