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Das diente zum Entgelte, Bis eS der Feind gewann.

Wenn Nachts die Schatten lagen Gebreitet auf der Flur/, " Ging Wasser man zu tragen eu*. s*Mt"äÄi' Dorthin auf leiser Spur, Vit; "**

Und hat nicht mehr gelitten Den Durst im Sonnenbrand, Doch nun kam angeschritte» Der Feind, der sich gewarnt.

ES schweiften seine Scharen *

Im Feld bei Tag und Nacht.

Es galt ihm zu erfahren, .

Was Rettung hat gebracht. z . N Bald ward der Quell gefunden ' Auf einer Streiferei,

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Die Männer in der Noth, Sie retteten das Leben' Vor dem gewissen Tod. Doch mußten sie entrichten

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Verstopft mit tobten Hunden, Daß er unbrauchbar sei.

Da mußten sich ergeben

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Gar vieles Gold zum Lohn, ' Allein von Bösewichten Traf fir nur Leid und Hohn.

Die Besten in den Eisen Schleppt man gar weit hinfort Und läßt die Stadt verweisen, Bricht schmählich den Accord. Die Schande voll zu machen, Die Bosheit war so groß, Läßt man deö Feuers Rachen Verzehren Stadt und Schloß.

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Marburg, Sonntag, 10. November 1878

XIII. Jahrgang.

rr. 264

Politische Woche»-Ueberficht.

Die Nachrichten über das Befinden unseres Kaisers

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zur Nachgiebigkeit gezeigt hab«. In den politischen und finanziellen Bedrängnissen erwachsen aber fortwährend so große Schwierigkeiten, daß es unschwer erklärlich ist, wenn eS zur wirklichen Durchführung von Reformen noch immer nicht kommen will. Nach Berichten aus Konstantinopel sind in Burgas neu angekommene russische Truppen aus­geschifft worden. Die zwischen Adrianopel und LuleburgaS zusammengezogene russische Truppenmacht soll eine sehr bedeutende fein, und das russische Hauptquartier trifft Vor­bereitungen für die Ueberwinternng eines großen TheileS der Armee in der Umgegend von Adrianopel.

Und lag statt in der Kammer Im Wald auf hartem Stroh.

Die Männerschar in Waffen Hielt auf dem Schlöffe Stand. Wer war zur Wehr geschaffen, - Voran der Kommandant!*)

Den viele Jahre laug . Verherrlichte Geläute

Und heil'gcr Lobzesang. Jetzt schweigen jene Töne, Wer denkt so weit zurück?

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Gehauen durch's Gesteine War da ein Brunnen tief, AuS dem zum Trank baS rein, Und kühle Wasser lief.,ii) O weh! da sollte sinken

und bie Bitte an den Kaiser gerichtet, von bet tiefen Be­unruhigung Kenntniß zu nehmen, welche die Völker Oester­reichs ergriffen hat, als die Geschicke des Reiches in völlig neue und gefahrvolle Bahnen gelenkt wurden, ohne daß die Stimme der verfassungsmäßig berufenen Vertreter ge­hört worven wäre. Die Regierung hat durch den Minister Stremayr den berliner Vertrag dem österreichischen Abge- ordnetenhause vorlegen lassen, gleichwie dies Tisza bereits in Pest gethan hat. Man nimmt an, daß bet Vertrag einem Ausschuß zur Berichterstattung überwiesen werden wird; welche Beschlußfassung aber dieser dem Hause Vor­schlägen werden wird, ist noch ungewiß. Die Mehrzahl des Hauses besteht aus Gegnern des Vertrages, und es ist daher unwahrscheinlich, daß derselbe einfach gebilligt werden sollte. Wahrscheinlich dürfte man einen Ausweg finden, indem das Haus sei» Bedauern über den Abschluß des- ! selben ausspricht, den Vertrag aber als fertige Thatsache hinnimml. .

Seitdem die italienische Ministerkrisis als erledigt gelten kann, ist wieder viel von Verhatldlungen zwischen Rom und Berlin die Rede, die sich diesmal vorwiegend um Die Neubesetzung erledigter Bischofsstühle drehen sollen.

Der Sieg der Republik in Frankreich bei den Delegir- tenwahlen für bie Ernennung ber Senatoren, die im Januar auszutreten haben, ist so vollständig, daß die Hoffnungen Gam- brtta's übertroffen wurden. Dem entspricht die Sprache der republikanischen Blätter übet die Zukunft ber Nation, bie man als ein Paradies ber Ruhe, Mäßigung und Weis­heit schildert. j; 1

In Madrid spielt der Prozeß gegen den Attentäter Oliva y Moncasi, dem von Staatswegen ein Vetlheidiget gestellt worden ist. Der, Köllig erscheint unbeirrt von dem Vorfall vielfach im offenen Wagen mtd hat in jüngster Zeit mehreren Truppeumanövern beigewohnt.

In der.englisch-afghanischen Streitfrage ist es zn einer MeinungSverschiedeithpit zwischcß dem Vicekönig und dem Cabinet in London gekommen. Der Erstere wollte den Feldzug gegen Afghanistan sofort eröffnet wissen, doch mußte er einem gemessenen Befehle bet Regierung nachgeben, welcher anorbnete, daß dem tiinir zunächst noch eine Art Ultimatum zugesandt werde. Pas letztere fordert insbesondere, daß bet russischen Gesaudlfhafl ein weiterer Aufenthalt in Kabul untersagt werde. Falls bis zum 20. November feine befriebigenbe Antwort» einzelaufen sei, sollen bie militärischen Operationen sofort beginnen. Die Berichte über bie loyale Haltung ber indischen Fürsten lauten durchaus befriedigend.

Die Verhandlungen ber türkischtN Regierung mit dem englischen Botschafter Layatb bachtn fort und eS heißt, daß bie Pforte in letzter Zeit eins größere Steigung

< :Wir wollen hier uns wehren » ^ft..BiS auf bas letzte Blut.

-E -/Gott wolle uns ^bescheren, .. »

Mas noth der .Seele thut." Sechshundert Feinbeöleichen *- - - Umlagern halb den Wall

Als blut'ge Ehrenzeichen, . H

: -r Ein Strom floß überall, 5 »Und weil's auWb zu hapern, "

Weil nichts mehr wat zu thun,

Zog ab der Feind nach Wahetn, .. .Äion Wunden auszuruh'n.

Das wat ein Tag der Freue,

Da stieg zum Sturm auf Leitern t Ergrimmt der Feind hinauf, Doch sollte er zerscheitrrn Und finken hin zu Häuf'.

Die auf dem Schloß versprachen Zusammen fest zu steh'n, Getrost in TodeStachen

Hrsfische Geschichtsbilder.

III.

HsmbergS Schicksal im dreitzisjährigeu Stieg, tw Jahr 1636 und 1640.

Klass .usktn sasei r inkfo " [291

fltr Monate November und Deeember werden von den Postanstalten und in Marburg von der Expe­dition noch fortwährend angenommen.

Die Ex-ed. d. Oberh. Zeitung.

Blickst traurig, o Ruine, Vom Berg inS weite Thal, ES stimmt die Trauermiene Zu jener schiperen Qual, Die über dich geschritten, O Schloß und schöne Stadt, Als Drangsal du gelitten, Durch fremde Missethat.

Belagert von Kroaten Wardst du, o festes Schloß, Und rings auf allen Pfaden Stürmt man mit dem Geschoß. Die Stadt lag öd, o Jammet! Denn Weib und Kind entfloh .

Es schwelgen Enkelsöhne Im neu erblühten Glück.

Doch unterliegt ber Beste Dem feindlichen Geschick, . Wenn nicht von Himmelsfeste. a Beschirmt ein Gnadenblick.

Schöpfend die'Magd hinab.

Wer'mochte nun noch trinken Vom Wasser, aus dem Gab? Nicht fern vom Berg im Feld .7, . Ein Silbetbächlein rann,

Hnieisex nimmt entgegen: He Expedition d.Blattes, fomie d-Annoncen-Bureaux »an Ib. Dietrich & ®o. in gaffel und Hannover; Tb. Dietrich in Frankfurt a M.; fiaafenftein & Vogler in Frankfurt a- M., Berlin, Leivzig, Ebln rc.; Rudolf «toffe in Berlin, Frank- surr a. M- tc.

Itre. mutifterium hat in ber verflossenen Woche mehrere Sitzungen nicht t gehalten, welche sich im Wesentlichen mit den an den Land- einreis tag zu bringenden fßorlageii beschäftigten. Fürst Bismarck

I r» weiterer Schritt auf bet eingeschlagenen Bahn unternommen te Lei werden möge, bevor bet berliner Vertrag den verfaffungs- mäßigen Verhandlungen des Reichsraths unterbreitet fei,

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Tagesbericht. 1 i'i->

Aus Berlin wird telegraphisch gemeldet: Eine gestern hier verbreitete mehreren Personen von Pest aus durch bie Post zugegangene Nummer einer Zeitschrift .Cyankali" wurde vom Polizeipräsidium mit Beschlag belegt, weil sie eine Majestätsbeleidigung enthält. Die Zeitungen mel­den die Verhaftungen von 5 sich hier aufhaltenden Ruffen, welche, außer einer lebhaften Correspondenz mit Rußland, innigen Verkehr mit den hiesigen socialdemokratischen Füh­rern unterhielten. Drei von ihnen find Medici,ter, einer Theologe und einer Gewerbe-Akademer.

Auf den Artikel derProvinzial-Korresponbenz" .der kirchliche Friede und die Centrumspartei" antwortet bie Germania": Wir verkennen burchaus die Tragweite die­ser neuesten Kriegserklärung gegen die Vertreter des katho­lischen Volkes in Deutschland und Preußen nicht. Man darf annehmen, baß bie Regierung es nach einer berartigen Kundgebung nicht bei bloßen Worten belassen, sondern balb durch energische Aktionen ihr Ziel zu erreichen suchen werde. Dieses Ziel ist aber eine Mißbilligung ber Hal­tung des Cmtrums bnrch dieberufenen kirchlichen Auto­ritäten," und durch bas katholische Volk, und in Folge dessen bie Auflösung der Partei, bie feit sieben Jahren mit eiserner Ausdauer, mit Festigkeit und Umsicht die re­ligiösen und bürgerlichen Rechte und Freiheiten deö katho­lischen Volkes vertreten uns vertheidigt hat. Die Staaiö- regierung befindet sich in einem verhängnißvollcn Jrrthuin, wenn sie Erwartungen gehegt, die niemals in Erfüllung gehen werden, wenn sie nämlich glaubt, den apostolischen Stuhl zu einer direkten ober indirekten Beeinflussung Der Centrmnsfraktion oder der katholischen Bevölkerung in poli­tischen Dingen provoziren zu können. Will die Regierung bloße Demonstrationen veranlassen ober will sie durch Neu­wahlen bas Volk vor die Alternative stellen: Friede oder Gentrum ? Welche Mittel bie Staatsregierung immer er­greifen mag, um Wähler und Gewählte zu entzweien

«.scheint täglich außer an den Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Preis für das Quartal mit der wöchentlichen BeilageJllustrtxteö Sounla«»bliitl" durch die Expedition lKvch'sch« - Buchdruckerei) bezogen 2i Mark, durch die Postämter des Deutfchen Reiches 2 Mark 50 Pf«, texel. Bestellgebühr). Jnsertionsgebübr für die gespaltene Zeile 10 Pf,.

Für in der Expedition zu ertbeilende Auskunft und Aitnabme von Adressen werden 25 Pfg. berechnet.

Anzeigen nimmt entgegen: die Expedition d Blat e» sowie dAnnoucen-Bureaux von G L- Daube L Co. in Frankfurt a. M; Jäger'sche Buchhandlung daselbst; Hermann'sche Buchhandl. daselbst; Invalidendank in

Be lin; W- Thienes in Elberfeld; 6. Schlotte in

Bremen.

Wie's komme auch, zu seh'n.

Urbel hieß derselbe.

wohnte denselben indeß nicht bei, obgleich er am 3. d. von Friedrichsruhe in Berlin eiugetroffeu war. Diese Anwesen- Ulfi beit ist zunächst auf Familienangelegenheit zurückzuführen, da am Mittwoch die Vermählung seiner Tochter Marie mit dem Grafen Cuno zu Rantzau stattfanb. Der Bun- desrath hat aus Antrag Preußens beschlossen, baß bie Reichs- kömmisfion für bas Sozialistengesetz zum direkten Verkehr caueri mit den Reichs- und Landesbehördcn befugt fei, und daß die letzteren angewiesen werden sollen, die bei ihnen ein- ja<k< -sehenden Beschwerden unmittelbar der Reichskommission nüh[ ; einzusenden. Obgleich die Polizeibeiförden mit großem Eifer y die ihnen durch daS Sozialistengesetz zuerkannten Befugnisse auSuben und täglich durch die amtlichen Blätter zahlreiche . Verbote von sozialistischen Vereinen, Büchern u. s. w. ver- Hentlicht werden, ist doch noch keine einzige Beschwerde au8 mÄlet den betreffenden Kreisen eingelansen. DaS älteste Mitglied des Herrenhauses, der bekannte Herr v. Frankenberg-Lud- wigSborf, ist gestorben.

In Eisieithanitn nimmt die BekämpfuM ber Sndrassifchen Politik einen -energischeren Verlauf als in Ungarn, von wo der bosnischen Besetzung keine eriislliche Gefahr mehr zu drohen scheint. Die vom Abreß-AnSschuß festgesetzte unb vvm Abgevrbneteilhause mit der erdrückenden Mehrheit von 163 gegen 73 Stimmen angenommene Fassung be« AdreßentwnrsS ist ein in der Hauptsache ent­schiedener Protest gegen Andrassy's auswärtige Politik. Es wirb darin die Erwartung ausgesprochen, baß kein

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| j lasten so erfreulich wie möglich. Der Kaiser ist frisch unb flltre heüer ustd von seinem schweren Lechen ist keine Spur mehr bemerken. Der Kaiser geht am 9. November nach Wics- h baden und wird daselbst bis zum 30. November verweilen. An diesem Tage wird der Kaiser sich nach Karlsruhe be- t JaA geben, um ber Einsegnung der Prinzessin Victoria von litgetb Baden, seiner Enkelin, anzuwohnen. Das preußische StaatS- mimsterium hat in der verflossenen Woche mehrere Sitzungen