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d Ute. 37.

Jliarßurg, Donnerstag, 13. Februar 1879

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Anzeigen nimmt entgegen: die Expedition d. Blatte-, sowie d. Annoncen-Bureaux von G. L- Daube & Co. in Frankfurt a. M; Jäger'sche Buchhandlung daselbst; Hermann'sche Buchhandl. daselbst; Jnvalidendank in Berlin; W. Thienes in Elberfeld; C. Schlotte in Bremen.

Erscheint täglich außer an den Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Preis für das Quartal mit der wöchentlichen BeilageJllustrirteS SomttagSblatt" durch die Expedition (Koch'sche Buchdruckerei) bezogen 2i Mark, durch die Postämter des Deutschen Reiches 2 Mark 50 Pfg. lexcl. Bestellgebühr). - Insertionsgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfa.

Für in der Expedition zu ertheilende Auskunft und Annahme von Adreffen werden 25 Pfg. berechnet.

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Tagesbericht.

DerRcichsanzeiger" schreibt: Amtlicher Meldung Mge hat die griechische Regierung die unterm 9. d. M. «geordnete Lltägige Quarantäne auch auf die Provenienzen i8 Klein-Asien und Syrien ausgedehnt. Eine Quaran- ne von gleicher Dauer hat die Triester Seebehörde für iS dem ägäischen Meere kommende Schiffe angeordnet. - Ein in Odessa als verdächtig angesehener Fall vom I, b. hat sich bei der ärztlichen Prüfung als unbedenklich wiesen.

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DerPolit. Corr." wird aus Athen gemeldet, daß die ische Regierung die von ihr entsendete Grenzkommission iesen habe, nach Athen zurückzukehren, falls Mukhtar a den Berliner Vertrag als Basis der Verhandlungen ne.

. Die nationalliberale Fraktion des Abgeordnetenhauses gestern dem Antrag Lauenstein zuzustimmen, worin Ueberweisung eines Theils der Grund- und Gebäude- r an die Commune als vorzugsweise erwünschte Ver­jüng etwaiger Ueberschüsse aus dem Reich, neben einem ß an der Klassen- und Einkommensteuer bezeichnet wird.

: Lauenstein'sche Antrag wird sofort in der Budget- unission eingebracht werden.

Deutsches Reich.

* Berlin, 11. Febr. Zur Ausführueg der Maß- n, welche zum Schutze gegen die Pest angeordnet sind, der Minister des Innern unterm 5. ds. Mts. an die Präsidenten der betreffenden Provinzen eine Verfügung !sen, in welcher in Bezug auf die Paßpflicht Folgendes immt wird. Da jeder Reisende, welcher aus Rußland t, nach der kaiserlichen Verordnung vom 2. ds. Mts.

Paß behufs Gestaltung der Weiterreise zur Visirung diesseitigen Grenzbehörde vozulegen hat, so sind diejeni- Grenzbchörden zu bestimmen und öffentlich bekannt zu

Gegenüber einem Wiener Telegramm desBerliner tzeblatts", es liege gegenwärtig in Berlin ein Antrag if sofortige Errichtung eines Militär-Cordons gegen Mand vor. Der Antrag sei von Rußland und Rumä- m ausgegangen, Oesterreich habe seine Entschließung bis «h ekanntwerden des deutschen Standpunktes verschoben dieNordd. Allg. Ztg." ermächtigt, mitzutheilen, daß einem solchen Antrag au zuständiger Stelle nichts bc- mt sei und die ganze Depesche sich somit nur als eine ationsente charakherisire.

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über das Grenzland, seit der neue Herzog die Hvch-

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(Schluß.)

Die Zeit der Ruhe benutzte Albert, um zu dem da- in Nürnberg versammelten Reichstage zu reisen, wo Hilfe und Schutz für! seinen Orden suchte, statt dessen mit Osiander, dem gelehrten Freunde Luthers und an­erleuchteten Männern bekannt und für das Werk Reformation gewonnen wurde. Auf der Rückreise kam echt in Wittenberg mit Luther selbst zusammen und von ihm ermuthigt, sein Ordensland dem Schutz Evangeliums zu weihen. In Folge dessen entsagte echt dem Orden, knüpfte Unterhandlungen mit dem könige an, um Preußen als ein weltliches Herzog-

' in bescheidenen Verhältnissen theils in Oesterreich, in den Niederlanden fortbestehen, wie dies die un- TRitt/ plbrochene Reihenfolge der vorliegenden Denkmünzen Sb rbWlndet. An dies rühmlose Ende des Ordensstaales reihte V der bescheidene Anfang einer neuen gesunden Entwicke- D Ein frischer Strom deuffcher Bildung ergoß sich

mer- 'flrag des Regierungs- und Bauraths Cuno über den _- >iammrnhang von Marburg und Marienburg, des deut- mieÄ e» Ritterordens und des prrutzifchen üönigthums. Bom buI Endpunkte eines preutzifchen Baumeisters angesehen. Ge- __neu im Verein für Geschichts- und Alterthumskunde zu Wiesbadeu

von ihm zu Lehen zu empfangen.

£et Erfolg war, daß Albrecht im I. 1528 zu Krakau 18 * Huldigungseid leistete, daß die obersten Gebietiger des ttens des tuen Herzogs höchste Beamte wurden, daß ert 1 schwarze Kreuz ans Herzog Albrechts Schild verschwand, Jfbes Landes chwarzer Adler blieb, nur daß er jetzt das 8 ein! - I Lehnsherrn auf seiner Brust tragen mußte. Der > des Ordens war vernichtet, der Orden selbst konnte

machen, welchen solche Pässe zur Visirung vorzulegen sind. Bei der Wahl dieser Grenzbehörden soll auf die thunlichste Erleichterung der Reisenden und des Verkehrs Bedacht ge­nommen werden. Es soll daher für auf den Eisenbahnen aus Rußland ankommenden Fremden die Grenzkommissare und die Ortspolizeibehörden der diesseitigen Grenzstationen für die auf den Landstraßen kommenden Reisenden sollen Beamte in solchen Orten der Grenzkreise, welche sich mög­lichst ohne Umwege erreichen lassen, insbesondere die Land- rathsämter mit der Visirung der Pässe beauftragt werden, ob dasetbst ohne besondere Schwierigkeiten diejenigen Ein­richtungen getroffen werden können, welche im Falle der Nr. 2 der Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 3. Febr. nöthig sind zur Desinfektion des Reisegeräths und der Kleidung des Reisenden. Die Vorschriften der Verordnung vom 2. Februar findet auf den gewöhnlichen Grenzverkehr keine Anwendung, vielmehr genügen die Legitimationsscheine, welche zur Überschreitung der Grenze im nachbarlichen Ver­kehr nach den bestehenden Vorschriften ausgestellt sind, zur Legitimation der aus Rußland nach Preußen kommenden Personen. Die diesseitigen PaßvisirungSbehörden an den Grenzen dürfen nach §. 1 der Verordnung vom 2. d. M. nur diejenigen Pässe der aus Rußland kommenden Reisen­den visiren, welche vermöge des Austritts des Reisenden aus dem russischen Staatsgebiet der an einem der beiden vor­hergehenden Tage von dem deutschen Botschafter in Peters­burg oder einer deutschen Consularbehörde in Rußland visirt worden. Kann der Reisende einen solchen Raß nicht vor­zeigen, oder ist das auf dem Paß befindliche Visa älter, als in vorstehender Bestimmung zugelassen, so ist der Rei­sende zurückzuweisen. Eine Ausnahme ist nur in dem Fall gestattet, wenn der Reisende nachweist, daß er auf der Reise, welche er nach Einholung des Paßvisa rechtzeitig angetreten hat, durch höhere Gewalt oder durch eine Verspätung des Bahnzugs aufgehalten worden ist, nicht aber wenn Krank­heit des Reisenden oder sonstige Hindernisse als Ursache der Verzögerung angegeben werden. In dem Falle, daß der Reisende seine Herkunft aus Rußland zur See unternom­men hat und nicht in der Lage ist zu beweisen, daß er innerhalb der im §. 1 gedachten Frist die Abreise auge- treten hat und in der Zwischenzeit keine infizirten Gegen­den besucht haben kann. Der Cultusminister hat seinerseits, um der Gefahr der Einschleppung der Pest mit allen zu Gebote stehenden Mitteln vorzubeugen, die Regierungen in den betreffenden Provinzen veranlaßt, schon jetzt in den Grenzdistrikten über auffallende sanitäre Schädlichkeiten Feststellungen zu veranstalten und dabei namenlich das so­genannte Quartiergängerwesen, insbesondere aber die Schlaf­stellen der Kost- und Logirhäuser sorgfältig ins Auge zu fassen. Von großer Wichtigkeit erscheint auch der Verkehr schule Königsberg, die Albertina gegründet hatte und dankbar schrieb Luther:Siehe das Wunder, in vollem Laufe mit vollen Segeln, eilt das Wort Gottes ins preußische Land."

Dies war der erste große Abschluß des Ueberganges von Marburg nach Marienburg, welchem 275 Jahre später ein zweiter wichtigerer weltgeschichtlicher Abschluß folgte, als Friedrich I. von Hohenzollcrn in Königsberg sich die Preußische KönigSkrone aufsetzte und damit der bleibende Grund für die neueste Entwickelung des deutschen Reiches legte. Unter dem einst von dem deutschen Orden getrage­nen Paniere des schwarzen Adlers hat der große Friedrich seine Schlachten geschlagen, wurde dje Fremdherrschaft Na­poleons gebrochen, wurden in unseren Tagen die früher verlorenen Reichslande wieder gewonnen und das neue deutsche Reich in wunderbarer Herrlichkeit wieder herge-

Und als in diesem Jahre die Generalversammlung der Delegirten aller deutschen Geschichts- und Alterthumsforscher in Marburg tagte, da wurden jene Erinnerungen an die längst vergangenen Tage wieder aufgefrischt, wo von Mar­burg aus die deutschen Ritter und Meister in den fernen Osten gezogen waren, um deutsche Sitten und Bildung in jene Ostprovinzen zu tragen, welche später dem deutschen Mutterlande gebührenden Dank abgestattet und unter der Führung der Hohenzollern den deutschen Stämmen die längst ersehnte Einigung gebracht haben.

In dem schöne« Rittersaale zu Marburg, in der lieblichen Elisabethkirche, in der gastllichen Burg der Schencke von Schweinsberg gedachten wir der Marienburger Brüder deren Wappen und Denkzeichen uns in Gegenwart eines jetzt noch in Liefland ansäßigen hochstehenden Nachkommen aus einem jener streitbaren Rittergeschlechter des Rheinlan- dcS von kundigen Forschern vorgezeigt wurden. Hier wie dort werden jene schönen Erinnerungen neu belebt, indem

auf den Flüssen. Die Regierungen sollen sich daher baldigst darüber äußern, an welchen Stellen des in Frage kommen­den Flußgebietes ein ärztliche Inspektion für die Mann­schaften der aus Rußland kommenden Schiffe und Flöße geboten scheint und in der Nähe dieser Untersuchungsan­stalten Lazarethe für Aufnahme der verdächtigen Kranken zu beschaffen sind. Die Proviziallandtage für Branden­burg und für Ostpreußen werden etwa auf den 10. März berufen werden. Nach den amtlichen Berichten über den Stand der Rinderpest steht fest, daß die Seuche jetzt loka- lirt ist und zwar auf, den Oderbruch und den Regierungs­bezirk Merseburg. Eine Weiterverschleppung auf seuchen­freie Orte ist nicht mehr zu fürchten.

Dresden, 11. Febr. DemDresdener Journal" wird ans Wien gemeldet, man spreche dort von einem Cabinet Hohenwart oder Stremayr; mit Negierungskrei­sen in Verbindung Stehende hielten indeß die Neucon- struirung des bestehenden Ministeriums für das Wahr­scheinlichste.

Ausland.

Wien, 11. Febr. Der Statthaltereirath Dr. Biesta- decki telegraphirt an den Minister des Innern aus War­schau von gestern, daß die österreichische und die deutsche Commission am Dienstag Mittag nach Moskau abreisen würden und daß die in Warschau über die Pest eingelau­fenen Nachrichten sehr günstig lauteten.

Pest, 11. Febr. Ein demnächst dem Reichstage vor­zulegender Präliminar - Vertrag wegen Rückzahlung der Caution von 650,000 ft. ist zwischen der Regierung und der Unions- und der Anglobank stipulirt worden. Der Pester Correspondenz" zufolge erfolgt die Rückzahlung in ungarischen Bodencreditpapieren und Grundentlastungs- Obligationen, sodaß dadurch dem Staate keine neue Be­lastung erwächst. Der Staat vergütet die seit dem Cau- tionsvertrage. bis heute aufgelaufenen Zinsen nicht. Die Regierung führt die Vorlage binnen zwei Monaten durch, während welcher Zeit die Banken die Siftirung des Pro- cesses zugestehen. Der Nachlaß an Zinsen und die Zah­lung in Papier entsprechen einem Nachlasse von 5 pCt. des Kapitals.

Rom, 11. Febr. In Folge neuer Instruktionen ver­schob Rosetti seine Abreise nach Bukarest. Rumänien ver­langt den Abschluß eines Handelsvertrages, damit seine ökonomischen Interessen durch Verzögerung der Anerken­nungsfrage nicht leide. Ein ähnliches Verlangen soll Ru­mänien an Frankreich gestellt haben. Wie man versichert, wird Italien in Uebereinstimmung mit Frankreich vor­gehen. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß ein Special- Gesandter des Vatikans den Auftrag erhalten wird, einige die weise Regierung der Hoheuzollem die geschichtlichen Denk, male der Vergangenheit mit großer Sorgfalt Herstellen und erhalten läßt, in Marienburg den großen Meister - Remtor, in Marburg den prächtigen Rittersaal, indem zugleich die großen Culturausgaben der Vorzeit dort wie hier fortge­setzt werden, wie namentlich die vor 20 Jahren in großem Styl ausgeführten Weichsel- und Nogat-Uebergäuge, die reitzende Brücke bei Marienburg mit ihren deutschen Thürmen, die wichttgen Verbesserungen der Landescultur in der Weichsel- Niederung rc beweifen. Der ideale Zug, welcher einst den deut­schen Orden überall gekennzeichnet hat, ist auch heute noch nicht verschwunden, mit dem Wappenadler haben unsere Hohenzollern die Ritter des schwarzen Adlerordens auch die deutschen Ideale und die guten Traditionen der tapfer», nüchternen und frommen deutschen Ritter übernommen und so weit die deutsche Zunge klingt, soll deren Verwirklichung auch von uns, den späteren Nachkommen unserer Altmeister mit stets frischem Muthe angestrebt werden, wie unser edles Kaiserhaus und vor Allen unser Heldenkaiser, ein ächter deutscher Ritter ohne Furcht und Tadel in diesem Streben uns so würdig vorangegangen ist.

Jedes deutsche HauS soll eine ächte Gralburg werden, soweit dies im gegenwärtigen Accon noch möglich ist, in welcher mit ritterlichem Sinne das heilige Mysterium ge­hegt und gepflegt, und die rechte deutsche Sitte gegen alle Mächte der Finsterniß vertheidigt wird.

Das Anoncenwesen sonst «ad jetzt.

In einem namentlich für das geschäftstreibende Publi­kum bemerkenSwerthen Aufsätze desIndustrial Supplement to the European Mail werden einige Verschiedenheiten in dem amerikanischen und europäischen Geschäftsbetriebe besprochen; derselbe lautet wie folgt:Wenn britische Kauf