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xiii Jahrgang

Marburg, Sonntag, 29. December 1878

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jener Gangart fein. Außerdem schließe «n System daS andere nicht aus. Gelinge eS einige Artikel tn ähnlich starkem Maße wie in England und Amerika heranzuziehen, o stehe nichts im Wege, die Zahl der steuernden Artikel auch wieder zn vermindern, wenn ihre Ausdehnung prac- tisch lästig und nachtheilig befunden werde. Ebenso könne aus dem Wege künftiger Handelsverträge auf manche Zölle

-* - H würden. Der

Wie einst im Türkenkriege Zrini'S im Schloß Sigeth, Die, wie der Griechen Siege, Glanzvoll im Lichte steht.

Da rückten an achttausend

Seinen hat zum Sturm, Hausen seiner Tobten wie im Sand der Wurm.

Da wichen wir vor'm Dampfe, Denn unsre Noth war groß.

Wir haben uns ergeben, Pardon Stainville versprach, -* ES stürzte ein mit Beben De« Schlöffe« Dach und Fach. Der General sich wundert, Als er uns kommen sah, Er meinte, viele Hundert Im Schlosse lägen da.

Nur Einer, der die Brücke Herabließ in der Noth, Bon uns, zum Ungelücke, Fand durch den Feind den Tod. Und in dem Stall verbrannten Zwei Pferde in der Glut, Die sich vom Platz nicht wandten, Weil scheiden wehe thut.

Dem Lieutenant, der verwegen Sich vor dem Feind gewehrt, Ließ Stainville seinen Degen, Hat Tapferkeit geehrt.

Verkünde Mund und Feder, Den Ruhm der braven Schaar, Und daß Lieutenant Steigleder*) Der tapste Führer war!

) Hannoveraner

nach

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v - f Kampfzölle schon früher empfohlen; aber um durch Concefstonen Gegenconcessionen erlangen zu können, dürfe man nicht in der Lago fein, Alles, was man concediren könnte, vorher freiwillig ver­schenkt zu haben. Um auf Zölle verzichten zu können, müsfe man sie vorerst haben, oder wenn man sie nicht habe einführen. Jeder Schritt zu dem vom Reichskanzler unablässig im Auge behaltenen Ziele auf dem ein«, oder anderen Wege vorwärts gethan, werde immer em Gewinn für die nationale Wohlfahrt sein.

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machen zu wollen.

In der Nr. 1 des neuen Jahrgangs UWU, beginnt die höchst spannende Er-

IX ß be- ifcher als:

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zustehenden Temporalien nicht als eine Strafe, sondern al« eine Consequenz der Handlungen und Unterlassungen er­scheint, dnrch welche der davon Betroffene zu erkennen gibt daß er der vom Staate anerkannten Kirche nicht mehr angehören will."

Meldung derPolit. Corresp."auS Konstantinopel vom 26. d.: Nach Aeußerungen fTollebenS |bei verschie­denen Anlässen erscheint die Räumung RumelienS bevor­stehend Der Generalgouverneur von Ostrumelien gab den bulgarischen Behörden den strengsten Auftrag, die Aut­orität deS FinanzdirectorS Schmidt anzuerkennen.

DerConrrier d'Jtalie" meldet über den österreichisch- italienischen Handelsvertrag im Gegensätze zu anderen Nach­richten folgendes:Die Nachrichten, welche wir aus Wien erhalten sind nicht von einer Natur um hoffen zu lassen, daß die auf den Handelsvertrag bezüglichen Verhandlungen bald zu der erwünschten Lösung geführt werden können. Trotz der neuen verföhnlichen Jnstruttionen haben unsere Vertreter nicht bewirken können, daß die österreichisch-unga­rischen Unterhändler in einigen für unseren Handel nach- I theiligen und für unsere Industrie wichtigen Punkte nach­gaben. ES scheint, daß die österreichisch-ungarische Regie­rung sich der Anwendung des allgemeinen Tarifs zuneigt mit dem Vorbehalte die Verhandlungen später auf Grund der gemachten Erfahrungen wieder aufzunehmen. Trotz deS Mangels an Uebereinstimmung zwischen den Vertretern der beiden Länder auf dem wirthschaftlichen Gebiete, fahren ihre Beziehungen fort, die wohlwollendsten und herzlichsten zu sein. Selbst, wenn die fraglichen Verhandlungen, wie wahrscheinlich unterbrochen werden, werden die Bande der Freundschaft welche beide Länder verbinden nicht die geringste Schädigung erleiden."

Deutsches Reich.

# vertt«, 26. Dezbr. Die Behauptung, es sei in einer of­fiziösen Notiz Klage gegen das Abgeordnetenhaus geführt wor­den wegendes langsamen VorschreitensderBerathungen, ist nicht begründet. In der betreffenden Nottz war lediglich der Stand der Geschichte konstattrt, dabei wurde hervorgehoben, daß angesichts des unaufschiebbaren Zusammentritts des Reichs­tages e« der Umsicht des Präsidiums deS Abgeordneten­hauses und des Zusammenwirkens des Präsidiums mit den Parteivorständen bedürfen werde, um die dringendsten Ar­beiten der Landtagssession zu Ende zu führen. DaS Näm- liche ist schon vorher und settdem wiederholt von liberalen Blättern auSgefübrt wordm. Die Mitglieder der Zoll- 1 tarifscommisston sind folgende: Kgl. Wirkt. Staatsminister

Franzosen mit Geschütz, Die Kugeln flogen sausend, Doch waren sie nichts nütz. Die Feinde abzuwarten, War unsere Schar zur Hand, Sie haben hinter Scharten Die Büchsen wohl gespannt.

Ringsum die Nachbardächer Hat stark der Feind besetzt, Die Kugeln schlugen Löcher, Doch ward kein Mann verletzt. Sogar in nächt'ger Weile Fiel unsre Mannschaft aus Und machte in der Eile Viel Feinden den GarauS.

ES hat der Graf Stainville manchen Sturm geführt, muht' er halten stille, Widerstand verspürt, roenn er aufgeboten,

Lag

Gefallen sind zweihundert Franzosen vor dem Wall, Von uns, so hört'« verwundert! Fiel einer nicht einmal.

Bis angesteckt im Kampfe Bon Bomben, stand das Schloß,

Die letzte Hypothek von W. Cyr. _ Mr bei rechtzeitiger Bestellung ist es möglich

Hessische Geschichtsbilder. etnt Heldenthat im Schloß r« Kriedewaltz vom 25. Juni bis zum 6. August 1762.

IV.

ES hat der Jahre sieben Gekriigt der König Fritz, Vor dessen scharfen Hieben Floh jeder wie vor'm Blitz. Doch die Franzosen schweistm Umher im Heffenland, Die Spur, wohin sie streiften, Bezeichnet Raub und Brand.

Sebt: Hersfelds heil'ge Zierde, Die Kirche in dem Stift, Wie« ihre Brandbegierde Einst in der Flammensch'rift. Die kahlen Wände ragen Noch wie zum Wehgeschrei, Geschwärzte Steine klagen Ob welscher Barbarei.

So thun in Friedewalde Des Schlosses Trümmer auch, Wo einst aus jeder Spalte Emporstieg Flammenrauch. Schmach über Deine Thaten, FranzoS, im Heffenland, Mit Bomben und Granaten, Verwüstung, Raub und Brandl Nur fünfzig Jäger lagen Im Friedewalder Schloß, Zehn Reiter auch, zu wagen Die Thal, an Ruhm so groß

Die Provinzial-Correspondenz" reproducirt das Schrei­ben de« Reichskanzlers über seine Gesichtspunkte: fürb« Revision des Zolltarifs und knüpft daran folgende AuS- sthruugen: der Reichskanzler habe da« rn feiner Rede von 1875 bezeeichnete Ziel Deckung der StaatSbedurfn ff vornehmlich durch iudirecte Steuern unverändert fest- laSn, die Unterstützung aber, die er nach jener Rede k hoffte, nicht gefunden. Für den damals angeregten Weg, nack englischem Beispiel nur wenige ergiebige ginanjarttfel ate Grundlage zu nehmen, fei ihm die Unterstützung schon L bTerften Hauptartikel Tabak bei den gerungen I sowohl wie im Parlament versagt worden. Wenn der Tabcck nur etwa 60 Millionen bringen solle, so sei jener U mglffiche We7 mcht gangbar. Die Hauptsvche für en . I fcrafttoen Politiker werde immer die Erreichung des Zieles -Alt auf theoretischen Modalitäten dieser oder

DerNordd. Allg. Ztg." zufolge sind für die Commis­sion zur Revision deS Zolltarifs zwei Mitglieder von der festgesetzten Anzahl noch nicht ernannt, und zwar die von dem preussischen Handelsminister und von den Hansestädten ni designirenden. Die Commission wird am 8. Januar zusammentreten. DieKreuzzeitung" hat Grund, die Nachricht von der Berufung der Hofprediger Kögel und Bauer in den evangelischen Oberkirchenrath für nchtig zu halten, und fügt hinzu: wenn wir recht unterrichtet find, so ging der Erledigung dieser Frage der Ausdruck des Ver­trauens deS Kaisers für den CultuSminister voran.

^n seiner neuen nunmehr erschienenen Broschüre: Quid faciamus nos? refumirt Graf Harry Arnim den Unterschied zwischen der preußischen Maigesetzgebung und seinen in der genannten Broschüre gemachten Vorschlägen dahin:1) Daß die letzteren sich jeder Einmischung m die inneren Angelegenheiten der Kirche enthalten, 2) daß sie demjenigen, welcher den Schutz gegen tyrannische Obere nachsucht, denselben gewähren, soweit es sich um Fragen handelt, welche denMenschen" schädigen, wahrend sie sich um seinepriesterliche" Qualität nicht kümmern; 3) daß sie sich des Strafsystems enthalten, welche« die preußstche Gesetzgebung über alles verhaßt gemacht hat, da das Rechts­gefühl sich dagegen sträubt, Handlungen und Unterlassungen bestraft" zu sehen, welche der zuBestrafende nach sei­nem Gewissen zu begehen verpflichtet ist. Diese sogenannten ! Strafen sind auch in Wirklichkeit nur Zwangsmaßregeln, deren Zwecklosigkeit bewiesen ist. Sollte man sie durch Todesstrafe ersetzen wollen, würde die Wirkung die nam- I lHe fein; 4) daß die Entziehung der den Kirchendienern

Wunderbare Geschichte«.

Im Anfang diese« Jahrhundert« war e« auf de Universität Marburg noch üblich, daß diejenigen Studenter welchen aus Vorschlag der einzelnen Hessischen Städte ei

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Dberhessische Zeitung

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verzichtet werden, die jetzt etwa aufgelegt

m-n 'ii baldigst bei Ml N°chftli°g-»d-«P°stst°llm I d--System der

Anzeigen nimmt entgegen: die Expedition d Blatte-, s owie d- Annoncen-Bureaux von G- L- Daube & Co. in Frankfurt a- M; Jäger'sche Buchhandl ung das elbst;

Hermann'sche Buchhandl. daselbst; Jnvalidendank in

Berlin: W. Thiene» in Elberfeld: C. Schlotte in

Bremen.

ausgegeben. 6er yberh. Ztg.

Tagesbericht.

Ueber einem dem Kronprinzen am ersten Feiertage zn- aestoßenen Unfall verlautet authentisch Folgendes: bei der Rückkehr von einer Spazierfahrt waren die Pferde vor dem Palais nicht zum Stehen zu bringen, und ö^neth der W aen durck eine rasche Biegung in« Wanken; der Kronprinz I wurde mit seinem Adjutanten aus dem Wagen geschlendert, nahm jedoch glücklicher Weise keinerlei Schaden.

«aieigew nimmt entgegen: »je Expedition d.Blatte-, Öfen, Iie d.Annoncen-Bureaur

vffw u. mm Th. Dietrich & Co. m Hiebe, «.siel und Hannover ; ^.

Diemch tn Frankfurt o.lUC., L-asenstein & Vogler tn .nksurt a. M., Berlin, adeipzig, Cvln rc.; Rudolf Wisse in Berlin, Frank­furt a. M. tc.