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Ausland.

Wien, 30. Dec. Meldungen der „Pol. Eorresp." Aus Konstantinopel. Die Pforte verzichtete darauf, Savfet Pascha als Botschafter nach Paris zu entsenden. Der gestrige Ministerrath beschloß die vollständige Aufhebung der KaimeS. — Aus Athen. Aus officieller Quelle wird bestätigt, daß die griechische Regierung in der Grenzberich­tigungsfrage mit aller Energie auf Durchführung der ein­schlägigen Bestimmungen des Berliner Vertrages zu be­stehen und somit aus den District Janina nicht zu ver­zichten gedenke.

Rom, 30. Dec. Ein telegraphisches Rundschreiben des Handelsministers an die Handelskammern theilt den­selben mit, daß der am 27. d. mit Oesterreich abgeschlossene Handelsvertrag am 1. Februar in Kraft tritt und daß man, nachdem bisher die Verlängerung des alten Vertrages nicht erzielt sei, für den Fall deS Nichtzustandekommens einer Einigung, sowohl in Italien als auch in Oesterreich vom 1. Januar angefangen bis zur Rectification des Ver­trages die refp. allgemeinen Tarife anwenden werde. — Das Journal „Riforma" glaubt zu wiffen, daß Corti, der nach Konstantinopel über Wien reist, mit einer Mission bei der österreichischen Regierung in Bezug auf die weitere Entwickelung der orientalischen Frage beauftragt sei. Der­selbe solle überdies Oesterreich beruhigende Aufklärungen über die vermeintlichen politischen Tendenzen Italiens in Konstantinopel geben.

Paris, 29. Dec. Das Fest, welches der hiesige deut­sche Turnverein gestern Abend gab, schloß recht glänzend die Reche der Festlichkeiten ab, welche die deutsche Colonie zur Feier der WeihnachtStage veranstaltet hatte. Ungefähr 200 Personen, darunter viele Gäste, waren um 9*/2 Uhr in den festlich geschmückten Sälen des VereinSlocals (Rue St. Marc) versammelt. Da» schöne Geschlecht war nicht vertreten, da bis jetzt dasselbe nicht allein von dem Tum- platze, sondem auch von den Festen des Vereins ausge- schlosien ist. Die Feier begann mit dem Liede: „Stimmt an mit Hellem, hohm Klang", worauf unter großem Jubel der Versammlung der Komiker des Vereins als Weih­nachtsmann erschien und nach einer kurzm, höchst witzigen Ansprache an die Anwesmden die hervorragendsten Mit- glieder der Gesellschaft zu sich heranrief, um ihnen die für sie bestimmten Geschenke zu überreichen, wobei er aber in Knittelversen jedem eine kleine Bosheit an den Kopf warf. Die letzte Gabe, einen kleinen, reich verzierten Weihnachts­baum, überreichte er dem Photographen Reutlinger, der seit langen Jahrm Mitglied aller deutschen Vereine von Paris ist. Der Weihnachtsmann ließ, als Reutlinger vor ihm erschien, den Spott bei Seite und richtete einige an­erkennende Worte an den Mann, der so viel für die deut­sche Colonie gethan und wegen seiner Verdienste um die­selbe vom Deuschen Kaiser decorirt wurde. Der dm Hin- tergmnd des Saales deckende Vorhang wurde nun ausge­rollt und ein prachtvoller Weihnachtsbaum mit zahlreichen Geschenken rief Allen die Zeiten ins Gedächtniß zurück, wo es ihnen noch vergönnt war, im Kreise der Ihrigen das schöne Fest zu feiern. Nach der Verlosung der Ge­schenke ergriff der Bibliothekar der Gesellschaft das Wort, um mitzutheilen, daß die Vereinsbibliothek sich in der letz- tcn Zeit bedeutend gemehrt habe. Aller, die sich um die Bibliothek besondere Verdienste erworben, wurde dabei ge­dacht, mit dem Bemerken, daß der Verein fast alle illustri- ten Werke der deutschen Abtheilung der pariser Weltaus­stellung zum Geschenk erhaltm und daß fast alle großen Verlagsbuchhandlungen Deutschlands dem Verein verspro­chen habm, ihm seine neum Werke einzusenden. Nach der Verlosung wurden musikalische und andere Vorträgen ge- haltm und Toaste ausgebracht. Der Turnverein und die Teutonia, welche letztere eine größe Anzahl der Ihrigen ge­sandt, brachten sich gegenseitig Hochs aus und gelobten, in Zukunft fest Zusammenhalten zu wollen. ES war 2 Uhr, als der Vorsitzende die officielle Feier für geschlossen er­klärte, aber 4 Uhr wurde es, ehe die letzten Turner sich auf den Heimweg begabm.

London, 30. Decbr. „Standard" meldet vom 29.: General Roberts berief die angesehmstm Einwohner des Kumm-ThaleS und erklärte denselben, die Herrschaft des EmirS von Afghanistan in diesem District sei für immer vorüber, die Bevölkerung müsse von jetzt an die Kaiserin von Jndim als Herrscherin betrachten. — „Times" melden aus Kalkutta vom 29. d.: Die Meldung von der Ankunft Jakub Khans in Jellalabad ist, obwohl aus bisher zuver- läßiger Quelle stammend, noch nicht bestätigt. Vor der Flucht des Emirs Schir Ali hatte der Vicekönig den Ma­jor Cavagnari angewiesen, Jakub Khan freundliche Aner­bietungen zu machen. Ein Bries aus Jellalabad vom 23. d. meldet die Anknüpfung von Unterhandlungen mit Jakub.

Brüssel, 30. Decbr. Die belgische Bischöfe erließen einen gemeinsamen Hirtenbrief, worin sie das Land auf die Gefahren des von den Liberalen befürwortetm Gesetzent­würfe» bezüglich des Laien-Unterrichts Hinweisen.

Koüstautivopel, 29. Decbr. Der Sultan wird an- -ch des Neujahrsfestes auch das diplomatische Corps 'ludienz empfangen und eine Ansprache halten. Die le hat wegen des MinderwertheS der KaimeS die Brod- e herabgesetzt und wird die Preisdifferenz den Bäckern der Staatskasse vergüten. Die Zolldirection soll von bisherigen Minister an eine besondere Commission .ehen. Das organische Reglement für die europäischen uzen wird den Berathungen besonderer provinzieller ttsstvnrn als Basis dienen, welche für die lokale Aus­

führung des Reglements die erforderlichen Abänderungen vorzunehmen haben. Alle provinziellen Reglements wer­den dann der Commission in Philippopel zur definitiven Genehmigung vorgelegt.

Heffnt-Raffau.

8. Marburg, 31. Dec. Ihr gestriges Blatt brachte einen Artikel über die projectirte, Secundärbahn Cölbe- Laasphe und gestatten Sie mir wohl im Anschluß hieran einige Bemerkungen. — Zunächst ist nicht zu verkennen, daß das Verlangen des Herrn Handelsministers nach einer finanziellen Betheiligung der interessirten Kreise und Ge­meinden, ein berechtigtes ist; dies schließt aber natürlich ein, daß auch das Interesse dieser zu Beiträgen heranzu­ziehenden Gemeinden in jeder Beziehung gewahrt wird. Ich erlaube mir nun die Anftage: ist das Interesse der Stadt Marburg und des Kreises Marburg, welchen beiden ein vorläufiger Zuschuß von Mk. 90,000 abverlangt wird, bei diesem Project gewahrt? Ich behaupte, nein! Be­rühren wir hier nur das Interesse der Stadt und zwar um so mehr, als das Interesse der Kreishauptstadt in den meisten Fällen ja auch daS beä, ÄreifeS ist. Der Güterverkehr der Main-Weser-Bahnstativn Marburg ist bekanntlich ein ziemlich reger und vornehmlich deßhalb, weil die Kreise Biedenkopf, Berleburg, Frankenberg rc. durch ihre besondere Lage genöthigt sind ihre Maaren, Produkte und Fabrikate durch die Vermittelung der ihnen zunächst liegenden Station Marburg besorgen zu lassen, ein Verkehr, welcher ca. 40 o;o des gesummten Güterver­kehrs dieser Station umfaßt und welcher vorzugsweise mit dazu beigetragen hat, daß zur Erweiterung des Bahnhofes sehr große Summen verwendet werden mußten. Wird nun aber eine Station Cölbe errichtet, so wird sich ganz naturgemäß nach und nach dieser sämmtliche Verkehr in Cölbe etabliren, denn die Bewohner dieser Kreise werden sich bedanken, wenn sie die Fracht Cölbe-Marburg für aus dem Norden kommende Güter doppelt bezahlen sollen. Hiermit verliert aber die Station Marburg nicht allein diesen beveutenden Güterverkehr, sondern auch die jetzt zahlreich hier ausspannenden Frachtwagen bleiben dann in Cölbe. Die Anführung dieser Punkte allein wird ge­nügen, um zu zeigen, daß bei di esem Projekte das Inter­esse Marburgs nicht gewahrt wird und daß wir also auch nicht in die Lage kommen können, hier auch nur den ge­ringsten Beitrag zu leisten. — Etwas anderes wäre es aber, wenn das Project in anderer und den Interessen sämmtlicher betheiligten Kreise, dienenden Weise auögeführt würde und zwar so, daß die Bahn nicht den Umweg über Cölbe macht, sondern von Marburg vermittelst eines Tun­nels durch den Gebirgszug bei Sarnau in gerader Rich­tung auf das Hinterland ausläuft. Dieser Tunnel und eine noch weiter nöthige Brücke würden allerdings einen Kostenaufwand von mehreren Hunderttausend Mark ver­ursachen, aber dafür den Vortheil haben, viel kürzer zu sein, was für den Betrieb von großem Werth ist. Ferner würde die Erbauung der Station Cölbe und der Terrain­ankauf wegfallen (was beides im Laufe der Zeit viel Geld in Anspruch nimmt) und diesem Project auch ein erheblicher Beitrag Seitens der Stadt Marburg und des Kreises sicher sein. Gewiß wird auch Herr Landrath Schreiber bei seinem hohen Interesse für solche den Kreis und die Stadt angehenden Fragen diesem Projecte feine Befürwortung zuwenden, wenn es erst in Anregung ge­bracht ist. Diesen Zweck aber soll Vorstehendes haben.

— (Personal-Chronik.) Die Pfarrer Ursprung in Fronhausen, Lohr zu Hünfeld, Ruhl zu Trusen, Ernst zu WeiterShausen, Coing zu Trendelburg, Scheuermann zu Nordshausen, Schulz zu Renda, Münch zu Bahlhorn und Kempf zu Beenhausen sind zu Localschulinspectoren bestellt worden. Der Pfarrer Wissemann zu Waldau ist auf Nachsuchen von dem Amte als Oberschulinspector entbun­den und an Stelle desselben der Pfarrer Schuhmann zu Crumbach zum Oberfchulinspector über die Schulen der Klasse Kausungen ernannt worden. — Versetzt wurden: die Lehrer Linnenkohl zu Wickenrode, Kr. Witzenhausen, als 1. Lehrer an die ev. Schule zu Germerode, Kr. Esch- wege, Schnitzerling zu Dorla, Kr. Fritzlar, als 3. Lehrer an die evang. Schule zu Wahlershausen, Landkr. Kassel, Schramm zu Weiperz, Kr. Schlüchtern, als Lehrer an die kath. Schule zu Steinbach, Kr. Hünfeld, Schäfer zu Ober­werba, Amtsbez. Vöhl, als Lehrer an die ev. Schule zu Dorf-Itter in dems. Amtsbez., Löwe zu Homberg als 5. Lehrer an die Stadffchule zu Grebenstein, Viehl zu Hof­bieber Kr. Fulda, als 2. Lehrer an die kath. Schule zu RaSdorf, Kr. Hünfeld, Lang zu Naumburg als Lehrer an die Mh. Schule zu Hünfeld, frerner die provis. Lehrer Körber zu Kleba, Kr. Hersfeld, als provis. Lehrer an die ev. Schule zu Kirchhof, Kr. Melsungen, Weckeffer zu Machtlos, Kr. Ziegenhain, als provis. 4. Lehrer an die Stadtschule zu Ziegenhain, Mehler zu Oberbimbach, Kr. Fulda, als provis. Lehrer an die kath. Schule zn Weidenau, dess. Kr), Viehmann zu Ostheim, Kr. Hofgeismar, als provis. Lehrer an die Stadtschule zu Homberg. — Definitiv bestellt wurden: die seither provisorisch angestellten Lehrer Dittmar zu Dohrenbach, Kr. Witzenhausen, als Lehrer an der ev. Schule das., Müller zuBreiteubach, Landkr. Kassel, als Lehrer an der ev. schule das., Levy zu Sachsenhagen, Kr. Rinteln, als isr. Lehrer und Vorsänger das., Zimmer zu Katholisch-Wüllenroth, Kr. Gelnhausen, als Lehrer an der kath. Schule das., Leonhäuser zu Wohra, Kr. Kirch­hain, als 2. Lehrer an der ev. Schule das., Schmitt zu

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Ale nyon. (Achtundvierzig Kinder ert; der im Oruedcpartement belegenen Gemeinde LS Mouche ist vor einigen Tagen ein entsetzliches Ungluu J sirt. Zweiundsünfzig Kinder, welche eben auS der Schülp gekommen waren, hatten sich auf einem in der Nähe bedv n Fleckens belegenen Teiche eine s. g. Glieterbahn eingerichtet ft* unb tummelten sich lustig auf bet glatten Fläche umher»— als Plötzlich die Eisdecke unter chren Füßen brach. Acht-fl*!

— (Univ.-Nachr.) Der Geheime Justiz-Rath un yetra orbentliche Professor Dr. von Bar in Breslau ist als ct ingen dentlicher Professor ber Rechte an bie Universität zu Göt Sechse! tingen versetzt worben. ei ber

— Unter den der edlen Unterhaltung gewidmeten Jom tm er

an, denen jedoch bie beibeu Haushunde ber schon in ber Nähe befindlichen Mühle zu Hülfe kamen. Die beiden Müllerburschen liefen aus das Bellen ber Hunbe heraus, |C1 als sie aber baS Raubthier erblickten, kletterten sie auf bas • sg. über ben Mühlräbern befindliche Gerüste. Der Wolf todr *e; mittlerweile in den engen Raum zwischen der Mühle und Vh. ben Gartenzaun retirirt, wo er sich gegen bie Verfolgung ; ber Hunbe unb bie Steinwürfe der Müllerburschen zu schützen suchte. Durch ben kombinirten Angriff warb er - jeboch so enttnuthigt, baß er ins Wasser sprang, um aus L, das jenseitige Ufer hinüber zu schwimmen, wobei er jedoch zwischen die Mühlräder gerieth, die im Gange waren und von diesen zermalmt wurde. ' j

Pest. („Das gehört zum Geschäft.") Dieser Tage stürzte ein Rauchfangkehrer von dem Dache eines zwei- stöckigen Hauses herab. Einige Personen, welche das im entscheidenden Momente mitansahen, eilten entsetzt hinzr und glaubten den Unglücklichen als Leiche auffinden zi müssen. Doch der Mann war glücklicher Weise aus einet im Hose liegenden Schneehaufen gefallen. Fast im nächst^ Augenblicke schon hatte er sich erhoben und konnte ouf Aeußerungen der Theilnahme und der Ueberraschu'' Umstehenden wohlgemuth bemerken: „Das aV*lei)et

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unfer’m G'schäft! Jetzt muß ich nur gleich V^hn gf'A en Dach hinauf, denn mir scheint, daß ich dorm""

Hopseld, Kr. Witzenhausen, als Lehrer an der ev. Schule »vier zu Altmorschen, Kr. Melsungen, Dauth zu Birstein Kr.; sich Gelnhausen, als 2. Lehrer an der ev. Volksschule das., Le Freitag zu Hausen, Kr. Witzenhausen, als 2. Lehrer an ger s der ev. Schule zu Besse, Kr. Fritzlar, Schneider zu Roden- et N berg alö Lehrer an der Stadtschule das., Reinhardt, zn rgerfi Großenmoor, Kr. Hünfeld, als Lehrer an der ev. Schule mbze baf. — Die Lehrer Cantor Jouvenal zu Trenbelburg und indth Weitzel zu Kirchbitmolb sinb in ben Ruhestanb versetzt iarbei worben. Den Lehrern Gundelach zu Heiligenrobe, Landkr t tgl Kassel, unb Nau zu Simmershausen, Kr. Gersfelb ist du gen s nachgesuchte Dienstentlassung ertheilt worben. junge

Wiesbaden, 29. Dec. Der communalständische Aus »chs schuß hat in seiner bieser Tage abgehaltenen Sitzung fol-tch genbe Beiträge an Feuerwehren verwilligt: Dillenburg 25( nz Mark, Oberbrechcu 200 Mark, Oberwalluf 180 Marked ge Schierstem 200 Mark, Diez 130 Mark, Hachenburg löt len Mark, Heddernheim 100 Mark. — Zu ber am 25. uni ischte 26. April nächsten Jahres in Frankfurt a. M. stattfinben lernet ben Schlachtviehausstellung hat ber Verein nassauischer Land, die

l und Forstwirthe einen Preis von 100 Mark für bie Kate t ihn gorie „Ochsen 3 Jahre alt unb betrübetM ausgesetzt.

nalen, weiche einen hervorragenden Platz in unserer Liter« it ai tut einnehmen, ist in erster Linie bie bei Ed. Hallberg! e ihn in Stuttgart erscheinende „Jllustrirte Welt" zu net ir her nen. Nicht nur finden wir die Namen unserer beliebtest! icht n ErzüH/er wie Wachenhusen, Vacano, Möllnhausen u. 2 vht, • darin wieder, sondern das Blatt bringt ebenso eine Anza! itte, lehrreicher ArbeuM aus dem Gebiete der Naturwiffenschas in fu kulturhistorische (Stilen, Kriegsbildcr, humoristische Stätte Wen Sinnsprüche, Bilderräthsers- f.; ferner in jeder Liefern: illiett einen wahren Schatz der vorzügn^fieu Illustrationen, thei hwim Porträts bedeutender Männer der Zeit, theu^ Szenen ai eten < dem anmuthigen Volksleben, theils Episoden aus bem rot olvet den Kriegstanze darstellend. Man merkt es dem Blai dalou unschwer an, daß dasselbe von einer tüchügm Red^ktlchmes 2 sorgfältig geleitet und von einem kunstverständigen VerleMrch herausgegeben wird, so daß eS mit Recht einen Anspruchs— darauf erheben darf, in jeder deutschen Familie Boden zu js gewinnen. Wir empfehlen dasselbe daher der geneigten Aufmerksamkeit unseres Leserkreises auf das Angelegentlichste, c|c zumal der Preis für ein Heft — jährlich erscheinen 26 Wh Hefte — 30 Pfennige beträgt, ein Preis, den wir faktisch als einen fabelhaft billigen bezeichnen^müssen. tre

Holzwickede, 25. Decbr. (Sieben Personen ver- giftet.) Gestern erkrankten sieben Beamte der Bergisch- , Märkischen Eisenbahn nach dem Genüsse von Schnaps, welcher von den Betreffenden selbst zubereitet, aus Ver- (et sehen von Schierlingswurzeln hergestellt war. Einer der Unglücklichen, ein Weichensteller, hatte Schierling, in ber Meinung, Kalmus zu haben, zur Zubereitung aus seinem ;r Garten entnommen. Drei starben unter schrecklichen ^i Krämpfen sofort, während die übrigen vier im Kranken- ' Ui Hause unter großen Schmerzen barniederliegen. Krl

P e st. (Mißgeschick eines Wolfes.) In einer Mond- Hellen Nacht führte kürzlich ein Bursche aus Bohrst (Ara- ' — der Komitat) in einem zweispännigen Wagen Getreide zum Vermahlen in bie eine halbe Stunde weit entfernte Mühle. Am Rande des Waldes fiel ein großer Wolf die Pferde