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Marburg, Donnerstag, 16. Januar 1879
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zeigen nimmt emgegen: ,speditiv« d.vlatte», . gie d.Annoncen-Bureau- U Tb- Dietrich & Co. ii ttlrt »fiel und Hannover; Th UU|. jxnich in grantfurt a.'JJL r AW uleaftein L Vogler ii rf .... »nlfurt a. M., Berlin rt jjiis, Cöln rc.; Rudol, n, das in Berlin, Frank- ie so»- fort a. M. ic
Zeitung.
Anzeigen nimmt entgegen: die Expedition d. Blattes, sowie d. Annoncen-Bureaux von G- L. Daube & Co. in Frankfurt a. M; Jäger'sche Buchhandlung daselbst; Hermann'sche Buchhandl. daselbst; Jnvalidendank in Berlin; W. ThieneS in Elberfeld: C. Schlotte in Bremen.
Erscheint täglich außer an den Werktagen nach Sonn» und Feiertagen. Preis für das Quartal mit der wöchentlichen Beilage „JlluftrirteS Sonntagsblatt" durch die Expedition (Koch'sche Buchdruckeret) bezogen 2i Mark, durch die Postämter des Deutschen Reiches 2 Mark 50 Psg. (excl. Bestellgebühr). — Jnsertionsgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfa
Für in der Expedition zu ertbetlende Auskunft und Annahme von Adressen werden 25 Pf». berechnet.
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Die letzte Hypothek.
Erzählung von SB. Ehr.
(Fortsetzung.)
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r drg neu erstanden, und prasentirte sich in excellenter Daneben waren auf den Feldern und Wiesen die Kationen ihren Gang gegangen und es blieb nun nur Jjbrig, auf dem Borwerkshofe die Aenderungen und Achtungen zu treffen, welche in Bezug auf die dort
Der schriftliche Bericht der Budgetkommission, belr. die ifl des gewerblichen Unterrichtswesens ist von dem Abg. m Limburg-Stirum verfaßt. Der Antrag der Com- n lautet folgendermaßen: Das Haus der Abgeord- wolle I. unter Belassung der Navigaüons-Steuer- S- und Schifferschulen bei dem Ministerium für Handel
Gewerbe, der Uebertragung des gewerblichen Unterrichtsauf das Ministerium der geistlichen-Unterricht-und ^zinalangelegenheiten in der von der Staatsregierung sstchlagenen Weise bei Feststellung des Etats für 8/80 zustimmen; II. beschließen : die Königliche Staats- ng bei Ueberweisung der technischen Unterrichtsan- an das Unterrichtsministerium aufzufordern: 1. eine e Kommission, in welcher außer den Ministern der en- Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten, für l und Gewerbe und für öffentliche Arbeiten sachkun- liitglieder, insbesondere aus dem Gewerbe- und Hand- 'tande vertreten sind, einzusetzen und dieselbe bei Entwickelung des technischen Schulwesens und bei igttt Fragen der Verwaltung desselben zu hören; 2. Landtage in der nächsten Session den Entwurf für organische Einrichtung (oberer Unterrichtsrath) vorzu- welche als regelmäßig berathende Behörde dem Unminister zur Seite steht, welche sich nach der Natur verschiedenen Unterrichtszwcige in Abheilungen gliedert in welche außer Ministerialbeamter! auch practische lmänner und andere Sachverständige berufen werden.
uch im nächstfolgenden Winter wurden die zu den tren Bauten erforderlichen Materialien angefahren, dann im zeitigen Frühjahr der weitere Umbau des HschastShofes in Angriff genommen. Der größte Theil Vorgefundenen Baulichkeiten mußte niedergerissen wer- da sie, wie bereits bemerkt, nicht zu dem projectirten Glichen Ganzen paßten; mir eine größere der vorhan- > Scheunen konnte erhalten bleiben, doch wurden auch k um die Gleichmäßigkeit nicht zu stören, die Wände [ gemauert und statt des alten Rohrdaches ein Aach aufgelegt.
^ir Ställe für die Kutsch- und Ackerpferde ließen, wie doim Rindviehstall der Fall war, nichts in Bezug auf und praktische Einrichtung zu wünschen übrig.
Atlich der erstere, der ein Paar hochedle Wagenpferde ffn nicht minder werthvolles Reitpferd beherbergte, einem Schmuckkästchen zu vergleichen und erregte die Bewunderung der Freunde des Sports und der $ Umgegend. Die Ackerpferde waren noch dieselben, e Herr Werner übergeben hatte, es waren nur etliche dazu gekauft worden, weil sich die Fuhren gegen j^esenttich vermehrt hatten, und der frühere Bestand Spannkräften nicht zulangen wollte.---
war denn in zwei Jahren der Hauswirthschaftshof
werde. Die „Nordd. Allg. Ztg." kann gegenüber einem Wie- r Telegramm eines Berliner Blattes nach eingezogener ssundigunz erklären, daß die Sprache der Wiener Blätter . itr den Gesetzentwurf betr. die Strafgewalt des Reichs- ß die deutsche Regierung zu keinem diplomatischen Schritte ß naMinlaßt hat und daß der Botschafter Prinz Reuß weder man«! 111. Januar, noch an einem anderen Tage, weder amt- iritlhä noch nichtamtlich dem Grafen Andrassy den Gedanken ch Frei he gelegt hat, auf die Urtheile der österreichischen Presse mimmt ir den genannten Gesetzentwurf oder andere interne Ange- niheiten Deutschlands Einfluß auszuüben. — Die ,Nordd.
. 8- Ztg." bezeichnet ferner die Meldung eines Blattes,
----- i die Einberufung des Reichstags jetzt definitiv für den Febmar beschlossen sei, als erfunden und bemerkt, zur it liege noch gar kein Entschluß über den Einberuftmgs- «in vor. Ebenso sei auch die Mittheilung, daß im «mzministenum bereits der Entwurf zu dem Quotisi- - Mesetze ausgearbeitet werde, unbegründet. (S. auch mn gestrigen und heutigen Artikel ** Berlin).
Die im Staatseisenbahndienste stehenden Civilsuper- numerare haben in wiederholten, dem Hause der Abgeordneten unterbreiteten Petitionen über die Erlasse des Herrn Handelsministers vom 12. Dec. 1874 und vom 10. Juni 1875, welche ihre Anstellungsverhältnisse betreffen, Beschwerde geführt. In der ersten Session (1877) der laufenden Legislaturperiode beschloß das Plenum des Hauses — unter Widerspruch der Königlichen Staatsregierung —, derselben die Petition zur Berücksichtigung dahin zu überweisen, daß die vor dem Erlaß vom 12. Dec. 1874 in den Staatscisenbahndienst eingetretenen Civilsupernumerare alteruirend mit den Militäranwärtern zur Anstellung gelangen. Gegenwärtig haben nun Civilsupernumerare der Hannoverschen Staatsbahn, Gecius und Genossen, die Petition mit der Bitte erneuert, dem Beschlüsse des Abgeordnetenhauses vom 2. März 1877 zur praktischen Durchführung zu verhelfen. Gegenüber den Ausführungen des Regierungscommissars beschloß die Petitions-Commission zu beantragen: Das Hauö der Abgeordneten wolle beschließen, in der Erwartung, daß die Staatsregierung fortfahren wird, nach Möglichkeit die Herstellung des reinen Alternats zwischen Militäranwärtern und Civilsupernumeraren bei der Staatseisenbahnverwaltung zu beschleunigen, über die Petition, des Bureauassistenten Gecius und Genossen zur Tagesordnung überzugehen.
Die „Politische Correspondenz" meldet ans Konstantinopel: Gestern hatte eine längere Conferenz zur Finalistrung des türkisch-russischen Friedens statt, dessen Unterzeichnung mit Ende dieser Woche erwartet wird. — Der armenische Patriarch hat seine Demission gegeben. — Aus Bukarest wird der „Pol. Corr." gemeldet: Umfassende polizeiliche Recherchen über das verschwinden des italienischen Grenzregulirungs Commissars Oberstlieutenants Gola ergeben die Wahrscheinlichkeit, daß derselbe in der Donau ertrunken sei.
Deutsches Reich.
** Berlin, 14. Januar. Wir haben gestern der Meldung widersprochen, daß die Einberufung des Reichstages auf den 20. Februar erfolgt sei, heute können wir ergänzend bemerken, daß die Einberufung voraussichtlich schon in der ersten Hälfte des Monats Februar erfolgen dürfte. Diese frühe Einberufung ist einmal durch den Wunsch der Reichsregierung motivirt, den deutsch-österreichischen Handelsvertrag möglichst bald in gesetzlicher Kraft zu sehen, und dann durch den Umstand, daß der Reichshaushalt am 1. April in Gesetzeskraft treten muß. Wie wir hören, werden die meisten Etats des Reichshaushalts voraussicht-
ftationirte Schäferei und Jungvieh-Haltung in Aussicht genommen waren.
Alle die Einrichtungen, welche bisher getroffen worden waren, hatten eine bettächtliche Summe Geldes gekostet, und das, was noch in Aussicht genommen war, drohte noch ferner bedeutende Summen in Anspruch zu nehmen. Lobe hatte zwar, als er Marienau kaufte, außer der Anzahlung noch weitere Gelder in feinen projectirten Unternehmungen reservirt, allein diese reichten doch nicht aus, und so legte er denn ohne irgend ein Bedenken die Axt an die alten Baumriesen in den von seinen Vorgänger mit Aengstlichkeit geschonten „heiligen Hallen." Selbstverständlich wurde aus dieser Waldparzelle auch das zu den Bauten nothwendige Bauholz genommen; im Uebrigen gab der Holderkauf eine ganz erkleckliche Summe her, allein auch diese fand ihre Verwendung, und noch war Alles das, was geplant war, nicht vollendet. Unmöglich konnte Lobe mitten in seinen Operationen inne halten, theils weil dann das ganze Gebäude der Unternehmung in Frage gestellt würde, theils auch aus einer gewissen Scham dem Publikum gegenüber. Es würde ja aussehen, als wenn mir die Pfeife ausge- gangen wäre, sagte Herr Lobe, und er spähete mit Eifer und mit Zeiten nach einer Quelle, aus welcher ihm die nöthigeu Gelder zufließen sollten. Das war aber damals nicht so leicht, beim es war zu jener Periode, in welcher der Credit für den Grundbesitz ein äußerst schwieriger, derselbe nur mit Opfern zu erlangen.
Lobe war bereits mehrere Male in der Stadt gewesen, in welcher sich Werner häuslich niedergelassen hatte; er hatte es vorgezogen, dem alten Herrn persönlich die Zinsen abzuführen und ihm bei dieser Gelegenheit von seinen Unternehmungen und Erfolgen zu berichten. Werner hörte dies mit großem Interesse, zumal als von dem Ausfall der ersten Ernte die Rede war, welche Lobe nach eigener
lich noch im Laufe dieser Woche dem Bundesrath zugehen. — Der Etat des Reichskanzlers und der Reichskanzlei beziffert sich auf 103,780 Mark (1200 Mark weniger als im Vorjahr an fortdauernden Ausgaben und auf 2000 Mk. an einmaligen Ausgaben). — Ein Braunschweiger Blatt erzählte kürzlich, die „Magdeb. Ztg." habe eine angebliche Aeußerung unseres Kronprinzen über die Stellung Preußens zu Braunschweig gebracht und die Redaktion des erstgenannten Blattes habe diese Notiz an das literarische Bureau des preußischen Staatsministeriums geschickt in der Erwartung, daß im Fall der Unbegründetheit ein Dementi erfolgen werde. Da dies nicht geschehen, so dürfe man an- nehmen, daß die Aeußerung wirklich gefallen sei. Es bedarf kaum der Erwähnung, daß diese Schlußfolgerung ganz unberechtigt ist, außerhalb der Redaktion jenes Braunschweiger Blattes wird Niemand glauben, eine beliebige Zeitung brauche nur einen beliebigen Ausschnitt an das literarische Bureau zu senden, um über wichtige Staatsvorgänge Auskunft zu erhalten. In der That ist die Mit- theilung jener Notiz seitens des Braunschweiger Blattes an das literarische Bureau erfolgt, aber jeder, der einen Begriff von Staatsverhältnissen hat, wird wissen, daß die Entscheidung über die Angemessenheit und Opportunität der Erörterung derartiger Fragen und also auch über die Klarstellung chatsächlicher Momente nicht immer von so einfachen Erwägungen abhängt, daß aus dem Schweigen ohne Weiteres konkludente Schlüsse auf die Lage der Sache zu ziehen wären; es muß ein für allemal bemerkt werden, daß das literarische Bureau auf ein solches Frage- und Antwortespiel sich unter keinen Umständen einlaffen konnte. — Ein Telegramm des „Deutschen Montagsblattes" will wissen, der deutsche Botschafter in Wien, Prinz Reuß, habe sich zum Grasen Andrassy begeben, um den letzteren zu einer Einwirkung auf die österreichische Presse zu veranlassen, daß dieselbe ihr Urtheil über innere Angelegenheiten Deutschlands mäßige. Das ganze Telegramm beruht auf Erfindung. Die Haltung der Wiener Presse aus Anlaß beS Strafentwurfs für Mitglieder des Reichstags ist nicht mit einer Silbe Gegenstand der Erörterungen gewesen. Man darf allerdings wohl voraussetzen, daß der österreichisch- ungarischen Regierung dieser Entrüstungsschwindel der Wiener Presse einen gräulichen und widerwärtigen Eindruck macht. — Der diesseitige Gesandte in Dänemark, Frhr. v. Heyde- brand, wird sich in einigen Tagen wieder auf seinen Posten in Kopenhagen begeben. — Nach den beim Reichseisenbahnamt zusammengestellten Resultaten über die auf Veranlassung der Aufsichtsbehörden vorgenommene Untersuchung der Beaniten auf das Farbeunnterscheidungsvermögen hat sich ergeben, daß von den untersuchten Beamten durchschnittlich 6,44 pCt. der Stationsbeamten, 0,90 pCt. der Ran-
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Bestellung eingeheimst hatte. Diese war — Dank der vorzüglichen Ackerbestellung, der maffenhaften Düngerverwendung und dem fruchtbaren Wetter — eine so außerordentlich gesegnete gewesen, daß Werner fast die Hände über ben Kopf zusammschlug und lächelnb sagte: Ei, da habe ich mich gut vergallopirt, ich habe Ihnen das Gut für ein Butterbrodt hingegeben. Dann aber fügte er mit Wärme hinzu: Sie wissen wohl, baß ich nur scherze, ich freue mich, daß mein Marienau in so gute Hände gekommen ist, unb wünsche von ganzem Herzen, baß Ihre Be. ftrebungen immer mit Erfolg gekrönt werden mögen.
Bei Gelegenheit dieser Besuche hatte Lobe auch Krieger kennen gelernt, und dieser war beeilt gewesen sich von der liebenswürdigsten und vortheilhaftesten Seite zu zeigen. Er ließ eine Andeutung fallen, daß es ihm vom höchsten Interesse fein würde, die in Marienau vorgenommenen Aenderungen an Ort und Stelle kennen zu lernen, war in Folge dessen eingeladen worden und hatte nicht gesäumt dieser Einladung Folge zu leisten. Als dann Lobe damit herausrückte, daß er zu seinen weiteren Milorationen und Einrichtungen noch ein Kapital von 30,000 Thalern bedürfe, daß er jedoch bis jetzt mit feinem Suchen nach biefem Gelde nicht reufirt habe, da meinte Krieger: freilich l)ält das schwer und es ist ohne mehr oder minder große Opfer ost gar nicht möglich, Geld auf Hypothek zu bekommen, allein ich denke doch, daß es bei meinen Beziehungen zu verschiedenen Geldinstituten und Capitaliften gelingen werde, Ihnen unter einigermaßen annehmbaren Bedingungen das gewünschte Geld zu verschaffen.
— Da würden Sie mich zu großem Dank verpflichten erwiderte Lobe, ich sehe es ein, daß ich ohne ein kleines Opfer nicht davon kommen werde und selbstverständlich werde ich mich Ihnen gegenüber für Ihre Bemühungen erkenntlich erzeigen.