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ich dDegangene Artikel aus Volkmarsen vom 26. d. MtS, die TochHSinwechselung einer klanglosen ReichSgoldmünze betreffend, prinzMedarf einer Berichtigung. Nach den in 1876 veröffent- keinDichen Bestimmungen des BundesrathS über die Behand- snprMung nicht mehr umlanfsfähiger Reichsmünzen können oskaMnämlich derartige Münzen bei sämmtlichen Königlichen )t haWSteuerkassen und den Regierungs-Hauptkassen zum Um­tausch präsentirt werden. Ist die Aechtheit unzweifelhaft ennui und das Passtrgewicht vorhanden, so erfolgt in der Regel nende sofort Ersatz, anderen Falles wird dem bisherigen Inhaber n Lei des Stückes Bescheinigung darüber ertheilt und das Stück

schreil selbst dem Münz-Metalldepot des Reichs zur Bestimmung tglied des WertheS eingesandt, welcher letztere dem Interessenten m sin ohne allen Abzug für Porto u. dgl. m. verabfolgt nfragl vird, da die Korrespondenzen der betreffenden Behörden vürde unter sich, als „Reichsdienstsachen", portofrei sind.

l ä [ — Der Amtsrichter Keßler in Grebenstein ist zum Zünd« Oberamtsrichter ernannt worden.

Kassel an das Königliche Amtsgericht Abtheilung III. dahier

eichisi

)t, n kvmmittirt worden.

Fulda, 31. Decbr. Der hiesige Stadtrath hat in seiner khtm Sitzung, wie die „Fuld. Ztg." berichtet, beschlossen, Ffür das Kloster Frauenberg mit Zubehör aus städtischen et, d Mitteln der Regierung 10,000 Mk. als Kaufpreis auzu- eichis Meten. — Zur Vertretung des Herrn Oberamtsrichters ach f Rübsam dahier während der Dauer der Landtagssession ist s neu Her Herr Appellationsgerichts-Referendar Freudenstein von

einiger Zeit machte in der Presse die Nachricht die Runde,

vermischtes.

Bern, 26. Dec. (Ein Opfer des Wuchers.) Vor

fonde - es z« -

offici ; daß eine angebliche russische Gräfin, Helena von Gajewska, r ab| die eine sehr bewegte Vergangenheit hinter sich haben soll, 131,8 I wegen eines in Bern begangenen Betrugs bei einem Ju- ;es v; welenhandel in Wien verhaftet und an die bemischm Po­ll voll lizeibehördm ausgeliefert worden fei. Diese Geschichte wurde ob I; letzten Montag und Dienstag hier vor den Asfisen ver- t töm handelt und endigte mit der Freisprechung der Angeklagten.

Die Angeklagte hatte dem Antiquar Woog in Bern einen )" v Zuwelenschmuck als Pfand gegen ein Darleihen oder später czbisl auch zum Kauf angeboten, Woog denselben in Basel ab- : D ■ schätzen lassen und ihr dann, gestützt auf diese Schätzung ie & ; dafür 64,000 Fr., abzüglich ein Provisiönchm von 1200 lufme Fr., ausbezahlt, wofür sie ihm aber einen Wechsel irnBe- luf d trag von 72,000 Fr. hatte ausstellen müssen. Auch sonst

;nb d hatte Frau von Gajewska mit Woog und einem anderen neber Kaufmann Namens Bloch verschieoene Gelbgeschäftchen ge-

verd macht, bei beneit sie denselben bespielsweise für 2800 Fr. :rf » auf 2 Monats-Wechsel von 3400 Fr. unterschreiben mußte

cche

st a> ten Handel gemacht. Er ließ die Gajewska ^verfolgen

>lrt | ! tÖI

mtb in Wien verhaften. Die Verhanblungen vor den Assisen nahmen einen solchen Verlauf, baß der Staats-

L wi u. dgl. mehr. Die Russin reiste ab und der Antiquar schu ließ ben Schmuck noch einmal schätzen. Dabei würbe dessen religi Aechtheit durchaus nicht angezweifelt, aber dessen Werth

um Vieles unter die Summe herabgesetzt, welche dafür , roelj bezahlt worden war. Woog hatte also einfach einen schlech-

■ Kil • ariwalt erklären mußte, er könne in dem vorliegenden Han­

nen j IW persönlich keinen Betrug erblicken. Der Vertheibiger t Eh1 -eignete bie Wuchergeschäfte in vernichtender Weise und

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imt »urbe vom Beifall des Publikums so unterbrochen, baß rk ih -bet Präsident der Strafkammer dasselbe zur Ruhe mahnen ejenij mußte. Die Geschworenen sprachen nach kurzer Berathung mb unter neuem Applaus ber Tribüne bie Angeklagte frei, en Diese, eine munbfertige, imponirenbe Persönlichkeit, welche

«un in Wim und hier eine neunmonatliche Hast ausge­halten, dankte den Richtern einzeln, küßte nach russischer Mit' Sitte ihrem Anwalt die Hände und erklärte auf das Be­fragen des Vorsitzenden nach ihrer Entschädigungsforderung, sie sei in Bern in ber Haft viel humaner als in Wien hst z behandelt worben unb ba sie in erster Linie den Staat Bern zu einer Entschädigung anhalten müßte, so verzichte tcernt sie auf eine solche.

relesrvphische Depesche«.

hat Herta zufo hnbii

Wien, 31. December. Ein Kommunique der Kredit­anstalt betr. bie Ergebnisse ber Untersuchung, welche über dst Ereignisse am 18. unb 19. d. an der Börse von dem lporH Verwaltungsrath eingeleitet worden, glaubt als festgestellt nie a bezeichnen zu können, daß die Leitung der Creditanstalt den Vorgängen an der Abendbörse vom 18. d. M. fern- mels ‘Wieben sei und kein Mitglied der Leitung ein Verdacht metii Kesten könne.

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erfolgreich für das allgemeine Wohl sein und die Lösung der schwebenden schwierigen Fragen zum Heile des Vater- ianbeS herbeiführen werbe.

Rom, 1. Januar. Der König hat gestern bas diplo­matische CorpS in feierlicher Weise empfangen. — Das Amtsblatt veröffentlicht die Verlängerung der bisherigen ttalienisch-schweizerischen, italienisch-französischen und italie- ttffch-österreichischen Handelsverträge bis zum 31. Januar. 7* Der Papst führt fort, bas diplomatische Corps zu emp- >angen.

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lexai^ Pest, 1. Jan. Bei dem üblichen NeujahrSempfang der liberalen Partei burch Tisza bezeichnete biefer bas ab- Sdaufene Jahr als ein Jahr felbstloscr patriotischer Pflicht- rrfüllung und sprach die Hoffnung aus, daß dieses Jahr

ttafiui Madrid, 31. Dec. Der Vertheibiger, ein Bruder 5. al llub die Frau Moncasis y Oliva haben sich heute zum - ^önwe begeben, um für Moncasi um Gnade zu bitten.

tt xM Paris, 1. Januar. Heute hat in Versailles unb Paris

der offizielle Empfang dem Programm gemäß fftattgefun- bra. Der Marschall-Präsident erwiderte auf die kurzen Ansprachen ber Präsidenten des Senats und der Kammer mit Wünschen für das Gedeihen Frankreichs.

London, 31. Decbr. Die amtliche „London Gazette" veröffentlicht die von der europäischen Donau-Commission beschlossenen und morgen in Kraft tretenden Modificalionen der Abgaben von den Einnahmen der Donau-Schifffahrt, sowie den Finanzbericht der Donau-Commission, woraus hervorgeht, daß die betreffenden Finanzoperationen im Jahre 1877 ein Deficit von 416,791 FrcS. ergaben.

London, 1. Januar. Das Reuter'sche Bureau mel­det aus Konstantinopel: Admiral Hornby hat Layard ange­zeigt, die britische Flotte werde am Donnerstag Abend in JSmid eintreffen, weil die Verproviantirung bei Artaki auf Schwierigkeiten gestoßen fei. Das Gerücht, Layard habe die Flotte herbeigerufen, ist unbegründet.

London, 1. Januar. Die Liquidatoren der City of Glasgow Bank erklärten, daß die erste Dividende, am 15. Februar zahlbar, 5 Schillinge betrage.

London, 1. Januar. Den „Daily News" auS Pe- schawur vom 21. Dec. gemeldet: Eine Bande von Hoch­ländern besetzte eine von den britischen Truppen verlassene Position im Khyber-Passe, zerschnitt den Telegraphen und sperrte die Verbindung mit Ali MuSjid. Eine von Jam- rood entsendete Truppencolonne stellte die Verbindung wie­der her. — Der Herzog von Edinburgh ist zum Contre- Admiral ernannt worden.

Petersburg, 1. Januar. Einem gestern in der Preo braschenski'schen Kathedrale abgehaltenm Gottesbienste zum Andenken an die im vergangenen Jahre vollzogene Heber* schrcitung des Balkans wohnten der Kaiser, der Großfürst- Thronfolgcr, die übrigen Mitglieder ber kaiserl. Familie, alle Generale, die höheren Offiziere der Garde und ber anberen, an ber Ueberschreitung beteiligten Truppen bei. Abends fand im Winterpalais Diner statt, zu welchem die Generale unb die StabSofficiere der Garde geladen warm. Der Kaiser hielt eine Ansprache, in welcher er der Tapferkeit ber Gardetruppen gedachte unb denselben seinen herzlichen Dank aussprach. Nach enthusiastischen HurrahS' wurden Toaste auf das Wohl des Kaisers und der Armee ausge­bracht.

Petersburg, 1. Januar. Im Jahre 1880 findet eine große nationale Ausstellung in Moskau statt. Dieselbe dürfte mit großen Feierlichkeiten verbunden sein, da sie mit dem 25jährigen Regierungs-Jubiläum des Kaisers zusam- menfällt.

Koasta«ti«opel, 31. Decbr. Karatheodory Pascha wurde zum ersten, Ali Pascha zum zweiten Bevollmächtigten für die Verhandlungen über den definitiven türkisch-russi­schen Friedensvertrag ernannt.

Koustaatiaopel, 31. Decbr. Die ostrumelische Com­mission in Philippopel berieth bie Lage Ostrnmeliens nach ber russischen Evacuation: Der britische Delegirte Wolff schlug eine gemischte Occupation unb eine Organisation Rnmelirns wie biejenige des Libanon vor. Die Verthei- dignng des Balkans solle der bulgarischen Miliz anvertraut werden. — Die Pforte teilte den Mächten mit, sie beab­sichtige den ersten Secretär der Pariser Botschaft, Nasri Bey, zum Gouverneur des Libanon zu ernennen.

Kovstautiuo-el, 31. Decbr. Eine Versammlung von Banquiers unter dem Vorsitz des Großveziers beschloß durch bie ottomanische Bank monatlich 100,000 Livres Kaimes kaufen zu lasten, welche eingezogen werden sollen.

Koustautiuopel, 1. Januar. In Folge des be­deutenden Sinkens des CourseS der Kaimes wurden zahl­reiche Bäckereien geschlossen. Der Ministerrath hat den monatlich zurückzukausenben Betrag auf 150,000 Livires erhöht.

Kalkutta, 1. Jan. General Roberts sollte gestern mit einer kleinen Abtheilung Hazarpir verlassen unb in ber Richtung auf Khost weiter vorgehen. — Die bisheri­gen Versuche ber Afghanen, in bem Distrikte von Khost eine Erhebung zu Stande zu bringen, warm erfolglos. — General Stewart hat den Weg burch den Gwojurung-Paß auch für schwere Artillerie in Stand gesetzt. — Der Vor­marsch gegen Kandahar beginnt heute durch den Gwojur- Paß und dm Khojak-Paß. — Zuverlässigen Berichten nach ist bie Besatzung von Kandahar nur drei schwache Regi­menter stark, ohne Artillerie. — Das Gerücht, daß von Herat nach Kandahar Verstärkung abgeschickt sei, hat sich nicht bestätigt.

Rew-Nork, 1. Januar. Der Schatzsecretär Sherman hat 10 Million Dollars Bonds einberufen.

<fc Co. in Breslau, Hoiiig- Kräuter - Malz - Extrakt u. -Caramellen*). Jeder Husten kann gefährlich werden. Wir machen darauf aufmerksam.

*) Zu haben in Marburg bei H. ». Freu- «lenst ein. [27

Steckbrief.

Steckbrief hinter dem Thiele- mann Neusel von Wollmar, wel­cher einer lebensgefährlichen Körper­verletzung verdächtig und flüchtig ist, mit Ersuchen um Verhaftung und Ablieferung an das hiesige Amtsge- richtsgefängniß.

Wetter, am 31. Dezember 1878.

Königliches Amtsgericht.

22] v. Dehn-Rothfelser.

Wissenschaftliche Vorträge

in der

Aula des Gymnasiums.

Donnerstag Abend 7 Uhr präcis.

I. Am 2. Januar: Herr Professor Dr. Carl Justi: Raphael.

II. Am 9. Januar: Herr Professor Dr. Leopold Schmidt: Der Mensch und der Staat nach griechischer Auf­fassung.

III. Am 16. Januar: Herr Professor Dr. Ranke: Vom deutschen wan­dernden Handwerksburschen.

IV. Am 23. Januar: Herr Professor Dr. Bergmann: Einiges über die Ziele des Schulunterrichtes.

V. Am 30. Januar: Herr Professor Dr. Varr en trapp: Prinz von Hom­burg.

VI. Am 6. Februar: Herr Dr. Comill: lieber Mozart als Dramatiker.

VII. Am 13. Februar: Herr Dr. Kessler': Eine altphoenicische Residenz.

VIII. Am 20. Februar: Herr Professor Dr. Lucae: lieber deutsche In­schriften an Haus und Geräth.

IX. Am 27. Februar: Herr Professor Dr.Heinrici: Das Christenthum nach römisch-griechischen Ansichten.

Abonnementskarten (gelb) zu 6 Mk., für jedes folgende Familienglied zu 3 Mk,

Eintrittskarten zu einzelnen Vor­trägen (weiss) zu 1 Mk,

sind in den Buchhandlungen zu haben.

Die Liste führt Frau Henkel, Metzgergasse 243.

Die Abonnementskarten sind am Eingang der Aula jedesmal vor­zuzeigen. [23

Theilnehmenden Bekannten die traurige Anzeige, daß unsere liebe Tochter Mathilde,

Frau Oberstlieutenant v. Gaza am 31. December vorigen Jahres nach langem Leiden sanft entschlafen ist.

Die Beerdigung findet Freitag den 3. Januar, Nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhaufe aus statt.

Generalmajor v. Bavmbach 24] und Frau.

Geräucherte Flunder«, „ «al, Kieler Bücklinge,

„ Sprotten, frisch eingetroffen bei 25] Otto Kratz.

18jähr. leichtere zur Zucht werth­volle State, ger. u. einsp. gef. zugsest, fehlerfrei, weil trächttg, billig zu teert oder zu vertauschen.

Hirsch Meyer in Griedel

5] bei Butzbach.

Aelle Mustrirtk «Bettung

Redakteur Johannes Wardman«

beginnt mit 1. Jan. das IL Quartal des VII. Jahrgangs. Wöchentlich eine Stummer von 2—3 Bogen.

Preis pr. Quartal 3 Mark, in I4tägigen Heften pr. Heft 50 Pfg., in wöchentlichen Nummern

25 Pfg.

Für den VII. Jahrgang sind folgende Romane und Novellm in Aussicht genommen:

„Das grüne Buch." Roman von Maurus Jvtai.

„Zwei Kreuzherreu." Roman von Luciau Herbert.

„Die fchöue Melufiae." Roman von E. v. Waldow.

„Der Jäger Bartl." Erzählung von Hciurich Roe.

„Der Steru-Peter." Ein österreichifches Volks- und Zeit- bilb von Josef Rank.

„Der Gliederverkaus." Novelle von Enterich Rauzoui.

„Bor der Karriere." Novelle von Ego« Harris.

„Die ruhelose Seele." Roman von Haus SLacheuhuseu, außerdem wird derselbe weitere Beiträge von Ed. von Bauernfeld, Dr. Brehm, M. Busch, M. Carriere, Julius Grosse, Paul Heyse, Hieronymus Lorrn, Alfred Meißner, Heinrich Noe, Josef Rank, Eme­rich Ranzoni, Dr. Hermann Rollet, Robert von Schlagintweit, Moritz Willkomm rc., unter Mitwirkung der besten künstlerischen Kräfte des In- und Auslandes bringen. Ebenso wird den zeitgeschichtlichen Er­eignissen wie bisher in Wort und Bild gedacht werden.

Abnehmer des completen Jahrgangs erhalten als Prämie gegen die geringe Nachzahlung von nur 2 Mark einen prachtvollen Farben­druck, hergestellt nach W. Menzel's Gemälde „Die juuge Mutter." Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an, Probe-Nummem sind in allen Buchhandlungen zu erhalten.

Leipzig.

Expedttio« der „Reue« Jllastrirte« Zeit««g", 26]33 Querstraße.