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Majestät der Kaiserin und Sr. Königlichen Hoheit dem Kronprinzen, Vie Deputation der Stadt Kassel, bestehend aus den beiden Bürgermeistern, dem Vorsteher des Bürgerausschusses und dessen Stellvertreter. Nachdem der Ober- präsident die Mitglieder der Deputatton vorgestellt hatte, richtete der Oberbürgermeister, nach zuvor erbetener und huldvollst ertheilter Genehmigung, an Seine Majestät den Kaiser folgende Ansprache: „Majestät! Ein hocherfreuliches Zusammentreffen der Umstände hat es gefügt, daß Kassel nun zum zweiten Male vor allen andern Städten der gejammten Monarchie den unschätzbaren Vorzug genießt, un- mittekbar nach einer schweren, verhängnißvollen Prüfung, die Euer Majestät und die ganze deutsche Nation betroffen, Euer Majestät zuerst die AUerunterthänigsten Huldigungen zu Füßen legen zu können. Am 15. Juli 1870 geruhten Euer Majestät, nach Frankreichs Herausforderung zum Kriege auf der Reise von EmS nach Berlin begriffen, hier een beiden Stadtbehörden in einer Adresse die Kundgcbun- zm unverbrüchlicher Treue und Ergebenheit, wie auch die Kürfel fallen würden, Allergnädigst entgegenzunehmen und jetzt dürfen wir wiederum als die Ersten Eurer Majestät zur vollständigen Wiedergenesung die ehrfurchtvollsten Glück- »mnsche darbringen. Wie damals unter Euer Majestät glorreichsten Führung der äußere Feind schnell und voll- ßLndig überwunden wurde, so wird es — das ist unsere feste Zuversickt — der Kraft und Weisheit Euer Majestät Legierung jetzt auch gelingen, die tiefen Schäden, die unser juneres Volksleben blosgelegt hat,, einer baldigen und gründlichen Heilung entgegen zu führen. Der gütige Gott, der bas Loos der Könige bereitet und die Geschicke der Völker in seiner allmächtigen Hand hält, verleihe Euer Majestät dazu seinen gnädigen Beistand und schenke Euer Majestät «och recht viele Jahre einer gesegneten und glücklichen, durch Lichts getrübten Regierung." Se. Majestät der Kaiser, von dieser Ansprache sichtlich ergriffen, geruhten hierauf der De- Matton etwa folgende Worte, die an einigen Stellen mit tiefer Bewegung gesprochen wurden, huldvost zn erwidern: ,Jch danke Ihnen für die mir so eben ausgesprochenen Gerinnungen und für die herzliche Begrüßung, die Sie im »amen der Stadt Kassel an mich gerichtet haben. Ich ent- ßnne mich noch sehr wohl des Empfanges, der mir im Jahre 1870 hier zu Theil wurde; die Stunde wird mir mvergeßlich bleiben, die ich damals hier in Ihrer Mitte pbrachte, als ich von Ems nach meiner Hauptstadt eilte, vn die Vorbereitungen für den Krieg zu treffen. Die Gesinnungen der Treue und Ergebenheit, die mir von Ihnen damals zu erkennen gegeben wurden, haben auch ie Söhne des Hessenlandes, wir mein ganzes Heer, aufs Glänzendste auf den Schlachtfeldern bestätigt. Der Krieg lurbe ja auch über alles Erwarten glücklich und in kurzer Zeit mit einem für Deutschland so erfolgreichen Ausgange rführt. Daß dieselben Gesinnungen, welche Sie mir aus- »rachen, noch jetzt im Herzen meines Volkes leben, dafür bürgt mir der herzliche Empfang, den ich hier in Kassel jefunben und der mich — ich versichere es Ihnen — auf bas Tiefste ergriffen hat. Es war eine schwere Zeit, die ich u überwinden hatte. Dem gütigen Gotte danke ich «, daß er zuerst größeres Unheil von mir gnädig abge- dendet und mich dann hat wieder genesen lassen. Sagen Bie es Ihren Mitbürgern, wie wohlthuend der Empfang inb die vielen während meiner Anwesenheit in Kassel mir
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Mviesenen Aufmerksamkeiten mich berührt haben. Ich sage Ihnen nochmals meinen herzlichsten Dank." — Bei der bereits in dem gestrigen Artikel „/^Kassel" erwähnten Depu- ition von kleinen Mädchen (Lina Heinemann, Lina Groß- stwth, Ella Schirmer, Marie v. Barbeleben, Hebwig Müller, lisabeth Diehls), welche bem Kaiser als Abgesandte bet agenb Blumen auf den Balkon brachte, richtete Lina einemann an den Kaiser folgenbe poetische Adresse: f „Gott grüß Dich, lie'er gnäb’ger Kaiser!
! Wir bauten ihm, baß Du genesen:
I Wir sind, gewiß, Du kannst es glauben,
I Gar sehr in Ängst um Dich gewesen; M _ Sin Engel hielt die böse Kugel, f Die Dein geliebtes Haupt bedroht;
i Wir sind so gut dem treuen Engel
Und hoffen, daß der liebe Gott
Dir Deine volle Kraft und Starte Roch schenken mag für lange Z it. I Wir wollen immer für Dich beten, Ü Das gibt Dir sicheres Geleit
Wir lieben Dich von ganzem Herzen Als unfern Vater, unfern Herrn Wir brachten Dir auch diese Blumen — t Run sei auch gnädig - nimm si- gern/ — las Comite, welches die gestrige Ovation der Schuljugend iugeleüet hat, veröffentlicht folgendes Schreiben, welches m Dank Sr. Majestät enthält. Es lautet: Se. Majestät r Kaiser und König und Ihre Majestät, die Kaiserin und önigin haben das unterzeichnete Comite 'allergnädigst be- uftragt, allen denjenigen Ellent, welche ihre Kinder an t von der Kasseler Schuljugend gestern bargebrachten ulbigung haben Theil nehmen lassen, Allerhöchst Ihren >anf auszusprechen. Wir bringen dieses schon auf diesem kge zur allgemeinen Kenntniß. Kaffel, 23. Sept. 1878. hmnasialdirektor Dr. Vogt, Prof. Dr. Buderus, Rektor karrer Opper. — Bei Gelegenheit des gestern Nachmittag folgten Besuch« der kurfürstlichen Gräber hat Se. Majestät ligen in der Nähe befindlichen weißblau gekleideten jungen äbchen die Hand gereicht und gesagt: „Sagt Euren Kern, Lehrern und Mitschülern, es habe mich Alles nicht w hocherfreut, sondern sogar tief gerührt. Ich danke mch nochmals herzlich."
Kassel, j!9. Sept. Nach der Zusammenstellung über f* Ergebnisse der Verwaltung in Bezug auf die Landar
menpflege und das Corrigendenwesen in dem commnnal- ständischen Verbände des hiesigen Regierungsbezirkes im Jahre 1877 wurden für die Landarmenpflege 136,669 M. 49 Pf. verausgabt und zwar an Baukosten-Beitrag zur Errichtung der Corrections-Anstalt Breitenau 5920 M. 91 Pf., für Unterhaltung der Corrigenden und dieser Anstalt ein Zuschuß von 52,529 M. 28 Pf.; zur Errichtung der Landarmeu-Anstalt Baukosten 11,182 M. 92 Pf.; Zahlung au Armenverbände 23,078 M. 17 Pf.; Unterstützungen für Zwecke der Armenpflege nach dem Gesetz vom März 1869 30,597 M. 73 Pf.; desgleichen nach dem Dotations-Gesetze von 1875 2849 M. 11 Pf.; für von der Cabinetscasse übernommene Ausgaben 9295 M. 75 Pf. und sonstige Aüsgaben 215 M. 62 Pf. Zur Bestreitung dieser Ausgaben wurden aus der ständischen Schatzcasse zugeschossen 130,391 M. 97 Pf., aus der Staatskasse 2850 M. und ans sonstigen Einnahmen 3427 M. 52 Pf. Für das Corrigendenwesen (die Corrections- und Landarmen-Anstalt zu Breitenau) wurden 69,092 M. 47 Pf. verausgabt, worunter 14,866 M. 78 Pf. für Besoldung der Anstaltsbeamten und des Aufsichtspersonals, 49,997 Di. 9 Pf. für sachliche Ausgaben, zur Uitterhal- ' tung des Haushaltes rc., 3631 M. 23 Pf. für Unterhaltung der Anstaltsgcbäude und 433 M. 87 Pf. für sonstige Ausgaben. Zur Deckung dieser Ausgaben mußte die Laud- armencasse 52,529 M. 28 Pf. zuschießen, 13,623 M. 22 Pf. wurden aus dem Arbeits-Verdienst der Corrigenden erlöst, 1724 M. 36 Pf. wurden für Verpflegungskosten der aus dem commnnalständischen Verbände des Regierungsbezirks Wiesbaden und den Hohenzvllernschen Landen für eingelieferte Corrigenden vergütet und 891 M. ergaben Feldnntzungen und sonstige Einnahmen.
— (Personal-Chronik.) Der Postverwalter Fro- böse in L>chenkleugsfeld ist mit Pension in den Ruhestand getreten. Der Postassistent Kraft in Schweinsberg ist zum Postvenvalter daselbst, und der Telegraphenanwärter Haenke in Kassel zum Telegraphenassistenten ernannt. Der Postassistent Mehl ist von Kirchhain nach Kassel versetzt. Ernannt: Gerichtsassessor v. Schutzbar, gen. Milchling, zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht in Niederaula, Gerichts- assessor Wachsmuth zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht in Jesberg, Aktuar Wilhelm zum Amtsgerichts - Sekretär bei bem Amtsgericht in Rotenburg; die Hülssgerichtsboten: Wolff bei dem Amtsgericht in Veckerhagen, Falkenhagen bei dem Amtsgericht in Eiterfeld, Herber bei dem Amtsgericht in Burghaun, zu Gerichtsboten. In den Ruhestand versetzt mit Pension: Oberamtsrichter Coster in Hanau. Gestorben: Oberamtsrichter Schmincke in Windccken. Der Bürgermeister Hau zu Hünfeld ist an Stelle des aus dem Gemeindeamt ansgeschiedeuen Bürgermeisters Comittt daselbst mit Wahrnehmung der Geschäfte eines Polizeianwaltes bei dem Amtsgerichte zu Hünfeld beauftragt worden. Der Vice-Bürgermeister Giez zu Burghaun ist mit der Stellvertretung des Polizeianwaltes bei bem König!. Amtsgericht daselbst in Verhinderungsfällen an Stelle des Büreange- hülfen Bolz beauftragt worden. Der Strafanstaltsaufseher Anton Müller in Kassel ist vom 1. November b. I. ab in beu Ruhestand versetzt worben.
Fulda, 21. Sept. Gestern Abend verschied nach längerem Leiden im Alter von 72 Jahren der Geheime Regierungsrath a. D. Herr Jacob Wilhelm Adrian von Specht. Einer althessischen Adelsfamitte entstammend, aus welcher viele höhere Offiziere und Staatsbeamte hervorgegangen find, widmete sich Herr von Specht auf der Universität den Studien der Rechts- und Staatswissenschaften. Nach absolvirtem Vorbereitungsdienste wurde derselbe zunächst Kreis-Sekretär und kurz darauf Landrath zu Schlüchtern. Auch wurde er u. A. in jener Zeil von dem Kreife Schlüchtern zum Mitgliede der kurhessischen Stänbekammer gewählt. Hiernach fungirle Herr von Specht als Regierungsrath unb Polizeibirektor in Hanau. Obgleich als Anhänger der Regierungspartei bekannt, zu welcher ihn die Familien- trabitionen hinzogen, begab sich derselbe doch in ben Märztagen bes Jahres 1848 nach Kassel, um ben Kurfürsten ben Volksforbernngen geneigt zu machen. Später würbe Herr von Specht oberster Verwaltungsbeamter in Eschwege, bann in Hersfeld. Zum Regierungs-Kommissar der Grafschaft Schaumburg ernannt, erhielt er den Titel „Geheimer Regierungsrath". Zu Ostern bes Jahres 1866 wurde er nach Fulda versetzt und mit der Direktion der Regierung beantragt. Auch wurde ihm hier die Stelle eines Kurators der Landesbibliothek, sowie das Direktorat des Leihhauses übertragen. Nach der Annexion Kurhessens wurde Herrn von Specht die Aufgabe zu Theil, die preußische Proklamation zu certünben unb ben Regierungsbezirk Fulda für bie Krone Preußen zu übernehmen. Der diesbezügliche Akt fand zu Anfang September 1866 im Schloß- Hofe Hierselbst statt. Von hier an bie königlich preußische Regierung in Düsseldorf versetzt, nahm Herr von Specht seinen Abschied. Während beö beutsch-ftanzösischen Krieges von 1870 —1871 wurde er zum Delegirten des Johanniterordens für Fulda befignirt und unterzog sich biefem Auftrage mit bem größten Eifer. — Herr von Specht war ein intelligenter, kenntnißreicher Verwaltungsbeamter von außerobentlicher Arbeitskraft, besten Leistungen namentlich in ber Grafschaft Schaumburg bie gebührende Anerkennung und Würdigung gefunden haben. Obgleich seine politischen Anschauungen mehr partikularistisch - konservativer Richtung huldigend, hatte er sich doch auch objektiven Sinn bewahrt, um auch den Bestrebungen der entgegengesetzten Partei Gerechtigkeit wiederfahren zu lasten. Mild im Urtheil, zuverlässig in Wort und Thal, fromm
in der Freundschaft wird er fortleben im ehrenvollen Andenken bei Allen, die ihn näher kennen zu lernen Gelegenheit hatten. Friede seiner Asche. — Die Orienttrungs- tafel der Milseburg ist nun vollständig fertiggestellt; die Richtungslinien sind nach den Angaben des Herrn Professor Melde sauber eingraöirt und bie betreffenden Namen leserlich beigefügt. (H. B.)
Lel-grsphidche Depesche«.
Berlin, 23. Sept. Die Reichstags-Commission für das Socialistengesetz berieth heute über den § 4 und diejenigen Paragraphen, welche die Beschwerdeinstanz betreffen. Gneist stellte folgende Anträge: im § 4 Absatz 1 statt Bundesrath" zu setzen „Reichskanzler"; ferner den § 16 folgendermaßen zu fassen; gegen Personen, welche es zum Geschäft machen, die in § 1 bezeichneten Bestrebungen zu fördern, kann im Falle der Verurlheilung wegen Zuwiderhandlung gegen dieses Gesetz neben der verwirkten Strafe auf Stellung unter Polizeiaufsicht erkannt werden. § 17 Abs. 2 soll nach Gneist's Amendement lauten: dem Betreffenden steht bie Beschwerbe an ben Reichskanzler offen; berselbe hat, soweit eö sich um die Untersagung des Gewerbebetriebes handelt, die Sache bem obersten Verwaltungsgerichtshofe des betreffenden Bundesstaates oder der nach den Landesgesetzen dafür zuständigen höchsten Behörde zu überweisen. — Endlich soll bem Amenbement Gneist zufolge ein neuer Paragraph bestimmen, daß bie Ausübung dieser Befugnisse des Reichskanzlers im ganzen Umfange oder in einzelnen Zweigen einem Stellvertreter übertragen werden kann. Zur Ueberwachung des Gesetzes soll der Bundesrath einen Ausschuß von 7 Mitgliedern aus seiner Milte bilden. — Minister v. Mittnacht sprach sich für die Bundeörathsvorlage aus, Lasker für sein Amendement, Minister Abeken und Ackermann für die Vorlage, Reichen- sperger für das Amendement Lasker, mit bem Unterschiede baß er statt dem Reichsoberhandelsgericht bas Oberlandes- gericht in ben Staaten, welche keine Verwaltungsgerichte haben, als Beschwerdeinstanz einsetzen will. (Die Sitzung dauert fort.)
Berlin, 22. Sept. Die WahlprüfungS - Commission des Reichstages beschloß beim Plenum zu beantragen, daß bie Wahlen der Abgeordneten Bär (Offenburg) und Knobloch (Wehlau) beanstandet werken.
Rom, 23. Sept. Der Gesundheitszustand des Papstes ist befriedigend; derselbe empfing heute Pilger aus Piemont und verschiedene andere Personen. — „Voce della verita" erklärt eS für unbegründet, daß in beit Verhandlungen zwischen der päpstlichen Curie und Deutschland Schwierigkeiten betreffs der Art der Anwendung der Maigesetze entstanden seien. Ebenso entbehre die Meldung der „Times" ans Rom betreffend die angebliche Revision des zwischen der Curie und Belgien bestehenden Concordates vollständig der Begründung; dieses Concordat habe niemals bestanden.
Reafiel, 23. Sept. Die in der verflossenen Nacht begonnene Eruption des Vesuvs nimmt zu.
Marseille, 23. Sept. Vor seiner Abreise von hier äußerte sich Midhat Pascha gegenüber einer Deputation von hiesigen Inhabern türkischer Staatspapiere folgendermaßen: Wenn er auch nicht wieder an's Ruder gelange, werde doch von ber türkischen Negierung die Finanzfrage geregelt werden, sobald bie politischen Verwickelungen ge- schwmtben sein würben; das sei der Wunsch des Sultans. „Die Einstellung unserer Zahlungen war das Signal unseres Niederganges; die wenn auch nicht vollständige, so dock theilweise Wiederaufnahme derselben wird baS Signal ber Auferstehung sein. Die türkische Nation kann ihren verlorenen Rang nur «iedergewinnen, wenn sie ihre Finanzen reorganistrt."
Telegraphische EourS- uni Marktberichte.
Frankfurt a. M-, 24. Septbr (Mitgetheilt durch Menke Eichelberg und Sohn.) Creditactien 199 nach —, Staatsbahn- actien 22tj nach - , SUberreute 53,, Ruffen 81V Tendenz; Schwach.
Frankfurt a. M., 23. Sept. (Fruchtbericht.) jMitge- tbeilt von I. Harburger, Commiisions- und Agenturen.Geschäft.! Weizen hiesiger und Wetteraucr IRL 19;—;, neuer ungar. Mk. Lvj, Roggen Mk. 14—16, Gerste Mk. 17s-18, Hafer Mk. 14J, Oelsaaien Raps Mk. 30, Weizenmehl: Nr. 00 Mk 29 Nr. 0 Mk 28, Nr. I Mk. 25, Nr II Mk. 17}, Nr. III Mk. 15. Roggenmedl Nr. */, Berliner Marke Mk. 19;—?0;_ Nr. II do Mk. 15 D r Verkehr am heutigen Markte verlief bei sehr beschränktem Geschäfte in ungemein lustloser Stimmung und sind Preise sämmilicher Artikel weichend. Die Preise verstehen sich franco Hier pr 100 Ko. je nach Qualität.
Frankfurt o. SÄ., 23. Sept (Viedmarkt) Der heutige Viehmarkt war beffer als der vorig befahren. Angetrieben waren circa 400 Ochsen, i90 Kühe und Rmder, 7.0 Kälber und 450 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. Mk. 73—75, 2. Qual. Mk. 68 —70, Kühe und Rinder 1. Qual Mk 64—66 2. Qual. Mk. 56-58, Kälber I. Qual. Mk. 66 - 68, 2. Quak' Mk 60—62, Hämmel 1. Qual. Mk. 60—63, 2. Qual. Mk. 54—56.
Tliemanden hat noch die Anschaffung von „Dr. Airy's Statur- *» Heilmethode' gereut Der Weith dieses medizinischen, verständlich geschriebenen Werkes bezeug n tausende der anerkennendsten Dankschreiben. Vor einiger Zeit erschien denn auch bereits die 100. Auflage und sind bisher nachweisbar über 600.0-K) Exemplare verkauft Als tr uester Rakbgcber sollte das Werk nicht nur bei eintretenden Krankheitsfällen, sondern auch überhaupt in jedem Hause als nützlichste L.ktüre zur Hand liegen, denn zahlreiche Dankschreiben geheilter Personen sprechen für den Werth der Heilmethode. Das 544 Seiten starke, illuttnrlt Buch wird gegen Einsendung von 1 Mark (am bequemsten in Briefmarken) direkt verschickt von Richter's Verlags-Anstalt in Leipzig. Auch ist es in den meisten Buchhandlungen zu haben.