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jagen nimmt emgtgen: Kptbition d.Blatte«, «d-Ännoncen-Bureaux , ;d- Dietrich & Co. in M und Hannover; Th.

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JRarÖurq, Sonnabend, 23. November 1878. ; ;irr t <

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Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blatte» sowie d- Annoncen-Bureaux von G- L- Daube & Co. in Frankfurt a. M; Jäger'sch« Buchhandlung daselbst; Hermann'sche Buchhandl. daselbst; Jnvalidendank in

Berlin; W- Thiene- in Elberfeld; C. Schlotte in

Bremen.

Vorsänger, dort um einen Schwänkemacher, dessen derbe Witze bei seinen in dieser Beziehung an mehr oder minder grobe Kost gewöhnten Zuhörern den ungetheiltesten Bei­fall fan-en.

Auvergne ließ es flott hergehen; das Land war vom Kriege noch nicht zu sehr mitgenommen und konnte noch etwas leisten und, was die Hauptsache war, die Fassungen wurden baar bezahlt; um Geld ist überall etwas zu be­kommen.

Die harten Thaler, welche die Grenadiere klingen ließen, als sic Mittags in Corbach waren, um ihren Proviant zu requiriren, übten eine solche Anziehungbkraft aus die Be­wohner des kleinen Städtchens, daß sich Abends eine Menge Leute einfanden, die auf Karren Bier, Brod, Butter, Käse, Würste und was sonst in diese Artikel einschlägt, herbei­brachten, da ein guter Absatz zu erwarten stand.

Der Handel, dieses uiächtige Band, welches alle Völker umschlingt, hatte somit auch eine freundliche Annäherung zwischen den braven Waldeckern und den Grenadieren von Auvergne hergestellt. Die hübschen Corbacherinncn beson­der« waren für die galanten Krieger ein Gegenstand der liebenswürdigsten Zuvorkommenheit, und ihr schelmisches Gekicher gab deutlich zu erkennen, daß sie sich vortrefflich auf das Kauderwälsch verstanden, womit ihnen die bärtigen Söhne des Mars ihre Freundschaft erklärten.

Es war ein buntes, fröhliches Treiben, dem schon seit einer Stunde der Chevalier d'Acigny und sein Freund de Lourmel von ihren Zelten aus zusahen.

Auf einmal ertönten die Klänge eines TambourinS, um die sich ein Kreis von Beifall spendenden Soldaten und Landleulen drängte.

Herr d'Acigny stand auf, um zu sehens, was es gäbe. Es war rin Pudel, der, auf seinen Hinterfüßen ste­

hend, nach dem Commando eines jungen Mädchens seine Kunststücke producirte. - ... »

Morbleu!" rief der Chevalier seinem Freunde zu, das ist ja unsere Kleine von Kassel! Komm doch her und sieh' zu!"

Der Hund war mit einem Stocke bewaffnet, der die

Stelle einer Flinte vertrat und mit dem er so ernsthaft wie ein alter Grenadier exercirte. Aber er schien weit weniger Unterhaltung als sein« Zuschauer an diesen Ue« bungen zu finden, denn als er damit zu Ende war, ließ er sich aus seine Vorderfüße nieder und sah seine Herrin bel­lend an, als wolle er ihr in der Pudelsprache sagen: Nun ist die Reihe an Dir."

Der Aufforderung des klugen ThiereS entsprechend, begann nun die Zigeunerin ihre Production, die in einem pantominischen Tanze bestand.

Als Einleitung zu demselben neigte sie ihren schwanen Lockenkopf auf die Schulter, schloß halb ihre großen, mit langen Wimpern beschatteten Augen und kreuzte ihre ent­blößten Arme über die Brust, wie um nach orientalischer Sitte ihre Zuschauer zu begrüßen.

Der Tanz selbst schien daS Mädchen zu beleben, denn allmählig wurven die Bewegungen rascher, ohne an Anmuth zu verlieren. Gleich einer Sylphide von unsichtbaren Ge­nien getragen, schwebte sie mehr zwischen Himmel und Erde, als fürchtete sie, die Blumen zu verletzen, die ihr zierlicher Fuß kaum berührte.

Nach vollendetem Tanz«, der sämmtliche Zuschauer zu einer stürmischen Kundgebung ihres Beifalls hingerissen hatte, blieb die Zeugeuncrin mit wogendem Busen und glänzenden Augen in dem um sie gebildeten Kreise stehen und blickte mit naivem Stolze und zugleich mit kind­licher Schüchternheit um sich.

Sie ist das anbetungswürdigste Geschöpf unter der

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Müldenrr (Fortsetzung.) V.

T«ge»bericht.

_National;." zufolge, ist dem Berliner Magistrat Itbr durch den Minister des Innern, Graf Eulenburg heilt worden, daß die Rückkehr des Kaisers definitiv den 5. Dezember festgesetzt ist. Se. Majestät wird um Vormittags auf dem Potsdamer Bahnhof Eintreffen sich von dort durch die Königgrätzerstraße, daS Bran- rger Thor und die Mitte der Linden-Promenade nach .. Palais begeben. Mit Rücksicht auf diese Bestim- äen welche bereits in der letzten Sitzung des Komits die Feier der Rückkehr des Kaisers nach Berlin - in t standen, wird nunmehr die Ausschmückung' der eßen stattfinden.

Deutsches Reich.

A Berlin, 20. Nov. Das Herrenhaus hat bekannt­lich in unerwarteter Weise seinen bisherigen Vicepräsidenten, Herrn v. Bernuth, nicht wieder gewählt. Wie dieKreuz- Ztg." bemerkt, ist dieser Vorgang durch die Haltung veran­laßt, welche Herr v. Bernuth im Mai gegenüber der ersten Sozialistenvorlage im Reichstage eingenommen hat. Der StaatshauShalts-Etat pro 1879/80 enthält gegen den lau­fenden Etat die nachstehenden Veränderungen. An Stelle des Etats der Verwaltung für Handel, Gewerbe und Bau­wesen ist nunmehr ein Etat derBauverwaltung einschließ­

lich der Central-Verwaltung deS Ministeriums der öffent­lichen Arbeiten" und ein Etat desMinisteriums für Handel und Gewerbe" getreten. Der Etat des Ministeriums für die laudwirthfchastlichen Angelegenheiten führt nunmehr den Titel: Etat der landwirthschastlichen Verwaltung des Mi­nisteriums für Landwirthschaft, Domänen und Forsten. AuS dem seitherigen Etat der Verwaltung für Handel, Gewerbe und Bauwesen ist daö Kapitel 70Technische Lehranstalten der Handels- und Gewerbe-Verwaltung und sonstige wissen­schaftliche und gemeinnützliche Zwecke" in-den Etat des Kultusministeriums übergegangen, wo es daS Kapitel 126» Technisches Unterrichtswesen" bildet. DaS Kapitel 70 im Etat des Handelsministeriums enthält nur die Navigations­schulen. Außer dem Etat der Domänen-Verwaltung er­scheint noch ein neuer Etat der Central-Verwaltung der Domänen und Forsten. Im Etat deS Ministeriums für

Neueste Orient-Nachrichtenr*x

Wien, 21. Novbr. Meldungen derPol. Corresp." auS Cattaro. Die Reconstituirung der albanesischen Liga in Prizrend erfolgte im Einvernehmen mit der Pforte. Die Häupter der Bewegung hatten geheime Besprechungen mit Nazis Pascha in Pristina. Ein Theil der militärisch orga- nistrten Liga kompletirt die auf dem Felde von Kossovo concentrirte türkische Armee; der weitaus größere Theil er­hält eine selbstständige Organisation. Die Albanesen be­festigen die Anhöhen von Podgoritza; von der friedlichen Uebergabe dieses Platzes ist keine Rede mehr. AuS Konstantinopel, 20. d. Die Pforte ließ durch militärische Agenten Erhebungen über den Stand der russischen Armee in Rumelien und Bulgarien pflegen; hiernach wäre diese Armee 230,000 Mann mit 800 Geschützen stark. Aus Bukarest vom heutigen: Die internationate Commissson für die Grenzregülirung zwischen der Dvbrudscha und Bulga­rien hat ihre Arbeiten in für Rumänien günstigem Sinne beendigt. Die Besitzergreifung der Dvbrudscha soll am 24. d. M. erfolgen. Der Fürst wird dem Donau-Uebergang bei Braila beiwohnen. ' - > -yees* litWsW

Gerichtsorganisation machen für die Uebergangözeit, hin­sichtlich der vor jenem Tage bereits anhängig gewordenen bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten und Strafsachen, eine Reihe besonderer Bestimmungen nothwendig. Der Erledigung dieser gesetzgeberischen Aufgabe dient der Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Uebergangsbestimmungen zur deut- fchen Civilprozcßordnung und deutschen Strafprozeßordnung welcher dem Abgeordnetenhause soeben zugegangen' ist. In demselben sind sowohl die Bestimmungen über das Prozeß­verfahren, als die damit im engsten Zusammenhänge ste­henden Vorschriften hinsichtlich der Zuständigkeit der Ge­richte zu einem Ganzen vereinigt. Ausgeschlossen auS Gründen der Zweckmäßigkeit für die geschäftliche Behandlung des Entwurfs find lediglich die für anhängige Konkurssachen, sowie für anhängige Zwangsvollstreckungen in das unbe­wegliche Vermögen erforderlichen Uebergangsbestimmungen. Von dieser Ausnahme abgesehen, enthält der Entwurf alle das Verfahren und die Gerichtszuständigkeit betreffenden Vorschriften, sowohl für das Gebiet der ordentlichen strei­tigen Gerichtsbarkeit, als für diejenigen streitigen Sachen, für welche reichsgesetzlich besondere Gerichte zugelassen sind. Eines der erwähnten Spezialgesetze ist bereits unter dem Titel:Gesetzentwurf, bett. die Zwangsvollstreckung gegen Benefizialerben und das Aufgebot der Nachlaßgläu­biger im Geltungsbereiche des Allgemeinen Landrechts" dem Abgeordnetenhaufe zugegangen.

Dem Abgeordnetenhause ist der Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Ausführung der deutschen Civilprozeßordnung zugegangen. Die deutsche Civilprozeßordnung und das Einsührungsgesetz zu derselben haben der Landesgesetzge­bung nur vereinzelte Gegenstände überlassen und selbst diese Gegenstände erfordern nicht überall ein Eingreifen der Gesetzgebung. Daneben bleibt es Aufgabe der Gesetz­gebung, solche VerfahruugsartoH welch« durch btt deutsche Civilproceßordnung an sich nicht betroffen werden, den Vor­schriften derselben gemäß zu gestalten, um eine empfind­liche Zerrissenheit des Rcchtszustandes zu vermeiden. Diesen Bedürfniffen kommt der vorliegende Entwurf entgegen, welcher nach der Natur der Sache nur eine bunte Reihe von Vorschriften ohne einen Zusammenhang geben kann.

DaS -Königl. Polizeipräsidium in Berlin entzog den sozialdemokratischen Agitatoren Hasselmann und Fritsche, weil dieselben es sich zum Geschäft machen, sozialdemokra- ttsche Bestrebungen zu fördern, die Besugniß zur gewerbs­mäßigen und nichtgewerbsmäßigen -öffentlichen Verbreitung von Druckschriften.

Die Frau Kronprinzessin des Deutschen Reiches und k Preußen feierte gestern Ihren acht und dreißigsten kntstag inmitten jener stillen Zurückgezogenheit, welche milienfeste unseres Kronprinzlichen Hauses auszeichnet, ^ungeachtet sind, wie vor einigen Wochen dem er- en Gemahl, so auch jetzt der hohen Frau von Nah Fern viele Grüße und Zeichen der Huldigung und rung zugefloßen, welche Ihr weithin in Preußen und chland dankbar geweiht sind. Nachdem Freudentage Kermählung Ihrer ältesten Tochter, der Prinzeß Char- , ist das beendete Lebensjahr für die Kronprinzessin für das ganze Königshaus und das Vaterland ein des Schreckens und tiefer Trauer gewesen, welches in Charakter bis in die letzte Woche hinein durch die nbe aus Neapel und durch die Heimsuchung der aroß- tcalichen Familie in Darmstadt nur zu sehr bewährt I Möge unserer Kronprinzessin, bereit Mutterherz jetzt Mchr vorwiegend bei dem auf fernem Meere segelnden "Hhne dem Prinzen Heinrich, weilt, das neue Lebensjahr um so freundlicheres werden, und möge mit der bevor- dm Heimkehr des Kaisers der Bann gehoben sein, cher seit dem Frühlinge auf unserem gesummten öffent- en Leben lastet. In jenen Tagen des Schreckens hat Kronprinzessin stark und mnthig, pflichtvoll und liebe- des Berufes gewaltet, den Ihre hohe Stellung Ihr erlegte. Manches Wort deS Dankes, welches damals engen Kreisen für die durchlauchtige Fran laut wurde, llgemeinert sich jetzt zum herzlichen Glückwunsch der .mmten Nation, welche in den Händen der Kronprin-

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einmal bi« schöne .Zeit der Märsche und Einquarli- Digen, der Bivouaks und des Lagerlebens durchgemacht M Essen, trinken, schlafen und marschiren, den lieben Dm einen guten Mann sein lassen und sich auf der Welt W weiter nichts kümmern, al« höchstms um die Stunden- Pl, die eine Etappe von der anderen entfernt ist, bei Mtt! es gibt nichts Schöneres, als ein solches Leben. T Wenn auch ein Theil unserer freundlichen Leser mit #er Ansicht nicht einverstanden fein sollte, vom Regimente toergne wenigsten« können wir versichern, baß e8 von t Richtigkeit derselben durchdrungen war. Es hatte ffsel verlassen und befand sich bei Corbach auf dem larschc nach Köln. Das Regiment lagerte tn der Nähe in Corbach auf einer blumigen Wiese, um hier zu über« ttyen. Die Sonne, diese Freundin jeder Poesie und ____ bet Freude, deren herbstliche Strahlen durch zu große Sarbai lärme nicht mehr belästigten, sondern der Lust nur jene ttbe Temperatur verliehen, in der sich der Mensch am vhlsten fühlt, brach sich in tausend Reflexen an den Ge- i dhrpyramiben, die in langen Reihen compagnieweise vor t» Zelten ausgestellt waren. Von ben Küchenfeuern, an tuen in schwebenden Kesseln die- schmackhaften Menagen itt. 3 > »betten, wirbelte ber bläuliche Rauch empor, während b.87,0t it Marketenderinnen vollauf zu ihnn hatten, um die durst- j «n Kehlen zu befriedigen. UeberaB herrschte das reg» ---- »sie geben, überall bildeten sich Gruppen, hier um einen

. *"* fa lebe ein lustiger Krieg! So denkt sicher der Soldat, könnt \. - "1 - L .....-

|l Piemont und Auvergne.

mschtt i nach dem Französischen des A. Fi6v«e, von Rudolph

it all« m Victoria die dem preußischen Volke theuren Tradttm

>n Ui * 1 * * * * wohl bewahrt sieht.

iniauW Die mit dem 1. October 1879 auf Grund der beut» bft vo m Justizgesetze und ber preußischen Ausführungsgesetze [303 itretenben Aenberungen des Prozeßverfahrens unb ber

Laari x nach Sonn, und Feiertagen. Preis für das Quartal mit der wöchentlichen Beilage ,,zll«strtrt«s Sonntagsblatt" durch die Erpedition (Koch'sche

8 ^Skschnnt^täglt^ außer an ^b^ta^^ach^Q^onn^und Fnertagen 2 Mark 5« Pf«, (excl Bestellgebühr) - Jnsertwnsgebühr für d.e gespaltene Zelle 10 Pfg.

v- -vuqvruaere^ der Expedition zu ertbeilende Auskunft und Annahme von Adressen werden 2a Pf«, berechnet.__

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