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ersuchen, im Bundesratbe dahin zu wirken, daß in thun- lichster Bälde folgende Maßregeln getroffen werden: 1) ein Gesetz, welches allen nicht in die Handelsregister als Kauf­leute eingetragenen Personen die Wechselfähigkeit entzieht; 2) ein Gesetz, welches die Höhe deS Zinsfußes festsetzt; 3) ein Gesetz, welches den Wucher wieder unter Strafe stellt und alle wucherischen Rechtsgeschäfte für unverbindlich er­klärt.

wurde, sie sollte sich schnell entfernen, meinte sie, die Maschine ist noch lange nicht heran und blieb in hocken­der Stellung fitzen. Während sie dann endlich aufspringen wollte, hatte die Maschine sie bereits erfaßt und umge- worfen. Ihrem dabei ausgestoßenen Hulferuf konnte man leider nicht mehr Nachkommen. Die Räder gingen ihr zu­erst über, die Füße und dann über den Kopf, der ganz breit gedrückt wurde. Als man sie unter den inzwischen znm Stehen gebrachten Wagen hervorzog, war sie tobt

Ostrowo, 27. Nvvbr. Der gestern hier abgehaltene Jahrmarkt war von prachtvollem Wetter begünstigt und auch sehr zahlreich von der Landbevölkerung besucht; doch sollte er durch eine schauerliche That beschlossen werden, die unsere Stadt in große Aufregung versetzt. Am Abend gegen 9 Uhr hatte sich der Webergeselle N. im Hausflur des Schankers Lukowski auf der Raschkowerstraße mit dem Dienstmädchen eines Postbeamten ein Rendezvous gegeben. Während dieser Zeit kamen 2 Drechslergesellen der verwitt- weten Frau Drechsler Reindtke nach dem Flur, sahen die Beiden dort stehen und fragen, womit sie sich beschäftigten. Als ihnen von dem R. der Bescheid ertheilt wurde, daß sie das gar nichts anginge, gab der eine der Drechslerge­sellen dem Mädchen einen Schlag ins Gesicht, und da sich in Folge dessen R. zum Schutz der Geohrfeigten vor sie hinstellle, frag der zu Tätlichkeiten übergegangene Drechs­lergeselle seinen Kameraden, ob er nicht ein Messer bei sich führe. Dies bejahen, das Messer aus der Tasche zie­hen und dem Webergesellen N. den Hals zu durchschneiden, war bei dem zweiten der beiden Raufbolde das Werk eini­ger Sekunden, so daß, als auf das Geschrei des Mädchens Leute herbei kamen, der R. bereits eine Leiche war. Die Verbrecher sind am Orte der That sofort verhaftet worden.

Metz. Ueber ein Rencontre mit einem Wildschwein wird aus Saulxures der Metzer Zeitung Folgendes be­richtet: Die Frau eines Einwohners war in dem Garten hinter ihrem Hause beschäftigt, als sie, durch knurrende Laute aufmerksam gemacht, plötzlich ein Wildschwein auf sich zurennen sah. Erschreckt eilte die Frau in das Haus zurück und hatte gerade noch Zeit, in ihr Wohnzimmer zu gelangen und die Thüre desselben hinter sich zu schließen, denn das wilde Thier war ihr aus dem Fuße gefolgt und machte nun Versuche, in das Zimmer einzudringen. Jetzt steigerte sich die Angst der armen Frau dermaßen, daß sie zum Fenster hinaus aus die Straße sprang und laut um Hilfe schrie. Alsbald war das Haus von zahlreichen, mit Mistgabeln und sonstigen Geräthen bewaffneten Leuten um­stellt, jedoch vermochte Keiner dem Wüihen des Thiers Einhalt zu thun. Zum Glück konnte schließlich ein Grenz- Aufseher, der des Weges kam, herbeigerufen werden, und es gelang diesem Beamten, durch einen gut gezielten Schuß die Bestie zu tödten. Dieselbe wog ausgeschlachtet 125 Pfund

Auslaud.

. Pest, 3. Dec. Der zu Ehren der ungarischen Oppo­sitionsführer projektirte Fackelzug sand gestern in vollkom­mener Ordnung statt.

Bera, 3. Dec. Zum Präsidenten des Nationalraths wurde im sechsten Wahlgang Römer von Zürich (Centrum) mit 68 Stimmen gegen Künzli (radikal) mit 58 Stirn- men gewählt. Zum Vicepräsidenten wurde Künzli mit 63 Stimmen gegen Weck (Centrum), welcher 51 Stimmen erhielt, gewählt.

Rom, 3. Decbr. Gestern sand in Mailand eine De­monstration zu Gunsten des Ministeriums statt. — „Di- ritto" beklagt diese außerparlamentarische Agitation, da über die Thaten des Ministeriums nur dem Parlamente ein Urtheil zuftehe. Die „Nuova Antologia" bringt einen Arti'el von Luzzatti, worin dieser nachweist, daß die Er­neuerung der europäischen Handelsverträge in Gefahr schwebe. Ein Theil der Verantwortung für diese That- sache entfalle auf England, das im Jahre 1877 die ver­söhnlichen Anträge Leon Say's zurückgewiesen habe. Das Verhalten Italiens sei ein loyales gewesen.

Petersburg, 3. Decbr. Der „Regierungsbote" ver­öffentlicht folgende gestern vom Kaiser im Kreml-Palais zu Moskau gehaltene Ansprache: Ich bin sehr froh, mei­nen herzlichen Dank allen Ständen Moskaus für ihre während des letzten Krieges geübte Wohlthätigkeit persön­lich zu wiederholen. Eurem edlen Beispiele folgte ganz Rußland. Ich hoffe, der endgültige Friede mit der Tür­kei wird baldigst unterzeichnet. Ich danke auch für die Gefühle der Ergebenheit, welche Ihr mir anläßlich der traurigen Ereignisse in Petersburg und an anderen Punk­ten Rußlands ausdrückt. Ich glaube an die Aufrichtig­keit dieser Gefühle und hoffe, daß, wenn ich nicht mehr da bin, Ihr dieselben auf meinen Sohn und dessen Nach­folger übertragen werdet. Ich verlasse mich auf Eure Mitwirkung, um die Jugend auf dem gefährlichen Wege aufzuhalten, auf welchen unzuverläßige Menschen dieselbe zu verleiten suchen. Gott möge uns darin helfen und uns den Trost geben, die friedliche Entwickelung des theucren Vaterlandes auf gesetzlichem Wege sehen zu können. Nur I auf solchem Wege kann die künftige Macht Rußlands garantirt werden, welche Euch wie mir theucr ist.

Aovsta«tino-el, 2. Decbr. Das Kriegsgericht hat das. Urtheil in dem Processe Suleiman Pascha gefällt. Dasselbe soll auf 15jährige Einschließung in eine Festung und auf Degradation lauten. — Munis Bey wurde seiner Stellung enthoben und Kiamil Bey zum Gesandtenein­führer ernannt.

Lahore, 3. Decbr. Am 30. Novbr. hat ein heftiges Feuer zwischen den Truppen Appeleyardö und dem Feinde stattgefunden. — Der Khyberpaß ist offen. Die Wagen­züge treffen in Alimusjid ein. — Nach einem viel ver­breiteten anscheinend nicht unglaublichen Gerüchte fand gestern den ganzen Tag über eine Schlacht zwischen einer Abtheilung britischer Truppen unter General Roberts und afghanischen Truppen im Peiwar-Passe statt. — Die bri­tischen Truppen unter General Stewart sind in Kirta im Dcfile von Solan eingetroffen. — Nachrichten aus Kanda­har zufolge hat der afghanische Gouverneur daselbst seine Familie nach Farag gesandt. — Emir Schir Ali soll 20,000 Rupien auf die Einkünfte von Kandahar im Voraus er­hoben haben.

Washington, 2. Decbr. Die Botschaft des Präsi­denten HayeS an den Kongreß enthält dm Ausdruck des Dankes für Gott wegen der unsäglichen Segnungen des Landes, empfiehlt eingehende Erwägung des Ursprunges des gelben Fiebers und betont die Nothwendigkeit genauer Wahlprüfung; er werde keine Mühe scheuen, eine volle loyale Untersuchung der Bestechungsanklagen cinzuleiien. Die Beziehungen zu den fremden Staaten seien fortwährend friedlich; unsere Neutralität werde aufrechtgehalten und refpectirt. Die Botschaft erwähnt ferner den fortgesetzten diplomatischm Schriftwechsel mit Mexiko; es sei zwar keine formelle Verftändigung erzielt, indeß doch vieles gethan zur Unterdrückung der Grenzstörungen; es wird gewünscht, die Grenze militärisch nicht zu überschreiten und das jetzige Einschreiten der mexikanischen Regierung gegen Marodeure conftatirt. Die Botschaft weist sodann auf die internatio­nale Ausstellung von 1879 hin und erwartet von der pariser Ausstellung nützliche, wichtige Resultate. Betreffs -er Finanzlage erklärt die Botschaft: der Präsidmt hege -ie Ueberzmgung, das beste Mittel, Handel und Industrie ,u heben, sei die Abstandnahme von allen legislattven Aen- -erungen. „Wird erst verstanden, daß während der näch­ten Jahre der Handel durch staatliche Einmischung beein- rächttgt wird, dann ist zuversichtlich zu erwarten, daß die Wiederaufnahme der Baarzahlungen erfoglreich durchgeführt mb von gesunder, dauernder Wohlfahrt begleitet werden oird." Behufs wirksamerer Unterdrückung der Jndianer- nnfälle wird die Bildung von berittenen Jndianercorps . mpfohlen.

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Paris. (Großmnth des,Schahs von Persien). Der ! Schah von Persien, welche die in dem Pavillon am Tro- cadero auögestclltm Möbel, Stoffe, Waffen u. s. w. alle persönlich angehörten, hat seinem Gesandten in Paris, Nazar-Agha, Befehl gegeben, die kostbarsten Stücke den europäischen Souverainen, deren Gast er gewesen, zu ver­ehren, die übrigen aber öffentlich zu versteigern, was näch­stens unter der Aufsicht des persischen General-Konsuls, Herrn Meynier, geschehen wird.

London. (Velocipsde-Wettfahrt.) Von Montag den 18. bis Sonnabend den 23. November fand im GlaSpalast der regelmäßigen Ackerbau-Ausstellungen in London-Jsling- ton ein Wettritt von Bycycle-Reitcrn statt, bei welchem ebenso außerordentliche Leistungen vorkamen, wie bei dem berühmten achttägen Wettmarsch. Es hatten sich 12 Velo- cipede-Reiter gemeldet, welche jeden Tag von 6 Uhr Mor­gens bis Mittemacht, mit Ausnahme der nöthigen Mahl­zeiten, im Kreise herumfuhren. Die Wette galt, daß der­jenige, welcher zuerst 1000 englische Meilen (gleich 200 deutsche) gemachi haben werde, den Preis von 100 Psd. Sterl. gewinne. Der zwecke Preis betrug 25, der dritte 15 und der vierte 10 Psd. Sterl. Der erste Preis wurde von einem Herrn Cann gewonnen, der in den ausgemach­ten 108 Stunden 1060 Meilen zurücklegte; der zweite von Edlin mit 1025 Meilen. Wir gönnen ihnen Preis und Ruhm, denn sie mußten nach Beendigung der Fahrt „so dumm fein, als ginge ihnen ein Mühlrad im Kopfe herum."

Konstantinopel. (Dr. Schliemann's neue Funde.) Dr- Schliemann soll wieder außerordentlich vom Glücke begünstigt woroen sein. Bei den Ausgrabungen, die der­selbe nämlich jetzt zu Hissarlik vornehmen läßt, soll er nicht weniger als vier Schätze, einen nach dem andern, gefunden haben. Der zuletzt gefundene dieser vier Schätze, bestehend aus einer mit Ohrgehängen und anderen Schmucksachen aus Gold ungefüllten bronzenen Vase, dann aus sechzehn wchwertklingen aus massivem Golde und zahlreichen silber­nen Schmucksachen, soll an Werth die drei anderen Schätze zusammen bei Weitem übertreffen. Gemäß den Klauseln des Fermans, welchen Dr. Schliemann behufs Vornahme seiner Ausgrabungen in Troja von der türkischen Regie-

Heffeu-Raffau.

Marburg, 4. Dec. Ihre Kaiserlichen Majestäten reisen heute Nachmittag 4 Uhr mittelst Extrazugs von Karlsruhe über Frankfurt, Marburg (Ankunft am 5. Morgens 2 Uhr 1 Minute, Abfahrt 2 Uhr 5 M.) Kassel, Kreiensen nach Berlin. Ankunft daselbst morgen Mittag 12 Uhr.

Bom Knüllgebirge, 30. Nov. Zu der die Gemüther hiesiger Gegend bewegenden Unruhe wegen einer in nächster Nachbarschaft hausenden, hier und da nächtliche Einbrüche versuchenden Diebesbande kommt noch die Nachricht einer That, die von gräßlicher Rohheit zeugt. Es war auf einem königlichen Forst große Jagd gewesen. Die Förster erholten sich am sog. Hülserborn. Unter ihnen befand sich auch der Waldwärter Linz zu Oberhülsa. Dieser, ein jähzorniger Mensch, geräth mit einem Bauer Rosenkranz von dort in Zank und Streit und stößt seinem Gegner einen Hirsch­fänger in die Brust. An dem Aufkommen R.'s wird ge­zweifelt. L. hat sich dem Gerichte selbst gestellt. (H. M.)

Haua«, 3. Decbr. In der heutigen Sitzung des en­geren und weiteren Gemeinde-Ausschusses wurde Herr Fabri­kant Kehl mit 37 Stimmen zum Vorsitzenden, Herr Fabri­kant Jung mit 39 Stimmen zum Stellvertreter erwählt.

Wiesbaden, 3. Decbr. Eine Anzahl Bäckermeister hat sich gestern Nachmittag in dem Gasthaus „Zur Stadt Frankfurt" zu einer Besprechung zusammengesunden und sich dahin geeinigt, für die Folge 4 Pfund Kornbrod zu 43 Pfg., 4 Pfd. Langbrod zu 45 Pfg. und 4 Pfd. Weißbrod zu 48 Pfg. zu verkaufen.

Frankfurt, 2. Decbr. Heute Vormittag um 10 Uhr verstarb Herr Pfarrer Wehner, ein ebenso ausgezeichneter Kanzelredner, wie Fürsorger der Armen.

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Aschersleben, 27. November. Gestern,Nachmittag fatna e zwischen 4 und 5 Uhr ereignete sich auf unserem Bahn, hükrlit Hofe ein gräßliches Unglück. Ein etwa 12jähriges Mäb- i2, Heu, Namens Louise Drofihn, hatte ihrem Vater, der Bahn- :*eu ) ar&eiter ist, Kaffee hingetragen und las bei dieser Gelegen- m To heit auf dem Bahnhofe umherliegende Kohlenstückchen zu- -- ,eig fammen, um sie mit nach Hause zu nehmen. Sie war m Po! hierbei so unachtsam, daß sie eine herankommende Rangir- mmctci maschine zuerst nicht bemerkte, und als ihr zugerufen 1 tauna hilirhc 11 o R* W.„orr _____ V. a9uu»

Bom Landtage.

Berlin, 3. December 1878.

Das Abgeordnetenhaus setzte heute die erste Bc- rathung der Vorlage betr. die Abänderung der gesetzlichen Bestimmungen über die Zuständigkeiten des Finanz-, Handels- und des Landwirthschafts-Ministeriums fort und beschloß die zweite Lesung im Plenum. Im Laufe der Debatte hob der Ministerpräsident Graf Stolberg hervor, die Regieruilg sei weniger durch principielle Erwägungen als durch Zweckmäßigkeitsgründe zu der Vorlage bestimmt worden, sie sei dabei von dem Grundsätze ausgegangen I und hatte an dem Grundsätze fest, daß die Organisation der Behörden, namentlich der Ministerressorts ausschließ­liches Recht der Krone sei. Es sei unbegründet, daß die Vorlage dieses Recht verletzte; dieselbe sei kein Organi­sationsgesetz, sondern eine Novelle zu zahlreichen Gesetzen, in denen bestimmten Ministern bestimmte Zuständigkeiten zugewiesen worden seien. Diese Novelle fei nothwendig gewesen, um etwaigen Rechtsunsicherheiten vorzubeugen. — Bei, der zweiten Berathung des landwirthschaftttchen Etats erklärte sich der Minister Friedenthal aufs entschiedenste gegen die beantragte Unterstellung der landwirthschastttchen Schulen unter das Kultusministerium. Das Haus be­schloß die Berathung dieser Frage mit der Berathung des Etats für die übrigen Fachschulen zu verbinden. In Be­treff des Ausbruchs der Rinderpest ht Stallupönen er­klärte auf eine Anfrage Minister Friedenthal, die Rinder­pest fei durch den Schmuggelhandel eingeschleppt worden. Auch im Overbruch sei an 7 verschiedenen Orten in Folge ! des nämlichen russischen Viehtransports die Rinderpest ausgebrochen. Alle zur Verhinderung der Weiterver­breitung diensamen Maßregeln seien ergriffen worden. Nächste Sitzung morgen.

vermischtes.

— (Schädlichkeit der Bierapparate.) Von einer Sach- j verständigen-Commission in Würbzurg war die Frage an­geregt worden, ob cö nicht angemessen sei, der iu letzter Zeit dort überhand nehmenden Einrichtung von Bierpres- sionen entgegenzutreten, da durch dieselben schlechte verdor­bene Luft massenhaft ins Bier eingepumpt werde, die PressionSrohre großen Unrath ansetzen, sehr schwer, oft nur durch Einströmen von Dampf zu reinigen seien und durch die Pressionen ekelerregende Beftandtheile zugeführt würden. Eine vom Magistrate Würzburgs in den größeren bayeri­schen Städten gehaltene Anfrage hat nun ergeben, daß in München und Nürnberg Pressionseinrichtungen nur ganz verentzett, iu Augsburg nur in einem Wirthshause im Winter und in Regensburg gar nicht Vorkommen. In der Stadt Würzburg dagegen sind Anfangs dieses Jahres 37 Pressionen der verschiedensten Systeme in Betrieb gewesen, welche ihre Luft meistens au6 Kellern, auch aus Küchen, HauSgängen und vereinzelt von der Straße ober ans Höfen bezogen. Insbesondere ist als bedenklich noch hervorgehoben worden, daß im Winter zu kalte Luft ins Bier eingepumpt, während im Sommer das in Bleirohren stehende Bier mit Eis abgefältet werde, welche beide Manipulationen Ursache zu häufigen Magenkatarrhen seien. Auf Grund dieser Erwägungen hat sich die in Rede stehende Commission einstimmig für Abschaffung der Pressionen ausgesprochen, der Stadtmagistrat Würzburg diesem Commissions - Gut­achten zugestimmt und auf Grund des bayerischen Polizei­strafgesetzbuches folgende ortspolizeiliche Vorschrift erlassen: „Der Gebrauch der sog. Pressionen zum BierauSichank ist verboten. Bestehelide Pressions-Einrichtungen können noch 3 Monate vorn Tage der Bekanntmachung dieser Vor­schrift an benutzt werden, sind aber dann außer Gebrauch ju setzen." ।